Sakramente
Nachkonziliare Beichte eines vorkonziliaren Pfarrers
Es ist nicht so, daß es nach dem Konzil keine Sünden mehr gibt – ganz im Gegenteil. Ein altmodischer Geistlicher hat seine katholischen Schandtaten endlich eingesehen.
Beichtstuhl
Beichtstuhl
© Ela2007, CC
• Ich habe meinen vorkonziliären Glauben zu wenig lächerlich gemacht und immer noch an den alten Dogmen gehangen.

• Ich habe den „Engel des Herrn“ und den Rosenkranz gebetet.

• Ich habe die Heilige Messe noch als Opfer gefeiert – immer.

• Ich habe die Messe mit innerem Wohlgefallen in lateinischer Sprache und an einem Seitenaltar gelesen – öfter.

• Ich habe es versäumt, „konstruktiven Ungehorsam“ zu üben – oft.

• Ich habe in der Öffentlichkeit Priesterkleidung getragen und dadurch die getauften Laien in der charismatischen Würde ihres allgemeinen Priestertums gekränkt – öfter.

• Ich habe andere zum vorkonziliären Glauben verführt – manchmal.

• Ich habe mich über die katholische Presse geärgert – immer.

• Ich habe eine rein katholische Trauung vorgenommen und dadurch dem Ökumenismus geschadet – einmal.

• Ich habe meinem Kaplan einmal widersprochen, verschiedenen Laien sogar öfter.

• Ich habe nicht jeder sinnlichen Regung nachgegeben und dadurch das Ausreifen meiner Persönlichkeit verzögert und das Lustquantum der Welt vermindert, öfter.

• Ich habe meine Zeit durch Lesen der Schriften des Heiligen Thomas nutzlos vergeudet – öfter.

• Ich habe an der alten Wahrheit festgehalten und mich geweigert, dialektisch zu denken – meistens.

• Ich habe mich triumphalistisch an der Heiligkeit der Kirche erfreut – mehrmals.

• Ich habe am Eingang zu meiner Kirche keinen Automaten für die Pille angebracht.

• Ich habe mich geweigert, in der Öffentlichkeit Zivilkleider zu tragen und dadurch gegen das „Aggiornamento“ verstoßen.

• Ich habe den Tabernakel auf dem Hochaltar immer noch nicht entfernt und durch einen Briefkasten in einer Ecke ersetzt.

• Ich habe regelmäßig vor dem Altar eine Kniebeuge gemacht.

• Ich habe mich geweigert, den Barockaltar herauszureißen und durch einen Billardtisch zu ersetzen.

• Anstelle eines bequemen Fernsehsessels habe ich einen harten Hocker als Priestersitz aufgestellt.

• ich habe immer noch unmündige Kinder zur Erstbeichte geführt, ferner an Samstagen und vor dem Herz Jesu- Freitag Beichte gehört.

• Ich habe es unterlassen, meinen Pfarrkindern über die Vorteile der persönlichen Gewissensentscheidung und die Überflüssigkeit der Beichte zu unterrichten.
      
17 Lesermeinungen
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#18   juergen   16:05:04 | Montag, 6. September 2010
alter Hut
Der Text kursiert schon seit langer Zeit durchs Internet
U.a. wurde er auch im Rundbrief Nr. 17, Initiativkreis kath. Laien und Priester in der Erzdiözese Freiburg e.V.
„Pater“ Lingen hat ihn in ähnlicher Form wohl schon 1998 ins Netz gestellt
www.kirchenlehre.com/beichte.htm
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#17   monens   14:41:46 | Montag, 6. September 2010
Sehr guter Artikel !
Gerade der inflationär gebrauchte Begriff eines angeblichen „autonomen“ Gewissens hat viele Menschen in ein bequemes, selbstgerechtes Leben fallen lassen, dessen „Leitfaden“ ein erfundenes Gewissen ist
www.razyboard.com/…07688-5907666-0.html
Es existiert niemalsein „autonomes“ Gewissen; das Gewissen des Menschen stimmt mit den Gesetzen Gottes überein; es muss in der Wahrheit geformt werden
www.razyboard.com/…07688-5907666-0.html
Eine „neue Theologie“ ist daran gegangen, die Grundfeste des wahren Glaubens aufzuweichen
www.razyboard.com/…07914-5901980-0.html
und hat so bewusst oder unbewusst den Feinden der Wahrheit Jesus Christus in die Hände gespielt
www.razyboard.com/…07914-5919824-0.html
Die unverfälschte Theologie ist eine, die in Demut ausgeübt wird
www.razyboard.com/…07887-5905040-0.html
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#16   Bernd-Jupp   12:30:39 | Montag, 6. September 2010
Wer bezahlt eigentlich die Schreiberlinge hier?
Das ist ja so etwas von lächerlich was hier allmählich abgeht – da frage ich mich doch nur: Wer bezahlt denn den ganzen Sche…? Wahrscheinlich wieder so ewig Gestrige wie der alte Liebherr aus Biberach oder der Kopp-Verlag aus Rottenburg mit seinem Edel-Prachtweib Eva Herrmann und den alten – aber sehr gut betuchten -Professoren die sich dafür hier ab und an zu Wort melden dürfen. Darauf kann ich als Christ-Katholik gerne verzichten!
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#15   Romulus   22:21:51 | Sonntag, 5. September 2010
@kreuz.net Red.
Ein altmodischer Geistlicher hat seine katholischen Schandtaten endlich eingesehen.
Blödsinn!
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#14   bejorommer   22:06:02 | Sonntag, 5. September 2010
derrabe – Wir sollten bedenken
Fakt ist, daß die „Beichte“ eine rein menschliche Erfindung ist, die weder mit Jesus noch mit dem Evangelium zu begründen ist.
Das hat das letzte vatikan. Konzil schon richtig gesehen.
Josef Berens
(als einfacher, selbst denkender Katholik
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#13   Gunsenum   21:06:51 | Sonntag, 5. September 2010
Zwischen dem Pseudoideal der Piusbrüder…
,dem hier unoriginell präsentierten Bild des Priesters, und dem eines modernen aber katholsichen Priesters bestehen schon Unterschiede.
Pfarrer müssen doch net automatisch Heilige sein. Aber sich darum bemühen, es zu werden. So!
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#12   DerRabe   21:06:49 | Sonntag, 5. September 2010
die beichte gilt als das…
…allerdümmste des katholizismus obwohl die möglichkeit der beichte das größte gandengeschenk gopttes ist, erlöst sie uns doch von der totalen schuld ohne gnade.
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#11   Siegfried   17:59:58 | Sonntag, 5. September 2010
zu, bejorommer: nicht alles …
der liebe, allmächtige Gott ist bestimmt sehr dankbar, daß er den einfachen, denkunfähigen Nichtkatholiken Josef Behrens immer fragen kann, wenn er sich nicht im Klaren ist, was eine Sünde ist.
Behrens sie können sich jetzt als Intelligenten hinstellen und behaupten, daß Gott nur durch Ihr Wissen zur Klarheit kommt und erkennt was eine Sünde ist.
Josef Behrens, Sie gehen das Thema mit Dummheit an. Jesus Christus ist unser Richter, nach unserer Bereitschaft richtet er uns in der Wahrheit aus. Wer dies nicht zu läßt der richtet sich selbst. Jeder erkennt, was ihm noch fehlt zur endgültigen Wahrheit und Liebe an Gott und zum innigen Glauben an ihn. Jeder geht in dieser Erkenntnis an den Ort, den er benötigt um die Reife in Gott und für Gott zu erlangen (Fegefeuer). Ebenso geht jeder Mensch an den Ort der Gottlosigkeit in die Hölle, wenn er aim Tage des Gerichtes die totale Trennung von Gott erkennt.
Es werden viele Menschen überrascht sein, wenn sie erkennen, daß über den nach außen vorgestellten Sündenkatalog noch viele Verhaltensformen Sünden und manche davon sogar sehr große oder sogar Todessünden sind. Jeder Mensch empfängt die wahrheitliche Erkenntnis. Es ist nicht sündenlos, was nach außen gut oder sogar sehr gut bewertet wird. Diese Erkenntnis wird jedem Menschen zuteil, beim Erkennen unseres Erlösers Jesus Chritus.
Wir müssen uns einüben, dann ist die schmerzhafte Überraschung nicht so groß. Das Warten auf die Erlösung nicht ganz so lamge. o^/ :)% o^
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#10   bejorommer   17:27:48 | Sonntag, 5. September 2010
nicht alles …
Nicht alles, was man uns Katholiken so als Sünde zu verkaufen versucht, dürfte von Gott auch als Sünde gesehen und bewertet werden.
Josef Berens
(als einfacher, selbst denkender Katholik
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#9   Junker Jörg   17:04:39 | Sonntag, 5. September 2010
Lieber Freund,
keine Missverständnisse, das ich bezieht sich lediglich
auf den Artikel.
Man darf doch mal über den eigenen Tellerrand hinaus
denken.
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#7   chico flojo   16:51:22 | Sonntag, 5. September 2010
Ich lese immer nur
ich, ich, ich, ich… und immer wieder … ich…ich…
Darum geht es also.
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#6   Junker Jörg   16:40:25 | Sonntag, 5. September 2010
Kairos_03
Ich habe mit dem Gesicht zum Gottesvolk und in der Landessprache zelebriert
Ich habe mit meinem evangelischen Amtsbruder ökumene
gelebt
Ich habe im Pfarrgemeinderat nicht von meinem Vetorecht gebrauch gemacht
Ich habe zur Kommunion nicht gefragt, ob der Gläubige auch katholisch ist
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#5   kairos_03   16:24:15 | Sonntag, 5. September 2010
@ Junker Jörg
Diese hier aufgeführten Bekenntnisse sollten vielleicht durch unsere ergänzt werden, so z.B.
Ich habe die Heilige Kommunion aus den Händen einer einer Frau empfangen, die mir die Eucharistie mit dem Spruch reichte „Das Brot des Lebens“.
Ich habe die grundlegenden Schriften der lateinamerikanischen Befreiungstheologen gelesen.
Ich habe am oekumenischen Kirchentag teilgenommen.
Ich arbeite mit in Arbeitsgruppen, die sich mit zukünftigen Formen von Wortgottesdiensten an Sonntagen befassen, da der Priestermangel immer stärker wird und die Pfarrgemeinde nicht zur Fahrgemeinde werden darf.
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#4   Junker Jörg   15:54:00 | Sonntag, 5. September 2010
Gut, dass es auch noch andere Priester gibt
Ich wusste nicht, dass man Priester an diesen Merkmalen
erkennt.
Zum Glück gibt es auch noch das allgemeine Priestertum
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#3   juemuc   12:47:55 | Sonntag, 5. September 2010
Ich habe den „Engel des Herrn“ und den Rosenkranz gebetet.
Oje, dass muss ich dringend meinem Pfarrer stecken. Ein äußerst progressiver Pfarrer, der trotzdem täglich das Rosenkranzgebet in seiner Kirche anbietet und sofern er sich zur gleichen Zeit nicht um seine Schäfchen kümmern muss, an diesen auch teilnimmt. Außerdem ist er auch gerne Zeuge zweier Katholiken, die sich gegenseitig das Sakarament der Trauung spenden , wenn nicht gerade dummerweise einer der beiden Trauwilligen gerade evangelisch ist und somit eine Trauung nach Ritus A, B oder C stattfindet.
Dass er dafür in der Hölle schmoren wird, weiß er mit Sicherheit noch nicht.
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#2   hieronymus333   12:05:28 | Sonntag, 5. September 2010
IGIIIIIIIIIIIIIIIT!
Das geht ja nun mal gar nicht! :-D Zur Buße wird dieser Priester sicher in den Himmel kommen. :(3
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#1   kristall   11:55:54 | Sonntag, 5. September 2010
HIER SPRICHT!!!
EIN GUTER PRIESTER!!! :)3 ^-^
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Es wurden 2 Lesermeinungen von der Redaktion entfernt
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