Ökumene
Er ist tot – und wird nie wieder auferstehen
Der von den Altliberalen beschworene Ökumenismus ist schon lange bankrott. Doch Leute wie der Fuldaer Pastoraltheologe trauern ihm immer noch nach.
Prälat Richard Hartmann auf der Webseite der Theologischen Fakultät Fulda
Prälat Richard Hartmann auf der Webseite der Theologischen Fakultät Fulda
(kreuz.net) Er war Zeuge beim sogenannten ersten Ökumenischen Kirchentag und dessen inzwischen vergessener Charta oecumenica.

Das erklärte der altliberale Fuldaer Pastoraltheologe, Prälat Richard Hartmann, am 23. August auf seiner Webseite.

Auf der „kirchenleitenden Ebene“ und bei „wissenschaftlichen Fachgesprächen“ gebe es weiterhin komplexe ökumenische Gesprächsprozesse – fährt er weiter.

Doch „das breite Volk“ – das es in der Kirche allerdings schon lange nicht mehr gibt -verfolge diese Prozesse entweder gar nicht oder versteht ihre Relevanz nicht.

„Hier dringt immer nur in den Vordergrund: Wir wollen gemeinsames Abendmahl.“

In Wahrheit handelt es sich dabei um jenes Postulat, das die von den Medien hofierten Altliberalen – denen Messe und Abendmahl letztlich völlig egal sind – in den Vordergrund drängen.

Das hier etwas nicht stimmt, merkt sogar Prälat Hartmann.

Denn: „Es wundert mich, daß dieses Symbol in der Diskussion so zentral ist, da die Lebensrelevanz der Eucharistie als den Sonntag prägende Feier für immer weniger Katholiken und evangelische Christen erkennbar ist.“

Der Prälat muß auch zugeben, daß der Ökumenismus mehr und mehr im Dienste der öffentlichen Instrumentalisierung der Kirche steht:

„Gedenk- und Festgottesdienste zu gesellschaftlichen Ereignissen, gemeinsame Reaktionen auf Naturkatastrophen und Kriegsereignisse, politische und wirtschaftliche Krisen führen am ehesten dazu, daß die großen Kirchen gemeinsam agieren.“

Das eigentliche katholische Zentralthema sei aber – nach Abflauen der Mißbrauchsdiskussion – der Erhalt des Status quo.

Prälat Hartmann empfiehlt, den kirchlichen Zusammenbruch – als Folge der altliberalen Mißwirtschaft – als nicht unter der Perspektive des „Weniger“, sondern des „Anderen und neuen“ zu sehen:

„Aufbruch zu diakonischem oder missionarischem Handeln, die Leidenschaft, die Gegenwart Gottes allen Menschen präsent zu halten, ist eher bescheiden“ – ruft er schale, altliberale Durchhalteparolen.

Dann die große Behauptung: „Daß wir darin gemeinsam stärker wären, merkt kaum jemand.“

Die Ergebnisse der seit vierzig Jahren praktizierten ökumenischen Verwässerung des Glaubens sind freilich ein erdrückender Gegenbeweis gegen diese These.

Trotzdem wünscht sich Prälat Hartmann „mehr und mehr Masterpläne der Gemeinschaft zwischen den verschiedenen christlichen Kirchen und zwar ganz konkret an der Basis“.

Doch die von den Altliberalen gerne angebetete „Basis“ gibt es nur noch in den Köpfen kirchenfremder Pastoralstrategen.

Geblieben sind kirchensteuer-finanzierte Pastoralfunktionäre, deren Potjomkin’sche Dörfer in dem Augenblick zusammenfallen werden, wenn ihnen das Geld ausgeht.

Denn wer auf den Heiligen Geist vertraut oder den Glauben leben will, ist schon längst von den Kirchensteuer-Kirchen zu den Altgläubigen oder zu den Evangelikalen geflüchtet.

Der von Prälat Hartmann beschworene Ökumenismus ist schon lange tot. Und er wird nie mehr wieder auferstehen.
      
18 Lesermeinungen
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#26   adlimina   19:27:49 | Sonntag, 5. September 2010
Wichtiger noch als die Bistumsfehlprägung …
… in den Pastoralstrukturen ist der Einfluß auf die Priesterausbildung und Ausrichtung der Fuldaer Theologischen Fakultät. Hier darf aber verzeichnet werden, daß die Mehrheit der Priesteramtskandidaten sich klar abgrenzt und ein mehr als kritisches Urteil über ihren Lehrer Hartmann hat, der, Gott sei Dank, sein Rektor der Hochschule mehr ist. Auch das gehört zu den von der Kirche schizophren selbst hervorgebrachten Leiden, die ihr zusetzen.
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#24   Sycamore   13:03:51 | Samstag, 4. September 2010
@Adlimina (12:32)
Da haben Sie recht, mit einem tertium comparationis, das nicht als allgemein bekannt vorausgesetzt werden darf, und mir persönlich unbekannt war.
Es handelt sich also um einen hermetischen Diskurs, nur Insidern zugänglich. Sorry, wenn ich die Intentionen desselben falsch gedutet habe.
Es kann auch leicht geschehen, werde ich pro domo mea hinzufügen, bei den geradezu wundersamen Wiedergeburten allerlei Leser unter anderen Pseudonymen, bei bestimmten Bemerkungen – hier über liturgische Kleidung oder Merienverehrung – zu glauben, bereits gelesene Ansichten wiederzuerkennen, und diese mit dem falschen Autor in Verbindung zu setzen.
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#22   adlimina   12:32:28 | Samstag, 4. September 2010
Ihre Ironie und Urteilssicherheit, Sycamore, …
… in allen Ehren. Ich verstehe wohl, was Sie ausdrücken möchten, Sie haben aber das Tertium comparationis nicht verstanden. Keineswegs will ich die in Frage stehenden Güter ironisieren, sondern nur auf die schizoiden Züge einer Persönlichkeit hinweisen.
„Mein Bl…“ meint was? Verzeihen Sie die Frage eines Ignoranten.
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#21   Sycamore   12:22:42 | Samstag, 4. September 2010
@Adlimina (09:27): ad limina rationis, mein Bl…!
Sie übersehen, daß die esthetisch beeindruckende“Cappa Magna“ nur den Kardinälen zusteht. Bischof Algermissen könnte eventuell also nur eine „Cappa parva“ tragen. Oder zur Prozession einfach nackt auftreten, damit Sie nur seine Physis und nicht seinen Habitus zu kritisieren hätten.
Im Bereich des Habitus, viele Menschen erwarten bei liturgischen Handlungen ein „erhöhtes“ Kleidungsniveau. Sie nicht? Spüren Sie eine Aversion zur liturgischen Kleidung? Eine Phobie gar? Würden Sie sich auch über die liturgische Kleidung unserer Orthodoxen Brüdern echauffieren? Oder der Juden? Oder sollen sie alle, nach Ihrem spießigen Geschmack, einfach Anzug mit Hemd und Krawatte tragen? Oder, wenn Sie der Bewegung „Zurück zur Natur“ nahe stehen, einfach „gar nichts“?
Was soll der marianischen „dig“ am Ende ihres leseunwerten Beitrags? Fühlen Sie sich den Protestanten besonders nahe?
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#20   RosiDeLuxemburg †   12:09:15 | Samstag, 4. September 2010
Altliberale Dummköpfe
:-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-!
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#19   adlimina   12:02:55 | Samstag, 4. September 2010
Für neue Ernennungen in Fulda …
… haben sich ganz andere in Stellung gebraqcht und können es kaum erwarten, daß eine Stelle frei wird, etwa auch wenn der Weihbischof auf einen Bistumssitz verdonnert wird. – Nee, mal im Ernst: Angesichts der geschlagenen Haken des Bischofs kann einem Prof. Hartmann, rein menschlich betrachtet, anfangen leid zu tun.
^-^
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#17   Absalon †   11:00:51 | Samstag, 4. September 2010
Und den Pfarrer Wolfgang Heil wird Algermissen
zum Ehrendomkapitular und bischöflichen Hauskaplan ernennen!
www.kath-pfr-heilwolf.de/main.html?src=%2Findex2.…
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#16   adlimina   09:27:18 | Samstag, 4. September 2010
Demnächst wird Bischof Algermissen …
… seinen Freund Hartmann mit der Feier der tridentinischen Messe beauftragen, an welcher der Fuldaer Bischof in Cappa Magna teilnimmt und Bruder Tebartz-van-Elst im Spitzenrochett die Predigt hält, nachdem ihm der Fuldaer Homiletiker erklärt hat, wie man nicht über die Gemeinde hinweg predigt und sich doch treu katholisch ausdrückt. Die Kollekte ist bestimmt für die Eingliederung der Petrusbruderschaft in den Pastoralen Prozess des Bistums und zur Unterstützung des vielversprechenden Dialogs mit der Piusbruderschaft. Der historische Weinkonvent vom Fuldaer Frauenberg hat seinem Vorsitzenden Hartmann versprochen, die anschließende marianische Lichterprozession anzuführen, zu deren Abschluß an der Pestsäule am Fuße des Frauenbergs Bischof Algermissen das Wort ergreifen wird, um die Zurückholung der SJM-Priester in die Diözese feierlich zu verkünden, möglicherweise werden auch die Ernennungen neuer Domkapitulare und die Erhebung einiger Mitglieder des Priesternetzwerkes zu Monsignori bekannt gegeben. Den Tag beschließt das feierliche Salve Regina.
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#15   RosiDeLuxemburg †   02:15:57 | Samstag, 4. September 2010
Hartmann und die Wahrheit
Als Sozialistin halte ich Hartmann’s Thesen für faschistoid und „antichristlich“. Im Namen der Gerechtigkeit fordere ich die Revidierung des 2. vatikanischen Konzils. Es muss die Rechtslage vor V2 wiederhergestellt werden und alle verantwortlichen Hexenmeister zur Rechenschaft gezogen werden. Anschließend müssen wir eine Revolution gegen den Homo-Faschismus anzetteln und eine liberal-radikale Regierung der Wahrheit an die Macht bringen die dann alle Feinde der Wahrheit aburteilt. Danach können wir wieder ruhig schlafen und auch der ossiausderzone kann dann wieder von seinen „Nekapimma“ träumen.
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#13   Sycamore   22:52:53 | Freitag, 3. September 2010
Gemeinsame Stärke?
„Daß wir gemeinsam stärker wären, merkt kaum jemand.“
Daß ein Lahmer einen Blinden führen soll, ergibt die Art von „Stärke“, die der Prälat meint.
Zur Zeit jedoch ist es eher der Fall des Blinden (die Protestanten), welcher den Lahmen (die Katholiken) führt. Die Protestanten erwarten von den Katholiken mehr Flexibilität und Anpassung – zu ihren Ideen, versteht sich. Sonst gäbe es keinen „ökumenischen Fortschritt“. Sie selbst sind nicht bereit, ein Jota ihrer Überzeugungen aufzugeben, da sie sich als theologisches „mainstream“ begreifen. So werden die Katholiken protestantischer; die Protestanten bleiben stattdessen wie eh und jeh protestantisch.
Die hl. Eucharistie kann nicht das Gleiche für Katholiken und Protestanten sein. Die katholische Kirche hat ein geweihtes Priestertum, also auch eine echte Eucharistie.
Die protestantischen Gemeinschaften haben kein geweihtes Priestertum, also keine echte Eucharistie.
Eine echte Eucharistie ist da, wenn Brot und Wein Leib und Blut des Herren werden, durch die Umwandlungsworte eines Priesters.
Der protestantische Pastor ist kein Priester – Stola hin oder her – also seine „Eucharistie“ kann nur etwas Symbolisches sein. Brot oder Kekse bleiben Brot und Kekse; der Wein bleibt Wein. Das „Abendmal“ ist eine fromme Erinnerungsveranstaltung, wozu jeder jeden einladen kann, nichts weiter.
Daher der für einen Katholiken befremdliche Begriff der „eucharistischen Gastfreundschaft“, als etwas Nettes,
wozu man sich gegeseitig einlädt.
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#12   prometheus141   21:47:03 | Freitag, 3. September 2010
Das gemeinsame Abendmahl
Wer etwas will, zeigt seinen Mangel das ist das Thema des Kapitalismus von Angebot und Nachfrage.
Das Geheimnis der Eucharistie haben die Protestanten nicht verstanden, weil es nur eine Symbolhandlung ist die auch in der 9. Symphonie offenbart wird: Wir Männer betreten feuertrunken Himmlische Dein Heiligtum. Die innere Kirche Gottes, die Kommiunion für den Mann, wenn er in seiner Liebsten den gute ja den heiligen Geist entdeckt, doch drückte das nicht Teilhard de Chardin aus als er meinte in das Weibliche und das Einigende: Das Lebendigste (Geist) ist das Fleisch und das Fleisch für den Mann ist die Frau. Lebt er das schon, sieht er in ihr das Gute, ja das Heilige? In diesem Sinne erlöst die innere Kirche Gottes die äußere Kirche und das ist die Ökomene aller Menschen. Vor Christus sind wir alle arm, so der indische Heilige Neem Karoli Baba
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#11   Rudolfus   21:45:40 | Freitag, 3. September 2010
Ein Katholik kann keinem einzigen Novus-Ordo-Hierarchen trauen,
weil diese weder Meßopfer noch Glauben verteidigen, sondern dessen Feinde: die N.-O.-Feier und den Modernismus.
Die meisten N.-O.-Hierarchen sind nach ihrem Begründer PAUL VI, dem N.-O.-Sektenpapst, dem Judas auf dem Papstthron, im Herzen nicht Hierarchen der Kirche, sondern des Novus Ordo Seclorum – der Feinde der Kirche – und sind nur äußerlich-formell, dem Anschein nach Hierarchen der Kirche, aber nicht im göttlichen Geiste von Ja, ja – nein, nein, sondern im diabolisch-zerrissenen Jein-Geiste.
Sicher katholisch ist nur, wer den Ritus des hl. Pius V liebt,
und den Antimodernisteneid,
das sind Hierarchen, die nicht nur formell, sondern auch im Herzen Hierarchen der Kirche sind.
Und wer den Ritus und den Glauben nicht bekennt, der verdient auch keinen Gehorsam!
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#10   adlimina   21:27:25 | Freitag, 3. September 2010
Sein bischöflicher Patron,
der Fuldaer Ordinarius, stellt sich vor den Kongress der Glaubensfreudianer und versichert der traditionalistischen Ecke der Kirche, sie sei wichtig „wie das Brot auf dem Tisch“, widerruft aber nicht die Blanko-Vollmacht für seinen Bistumssanierer und Rotary-Spezi aus Mainz (damit ist jetzt mal nicht Eminenz Lehmann gemeint, sondern der von seinen Gnaden stammende Päpstliche Ehrenkaplan Hartmann). Irgendwann führt das Spielchen einen der Beteiligten in den Psychiatrie (oder beide oder alle, die davon berührt wurden). Der heilige Bonifatius rot(aris)iert im Grabe …
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#8   Junker Jörg   15:35:38 | Freitag, 3. September 2010
Totgesagte
leben bekanntlich immer länger.
Und wer wen hier überlebt, wird die Zukunft zeigen.
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#6   Antek †   13:59:09 | Freitag, 3. September 2010
Prälat Herrmann
scheint aus Frust über den Dank sei dem Herrn gescheiterten Ökumenismus jeden Tag ein Schwein zu essen. Möge er fasten und zur alten Messe finden!
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#4   jolie   13:53:57 | Freitag, 3. September 2010
cooles bild
respekt für dieses porträt
O:)
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#2   RosiDeLuxemburg †   13:31:33 | Freitag, 3. September 2010
Achtung, Achtung, Achtung
Von der Redaktion entfernt.
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#1   LM.   13:14:42 | Freitag, 3. September 2010
prälat richard besitzt das führergen
zweifelsfrei phänotypisch erkennbar.
ein bischen lehmann und thierse ist in der unteren patie auch dabei.
klont die nwo schon die kirchenleute ? :-O
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