13:01:48 | Freitag, 3. September 2010
Der von den Altliberalen beschworene Ökumenismus ist schon lange bankrott. Doch Leute wie der Fuldaer Pastoraltheologe trauern ihm immer noch nach.

Prälat Richard Hartmann auf der Webseite der Theologischen Fakultät Fulda
(kreuz.net) Er war Zeuge beim sogenannten ersten Ökumenischen Kirchentag und dessen inzwischen vergessener
Charta oecumenica.
Das erklärte der altliberale Fuldaer Pastoraltheologe, Prälat Richard Hartmann,
am 23. August auf seiner Webseite.
Auf der „kirchenleitenden Ebene“ und bei „wissenschaftlichen Fachgesprächen“
gebe es weiterhin komplexe ökumenische Gesprächsprozesse – fährt er weiter.
Doch „das breite Volk“ –
das es in der Kirche allerdings schon lange nicht mehr gibt -verfolge diese Prozesse entweder gar nicht
oder versteht ihre Relevanz nicht.
„Hier dringt immer nur in den Vordergrund: Wir wollen gemeinsames
Abendmahl.“
In Wahrheit handelt es sich dabei um jenes Postulat, das die von den Medien hofierten Altliberalen –
denen Messe und Abendmahl letztlich völlig egal sind – in den Vordergrund drängen.
Das hier etwas nicht
stimmt, merkt sogar Prälat Hartmann.
Denn: „Es wundert mich, daß dieses Symbol in der Diskussion so
zentral ist, da die Lebensrelevanz der Eucharistie als den Sonntag prägende Feier für immer weniger
Katholiken und evangelische Christen erkennbar ist.“
Der Prälat muß auch zugeben, daß der Ökumenismus
mehr und mehr im Dienste der öffentlichen Instrumentalisierung der Kirche steht:
„Gedenk- und Festgottesdienste
zu gesellschaftlichen Ereignissen, gemeinsame Reaktionen auf Naturkatastrophen und Kriegsereignisse, politische
und wirtschaftliche Krisen führen am ehesten dazu, daß die großen Kirchen gemeinsam agieren.“
Das
eigentliche katholische Zentralthema sei aber – nach Abflauen der Mißbrauchsdiskussion – der Erhalt des
Status quo.
Prälat Hartmann empfiehlt, den kirchlichen Zusammenbruch – als Folge der altliberalen Mißwirtschaft –
als nicht unter der Perspektive des „Weniger“, sondern des „Anderen und neuen“ zu sehen:
„Aufbruch zu
diakonischem oder missionarischem Handeln, die Leidenschaft, die Gegenwart Gottes allen Menschen präsent
zu halten, ist eher bescheiden“ – ruft er schale, altliberale Durchhalteparolen.
Dann die große Behauptung:
„Daß wir darin gemeinsam stärker wären, merkt kaum jemand.“
Die Ergebnisse der seit vierzig Jahren
praktizierten ökumenischen Verwässerung des Glaubens sind freilich ein erdrückender Gegenbeweis gegen
diese These.
Trotzdem wünscht sich Prälat Hartmann „mehr und mehr Masterpläne der Gemeinschaft zwischen
den verschiedenen christlichen Kirchen und zwar ganz konkret an der Basis“.
Doch die von den Altliberalen
gerne angebetete „Basis“ gibt es nur noch in den Köpfen kirchenfremder Pastoralstrategen.
Geblieben
sind kirchensteuer-finanzierte Pastoralfunktionäre, deren Potjomkin’sche Dörfer in dem Augenblick zusammenfallen
werden, wenn ihnen das Geld ausgeht.
Denn wer auf den Heiligen Geist vertraut oder den Glauben leben
will, ist schon längst von den Kirchensteuer-Kirchen zu den Altgläubigen oder zu den Evangelikalen geflüchtet.
Der von Prälat Hartmann beschworene Ökumenismus ist schon lange tot. Und er wird nie mehr wieder auferstehen.
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adlimina 19:27:49 | Sonntag, 5. September 2010
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Sycamore 13:03:51 | Samstag, 4. September 2010
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adlimina 12:32:28 | Samstag, 4. September 2010
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adlimina 12:02:55 | Samstag, 4. September 2010
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Absalon † 11:00:51 | Samstag, 4. September 2010
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adlimina 09:27:18 | Samstag, 4. September 2010
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Sycamore 22:52:53 | Freitag, 3. September 2010
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prometheus141 21:47:03 | Freitag, 3. September 2010
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Rudolfus 21:45:40 | Freitag, 3. September 2010
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adlimina 21:27:25 | Freitag, 3. September 2010
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Junker Jörg 15:35:38 | Freitag, 3. September 2010
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Antek † 13:59:09 | Freitag, 3. September 2010
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jolie 13:53:57 | Freitag, 3. September 2010
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LM. 13:14:42 | Freitag, 3. September 2010