Unter diesem Titel veröffentlichte die italienische Tageszeitung „Il Giornale“ am Donnerstag einen Artikel. Das Blatt gehört zur Berlusconi-Gruppe. Es vertritt eine mitte-rechts Linie und ist der Kirche wohlgesonnen.
(kreuz.net, Mailand) Benedikt XVI. hat Jorge Kardinal Medina Estevez ins französische Le Barroux geschickt.
Der emeritierte Kurienkardinal wird im Namen des Papstes die neu errichtete Kirche der dortigen Benediktinerinnen-Abtei
einweihen. Le Barroux befindet sich im Südosten Frankreichs.
Kardinal Medina ist jener Kirchenfürst,
welcher der Welt am 19. April die Wahl des neuen Papstes verkündigte.
Die blühende Gemeinschaft der
Benediktinerinnen von Le Barroux ist nach dem Zweiten Vatikanum entstanden und pflegt die uralte Liturgie
des Römischen Ritus, der bis zur Liturgiereform der 60er Jahre weltweit in Gebrauch war. Die Abtei ist
reichlich mit Nachwuchs gesegnet.
Der Kardinal ist nicht der erste Kirchenfürst, der sich nach Le Barroux
begibt. Schon im Jahre 1995 besuchte Benedikt XVI. als Präfekt der Glaubenskongregation das Kloster.
Der Papst erwähnt seine Reise nach Le Barroux auch im Brief, mit dem er Kardinal Medina zu seinem persönlichen
Gesandten machte.
Das Schreiben ist vom Vatikan bisher interessanterweise nicht publiziert worden. Päpstliche
Gesandte werden nur für außerordentliche Anläße ernannt.
Das monastische Leben in Le Barroux begann
mit Pater Gerard Calvet. Der Benediktiner verließ in den späten 60er Jahren sein Kloster, das in den
Strudel der Konzilswirren geraten war.
In Le Barroux lebte er zuerst als Einsiedler. Mit der Zeit entstand
um ihn eine Gemeinschaft von Benediktinern. Sie fand zunächst bei der Priesterbruderschaft von Erzbischof
Marcel Lefèbvre Unterschlupf. Heute untersteht das blühende Benediktinerkloster der Päpstlichen Kommission
„Ecclesia Dei“.
Später wurde unweit des Männerklosters eine weibliche Gemeinschaft von Benediktinerinnen
gegründet.
Die Ernennung eines päpstlichen Gesandten für die Weihe der Abteikirche der Nonnen ist
nach Informationen von „Il Giornale“ im Vatikan nicht nur auf eitle Freude gestoßen.
In der Römischen
Kurie gibt es viele Vertreter der harten Linie, die der Alten Liturgie keinen Raum gewähren möchten.
Papst Benedikt XVI. hat mit seinem Schritt freilich nur das getan, was er seit Jahren predigt:
„Im Laufe
ihrer Geschichte hat die Kirche niemals rechtgläubige liturgische Formen abgeschafft oder verboten; das
wäre dem Geist der Kirche fremd“, erklärte der damalige Präfekt der Glaubenskongregation im Oktober
1998. Anlaß dazu war das zehnjährige Jubiläum des päpstlichen Dokumentes „Ecclesia Dei“.
Mit diesem
Schreiben bat Papst Johannes Paul II. die Bischöfe inständig, den Gläubigen, die um den Alten Ritus
bitten, großzügig entgegenzukommen.
Die meisten Bischöfe ignorierten die Aufforderung des Papstes.
Besonders deutlich äußerte sich der jetzige Papst in seinem Buch „Gott und die Welt“, das 2001 in Rom
publiziert wurde:
„Für eine richtige liturgische Bewußtseinswerdung ist es wichtig, daß die herablassende
Haltung abnimmt, die oft den liturgischen Formen entgegengebracht wird, die bis 1970 in Gebrauch waren.
Ich kann ehrlich gesagt nicht verstehen, warum sich soviele Mitbrüder im Bischofsamt dieser Intoleranz
unterwerfen, die ein obligatorischer Tribut an den Zeitgeist zu sein scheint und in der Kirche einen notwendigen
Versöhnungsprozeß ohne einen verständlichen Grund behindert.“
Häufig sind die sogenannten neokonservativen
Bischöfe die verbissensten Gegner der alten Messe. In Italien haben die Bischöfe von Vicenza, Bergamo,
Siena, Pisa und selbst Kardinal Giacomo Biffi von Bologna die klassische Liturgie in ihren Diözesen strikt
verboten.
In Vicenza baten 637 Gläubige ihren Bischof vergebens um die Alte Messe.
Mehr Verständnis
und Wohlwollen zeigten in Italien dagegen der ehemalige Kardinal von Mailand, Carlo Maria Martini, und
der ehemalige Patriarch von Venedig, Marco Cè.
Beide zählten während ihrer Amtszeiten zum linken Flügel
der Italienischen Bischofskonferenz.
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Lieber P. Lang (Stuttgart), mir vorzuwerfen, dass ich das Oberkommando der Wehrmacht imitiere –- gestern
war es 60 Jahre her, dass Ihre Reichsregierung verhaftet wurde, halte ich für abwegig. Ich äußerte
in diesem „antidialogischen“ Forum stets nur unmaßgebliche Meinungen, zudem stark verkürzt auf einzelne
Punkte. Die Form dieses Forums lässt es anders nicht zu. Zum Schluss wollte ich Ihnen am 20.05. vorschlagen,
dass auch ein Blick auf Persönlichkeit und Leben des von Ihnen als „NOMinalist“ verteufelten Papstes
Montini angezeigt ist. Darauf: keine Reaktion. Sie greifen nur die Reizworte auf. Es würde mich kaum
wundern, wenn in manchen okkulten Logen der Messkanon missbräuchlich Verwendung findet oder als Vorbild
diente; das ist aber nur ein Beispiel für das Erfordernis, auch eine Grenzlinie zwischen Tradition und
Magie zu ziehen. Denn mit hermetischer Religiosität ist für Christen kein Dialog möglich. An dieser
Grenzlinie unterscheidet sich Tradition vom Aberglauben. Sie wissen, dass sich vom Traditionalismus immer
weiter regredierende Sonderformen abspalten. Daher gilt für Katholiken noch immer: viP –- videre Petrum!
@ Pelagius in re: Logenbruder Bugnini Ihre Argumente ad hominem sind unsachlich. Die Zeugen deshalb zu
verdächtigen, weil sie einfach Traditionalisten sind, ist eben so ein Blödsinn wie das Umgekehrte: Novus-Ordoisten
persönlich anzugreifen, weil sie halt Novus-Ordoisten sind. Die katholische Lehre beansprucht uns, keine
voreilige Urteile zu fällen. Aber zum Punkte: Der kürzlich verstorbene Herr Michael Davies hat alles
gut untersucht. Er war von der Wahrheit des freimaur’schen Vorwurfs fest überzeugt, sonst hätte er nichts
davon veröffentlicht, wie er selber schrieb. Ferner muß man die Handlungen Pauls VI. beobachten. Als
der Priester die Beweise der Bugnini’schen Logengehörigkeit dem Papste vermittelte, war der Papst äußerst
entsetzt, und hat Bugnini sofort vom Amt entlassen und in die Verbannung als Nuntius nach Iraq geschickt.
Das hätte Paul VI. nie getan, wenn er auch nicht selber überzeugt gewesen wäre. Habe auch kürzlich
gelesen, daß der anzeigende Priester alles von den Carabinieri untersuchen ließe, aber kann nicht selber
bestätigen. Wie das Letztere sein mag, bin ich selber von der Tatsache moralisch überzeugt, zunächst
aufgrund der Beweise von Davies, aber auch weil eine sehr angesehene und unverdächtige, mir persönlich
bekannte Person vor einigen Jahren mit dem anzeigenden Priester unter vier Augen gesprochen hat. Diese
Person hat bestätigt, daß die von Davies erzählte Geschichte ganz wahr sei. Also seien Ihre Einwände
erledigt!
Wie kann nach des Pelagius’ Ansicht ein Freimaurer enttarnt werden? Offenbar nur, wenn er es selbst zugibt
oder wenn eine Bestätigung seiner Loge vorliegt. Letztere wird nie ausgestellt und ersteres ist höchst
selten. Da die Brüder das Licht des Tages scheuen, sind Beweise nur schwer zu bekommen. Oder soll man
annehmen, dass die Freimaurerei nicht den Stellenwert hat, den die vorsynodalen Päpste ihr zugemessen
haben? Sicher nicht! Immerhin kann man auch noch auf die Früchte schauen: Nach diesen war Bugnini eindeutig
Freimaurer: Mit oder ohne Schurz – die Gesinnung hatte er jedenfalls. Hier nochmals der Link zu einem
wirklich guten Kommentar des Journalisten Michael Prüller in „Die Presse“ (diese Zeitung lobe ich wirklich
höchst selten) vom 18. Mai 2005: Auswertung der Diskussionen us-amerikanischer Online-Medien zur überraschenden
Bestellung Erzbischof Levadas zum Präfekten der Glaubenkongregation www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=c&ress…
Dieser Kommentar ist deswegen so wichtig, weil er zeigt, dass nicht einmal die Liberalen wissen, wo Erzbischof
Levada eigentlich steht. Nach einem guten priesterlichen Gewährensmann, der in seinem früheren Beruf
viel mit Freimaurern zu tun hatte, ist eine derartige Konturlosigkeit, eine gewisse Rückgratlosigkeit
etc. typisch für einen Freimaurer.
Das Oberkommando Doktor Otterbeckers gibt bekannt Wäre die Hl. Messe hermetisch eingesperrt geblieben
in die so gen. „Tradition“, nur für Eingeweihte, so wäre aus der Kirche mehr und mehr eine lateinische
Nebenströmung mysteriöser Kulte geworden, aber immer weniger Realpräsenz der Hingabe des Herrn für
die Seinen. Ist dat een Witz? Also seit dem 4. Jahrhundert oder gar dem 1. Jahrhundert (Papst Gelasius
schreibt die Gebete des Kanons an St. Peter und Paul zu.) war die Kirche auf dem Wege mehr und mehr eine
lateinische Nebenströmung mysteriöser Kulte zu werden? Was Sie hier sagen macht all ihre weiteren Aussagen
wertlos. Sie sind kein Spezialist. Sie sind Rationalist. Und haben sich bereits fern von der Kirche von
1965 Jahren abgespalten. Entschuldigung. Das ist aber die Schlussfolgerung aus dieser Aussage. Es geh’
Ihnen gut…
Zum Freimaurerei-Vorwurf wider A.B. Nun ja, liebe „Stimme aus dem Tradiland“, diese Stimmen aus dem Tradiland,
die Sie da anführen, sind auch nicht gerade die unverdächtigsten Zeugen. Ein Jurist wenigstens würde
Sie vermutlich nicht als Belastungszeugen akzeptieren, oder? Die eine Geschichte erinnert ein wenig an
die Art von Reportage, wie man sie in manchen Blättern, die nicht als die allerseriösesten gelten dürfen,
findet: Der Überbringer des Briefes hat es natürlich irgendwo ausgeschwatzt, und so hat es dann die
Runde gemacht… Und was den französischen Erzbischof anbelangt, so wird es schwer sein, ihm in dieser
Angelegenheit völlige Unbefangenheit nachzu sagen; außerdem sind wohl nicht einmal seine überzeugtesten
Anhänger davon überzeugt, daß er über den Bereich der katholischen Lehre hinaus unfehlbar sei, oder?
Zumindest sind doch einige Auskünfte des Kirchenfürsten bekannt, die nicht völlig über jeden Zweifel
erhaben sind. Man verstehe mich richtig: Es geht hier nicht um Verteidigung des sog. Reformwerks, aber
sehr wohl um eine Kritik der Argumente. Und außerdem um eine Frage der christlichen Ethik.
Istzustand Wäre die Hl. Messe hermetisch eingesperrt geblieben in die so gen. „Tradition“, nur für Eingeweihte,
so wäre aus der Kirche mehr und mehr eine lateinische Nebenströmung mysteriöser Kulte geworden, aber
immer weniger Realpräsenz der Hingabe des Herrn für die Seinen Witz? Sie beschreiben just den Istzustand
der nachkonziliaren Kirche in seiner Gesamtheit (Ausnahmen bestätigen die Regel). Allerdings mit einem
gewichtigen Unterschied: in diesen Kirchen wird der NOM gefeiert, nicht die überlieferte Messe. In welchem
Parallel-Universum leben die papalen Katholiken? Kommen sie herum? Haben sie Kontakt mit dem „Volk“? Ich
lebe ihm angeblichen „gut-katholischen“ und „schwarzen“ Süden Deutschlands: In unserem Städtchen (~6000
Einwohner) ist – sehr – gelegentlich „eucharistische Anbetung“. Durchschnittlich zwei bis vier sehr alte
Menschen nehmen daran teil, null Junge. Die Gottesdienst-Besucher werden jedes Jahr älter: der größte
Anteil an Jungen liegt bei den paar Ministranten, die in aller Regel läppisch um den Altar herumschwänzeln,
Buben wie Mädchen, und keine Ahnung von nix haben. In meinem Geburtsstädtchen, mit einer sehr bekannten
prächtigen Barockkirche, kommen seit einigen Jahren durchschnittlich überhaupt keine Jungen mehr in
die Kirche (weiß ich von meinen Eltern), was den diese Gemeinde „betreuenden“ Pastoralvorsitzenden (?)
zu der deprimierten Aussage verleitete: wir können die Kirche schließen…
Montini Gestern habe ich mir das Missale romanum ed. 2002 erstmals in aller Ruhe angesehen; wenn diese
Liturgie in pp. Basiliken lat. gefeiert würde, können die Gläubigen die große Nähe von Tradition
und Missale 2002 neu erfahren. Eigentlich wollte ich an diesem „Forum“ nicht mehr teilnehmen, aber die
Angriffe auf Papst Paul VI. nehmen doch überhand. Ich erinnere mich, dass er sein Leben für seinen Schulfreund
Aldo Moro angeboten hat; in einem Brief, in dem er den päpstlichen pluralis majestatis fallen ließ.
Das ist imitatio christi, das ist Nachfolge Jesu. Wäre die Hl. Messe hermetisch eingesperrt geblieben
in die so gen. „Tradition“, nur für Eingeweihte, so wäre aus der Kirche mehr und mehr eine lateinische
Nebenströmung mysteriöser Kulte geworden, aber immer weniger Realpräsenz der Hingabe des Herrn für
die Seinen.
Erschüttert Ich bin erschüttert, dass Sie dem verstorbenen Papst Paul VI. Verstockung vorwerfen und
den möglichen Verlust des ewigen Lebens wegen seiner angeblichen Uneinsichtigkeit unterstellen. Gott
der Herr ist mit Sicherheit gerechter und barmherziger als die ominöse „Stimme“! Werter Herr P. Chatolicus.
Nach der Lektüre des Tagebuchs der hl. Schwester Faustina, der Botin des barmherzigen Jesus, war ich
u.a. sehr erschüttert, weil sie in ihren Visionen so viele Priester und Ordensleute in die Hölle wandern
sah. Priesterliche Hirten (besonders Bischöfe) haben von Gott eine ganz besonders schwere Verantwortung
erhalten, wie gerade mystische Heilige oft betonen. Entsprechend wird mit Fehltritten anders umgegangen
als wenn ein Laie „nur“ (Anführungszeichen) sein eigenes Seelenheil in Gefahr bringt. Das ist logisch
(-> Logos). Es hat nichts mit verurteilen zu tun. Die Kirche muß immer auf Himmel und Hölle hinweisen.
Nicht so zwar wie der verstorbene Papst, als er sagte, daß Judas nicht in der Hölle sei… –-- Zu Anonymität
im Netz empfehle ich Ihnen dringend die Lektüre dieser Seite ….realname-diskussion.info/, besonders
der Texte von Informatik-Professoren. Bitte sehen Sie davon ab, hier die Realnamen von Diskutanten zu
veröffentlichen. Realisieren Sie das gläserne Internet und die daraus potentiell resultierenden verheerenden
beruflichen Folgen. Willkommen im Orwellschen Data-Mining-Zeitalter! Ihr Datenbanker Marcel.
Archibale Bugnini, ein Freimaurer Zur Frage von Pelagius ein paar Belegstellen: Michael Davis auf kreuz.net
vom 29. März 2005 www.kreuz.net/article.905.html Michael Davis führt darin vorsichtig aus, dass er absolut
überzeugt davon ist, dass Papst Paul VI. selbst Bugnini für einen Freimaurer gehalten hat. Er beruft
sich auf einen Priester, der Papst Paul VI. selbst die entsprechenden Unterlagen überbracht hat. Das
nächste Link beruft sich auf Cardinal Stickler und Univ. Doz. DDr. Robert Prantner (der früher auf der
Zisterzienserhochschule in Heiligenkreuz, Niederösterreich unterrichtet hat): Meldung auf herzmariens.de
vom 15. Juli 2004 www.herzmariens.de/neu_1.htm Inhaltlich wird von einer geistlichen Schwester berichtet,
die entsprechende Unterlagen im Mistkübel des Bischofs Bugnini gefunden hat. Schließlich noch Erzbischof
Marcel Lefebvre im Rundbrief an die Freunde und Wohltäter vom 25. März 1976 www.fsspx.info/…zbischof/artikel.php?show=41
Der Erzbischof gibt keine Quelle an, wobei er aber persönlich sehr glaubwürdig ist und über gut Informanten
im Vatikan verfügte. Insgesamt erscheint die Tatsache, dass Bugnini Freimaurer war, gut belegt zu sein.
Bitte um Auskunft Woher kann man mit solcher Sicherheit behaupten, Annibale Bugnini sei Freimaurer gewesen?
Zugegeben, eigentlich hat diese Frage mit dem Artikelthema nicht unmittelbar zu tun. Weil aber es aber
für die Einschätzung der sog. Liturgiereform nicht ganz ohne Belang ist; und weil man andererseits mit
einer Verleumdung (auch post mortem) durchaus eine schwere Sünde begeht, deshalb sind hieb- und stichfeste,
quellenmäßig über den „Schwarzen Brief“ und ähnliche Publikationen hinausgehende Beweise vonnöten.
(Bugnini selbst hat die entsprechenden Vorwürfe ja bekanntlich von sich gewiesen, was ein echter Freimaurer
nach meinem Informationsstand nicht darf…) Sollte man keine Beweise haben, es aber denoch behaupten,
so würde man übrigens mit den ungerechtfertigten Unterstellungen nicht zuletzt auch der so wichtigen
kritischen Auseinandersetzung mit den liturgischen Neuerungen einen Bärendienst erweisen. Daher die dringende
Bitte: Wer kann Beweise für die Logenmitgliedschaft Annibale Bugninis nennen?
@ Athanasius Concedo, sed distinguo. Die Frage besteht doch, inwiefern ein Papst liturgische Änderungen
vornehmen darf. Es ist nicht ganz richtig zu sagen, die hl. Liturgie sei keine Glaubenssache. Die Liturgia
Sacra ist lebendiger Glaube, eine Art lebendiges Dogma, etwas, das uns den lieben Gott in ganz besonderer
Weise offenbart. Daher die Untastbarkeit der wichtigsten Teile der Liturgie. Aber, wie gesagt, wo liegen
die Grenzen der Änderlichkeit? Sicherlich nicht in der (praktischen) Abschaffung eines ganzen Ritus,
wie es von Paul VI. und Johannes Paul II. geschaffen worden ist. Ich bin der Meinung, daß Msgr. Gamber
und der hl. Karl Borromeus die Sachen klar gesehen haben. Auch möchte ich herbeifügen, daß der Freimaurer
Bugnini schon einen Teil seines Planes unter Pius XII. erfüllt hat. Zunächst, das mißfällige Psalterium
Pianum, welches das Chorgebet des Officii Divini fast zerstört, und einen Bruch mit dem Gebet der Vorfahren
errungen hat. Danach aber die 1955 erschienene, sogenannte „Erneuerung“ der Karwoche, die keineswegs als
Instauratio gelten darf, sondern vielmehr eine die Überlieferung angreifende, aufklärerische Alteratio
bildete. Freilich war alles damals noch rechtgläubig, aber der Zug der Logenbrüderlichkeit war schon
abgefahren.
#43 Athanasius 22:50:54 | Donnerstag, 19. Mai 2005
@Herrn Mayer Sie haben schon recht vor 1969 gehabt. Und moralisch waren die Änderungen nicht gut, aber
die Päpste hatten die Autorität zur Änderung denn es betrifft keine Sitten- oder Glaubenslehre. Natürliche
teile ich ihre Einschätzungen, muss aber zugleich sagen, dass Mediator Dei den NOM nicht erträgt. Alle
Irrtümer der Neuen Liturgie wurden darin verurteilt. Daß Pius XII. darin vielleicht etwas naiv gewesen
ist, mit seiner Behauptung die Päpste haben nie für die Neuerung der Liturgie gesorgt, so war das ihm
zu tun um eine Instauratio und keine Renovatio zu stande zu bringen. Am Ritus wurde nie was geändert
unter Pius XII. Nur die Liturgischen Feste und Gebräuche wurden angepasst. Aber die Liturgische Bewegung
bis 1958 war zumindest in Rom nicht wie die Bugnini-Adepte und die Experimentatores in den Niederlanden
(ab 1954 gab es Tridentinische Messen auf Volksaltären in Holland, als „probestelle“; erinnern Sie sich
auch an der „Deutsche Messe“ während der Nazi-Herrschaft…).
#41 Paul Mayer 21:04:28 | Donnerstag, 19. Mai 2005
Catholicus und die Liebe? @ Catholicus: Wie fein, dass Sie wenigstens immer nur liebevoll denunzieren
(den Klarnamen nennen). @ Athanasius: Unter den Nachfolgern des Hl. Papstes Pius V. war völlig unstrittig,
dass sie von der Bulle Quo Primum erfaßt waren. Wem sonst hätte den Pius V. denn den Zorn des Hl. Petrus
und des Hl. Paulus bei irgendwelchen Abänderungen androhen sollen – sich selbst oder den Bischöfen,
die er nach Belieben ab- und einsetzen konnte? Dementsprechend haben alle Nachfolger des Hl. Pius V. bis
einschließlich Pius XI. (1922 – 1939) sich bei geringfügigsten Änderungen des Meßbuches veranlaßt
gesehen, sich in den von ihnen herausgegebenen Neufassungen des römischen Meßbuches dafür zu entschuldigen,
warum sie etwa neue Orationen oder Meßformulare (neue Heilige, neue kirchl. Feste) eingefügt haben.
Als erster hat ausgerechnet Papst Pius XII. diesen weg verlassen, indem er unrichtig (Mediator Dei) behauptete,
die Päpste hätten nie Sorge getragen, die Liturgie zu ändern. Damit hat er die Bresche geschlagen,
durch die die Änderungen des röm. Meßbuches unter Johannes XXIII. und Paul VI. durchgeführt wurden.
Nur die heutige Liturgiewissenschaft und ihr folgend die übrige (ahnungslose) moderne Theologie nahmen
Quo Primum nie ernst – weil sie andere Absichten hatten und haben.
#40 Athanasius 19:49:28 | Donnerstag, 19. Mai 2005
@Alle @Stimme: Die Bulle Quo Primum bindet einen anderen Papst nicht. Das ewige Privileg und Generale
Indult dass das Dokument verleiht ist noch immer gültig. Mit „Missale Romanum“ 1969 ist aber der Teil
worin die tridentinische Messe als einzige Messe des Westlichen Bereichs zelebrierts werden darf (ausserhalb
Mozarabischer Ritus und Ambrosianischer Ritus) abgeschafft worden. Der Papst hatte dazu die Macht. Quo
Primum ist kein Dogma. Es war aber eine falsche Entscheidung. Und die alte hl. Messe ist noch immer DER
Ritus der Westkirche. Aber daneben ist der NOM eingeführt. So ist es juridisch. @Catholicus usw.: Papst
Paul VI. war verstockt in dem Sinne, dass er nicht zugeben wollte in der Öffentlichkeit, dass seine Entscheidungen
falsch waren. Er hat aber am Ende seines Lebens v im Vatikan angesichts der Krise in der Kirche gesehen:
der Rauch ist eingedrungen. Er hat lange Zeit fast obsessiv privat wiederholt: „Ich glaube, ich glaube,
Herr, ich glaube.“ (Sieh Jean Guitton: Paul VI) Er wusste wie die Kirche zerstört war. Über ihn urteilen
dürfen wir nicht. Ich denke wir können alle auch oft unbewusst im Bösen mitarbeiten oder denken das
Gute zu tun. Dann geht es um objektive Fehler, aber nicht um Sünde (subjektiv).
#39 Catholicus 18:43:51 | Donnerstag, 19. Mai 2005
Die christliche Liebe nicht verletzen Sehr geehrter Herr Mag. Lintner! Die lieblose, selbstgerechte und
rechthaberische Art und Weise, wie Sie über den verstorbenen Papst Paul VI. urteilen, läßt mich fragen,
ob Sie selber den Frieden des Herzens mit Gott haben können. Diese eine solche Vorgangsweise, immer nur
das Schlechte bei anderen zu suchen oder zu vermuten, kann keinen Segen bringen. Der Apostel Paulus schreibt:
„Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes
Erz oder eine lärmende Pauke. Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und
alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte
aber die Liebe nicht, wäre ich nichts. Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte, und wenn ich meinen
Leib dem Feuer übergäbe, hätte aber die Liebe nicht, nützte es mir nichts.“ Mit besten Grüßen und
Segenswünschen Josef Spindelböck
Verstockte Haltung von Papst Paul VI. Anders kann man seine Haltung, trotz der Ablehnung der auf einer
Bischofssynode des Jahres 1967 erstmals vorgestellten NOM-Messe durch die Mehrheit der dabei anwesenden
Bischöfe, trotz zahlreicher Interventionen von Katholiken und Nichtkatholiken (wahrscheinlich kennen
wir gar nicht alle) zum Erhalt der überlieferten Liturgie und der erwähnten kritischen Untersuchung
am NOM-Projekt festzuhalten, nicht nennen. Detto die Erkenntnis, dass „Der Rauch Satans in die Kirche
eingedrungen“ sei, ohne angemessen darauf zu reagieren. Indirekt verdanken wir seinem NOM-Projekt die
mangelnde Durchsetzung von Humanae Vitae 1968, weil Papst Paul VI. seine treuesten Verbündeten bei der
De-facto-Abschaffung der überlieferten Liturgie, die Bischöfe der „Rhein-Allianz“, nicht verlieren wollte.
Indirekt hat Papst Paul VI. mit seiner mangelnden Durchsetzung von Humanae Vitae und der Einführung der
NOM-Messe der Abtreibung den Weg geebnet. Wahnsinn mit Methode war es auch trotz gravierender Bedenken,
die Papst Paul VI. in „Memoriale Domini“ selbst dargestellt hatte, dennoch den Bischofskonferenzen die
Einführung der Handkommunion zu gestatten. Papst Paul VI. hat bis zum Ende seines Lebens 1978 – obwohl
bis dahin genug Zeit gewesen wäre – nichts mehr an dem falschen NOM-Projekt geändert, ebensowenig an
seinen falschen Entscheidungen, die Index-Kommission abzuschaffen, das Hl. Officium zu degradieren etc.
Seine Verstocktheit reichte also bis zu oder knapp vor seinem Tod.
#37 Catholicus 17:25:25 | Donnerstag, 19. Mai 2005
@Stimme aus dem Tradiland Ich bin erschüttert, dass Sie dem verstorbenen Papst Paul VI. Verstockung vorwerfen
und den möglichen Verlust des ewigen Lebens wegen seiner angeblichen Uneinsichtigkeit unterstellen. Gott
der Herr ist mit Sicherheit gerechter und barmherziger als die ominöse „Stimme“! Vor Gottes Augen können
wir dann in Zuversicht hintreten, wenn wir demütig unsere Schuld bekennen.
@ Athanasius Haben Sie schon „Quo Primum“ gelesen? Diese Bulle – ein Dokument des ordentlichen Lehramtes
nahe dem Dogma – zugrundegelegt, ist klar, dass der NOM illegitim ist, unabhängig davon, ob er und in
welcher Form er vom Papst (Paul VI.) approbiert wurde.
#35 Athanasius 16:06:29 | Donnerstag, 19. Mai 2005
Na. Moralisch illegitim für eignes Wissen kann man über den Novus Ordo sagen, aber kirchenrechtlich
ist der RItus legitim. Kardinal Ottaviani hat man am Ende seines Lebens allerhand Aussagen zugedichtet.
Der Mann war blind und somit abhängig und manipulierbar nach 1971. Seine Anmerkungen zur „Religionsfreiheit“
sind sehr gut und hätten das Konzil retten können auf diesen Punkt. Er hatte einen Entwurf namens „Religiöse
Toleranz“ aufgestellt, worin verstanden wurde, dass die Kirche niemanden in der Gesellschaft zwingen konnte
sich zu bekehren und die Integrität des Lebens andersgläubiger muss gesichert werden, aber dass im wesentlich
der Mensch nicht frei seine Religion wählen kann. Und der Staat müsste der Kirche beistehen in der Verkündung
des Glaubens.
Vom NOM zu Pro Sancta Ecclesia @ Catholicus: Ich bin nicht Mitglied eines Ordens, dessen Regel ich zu
befolgen hätte. Den NOM halte ich für illegitim und für überwiegend ungültig. Ihre Ausführungen
zu Erzbischof Lefebvre und „Audiatur…“ überzeugen mich gar nicht: Offenkundig legen Sie verschiedene
Maßstäbe an. @ Pelagius: Derartige Äusserungen Card. Ottavianis über den NOM, den überlieferten Ritus
würden mich selbst interessieren (oder gar ein geistliches Testament). Wer weiß, ob man nicht in den
letzten Lebensmonaten der Cardinals danach getrachtet hat, die Öffentlichkeit nicht mehr zu ihm zu lassen…
@ Marcel: Schlimmer als die nicht ausreichende Maßregelung des ungetreuen Bischofs Bugnini ist die nicht
gegebene gewesene Einsicht Papst Paul VI., dass er sich nicht nur in der Person seines liturgischen Beraters
einer Fehleinschätzung erlegen ist, sondern auch im ganzen Projekt des NOM. Er hätte zumindest das Schlimmste
verhüten können, indem er die weiter geltende Rechtmäßigkeit des überlieferten Ritus klargestellt
hätte und bestimmte Maßnahmen zurückgenommen hätte, insb. die Handkommunion, die Erlaubnis für den
Volksaltar (die Liturgiekonst. von V2 enthält ja nicht dessen Forderung, sondern nur einen „umschreitbaren“
Altar) und die Abschaffung der niederen Weihen. So blieb er in seinem verstockten Stolz uneinsichtig und
untätig. Es könnte ihn genau das das ewige Leben „gekostet“ haben…
Kirchenrealpolitik Ich geben Ihnen, Traditionsstimme, völlig Recht. Auch habe ich Ihnen zu danken für
Ihre kompetenten und treu der überlieferten katholischen Lehre entsprechenden Kommentare. Den erwähnten
Brief habe ich einmal durchgelesen und warte auf die (erneute) Veröffentlichung durch die FSSPX und andere
katholische Nachrichtenportale. Nach diesem ersten Lesen kam er mir positiv vor. Doch Ihre Einschätzung
zur „Kirchenrealpolitik“ wirft in der Tat einige gewichtige zu erwartenden Probleme auf. Es ist auch die
Frage, ob der Papst überhaupt könnte, wie er wollte. (Einmal abgesehen davon, daß er sich bisher selten/nie
rumreich im Umgang mit der Tradition und dem heiligmäßigen Erzbischof Lefebvre und seinem wachsenden
Werk hervorgetan hat, und es eine Wandlung bedeutete, würde er in Zukunft anders reagieren. Wobei man
immer beten und hoffen darf.) Was Sie zu Bugnini sagen, stimmt natürlich. Ich wollte lediglich diesen
Kreator des NOM erwähnen, weil vielen gutgläubigen Katholiken nicht klar ist, daß die Freimaurer direkt
in die katholische Messe eingegriffen haben. Es ist ein Rätsel, warum Paul VI. seine Enttarnung dieses
Freimaurers nicht konsequent behandelt hat, indem er auch dessen Werk „in die Wüste“ geschickt hat. Im
besten Falle war er schon so vom Ökumenismus geblendet, daß die von Bugnini versprochene Aussage „Am
NOM gibt es nichts mehr, was Protetsanten stören könnte“ ihm wie eine Verheißung zur Einigung aller
vorkam. Wie wir heute wissen: Un-Einigung auf Kosten der Wahrheit.
#32 Athanasius 12:32:20 | Donnerstag, 19. Mai 2005
Kardinal Ottaviani war nach 1971 weitgehend physisch Blind. Man hat ihm überall hin genommen. Als Blinder
ist man wehrlos. Eine Instauratio Liturgica war es sicherlich nicht! Ein liturgischer Schiffbruch schon.
Die Novus Ordo Messe ist nicht explizit häretisch, aber wohl läßt sie die Tür offen für Häresie.
@ Marcel Ich danke für die immer wieder neuen positiven Worte zur überlieferten Liturgie. Was den Brief
des damaligen Präfekten der Glaubenskongregation an Dr. Barth betrifft, so sehe ich diesen – im Gegensatz
zu vielen Traditonalisten – nicht so positiv. Denn „kirchenrealpolitisch“ – wenn auch durchaus erwünscht –
wird die ersatzlose Abschaffung des NOM und dessen Ersetzung durch den 62er Ritus nicht durchsetzbar sein,
sodaß es für mich eher eine Drohung als eine Verheißung ist, wenn der damalige Cardinal Ratzinger von
einem zukünftigen römischen Ritus spricht. Denn es ist klar, dass mit Einsetzen einer angedachten Revision
des 62er-Meßbuches der Zug hurtig Richtung NOM fahren würde. Ich sehe nämlich bereits den – gelegentlich
praktizierten – 65er Ritus kritisch und habe sogar Bedenken gegen gewisse Reformen der Liturgie, die bereits
in die Spätzeit Papst Pius XII. datieren, nämlich insbesondere die Reform der Karfreitagsliturgie und
der Osternachtsliturgie (Streichung der Tätigkeit des Diakons bei der Weihe der Osterkerze), überhaupt
bei den zeitlichen Änderungen in der Abfolge der Messen am Karsamstag. Was schließlich den unwürdigen
Bischof Bugnini betrifft, so finde ich es überhaupt als nicht ausreichend, dass Paul VI. ihn nach Theheran
versetzt hat. Er hätte ihn ersatzlos absetzen müssen und ihm die Ausübung des Priester- und Bischofsamtes
verbieten müssen (da sich dieser im Status der Exkommunikation befand).
Auf Dauer ist die Luther-Messe NOM unhaltbar … und der herrliche überlieferte Ritus, die vom hl. Papst
Pius V. kanonisierte Messe aller Zeiten, dieses Stück Himmel auf Erden, wird wieder einkehren weltweit.
Daran führt kein Weg vorbei, will die Kirche wieder atmen mit Christus als Basis allen Geschehens. Der
von einem christusfeindlichen Freimaurer geschaffene NOM wird fallen auf Dauer (*). Das weiß die FSSPX
und dafür setzt sie sich seit ihrer Gründung ein. Das weiß „in etwa“ auch der neue Papst (Mgr. Ratzinger).
Darauf geht er näher ein in einem Brief, denn er vor ungefähr zwei Jahren an Dr. Barth schrieb (ein
mit der FSSPX sehr eng verbundener Kenner der katholischen Kirche). Dieser Brief wird in Kürze auf katholischen
Nachrichtenportalen veröffentlicht werden (inkl. dem der FSSPX und ihrem Mitteilungsblatt). Hört man.
(*) Dieser Freimaurer wurde nach seinem Entdecktwerden vom wütenden Paul VI. in die wortwörtliche Wüste
nach Arabien geschickt.
Kardinal Ottaviani und der NOM Die hier öfters angeführte „Kurze kritische Untersuchung des Novus Ordo
Missae“ wurde m. W. unter maßgeblicher Mitarbeit des Dogmatikprofessors Fr. Guérard de Lauriers OP,
einem späteren Bischof in der Linie des („Sedisvakantisten“-)Erzbischofs Ngo-Dinh-Thuc, erarbeitet und
dann von den Kardinälen Ottaviani und Bacci unter ihre Autorität genommen. Auf vielen Photographien
von Pontifikalmessen Pauls VI. sieht man übrigens den durch seinen markanten Kopf und die Leibesfülle
unverkennbaren Kardinal Ottaviani in der unmittelbaren Nähe des Papstes stehen. Bei allen Schwierigkeiten,
die er mit der sog. Instauratio Liturgica hatte: Zur Annahme einer corruptio totalis der Heiligen Messe
durch den Novus Ordo Missae oder zu der Meinung, dieser sei als in sich schlechter Akt zu betrachten,
ist der Kardinal augenscheinlich nicht gelangt.
Sie möchten es nicht verstehen? Herr Doktor, 1. Der Römische Meßkanon ist über 1600 Jahren so gewesen
wie sie jetzt ist. Was ist ihr Problem mit ihr? Sie hammern ständig auf ihren Punkt, dass der Name Jesu
anstatt „heiliger Engel“ angerufen werden muss. Das ist Unsinn. Es geht um die richtige Auslegung des
„heiligen Engels“. Übrigens ist es so, daß diese Jesus-Frage so zwingend nicht ist. Daß der Priester
Instrument des einzigen Hohenpriesters Jesu Christi ist, ist immer klar gewesen. Sogar wenn der Engel
ein Engel wäre der es transportierte, wäre es noch nicht ihr „heidnisches Opfer“. 2. Die Akklamation
durch das Volk unterbricht die Stille des Kanons. Ihre Einschätzungen werden von grossen Liturgikern
nicht geteilt (Dom Alcuin Reid OSB, Adain Nichols OP, Klaus Gamber): die Akklamation „Wir verkünden Deinen
Tod“, legt den Nachdruck auf die Gemeinde die etwa sakramental „mitverkünden“ würde, während es der
Priester ist, die das Opfer gegenwärtig stellt. Es gibt noch weit mehr andere Akklamationen übrigens.
3. Das Römische (1.) „Messgebet“ wird nur wenig benutzt im NOM. 4. Im grossen und ganzen kann man sagen,
dass der Novus Ordo Missae gefährlich dem Anglikanischen Book of Common Prayer nähert. 5. Diese Kritik
hat nichts mit FSSPX zu tun. Lesen Sie bitte mal Ottaviani und Bacci.
Letztmalig: Mysterium fidei Athanasius, dieses Forum bietet nicht die Möglichkeit, sich präzise genug
zu verständigen; nicht einmal Tippfehler kann der Teilnehmer korrigieren. Ich nehme also letztmalig Bezug
auf einen hier veröffentlichten Beitrag. Vielleicht trägt der Glaubenskongretation mal jemand die Frage
vor, ob im Messkanon (ganz gleich ob Fassung 1962 oder Erstes Hochgebet 1969) „Dein Heiliger Engel“ mit
dem Namen „Jesus“ angerufen werden darf. Nach der Struktur des Messkanons ist diese Anrufung ein Echo
der Anrufung „Deines Sohnes (unseres Herrn Jesus) Christus“ (Christi filii tui) wenige Zeilen zuvor),
„Dein heiliger Engel“ ist gleichsam der lateinische Ausdruck für Christus od. Messias. Sollte Rom zustimmen,
dass dieser Satz so zu verstehen ist, wird sich der Traditionalistenstreit darauf zuspitzen, ob Jesus
in der Hl. Messe beim Namen genannt werden darf; dicretio spirituum. Auch die bei fsspx unbeliebte Akklamation
auf den Ausruf Mysterium fidei hin, dient der Deutlichkeit: Es findet kein Persektivwechsel statt, da
der Priester zuletzt in persona Christi sprach („mein Gedächntnis“). Die Gemeinde bestärkt somit das
Handeln Christi („Deinen Tod“); diese Deutlichkeit bewirkt eine klare Differenz zu Ausprägungen hermetischer
Religiosität, die sicherlich ebenso zur Sünde wider den Hl. Geist zu zählen sind wie, politisch gewendet,
der Totalitarismus. Das hat auch der Hl. Papst Pius X. so gesehen.
Nein Der Novus Ordo Missae ist keine authentische Liturgie, es ist eine erschafffene Liturgie und nicht
eine gewachsene Liturgie. Dazu sei verwiesen zu Bacci und Ottaviani in ihren Schriften sowie die langen
Reihen von Büchern von u.a. Mgr Klaus Gamber und Michael Davies. Sogar Benedikt XVI. teilt die Einschätzung
von authentisch nicht, möge er auch nicht überzeugt sein von der Schädlichkeit, die aber trotzdem offensichtlich
da ist in der Praxis. Liturgie soll Ausdruck sein des Glaubens der Kirche. Der NOM ist es nicht und ich
denke viele Leute denken ähnlich. Sogar Atheisten in England fanden nach der „Abschaffung“ der tridentinischen
hl. Messe die Kirche erst ganz unglaubwürdig geworden. Das sagt schon was. Ich bleib einfach treu. Nichts
mehr nicht weniger. Authentisch heisst zudem eigentlich. Nun, der eigentliche Römische Liturgie ist die
alte hl. Messe. Neuschöpfungen können nicht authentisch sein, da Neu. Nicht nur in historischem Sinne,
aber auch in disziplinarem Sinne.
TIA Lieber Athanasius, da ich nicht im kirchlichen Dienst tätig bin, überdies Jurist und kein Theologe,
war mein Anliegen lediglich „Deutlichkeit“. Ich maße mir keine Zuständigkeiten an. Die katholische Kirche
(„aller Orte und Zeiten“) trägt eine legitime Bandbreite eucharistischer Liturgie durch die Zeit; das
Sakrament kann nicht von einzelnen Formeln abhängig gemacht werden, da auch „geweihte Hände“ keine Verfügungsmacht
über den Herrn aller Zeit („ad dexteram patris“) haben. Ich befürworte die Leitsätze, die Kardinal
Meisnrer für die neiue deutsche Fassung des Missale Romanum nach der editio typica von 2002 in Bensberg
formuliert hat. Für Traditionalisten, die den Ritus wünschen, in dem das II. Vatikanum eröffnet und
beschlossen wurde, habe ich Verständnis. „Plus ultra“ (TIA…) etc. beginnt aber das Heidentum im Gewande
Charlemagnes. Möglicherweise sind es diese Magiker, die von Freimaurern finanziert werden. Der „NOM“
ist jedenfalls liturgia authentica.
Nein. an dieser Stelle des römischen Kanon sollte der Name Jesu also genannt werden Herr Doktor, Ich
habe ihre Meinung gut verstanden und teile Ihre Einsichten teilweise, aber am Römischen Kanon soll nichts
geändert werden. Seit dem 5. Jahrhundert ist nichts mehr am Römischen Kanon, an seiner Essenz, verändert
(schon im Communicantes: Joseph und Festtage). Die Päpste sind bis Johannes XXIII. immer der Meinung
gewesen, Neuerungen im Kanon kann’s nicht geben. Es geht, wie Sie illustrieren, vor allem um eine gute
Liturgiekatechese. Die Liturgie aber selbst ist keine Katechese. Man sagt doch auch nicht anstatt „Altar“:
„Opfertafel des Herrn“ oder sowas. –-------------- Übrigens sind die hierunter genannten Aussagen aus
einem Buch des Konzilsperitus (ich habe Photos vom hl. Vater wo er als Konzilsperitus als „Laienpriester“,
d.h.: in Krawatte anstatt Collar, posiert mit Schillebeeckx) Ratzinger ziemlich datiert: man sollte seine
heutigen Beiträge zur Liturgie lesen. Und z.B. den Brief den er an Dr. Barth sandt in 2003 (www.fsspx.info).
Traditionalist ist er aber auch nicht, und die Indult-Katholiken sollten sich also bitte vor zu hohen
Erwartungen schützen…
Nochmals: Mysterium fidei betr. „Athanasius“: Wie bereits gesagt sind beide Missale 1962 und 1969 konzilsgemäß;
d.h. „zwingend“ sind Textänderungen eigentlich nicht; insofern war mein Leserbeitrag missverständlich.
„Zwingend“ sollte heißen, dass an zwei Punkten doch Verdeutlichungen erforderlich waren, um die Grenze
zwischen Tradition und „Magikern“ zu ziehen. Der Priester handelt in persona christi, nicht aus eigener
potestas sacerdotalis wie es im heidnischen Priestertumn ist. Freimaurerrituale sind beispielsweise „magisch“
in diesem Sinne (oder auch gnostische Messen etc.), weil die Hinbordnung auf die einzige Erlösungstat
Christi ausgeblendet wird. „Magiker“ verstehen das Wort ‘mysterium fidei’ als Teil eines Zauberspruchs,
der deshalb nicht an einen anderen Ort versetzt werden darf; das „mysterium fidei“ ist gewissermaßen
ein „Simsalabim“; da aber Christus sein Opfer für uns und die Vielen hingegeben hat, kann das Christentum
keiner hermetischen Religion die Hand reichen. Der Priester ist kein Magier, sondern Platzhalter, vicarus
des Einzigen Priesters. Deshalb kann es keinen von Christus verschiedenen „Opferengel“ geben; an dieser
Stelle des römischen Kanon sollte der Name Jesu also genannt werden, trotz der Gefahr neuer Missverständlichkeit;
aber Christus, zur Rechten Gottes, ist Alter, Opfer und Priester, somit auch selbst „Dein heiliger Engel“
@ DoctorSubtilis Ich danke für dieses Zitat aus dem Jahre 1972 des damaligen Dogmatikprofessors Joseph
Ratzingers! Besser könnte er nicht zum Ausdruck bringen, dass er ein Feind der Tradition und ein modernistischer
Ideologe ist. Eine Unverfrorenheit ist es auch, aus den – völlig gerechtfertigten – Gegnern der Liturgiereform
die „Notwendigkeit“ derselben zu begründen. Offenbar hat er in Wirklichkeit auch keine Ahnung vom „Wesen
des christlichen Gottesdienstes“
Joseph Ratzinger zum Thema… „Wenn Friedrich Heer kürzlich einmal geäußert hat, die lateinische Liturgie
müsse erhalten bleiben und der Katholik müsse überall, und sei es einmal auf dem Mars oder dem Mond,
sie vorfinden können, so wie er seinen Seneca und seinen Homer überall finden wolle, so heißt das,
die Liturgie ins Museum der Vergangenheit einreihen, in die ästhetische Neutralisierung abdrängen und
von vornherein voraussetzen, daß sie in ihrer ursprünglich gemeinten Bedeutung heute gar nicht mehr
gemeint sein kann. In diesem Sinn beruht das Skandalöse der Liturgiereform darin, daß sie durchaus naiv
genug ist, Liturgie noch immer so zu meinen, wie sie eigentlich gemeint war: nämlich sie ernst zu nehmen
als das, was sie ist. Insofern wird man behaupten dürfen, daß heute niemand überzeugender Notwendigkeit
und Recht der Liturgiereform beweise als ihre Gegner, denn was sie verteidigen, ist ein Mißverständnis
der Liturgie, und was sie beweisen, ist folglich dies, daß die bisherige Form der Liturgie Gefahr lief,
das Mißverständnis als das Eigentliche erscheinen zu lassen. Wer dies sieht, wird zugleich zugeben,
daß zur Liturgiereform bis zu einem gewissen Grad der Skandal und das Mißverständnis, das Unbehagen
gehört. Er wird erkennen, daß man die Liturgiereform nicht daran messen kann, ob sie die Zahl der Kirchenbesucher
vermehrt hat, sondern einzig und allein daran, ob sie dem Grundwesen des christlichen Gottesdienstes als
solchen entspricht.“ (J. R., Das neue Volk Gottes, Ddf 1972, 135)
@Catholicus Es ist unhaltbar, die Meinung z.B. eines Kardinal Ottaviani zu einem Entwurf des NOM gegen
die tatsächliche päpstliche Anerkennung und Inkraftsetzung dieser Liturgieform auszuspielen. Es illustriert
aber ganz schön, daß man den Papst und die Neue Messe kritisieren darf, auch NACH der Einführung (die
Kardinäle schrieben bereits einige Zeit nach der Promulgierung in „Missale Romanum“ 1969). Wer von den
Traditionalisten sagt etwa, der Papst habe die Neue Messe nicht eingeführt weil Ottaviani sie ablehnte?
Keiner. Juridisch ist der NOM eingeführt und der Papst hatte dazu striktens das Recht. Ob es moralisch
richtig war, ist aber eine andere Sache. Papst die Autorität, die Liturgie zu regeln Einem schädlichen
Befehl darf man nicht gehorchen. Es gibt keine alte Wehrmachtsmentalität im Kirchenrecht. zugleich ist
auch die „neue Messe“ in ihrer Rechtmäßigkeit anzuerkennen Juridisch ist sie eingeführt ja. Aber ob
moralisch zulassbar ist dies zu unterstützen: Prinzen der Kirche sagten: „Nein!“ Der NOM ist tatsächlich
eine Neue Messe, also keine „neue Messe“. Ottaviani und Bacci schilderten schon die Tragik: „wahre Katholiken“
müßten, ihren Einschätzungen nach, die überlieferte hl. Messe festhalten. Und sie wussten damals noch
nicht einmal von der heutigen humanistisch-liberalen Praxis von Neo-modern. neo-Protestantischen Priestern.
Juridische Anerkennung: ja; moralische Anerkennung oder Zustimmung: nein.
Der NOM: Einfach armselig! Ich war kürzlich – irrtümlich (weil ich annahm, es werde eine alte Messe
sein) – seit langem (seit Jahren) wieder einmal in einer NOM-Messe. Meine kleine Tochter (4,5 Jahre alt)
begleitete mich. Zelebrant war ein Priester, der auch die alte Messe liest. Es gibt dort keinen Volksaltar,
die Kommunionschranken sind vorhanden, der Tabernakel ist am richtigen Platz, es gibt keine MinistrantInnen,
allerdings einen Lektor. Ich weiß, dass der Priester die Wandlungsworte auf Latein spricht, daher (elegant?)
die Klippe des „pro multis“ umschifft. Es gibt keinen Friedensgruß. Aufgrund der Struktur der Gläubigen
gibt es auch keine Handkommunion und wird die Patene verwendet. Leider gab es eine „Begrüßung“. Ich
mußte feststellen, wie armselig der NOM tatsächlich ist, sogar dann, wenn sie von einem gläubigen Priester
gültig und korrekt gefeiert wird! Nach ungefähr einer Viertelstunde fragte mich meine kleine Tochter
(wie gesagt, viereinhalb Jahre jung; sie kommt i.d.R. nur einmal im Monat in eine alte Messe): „Ist das
die Messe?“ Als es vorbei war: „Das war heute nicht so lange!“ Zu Hause auf Fragen meiner Gattin, nachdem
ich dieser diese Äusserungen meiner Tochter erzählt hatte: „Die andere Messe (= die alte) gefällt mir
besser! Niemals hatten wir mit unserer Tochter über die Unterschiede in den verschiedenen Liturgien gesprochen
(ich hätte gar nicht angenommen, dass es jetzt schon einen Sinn hat), wir hatten also gar nicht die Möglichkeit,
sie vorweg zu „indoktrinieren“.
@Herr und Frau Mayer Es ist unhaltbar, die Meinung z.B. eines Kardinal Ottaviani zu einem Entwurf des
NOM gegen die tatsächliche päpstliche Anerkennung und Inkraftsetzung dieser Liturgieform auszuspielen.
In der Kirche Gottes hat nun einmal der Papst die Autorität, die Liturgie zu regeln. Dass die „alte Messe“
faktisch nie verboten wurde, gilt es dankbar zu würdigen; zugleich ist auch die „neue Messe“ in ihrer
Rechtmäßigkeit anzuerkennen (erst dann kann man über eine „Reform der Reform“ reden, wenn dies grundsätzlich
feststeht, wie auch Johannes Paul II. und Benedikt XVI. – dieser noch als Kardinal – festgestellt haben).
Das ist der Unterschied zwischen der Haltung der mit Rom verbundenen Petrusbruderschaft und der nicht
in voller Einheit mit Rom stehenden Piusbruderschaft! Viele Priester geben ihr Glaubenszeugnis für die
Einheit der Kirche und den katholischen Glauben dadurch, dass sie die Messe im „Novus Ordo“ entsprechend
den Vorgaben und der Intention der Kirche feiern und dabei in allem mit dem katholischen Glauben übereinstimmen.
Auch jene Priester geben Zeugnis für die Einheit der Kirche und den katholischen Glauben, welche die
Messe in der Form des „Tridentinischen Ritus“ in voller Einheit mit dem Papst und den Bischöfen feiern.
Wo diese Haltung bei Priestern und Gläubigen fehlt, da mangelt es an der vollen Katholizität – unabhängig
davon, ob jemand die Messe im „alten“ oder „neuen“ Ritus feiert oder mitfeiert!
„Den Sinn dieser Worte hat Papst Paul VI. richtig erkannt.“ Die Worte Mysterium Fidei datieren bis zum
6. Jahrhundert zurück. Die Antworten zu „MYsterium Fidei“ im Neuen Ritus sind zudem mehrfach und drücken
nicht das Geheimnis des Glaubens aus. Das Geheimnis des Glaubens ist die Erlösung durch das hl. Kreuz.
(Nicht das „Essen des Brotes“, nicht das „Tod verkünden“: Der hl. Apostel Paulus hat auch nie vor diesen
Aussagen in seinen Briefen die Worte „Geheimnis des Glaubens“ aufgeschrieben.) Die Antwort: „Deinen Tod
o Herr verkünden wir und Deine Auferstehung preisen wir, bis Du kommst in Herrlichkeit“ verwirrt sogar
die einfach Gläubigen und führt sie weg von der sakramentalen Gegenwart Christi auf dem Altar, in den
Opfergaben selbst. (Sieh: „Kurze Kritische Untersuchung des Novus Ordo Missae vonden Kardinälen Ottaviani
und Bacci und einer Römischen Theologiekommission“, Rom, 1969.) Ich verstehe nicht weshalb das Missale
Romanum 1962 diese Einfügungen bedürfe dem Papst Paul VI. nach, weshalb hat er dann einen ganz neuen
Ritus promulgiert? Mit Sacrosanctum Concilium hat die Bugnini-Messe in der Tat wenig zu tun, aber bereits
diese Konstitution hat in sich Zeitbomben getragen („Liturgical Timebombs“, Michael Davies), obwohl sie
im allgemeinen auch zum Verteidigen der Alten Messe „gebraucht“ werden kann. Modernismus neben Katholizismus:
das ist die Sünde des ganzen Konzils: Doppeltsinnigkeit!
Mysterium fidei Bereits in den Literaturhinweisen zu seinem Buch „Aus meinen Leben“ von 1998 (dt., Taschenbuch
2000: S. 186) schrieb Kardinal Ratzinger, dass beide Missale konziliar seien, das Johannes XXIII wie das
Paul VI. Zwingender Korrekturbedarf bestand gemäß dem Vatikanum II. am Missale „secundum Ioannem“ nur
an zwei Punkten: 1) „sancti Angeli tui“, der Engel, das Opfer auf den himmlischen Altar trage, ist mit
Thomas von Aquin als der Mittler Christus selber –- und nicht als Ausdruck priesterlicher Macht –- zu
verstehen; andernfalls haben wir das heidnische Opfer, das Luther als Gräuel bezeichnete; 2) „mysterium
fidei“ –- zwischen den Worten über den Kelch gesprochen –- ist als Ausruf an die Gläubigen zu identifizieren.
Den Sinn dieser Worte hat Papst Paul VI. richtig erkannt. Freilich bedeutet das nicht, dass für die Gültigkeit
der Messe eine Akklamation des Volkes folgen muss. Es genügt die stille Zustimmung. An diesem Punkt unterscheidet
sich mithinhin die „stille Messe“ Pius V. von der konziliaren Messe: qui tacet consentire videtur.
Weitere Zugaben zum „Luthergottesdienst“: Freimaurertisch, Pratzenkommunion; KommunionhelferInnen; MinistrantInnen;
Niederreißung der Kommuniongitter; Entfernung der Tabernakel aus dem Zentrum der Kirche; PastoralassistenInnenpredigt;
verfälschte Liederbücher (mit Falschübersetzungen und entstellenden Neudichtungen); falschübersetztes
Meßbuch; Abschaffung der niederen Weihen; Durcheinanderwürfelung der bisherigen Heiligen- und Seligengedenk-
und Feiertage (wichtig ist nur, dass kein Stein auf dem anderen bleibt); Abschaffung der Taufexorzismen;
Entstellung der Letzen Ölung als „Krankensalbung“; Zerstörung historischer Bausubstanz; etc. etc. etc…
Mit einer Ausnahme lt. Catholicus alles in Ordnung, weil entsprechend den „liturgischen Vorgaben der Kirche“.
Das ist schon deswegen falsch, weil der NOM in Hinblick auf Quo Primum und das tridentinische Konzil illegitim
ist. Seine allgemeine Gültigkeit bestreiten aufgrund der massiven Eingriffe in den Meßkanon und der
immer weniger anzunehmenden Wandlungsintention der Priester schon Ottaviani und Bacci (1969) und das noch
ohne die Falschübersetzung von „pro multis“.
Opfer Christi und nicht „Luthermesse“ Wenn ich als Priester die heilige Messe feiere, wird durch die dem
Priester von Gott verliehene sakramentale Vollmacht das Opfer Christi gegenwärtig gesetzt. Sofern ich
mich dabei an die liturgischen Vorgaben der Kirche halte, ist dies in keinem Fall eine „Luther-Messe“,
selbst dann nicht wenn sie am sog. „Volksaltar“ gefeiert wird!
Zur „Luther-Messe“ Was dabei bemerkenswert ist: Den Volksaltar habe ich als Konvertitin von einer protestantischen
Denomination so richtig erst in der Katholischen Kirche kennengelernt, in sehr vielen alten evangelischen
Kirchen gibt es einen Art „Hochaltar“, teilweise mit Kommuniongitter. Der ev. Pfarrer steht oft bei manchen
Gebeten in Richtung Kreuz des Altars (also „mit dem Rücken zum Volk“). Teilweise gibt es nur „Mundabendmahl“.
(Das muss nicht überall so sein) Interessant ist, dass in der lutherischen Gottesdienstordnung die Sonntage
mit dem ersten Wort des Introitus beginnen; dass direkt vor dem Tagesgebet der liturgische Gruß „Der
Herr sei mit euch“ erfolgt, wie in der Alten Messe (der liturgische Gruß wurde im NOM ja an den Anfang
gesetzt) An manchen Sonntagen gleichen sich die Lesungen der luth. Ordnung und des alten Messkalenders.
Man könnte ja fast sagen, dass der Alte Ritus „ökumenischer“ als der Neue Ritus sei. Die Problematik
des Neuen Ritus ist, dass er den Opfergedanken (Sühneopfer – steht in der Bibel – Römerbrief, Hebräerbrief)
nicht besonders gut zur Geltung bringt, dass er ein Versatzstückritus ist, und in der Intention gemacht
wurde, den Protestanten (besonders den Calvinisten) zu gefallen. Dabei ist es doch die „volle Wahrheit“
das Schönste, das die Katholische Kirche den Protestanten bieten sollte.
Dinosaurier: korrekter URL Der richtige URL muß lauten… Mgr. Fellay in einem Interview: What catholics
need to know (The Angelus, November 2004). www.sspx.ca/…holics_Need_Know.htm Catholicus: offenbar haben
Sie noch nie oder seltenst einer echten Luther-Messen bei einer der über 30.000 protestantischen Konfessionen
beigewohnt. Schätzen Sie sich glücklich. Ich habe vielen beigewohnt bei verschiedenen protestantischen
Gruppen, von Luther-Messen mit Marien-Schwestern (alles Protestanten) bis hin zu Rocknroll-Luther-Messen
bei wahnsinigen Freiklirchlern wie der „Jesus Terror Force“. Nie wieder Wenn ich heute einem NOM beiwohne
(und ich wohnte verschiedenen bei), erfaßt mich in 9 von 10 Fällen ein eiskaltes Deja-Vu. Daher komme
ich, da will ich niemals wieder hin. Gehe ich zur überlieferten Messe (bei der FSSPX), erlebe ich jenes
Stück Himmel auf Erden, das die Kirche Christi in der Form der Messe aller Zeiten eingesetzt hat. Es
geht nicht darum, daß keine kleineren maßvollen Korrekturen an ihr vorgenommen werden sollte, siehe
Pius X. oder Pius XII. (was von der FSSPX angwendet wird: landessprachliche Epistel, Evangelium, Predigt,
…). Aber aus der reinen Opfermesse ein Gedächtnismahl zu machen unter der Feder eines Freimaurers,
heißt, die heilige katholische Messe mit Luther zu zerstören. Kurzum: Mgrs. Ottaviani, Bacci, Lefebvre,
uam. trafen den Nagel auf den Kopf. P.S. Danke Athanasius für Ihren Beistand. Wie der Namenspatron.
Bitte Mensch, lies mal Kardinal Ottaviani und Bacci! „Luther-Messe“ bezeichnet wird und diese damit sowohl
in ihrer Rechtmäßigkeit wie auch in ihrer Rechtgläubigkeit, möglicherweise sogar in ihrer Gültigkei
in Frage gestellt wird Diese gleichen Aussagen haben die Kardinäle Ottaviani und Bacci über die Neue
Messe getan, NACH DER Einführung 1969 von Paul VI.: 1) Sie fragten sich, ob in Zukunft Priester im Neuen
Ritus noch mit zweifelhafter Intention gültig konsekrieren könnten. 2) Sie stellten fest, dass die Neue
Messe die Meßopfertheologie nicht mehr ausdrücken will. 3) Sie sagten, diese Prinzen der Kirche, dass
„wahre Katholiken hiermit vor dem schwierigen Dilemma gestellt werden“ für die Überlieferte Hl. Messe
wählen zu müssen, auch wenn im diözesanen „Ungehorsam“. 4) Es betrifft hier kein Dogma und keine Verpflichtung
zur Annahme der Neuen Bugnini-Messe. Würdest Du es wagen diese zwei Kardinäle vorzuwerfen, dass sie
bezweifelten dass die hl. Kirche auf den Felsen Petri gebaut ist???? Also werf’ es dann bitteschön auch
den Traditionalisten nicht vor! Suche auf Google: Ottaviani AND Bacci AND Novus Ordo.
@Catholicus Ich danke Dir, Du trägst Deinen Namen zurecht und hast genau den Punkt getroffen. Beten wir
für ein Gelingen der „Reform der Reform“, die der neue Papst durchführen will. Der blosse Streit und
die Polemik ist eine Gotteslästerung und offenbart die Nichtexistenz der Gaben des Geistes in denen,
die gegen Papst und Kirche mit überholten Konzepten angeifern.
@Marcel Solange die von der Kirche approbierte Form der Messfeier von bestimmten traditionalistischen
Kreisen als „Luther-Messe“ bezeichnet wird und diese damit sowohl in ihrer Rechtmäßigkeit wie auch in
ihrer Rechtgläubigkeit, möglicherweise sogar in ihrer Gültigkei in Frage gestellt wird, ist etwas defizitär
am Standpunkt besagter Gruppe. Wer meint, die Katholische Kirche abseits des Felsens Petri finden zu können,
hat sein Haus auf Sand gebaut!
Zur eingeleiteten Seligsprechung Johannes Paul II Benedikt XVI hat die Seligsprechung Johannes Pauls II
eingeleitet, womit ihm für das seinzereit ausgesprochene Schuldbekenntnis gedankt werden soll. Aehnliches
tat Johannes Paul II als Johannes XXIII selig sprach und ihm damit für das durch ihn einberufene Konzil
dankte.
The dinosaurs have to stay in their cage Der Hoffnugnsschimmer mag kommen. In 100 Tagen wissen wir mehr.
In Le Barroux ist er nicht zu erkennen. Dieses ist schon seit Jahren von Rom anerkannt, weil sie Mgr.
Lefebvre im Stich ließen und dann plötzlich das guthießen, was sie jahrelang zu Recht bekämpften:
das Vaticanum-II und die Luther-Messe. Deswegen ist das, was nun „plötzlich“ von Rom als Besuch angekündigt
ist, doch lange ausstehend und also nicht überraschend. Nein, das Problem ist, daß „die Dinosaurier
im Käfig bleiben müssen“, wie Mgr. Fellay es nannte in seinem Interview: What catholics need to know
www.sspx.ca/…ellays_Interview.htm (The Angelus, November 2004). Nein, die Wende kommt nicht mit dem
Besuch Roms bei den gezähmten Ecclesia-Dei-Gruppen, sondern nur mit der Erkenntnis, daß der Ökumenismus
das Problem ist und an seiner Spitze die Luther-Messe, der NOM. Zu viele Luther-Messen habe ich erlebt
bei den Lutheranern und dann zu viele Luther-Messen in der „katholischen Kirche“, als daß ich annehmen
könnte, durch etwas Kosmetik fände die Kirche zu ihrer Tradition zurück und damit weg von Luther. Luther
sagte: »Ich behaupte, daß alle Freudenhäuser, aller Morde, Diebstähle und Ehebrüche nicht so verwerflich
sind wie diese abscheuliche Messe!« »Zerstören wir die Messe, und wir werden die Kirche zerstören.«
Möge uns der große Kirchenlehrer, der hl. Athanasius, und sein Nachfolger, der heiligmäßige Erzbischof
Lefebvre, beistehen und die Kirche retten!
Trotzdem Trotzdem Marcel, sei nicht immer so negativ, bitte! Dieser Schritt deutet daraufhin, dass der
Vatikan die Anliegen der alten hl. Messe Ernst nimmt. Natürlich wird Le Barroux nicht, weil es so abgesperrt
ist und noch immer die alte hl. Messe nicht öffentlich frei gegeben ist, die katholische Welt ändern
können. Natürlich ist es falsch, daß Le Barroux ihre Kritik und Fragen an das Konzil aufgegeben hat
für die Regularisierung, aber trotzdem. Vielleicht erblicht hier der kleine „Strahl der Hoffnung“ den
Bischof Fellay FSSPX beschrieb bei der Wahl Benedikt XVI.? Es soll uns günstig stimmen. Warten wir erstmal
ab. Vielleicht deutet dies daraufhin, dass Benedikt XVI. doch auch die Traditionalistiche Teile der Kirche
ins Auge behält. Eine Regularisierung der Priesterbruderschaft St. Pius X. wäre sehr gut, wenn das Angebot
von 2001 (universale Jurisdiktion, Administration des hl. Stuhles) erweitert wird mit: 1) Annulierung
der „Exkommunikationen“ der Bischöfe der FSSPX. 2) Offizielle Publikation der Ergebnisse der päpstlichen
Kommission 1986 (u.a. Kard. Stickler, Medina, Ratzinger usw.), dass die Alte hl. Messe des Römischen
Ritus nie verboten ist und von jedem Priester zelebriert werden darf, AUCH öffentlich juridisch gesehen!
Hoffentlich liest der hl. Vater dies…
Vatikanum-II-kompatible „Traditionalistchen“ Nur eine weitere Ecclesia-Dei-Gruppe, die für ihr OK aus
Rom den – zu – teuren Preis bezahlen mußte, das Vatikanum-II anzuerkennen und den NOM: die neue Luther-Messe.
Vorzeige-Traditionalistchen, die man im goldenen Käfig hält. Die Benediktinermönche von Notre-Dame
de Bellaigue Im Oktober 2000 schloß sich mit der Gründung des französischen Benediktinerklosters Bellaigue
(Auvergne, Dpt. Puys-de-Dôme) im monastischen Zweig der Tradition die Lücke, die Le Barroux gerissen
hatte, als es sich von der Priesterbruderschaft St. Pius X. löste und der neuen Messe öffnete. Kurze
Geschichte der Traditionstreuen Benediktiner: – 1970 Gründung der einzigen traditionstreuen Benediktinerabtei
zunächst in Bedoin, später in Le Barroux durch Dom Gérard – 1987 Le Barroux ruft eine Tochterniederlassung
in Santa Cruz (Brasilien) ins Leben – 1988 Dom Gérard, der Obere von Le Barroux trennt sich von Erzbischof
Lefebvre – 1989 Dom Gérard versucht, das Kloster Santa Cruz zu bewegen, ihm zu folgen. Die Mönche in
Brasilien bleiben jedoch standhaft. – 1999 Santa Cruz schickt Mönche nach Frankreich, die zunächst in
Vérac bei Bordeaux eine Bleibe finden. – 2000 Die Benediktiner können die Abtei Bellaigue erwerben;
in den vier Jahren ihres Wirkens dort hat sich die Anzahl der Mönche fast verzehnfacht (von drei auf
sechsundzwanzig!) – 2004 Abt Angelus denkt ernsthaft an eine Niederlassung in Deutschland. Konkrete Verhandlungen
für den Kauf eines Gebäudes sind bereits im Gange.