Homosexualität
Ein Bischof unter Zugzwang
Am Samstag erhielt der Bischof von Basel einen offenen Brief der „Schweizerischen Katholischen Volkspartei“. Thema des Schreibens: ein ökumenischer Gottesdienst für militante Homosexuelle. Er soll demnächst in Luzern stattfinden. In einer katholischen Kirche.
(kreuz.net, Luzern) Im Juni treffen sich militante Homosexuelle aus der ganzen Schweiz in Luzern. Die Veranstaltung nennt sich „Lustig Stolz“. Wie der Name sagt, dient die Veranstaltung dazu, Zufriedenheit und Stolz über die himmelschreiende Sünde Sodoms auszudrücken.

Luzern gilt als die inoffizielle Hauptstadt der katholischen Innerschweiz. Kirchlich gehört sich zum Bistum Basel. Der berühmte Schweizer Theologe Hans-Urs von Balthasar († 1988) stammte aus der Stadt am Vierwaldstättersee.

Die Homo-Veranstaltung offenbart auch, wie sehr die Katholische Kirche von radikalen Homosexuellen kontrolliert wird. So tritt die Luzerner Caritas als offizieller Sponsor des Homo-Festivals auf. Die Caritas ist ein internationales katholisches Hilfswerk. Ihre weltweite Leitung befindet sich in Rom.

In Luzern machen die Homos auch vor den Gotteshäusern nicht halt. So lädt die Franziskanerkirche in der Innenstadt am Abend des 18. Juni zu einem Homo-Gottesdienst. Offensichtlich besitzen die militanten Homos hervorragende Kontakte zum Luzerner Klerus. Für Katholiken ist es dagegen praktisch unmöglich, in Luzern eine Kirche zu bekommen.

In einem Offenen Brief an den Basler Diözesanbischof vom 14. Mai drückt die „Schweizerische Katholische Volkspartei“ ihre Verwunderung aus, daß die Kirche in Luzern gedenkt, praktizierenden Homosexuellen „öffentliche Reverenz“ zu erweisen.

Viele Menschen würden so in die Irre geführt. Die Kirche gebe den Eindruck, als ob die Homo-Unzucht harmlos oder sogar selbstverständlich sei.

Die Katholische Volkspartei erinnert daran, daß die Weltgesundheitsorganisation noch bis 1990 den Mut hatte, die Homosexualität als das zu bezeichnen, was sie ist: als Krankheit. Das sei wissenschaftlich nach wie vor erwiesen.

Die Partei warnt davor, daß die Katholische Kirche normalen Jugendlichen den Eindruck vermittle, daß die gleichgeschlechtliche Unzucht eine Möglichkeit der normalen sexuellen Orientierung sei. Die Folgen davon seien nicht abzusehen. Insbesondere werde damit die Institution der Ehe untergraben.

Es gebe klare Gründe, warum die Ehe vom Staat privilegiert werde: weil die Ehe auf Kinder angelegt ist. An Kindern hat der Staat ein vitales Interesse. Es sei unverständlich, welche Interessen der Staat habe, um sterilen sexuellen Beziehungen ähnliche Vorteile zuzuerkennen.

Die Katholische Volkspartei bittet daher Bischof Koch eindringlich, den angekündigten ökumenischen Gottesdienst zu verhindern.
      
7 Lesermeinungen
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#7   Rosa von Lima   21:33:32 | Dienstag, 17. Mai 2005
Der Unterschied
Die Bibelzitate Joh. 8,7 und Lk. 19.5-7, welche Sie erwähnen, zeugen wohl vom Verzeihen, aber bei Zachäus gelobt dieser Besserung und bei Maria Magdalena sagt Jesus zu ihr: Geh hin und sündige fortan nicht mehr. Die Homosexuellen aber, welche einen Gottesidenst in Luzern wünschen, wollen sich weder bekehren noch künftig ohne Sünde leben. Das ist eben ein nicht unwichtiger Unterschied!
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#6   Klaus Kegebein   09:43:22 | Dienstag, 17. Mai 2005
Und was sagt Jesus?
Und als Jesus an die Stelle kam, sah er auf und sprach zu ihm: Zachäus, steig eilend herunter; denn ich muss heute in dein Haus einkehren. Und er stieg eilend herunter und nahm ihn auf mit Freuden. Als sie das sahen, murrten sie alle und sprachen: Bei einem Sünder ist er eingekehrt. (Lk 19,5-7)
Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie. (Joh 8,7)
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#5   Rosa von Lima   22:04:04 | Sonntag, 15. Mai 2005
Wem gehört die Franziskanerkirche?
Ich denke, dass der Kirchenvorstand (oder die Kirchenpflege) für die Franziskanerkirche zuständig ist. Dieser kann doch entscheiden, wem er die Benützung der Kirche erlaubt oder nicht.
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#4   medicus   21:23:09 | Sonntag, 15. Mai 2005
Zugzwang
Ein Gottesdienst als Krönung der Gaypride würde wohl auch einer kirchlichen Sanktionierung der bekannt lasziv-aufreizenden Strassenparaden gleichkommen. Unter Berücksichtuing des christlichen Grundsatzes: dem Menschen die Liebe, seinem Fehlverhalten die Absage! dürfte es immerhin schwierig sein, den geplanten Gottesdienst zu verbieten! Für ihre konsequente Haltung ist der KVP dennoch zu gratulieren, vor allem wenn man die unsäglichen blasphemischen Darstellungen auf einschlägigen Hompages (man sehe z. B. auf swissgay.ch/) berücksichtigt!
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#3   Römisch-Katholisch   20:40:00 | Sonntag, 15. Mai 2005
@Athanasius
Leider befindet sich die Katholische Volkspartei nicht im Bundesparlament und meines Wissens auch nirgens in einem Kanton. Im Kanton Luzern gibt es zwar die KVP, aber sie macht leider bei den Wahlen nicht mit, weder bei den kantonalen, noch bei den nationalen Wahlen. Warum weiss ich auch nicht. Mehr Infos zur Katholischen Volkspartei KVP unter: www.kvp.ch
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#2   Agiafortuni   20:36:01 | Sonntag, 15. Mai 2005
Mit welchem Recht katholisch?
In der Franziskaner Kirche in Luzern sollo eine oekoumenische Feier für Homosexuelle stattfinden. So viel ich weiss bezeichnet sich diese Kirche als katholisch.
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#1   Athanasius   19:26:20 | Sonntag, 15. Mai 2005
joa
Für Katholiken ist es dagegen praktisch unmöglich, in Luzern eine Kirche zu bekommen.
Man muss keine Kirche bekommen. Man muss endlich mal selbst eine Kirche bauen und in Besitz nehmen. Vom Diözesanklerus muss man nicht viel erwarten.
Die Piusbruderschaftler haben auch in Luzern vor zwei Jahren eine neue Kirche einweihen können, in neogothischem Stil. In Oberriet (Ostschweiz) baut man auch schon ein schöne neue Kirche in „Deutschem“ Stil.
Die Katholische Volkspartei Schweiz wird, fürchte ich, unter dem Regime der heftigen antikatholischen Medien wohl wenig Stimmen bei den Wahlen oder? Sind die im Parlament.
Spitze Aktion!
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