Alte Messe
Bistum Speyer: Optimistische Altgläubige
Trotz zahlreicher Vorsprachen schweigt das Speyerer Bistumsblatt die Schifferstädter Altgläubigen strikt und beharrlich tot.
Von Hans Schmitz.
 St. Laurentius in Schifferstadt
St. Laurentius in Schifferstadt
(kreuz.net) Die Altgläubigen in Schifferstadt sind die größte Andachtsgruppe für den klassischen Römischen Ritus im Bistum Speyer.

Schifferstadt grenzt im Südosten an Speyer und besitzt 20.000 Einwohner.

Die altgläubige Gemeinde besteht dort seit zwei Jahren. Bisher zelebrierte der örtliche Kaplan, Hw. Karsten Geeck, jeden Samstagmorgen die Heilige Messe im Alten Ritus.

Dadurch schuf er für die Gläubigen einen Hort der Andacht, Anbetung und seelischen Erbauung.

Am Samstag, dem 18. September, war der Kaplan zum letzten Mal im Rahmen seiner Dienstpflichten delegierter Zelebrant für die Alte Messe in Schifferstadt.

Er wurde als Pfarradministrator nach Heilig Kreuz in Landau – nebst den weiteren Pfarrgemeinden Arzheim und Godramstein mit den Filialen Birkweiler und Siebeldingen – versetzt.

Dadurch bleibt er dem Vorderpfälzer Raum verbunden. Wir werden ihn nicht aus den Augen verlieren.

Sein Nachfolger für die Feier der Alten Messe in Schifferstadt ist Kaplan Johannes Müller.

Die Tageszeitung ‘Rheinpfalz’ vermeldete am 3. September: „Neuer Priester für die alte Gottesdienst-Form“.

Eigens hob der Artikel den Termin der Heiligen Messe hervor: „Immer samstags, 9.00 Uhr in Sankt Laurentius“.

In einem eigenen Kasten wurde die Alte Messe erklärt.

Der Gegensatz zum diözesanen Kirchenblatt ‘Der Pilger’ könnte schärfer nicht sein.

Das Kirchenblatt hat – obwohl die Altgläubigen wie alle anderen auch Kirchensteuern zahlen – in den letzten zwei Jahren keine Silbe über die Alte Messe in Schifferstadt verloren.

Trotz vielfacher Vorsprachen schweigt das Bistumsblatt die Schifferstädter Altgläubigen strikt und beharrlich tot.

Diese in der Diözese verbreitete Haltung bringt auch der Artikel in der ‘Rheinpfalz’ am 9. September zum Ausdruck: „Diözese Speyer vermeidet Zusagen für die Zukunft“ – heißt es dort in einer Überschrift.

Die Zeitung lässt Domkapitular Josef Szuba – den Personalreferenten des Bistums – wie folgt zu Worte kommen:

„Die Diözese will den Eindruck vermeiden, daß sie einen kirchenrechtlichen Anspruch der besonders traditionsverbundenen Gläubigen auf Messen in der alten Form in Schifferstadt anerkannt habe“.

Gewiß, die Priesterzahlen sinken und auch mancher verbriefter Rechtsanspruch nach dem Motu proprio „Summorum pontificum“ mag sich früher oder später in Luft auflösen. Denn wo nichts ist hat auch der Kaiser sein Recht verloren.

Die Aussagen des Personalchefs lassen allerdings nichts Gutes erwarten.

Denn: „Daß sich zum dritten Mal in Folge ein Neupriester findet, der einerseits nach Schifferstadt paßt und andererseits auch die alte Form beherrscht, sei aber eher unwahrscheinlich“ – heißt es im Artikel.

Geborene Optimisten lassen sich freilich nicht entmutigen: „Gefahr erkannt, Gefahr gebannt“ – sagt der Volksmund – und schließlich gibt es noch den lieben Gott.
      
20 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#20   Mighty Counsellor †   13:32:49 | Freitag, 1. Oktober 2010
klausvonjaus
hat betrunkenerweise die „CAPS LOCK“-Taste ein- und das Hirn ausgeschaltet.
Redaktion benachrichtigen
#19   Sefirot   12:52:06 | Freitag, 1. Oktober 2010
Liebe Neugläubige in Christo, versteckt Euch nicht
zeigt Flagge, raus aus den Verstecken,
und der Freiheit im Glauben eine
breite Gasse… :)3 :)3 :)3 :)3 :)3 :)3
Redaktion benachrichtigen
#18   monens   09:39:29 | Freitag, 1. Oktober 2010
Die hl. Messe von gestern, heute und morgen
Die „Alte Messe“ wird in „erneuerten“ Kirchenblättern verschwiegen, um die über Jahrzehnte manipulierten Gläubigen „bei der Stange“ der oft erschreckenden liturgischen Missstände der „neuen Form“ zu halten; hier einige Beispiele
www.razyboard.com/…08950-5853619-0.html
Die hl. Messe von gestern, heute und morgen, das hl. Messopfer
www.razyboard.com/…07690-5822815-0.html
wird das unverbindliche „Mahlhalten“ der „Neuerungslawine“ mehr und mehr versanden lassen; denn ohne die „Alte Messe“ wird es kein Morgen geben
www.razyboard.com/…07690-5825348-0.html
Redaktion benachrichtigen
#17   klausvonjaus   01:51:40 | Freitag, 1. Oktober 2010
HALLO, HABT IHR KEINE PROBLEME ?
VERGREISUNG DER GOTTESDIENSTBESUCHER ? MANN MUSS ES EUCH GUT GEHEN, DASS IHR ÜBER SOWAS REDET. WO IST MEINE PULLE KORN ?
Redaktion benachrichtigen
#16   Mighty Counsellor †   21:29:04 | Donnerstag, 30. September 2010
In diesem Blog gibt es auch
sogenannte Neugläubige.
Redaktion benachrichtigen
#15   Chris   21:28:00 | Donnerstag, 30. September 2010
gottesdienstliche Verkündigung
Das gute dieser gottesdienstliche Verkündigung ist, dass man solche Leute wie euch dort nicht trifft.
Redaktion benachrichtigen
#14   Mighty Counsellor †   21:26:04 | Donnerstag, 30. September 2010
Febron
In unserem Gotteshaus wird nichts davon erzählt. Im Gegenteil. Alles andere als Sünde, Reue, Vergebung, Busse und Erlösung. Der weitaus grösste Teil der Gottesdienstbesucher ist über 60. Der Klerus muss von mir aus nicht den Sex verteufeln. Aber er sollte zumindest den Kern des Glaubens verkünden. Und dieser Kern besteht nicht nur aus Nächstenliebe! (siehe oben)
Redaktion benachrichtigen
#13   Febron †   21:23:25 | Donnerstag, 30. September 2010
Vergreisung der Gottesdienstbesucher
Mighty Counsellor: Die Neugläubigen, die noch zur Messe gehen, sind auch ab 60.
Ja: das ist leider wahr!
Aber wen zieht es schon in eine gottesdienstliche Verkündigung, in der den Jugendlichen gesagt wird, das Sex vor der Ehe sündhaft sei, und die Menschen weiblichen Geschlechts allein aufgrund ihrer Ausprägung als Frau (und nicht als Mann) in der Kirche nichts zu sagen haben?
Redaktion benachrichtigen
#12   Mighty Counsellor †   21:18:28 | Donnerstag, 30. September 2010
Verbreiteter Optimismus bei der FSSPX
„Geborene Optimisten lassen sich freilich nicht entmutigen“
Die Piusbrüder sind also geborene Optimisten? :-D
Warum beten sie dann noch zu Gott? >:)
Redaktion benachrichtigen
#11   Chris   21:07:25 | Donnerstag, 30. September 2010
Jetzt wird er den alten Ritus lernen müssen
Das hätte man ihm doch ersparen können!
Redaktion benachrichtigen
#10   JohannesBugenhagen †   19:23:24 | Donnerstag, 30. September 2010
@Paul M.
Die bestehenden Abo’s sofort kündigen!
Man sollte die Leute alle mal in eine tridentinische Messe schicken! Dann würde danach die Anzahl der Abos drastisch ansteigen… :-D :-D
Redaktion benachrichtigen
#9   Tsunami   19:10:53 | Donnerstag, 30. September 2010
Altgläubige
Warum sollte über die berichtet werden? das Blatt schreibt ja auch beispielsweise nicht über die Zeugen Jehovas
Redaktion benachrichtigen
#8   Paul M.   18:33:32 | Donnerstag, 30. September 2010
Altgläubige:
Was jetzt?
Ganz einfach.
Keiner bezieht mehr das Kirchebnblatt „Der Pilger“ der Diözese Speyer!
Die bestehenden Abo’s sofort kündigen!
Mal sehen, ob das Wirkung zeigt… ;-)
Redaktion benachrichtigen
#7   Mighty Counsellor †   18:22:56 | Donnerstag, 30. September 2010
Die Neugläubigen, die noch zur Messe gehen,
sind auch ab 60.
Redaktion benachrichtigen
#6   Febron †   18:22:06 | Donnerstag, 30. September 2010
Schifferstädter ALTgläubige
ist richtig geschrieben!
Tatsächlich handelt es sich um ein Häuflein verbissener Alter ab 60 Jahre.
Redaktion benachrichtigen
#5   Mighty Counsellor †   18:12:35 | Donnerstag, 30. September 2010
Genügt doch, wenn es
die Tageszeitung vermeldet.
Redaktion benachrichtigen
#4   Botschafter   18:11:20 | Donnerstag, 30. September 2010
Was ist fromm??
Gebete der Reichen sind wertlos, wenn sie nicht teilen… Das hört man in elitären kath.-konservativen Kreisen nicht gerne. Kürzlich hört ich: „Man gebe nicht so einfach Geld…“
Die Muttergottes sieht das anders. Schon in den letzten zwei Botschaften (Martha Maria Grub) schüttelt sie die Vermöglichen:
myrtha-maria.blogspot.com/…tschaft-2192010.html
myrtha-maria.blogspot.com/…tschaft-1492010.html
Ja hilft den Ärmsten, denn das Geld auf den Banken wird sowieso verrecken. Siehe Bertha Zängeler:
katholik.ch/…engeler-um-1950.html
Redaktion benachrichtigen
#3   Mighty Counsellor †   17:14:08 | Donnerstag, 30. September 2010
Die Frommen werden einfach
presseweise IGNORIERT? Pfui.
Redaktion benachrichtigen
#2   Sefirot   17:11:56 | Donnerstag, 30. September 2010
Was sollte die Kirchenzeitung auch
ein Wort über die alte Messe
verlieren, wenn sie kein findet.
Wenn die Feier gut einstudiert
abläuft und kein Hostien- oder
Weinfrevel oder sonstige
Ritualverbrechen begangen werden,
brauchen die frommen Stillen
oder stillen Frommen doch keinen
Tam-Tam in Blättern, die von
kreuz.net eh’ nicht sonderlich geschätzt
werden… Warum sollte sich denn
der „Pilger“, der seit 1848 ununterbrochen
erscheint damit behängen…?
Redaktion benachrichtigen
#1   Mighty Counsellor †   16:44:08 | Donnerstag, 30. September 2010
Tot schweigen
ist unschön.
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
Alte MesseDreijährige Odysee in Bonn Alte MesseIn der Konzilskirche lautet die Devise: Juden raus! Alte MesseFast die Hälfte der Katholiken würde die Alte Messe besuchen Alte MesseAlte Messe: Schweizer Diözesanbischof hilft in Deutschland aus Alte MesseGeschlossenes Priesterseminar wiedereröffnet Alte MesseSpeyerer Bistumszeitung: Dummschwätzer in Aktion Alte MesseDer Neue Ritus: Ein Topf mit heißem Wasser auf einer kalten Herdplatte Alte MesseAlte Messe – und viele Schikanen Alte MesseAlte Messe: Das Durchschnittsalter liegt bei 23 Jahren Alte MesseDie Bilanz nach drei Jahren Motu Proprio Alte Messe‘Summorum Pontificum’ ist im Bistum Regensburg wirkungslos Alte Messe„Papst feiert privat die Alte Messe“ Alte Messe„Die Alte Messe hat mein Priestertum gerettet“ Kardinal CañizaresAlte Messe im Seminar: Die guten Früchte sind offensichtlich Alte MesseAlte Liturgie: Wie ein Bettler vor dem Kirchenportal
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net