Röschenz
Für den Bischof in die Bresche
Seit Monaten erhält der Bischof von Basel von einem tobenden Pfarradministrator Schläge. Und nicht nur von ihm. Die kirchenfeindlichen Schweizer Medien haben sich den Bischof ebenfalls als Beute auserkoren. Doch gestern sprangen 66 kirchliche Mitarbeiter für ihren Bischof in die Bresche.
(kreuz.net, Basel) In einem offenen Brief unterstützen 66 kirchliche Mitarbeiter der Diözese Basel ihren Bischof, Mons. Kurt Koch (55). Das Schreiben wurde am gestrigen Pfingstmontag veröffentlicht. Darin drücken die Unterzeichner ihr Bedauern aus, daß die Medien den Bischof von Basel in den vergangenen Wochen häufig als „dialogunfähig“ und „böse“ dargestellt haben: „Wir teilen diese Meinung nicht – im Gegenteil.“

Initiator der Stellungnahme ist der Pfarrer von Muri im Kanton Argau, Urs Elsener (36). Der Kanton Aargau liegt 30 Kilometer südöstlich von Basel. Gemeinsam mit Pfarrer Elsener unterschrieben 65 weitere Priester, Diakone, Ordensleute, Pastoralassistenten und Katecheten.

„Wir schätzen Sie als unseren Bischof sehr. Wir erfahren Sie durchaus als dialogfähig – im Wissen darum, daß auch Sie nur dann einen Dialog führen können, wenn sich Ihr Gegenüber auch ernsthaft um einen Dialog bemüht.“

Im Brief danken die kirchlichen Mitarbeiter dem Bischof für dessen unermüdlichen Einsatz für die Diözese. Sie loben ihn auch für seinen Mut, den katholischen Glauben unbeirrt zu verkünden. Bischof Koch – ein ehemaliger Theologieprofessor in Luzern – verstehe es, durch seine treffenden Beispiele und Vergleiche das Wesentliche zu sagen.

Abschließend wünschen die kirchlichen Mitarbeiter dem Bischof und der Bistumsleitung in schwierigen Zeiten und in den Bedrängnissen dieser Tage Kraft und Mut, Gesundheit, Ausdauer, Erfolg und Gottes Segen.

Es ist bemerkenswert, daß der Anlaß des Briefes an keiner Stelle zur Sprache kommt. Somit bleibt die genaue Aussage und Absicht der öffentlichen Presseerklärung für Außenstehende im Unklaren.

Es ist aber zu vermuten, daß der Brief mit den Diffamierungen des Bischofs durch den Röschenzer Pfarradministrator im Zusammenhang steht.

Dieser Priester hat sich seit längerem mit groben Beschimpfungen gegen den Bischof und die Bistumsleitung einen Namen gemacht. Die daraufhin vom Bischof versuchte Entlassung des rabiaten Pfarradministrators scheiterte. Dessen Pfarrei beschloß kurzerhand, den Priester ohne bischöfliche Sendung weiter anzustellen.

Der Fall schien einzuschlafen. Doch kürzlich erklärte der umstrittene Priester im Schweizer Fernsehen unverblümt, daß er „seine Sexualität“ aktiv lebe und in Basel mit „seiner besten Freundin“ und „seinem besten Freund“ konkubiniere. Dies löste selbst in seiner eher anspruchslosen Pfarrei Irritationen aus.

Noch im Laufe dieser Woche soll es zu erneuten Gesprächen zwischen dem Priester und Bischof Koch kommen.
      
1 Lesermeinung
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#1   medicus   21:25:21 | Dienstag, 17. Mai 2005
Support für Bischof Kurt Koch
Während kirchenfeindliche Medien einen unflätigen Pfarradministrator zum Helden hochjubeln, kommt die erneute Unterstützung für den Bischof zur rechten Zeit. Alle, die meinen, solch impertinenten Theologen die Referenz erweisen zu müssen, sollten für sich einmal in aller Ruhe folgende Fragen beantworten:
1. Was kann uns ein Pfarrer mit diesem pitoyablen Verhalten noch Glaubwürdiges über christliche Lebensführung mitteilen?
2. Welches Ergebnis ist von einer Verhandlung zu erwarten, wenn der eine Teilnehmer seinen Gesprächspartner dauernd beschimpft?
3. Wie würde ein Arbeitgeber in der Privatindustrie handeln, wenn ein Angestellter auf diese Weise gegen seinen Vorgesetzten zu Felde zöge?
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