18:10:39 | Donnerstag, 19. Mai 2005
Das Bistum Fulda sucht – wie es heißt – die „geistliche und mentale Wende sowie eine spirituelle Neuorientierung“. Ein Kommentar von Pfarrer Hendrick Jolie, Mühltal.
(kreuz.net) Hinter diesen wolkigen Formulierungen steht die bittere Einsicht der Diözesanleitung, daß
die vorgesehene Neuordnung der Seelsorgstrukturen auf unerwartet heftigen Widerstand stößt.
Das vom
Bischof
vorgesehene Pastoralverbundsgesetz läuft de facto auf eine Aushöhlung priesterlicher Leitungsvollmachten
hinaus.
Gegen diese schwerwiegenden Bedenken kirchenrechtlicher und dogmatischer Natur versucht man nun
mit gruppendynamischen Mitteln vorzugehen.
Ein Team von „Gemeindeberatern“ wird in den Pfarreien „schmerzhafte
und blockierende Widerstände“ aufzulösen versuchen, wie es in einer Pressemitteilung der Diözese Fulda
heißt.
Außerdem seien anonyme Rückmeldungen aus den Gemeinden geplant, die dann wiederum in den Beratungsprozeß
einfließen würden.
Dieser soziologische Jargon steht im eigenartigen Kontrast zu den Beteuerungen des
Diözesanbischofs, daß man an der sakramentalen Verfaßtheit der Kirche nicht rütteln wolle.
Eigenartig
genug, daß ein Oberhirte es für nötig hält, diese Selbstverständlichkeit eigens betonen zu müssen.
Wohin steuert die Diözese Fulda?
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#3
Yersinia 13:55:13 | Sonntag, 22. Mai 2005
#2
Romulus 19:38:44 | Donnerstag, 19. Mai 2005
#1
Pelagius 18:53:53 | Donnerstag, 19. Mai 2005