Pastoraler Prozeß
„Wie man sich im Bistum Fulda unliebsamer Kritiker entledigt“
Das Bistum Fulda sucht – wie es heißt – die „geistliche und mentale Wende sowie eine spirituelle Neuorientierung“. Ein Kommentar von Pfarrer Hendrick Jolie, Mühltal.
(kreuz.net) Hinter diesen wolkigen Formulierungen steht die bittere Einsicht der Diözesanleitung, daß die vorgesehene Neuordnung der Seelsorgstrukturen auf unerwartet heftigen Widerstand stößt.

Das vom Bischof vorgesehene Pastoralverbundsgesetz läuft de facto auf eine Aushöhlung priesterlicher Leitungsvollmachten hinaus.

Gegen diese schwerwiegenden Bedenken kirchenrechtlicher und dogmatischer Natur versucht man nun mit gruppendynamischen Mitteln vorzugehen.

Ein Team von „Gemeindeberatern“ wird in den Pfarreien „schmerzhafte und blockierende Widerstände“ aufzulösen versuchen, wie es in einer Pressemitteilung der Diözese Fulda heißt.

Außerdem seien anonyme Rückmeldungen aus den Gemeinden geplant, die dann wiederum in den Beratungsprozeß einfließen würden.

Dieser soziologische Jargon steht im eigenartigen Kontrast zu den Beteuerungen des Diözesanbischofs, daß man an der sakramentalen Verfaßtheit der Kirche nicht rütteln wolle.

Eigenartig genug, daß ein Oberhirte es für nötig hält, diese Selbstverständlichkeit eigens betonen zu müssen.

Wohin steuert die Diözese Fulda?
      
3 Lesermeinungen
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#3   Yersinia   13:55:13 | Sonntag, 22. Mai 2005
wie ist das eigentlich mit dem Gehorsam
gegenüber dem Bischof? – anscheinend eine sehr beliebige Sache.
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#2   Romulus   19:38:44 | Donnerstag, 19. Mai 2005
Gedanken zum Priestermangel
Es fehlen schlicht und einfach die Priester. Es ist nun einmal so, dass nicht mehr jede Pfarrei einen Priester haben kann. Die wenigen, die es gibt, müssen eben auch in anderen Pfarreien, die ihnen aufgetragene Aufgabe, sprich Verwaltung der Sakramente, erfüllen. Für jeden Ort ist es hart einzusehen, dass das Pfarrhaus in Zukunft leer bleiben wird. Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken, dass sich das Pfarreiprinzip der Aufklärung überlebt hat. Denken Sie auch mal daran, welche Entfernungen beispielsweise in Russland zurückgelegt werden müsssen, um eine Hand voll Katholiken zu erreichen. Das Gejammere der Betroffenen geht mir auf die Nerven!
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#1   Pelagius   18:53:53 | Donnerstag, 19. Mai 2005
Papst Benedikt XVI. hat wirklich…
… gleich zu Beginn seines Pontifikates Gelegenheit genug, seines Hirtenamtes zu walten und ganze Rudel von Eindringlingen fortzuschicken.
Danach sehnen wir uns!
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