15:53:52 | Donnerstag, 14. Oktober 2010
Ein Vatikanist hat die Liste der neuen Kardinäle publiziert, die nächste Woche bekanntgegeben wird. Der Papst führt die tragische Tradition weiter: katholisch reden und altliberal ernennen.

(kreuz.net, Vatikan) Am nächsten Mittwoch wird der Papst das Konsistorium zur Kreierung neuer Kardinäle
ankündigen.
Das berichtete der Vatikanist der italienischen Tageszeitung ‘Il Foglio’, Paolo Rodari.
Das Konsistorium wird für das Fest Christkönig am 20. und 21. November vorbereitet.
Unter den künftigen
Kardinälen sollen auch mehrere Prälaten über achtzig Jahren sein. Sie sind beim nächsten Konklave
nicht wahlberechtigt.
Zu dieser Gruppe gehören der verdiente bayerische Kirchenhistoriker Prälat
Walter
Brandmüller (81), der ehemalige, sehr verdiente Chormeister der Sixtinischen Kapelle, Prälat
Domenico
Bartolucci (93) und der frühere Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben, Bischof Elio Sgreccia
(82).
Alle drei Prälaten sind mit dem Papst persönlich befreundet.
Das Kardinalskollegium rutscht
noch weiter nach linksNach Angaben von Rodari wird der Papst auch den altliberalen Mixa-Jäger und Erzbischof
Reinhard Marx (57) von München und Freising zum Kardinal kreieren. Mons. Marx war auch für die Opferung
des
verdienten Abtes von Ettal auf dem Altar der Medienbosse verantwortlich.
Wie zu erwarten wird Benedikt
XVI. die neuen Leiter vatikanischer Dikasterien zu Kardinälen ernennen. Das sind:• der katholische
Präfekt der Apostolischen Signatur, Erzbischof Raymond Leo Burke (62) aus den Vereinigten Staaten,
• der
altliberale Präsident des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen, Erzbischof Kurt Koch (60)
aus der Schweiz,
• der altliberale Präsident des Päpstlichen Kulturrates, Erzbischof
Gianfranco Ravasi
(67),
• der altliberale Präfekt der Heiligsprechungskongregation, Erzbischof Angelo Amato (72),
• der
neokonservative Präfekt der Kleruskongregation, Erzbischof Mauro Piacenza (66),
• der altliberale
Präsident der Präfektur für die wirtschaftlichen Angelegenheiten des Heiligen Stuhls, Erzbischof Velasio
De Paolis (75),
• der Apostolische Großpönitentiar, Erzbischof Fortunato Baldelli (75).
Weitere
Kandidaten für den Kardinalshut sind laut Rodari:• der katholische Erzbischof Malcolm Ranjith Patabendige
(62) von Colombo in Sri Lanka,
• der altliberale Erzbischof Donald William Wuerl (69) von Washington
in den Vereinigten Staaten,
• der Erzbischof Laurent Monsengwo Pasinya (71) von Kinshasa im Kongo,
• der neokonservative Erzbischof Kazimierz Nycz (60) von Warschau in Polen,
• der altliberale Erzbischof
Giuseppe Betori (63) von Florenz in Italien,
• der neokonservative Erzbischof Paolo Romeo (72) von
Palermo,
• der neokonservative Erzbischof Paolo Sardi (76), der Pro-Patron des Malteserordens
• Erzbischof
Francesco Monterisi (76), der Erzpriester der Basilika Sankt Paul vor den Mauern
Rodari vermutet, daß
der Papst angeblich die Regel einhalte, daß kein Erzbischof zum Kardinal kreiert wird, wenn auch sein
Vorgänger Kardinal ist und noch lebt.
Darum würden die Erzbischöfe von Mechelen-Brüssel, Prag, New
York, Rio de Janeiro, Bogota, Turin oder Westminster leer ausgehen.
Da der emeritierte Erzbischof von
München, Friedrich Kardinal Wetter (82), noch lebt, könnte das ein Vorwand sein, um die Skandal-Ernennung
von Erzbischof Marx zu vermeiden.
Nach Angaben des US-Vatikanisten Robert Moynihan könnte das Konsistorium
erst im kommenden Frühjahr abgehalten werden.
Der Grund: Im Laufe des Winters werden mindestens weitere
sechs oder sieben Plätze frei, für die neue Kardinäle ernannt werden könnten.
Doch zugleich verweist
Moynihan auf die klerikalen Schneidereien Roms. Diese würden für die kommenden Wochen „viel Arbeit“
erwarten.
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