08:46:24 | Montag, 18. Oktober 2010
Eine geknackte Homo- und Plagiatwebseite ist gegenwärtig mit der heißen Diskussion beschäftigt, wer hinter ‘kreuz.net’ steckt. Erste Ergebnisse.

(kreuz.net) Seit März dieses Jahres beschäftigt sich die im April
geknackte Homo- und Plagiatwebseite
‘kreuts.net’ mit der Frage, wer hinter dem europaweit größten katholischen Portal ‘kreuz.net’ steht.
Die Diskussion wurde von dem Leser ‘Caldonazzi’ angestoßen:„Warum werden auf ‘kreuz.net’ alle Zuschreibungen
gelöscht, die sich mit der TFP befassen?“ – fragt er.
Die TFP ist im deutschen Sprachraum als ‘Gesellschaft
zur Verteidigung von Tradition, Familie und Privateigentum’ bekannt.Sie ist eine katholische Laienbewegung,
die im Jahr 1960 in Brasilien gegründet wurde.
Die Lieblinge von ‘kreuz.net’‘Caldonazzi’ erklärt,
daß ein sachlich kritischer Artikel über die TFP in der Leserzeitung von ‘kreuz.net’ schnell entfernt
wurde.
„Ist das nicht seltsam?“ – fragt er.
Leser ‘Arcanum’ – der ‘kreuts.net’ betreibt – weist auf
weitere Gruppen hin, die auf ‘kreuz.net’ „zuvorkommend behandelt werden“:
• die Lingen-Gruppe innerhalb
des Sedisvakantismus – aber nicht die Rothkranz-Gruppe
• das Engelwerk und nahestehende Gruppen wie
die ‘Pfadfinder Europas’ und die ‘Servi Jesu et Mariae’
• der Williamson-Flügel der Piusbruderschaft
• die Initiative von Günter Annen – „der meines Wissens aus dem evangelikalen Umfeld stammt!“
Leser
‘Identifix’ hat gemerkt, daß ‘kreuz.net’ Links auf die Webseite von Gloria Polo toleriert, die auch für
TFP Werbung mache.
Seine Schlußfolgerung: „Die Duldung dieses Link-Spams ist noch ein Indiz für einen
Zusammenhang zwischen ‘kreuz.net’ und TFP“.
‘Arcanum’ entlarvt die Strategie der ‘kreuz.net’- Berichterstattung:
„Man kommt auf ‘kreuz.net’ offenkundig dem Tarnungsbedürfnis der TFP-Sekte ebenso entgegen wie dem Öffentlichkeitsbedürfnis
der Piusbruderschaft – erstere macht man wunschgemäß kleiner und letztere größer, als sie ist.“
Hinweis
auf die Gründung von ‘kreuz.net’?Leser ‘Identifix’ zerschneidet den gordischen Knoten: Es spreche einiges
dafür, daß
Pater Michael Wildfeuer – ein ehemaliges Mitglied der Piusbruderschaft – hinter ‘kreuz.net’
stecke.
Der Pater stehe der TFP „sehr, sehr nahe“ und habe schon bei ihr zelebriert.
Jetzt meldet sich
der Kölner Vorzeige-Homo David Berger, der auf ‘kreuts.net’ unter dem Namen ‘Lindenmann’ postet:
„Interessant
ist in diesem Zusammenhang, daß
Herr von Gersdorff exakt die gleichen Thesen wie ‘kreuz.net’ in der Öffentlichkeit
vertritt und zugleich 1. deutscher Vorsitzender des Vereins für Tradition blabla ist.“
Berger traut
der TFP aber die technische Seite von ‘kreuz.net’ nicht zu:
„Aber vielleicht haben sie ja wirklich zwei
Kleriker hingesetzt, die nicht wissen, wohin mit ihrer Zeit (Szaby und Wildfeuer) und die redigieren das
Ganze und machen die Technik, bekommen dafür auch Gelder aus den Kassen der Mafia der TFP – was zumindest
Wildfeuer dringend braucht.“
Dann verrät Berger brisante Informationen: „Ich habe noch einen Brief zuhause,
den Gersdorff im Frühjahr 2004 an mich geschrieben hat, wo er anfragt, ob ich bereit wäre, an »einem,
von mir zusammen mit anderen wichtigen treu gebliebenen Katholiken geplanten größeren Projekt mitzuwirken«.“
Seine Frage: „Ob es ‘kreuz.net’ war?“ Berger beantwortete damals die Anfrage nicht.
Dafür hat er noch
weitere heiße Informationen: Einer der „feurigsten Anhänger“ der TFP im höheren Klerus sei Mons. Juan
Rodolfo Laise (84), der Ex-Bischof von San Luis in Argentinien.
Bergers Hinweis: „Sein Buch über die
Mundkommunion wurde in Blindenmarkt – vom Wildfeuer? – übersetzt und wird von der SJM verlegt.“
Leser
‘vik’ gibt Gegensteuer. Er ist sich nicht sicher, ob die TFP tatsächlich hinter ‘kreuz.net’ steckt: „Da
tippe ich schon eher auf die Seilschaften rund um die Macher von ‘Der 13.’“
Alle Fäden laufen in Königstein
zusammen‘Arcanum’ hat Statistiken der Webseite ‘alexa.com’ zutage gefördert. Die Seite versucht über
eine freiwillig zu installierende Symbolleiste, Informationen über das Verhalten der User im Web zu sammeln.
Nach der ‘alexa.com’-Statistik „muß der Datenfluß zwischen Königstein und dem Serverstandort Montréal
mehr als das Tausendfache des deutschen Durchschnitts betragen!“ – berichtet ‘Arcanum’ mit Ausrufezeichen.
Seine Folgerung: „Das ist schon ein sehr starker Hinweis darauf, daß der tatsächliche Redaktionssitz
in Königstein liegt“.
Sein Problem: „Leider gibt es drei Orte dieses Namens: Königstein im Taunus,
Königstein in der Sächsischen Schweiz und Königstein in der Oberpfalz“.
Darum seine Frage: „Gibt es
Querverbindungen zwischen irgendeinem Ort Königstein und betreiberverdächtigen Personen, wenn man von
der ‘Königsteiner Erklärung’ mal absieht?“
Leser ‘pfläumchen’ hat die Lösung: „Königstein im Taunus
ist der Sitz von ‘Kirche in Not’“.
‘Arcanum’ fällt aus allen Wolken: „140 Artikel über ‘Kirche in Not’
auf ‘kreuz.net’“ – ruft er aus:„Auffällig: nie ein kritisches Wort, keine V2-Frotzeleien, rein gar nichts.“
Die Entdeckungen überschlagen sich: „Der Gründer der von ‘kreuz.net’ in den Himmel gelobten Kongregation
SJM, Pater Andreas Hönisch, war laut ‘kathpedia.com’ bis 1988 Mitarbeiter des Gründers von ‘Kirche in
Not’!“
Es wird noch besser: „Es gibt auch einen ‘extremen’ Datenaustausch zwischen Königsstein und dem
‘kath.net’-Server.“
„Die Schlinge zieht sich zu!“ – triumphiert ‘Arcanum’.
‘Arcanum’ überzeugt sich
immer mehr davon, daß ‘kreuz.net’ und ‘kath.net’ unter einer Decke stecken: „Die Kappeleien zwischen
beiden Seiten sind Schaukämpfe!“
Denn: „‘kreuz.net’ spricht als illegaler Arm die Traditionalisten und
‘kath.net’ als legaler Arm die Apparitionisten am rechten Rand der Katholischen Kirche an – zwei Seiten
einer Medaille.“
Eine merkwürdige AbweichungSodann befaßt sich ‘Arcanum’ mit dem Finanzierungskonzept
von ‘kreuz.net’.
Dieses habe sich in den letzten Jahren geändert: „Ursprünglich wurde ‘kreuz.net’ aus
Spenden und Werbeanzeigen finanziert, wie die Aufzeichnungen im Webarchiv belegen.“
Das Berliner Institut
Philipp Neri wird von ihm als ein „Sponsor“ bezeichnet.
Doch: „Die Spendensammlungen wurden 2007, die
Werbeanzeigen 2009 eingestellt.“ Seither werde ‘kreuz.net’ „offenkundig direkt finanziert“.
In der jetzigen
Form erwirtschafte die Seite kein Geld: „Sie hängt an irgendeinem Tropf.“
Hier will ‘Arkanum’ ansetzen:
„Diesem Tropf sollten wir gezielt nachgehen. Was liegt näher, als ihn ausfindig zu machen, öffentlich
bloßzustellen und damit den Geldhahn zuzudrehen?“
Hinweise auf die Geldgeber findet ‘Arcanum’ in einer
„Auffälligkeit“:
Statt die – hochgespielten – Mißbrauchsskandal den Modernisten in die Schuhe zu schieben,
engagiere sich ‘kreuz.net’ „auch dann für pädophile Priester und deren bischöfliche Kumpane, wenn diese
zu Recht als »liberal« gelten“.
Das ist für ‘Arcanum’ eine interessante Abweichung vom „traditionalistischen
Mainstream“.
Darin findet er eine Annäherung an ‘kath.net’, wo sich „dieselben Verharmlosungen“ finden
würden.
Seine Frage: „Wer könnte daran ein Interesse haben?“
Arkanum tippt auf frühere „Werbesponsoren“ –
und zählt 29 davon auf – oder „Leute von noch weiter oben?“
Ein Zwei-Mann-UnternehmenLeser ‘pfläumchen’
faßt zusammen: „‘Kirche in Not sitzt in Königstein, wo die ‘kreuz.net’-Trafficspitze ist – und das Institut
Philipp Neri hat gegen Spende auf ‘kreuz.net’ geworben.“
‘Identifix’ fügt hinzu, daß ‘kreuz.net’ alle
Links zu dieser Hintermänner-Diskussion auf ‘kreuts.net’ gelöscht hat: „Ein Zeichen, dass die Neri-Spur
heiß ist. Sehr heiß.“
Leser ‘die_gegenwart’ hat den auf ‘kreuz.net’ schreibenden Leser ‘jubärens’
in Verdacht, der Redakteur des Portals zu sein.
Seine Begründung: „Erstens ist mir sein artikel-ähnlicher
Schreibstil aufgefallen, zweitens ist er sehr oft online, wenn neue Artikel eingestellt werden und andere
User in diesem Aufwasch dann gesperrt werden.“
Der Leser glaubt, daß die Redaktion nur aus einer Person
besteht, „die den administrativen Teil, wie Artikel einstellen, Emails, und Seite »sauberhalten« erledigt.“
Im weiteren vermutet er eine zweite Person, die sich um neue Funktionen auf ‘kreuz.net’ kümmert:
„Nach
meinen Spam-Aktionen mittels Firefox-Reload-Script haben die verdammt lange gebraucht dieses Exploit zu
fixen.“
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