Eugene Heidt war Priester der Erzdiözese Portland. Er wurde vom damaligen Erzbischof Joseph Levada suspendiert, weil er bei der Priesterbruderschaft St. Pius X. die alte Messe las. Davon erzählt er in seinem Buch „Priester, wo ist deine Messe? Messe, wo ist dein Priester.“ Ein Auszug.
(kreuz.net, Portland) Als Erzbischof Levada die Erzdiözese Portland übernahm, traf ich ihn nach der
Amtseinsetzung als erster. Ich war eineinhalb Stunden bei ihm und schüttete ihm mein Herz aus. Man hatte
mir gesagt, daß er ein guter, traditioneller, rechtgläubiger Bischof sei, der die Erzdiözese geradebiegen
werde.
Ich sprach also zu ihm und er saß mir gegenüber. Er war wie ein bischöflicher Staubsauger.
Er saugte alles auf und hörte zu.
Ich erzählte ihm über die homosexuelle Unzucht unter den Priestern
der Erzdiözese: „Ich kann Ihnen sechs oder sieben homosexuelle Priester in der Diözese nennen. Sie bezeichnen
sich selber als ‘Altar-Gesellschaft’.“
Der Erzbischof antwortete: „Sie sind mit einer Menge Gerüchte
hierhergekommen. Ich werde darauf nicht hören.“ Ich sagte: „Aber eines Tages wird jemand dafür bezahlen
müssen.“ Erzbischof Levada wollte nicht hören. [Anm. Portland wurde später die erste US-Diözese, die
beim Staat den Bankrott erklärt hatte. Die Erzdiözese ist gegenwärtig nicht in der Lage, den Opfern
klerikaler Unzuchtsfälle die riesigen Schmerzensgelder auszuzahlen.]
Ich habe mich bei jeder Audienz
mit ihm gestritten.
In seiner Zeit in Portland verfaßte er – glaube ich – nur einen Hirtenbrief: über
die Messe und die Eucharistie. Ich habe das Schreiben durchgelesen und bei einer Begegnung mit dem Erzbischof
mitgebracht.
„Haben Sie den Hirtenbrief selber verfaßt?“ – fragte ich: „Soll das eine vollständige
Darlegung über die Eucharistie und die heilige Messe sein? Wie haben Sie es geschafft, über die Messe
zu schreiben und den Begriff ‘Transsubstantiation’ kein einziges Mal zu erwähnen?“
„‘Transubstantiation’
ist ein langer und schwieriger Begriff“ – antwortete der Erzbischof: „Er wird heute nicht mehr benützt.“
Ich antwortete: „Ich glaube nicht, daß sie das Wort korrekt beurteilen. Als ich in der Volksschule war,
bereitete uns eine Benediktinerin auf die Erstkommunion vor. Sie schrieb das Wort auf die Tafel: zuerst
‘trans’ – dann zog sie eine Linie. Dann schrieb sie ‘substantiation’. Im Anschluß erklärte die Schwester
die Bedeutung der beiden Begriffe. Sie erklärte die Dinge so, daß wir verstanden, daß sich Brot und
Wein bei der Konsekration in ihrem Wesen verändern.“
Der Erzbischof wiederholte nur: „Das ist ein derartig
verwirrender Begriff.“
Also wechselten wir das Thema.
Ein anderes Mal sagte er mir, ich könne eine
Auszeit nehmen: „Sie sind frei vorzuschlagen, was Sie in dieser Zeit tun wollen.“ Ich stimmte zu und überlegte
mir die Sache einen ganzen Monat lang. Dann teilte ich dem Erzbischof mit, daß ich die fünf Monate mit
dem Studium der letzten drei Konzilien – Trient, Vatikan I und Vatikan II – sowie der päpstlichen Enzykliken
der letzten zwei Jahrhunderte verbringen wolle.
„Nein, nein, das lohnt sich nicht“ – war die Antwort:
„Gehen sie an eine Universität und besuchen sie dort einen Glaubenskurs.“ Ich widersprach heftig.
Ich
reagierte wie die jungen Soldaten, die nach Vietnam geschickt wurden: „Zur Hölle? Nein, das will ich
nicht.“ Danach wollte er mich zu einem geistlichen Begleiter in ein Kloster schicken. Dieser sollte mir
in meinen Studien beistehen. Ich sagte ihm, daß ich keinen Guru brauche. Schließlich erklärte der Erzbischof,
ich sollte gehen und machen, was ich wollte.
Als ich von meiner Sabbatzeit zurückkam, erklärte mir
Erzbischof Levada, daß er meine Dienste nicht länger beanspruchen wolle, weil ich die Messe in ‘exkommunizierten’
Kapellen gelesen habe.
Ich antwortete: „Gut. Tun Sie, was Sie tun müssen. Aber Sie werden mich in Ketten
legen müssen, um mich aufzuhalten, die Lateinische Messe zu lesen.“
Er drohte, mich zu suspendieren,
wenn ich damit nicht aufhörte.
Es verging ungefähr ein Monat. Dann wurde mir brieflich mitgeteilt,
daß ich mir für eine Anhörung beim Erzbischof einen Anwalt suchen solle. Ich dachte mir, daß alles
vorbei sei und kam zur Überzeugung, daß das Ergebnis das gleiche sein werde, egal wer mich verteidigt.
Ein Priester, der die Alte Messe nicht kennt, hätte mich nicht vertreten können. Auf einen Priester
der Bruderschaft St. Pius X. würde der Erzbischof nicht hören. Also schrieb ich dem Erzbischof zurück,
daß er einen Priester für mich bestimmen solle.
Diesem sandte ich meine Unterlagen. Der Priester las
sie und schickte sie zurück. Er erklärte mir, ich sollte zum Erzbischof gehen, mich entschuldigen und
ihm gehorchen. Dann fügte er hinzu: „Und übrigens, die traditionelle lateinische Messe ist ein Relikt
der Vergangenheit. In zehn Jahren wird sie nur noch eine Fußnote in der Kirchengeschichte sein.“ Ich
würde damit nicht weit kommen.
Danach suspendierte mich der Erzbischof brieflich. Er gewährte mir nie
eine Anhörung.
Der Priester Eugene Heidt wandte sich danach an die Priesterbruderschaft St. Pius X.:
„Willkommen an Bord“ – war die Antwort. Es scheint, daß Heidt gegenwärtig im Sterben liegt.
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@Laurentius Man sollte diesen jungen Leuten den Glauben darstellen wie es in einem Katechismus von vor
1952 getan wird. Schulkatechismus aus jener Zeit wird gut beschreiben was der katholische Glaube verpflicht
lernt. Oder kauf Dir den Katechismus von Trient. www.sarto-buch.de
Wie einem Suchenden erklären ? Ich versuche selber suchenden jungen Leuten den katholischen Glauben zu
erklären,der ja durch Verweis auf das Superdogma V2 von vielen „berufenen“ Seiten aus verdunkelt und
verwässert, ja protestantisiert wird. Wo steht denn jetzt mal verbindlich, was ich als Katholik verbindlich
zu glauben habe und was dagegen flexibel ist ? V2 oder KKK oder Denzinger oder was ? Wie missionieren
??? Hilfe !
In der Kirchengeschichte gab es nur ökumenische Konzilien und keine pastoralen. Wenn V2 kein ökumenisches
Konzil war, dann war es gar kein Konzil. Die Bezeichnung als „pastorales Konzil“ ist ja nur eine üble
Machination, mit der einerseits verhindert werden sollte, dass zu heftig über die Texte gerungen wird,
weil man sich ja nur „pastoral als Kirche in der Welt von heute“ äussern wollte, danach hat man dann
so getan, als würde nicht bloß faktisch (=revolutionär), sondern auch theologisch ein neues Zeitalter
anbrechen. Die Bezeichnung als Konzil steht im Widerspruch zum Kirchenrecht (CIC 1983), die für bischöfl.
Zusammenkünfte ohne Ausübung des außerordentlichen Lehramtes eine andere Organisationsweise und Bezeichnung
vorsieht, nämlich die der Synode.
#28 Athanasius 19:39:24 | Donnerstag, 19. Mai 2005
@Didimus Die FSSPX leugnet nicht, dass das II. Vatikanum ein Konzil war, es sagt nur, dass es kein Ökumenisches
Konzil war wie alle andere zuvor, weil keine neue Dogmen veröffentlicht wurden. Lefebvre war selber da.
Wie viele andere Spitzen der Traditionalisten wie Father Gommar A. De Pauw der schon 1964 als Konzilsperitus
in New York den „Catholic Traditionalist Movement“ gründete. Es wurde eine andere Pastoralorientierung
gegeben und der darf man Vorwürfe machen. Ratzinger hat als Kardinal noch gesagt, dass die FSSPX sogenannte
„dubia“ eintragen dürfte. Das heisst, man fragte theologische Erklärung des II. Vatikanums. Aber gerade
das will man nicht machen, weil dann bewiesen wird, dass bestimmte Lehren früheren Lehren widersprechen.
Du sollst mal aufhören mit „SSPX bashing“, weil der Vergleich mit Von Döllinger ganz falsch ist. Die
FSSPX glaubt vielleicht als einer der wenigen noch an dem Dogma der Unfehlbarkeit von Vatikanum I. das
jetzt auf dem Altar der „Kollegialität“ geopfert wird. Aber im gleichen Konzilsdokument steht (Pastor
Aeternus): „nicht etwa um Neue Lehren einzuführen gilt diese Unfehlbarkeit, aber um den Apostolischen
Glauben von jeher treu zu bewahren“. Mit der theologischen Orientierung der FSSPX ist nichts falsch. Sie
sind, im Gegensatz zu meisten Bereiche der kirchlihcen Struktur, KEINE Ketzer. Man ist halt ungehorsam.
Aber warum?
@ Didimus Ich kann mich nur wiederholen: V2 war kein Konzil, sondern eine pastorale Generalsyndode, weil
das außerordentliche Lehramt nicht ausgeübt wurde und nicht einmal die Gläubigen (oder eine Gruppe
von ihnen) verpflichtende Dekrete (Gesetze ungeachtet ihrer Bezeichnung) erlassen wurden. Die Verbindlichkeit
von V2 kann daher nicht weiter reichen, als die dort zitierten – früher dogmatisierten – lehramtlichen
Äusserungen. Aus sich selbst ist V2 nicht verpflichtend. Alles Vergleiche mit tatsächlichen (früheren)
Konzilien scheitern an diesem Umstand. Das neue an V2 ist, dass es zwar eine Räubersyndode war – wie
es sie in der Geschichte öfters gegeben hat – aber von den Päpsten seither irrig und unwahr als Konzil
bezeichnet wird. Letzteres, um daraus ein Superdogma für das „neue Pfingsten“ der Halbkonservativen zu
machen. Im übrigen und pro futuro bitte vor gegenkritischen Äusserungen zuerst die von mir angegebenen
Links lesen!
@ Marcel Danke für den Einwand. Ja, ich kenne die genannten Fälle. Die Argumentation vieler Anhänger
der FSSPX erinnert mich jedoch ein einen anderen Fall, der noch nicht so lange zurückliegt: Ignaz von
Döllinger wollte das erste Vaticanum nicht akzeptieren. Er nahm das Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes
nicht an. Er veröffentlichte ein Gutachten, in welchem er darzulegen versuchte, daß das 1. Vaticanum
kein ökumenisches und freies Konzil sei. Nach der Rückkehr seines Bischofs aus Rom sagte dieser zu ihm
(sinngemäß): Gehen wir an die Arbeit für die Kirche. Darauf Döllinger: Ja, aber für die alte. Der
Bischof: Es gibt nur eine. Döllinger: Man hat eine neue geschaffen. Die Folgen der Irrtümer Döllingers
und anderer – ein ökumenisches Konzil und ein Dogma nicht anzuerkennen und selbst entscheiden zu wollen,
welche kirchlichen Lehrentscheidungen zur Tradition gehören und welche nicht – war die Gründung einer
eigenen „Kirche“, die sich zwar „katholisch“ nennt, aber es nicht ist. Ich weiß, daß die FSSPX alle
Dogmen anerkennt und möchte sie insgesamt auch nicht mit den Altkatholiken vergleichen. Aber die faktische
Ablehnung eines ökumenischen Konzils und der beständige Anspruch, selbst die Deutungshoheit über die
Tradtion zu haben, sind meines Erachtens eine ernsthafte Gefährdung für die Einheit mit der katholischen
Kirche
Erzbischof Levada maßregelt korrekten Priester und schützt den Kinderschänder. Der entsprechende Bericht,
der inhaltlich von „The Wanderer“ stammt, findet sich unter dem Titel „Malfeasance in San Francisco“ auf
CruxNews.com vom 26. März 2004 www.cruxnews.com/…m/ftm-26march04.html Die Sache liegt auch nicht ewig
zurück, sondern datiert in die Jahre 2001 und 2002. Nach dem Bericht steht fest, dass die Anzeige des
einen Priesters korrekt war und der Mißbrauch durch den anderen Priester an einem Ministranten erwiesen
ist. Der pädophile Priester hatte noch einige andere gleichartige Untaten zu verantworten. Wahrscheinlich
fällt Didimus, Catholicus, Konrad und anderen Geistesriesen auch diesmal sicherlich irgendein Grund ein,
warum ein derartiger Bischof so besonders gut zum Präfekten der Glaubenskongregation geeignet ist. Dazu
ist außerdem noch folgendes zu sagen: Diözesanbischof Kurt Krenn von St. Pölten hatte ähnlich – aber
noch ohne Maßregelungen gegen einen gerechtfertigten Beschuldiger – gehandelt und wurde von Papst Johannes
Paul II. zum Rücktritt aufgefordert (falls es überhaupt stimmt – so jedenfalls die offiziellen Informationen).
Erzbischof Levada hingegen wird nicht zum Rücktritt aufgefordert, sondern befördert und in welche Position!
Dabei ist es deutlich schlimmer, sich an minderjährigen Ministranten zu vergreifen als an erwachsenen
Seminaristen! Ist’s zwar Wahnsinn, so hat es doch Methode!
Kirchenkrisen Im Übrigen brauchen wir doch ohnehin keinen Glaubenspräfekten, da es doch hier im Forum
ein kompetentes Lehramt gibt, das ganz genau weiß, wo die „nachkonziliare Kirche“, „Konzilsgedächtniskirche“
oder wie auch immer irrt, welche kirchlichen Würdenträger Häretiker sind, wie die Tradition auszulegen
ist… Es gibt Zeiten der Notsituation in der Kirche, in denen von Gott ausgewählte Hirten „das Heft
der überlieferten katholischen Lehre in die eigene Hand“ nehmen müssen – über ein oder mehrere irrende
Päpste hinweg, bis sich der Papst und die Kurie wieder bekehren. („Hier im Forum“ heißt, daß traditionelle
Laien meistens die Worte des Erzbischof Lefebvre und seiner Nachfolger widergeben.) Sicher kennen Sie
den ersten Streit eines bischöflichen Apostels mit dem Papst: den zwischen dem hl. Paulus mit dem hl.
Petrus. Vielleicht kennen Sie den ersten „totalen“ Streit eines bischöflichen Apostels mit – sogar mehreren –
Päpsten: den des hl. Athanasius und seiner temporären Exkommunikation. Was Sie da sagen, trifft auf
ihn zu: er entschied (Kraft des hl. Geistes), daß die „nacharianische Kirche“ sich irrte, hohe kirchliche
Würdenträger bis hin zum Papst Häretiker und nicht imstande waren, die Tradition auszulegen. Es täte
so manchem Papalisten gut, sich mit diesen Fällen intensiv zu beschäftigen. Auch mit dem Thema „schlechte
Päpste“ allgemein. Das festigt sowohl uns Katholiken in der Argumentation mit Protestanten, als auch
unser Verhältnis Glaube zu Gehorsam.
@ Stimme aus Tradiland Aha, wer den KKK und Sacrosanctum Concilium lobend erwähnt, dessen theologisch-dogmatische
Qualität ist minderwertig. Zur Frage „für viele“ – „für alle“ ist schon fast alles gesagt und geschrieben
worden. Der heutige Papst hat schon vor fast dreißig Jahren erläutert, daß beide Formulierungen die
ganze Wahrheit nicht umfassen und jeweils ergänzungsbedürftig sind: Christus hat sein Blut für alle
vergossen, jedoch steht es jedem frei, die Erlösung anzunehmen oder nicht. Im Übrigen brauchen wir doch
ohnehin keinen Glaubenspräfekten, da es doch hier im Forum ein kompetentes Lehramt gibt, das ganz genau
weiß, wo die „nachkonziliare Kirche“, „Konzilsgedächtniskirche“ oder wie auch immer irrt, welche kirchlichen
Würdenträger Häretiker sind, wie die Tradition auszulegen ist…
Hirtenbrief des Erzbischofs von San Francisco zunächst einmal möchte ich Pelagius für sein wertvolles
Link danken, welches ich im Interesse einer gedeihlichen Diskussion auch hier ausbilde: Hirtenbrief von
Erzbischof Levada zum Jahr der Eucharistie (2005) www.sfarchdiocese.org/…haristResources.html Dieser
Hirtenbrief zeigt, dass Zweifel an der theologisch-dogmatischen Qualität des zukünftigen Präfekten
der Glaubenskongregation berechtigt sind. Er spricht darin von „the wonderful teachings of the Second
Vatican Council’s Constitution on the Divine Liturgy (Sacrosanctum Concilium)“ (Frage welche wunderbaren
Lehren??) erwähnt lobend den KKK, welcher aber gerade in der Sakramentenlehre Defizite aufweist (Unterscheidung
von Materie und Form). Schlimmer, geradezu katastrophal ist es, wenn er ausführt „It will be shed for
you and for all so that sins may be forgiven.“ Das Blut Christi sei also für alle vergossen, dies entgegen
dem Zeugnis der Schrift! Wir sprechen hier nicht von einem „Landpfarrer“, sondern von einem Spitzendogmatiker
der Hl. Kirche, der in der dritten Stelle der kirchlichen Hierarchie über die wahre Lehre Christi wachen
soll! „Natürlich“ fehlt auch in diesem Hirtenbrief der Begriff der Transsubstantiation, die sonstigen
Ausführungen zur Realpräsenz könnten auch von Protestanten unterschrieben werden. Insgesamt ein Dokument
der Konzilsgedächtniskirche, welches dessen typische Merkmale laizistisch, ökumenistisch und modernistisch
aufweist.
#21 Catholicus 13:33:40 | Donnerstag, 19. Mai 2005
@Stimme aus dem Tradiland bzw. Paul Mayer Erzbischof Lefebvre gilt meine Hochachtung, insoweit er wirklich
seinem an der Lehre der Kirche gebildeten Gewissen gefolgt ist und auch bereit war, für seine Haltung
so manches Ungemach auf sich zu nehmen. Ob und inwieweit das so ist, weiß Gott allein, der die Herzen
kennt und der ihm sicher ein barmherziger und gerechter Richter gewesen ist. Unbeschadet dessen muss die
Kirche nach objektiven Gesichtspunkten urteilen und ist eben der Auffassung (die ich vollinhaltlich teile),
dass Bischofsweihen gegen den Willen des Papstes ein schismatischer Akt sind, der mit der von selbst eintretenden
Exkommunikation verbunden ist. In dieser Frage der dafür zuständigen päpstlichen Autorität zu folgen
ist keine Verletzung des Prinzips „Audiatur et altera pars“, zumal ich bereit bin, die Argumente von Erzbischof
Lefebvre auf gebührende Weise zu würdigen. Das Ergebnis kann freilich nicht sein, dass ich mich auf
eine Linie verpflichten lasse, die der Einheit mit dem Lehr- und Hirtenamt des Papstes und der Bischöfe
widerspricht. – „Pro Sancta Ecclesia“ setzt sich für die „alte Liturgie“ ein, anerkennt aber zugleich
auch die sog. „Neue Messe“ als rechtgläubig. Oder irre ich mich da, dass Ihr Standpunkt in jener Frage
von dem von „Pro Sancta Ecclesia“ vertretenen abweicht, obwohl Sie dort mitarbeiten?
#20 Filip Jovic 12:54:45 | Donnerstag, 19. Mai 2005
Hat es sich wirklich so ereignet? Es ist ungerecht, Erzbischof Levada zu verurteilen, bevor nicht er selbst
zu den Vorwürfen von Priester Heidt Stellung bezogen hat. Natürlich wäre es interessant zu erfahren,
wie er wirklich zur Hl. Messe im überlieferten Ritus steht. Das ist wohlgemerkt nicht gleich zu setzen
mit der Frage, wie er zur Priesterbruderschaft Pius X. steht! Mitglieder der Priesterbr. Pius X. wegen
eines schismatischen Aktes von Erzb. Levebvre nicht mehr (voll) zur kath. Kirche. (Levebvre hat durch
die Weihe von vier Bischöfen die Einheit mit dem Papst aufgekündigt, mag dies auch in gutem Glauben
und Gewissen vor Gott geschehen sein.) Die Exkommunikation am 30. Juni 1988 als Folge von Ungehorsam ggü.
dem Stellvertreter Christi (nicht wegen des überlieferten Ritus!) ist, so hart sie auch sein mag, nichts
anderes als die logische Konsequenz aus dem Kirchenrecht gewesen. Die Messe im überlieferten Ritus wird
von vielen Gemeinschaften innerhalb der Kath. Kirche gefeiert. Die mir bekannteste: die papsttreue Priesterbr.
St. Petrus. Dieser wunderbare alte und bewährte Ritus wurde nie und von niemandem abgeschafft. Auch das
Vat. II sah nie eine Abschaffung vor! Bischöfe, die sich intolerant gegenüber den Anhängern der alten
Messe verhalten (was bereits auch Joseph Ratzinger beklagte), schaden der Kirche immens und beleidigen
Jesus. Daß Levada zu ihnen gehört, halte ich nicht für erwiesen. Ich hoffe, Erzbischof Levada wird
sich bald zu dem Thema deutlich äußern.
Kardinal Ottaviani und der Novus Ordo Missae „- aus irgendwelchen Photos mit dem Papst Paul VI. den Schluß
zu ziehen, dass seine Schrift zum NOM nicht ernst zu nehmen sei, ist schlicht Unfug.“ „Stimme aus dem
Tradiland“ an meine Adresse. Dazu: – Der entsprechende Beitrag steht an anderer Stelle („Der Papst reicht
den Traditionalisten die Hand“). In ihm wird keineswegs behauptet, dem Kard. sei die Untersuchung nicht
ernst gewesen. – Gesagt werden sollte allerdings, daß Ottaviani in seiner Beurteilung offensichtlich
nicht so weit ging, den neuen Ritus total und als „in sich schlecht“ abzulehnen. Was er bei einer regelrechten
„Luther-Messe“ (so der hier oft zu lesende, unglückliche Ausdruck) sicher getan hätte. – Das beträchtliche
Alter des Kard. mögen manche dafür verwenden, die angebliche „wirkliche Gesinnung“ Ottavianis gegen
sein tatsächliches Verhalten aufrechtzuerhalten: Er war halt schon etwas senil… (Während man sich
andererseits vehement dagegen wehrt, wenn z.B. einem franz. Erzbischof, um seine Entscheidungen zu entschuldigen,
für die letzten Jahrzehnte Altersstarrsinn vorgeworfen wird). Aber wäre es nicht richtiger, das Alter
eines Kirchenfürsten – falls nicht deutliche Gegenkennzeichen vorliegen – als Zeit der gereiften Erfahrungen
und der Weisheit zu betrachten? – Frage: Kennt jemand andere, möglichst spätere Äußerungen Kard. Ottavianis
zur Frage der sog. Liturgiereform? Z.B. Solidaritätserklärungen an die Adresse des nachkonziliaren Widerstandes?
Das wäre interessant.
Audiatur et altera pars? Lieber hw. Catholicus! Wenn Sie schon unentwegt den Grundsatz einfordern, was
an sich natürlich berechtigt, aber im gegenständlichen Falle unpassend ist – die bei lebenden Personen,
die sich selbst noch wehren können – dann sollten Sie diesen Grundsatz auch selbst praktizieren, vor
allem wenn es um Verstorbene geht. Da Sie selbst dem Gründer der Priesterbruderschaft St. Pius X. ständig
schismatisches, mindestens ungehorsames und antikirchliches Verhalten vorwerfen, ist es also an der Zeit,
dass Sie sich in die schriftlichen Hinterlassenschaften Erzbischof Lefebvres einarbeiten, um nach dem
von ihnen eingeforderten Grundsatz eigenständig beurteilen zu können, ob dies der Fall war oder ob er
nicht vielmehr – wie ich und viele annehmen – gerechtfertigt gehandelt hat, aus einem tatsächlich bestandenen,
weiterhin bestehenden – sich sogar verschärfenden – allgemeinen innerkirchlichen Notstand heraus. @ Pelagius:
Was die kurze kritische Untersuchung zum NOM betrifft, so ist diese deswegen wichtig, weil sie zeigt,
dass zu einem Zeitpunkt, als von Handkommunion, Volksaltar, MinistantInnen, Faschings- und Homomessen
etc. noch keine Rede war, der NOM als in sich falsch, verfehlt und gegen die Hl. Tradition gerichtet zu
beurteilen war. Card. Ottaviani war ein sehr alter Mann bereits im Jahre 1969 – aus irgendwelchen Photos
mit dem Papst Paul VI. den Schluß zu ziehen, dass seine Schrift zum NOM nicht ernst zu nehmen sei, ist
schlicht Unfug.
Die protestantisierte nachkonziliare katholische Kirche Vielleicht sollte man im Zeitalter des Ökumenismus
einen ordentlichen Protestanten, der wenigstens noch katholisch – protestantisch auseinander halten kann,
zum Präfekten der Glaubenskongregation machen Genaugenommen haben wir das bereits: protestantisierte
Männer in hohen Ämtern der Kirche und die Luther-Messe im Alltag. Wer nicht mehr festhält an der unverfälschten
ganzen Lehre der Kirche, bastelt sich seine eigene: das ist die Definition des Protestantismus. Kardinal
Kasper z.B. ist in einigen wichtigen Glaubensfragen protestantischer als einige meiner lutherischen Verwandten.
Ich sage das nicht, um irgendjemanden zu beleidigen, auch sind mir Personen nebensächlich, weil es um
ihre unseligen Werke geht. Diese anzukreiden ist die Aufgabe, wenn schon das ehemals heilige Offizium
seit seiner Abschaffung durch Paul VI. nicht mehr handelt. Daß viele Bischöfe jeden Bezug zum hl. Meßopfer
verloren haben, zeigt nicht nur Prof. May seit vielen Jahren auf. Wenn das Herz der Kirche „aus“ ist,
muß auch der restliche mystische Leib, die Kirche, zusammenbrechen – jedenfalls nach menschlichen Maßstäben
(*). Das erleben wir nun seit 40 Jahren: den totalen kirchlichen Zusammebruch auf allen Ebenen. (*) Daß
die Kirche bis ans Ende der Zeit bestehen bleibt, ist eindeutig. Daß aber die sichtbare Kirche bis zur
Unkenntlichkeit verstümmelt werden kann, wie auch Christus selber am Kreuz verstümmelt wurde, deutet
u.a. die hl. K.Emmerich an.
#15 Paul Mayer 10:18:00 | Donnerstag, 19. Mai 2005
Jeder antikatholische Protestant könnte sofort die richtige Definition von „Transsubstantiation“ nennen.
Vielleicht sollte man im Zeitalter des Ökumenismus einen ordentlichen Protestanten, der wenigstens noch
katholisch – protestantisch auseinander halten kann, zum Präfekten der Glaubenskongregation machen…
#14 Agiafortuni 10:14:37 | Donnerstag, 19. Mai 2005
Zum Falle von Pfarrer Eugene Heidt Dass ein unbescholtener Priester für sein Festhalten am überlieferten
Glauben von seiner Obrigkeit gerügt wird, ist seit der berühmten Rede Johannes XXIII zur Eröffnung
des Konzils keine Besonderheit der Konzilskirche. Eine Besonderheit ist es jedoch, dass die Rüge von
einer Obrigkeit ausgeht, dereen Leumund alles andere als einwandfrei ist. Eine Paradebeispiel dafür ist
Paul VI, der sich als Monsignore Montini mehrere Frevel zuschulden kommen liess und als Paul VI gegenüber
einem unbescholtenen Oberhirten wie Erzbischof Lefebvre sich als Glaubenshüter gebärdete.
#13 Catholicus 09:09:40 | Donnerstag, 19. Mai 2005
@Paul Mayer Im Hinblick auf homosexuelle oder gar pädophile Aktivitäten von Priestern oder kirchlichen
Mitarbeitern kann man nicht genug wachsam sein; kein Unrecht darf gutgeheißen werden. Mir ging es aber
um jenen Punkt, dass man Erzbischof Levada hier einfach auf die Aussage einer einzelnen Person hin schon
alles mögliche Schlechte unterstellt, so als habe er all das bewußt toleriert oder gar gefördert. Als
Jurist, lieber Herr Mag. Lintner, sollten Sie sich dem Prinzip verbunden wissen: „Audiatur et altera pars.“
Nur dann kann man – soweit es uns Menschen möglich ist, gerecht urteilen. Und bedenken Sie dies: Auch
Sie sind nicht allwissend und schon gar nicht unfehlbar. – Mit freundlichen Grüßen Dr. Josef Spindelböck.
Zur Wahl des neuen Präfekten der Glaubenskongregation Dazu kann man lediglich die Worte wiederholen,
die Erzbischof Lefebvre aussprach, als er im Begriffe stand sich einem Verhör durch die Modernisten zu
unterziehen: C’est moi l’accusé qui devrait vous juger und er hatte nicht unrecht, denn wie kann man
von einem Prälaten, der mit dem Wort Transsubstantiation nicht anzufangen weiss, erwarten, dass er in
Glaubenssachen das richtige Urteil fällt.
Gemeint war die Society of Saint John –--> aufgelöst aufgrund homosexueller und pädophiler Vergehen
sowie hoher Schulden; nicht die Communauté de St. Jean aus Frankreich. @Pelagius: Ich pflege für niemanden
die Hand ins Feuer zu legen. MFG, diesmal Frau Mayer
Überlegung: Angenommen, man erzählte einige überaus peinliche Geschichtchen aus dem „traditionalistischen
Milieu“ (was, nebenbei bemerkt, keine besonders aufwendige Recherchen erforderte): Dieselben, die jede
negative Meldung über Erzbischof Levada, und mag sie noch so offensichtlich aus einem größeren Zusammenhang
genommen oder durch den Blickwinkel des Berichterstatters gefärbt sein, jetzt wie ein Schwamm aufsaugen
und mit scharfer Beurteilung beantworten, würden die notwendige Quellenkritik beschwören und dem Verfasser
bösen Willen unterstellen.
Weltweit ernsthafte Gründe zum Zweifel an Informationen über pädophile Priester? Von Portland bis Mainz,
von Geras bis nach St. Pölten, von Rom über die Gemeinschaft vom Hl. Johannes bis ans Ende der Welt.
Der einzige ernsthafte Grund, den ich finden kann, lieber hw. Catholicus ist die Begründung mit dem Fisch,
der am Kopf zu stinken beginnt. Dass nämlich der gar nicht, weder „subito“ noch irgendwann heilige Papst
Johannes Paul II. einfach selbst niemals gehandelt hat, als es um schwule Bischöfe ging. Ist es etwa
ein Gerücht, dass die Diözese Portland wg. Klagen von Pädophilieopfern in Konkurs gegangen ist? Ist
es etwa ein Gerücht, dass es Priesterseminare mit gruppendynamischen Berührungsspielen und homosexueller
Subkultur gibt? Ist es ein Gerücht, dass es weltweit zahlreiche Länder mit einigen vorbestraften Pädophilie-Priestern
gibt, in allen Fällen mit der Gemeinsamkeit, dass die kirchliche Obrigkeit trotz einschlägiger Beschwerden
und Klagen nicht unternommen hat? Wirklich unverantwortlich sind Bischöfe wie Levada, die Kinder den
sexuellen Unholden im Priestergewand ausgeliefert haben! An dieser Stelle kippt der schrullige Papalismus
der Halbkonservativen ins Kriminelle: Einfach zum Nachdenken!
Kritische Zurückhaltung ist angebracht Ich finde es unverantwortlich, jedem Gerücht und jeder Aussage
zu glauben und hätte vielleicht ähnlich gehandelt wie Erzbischof Levada. Vielleicht hatte Erzbischof
Levada ernsthafte Gründe, an der Seriosität der Aussagen seines angeblichen Informanten zu zweifeln?
Und wenn sich im Nachhinein manches als berechtigt herausstellte: Konnte dies vorher vom verantwortlichen
Erzbischof alles durchschaut werden?
Gottes Mühlen… Vor dem jüngsten Gericht muß sich ein jeder vor Gott rechtfertigen. Dann ist es vorbei
mit falscher Diplomatie, geschickter Rede, Mehrheitsverhältnissen, evtl. sogar Manipulation der Masse,
der menschlichen Richter, der Medien, usw. Das gilt für alle von uns. Es gilt auf drastische Weise für
Priester und bischöfliche Hirten; für diese Christus-Nachfolger mit der von Gott anvertrauten immens
verantwortungsschweren Hirten-Aufgabe für viele oder sehr viele Gläubige. Jeder dieser Anvertraute wird
Zeuge für oder eben wieder diese Hirten sein. Sehr viele der auf ewig (!) als Priester Geweihten scheinen
sich dessen nicht mehr bewußt zu sein. Zu viele Priester und Ordensleute haben das volle Evangelium vergessen
(vom Wesen der Kirche, dem hl. Meßopfer, leider ganz zu schweigen). Auf diese Zusammehänge hat nicht
nur, aber doch stark, Schwester Faustina hingewiesen (z.B. in ihrem Tagebuch): wie erstaunt sie gewesen
ist, wie wenig Menschen nach „oben“ steigen am jüngsten Tage (in den Himmel und das Fegefeuer), und wie
viele „nach unten“ (in die Hölle), und daß auf der „breiten Straße“ nach unten so erschreckend viele
Ordensleute und Priester sich befanden… Das war vor 1939 im katholischen Polen. Heute schreiben wir
2005 im noch weniger katholischen Westen. Sicherlich: Privatoffenbarung. Nicht bindend. Jedoch als Erinnerung
an die ganze Lehre der Kirche durchaus hilfreich.
An die Freunde der Tradition Die oben dargestellte Geschichte darf man nicht verharmlosen. Erzbischof
Levada hat offenbar Defizite in der Sakramententheologie, sonst würde er die Weigerung, den Begriff „Transsubstantiation“
in einem Hirtenbrief über die Eucharistie zu verwenden, nicht scheinheiliger Weise mit der „Schwierigkeit
des Begriffes“ begründen. Mindestens ebenso schlimm ist die andere Geschichte. Während er sich geweigert
hat, gegen schwule Priester – ja sogar pädophile Kinderschänder (!!) – auch nur irgendwie vorzugehen
(ist er vielleicht selbst vom anderen Ufer?), hat er einen Priester suspendiert, weil der die Hl. Messe
in einer Kapelle der Priesterbruderschaft St. Pius X. gelesen hat. Ich bezweifle massivst, ob dies – auch
nur rein theoretisch – überhaupt ein gerechtfertigter Grund für die Suspendierung darstellt. Außerdem
steht dahinter mit Gewißheit die – ohne irgendeine moralische oder theologische Rechtfertigung – verweigerte
Erlaubnis des Bischofs Levada (die nach Quo Primum ja nicht einmal erforderlich ist), die alte Messe in
den diözesanen Kirchen und Kapellen zu zelebrieren. Erzbischof Levada hat der Ortskirche von Portland
das finanzielle Rückgrat gebrochen und dazu beigetragen, dass ihr Ruf bei den Gläubigen, den anderen
Christen und den Ungläubigen massiv beschädigt wird. Außerdem hat er – am schlimmsten – dazu beigetragen,
dass Kinderseelen schwer verletzt wurden, damit wohl auch, dass Seelen, die den Glauben verloren haben,
verloren gegangen sind und weiterhin werden.
@ Athanasius Insofern haben Sie recht, daß wir keine voreiligen Urteile fällen dürfen (wie allzu oft
von uns Traditionalisten getan!), und daß einen Priester (oder gar mehrere) schlecht behandeln noch keine
Glaubensleugnung bilde. Dazu sei aber gesagt, daß jener zum wahren Glauben bekennende Mensch, der aber
diesen Glauben praktisch leugnet, m.E. noch gefährlicher als offener Ketzer zu beschreiben ist. Denn
er führt die Gläubigen vertuschungsweise irre. Erzbischof Levada bekennt zwar (zumeist) den wahren Glauben--es
sei denn im Falle des Ökumenismus. Aber er habe in Portland, wie es mir berichtet wurde, Gremien eingeführt,
die pro-Abtreibung, pro-Verhütungsmittel, und pro-Homosexualität seien. Das sei der Grund, weshalb HHP
Heidt kein Geld an den Bischof schickte. Freilich ist das nur ein Fall. Wie er aber die Homosexuellen
geschützt habe--besonders in San Francisco--sei ein anderer. Es ist sicherlich positiv zu erwerten, daß
Msgr. Levada keinen längeren Aufenthalt mehr in den USA finden wird. Es ist zu erhoffen und erbeten,
daß der neue Proprefekt der Glaubenskongregation keinen solchen Irrwegen weiter folge. In diesem Sinne
hat ein Priester-Freund von mir geredet, daß wahrscheinlich ist, daß Papst Benedikt eine direktere Leitung
dieser Kongregation übernehme, als die Johannes Pauls II. und Paul VI.
Dies soll nicht dazu dienen… die Glaubenskongregation zu untergraben. Eine Ablehnung dieses Priesters
vom Bischof ist keine Ablehnung des katholischen Glaubens. Daß Levada sich nicht anders als seine anderen
neokonservativen Kollegen benommen hat im Umgang mit traditionsverbundenen Priestern, wundert mich aber
nicht. Ich finde es nur schön, daß kreuz.net diesem Buch Aufmerksamkeit verleiht. Ich hoffe unsere Evaluation
nach Levadas Amtszeit in der Glaubenskongregation wird besser sein. Wir können ihn nicht vorweg schon
abschreiben. Der Vergleich von Drewermann usw. mit diesen Priesterfällen wie von Didimus gemacht, ist
aber völlig ungepasst. Wo Drewermann usw. weiter funktionieren dürfen, zumindest deren Adepte, werden
Priester die lediglich nichts anderes tun als ein nie abgeschaffter Ritus zelebrieren vom eigenen Bischof
suspendiert und in den Medien verteufelt. Küng und Drewermann bekommen Preise. Traditionsverbundene Priester
werden oft körperlich krank von der Verfolgung die ihnen zu teil fällt.
Kein Einzelfall @Didimus Das im Artikel erwähnte Buch habe ich im letzten Sommer in englisch in Südostasien
von einem Priester zugesteckt bekommen, und in einem Zug gelesen. Es enthält die Erfharungsberichte von
14 Priestern aus dem englischen Sprachraum, darunter ein Monsignore, die NICHT bei der Piusbruderschaft
sind und heute alle ausschliesslich im überlieferten römischen Ritus zelebrieren. Das Buch bringt also
mehr, als einen Einzelfall an die Öffentlichkeit zu zerren. Im Gegenteil wird ein Muster sichtbar, das
sich etwa so zusammenfassen lässt: Weitum geschätzte, eifrige und respektierte Priester, welche in einem
inneren Auseinandersetzungsprozess zur Überzeugung kamen, dass ihre Spiritualität mit dem regelmässigen
Zelebrieren des alten röm. Ritus mehr vertieft wird und es wagten, dies auch offen zu sagen, erfuhren
von Seiten ihrer Oberen Kaltstellung und verloren gar ihre existenzielle Absicherung. Das Buch rüttelt
auf. Ich weiss nicht, ob es schon in Deutsch erschienen ist. Also kein Einzelfall!
Was soll dieser Beitrag bezwecken? Den Inhalt kann ich nicht beurteilen, dazu müßte man den Grundsatz
audiatur et altera pars berücksichtigen. Vom Stil her erinnert mich das stark an Boff, Drewermann u.
Co. – ich armer, armer Mensch wollte doch nur das Beste und der böse, böse Bischof etc. etc., schluchz,
heul… Soll mit der Einzelmeinung eines Priesters, der via Öffentlichkeit mit seinem ehemaligen Hirten
abrechnet die Autorität der Glaubenskongregation schon mal vorsorglich untergraben werden, noch bevor
der neue Präfekt sein Amt angetreten hat??