10:08:14 | Mittwoch, 27. Oktober 2010
Die vom Wiener Kardinal beschwörte „bewährte Vorgangsweise“ bei der Ernennung von Bischöfen besteht darin, daß nur weichgespülte Kandidaten ernannt werden, die dem Kardinal in den Kram passen.

Kardinal Schönborn weihte kürzlich Mons. Zsifkovics zum Bischof
© Pressefotos Bistum Eistenstadt(kreuz.net, Wien) Kardinal Christoph Schönborn von Wien will für die Schadenersatzzahlungen an angebliche
Homo-Mißbrauchsopfer „weder Unter- noch Obergrenzen“.
Das sagte er im Interview mit der österreichischen
Agentur ‘APA’.
Die Agentur hofft, daß der Kirchenfürst bei der Entschädigung „großzügig“ sein will.
Der Kardinal selber kann keine konkrete Gesamtsumme der Auszahlungen angeben, weil dafür „Anzahl und
Schwere“ der Fälle ausschlaggebend sei.
Die Stiftung ‘Opferschutz’ erhalte Geld „im erforderlichen Ausmaß“.
Es stamme von „Einkünften aus Vermietung und Verpachtung sowie aus Verkäufen von Liegenschaften“.
Bischofsweihe in Eisenstadt

© Pressebild: Diözese Eisenstadt/Rupprecht

© Pressebild: Diözese Eisenstadt/Rupprecht

©
Pressebild: Diözese Eisenstadt/Rupprecht

© Pressebild: Diözese Eisenstadt/Rupprecht

© Pressebild: Diözese
Eisenstadt/Rupprecht

© Pressebild: Diözese Eisenstadt/Rupprecht

© Pressebild: Diözese Eisenstadt/Rupprecht

©
Pressebild: Diözese Eisenstadt/Rupprecht

© Pressebild: Diözese Eisenstadt/Rupprecht

© Pressebild: Diözese
Eisenstadt/Rupprecht
Die „bewährte Vorgangsweise“ heißt sein WilleIm Interview verteidigt Kardinal
Schönborn auch die Ernennung von Bischof Ägidius Zsifkovics von Eisenstadt:
„Ich habe mit Interesse
gesehen, daß seine neuen priesterlichen Mitarbeiter alle ihre Verpflichtung als Pfarrer weiterhin wahrnehmen“ –
so Kardinal Schönborn.
Wie
bereits im Juli verteidigte der Kirchenfürst, daß bei der Ernennung von
Bischof Zsifkovics „die bewährte Vorgangsweise eingehalten“ worden sei.
Mit „bewährter Vorgangsweise“
meint der Kardinal seine persönlichen Einmischungen in die Bischofsernennungen seines Landes.
Das Ernennungsjahr
von Kardinal Schönborn: „annus horribilis“Im Interview erklärte Kardinal Schönborn auch seine geplante
Strukturreform in der Erzdiözese:
„Meine Hoffnung ist, daß es in Zukunft in der Erzdiözese Wien viel
mehr ‘Gemeinden’ geben wird als heute.“
Dabei soll es sich nicht um Pfarrgemeinden im kirchenrechtlichen
Sinn handeln, sondern um bloße „Gemeinschaften von Menschen, die sich um Christus sammeln“.
Sie könnten
sich um Kleriker, Ordensleute oder auch einfache Laien scharen.
Auch Laien könnten Gemeinschaften leiten.
Ein Priester müsse offenbar nur noch auf dem Papier „letztverantwortlich“ sein und nicht unbedingt vor
Ort wohnen.
Das Jahr 1995, als er selber
Nachfolger von Kardinal Hans Hermann Groer und damit Erzbischof
von Wien wurde, nennt Kardinal Schönborn in dem Interview in weiser Selbsterkenntnis als „annus horribilis“.
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#7
Martin von Porres † 00:08:30 | Donnerstag, 28. Oktober 2010
#6
Ehrenmann 23:38:18 | Mittwoch, 27. Oktober 2010
#5
Martin von Porres † 23:09:25 | Mittwoch, 27. Oktober 2010
#4
Evelynn van der Meer 23:01:57 | Mittwoch, 27. Oktober 2010
#3
Prof Rempremmerding 20:07:44 | Mittwoch, 27. Oktober 2010
#2
Martin von Porres † 13:41:17 | Mittwoch, 27. Oktober 2010
#1
matt3 10:45:32 | Mittwoch, 27. Oktober 2010