Gomorrhismus
Es ist diskriminierend, Homo-Konkubinate staatlich zu privilegieren
Weihbischof Mons. Peter Henrici von Chur (77) fand in einem Interview klare Worte gegen die staatliche Anerkennung von Homo-Konkubinaten. Der Journalist, der die Fragen stellte, war den scharfen Argumenten des Bischofs nicht immer gewachsen.
(kreuz.net, Chur) Der Jesuit und emeritierte Weihbischof äußerte sich im Vorfeld der Schweizer Abstimmung über die staatliche Privilegierung von Homo-Konkubinaten. Er sprach mit einem Journalisten der in Chur erscheinenden Lokalzeitung „Südostschweiz“.

Weihbischof Henrici war von 1959-1993 Professor für neuere Philosophiegeschichte an der römischen Jesuitenuniversität Gregoriana. 1993 wurde er direkt von Papst Johannes Paul II. als Weihbischof der Diözese Chur eingesetzt.

In seinen ersten Jahren als Weihbischof arbeitete er maßgebend und erfolgreich an der Absetzung des damaligen Bischofs von Chur, Mons. Wolfgang Haas. Mons. Henrici ist ein Cousin des Schweizer Theologen Hans-Urs von Balthasar († 1988).

Wie er, der auf seiner Homepage als „weltoffen“ vorgestellt werde, die staatliche Privilegierung von Homo-Konkubinaten ablehnen könne, versucht der Journalist einen provokativen Anfang.

Mons. Henrici bleibt sachlich: Die Schweizer Bischöfe erachteten das drohende Gesetz als „gesellschaftspolitisch falsch“ und „unklug“. Man sei gegen ein eheähnliches Partnerschaftsgesetz.

Die Behauptung, daß es bei der Gesetzesvorlage nicht um eine eheähnliche Registrierung gehe, sei Abstimmungsrhetorik.

Es wäre auch nur eine Frage der Zeit, bis die derzeit noch abgelehnte Forderung noch Adoption und künstlicher Befruchtung durchgesetzt würde.

Der Staat habe Gründe und Interessen die Ehe – und nicht Homo-Konkubinate – zu privilegieren. Denn der Zweck der Ehe sei die Gründung einer Familie: „Ohne nachwachsende Staatsbürger gibt es keinen Staat.“

Einen vergleichbaren Grund, um Homo-Konkubinate zu privilegieren, gebe es nicht.

Gleichgeschlechtliche Partnerschaften stünden vor dem Staat auf derselben Stufe wie andere Personen, die gemeinsam im selben Haushalt wohnen, erklärt der Weihbischof weiter.

Er denke an Patienten und ihre Pfleger, an einen Pfarrer und seine Haushälterin oder an verschiedene religiöse Gemeinschaften.

Wenn man Homo-Konkubinate gegenüber solchen Personen privilegieren und sie als eheähnlich behandeln würde, wäre das wieder eine neue Diskriminierung, urteilt Mons. Henrici scharf.

Ob aber der Unterschied nicht darin bestehe, daß bei Homo-Paaren „die Liebe das verbindende Element sei“, fragt der Journalist eilig.

„Die Liebe zu regeln ist keine Staatsaufgabe“, kontert der Bischof.

Der Staat hätte keinen Grund, die Ehe zu privilegieren, wenn es darin nur um die Liebe ginge: „Der Staat privilegiert die Ehe, weil es um die Familie geht.“

Der Weihbischof macht deshalb einen vernünftigen alternativen Gesetzesvorschlag:

„Wenn eine Regelung für im gleichen Haushalt lebende Personen zur Diskussion stünde und gleichzeitig die Familie noch mehr privilegiert würde, dann würden wir aus ganzem Herzen Ja sagen.“

Die Bischöfe seien dafür, daß nicht begründbare Rechtsunterschiede abgeschafft würden. Gleichzeitig dürfe man zwischen Homo-Paaren und anderen Personen, die im selben Haushalt wohnen, keine neuen Rechtsunterschiede schaffen.

Wie die Kirche „die Liebe“ zwischen Menschen des gleichen Geschlechtes grundsätzlich bewerte, weicht der Journalist vom Thema ab.

Der Jesuit findet die richtige scholastische Unterscheidung schnell: Liebe zwischen gleichgeschlechtlichen Menschen sei durchaus legitim. Unnatürlich sei dagegen der gleichgeschlechtliche Sexualverkehr.

Der Journalist flüchtet sich an die Oberfläche: Ob die Kirche nicht Gefahr laufe, mit „überholten Moralvorstellungen“ viel Wohlwollen zu zerstören, daß sich zum Beispiel beim Begräbnis von Johannes Paul II. gezeigt habe.

„Wohlwollen“ – antwortet Mons. Henrici – „kann nicht das Ziel der Kirche sein. Sie muß vielmehr ihre Überzeugung vertreten.“ Christus sei auch nicht auf viel Wohlwollen gestoßen.

Nach dieser Antwort verliert sich der Journalist ganz in die Umstände: Ob sich die Kirche im Kreis der angeblich anrüchigen Gegner der Homo-Vorlage unwohl fühle?

„Das interessiert mich nicht“ schneidet der Bischof kurz: Es gehe in der Frage nicht um heilige oder unheilige Allianzen sondern um Argumente.

Die Homosexualität sei in den letzten Jahren zu einer gesellschaftspolitischen Kampfparole geworden.

„Jetzt werden die Homosexuellen zu Diskriminierten erklärt, die befreit werden müssen. Zunächst waren es die Proletarier, dann die Dritte Welt – die unterdessen sanft vergessen worden ist –, anschließend die Frauen und jetzt die Homosexuellen.“
      
13 Lesermeinungen
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#13   Pater Lingen   21:29:15 | Samstag, 23. Juni 2007
Henry Helveticus
In seinen ersten Jahren als Weihbischof arbeitete er maßgebend und erfolgreich an der Absetzung des damaligen Bischofs von Chur, Mons. Wolfgang Haas.
Was für ein Quark! Wie kann man sich von diesem Schattenboxen blenden lassen?!
Zu Henrici: Der ist eine totale Niete. Ich weiß das sogar aus direkter Erfahrung – ich habe mal ein „Seminar“ bei ihm besucht. Henrici schwört auf Blondel, der bekanntlich für theologische Argumentation absolut unbrauchbar ist (s. die Fachliteratur). Als ich das vor der Seminargemeinschaft dargelegt habe, wurde Henrici extrem grantig und heulte sich vor Wolfgang Haas über mich aus.
Jämmerlich!
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#12   Ydefix   00:39:09 | Samstag, 23. Juni 2007
@Ultramontanus:
Genau, danke für die Korrektur!
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#11   Ultramontanus   00:37:51 | Samstag, 23. Juni 2007
@Daniel:
Sie meinten Wohl „Henrici“.
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#10   Ydefix   00:34:11 | Samstag, 23. Juni 2007
Heinrici:
„Wenn eine Regelung für im gleichen Haushalt lebende Personen zur Diskussion stünde und gleichzeitig die Familie noch mehr privilegiert würde, dann würden wir aus ganzem Herzen Ja sagen.“
Im Klartext: Auch zu einer „Regelung“ im Bezug auf „im gleichen Haushalt“ lebenden Homosexuellen würde Heinrici grundsätzlich „aus ganzem Herzen Ja sagen“.
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#9   Berengeria   15:12:16 | Freitag, 20. Mai 2005
Die unterste Stufe
Daß die Kirche – Papst und viele Bischöfe – sich gegen Abtreibung, Homosexualität, Euthanasie u. dgl. wenden, ist eigentlich das Geringste, ws man von der Hierarchie der Katholischen Kirche erwarten kann. Es ist die „unterste Stufe“.
Manchmal hat es den Anschein, was ob die Amtsträger bewußt auif dieser Stufe bleiben wollen und ihre Laxheit in schwerwiegenderen kircheninternen Problemen damit verdrängen und entschuldigen. Wäre es nicht angebracht, gegen Häretiker in den eigenen Reihen, gegen liturgische Mißbräuche etc. ebenso entschieden vorzugeben, damit die Kirche nicht von innen ausgehöhlt wird?
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#8   GerdEric   10:17:30 | Freitag, 20. Mai 2005
Liebe Stimme aus dem Tradiland
natürlich sollte es keine private Nachricht werden:-(
Nochmals:
Was der kopflose Petrus träumte,
zu einer Zeit,
als er doch von Jesus verlassen war,
kann ich nur als Hilflosigkeit abtun.
Wenn Jesus Gott gewesen wäre,
dann hätte er sich schon die Zeit nehmen müssen, und das gleich vor Ort klären können und müssen.
und Paulus fand eine kopflose Gemeinschaft,
in der sich viel Volk sammelte,
ohne genau zu wissen,
wohin es geht.
So ist es auch nicht verwunderlich,
dass Paulus die Apostel verdrängte,
die Macht an sich riss.
Petrus taugte nur zur Staffage.
Die Speisegebote sind Opfervorschriften,
ähnlich wie es mit den Hostien ist
(mir ist der katholische Begriff nicht geläufig).
Sie sind etwas heiliges,
etwas Gottbestimmtes,
nichts beliebiges.
Insofern sind die Speisegebote Eins zu setzen mit dem Verbot der Homosexualität.
entweder oder!
Ich bedanke mich für Deine herzliche Antwort,
Du hast Recht,
ich bin ungebildet und weit von Deiner Erleuchtung,
nie werde ich Deine Ebene erreichen…
aber glaube mir,
vor Dir werde ich mich nicht beugen!
wer sagte das noch?
wer der Erste ist,
wird der Letzte sein?
Siehst Du,
nicht mal das weiss ich
:-((
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#7   Stimme aus dem Tradiland   09:59:40 | Freitag, 20. Mai 2005
Speisegebot mit Homosexualität in eins zu setzen
ist an sich schon ein Unfug. Dass die jüdischen Speisegebote für die Heidenchristen nicht gelten, das ist schon im Neuen Testament wiederholt festgehalten, von der Vision des Hl. Petrus in der Apostelgeschichte über das Apostelkonzil in Jerusalem (ibidem) bis zu den Ausführungen des Hl. Paulus in seinen Briefen.
Wenn Sie sonst nichts mehr beizutragen haben, lieber GerdEric, dann lassen Sie es lieber…
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#6   GerdEric   09:17:47 | Freitag, 20. Mai 2005
liebe Stimme,
ich kann mich nicht erinnern,
dass Jesus den Auftrag erteilte,
dass man sich nur um den Splitter im Auge das Anderen kümmern soll,
sondern um den Balken im eigenen…
Und wie gesagt,
entweder alle Gebote,
oder auch das fällt.
kein Jota,
heisst auch,
auch die Speisegebote müssen eingehalten werden,
sonst ist auch da Gebot hinfällig.
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#5   Stimme aus dem Tradiland   08:59:44 | Freitag, 20. Mai 2005
Die Seele geht dorthin, wo der Körper hingeht
Geht der Körper in die Irre, dann auch die Seele. Es gibt zwei Hauptarten, das ewige Leben zu verlieren: Die einen, die ihre Sinne und Leidenschaften nicht zügeln, die anderen wegen ihres Stolzes. Die Homosexuellen vereinen beide Elemente in sich, sind also in besonderer Gefahr. Wenn also die Hl. Kirche sich besonders der Irrungen der Menschen mit sexuellem Bezug annimmt, so tut sie dies mit Blick auf das Seelenheil derselben.
Die Hl. Kirche sollte uns aber gerade zum ewigen Leben führen, das ist ihre Aufgabe, der Grund ihrer Existenz und Einsetzung durch Christus! Ihr das zum Vorwurf zu machen, ist unsinnig.
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#4   GerdEric   07:21:49 | Freitag, 20. Mai 2005
Mir scheint
dass gerade dieses Thema sich un-heimlich eignet,
von den Unzulänglichkeiten auf den Hausthemen abzulenken.
Solange Anderes derart wichtig ist,
dass der wirkliche Auftrag in den Hintergrung tritt.
„Mensch, es ist dir gesagt, was gut ist!“
Dieser biblische Satz sagt alles,
und es bedarf keiner weltlichen Gestze,
diesen AUftrag durch zu setzen,
denn wer die Gebote GOTTes nur ausübt,
hält,
weil es staatlich belegt wird,
dient nicht GOTT.
Die,
die ständig auf die,
durch die biblischen Gebote sanktionierte Homosexualität hinweisen,
lenken nur davon ab,
dass sie ihren Auftrag,
in keinster Weise erfüllen wollen!
Wer die Gebote GOTTes verworfen hat,
und seien es nur die Speisegebote,
hat kein Recht,
anderen andere Gebote vorzuhalten…
dein Ja sein ein Ja!
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#3   methusalix †   02:49:21 | Freitag, 20. Mai 2005
Krieg um die Wahrheit?
Warum starren wir Katholiken bei den Menschen immer nur auf den Unterleib? Ist die Sexualität unserer Schwestern und Brüder wirklich DAS Thema für uns?
Der HErr schaut immer in unser Herz! Und wir sollten uns VIEL MEHR um die wirklichen Sorgen und Nöte unserer Mitmenschen kümmern und nicht den bequemsten Weg gehen, den wir sehen: andere zu verurteilen und zu richten.
Gelobt sei Jesus Christus!
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#2   sttn   16:51:35 | Donnerstag, 19. Mai 2005
Römer …
Ich mag Römer 1 auch. Wobei ich es sehr schade finde das man immer nur bestimmte Teile herauspickt und dabei überversieht um was es wirklich geht.
Paulus hat eigentlich mehr verdient…
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#1   Anonymus   13:09:30 | Donnerstag, 19. Mai 2005
Den Abgrund erkennen
Den Abgrund erkennen
Denn sowohl ihre Weiber haben den natürlichen Gebrauch in
den unnatürlichen verwandelt, als auch gleicherweise die
Männer, den natürlichen Gebrauch des Weibes verlassend in
ihrer Wollust zueinander entbrannt sind, indem sie Männer
mit Männer Schande trieben und den gebührenden Lohn ihrer
Verirrung an sich selbst empfingen.
Zwar kennen sie die göttliche Rechtsordnung und wissen,
daß jene den Tod verdienen, die solches treiben, dennoch
tun sie es nicht nur selbst, sondern zollen auch denen noch
Beifall, die solches treiben.
Gib den Brüder und Schwestern die Kraft Deiner Gnade,
dieser widernatürlichen Sünde zu widerstehen !
Redaktion benachrichtigen
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