Kinderschlachtung
Ein Kardinal steht in der ersten Reihe
Österreich erlebt in zwei Wochen die größte Lebens-Kundgebung seiner Abtreibungsgeschichte: Die Schlachterei der ungeborenen Kinder muß aufhören. Die Sensation: Unter den Lebensschützern befindet sich auch ein Kardinal.
(kreuz.net, Linz) Seit dreißig Jahren bringt die Kinderabtreibung Gewalt, Tod und unschuldiges Blut über Österreich. Ungeborene Kinder werden verachtet, entrechtet, diskriminiert und eliminiert.

Seit der Einführung dieser gottlosen Schlächterei durch die Sozialisten sind alleine in Österreich 1,5 bis 2 Millionen Kleinkinder den Abtreibern zum Opfer gefallen.

Am Samstag in zwei Wochen findet in Linz ein friedlicher Volksaufstand gegen diese Form der Gewalt gegen Kinder statt. Der Volksaufstand für das Leben ist der größte in der Abtreibungsgeschichte des Landes. Linz ist die Hauptstadt des Bundeslandes Oberösterreich.

Seit drei Jahrzehnten wird das Recht der Österreicher auf Leben abgetrieben. Der Veranstaltung der Großdemonstration – die Initiative ‘Recht auf Leben’ – verkündet darum eine klare Botschaft: Die Schlachterei muß aufhören – den Kindern sind die Bürgerrechte zurückzugeben.

Die Initiative ist ein Zusammenschluß zahlreicher christlicher Organisationen und Persönlichkeiten, die für die Menschenwürde und gegen die Kinderabtreibung eintreten.

An der Demonstration wird auch Leo Kardinal Scheffczyk teilnehmen. Seine 85 Jahre sind für ihn kein Vorwand, zuhause zu bleiben. Kardinal Scheffczyk ist emeritierter Professor für dogmatische Theologie an der Universität München.

Der Kardinal wird im Anschluß an die Groß-Kundgebung im Linzer Dom die Heilige Messe zelebrieren.

In einem Flugblatt fordert der Veranstalter das Lebensrecht für jeden Menschen, Gesetzesschutz für Ungeborene und Hilfe für schwangere Mütter.

Norbert Steinacher, Generalsekretär der „Jugend für das Leben“ erklärt, daß man zur Kinderabtreibung niemals schweigen werde.

Die „Jugend für das Leben“ ist eine österreichweit agierende Lebensschutz-Organisation, die ihren Hauptsitz in Linz hat.

„Wir wollen erreichen – so Steinacher –, daß die Würde jedes Menschen anerkannt wird.“ Mutterschaft, Erziehung und Familien müßten mehr geschätzt werden: „Kurz: Die ungerechten Abtreibungsgesetze müssen fallen.“

1973 – zwei Jahre vor der Einführung der Kinderabtreibung in Österreich – demonstrierten Tausende am Linzer Hauptplatz für das Leben und gegen die Kinderabtreibung.

Doch die damals regierenden Sozialisten ließen an ihrer Verachtung für die Schwächsten der Gesellschaft keinen Zweifel. Sie drückten die Kindertötung rücksichtslos durch.

Damals bekräftigten die oppositionelle ÖVP und FPÖ ihren festen Willen, die Kinderabtreibung nach einem Wahlsieg abzuschaffen.

„Und heute?“ – fragt die Initiative ‘Recht auf Leben’.

Die Zeiten haben sich geändert. ÖVP und FPÖ verhalten sich in Sachen Kinderabtreibung wie zwei gefügige Blockparteien der großen Sozialistischen Einheitspartei.

Die Konsequenzen für Österreich sind nach Aussage von ‘Recht auf Leben’ fatal.

Die Bevölkerung ist überaltert. Die Kinder fehlen der Wirtschaft. Das Pensionssystem schwankt. Geschändete Mütter leiden an einer erlittenen Abtreibung.

Die moderne Medizin macht Jagd auf behinderte Kinder oder sortiert Kinder nach Wunscheigenschaften.

Daß dieser Wahnsinn nicht von allen geteilt wird, beweist die Groß-Demonstration von ‘Recht auf Leben’ in Linz.

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4 Lesermeinungen
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#4   maria   20:07:11 | Dienstag, 24. Mai 2005
dank und bitte
Danke-Jugend für das Leben für eure erneute Initiative! schon in Salzburg im dez 2004 habt ihr euren Mut bei der Demo .bewiesen! Wir warten hier weiterhin auf DIE WENDE im LKH…und auch österreichweit! bitte betet alle weiterhin – es gibt inzwischen einen Gianna-Beretta-Molla Gebetskreis in SBG. Warten wir nicht auf die Bischöfe oder Priester! Es ist die Stunde der Laien – jeder kann an seinem Platz etwas bewirken:z.B. einfach den Mund aufmachen wenn es um die Kinder geht! Kinder sind wunderbar-rein-spontan-unschuldig-vertrauensvoll-hoffnungsvoll-lustig-fordernd-direkt-humorvoll-originell…was wäre wenn die Erwachsenen auch so wären?
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#3   methusalix †   02:15:58 | Samstag, 21. Mai 2005
andere Kampfmittel
Dreissig Jahre Brachial- und Brutalokampf, gegen die Abtreibung haben absolut nichts gebracht.
Wäre es da nicht an der Zeit, intelligentere Kampfmittel einzusetzen?
Ich hätte mir gewünscht, dass an dem Tag, als die Gesetze in Kraft getreten sind, der Chef der jeweiligen Bischofskonferenz vor die versammelte Presse getreten wäre und sagt:
„Die Bischöfe beschliessen gemeinsam, dass ab sofort keine Mutter oder werdende Mutter oder ihr Mann, die im Dienst der KK, oder einer ihr zugeordneten Organisation, stehen, diesen Arbeitsplatz, sofern sie es nicht selbst wollen, verlassen muss. Wir werden alle anderen Bedenken hintanstellen und diese Frauen und ihre Männer unter allen Umständen in Lohn und Brot halten, bis ihre Kinder volljährig sind. Gleichzeitig verkünden wir eine Haushaltssperre und entscheiden, dass, bis weitere Weisung erfolgt, nur noch Programme die direkt Kindern und Ihren Müttern zugute kommen, bedient werden dürfen. Die Planung von Mutter und Kind Heimen, die Schwangere und Mütter in Not und ihre Kinder aufnehmen und versorgen können ist bereits angelaufen. Wir bitten alle Katholiken alles dazu zu geben, was sie können, seien es finanzielle Mittel, passende Arbeitsplätze, Wohnungen oder direkte Hilfe, dass wir möglichst viele Heime dieser Art eröffnen können!“
Unlängst habe ich gehört, dass der Bischof von Salzburg solche Heime plant. Dreissig Jahre zu spät!
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#2   Athanasius   23:03:09 | Freitag, 20. Mai 2005
Aber
die Deutschen Bischöfe haben jahrelang Abtreibung offiziell geholfen mit ihren Scheinen. Dass der Vatikan diese noch nicht längst alle exkommuniziert hat und ausgetrieben, sagt mir genug.
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#1   Stimme aus dem Tradiland   13:37:13 | Freitag, 20. Mai 2005
Die Frage stellt sich natürlich,
wo werden die österreichischen Bischöfe sein, darunter Cardinal Schönborn und der Linzer Diözesanbischof bzw. – administrator Aichern, der ohnedies schon zurückgetreten ist? Schlimmer als irregeleitete Politiker sind Bischöfe wie Erzbischof Kothgasser von Salzburg und Cardinal Schönborn von Wien, die sich von der Lebensbewegung distanzieren. Den Verhütern von Aktion Leben und den Abtreibern der Caritas werden nach wie vor Mittel durch die österr. Bischofskonfernz gegeben, die wirklich katholischen Lebensschutzorganisationen gehen leer aus.
In Apotheken des Ordens der Barmherzigen Brüder wird die „Pille danach“, ein Abtreibungspräparat, vertrieben (so z.B. in Wien II, Taborstraße). Die „Barmherzigen Schwestern“ machen in Ried, Oberösterreich, Abtreibungsberatung („first love“). Die zwei erstgenannten Bischöfe hätten also allen Grund, ihre katholische Gesinnung gegen die Abtreibung – so sie eine solche haben – zu bezeugen!
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