17:47:42 | Freitag, 20. Mai 2005
Nein, nicht der berüchtigte Doktor aus den 40er Jahren, sondern ein südkoreanischer Biotechniker soll die Rede inspiriert haben, die der deutsche Bundeskanzler am 14. Juni halten will.
(kreuz.net, Berlin) Bundeskanzler Gerhard Schröder will Menschen im Embryonenstadium ihr Lebensrecht
entziehen.
Das berichtete die ‘Frankfurter Allgemeine Zeitung’ mit Berufung auf Regierungskreise.
Das
deutsche Embryonenschutzgesetz regelt auch die Zeugung von Kindern im Reagenzglas.
Der Mensch gilt vor
dem deutschen Gesetz – und dem gesunden Menschenverstand – als Embryo, sobald die befruchtete, menschliche
Eizelle vorliegt.
Die technische Produktion von sogenannten Klonen wird in Deutschland mit bis zu fünf
Jahren Gefängnis bestraft. Selbst eine versuchte Produktion ist strafbar.
Ein Klon ist eine im Labor
erzeugte Verdoppelung eines bereits existierenden Menschen, das heißt, ein künstlich produzierter Zwilling.
Gewöhnlich wird dieser Zwilling noch im Embryonenstadium getötet. Die Biotechniker haben es nämlich
auf seine Zellen abgesehen. Diese können angeblich für die Heilung bestimmter Krankheiten eingesetzt
werden.
Erste Klon-Erfolge wurden jüngst aus Südkorea gemeldet.
Diese Nachricht nimmt Bundeskanzler
Schröder jetzt zum Vorwand, um seinen Appetit auf Kinderzellen – als Gerücht vorerst – an die Öffentlichkeit
dringen zu lassen. Im Propagandajargon nennt man das Gewöhnungstaktik.
Die definitive Änderung der
deutschen Embryonengesetze soll im Fall eines sozialistischen Sieges bei den nächsten Bundestagswahlen
erfolgen. Diese finden im September 2006 statt.
Im Augenblick bereite der Kanzler seine Mitarbeiter und
Ministerien Schritt für Schritt auf eine Entrechtung der Menschen im Embryonenstadium vor.
Der Kanzler
wolle die Verleihung von Ehrendoktoraten an der Universität Göttingen als nächsten Anlaß nehmen, um
für die Produktion von Doppelmenschen und eine schrankenlose Forschung an Kinderzellen zu werben. Der
akademische Akt findet am 14. Juni statt.
Den SPD-Parteivorsitzenden habe Schröder schon auf seine Seite
gezogen. Der nächste politische Schritt wäre somit eine Fraktionsinitiative.
Der Kanzler setze aber
auch auf die Unterstützung von Wirtschaftsminister Wolfgang Clement, Forschungsministerin Edelgard Bulmahn
und Justizministerin Brigitte Zypries.
Derweil benützt Regierungssprecher Bela Anda die Salamitaktik.
Nein, Schröder strebe im Embryonenschutz keinen Kurswechsel an.
Gleichzeitig bestätigt der Sprecher
aber, daß der Kanzler eine lebensfeindlichere Haltung vertrete als die Mehrheit des Bundestags.
Der
Weihbischof von Augsburg, Mons. Anton Losinger, hat für den Gesinnungswandel Schröders seine eigene
Erklärung. Dem Kanzler gehe es vor allem um den Wirtschartsstandort Deutschland.
Bei der Frage der Erzeugung
von Doppelmenschen stehe aber – so der Weihbischof – zuerst die Menschenwürde auf dem Spiel.
Weihbischof
Losinger wurde erst kürzlich in den „Nationalen Ethikrat“ berufenen.
Der menschliche Embryo sei ein
Mensch und habe ein Recht auf einen vollen rechtlichen Schutz. Die Bundesrepublik müsse menschliches
Leben schützen.
Weihbischof Losinger forderte auch, auf unseriöse Heilungsversprechungen zu verzichten.
Erfolg oder Mißerfolg bei der therapeutischen Anwendung von Zellen getöteter Kinder seien nicht absehbar.
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#4
Benedikt 22:17:25 | Samstag, 21. Mai 2005
#3
methusalix † 01:42:49 | Samstag, 21. Mai 2005
#2
HippoDOCkrates 22:50:49 | Freitag, 20. Mai 2005
#1
Romulus 18:17:19 | Freitag, 20. Mai 2005