Gentechnik
„Zwillinge, Zwillinge“?
Nein, nicht der berüchtigte Doktor aus den 40er Jahren, sondern ein südkoreanischer Biotechniker soll die Rede inspiriert haben, die der deutsche Bundeskanzler am 14. Juni halten will.
(kreuz.net, Berlin) Bundeskanzler Gerhard Schröder will Menschen im Embryonenstadium ihr Lebensrecht entziehen.

Das berichtete die ‘Frankfurter Allgemeine Zeitung’ mit Berufung auf Regierungskreise.

Das deutsche Embryonenschutzgesetz regelt auch die Zeugung von Kindern im Reagenzglas.

Der Mensch gilt vor dem deutschen Gesetz – und dem gesunden Menschenverstand – als Embryo, sobald die befruchtete, menschliche Eizelle vorliegt.

Die technische Produktion von sogenannten Klonen wird in Deutschland mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft. Selbst eine versuchte Produktion ist strafbar.

Ein Klon ist eine im Labor erzeugte Verdoppelung eines bereits existierenden Menschen, das heißt, ein künstlich produzierter Zwilling.

Gewöhnlich wird dieser Zwilling noch im Embryonenstadium getötet. Die Biotechniker haben es nämlich auf seine Zellen abgesehen. Diese können angeblich für die Heilung bestimmter Krankheiten eingesetzt werden.

Erste Klon-Erfolge wurden jüngst aus Südkorea gemeldet.

Diese Nachricht nimmt Bundeskanzler Schröder jetzt zum Vorwand, um seinen Appetit auf Kinderzellen – als Gerücht vorerst – an die Öffentlichkeit dringen zu lassen. Im Propagandajargon nennt man das Gewöhnungstaktik.

Die definitive Änderung der deutschen Embryonengesetze soll im Fall eines sozialistischen Sieges bei den nächsten Bundestagswahlen erfolgen. Diese finden im September 2006 statt.

Im Augenblick bereite der Kanzler seine Mitarbeiter und Ministerien Schritt für Schritt auf eine Entrechtung der Menschen im Embryonenstadium vor.

Der Kanzler wolle die Verleihung von Ehrendoktoraten an der Universität Göttingen als nächsten Anlaß nehmen, um für die Produktion von Doppelmenschen und eine schrankenlose Forschung an Kinderzellen zu werben. Der akademische Akt findet am 14. Juni statt.

Den SPD-Parteivorsitzenden habe Schröder schon auf seine Seite gezogen. Der nächste politische Schritt wäre somit eine Fraktionsinitiative.

Der Kanzler setze aber auch auf die Unterstützung von Wirtschaftsminister Wolfgang Clement, Forschungsministerin Edelgard Bulmahn und Justizministerin Brigitte Zypries.

Derweil benützt Regierungssprecher Bela Anda die Salamitaktik. Nein, Schröder strebe im Embryonenschutz keinen Kurswechsel an.

Gleichzeitig bestätigt der Sprecher aber, daß der Kanzler eine lebensfeindlichere Haltung vertrete als die Mehrheit des Bundestags.

Der Weihbischof von Augsburg, Mons. Anton Losinger, hat für den Gesinnungswandel Schröders seine eigene Erklärung. Dem Kanzler gehe es vor allem um den Wirtschartsstandort Deutschland.

Bei der Frage der Erzeugung von Doppelmenschen stehe aber – so der Weihbischof – zuerst die Menschenwürde auf dem Spiel.

Weihbischof Losinger wurde erst kürzlich in den „Nationalen Ethikrat“ berufenen.

Der menschliche Embryo sei ein Mensch und habe ein Recht auf einen vollen rechtlichen Schutz. Die Bundesrepublik müsse menschliches Leben schützen.

Weihbischof Losinger forderte auch, auf unseriöse Heilungsversprechungen zu verzichten. Erfolg oder Mißerfolg bei der therapeutischen Anwendung von Zellen getöteter Kinder seien nicht absehbar.
      
4 Lesermeinungen
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#4   Benedikt   22:17:25 | Samstag, 21. Mai 2005
Kein Wunder…
… wenn sich sogar schon die sogenannten christlichen Parteien in Deutschland für den Embryonen“verbrauch“ einsetzen, dann darf ein wirklich nichts mehr wundern.
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#3   methusalix †   01:42:49 | Samstag, 21. Mai 2005
Embryonenschutzgesetz wird NICHT geändert!
Warum, um Christi Willen diese entsetzliche Hysterie? Den ganzen Tag über höre ich in den Nachrichten: Das Embyonenschutzgesetz, so wie es in Deutschland besteht, wir NICHT geändert!
Und jetzt? Sorgen wir bei der nächsten Wahl für einen anderen Kanzler, der es dann ändert? Wäre das besser?
Gelobt sei Jesus Christus!
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#2   HippoDOCkrates   22:50:49 | Freitag, 20. Mai 2005
Gehört Schröder zum Fürsten des Lichts oder der Dunkelheit?
Das muss jeder Christ für sich selbst erkennen!
Christ sein bedeutet immer als Gladiator in eine Arena zu gehen und immer weniger Messen zu feiern.
Die Welt ist ein Paradies, aber nicht das Gottes, wie in Hiob klar nachzulesen ist!
Aber eines muss man Kanzler Schröder zugute halten: Einen Göbbels hätte sich an ihm die Zähne ausgebissen. Unter Schröder hätte es ihn nie gegeben!
Michael Kreuscher
Allgemeinarzt
Kernbacher Strasse 15
35094 Lahntal-Caldern
Deutschland
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#1   Romulus   18:17:19 | Freitag, 20. Mai 2005
Was zu erwarten war
Ja, ja, da sieht man es wieder. Fürs Klonen sein, aber beim verstorbenen Papst JP II zum Requiem gehen und dem neuen etwas vorheucheln. Bendedikt XVI. durchschaut euer falsches Spiel, meine Herren in Europa!
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