Kinderschlachtung
Vom Runden Tisch ausgeschlossen
Die Bischöfe haben jahrelang geschlafen und die Zügel schleifen lassen. Jetzt haben sie keine Wahl mehr: Sie müssen schnell handeln. Von Dr. Josef Preßlmayer.
Webseite der Pro-Choice Vereinigung 'Aktion Leben'
Webseite der Pro-Choice Vereinigung ‘Aktion Leben’
(kreuz.net) Am Montag, dem 7. November, fand die letzte Sitzung des ‘Runden Tisches’ statt.

Der Runde Tisch ist eine Initiative für den Lebensschutz der Erzdiözese Wien.

Bei der jüngsten Sitzung verloren die Vertreter der ‘Aktion Leben Österreich’ ihren letzten Realitätsbezug.

Die ‘Aktion Leben’ ist eine Pro-Choice-Organisation, die schwangere Mütter todesoffen berät, die Abtreibungspille empfiehlt und Mütter an Kinderschlachthöfe weiterleitet.

Aktion Leben will Gehring ausschließen

Ihre Vertreter wollten den teilnehmenden Dr. Rudolf Gehring von den Gesprächen am Runden Tisch ausschließen.

Gehring ist der Vorsitzende der jungen ‘Christlichen Partei Österreichs’.

Als deren Spitzenkandidat verbuchte er bei der Wahl des österreichischen Bundespräsidenten einen großen Erfolg. Er konnte 5,4 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinigen.

Schon am 9. November wetterte Martina Kronthaler – die Generalsekretärin der ‘Aktion Leben’ – in einem Leserbrief an die Wiener Zeitung ‘Die Presse’ gegen Dr. Gehring sowie gegen die beiden Menschenrechtler, Diplomingenieur Andreas Kirchmair und Dr. Josef Preßlmayer.

Sie beschuldigt sie, „Verleumdungen“ zu verbreiten.

Dabei handelte es sich allerdings um Fakten, die unter „Dokumente“ im Internet-Auftritt der Petition ‘kath-prolife.at’ öffentlich belegt werden. Diese Petition fordert, daß sich die österreichischen Bischöfe moralisch und finanziell von den unmoralischen Machenschaften der ‘Aktion Leben’ distanzieren.

Selber in die Grube gefallen

Was hatte Dr. Gehring verbrochen, so daß sich der Zorn der Pro-Choice-Organisation Frau Kronthalers erneut gegen ihn entlud?

Er hat als Privatmann die Petition ‘kath-prolife.at’ an den Heiligen Vater unterzeichnet.

Doch bei dem jüngsten Schritt der ‘Aktion Leben’ gegen den Lebensschutz bewahrheitete sich das alte Sprichwort: „Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.“

Die Vorgangsweise der Pro-Choice-Organisation kehrte sich nämlich gegen diese selbst.

Sie wurde wegen ihres Verhaltens vom Runden Tisch ausgeschlossen

Die Initianten und Unterzeichner von ‘kath-prolife.at’ hatten nur von ihrem demokratischen Recht Gebrauch gemacht.

Sie kamen ihrer christlichen Pflicht nach und wandten sich an den Papst, um dem Ausmorden ungeborener Kinder im Mutterleib unter Mitwirkung der Kirche in Österreich ein Ende zu setzen.

Jetzt muß es sehr schnell gehen

Es ist zu hoffen, daß die Bischöfe Österreichs jetzt sehr schnell erkennen, daß die ‘Aktion Leben’ – die eine straffreie vorgeburtliche Kindstötung befürwortet – keine Berechtigung hat, aus Mitteln der Kirchensteuer unterstützt zu werden.

Wer der Auffassung ist, daß die Kirche keine Pro-Death-Organisation unterstützen soll, die für die Selektion im Mutterleib eintritt, möge die Petition ‘kath-prolife.at’ unterzeichnen.

Auf diese Weise kann er mithelfen, daß die Bischöfe in der Nachfolge Christi ihre segnenden Hände nicht weiter mit dem Blut unschuldiger Kinder besudeln.

Denn bezüglich ihrer gegenwärtigen Haltung zur ‘Aktion Leben’ gilt das Sprichwort: Mitgegangen mitgehangen.

Der Autor ist Gesundheitspsychologe und Kurator des 1. Europäischen Lebensschutz-Museums.
      
10 Lesermeinungen
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#12   Josef Preßlmayer   07:40:25 | Sonntag, 21. November 2010
„aus eigenem Antrieb (leider) nicht gekommen.“ Wer die „Aktion Leben“ und ihre übersteigerte
Selbsteinschätzung kennt – ich war selbst jahrelang Mitarbeiter, bis ich deren Doppelspiel nach Veröffentlich ihrer „Standortbestimmung 1989“ zum 50-jährigen Jubiläum durchschaute – weiß, dass die „Aktion Leben“, die sich bescheiden als „Die Lebensschutzbewegung Österreichs“ bezeichnet, nicht „aus eigenem Antrieb“ von einem Forum, das sie sehr gerne als Bühne ihrer „Fristenlösungs“-Propaganda benutzt, fernbleibt.
Hier eine Kostprobe der Gesprächskultur, welche die „Aktion Leben“ in einem Leserbrief an „Die Presse“, veröffentlicht am 9. 11. 2010 pflegt:
„Die „aktion leben“ läst sich von den Herren Preßlmayer, Kirchmair, Gehring und Co. sicher nicht ihren Einsatz für den Schutz des ungeborenen Lebens schlecht machen… Die Herren, die für die beispiellos hinterhältigen Verleumdungen gegen die „aktion leben“ verantwortlich sind, haben noch keinen zielführenden Beitrag für das Wohlergehen schwangerer Frauen geleistet“.
Kein zielführender Beitrag?
Ich habe jahrelang als Gehsteigberater vor Kliniken gearbeitet und eine mit Zwillingen schwangere Frau aufgenommen.
Was ist denn dann zielführend?
Etwa der Rat: „In Wien, wissen S’ eh, da gibts einen Fleischmarkt, da kann man das machen!“
Doch vielleicht kann uns Leser „Institorius“ Näheres über die Motive dieses Fernbleibens unterrichten, das er so bedauert!
Ich habe mich zwar im Datum verzählt, aber das 5. Gebot „Du sollst nicht töten! kenne ich noch!
Die neueste Entwicklung im „Hungerstreik“ wird demnächst hier veröffentlicht.
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#11   Mary Cruz   20:00:37 | Samstag, 20. November 2010
Wie lange muß die Protestaktion von Dr. Preßlmayer noch dauern,
bis der Apostolische Nuntius ihn herein bittet und mit ihm spricht?
Nun steht er schon fast drei Monate vor der Haustüre der Nuntiatur und Kardinal Schönborn läßt auch nichts verlautbaren, ob er sich endlich von der „Aktion Leben Österreich“ distanziert oder nicht.
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#10   Gallow   19:12:57 | Samstag, 20. November 2010
jetzt wirds wirklich lächerlich
da weist man nur darauf hin, daß der Ausstieg aus der Schwangerenberatung schon in Deutschland nichts gebracht hat und sogar das is der Redaktion zuviel der Wahrheit … :-D
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#7   Rodolfo Panetta   13:50:39 | Samstag, 20. November 2010
Solidarität mit Dr.Gehring und Dr.Preßlmayer!
Diese Petition muß jeder Katholik unterzeichnen. Wir brauchen eine Scheidung der Geister.
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#6   gelobtseijesus   12:48:53 | Samstag, 20. November 2010
Fakten, wie sie die +netten verbreiten
Schon am 9. November wetterte Martina Kronthaler – die Generalsekretärin der ‘Aktion Leben’ – in einem Leserbrief an die Wiener Zeitung ‘Die Presse’ gegen Dr. Gehring sowie gegen die beiden Menschenrechtler, Diplomingenieur Andreas Kirchmair und Dr. Josef Preßlmayer.
Sie beschuldigt sie, „Verleumdungen“ zu verbreiten.
Dabei handelte es sich allerdings um Fakten…
Wie die +netten mit „Fakten“ umgehen, kann jede(r) hier tagtäglich nachlesen. Faktum ist, dass der 7. November ein Sonntag war. ^-^
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#5   institorius   11:56:52 | Samstag, 20. November 2010
Kernspaltung sinnvoll?
Persönlich habe ich große Sympathie für die Aktion des Dr. Preßlmayer. Aber mit dem Holzhammer draufhauen ist auch nicht unbedingt gut katholisch. Wenn sich die (wenigen) Lebensschutzbewegungen gegenseitig bekämpfen und eine Kernspaltung und Zersplitterung einsetzt, bringt uns das politisch und gesellschaftlich null weiter.
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#4   monens   11:56:24 | Samstag, 20. November 2010
„Aktion Leben“ schon längst zur „Aktion Unterstützung des Kultes des Todes“ mutiert
Wie lange muss es noch dauern, bis sich die Verantworlichen in der oesterreichischen Kirche von dieser sog. „Beratungsorganisation Aktion Leben“ unmissverständlich distanziert ? Welch ein klägliches Bild wird hier vermittelt ? „Ergebnisoffene“ Beratung von Schwangeren mit der Option auf Mord des ungeborenen Kindes per Lizenz zum Töten ( auch „Berantungsschein“ genannt ) soll als angebl. „katholische“ Beratung aufgetischt werden; die „Befürwortung“ der Fristen-End-Lösung sowie offenbar auch die „Weiterreichung“ von Adressen von „Kliniken“ zur Ermordung von ungeborenen Kindern „inklusive“; wo bleibt hier die Vermittlung der Unantastbarkeit der Heiligkeit des Lebens ?
www.razyboard.com/…07907-5936925-0.html
Die Verfolgung des geheimnisvollen Leibes Christi geschieht bereits unverhohlen durch dessen eigene Glieder; die Krummbiegung und „Relativierung“ der unfehlbaren Kirchenlehre bemäntelt sich gerne mit dem Schein des „Anständigen“ und hängt sich den Orden der wahrheitsfeindlichen angebl. „Humanität“ um; in Wirklichkeit aber sind es Erkennungszeichen für die Feindschaft gegenüber der Wahrheit Jesus Christus; Jesus Christus und die Kirche und ihre unfehlbare Lehre sind eins; eine wie auch immer versuchte künstliche „Trennung“ ist unmöglich
www.razyboard.com/…07888-5973405-0.html
„Akion Leben“, warum verfolgen Sie die Wahrheit Jesus Christus ?
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#3   Mi.cha.el   11:12:01 | Samstag, 20. November 2010
@institorius: Richtig!
Sie haben den Text aufmerksam gelesen und die Aktion Leben konnte zum Runden Tisch für Lebensschutz nicht kommen, solange sie ja noch Bescheinigungen als Hilfe zum Töten ausstellt!
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#2   bassman   10:53:53 | Samstag, 20. November 2010
Falsch?
Also im k.netschen Sinne die Wahrheit und nichts als die Wahrheit was hier steht! ;-)
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#1   institorius   10:43:24 | Samstag, 20. November 2010
Falsch und Falsch
Die Sitzung war am 8.11. und die AL wurde nicht ausgeschlossen sondern ist aus eigenem Antrieb (leider) nicht gekommen.
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