15:51:45 | Montag, 29. November 2010
Der mündige Verbraucher achtet in anderen Konsumbereichen darauf, sich das Unnötige nicht aufzwingen zu lassen. Dagegen treibt die Therapieindustrie jedes Hinterfragen mit der moralischen Keule aus.
(kreuz.net) Wenn intelligente Menschen im Zusammenhang mit der Mißbrauchs-Hysterie Opfer von Fehlschlüssen
durch verzerrte Stichproben werden und auf Einzelfällen basierende Vorurteile hartnäckig wiederholen,
dann geschieht das, „weil man diese Fehler braucht“.
Das bemerkte der Psychologe Boris Kotchoubey (57)
in einem Artikel für die Webseite ‘ novo-argumente.com’ am 12. September.
Kotchoubey ist Professor am
Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie an der Universität Tübingen.
Viele
halten sich für psychisch angeschlagenDer Psychologe kommentiert in dem Artikel die Mißbrauchs-Hysterie,
die in diesem Jahr über Deutschland hinwegfegte.
Er kommt auf deren Ausgangspunkt zu sprechen: „Die
wirtschaftliche Existenz vieler beruflicher Gruppen, vor allem der klinischen Psychologen, basiert darauf,
daß viele Menschen meinen, sie hätten schwerwiegende psychische Probleme.“
Das wird nach Kotchoubey
von Interessengruppen ausgenutzt und bildet die „Grundlage für eine Mißbrauchsindustrie“.
Kotchoubey
bezeichnet sie als eine „blühende Technologiebranche, die davon lebt, daß Menschen sich für verletzlich,
krank, von frühkindlichen Erfahrungen determiniert, unfähig und unselbstständig halten.“
Hinterfragen
streng verbotenDer Psychologe will nicht unterstellen, daß Therapeuten, Anwälte, Journalisten und
Seelsorger nur an ihren eigenen Profit denken:
„Ich konstatiere lediglich, daß sie an der Propaganda
vom Menschen, der ohne professionelle Hilfe kaum überlebensfähig ist, sowie von einer Gesellschaft,
in der hinter jeder Ecke eine Gefahr droht, objektiv interessiert sind.“
Für Kotchoubey ist diese Aussage
so trivial wie die Behauptung, daß die Computerindustrie an der möglichst flächendeckenden Computerisierung
von Produktionsprozessen interessiert ist.
Doch Kotchoubey weist auf einen Unterschied:
„Während wir
in anderen Konsumbereichen darauf achten, uns nicht das Unnötige aufzwingen zu lassen – »Brauche ich
das wirklich?«, lautet die ständige Frage eines mündigen Verbrauchers –, versucht die Therapieindustrie,
uns mit der moralischen Keule das Hinterfragen auszutreiben.“
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Guntram 13:38:24 | Mittwoch, 8. Dezember 2010
#16
VideruntOmnes 20:40:16 | Montag, 29. November 2010
#15
dangermouse † 19:55:25 | Montag, 29. November 2010
#14
Jubärens 19:40:49 | Montag, 29. November 2010
#13
Blechtonne † 19:24:34 | Montag, 29. November 2010
#12
Shogun (ehemals Samurai) 18:43:51 | Montag, 29. November 2010
#11
Kreuznetter † 18:37:56 | Montag, 29. November 2010
#10
Wunderbares Bistum Trier † 18:18:37 | Montag, 29. November 2010
#8
DerRabe 17:29:16 | Montag, 29. November 2010
#7
Ein treuer Christ 17:00:41 | Montag, 29. November 2010
#6
Domenico Tuttisanti 17:00:02 | Montag, 29. November 2010
#5
matt3 16:54:49 | Montag, 29. November 2010
#4
Evelynn van der Meer 16:37:26 | Montag, 29. November 2010
#3
Domenico Tuttisanti 16:30:07 | Montag, 29. November 2010
#2
Evelynn van der Meer 16:17:35 | Montag, 29. November 2010
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DerRabe 16:04:55 | Montag, 29. November 2010