Paedophilie
Die Mißbrauchsindustrie ist eine blühende Technologiebranche
Der mündige Verbraucher achtet in anderen Konsumbereichen darauf, sich das Unnötige nicht aufzwingen zu lassen. Dagegen treibt die Therapieindustrie jedes Hinterfragen mit der moralischen Keule aus.
© miuenski, CC
(kreuz.net) Wenn intelligente Menschen im Zusammenhang mit der Mißbrauchs-Hysterie Opfer von Fehlschlüssen durch verzerrte Stichproben werden und auf Einzelfällen basierende Vorurteile hartnäckig wiederholen, dann geschieht das, „weil man diese Fehler braucht“.

Das bemerkte der Psychologe Boris Kotchoubey (57) in einem Artikel für die Webseite ‘ novo-argumente.com’ am 12. September.

Kotchoubey ist Professor am Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie an der Universität Tübingen.

Viele halten sich für psychisch angeschlagen

Der Psychologe kommentiert in dem Artikel die Mißbrauchs-Hysterie, die in diesem Jahr über Deutschland hinwegfegte.

Er kommt auf deren Ausgangspunkt zu sprechen: „Die wirtschaftliche Existenz vieler beruflicher Gruppen, vor allem der klinischen Psychologen, basiert darauf, daß viele Menschen meinen, sie hätten schwerwiegende psychische Probleme.“

Das wird nach Kotchoubey von Interessengruppen ausgenutzt und bildet die „Grundlage für eine Mißbrauchsindustrie“.

Kotchoubey bezeichnet sie als eine „blühende Technologiebranche, die davon lebt, daß Menschen sich für verletzlich, krank, von frühkindlichen Erfahrungen determiniert, unfähig und unselbstständig halten.“

Hinterfragen streng verboten

Der Psychologe will nicht unterstellen, daß Therapeuten, Anwälte, Journalisten und Seelsorger nur an ihren eigenen Profit denken:

„Ich konstatiere lediglich, daß sie an der Propaganda vom Menschen, der ohne professionelle Hilfe kaum überlebensfähig ist, sowie von einer Gesellschaft, in der hinter jeder Ecke eine Gefahr droht, objektiv interessiert sind.“

Für Kotchoubey ist diese Aussage so trivial wie die Behauptung, daß die Computerindustrie an der möglichst flächendeckenden Computerisierung von Produktionsprozessen interessiert ist.

Doch Kotchoubey weist auf einen Unterschied:

„Während wir in anderen Konsumbereichen darauf achten, uns nicht das Unnötige aufzwingen zu lassen – »Brauche ich das wirklich?«, lautet die ständige Frage eines mündigen Verbrauchers –, versucht die Therapieindustrie, uns mit der moralischen Keule das Hinterfragen auszutreiben.“
Der Artikel ist Teil der folgenden Reihe:
1. Nach fünf Wochen war der Spuk vorbei 2. Der Priester hat jetzt das deutsche Monopol für Kindermißbrauch 3. Das Mißbrauchs-Opfer wird als passiver Spielball äußerer Kräfte stilisiert
4. Die Mißbrauchsindustrie ist eine blühende Technologiebranche
5. Sexuelle Mißbräuche werden häufig von Psychologen suggeriert
      
17 Lesermeinungen
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#31   Guntram   13:38:24 | Mittwoch, 8. Dezember 2010
Fachmann
sie scheinen ja als Fachmann zu referieren… So wie sie über katholische Positionen Kübeln von Mist ausschütten.
Maria mit dem Kinde lieb – uns allen Deinen Segen gib!
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#16   VideruntOmnes   20:40:16 | Montag, 29. November 2010
„Es wurde schon von anderen angemerkt,
dass sich diejenigen, die das Wort „Missbrauch“ am häufigsten in den Mund nahmen, keinesfalls fragten, was dieses Wort eigentlich bedeutet.“
Bravo, Herr Kotchoubey, danke :-)!
Hört endlich auf mit der Wörterschlacht!
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#15   dangermouse †   19:55:25 | Montag, 29. November 2010
Christliche Fachkräfte nicht willkommen
info.kopp-verlag.de/…icht-willkommen.html
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#14   Jubärens   19:40:49 | Montag, 29. November 2010
Der Tod ist ein Meister des Kapitalismus
Das was Sie zu Anfang ihres Beitrags gesagt haben, matt3, die Missbrauchsthematik von der Therapeutenkritik zu entkoppeln, das sollten Sie auch bei dem Bezug der Theropeuten mit dem Kapitalismus tun.
Können Sie Ihren bedeutungsschweren Satz mal konkretisieren und mit Beispielen belegen, ich kann mir unter solchen Folgeargumentationen wie „der Kapitalismus ist der Tod des Gemeinschaftswesens!“ nichts vorstellen.
„Die Vergötzung von Firmen, Produkten und Geldmitteln reduziert den Menschen selbst zum konsumierenden Arbeitssklaven… der Kapitalismus ist der Tod des Gemeinschaftswesens!“
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#13   Blechtonne †   19:24:34 | Montag, 29. November 2010
Viele wollen Kohle scheffeln
und ins Fernsehen. Das geht am einfachsten, indem die katholische kirche beschuldigt wird.
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#12   Shogun (ehemals Samurai)   18:43:51 | Montag, 29. November 2010
kreuz.net und kritisches Hinterfragen?
Warum soll man hinterfragen, was von der FSSPX oder aus dem Anton-Schmidt-Verlag stammt?
Sofern nicht „antikatholische modernistische Freimaurer-Jüdlinge“ der „V2-Konzils-Sekte“ dahinterstehen, sind die Informationen per se als absolut korrekt, sauber recherchiert und nichthinterfragbar zu betrachten. ;-)
*Ironiemodus aus*
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#11   Kreuznetter †   18:37:56 | Montag, 29. November 2010
Hinterfragen streng verboten
„Während wir in anderen Konsumbereichen darauf achten, uns nicht das Unnötige aufzwingen zu lassen – »Brauche ich das wirklich?«, lautet die ständige Frage eines mündigen Verbrauchers –, versucht die Therapieindustrie, uns mit der moralischen Keule das Hinterfragen auszutreiben.“
Kennt man das als regelmäßiger kreuz.net-Leser nicht von irgendwoher? :-]
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#10   Wunderbares Bistum Trier †   18:18:37 | Montag, 29. November 2010
Hallo
Ich vermisse die unqualifizierten Beiträge unseres allwissenden Ruhrgebietler.
Er wird doch nicht vor lauter Hass gegen die Kirche gestorben sein. Oder hat er die Ruhr und kommt nicht von Sch…haus.
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#9   Ackermann in Trier ist klasse †   18:14:39 | Montag, 29. November 2010
Wer im Glashaus sitzt
Kürzlich publizierte die anonyme Webseite ‘Wikileaks’
Schon toll, wenn eine anonyme Seite eine andere Seite so abwertend als anonym bezeichnet.
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#8   DerRabe   17:29:16 | Montag, 29. November 2010
die verheißung des ewigen…
…lebens gilt hier vielen nur als vertröstung. sie halten wegen ihrem eigenen unglauben die verinnerlichung des menschen, das gebet, die buße, die treue, die demut für reinen blödsinn den es wie den teufel aus allen mesnchen auszutreiben gilt. darum höhnen sie alles zu tode und trampeln wie die säue auf den kostbarsten perlen herum.
wehe ihnen im gericht! wehe ihnen!!
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#7   Ein treuer Christ   17:00:41 | Montag, 29. November 2010
Die Kirche
ist kein Industriebetrieb!
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#6   Domenico Tuttisanti   17:00:02 | Montag, 29. November 2010
E.v.d.M.
Während der Missbrauchs-Hysterie ist in unverantwortlicher Weise der Eindruck erweckt worden, in der Kirche seien die Fälle von Kindesmissbrauch besonders häufig oder überrepräsentiert. Kaum eine Anmoderation im Frühstücksfernsehen verzichtete auf die Formulierung: „Schon wieder ein Fall von sexuellem Missbrauch in der katholischen …“ usw., auch wenn es sich um Jahrzehnte zurückliegende und z.T. zweifelhafte Missbrauchsfälle handelte. Schon damals hatte einer der bedeutendsten Forensiker in Deutschland zur Mässigung gemahnt: siehe hier www.kreuz.net/article.10925.html!
Es bringt tatsächlich nichts, sich reinwaschen zu wollen. Man sollte aber auch nicht in einen falschen Busseifer verfallen und – soz. auf Verdacht – Sünden bekennen, die nicht begangen wurden oder tiefschwarz zu malen, wo eher Grautöne angebracht sind!
In diese Richtung geht offenbar die Wortmeldung des Heildelberger Psychologen.
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#5   matt3   16:54:49 | Montag, 29. November 2010
entkoppeln…
wir das mal von der Mißbrauchsthematik, denn sonst müsste man hier wieder gegenreden. Ich bin aber auch der Meinung, dass Enschädigungszahlungen als reines Schmerzensgeld direkt an die Opfer ausgezahlt werden sollten und nicht an irgendwelche Therapeuten.
Ich finde, dass Psychotherapeuten ziemlich unnötig sind und eher daran interessiert den Menschen Krankheiten zu suggerieren, damit es in der Kasse klingelt. Um den seelischen Nöten der Menschen wirklich glaubhaft entgegenzutreten, mangelt es ihnen an Aufrichtigkeit und einer gläubigen Grundeinstellung, die ihnen bereits durch die atheistische Prägung ihrs Studium verleidet wird.
Als Hauptschuldigen der Vereinsamung, auf die Rabe hingewiesen hat, sehe ich persönlich das privatwirtschaftliche System, das die mitmenschliche Kultur unterminiert, indem es sie für das schale Bestreben eines unternehmerischen Wettstreits auseinanderreisst und kaltblütig zerfährt. Die Vergötzung von Firmen, Produkten und Geldmitteln reduziert den Menschen selbst zum konsumierenden Arbeitssklaven… der Kapitalismus ist der Tod des Gemeinschaftswesens!
Die Psychologen, die ihre manipulativen Kenntnisse gerne für die Werbeindustrie einspannen lassen und uns das Heil der Produktgötzen predigen, sind dieselben, die dann den Menschen das Geld abknöpfen, wenn sie an diesem unmenschlichen, sinnentlerten Materiaismus zerbrechen.
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#4   Evelynn van der Meer   16:37:26 | Montag, 29. November 2010
Domenico: Na dann erweitere ich meinen Post von unten: „Missbrauchsindustrie“ als Begriff
zu übernehmen, soll das katholisch sein?
Darf sich eine Abtreiberin verteidigen, indem sie sagt:
– andere haben doppelt so viele Sünden oder noch mehr auf sich geladen
– meine Sünde wird von anderen hochgespielt
– meine Sünde ist sehr selten (z.B. nur 1 mal)
– meine Sünde ist angeblich (z.B. weil mir nichts nachgewisen werden konnte, meine Stricknadeln sowie mein Tagebuch vernichtet sind)
– Ich halte mich nicht (wie die vom Heidelberger Psychologen beschrieben Menschen) für verletzlich, krank, von frühkindlichen Erfahrungen determiniert, unfähig und unselbstständig ?
So eine Verteidigung würde im Falle der Abtreibung von kreuz.net nicht so sehr befürwortet…
Aber bei den Missbräuchen, entblöden sich manche nicht, nicht zur Schuld zu stehen, um die Versöhnung im Sakrament der Buße/Beichte empfangen zu können, sondern machen es für die Kirche noch schlimmer.
Schade! Vorher denken wäre besser.
Verharmlosungen von Sünden kann man als Aufforderung zur Sünde verstehen.
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#3   Domenico Tuttisanti   16:30:07 | Montag, 29. November 2010
Evy v.d.M.
„Missbrauschsindustrie“? Soll das eine katholische Wortschöpfung sein?
Der Ausdruck stammt von dem zitierten Heidelberger Psychologen. Zitat:
„Derartige Denkfehler werden von Interessengruppen ausgenutzt und bilden die Grundlage für eine Missbrauchsindustrie www.novo-argumente.com/…hp/archiv/novo108_10, eine blühende Technologiebranche, die davon lebt, dass Menschen sich für verletzlich, krank, von frühkindlichen Erfahrungen determiniert, unfähig und unselbstständig halten.“
>>> Quelle www.novo-argumente.com/…hp/archiv/novo108_10 <<<
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#2   Evelynn van der Meer   16:17:35 | Montag, 29. November 2010
„Missbrauschsindustrie“? Soll das eine katholische Wortschöpfung sein?
Darf sich eine Abtreiberin verteigien, indem sie sagt:
– andere haben doppelt so viele Sünden oder noch mehr auf sich geladen
– meine Sünde wird von anderen hochgespielt
– meine Sünde ist sehr selten (z.B. nur 1 mal)
– meine Sünde ist angeblich (z.B. weil mir nichts nachgewisen werden konnte, meine Stricknadeln sowie mein Tagebuch vernichtet sind).
Das würde im Falle der Abtreibung von kreuz.net nicht so sehr befürwortet…
Aber bei den Missbräuchen, entblöden sich manche nicht, nicht zur Schuld zu stehen, um die Versöhnung im Sakrament der Buße/Beichte empfangen zu können, sondern machen es für die Kirche noch schlimmer.
Schade! Vorher denken wäre besser.
Verharmlosungen von Sünden kann man als Aufforderung zur Sünde verstehen.
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#1   DerRabe   16:04:55 | Montag, 29. November 2010
Depression…
…wird mehr und mehr zur Volkskrankheit Nr.1. Hauptgrund für die Depression ist der Mangel an echtem Leben und der schwere Mangel an der Hoffnung auf echtes Leben. Der Mensch als rein autonomes Wesen wird schnell zu einem depressivem Wesen. Selbstverwirklichung lautet das Zauberwort, selbstverständlich unter Beibehaltung der autonomen Gangart. Somit steckt in der Selbstverwirklichung das unsichtbare Wort: SichSelbstVerwirken.
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