10:09:47 | Dienstag, 30. November 2010
Die neugläubige Eucharistiefeier ist völlig aus dem Ruder. Darum kommen die von einem bekannten Weihbischof vorgeschlagenen Korrekturen zu spät. Das faule Glied muß amputiert werden oder wird von selber abfallen.

Der Laienkelch
© Catholic Church (England and Wales), CC(kreuz.net, Karaganda) Es gibt Möglichkeiten, die beiden Formen des römischen Ritus – die Alte Messe
und die neugläubige Eucharistiefeier – einander näher zu bringen.
Das erklärte Weihbischof Athanasius
Schneider von Karaganda in Kasachstan im Interview mit der altgläubigen Vereinigung ‘Paix Liturgique’.
Mons. Schneider kommentiert in dem Interview die Aussage im Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’, wonach
Papst Benedikt XVI. die gegenseitige Bereicherung der Riten wünsche.
Als erste Idee nennt er, die neugläubige
Eucharistiefeier wenigstens ab der Opferung zum Herrn hin zu zelebrieren.
Das entspreche auch den Rubriken
des neugläubigen Meßbuchs.
Dieses gebe zweimal an, daß sich der Zelebrant zum Volk hin wenden solle:
„Ein erstes Mal, im Moment des ‘Orate Fratres’ und ein zweites Mal, wenn der Priester ‘Ecce Agnus Dei’
während der Kommunion der Gläubigen sagt.“
Diese Angabe könne nur bedeuten, daß der Priester während
der Opferung und während dem Kanon dem Altar zugewandt steht.
Nur geweihte Hände dürfen die Kommunion
berührenZur Kommunionspendung wünscht sich Mons. Schneider die Umsetzung der „Allgemeinen Einführung
des Missale Romanum“ aus dem Jahr 1970. Dort heißt es in Artikel 160:
„Die Gläubigen empfangen die
Kommunion kniend oder stehend, so wie es die Bischofskonferenz erlassen wird. Wenn sie die Kommunion stehend
empfangen, wird ihnen empfohlen, vor dem Empfang des Sakraments, eine angebrachte Geste der Ehrfurcht
zu machen, so wie es die Bischofskonferenz erlassen wird.“
Der Weihbischof betont, daß der offizielle
Text der Kirche als erste Form der Kommunion die kniende Form vorsieht.
Mons. Schneider möchte die Kommunionspendung
durch Laien wenigstens auf die Abwesenheit des Priesters und des Diakons beschränken.
Frauen raus aus
dem PresbyteriumAls dritte Anreicherung der neugläubigen Liturgie schlägt Weihbischof Schneider vor,
„daß die Lesungen aus der Heiligen Schrift, von Männern in liturgischen Gewändern und auf keinen Fall
von Frauen oder Männern in Zivilkleidung vorgetragen werden“.
Die Lesungen würden schließlich im Chor
vorgetragen.
Dieser Ort sei seit der apostolischen Zeit den Priestern, den Diakonen und den mit den niederen
Weihen ausgestatteten Männern reserviert.
„Nur wenn keine geweihten Männer anwesend sind, könnte ein
männlicher Laie diese ersetzen.“
Der Dienst am Altar durch Lektoren oder Ministranten sei keine Ausübung
des allgemeinen Priestertums, sondern gehöre zum geweihten Priestertum, besonders zum Diakonat.
Es sei
eine Bereicherung „zur gesunden Tradition zurückzukehren, den Chor den Männern vorzubehalten: den Diakonen,
Ministranten, Lektoren und Chorknaben“.
Es nütze nichts, über den Zusammenbruch der Berufungen zu jammern,
wenn Burschen nicht mehr zum Dienst am Altar aufgerufen würden.
Die von Christus gestiftete Alte Messe
braucht keine KorrekturenFür die Alte Messe schlägt der Weihbischof nur wenige Angleichungen an die
neugläubige Eucharistiefeier vor.
Die Lesungen sollten den Gläubigen zugänglich sein und in der Nationalsprache –
nicht nur in Latein – vorgetragen werden.
Als Ausnahme nennt der Weihbischof „besonderer Anlässe“.
Ferner kann sich Mons. Schneider vorstellen, einige Präfationen und Heilige der Eucharistiefeier in die
Alte Messe zu übernehmen.
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