Spanien: Die Regierung der Sozialistischen Arbeiterpartei überrollt das Land
Wie eine tödliche Lawine überrollen die Gesetzesänderungen der Sozialistischen Arbeiterpartei die spanische Gesellschaft. Lebensqualität und christlichen Werte sind bedroht. Die katholische Hierarchie wird an den Rand gedrängt.
(kreuz.net, Spanien) Nach nur acht Monaten Regierung des sozialistischen Ministerpräsidenten Zapatero
wird Spanien von einer Flut lebensfeindlicher Beschlüsse heimgesucht. Jetzt mobilisieren sich Bevölkerung
und Klerus, um gegen die Einführung des Homosexuellen-Konkubinates, des Adoptionsrechtes für Homos und
die Forschung mit Ersatzteilmenschen (Stammzellen) zu protestieren.
Luis Rodriguez Zapatero (44), Ministerpräsident
der Sozialistischen Arbeiterpartei, unterzeichnete gleich zu Beginn der gegenwärtigen spanischen Legislaturperiode
eine Reihe lebensfeindlicher Gesetzesmaßnahmen.
Zapatero war am 16. April diesen Jahres vom spanischen
Parlament nach einem spektakulären Wahlsieg zum Ministerpräsidenten (Regierungschef) gewählt worden.
Die vor den Wahlen hoch favorisierte konservative Volkspartei („Partido Popolar“) des scheidenden Ministerpräsidenten
José María Aznar wurde ein Opfer der schweren Madrider Terroranschläge, die sich im März dieses Jahres
unmittelbar vor den Parlamentswahlen ereignet hatten. Daraufhin mußte die Partei den Preis für ihre
uneingeschränkte Unterstützung des in Spanien zutiefst verhaßten Krieges der USA gegen den Irak bezahlen.
Ab dem 1. Januar 2005 wird der spanische Staat nach dem Willen der Spanischen Sozialistischen Arbeiterpartei
das Homosexuellen-Konkubinat offiziell anerkennen. Das entsprechende Gesetz wurde am 1. Oktober verabschiedet.
Gleichzeitig haben Homosexuelle ab diesem Zeitpunkt das Recht, Kinder zu adoptieren. Das Scheidungs- und
Kinderabtreibungsrecht hat die Regierung Zapatero bereits gelockert. Vor knapp zwei Wochen verabschiedete
die Regierung der Sozialistischen Arbeiterpartei zudem ein Gesetz, daß die Forschung mit Zellen von Ersatzteilmenschen
(sogenannte Stammzellenforschung) gestattet.
Im Augenblick brütet die Arbeiterpartei über gezielte
Reformen gegen die katholische Kirche. Beginnen will der sozialistische Ministerpräsident mit Kürzungen
der staatlichen Subventionen. Weiter will er Prüfungen und Benotung im Religionsunterricht an staatlichen
Schulen abschaffen. Damit würde das Fach in die zweite Klasse abgedrängt.
Der Vorsitzende der spanischen
Bischofskonferenz, Antonio María Kardinal Rouco Varela (68) wird sich in den nächsten Tagen zu einem
‘informellen Mittagessen’ mit etwa 20 Regierungsbeamten verschiedener politischer Richtungen treffen.
Der Sprecher der spanischen Bischofskonferenz, Juan Antonio Martinez Camino, meinte letzte Woche in einem
Interview gegenüber der französischen Tageszeitung „La Croix“, daß die Bischöfe entschlossen seien,
auf die Maßnahmen der Sozialistischen Arbeiterpartei zu reagieren. Die Bischöfe würden versuchen, zu
retten, was noch gerettet werden könne.
Währenddessen sammeln verschiedene katholische Organisationen
Unterschriften zugunsten des Religionsunterrichtes an staatlichen Schulen und gegen das Homosexuellen-Konkubinat.
Ziel der Unterschriftensammlung ist es, eine Parlamentsdebatte zu erreichen. Es braucht in Spanien 500.000
Unterschriften, um eine solche Debatte zu erreichen, die einer Schlußabstimmung unterworfen ist.
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Ein Kulturkampf gegen den Katholizismus Die Sozialisten haben einen Kulturkampf eröffnet. Leider sind
keine Katholiken mehr ausreichend zu mobilisieren. Haben die Katholiken vor einigen Jahrzehnten ihr Blut
zur Abwehr des Kommunismus umsonst vergossen? Es ist bedauerlich. Diese Regierung sollte sich nicht „königliche
Regierung“ nennen dürfen, denn sie ist ein Räteregime.