Kinderabtreibung
Woher kommt das Rohmaterial?
Das Klonen – die Kopierung eines bereits geborenen Menschen – ist der letzte Schrei der Biotechnik. Jeder will daran verdienen. Selten wird gesagt, wer die Rechnung bezahlt.
(kreuz.net) Für das Klonen braucht es weibliche Eizellen. In großen Mengen. Woher diese stammen, hört man selten: aus einem illegalen Handel. Junge Frauen bezahlen dafür mit ihrer Gesundheit.

Auf diesem Klon-Skandal haben drei Europa-Abgeordnete kürzlich in einer Stellungnahme hingewiesen.

Es handelt sich um den Deutschen Peter Liese, die Niederländerin Maria Martens, beide Christdemokraten, und um die deutsche Grüne Hiltrud Breyer.

Einer der Hauptabnehmer für weibliche Eizellen ist Großbritannien. Denn in diesem Land sind Menschenversuche mit Klonen stark verbreitet.

Das britische Gesetz, das Leben und Menschenwürde kaum schützt, bietet dafür hervorragende Rahmenbedingungen.

Die britische Klon- und Stammzellen-Industrie hat jedoch ein Problem.

Es gibt im Land nicht genügend Spenderinnen von Eizellen. Die Gründe? Die Entnahme von Eizellen ist für die betroffene Frau ein großes Gesundheitsrisiko.

Das wollen sich Britinnen – zu Recht – nicht antun.

Dem britischen Staat liegt das Wohlergehen der Bürgerinnen am Herzen. Darum zieht er es vor, die Gesundheit von Ausländerinnen zu ruinieren.

Die von Großbritannien benötigten Eizellen kommen vorwiegend von rumänischen Frauen.

„Es gibt eine sehr große Skepsis gegenüber dem Verhalten der britischen Behörden in Sachen Handel mit menschlichen Eizellen“, erklären die drei EU-Abgeordneten.

Die Regierung ihrer Majestät hat bestätigt, daß Eizellen rumänischer Frauen verwendet werden, um den stagnierenden einheimischen Nachschub zu kompensieren.

Nach Auskunft des Britischen Rundfunks gibt es in einer einzigen Klinik in Rumänien mehr Eizellspenderinnen als in allen britischen Zentren zusammen.

Für dieses Ungleichgewicht gibt es makabere Gründe.

Die Eizellspende – so die drei Abgeordneten – ist für die Frau sehr gefährlich, weil sie die Zuführung von hohen Hormondosen voraussetzt: „Diese Behandlung kann sogar tödlich sein.“

Als Spätfolgen können Krebs und Unfruchtbarkeit auftreten. Trotz dieses Risikos hat die zuständige britische Behörde den Handel zwischen britischen und rumänischen Kliniken genehmigt.

Ein Dokument der Regierung behauptet außerdem kaltschnäuzig, daß man „keine Beweise“ finden konnte, daß für die rumänischen Eizellen Geld bezahlt wurde.“

„Heuchlerisch“ nennen die drei Europaabgeordneten die Stellungnahme der britischen Regierung.

Journalisten haben problemlos beweisen können, daß in Rumänien für Eizellen bezahlt wird. Es wurden auch Rumäninnen gefunden, die durch die Eizellspende schwere gesundheitliche Schäden davongetragen haben. Dem britischen Staat ist das offensichtlich egal.

Abzustreiten, daß bezahlt wird, widerspricht auch dem gesunden Menschenverstand. Warum sollten rumänische Frauen Eizellen spenden, wenn sie – wie behauptet wird – dafür nichts bekommen?

Diese Frauen spenden Eizellen, weil das angesichts der drückenden Armut im Land ein Weg ist, um zu Geld zu kommen.

Die britische Regierung hat Gründe, die Bezahlung zu leugnen. Eine solche ist nämlich nach europäischem Recht verboten. Dieses Recht anerkennt auch die britische Regierung. Wenigstens auf dem Papier.

In der Zwischenzeit soll die rumänische Regierung die Schließung der betreffenden Klinik angeordnet haben. Das bedeutet aber nicht, daß aus diesem Land keine Eizellen mehr nach Großbritannien geliefert werden.

Denn wie sollte es mit den britischen Menschenversuchen weitergehen, wenn der Eizellenmarkt in Rumänien austrocknet?

Schließlich hat die gleiche Behörde, die den Handel mit Rumänien erlaubt, dem Biotechniker Ian Wilmut erst kürzlich Klon-Experimente mit Kleinstkindern genehmigt.

Wilmut hat in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ erklärt, daß er allein für die erste Phase seiner Experimente „mehrere Hundert Eizellen“ braucht.

„Woher sollen diese kommen, wenn es schon jetzt eine Knappheit an Eizellspenderinnen in Großbritannien gibt?“ – fragen sich die drei EU-Parlamentarier.

Fazit. Die britischen Menschenversuche, töten nicht nur ungeborene Mädchen und Jungen.

Sie gefährden, schädigen und töten auch erwachsene Frauen.
      
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