Medien
Die Medienbosse fürchten zu Recht um ihren Kragen
Der deutsche HS-Bundesrepublik nimmt den Jugendschutz ernst: Er dient ihr als Vorwand, um die Freiheit des Internet anzugreifen.
Den Deutschen soll der Zugang zum freien Internet verwehrt werden.
Den Deutschen soll der Zugang zum freien Internet verwehrt werden.
© Mike Licht, NotionsCapital.com, CC
(kreuz.net) Im Jahr 2011 tritt die neue deutsche Jugendschutz- bestimmung fürs Internet in Kraft.

Das berichtete die Webseite ‘mmnews.de’ am 5. Dezember unter dem Titel „Goebbels könnte es nicht besser“.

Die Webseite kommentiert: „Auch wenn die neuen Bestimmungen so erst mal nicht umgesetzt werden müssen – sie sind nun mal da und können ihre tödliche Wirkung später entfalten.“

Der Artikel zitiert einen fiktiven Tagebucheintrag des Dr. Joseph Goebbels, wenn das Gesetz in NS-Deutschland verabschiedet worden wäre:

„Berlin, 1. Januar. Neuer JMStV in Kraft. Internet kurz vor der Gleichschaltung. Führer ist zufrieden.“

Die Abkürzung „JMStV“ steht für „Jugendmedienschutz-Staatsvertrag“.

Der Artikel weist darauf hin, daß Deutschland im Kreise der sogenannt demokratischen Staaten bereits die strengsten Jugendschutz-Bestimmungen im Internet besitzt.

Man könnte also davon ausgehen, daß eine Verschärfung dieser Regelungen nicht nötig sei: „Doch das ist ein Irrtum.“

Das Gesetz dient nach ‘mmnews.de’ „ähnlich wie die Bemühungen im Kampf gegen die Kinderpornographie nicht dem angegebenen Zweck.“

Denn: „Kinderpornographie – die einem im Internet selbst dann nicht oder nur sehr schwerlich begegnet, wenn man die Sexseiten von A bis Z besucht – ist ein abscheuliches und kaum hart genug zu bestrafendes Verbrechen, aber der Kampf dagegen ist nur der Anlaß für die Verschärfung gesetzlicher Bestimmungen.“

In jeder Trash-Sendung im Vormittagsprogramm der deutschen Privatsender sehe man mehr jugendgefährdendes Material als auf den meisten deutschsprachigen Internet-Seiten.

Außerdem sei das Gesetz „gänzlich realitätsfern und technisch kaum umsetzbar“.

Für ‘mmnews.de’ ist das Ziel ein anderes – nämlich „das Bestreben des Staates, das Internet – einen sozialen Raum, der staatliche Gesetze und Grenzen nicht oder kaum kennt – gleichzuschalten.“

Denn: „Die Gedanken sind frei und sie bleiben es, im Kopf – aber nicht im Internet.“

Deutschland versuche eine „schrittweise Gleichschaltung des Mediums Internet“.

Die Webseite stellt fest, daß es in den Mainstream-Medien nur wenig kritische Berichterstattung zu der deutschen Internet-Repression gibt.

Doch das kann nicht überraschen: Nicht nur den gekauften Politikern, auch den fetten Medienbosse wird es aufgrund der Freiheit des Internet an den Kragen gehen.
      
6 Lesermeinungen
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#15   Lisibald Poier †   04:32:51 | Mittwoch, 8. Dezember 2010
spannend
Also wenn Gott mich fragt, was hälst du davon, dann sag ich: Scheiß Schöpfung!
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#9   clarissa colonia   20:41:35 | Montag, 6. Dezember 2010
Spannend, spannend …
Bis zum vorletzten Absatz bedient man sich so alert des obliquen Konjunktivs und zitiert brav die genehme Meinungsäußerung; erst da, wo man in vermeintlich prophetischer Freiheit redet („Doch … an den Kragen gehen.“), spricht die Redaktion – abweichend vom zitierten Texte – selbst.
Nur, Rechtsfreiheit des Internets wird besonders von denen lautstark befürwortet, die Grund haben, die Anwendung des Rechtes zu fürchten, weil sie nicht zwischen Meinungsfreiheit und Kundgabedelikten zu unterscheiden vermögen. (Daß sie das nicht unterscheiden wollen kann man bei der intellektuellen Ausstattungsfreiheit dieses Gelichters getrost ausschließen.)
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#6   Kiki de_Montparnasse   16:16:32 | Montag, 6. Dezember 2010
@L… sie aus
Die Homorandalierer wieder einmal zu keiner Diskussion in der Lage. Traurig.
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#4   Febron †   14:48:11 | Montag, 6. Dezember 2010
Die Medien, Drewermann und Berger
Dazu fand ich heute eine Einschätzung aus dem Jenseits durch den hochseligen Herrn Geheimrat Jung-Stilling bei dem URL
Wo der Teufel heute wütet www.uni-siegen.de/…hes_wirken_heute.pdf
…(f) Entehrung, Kränkung, Hohn-Gewieher
Auf Priester, Nonnen und Erzieher,
Beschmutzung, Dreck und blanken Hohn
Nebst Spott auf alle Religion,
(Insonders auf die Katholiken:
Man sieht mit hasserfüllten Blicken
Auf deren Leitungs-Team zu Rom,
Verflucht den Papst und Petersdom,
Derweil ein jeder Apostat
Geniesst der Medien Patronat:
Sehr gern lässt ihn zu Wort man kommen,
Wenn er nur dreinschlägt auf die Frommen
Und nimmt in Heisswut, rot vor Zorn,
Der Kirche Auftrag, Dienst, aufs Korn.
Gehätschelt wird er und erhoben,
Mit Beifall, Lob und Gunst umwoben;
Als Weiser, Denker, hingestellt,
Bezahlt dazu noch mit viel Geld;
Man schickt ihn auch durchs ganze Land,
Dass seine Hetze wird bekannt
Bis in des Staates letztem Nest:
Man dies sich etwas kosten lässt;
Und wer dem Wicht laut Beifall zollt,
Dem sind die Medien dafür hold:
Er wird als jemand vorgestellt,
Der zeitgemäss: ein Mensch von Welt);
(g) An Nachrichtgebung arg entstellt,
Verherrlichung der Drogenwelt,
Ermunterung zum Kindesmord,
Vergötterung von Spiel und Sport
(Bestärkung Dummer in dem Wahn,
Dass wenn man Turnerei getan,
Die Sehnen härtet, Muskeln stärkt,
Einjeder dann sehr bald bemerkt,
Wie man sich als Persönlichkeit
Entwickelt habe tief und breit –
Was Tausenden nun Anlass wird,
Dass man sich auf Geräte schirrt,
Um wild-verbissen drauf zu strampeln,
Zu treten, radeln, …
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#3   ErnstSchneider   13:49:23 | Montag, 6. Dezember 2010
Hätte den denn nichts besseres einfallen können
Als ein wenn auch fiktives Statement von diesem Klumpfuss Göbbels zu bringen.
Das geht doch eindeutig zu weit.
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#2   A Watschn   13:40:27 | Montag, 6. Dezember 2010
Deutschland rückschrittlich
Ich glaube, in Deutschland haben manche noch nicht gemerkt, daß das Internet international ist. Sie können deutsche Seiten sperren, aber über den Tellerrand hinaus geht weder ihr Verstand noch ihr Zugriff.
Wahrscheinlich reihen wir uns bald endgültig ein in die Länder, die eine strenge Internet-Zensur ausüben: Nordkorea, Weißrußland, China und andere undemokratische Länder und Diktaturen.
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Es wurden 10 Lesermeinungen von der Redaktion entfernt
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