Paedophilie
Bischof Bode am Boden
„Trieb ihn nur die Scham auf den Boden? Oder auch ein wenig der Ehrgeiz, in der öffentlichen Demut der erste zu sein, um als erster zu gelten im Kreis der Gleichen?“
Bischof Franz-Josef Bode
Bischof Franz-Josef Bode
© Bischöfliche Pressestelle Hildesheim
(kreuz.net) Heute zitierte der deutsche Journalist Alexander Kissler in einem Beitrag für die Webseite ‘theeuropean.de’ das Evangelium:

„Die Letzten werden die Ersten sein, und wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt“.

Diese Aussagen sind für Kissler eine „sehr ernsthafte Ermahnungen“, es mit der irdischen Ruhmsucht nicht zu übertreiben.

Der Journalist weist aber darauf hin, daß das evangelische Lob der Letzten eine „Unwucht“ entwickelt hat, die bis heute fortwirkt.

Denn: „Herrschen darf, herrschen soll der Untertänigste von allen.“

Kissler folgert scharf: „Öffentliche Unterwerfung kann einen Machtanspruch begründen.“

Von dieser Ambivalenz nimmt der Journalist das Bild der Kriechrituale von Bischof Franz-Josef Bode von Osnabrück nicht aus: „Es zeigt Bischof Bode buchstäblich am Boden.“

Kissler betont, daß der Prälat nicht – wie am Karfreitag oder bei der Priesterweihe – eine Prostration vollzog, um eine völlige Unterwerfung unter Gott auszudrücken.

Mons. Bode wählte seine Turnübung, „um stellvertretend Sühne zu leisten für die sexuellen Mißbräuche im Raum der Kirche.“

„Da sollte also nicht nur der Mensch und Bischof, da sollte die ganze Kirche von Osnabrück im Staub liegen aus Scham und aus Schuld“ – kommentiert Kissler.

Mons. Bode quaselte bei dem Auftritt von „struktureller Sünde in der Kirche“, „Dunkelheiten und Schattenseiten einer Kirche“ und einer Atmosphäre, „die oft die Verschleierung der Taten möglich machte.“

Für Kissler wird dieses Bild aus dem Osnabrücker Dom bleiben, wenn die meisten Bilder des Jahres 2010 schon vergessen sind.

Er fügt hinzu: „Bleiben wird auch die unauslotbare Ambivalenz.“

Denn es gibt unbeantwortete Fragen: „Trieb den Bischof nur die Scham auf den Boden? Oder auch ein wenig der Ehrgeiz, Erster zu sein in der öffentlichen Demut, um als Erster zu gelten im Kreis der Gleichen?“

„Wir wissen es nicht, wir ahnen aber: Die Zukunft wird es weisen.“
      
10 Lesermeinungen
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#19   Werner Endelmann   02:47:35 | Donnerstag, 9. Dezember 2010
Rudolfus:
Dieser Erzbischof der Piusbruderschaft oder sein Nachfolger sollte sich mal mit Bischof Bode auf einer Podiumsdiskussion den Themen stellen. Dann könnte man die Meinungen vergleichen. Aber diese Auslegungen die Sie anstellen, sind sich nicht im Sinne vom Bischof Bode.
Sie drehen sich das hin, wie Sie es haben wollen.
Vor der Piusbruderschaft hat sogar unser Bischof gewarnt!
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#18   Rudolfus   02:42:39 | Donnerstag, 9. Dezember 2010
@Werner: Welche Aussagen?
Die strukturelle Sünde der Pastoralkonferenzhierarchie?
Die ist doch von dem Bischof. Welcher „kirchliche Raum“ sollte denn sonst gemeint sein, wenn nicht die Diözese des Bischof Bode, die nun einmal eine Pastoralkonferenzhierarchie ist?
In der Priesterbruderschaft St. Pius X. und der PB St. Petrus gibt es solche Mißstände nicht, die gibt es nur in der Pastoralkonferenzhierarchie.
Rom und die römische Hierarchie soll sich bekehren.
Das ist Sinn der Predigt des EB Lefebvre und der PB St. Pius X.
Dann müßte der arme Bischof Bode nicht am Boden robben, weil er in dieser „Struktursünde“ gefangen ist.
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#17   Werner Endelmann   02:07:55 | Donnerstag, 9. Dezember 2010
Rudolfus:
Sie legen dem Bischof Aussagen in den Mund, die er nicht gesagt und gemeint hat.
Ist das redlich?
Wie nennt man sowas hier?
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#16   Rudolfus   02:05:10 | Donnerstag, 9. Dezember 2010
Die Kirche der Pastoralkonferenz und der Sittenrevolution von 1968 ist tatsächlich eine strukturell…
Sünde. Da ist dem Pastoralkonferenz-Novus-Ordo-Bischof nur zuzustimmen.
Es wäre ihm zu raten, zur Vor-Vaticanum-II-Ordnung zurückzukehren, so wie die Priesterbruderschaft St. Pius X.
Dann wäre die strukturelle Weltsünde in der Kirche schnell verschwunden.
Aber so kann man ja nur froh sein, sich von dieser Ansammlung sittenloser Menschen fernzuhalten.
Es wäre zu wünschen, daß dies viele Katholiken erkennen, sich vom staatlichen Novus-Ordo-Kirchensteuerverein abmelden und der Priesterbruderschaft St. Pius X. zuwenden.
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#14   Sycamore   18:46:38 | Mittwoch, 8. Dezember 2010
Soso (10:25)
Soso, naja … die üblichen Klischees…
Naja, Soso zeigt wenig Kreativität. Für eine Empfehlung als Linoleumschneider könnte es jedoch schon reichen.
Naja … Soso …
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#9   Shogun (ehemals Samurai)   22:56:09 | Dienstag, 7. Dezember 2010
Tchibo, ja, wir sind eine Kirche von Sündern…
inclusiv alle FSSPX-Priester und andere Traditionalisten.
Leider scheint die kreuz.net-Redaktion dies noch nicht begriffen zu haben,leider.
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#5   wbieber   13:43:14 | Dienstag, 7. Dezember 2010
Link zu Kissler
Hier der Link der direkt zu dem Artikel führt:
bit.ly/eBeKAw
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#4   DerRabe   13:24:37 | Dienstag, 7. Dezember 2010
carmen,
vor einer halben stunde gefasst und sie kennen die ganze polizeiverhörakte. solche storrys wären ihnen gerade recht!
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#2   Tchibo   12:32:29 | Dienstag, 7. Dezember 2010
Eine Kirche nur für Heilige ist unerträglich…
Mons. Bode quaselte bei dem Auftritt von „struktureller Sünde in der Kirche“, „Dunkelheiten und Schattenseiten einer Kirche“ und einer Atmosphäre, „die oft die Verschleierung der Taten möglich machte.“
Die Kirch ist und war immer eine Kirche der Sünder,
sonst brauchten wir keine Kirche, kein Heil… Das
hat Bischof Bode richtig erkannt… Eine Kirche nur
für Heilige ist unerträglich… :-)
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#1   Guiseppe   12:30:32 | Dienstag, 7. Dezember 2010
Durchschaut!
A. Kissler hat diesen Bischof offensichtlich durchschaut.
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