Vatikan
US-Diplomaten: Der Papst umgibt sich mit Schleimern
Ein nicht kleines Problem im Vatikan besteht darin, daß die meist über siebzigjährigen Kardinäle das Internet verschlafen haben.
Blick auf den Petersdom
Blick auf den Petersdom
© Enrique Cornejo, Wikipedia, CC
(kreuz.net, Vatikan) Der Papst umgibt sich mit Ja-Sagern, weshalb man oft nicht einmal jemanden findet, um dem Papst eine schlechte Nachrichten zu überbringen.

Das erklärten die Diplomaten der US-Botschaft in mehr oder minder vertraulichen Einschätzungen zum Vatikan. Die Depeschen wurden auf der anonymen Webseite ‘Wikileaks’ publiziert und über verschiedene europäische Tageszeitungen verbreitet.

Die USA wollen den Vatikan zum Freund haben

Die Dokumente beschreiben den Vatikan als „italienisch geprägt, kryptisch und antiquiert“.

Gleichzeitig halten es die Diplomaten für wichtig, den Vatikan „als Verbündeten zu haben“.

Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone wird ausdrücklich als ein „Ja-Sager“ bezeichnet.

Er spreche „nur Italienisch“. In Wahrheit beherrscht der Kirchenfürst auch die französische und die spanische Sprache fließend.

Der Staatssekretär erklärte heute, daß er stolz darauf sei, dem Papst „Ja“ zu sagen.

Das Internet verschlafen

Eine weitere Kritik bezeichnet die Kardinäle als „technophob und unwissend“.

Es gebe im Umfeld des Papstes niemanden, der die moderne Kommunikations- und Medientechnologie verstehe.

Nur wenige Kardinäle besäßen selber eine Emailadresse.

Ein Smartphone besitze im ganzen Umfeld des Papstes nur der Sprecher des vatikanischen Pressesaales, Jesuitenpater Federico Lombardi.

Doch Pater Lombardi habe keinen direkten Kontakt zum Papst.

Papst hilft den US-Satellitenstaaten

Eine Neuigkeit in den Depeschen betrifft den Einsatz des Papstes für fünfzehn britische Seeleute vor drei Jahren in den Händen des Iran: „Der Vatikan half bei der Befreiung von britischen Seeleuten, die im April 2007 in iranischen Gewässern festgenommen wurden.“

Der vatikanische Pressesaal kommentierte die Veröffentlichungen nicht:

„Die Depeschen spiegeln lediglich die Meinung jener wider, die sie verfaßt haben“ – heißt es in der heutigen Pressemeldung.
      
23 Lesermeinungen
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#27   caesar4441   21:22:26 | Dienstag, 14. Dezember 2010
Schleimer
Mit Ja-Sagern umgibt sich nicht nur der Papst.
Sämtliche wichtige Regierungen sind Marionetten der Weltregierung.
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#26   Weißer Ritter   14:39:21 | Dienstag, 14. Dezember 2010
Smartphone
Smartphones sind so überflüssig wie ein Kropf!
DAS kann man wirklich niemanden zum Vorwurf machen. Damit disqualifiziert sich der Botschaftsangehörige.
:-#
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#25   Lisibald Poier †   13:43:40 | Montag, 13. Dezember 2010
@BertOne
ich hab zB. gar kein eigenes Telefon. Hab schon vor Jahren damit aufgehört, eines zu haben. Der Mainstream bekommt Smartphones, die über Google laufen. Dh. mit Googleservices zum Abwinken. Ob eingebautes Navi oder einfach Googlemails von unterwegs. Überall ist der Standpunkt eindeutig. Das ist es aber auch bei normalen Handys. Wir werden überwacht, von der Rechnung bis zum Auslandsaufenthalt. Alles wird protokolliert.
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#24   BertOne wird Pius XIII.   13:23:44 | Montag, 13. Dezember 2010
Smartphone = smart person?
Das versteh ich nicht: wer ein Smartphone hat, ist gut; wer keins hat, ist ein Idiot. Ist das Ami-Logik? o.O
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#23   Dunning-Kruger-Effekt?   01:28:32 | Montag, 13. Dezember 2010
Smartphone
Ein Smartphone besitze im ganzen Umfeld des Papstes nur der Sprecher des vatikanischen Pressesaales, Jesuitenpater Federico Lombardi.
Ich glaube, es ging um das Black-Berry im Speziellen und nicht um Smartphones im Allgemeinen. Ich glaube kaum, dass es nicht noch mehrere Smartphones im Vatikan gibt.
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#21   golfi   22:43:18 | Sonntag, 12. Dezember 2010
Nixnutz
Was ich nicht verstehe ist, daß es immer wieder Leute gibt,
die nicht verstehen wollen welche Voraussetzungen sein müssen um exkommuniziert zu werden.
Man hat den Eindruck, daß diese Lauthalsschreienden vielleicht schon längst Gefahr laufen, es zu werden, oder schon sind.
Herr Nixnutz !?
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#20   wickerl   19:21:57 | Sonntag, 12. Dezember 2010
Erfolg eingefahren
Den Papst hat die Bushregierung bekannter Maßen ja zum Freund gewonnen. Das ist tragisch aber wahr. Der Papst feierte mit diesem sogar seinen eigenen Geburtstag im Weißen Haus und die orientalischen Christen müssen jetzt dafür büßen
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#19   Febron †   18:44:16 | Sonntag, 12. Dezember 2010
@Rudolfus: „Die Hochgradfreimaurer sind Satanisten“
Könnten Sie diese Behauptung belegen?
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#18   r.ruhrgebietler   18:07:42 | Sonntag, 12. Dezember 2010
die US-Boys
haben einfach Recht!
das ungültige V-II hat zur völligen zerstörung des Glaubens an Jesus Christus im ehemaligen christlichen Abendland geführt!
Freuet euch… so liturgischen Texten der heutigen Opfermesse! Freuen wir uns auf die Bekehrung millionen im glauben abgefallener konzilsgläubigen die in den Schoss der kirche Jesu Christi zurückfinden und noch vor Weihnachten die heilige Beichte ablegen!
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#17   matt3   15:06:43 | Sonntag, 12. Dezember 2010
die US-Boys dürfen ruhig lästern…
über Amerika wird auch genug gelästert, und zurecht. Man hat auch dem österr. Aussenministerium mangelnde Mittubereitschaft bei den diversen Kriegsgeschehen der USA vorgeworfen. Wir sollten auch nicht mittun, weil es fatal wäre diesen Militaristen zu willfahren. Gerade sind sie dabei in Korea einen neuen Konflikt zu provozieren. Die Amis führen Kriege des Kriegführens wegen. Sie meinen sich selbst in ihren Kriegen zu verherrlichen, dabei fallen sie eh ständig auf die Fresse und treiben ihren Staatsbankrott weiter auf die Spitze. Bald wird es den vernunftsbegabten Amerikanern reichen – und damit sind gewiss nicht die Chaoten von der Tea-Party gemeint…- Eine soziale Friedensbewegung in Rückbesinnung auf den Geist der Hippie-Zeit wäre nicht schlecht.
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#16   clarissa colonia   14:49:07 | Sonntag, 12. Dezember 2010
Na, da ist ja mal wieder alles versammelt,
was im Verschwörungspanoptikum Rang und Namen hat …
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#15   Alois Bischof   14:22:55 | Sonntag, 12. Dezember 2010
Die USA fürchten den Vatikan und vor allem die Kirche an sich
weil die katholische Kirche die menschliche Freiheit, die Freiheit der Familie und das menschliche Leben verteidigt.
Der Vatikan soll sich nicht einseitig auf die Seite der USA stellen, obwohl man zusammenarbeiten soll.
Zum Thema Sprachkenntnisse: die amerikanischen Diplomaten sprechen oft nur die englische Sprache. Splitter – Balken.
Die moralische Macht des christlichen Geistes ist so mächtig, daß keine Weltmacht sie besiegen kann. Weder Stalin noch Hitler noch Washington D.C. noch Beijing.
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#14   Rudolfus   12:57:40 | Sonntag, 12. Dezember 2010
Die US-Geheimmacht und der Vatikan und die Katholische Kirche sind Todfeinde,
nicht weil sich die Kirche dazu erklärte, sondern weil die US-Geheimmacht das so beschlossen hat, weil sie rituell Satan huldigt. Die Hochgradfreimaurer sind Satanisten. Deswegen auch die Hetzcampagnen gegen die Katholische Kirche, die der mutige Kardinaldekan Sodano in einem öffentlichen Auftritt vor Papst Benedikt als „Geschwätz“ bezeichnete. Kardinal Sodano hat Mut bewiesen, und gegen die weltweite Campagne den rechten Weg aufgezeigt: den der Offensive, nicht den der pseudochristlich-scheinheiligen Defensive, wie er für die deutschen Kriecherbischöfe charakteristisch ist.
Kardinal Schönborn trieft der Angstschweiß aus allen Poren, wenn er mit Massenmedienvertretern konfrontiert wird, und wenn er kritisiert werden könnte, oder gejagt, wie dies die Hetzmedien gerne tun: Man denke an den großen österreichischen Politiker Dr. Jörg Haider und die Hetzcampagnen gegen diesen großen Parteichef.
Kardinal Schönborn und die übrigen deutschen Bischöfe sind Angstbischöfe. Als hätte Christus nicht gesagt: „Die Wahrheit wird euch freimachen.“
Kardinaldekan Sodano spielt offensiv.
Wer angegriffen wird, muß auch in die Offensive gehen.
Sodano ist wohl etwas jünger als Papst Benedikt, und war ein ernsthafter Gegenkandidat zu Papst Benedikt.
Vielleicht wird Sodano noch einmal Ratzinger-Nachfolger als Papst.
Wir bräuchten einen Kirchenfürsten wie Sodano, der nicht vor den Medien kriecht, und offensiv werden kann.
Von Papst Benedikt wären Klarstellungen gegen die Hetzcampagnen zu erwarten.
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#12   Trillian   12:31:17 | Sonntag, 12. Dezember 2010
So ganz kann ich das nicht
nachvollziehn.
Man hat hier den Eindruck, als wären sämtliche alten Kardinäle versammelt um ihren Hass auf den Rest der Menschheit auszuschütten!
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#11   Romulus   11:32:42 | Sonntag, 12. Dezember 2010
Offline Elite
Es gebe im Umfeld des Papstes niemanden, der die moderne Kommunikations- und Medientechnologie verstehe.
Diese offline-Eliten sind bald Geschichte.
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#10   Guruji   11:00:52 | Sonntag, 12. Dezember 2010
Connections
Gute Connections waren schon damals wichtig www.memoro.org/de-de/video.php?ID=4116
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#8   Nerd †   00:55:55 | Sonntag, 12. Dezember 2010
@matt3
Smartphones haben den Vorteil bspw unter dem Android OS, dass man sich hunderte Apps runterladen kann. Da wird das Smartphone zum kleinen PC für die Tasche. Eben so eine kleinere Variante des Netbooks. Hab ich am Motorrad auch, so ein Teil. Ein Video zB. kann heutzutage binnen 10 Minuten um die Welt gehen. Das zeigen neueste Studien zum U1 Sexskandal.
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#7   visitator   00:47:55 | Sonntag, 12. Dezember 2010
ist ja SEN – SA – TIONELL
Die Dokumente beschreiben den Vatikan als „italienisch geprägt, kryptisch und antiquiert“.
Man fasst es nicht!
Der Vatikan soll italienisch geprägt sein? Hätte ich ja nie und nimmer gedacht. So ein paar Schlaufüchse, diese US-Diplomaten, daß sie das herausdestilliert haben!!
Danke auch an Kreuznet, daß sie diese bahnbrechenden Dinge ans Licht bringen.
Julian Assange ist ein Nichts dagegen!
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#6   matt3   00:15:12 | Sonntag, 12. Dezember 2010
wieso sollten sich großteils ältere Herrschaften…
für den Hype einer jungen Technologie interessieren? So essentiell ist das Internet auch wieder nicht. Man muss auch nicht jeder Neuigkeit hinterherhecheln.
Dass man insb. mit Smartphones nichts anfangen kann, verstehe ich voll und ganz. Die fummeligen Dinger sind doch Spielereien für Jugendliche.
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#5   torotoro   00:13:05 | Sonntag, 12. Dezember 2010
@Nixnutz
Die Bischöfe der Piusbruderschaft (also auch Bischof Williamson) sind nicht wegen ihrer politischen Ansichten exkommuniziert worden und genauso wenig konnte die Aufhebung der Exkommunikation von politischen Ansichten abhängig gemacht werden (wenn’s nach hirnverbrannten politischen Ansichten ginge, müssten ja ganz andere Leute exkommuniziert werden).
Wenn von irgendjemanden im Vatikan wirklich dieser Unsinn eingeräumt worden ist, dann halt mal wieder nur, um sich der Meinungsdiktatur zu beugen.
Noch was anderes: Die Verfasser dieser Depeschen kritisieren den Vatikan als antiquiert, technophob usw. Nun, da kommt mir in den Sinn, dass diese Deppen vielleicht selber nicht ganz auf der Höhe der Zeit sind; sonst würden doch ihre übrigens völlig uninteressanten, nichtssagenden und teilweise peinlich-dümmlichen Berichte jetzt nicht im Internet veröffentlicht werden.
Na ja, Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall.
An Stelle der amerikanischen Regierung würde ich mir mal ernsthaft überlegen, ob man wirklich so viele Diplomaten braucht, um über Gerüchte, Banalitäten und Getratsche unterrichtet zu sein
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#4   Nixnutz   23:43:06 | Samstag, 11. Dezember 2010
Ist das eine Neuigkeit?
Hat man im Vatikan nicht schon im Frühjahr 2009 eingeräumt, daß Williamsons Exkommunikation vielleicht nicht aufgehoben worden wäre, wenn man sich ein bißchen im Internet umgesehen hätte?
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#2   Reconquista †   23:34:26 | Samstag, 11. Dezember 2010
Der Papst umgibt sich mit Schleimern
Gleich und gleich gesellt sich gern !!!
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#1   Melchisedek   23:30:58 | Samstag, 11. Dezember 2010
Das System hier arbeitet wirklich minutengenau
Innerhalb 24 Stunden darf ich 3 Beiträge schreiben, aber nach der minutengenauen Warterei bis ich wieder freigeschalten wurde, hab’ ich jetzt keine Lust mehr :-] :-D :-D
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