(kreuz.net, Vatikan) Der Papst umgibt sich mit Ja-Sagern, weshalb man oft nicht einmal jemanden findet,
um dem Papst eine schlechte Nachrichten zu überbringen.
Das erklärten die Diplomaten der US-Botschaft
in mehr oder minder vertraulichen Einschätzungen zum Vatikan. Die Depeschen wurden auf der anonymen Webseite
‘Wikileaks’ publiziert und über verschiedene europäische Tageszeitungen verbreitet.
Die USA wollen
den Vatikan zum Freund haben
Die Dokumente beschreiben den Vatikan als „italienisch geprägt, kryptisch
und antiquiert“.
Gleichzeitig halten es die Diplomaten für wichtig, den Vatikan „als Verbündeten zu
haben“.
Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone wird ausdrücklich als ein „Ja-Sager“ bezeichnet.
Er
spreche „nur Italienisch“. In Wahrheit beherrscht der Kirchenfürst auch die französische und die spanische
Sprache fließend.
Der Staatssekretär erklärte heute, daß er stolz darauf sei, dem Papst „Ja“ zu sagen.
Das Internet verschlafen
Eine weitere Kritik bezeichnet die Kardinäle als „technophob und unwissend“.
Es gebe im Umfeld des Papstes niemanden, der die moderne Kommunikations- und Medientechnologie verstehe.
Nur wenige Kardinäle besäßen selber eine Emailadresse.
Ein Smartphone besitze im ganzen Umfeld des
Papstes nur der Sprecher des vatikanischen Pressesaales, Jesuitenpater Federico Lombardi.
Doch Pater
Lombardi habe keinen direkten Kontakt zum Papst.
Papst hilft den US-Satellitenstaaten
Eine Neuigkeit
in den Depeschen betrifft den Einsatz des Papstes für fünfzehn britische Seeleute vor drei Jahren in
den Händen des Iran: „Der Vatikan half bei der Befreiung von britischen Seeleuten, die im April 2007
in iranischen Gewässern festgenommen wurden.“
Der vatikanische Pressesaal kommentierte die Veröffentlichungen
nicht:
„Die Depeschen spiegeln lediglich die Meinung jener wider, die sie verfaßt haben“ – heißt es
in der heutigen Pressemeldung.
Email-Adressen der Empfänger
23 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#26 Weißer Ritter 14:39:21 | Dienstag, 14. Dezember 2010
Smartphone Smartphones sind so überflüssig wie ein Kropf! DAS kann man wirklich niemanden zum Vorwurf
machen. Damit disqualifiziert sich der Botschaftsangehörige.
@BertOne ich hab zB. gar kein eigenes Telefon. Hab schon vor Jahren damit aufgehört, eines zu haben.
Der Mainstream bekommt Smartphones, die über Google laufen. Dh. mit Googleservices zum Abwinken. Ob eingebautes
Navi oder einfach Googlemails von unterwegs. Überall ist der Standpunkt eindeutig. Das ist es aber auch
bei normalen Handys. Wir werden überwacht, von der Rechnung bis zum Auslandsaufenthalt. Alles wird protokolliert.
Smartphone Ein Smartphone besitze im ganzen Umfeld des Papstes nur der Sprecher des vatikanischen Pressesaales,
Jesuitenpater Federico Lombardi. Ich glaube, es ging um das Black-Berry im Speziellen und nicht um Smartphones
im Allgemeinen. Ich glaube kaum, dass es nicht noch mehrere Smartphones im Vatikan gibt.
Nixnutz Was ich nicht verstehe ist, daß es immer wieder Leute gibt, die nicht verstehen wollen welche
Voraussetzungen sein müssen um exkommuniziert zu werden. Man hat den Eindruck, daß diese Lauthalsschreienden
vielleicht schon längst Gefahr laufen, es zu werden, oder schon sind. Herr Nixnutz !?
Erfolg eingefahren Den Papst hat die Bushregierung bekannter Maßen ja zum Freund gewonnen. Das ist tragisch
aber wahr. Der Papst feierte mit diesem sogar seinen eigenen Geburtstag im Weißen Haus und die orientalischen
Christen müssen jetzt dafür büßen
die US-Boys haben einfach Recht! das ungültige V-II hat zur völligen zerstörung des Glaubens an Jesus
Christus im ehemaligen christlichen Abendland geführt! Freuet euch… so liturgischen Texten der heutigen
Opfermesse! Freuen wir uns auf die Bekehrung millionen im glauben abgefallener konzilsgläubigen die in
den Schoss der kirche Jesu Christi zurückfinden und noch vor Weihnachten die heilige Beichte ablegen!
die US-Boys dürfen ruhig lästern… über Amerika wird auch genug gelästert, und zurecht. Man hat auch
dem österr. Aussenministerium mangelnde Mittubereitschaft bei den diversen Kriegsgeschehen der USA vorgeworfen.
Wir sollten auch nicht mittun, weil es fatal wäre diesen Militaristen zu willfahren. Gerade sind sie
dabei in Korea einen neuen Konflikt zu provozieren. Die Amis führen Kriege des Kriegführens wegen. Sie
meinen sich selbst in ihren Kriegen zu verherrlichen, dabei fallen sie eh ständig auf die Fresse und
treiben ihren Staatsbankrott weiter auf die Spitze. Bald wird es den vernunftsbegabten Amerikanern reichen –
und damit sind gewiss nicht die Chaoten von der Tea-Party gemeint…- Eine soziale Friedensbewegung in
Rückbesinnung auf den Geist der Hippie-Zeit wäre nicht schlecht.
#15 Alois Bischof 14:22:55 | Sonntag, 12. Dezember 2010
Die USA fürchten den Vatikan und vor allem die Kirche an sich weil die katholische Kirche die menschliche
Freiheit, die Freiheit der Familie und das menschliche Leben verteidigt. Der Vatikan soll sich nicht einseitig
auf die Seite der USA stellen, obwohl man zusammenarbeiten soll. Zum Thema Sprachkenntnisse: die amerikanischen
Diplomaten sprechen oft nur die englische Sprache. Splitter – Balken. Die moralische Macht des christlichen
Geistes ist so mächtig, daß keine Weltmacht sie besiegen kann. Weder Stalin noch Hitler noch Washington
D.C. noch Beijing.
#14 Rudolfus 12:57:40 | Sonntag, 12. Dezember 2010
Die US-Geheimmacht und der Vatikan und die Katholische Kirche sind Todfeinde, nicht weil sich die Kirche
dazu erklärte, sondern weil die US-Geheimmacht das so beschlossen hat, weil sie rituell Satan huldigt.
Die Hochgradfreimaurer sind Satanisten. Deswegen auch die Hetzcampagnen gegen die Katholische Kirche,
die der mutige Kardinaldekan Sodano in einem öffentlichen Auftritt vor Papst Benedikt als „Geschwätz“
bezeichnete. Kardinal Sodano hat Mut bewiesen, und gegen die weltweite Campagne den rechten Weg aufgezeigt:
den der Offensive, nicht den der pseudochristlich-scheinheiligen Defensive, wie er für die deutschen
Kriecherbischöfe charakteristisch ist. Kardinal Schönborn trieft der Angstschweiß aus allen Poren,
wenn er mit Massenmedienvertretern konfrontiert wird, und wenn er kritisiert werden könnte, oder gejagt,
wie dies die Hetzmedien gerne tun: Man denke an den großen österreichischen Politiker Dr. Jörg Haider
und die Hetzcampagnen gegen diesen großen Parteichef. Kardinal Schönborn und die übrigen deutschen
Bischöfe sind Angstbischöfe. Als hätte Christus nicht gesagt: „Die Wahrheit wird euch freimachen.“
Kardinaldekan Sodano spielt offensiv. Wer angegriffen wird, muß auch in die Offensive gehen. Sodano ist
wohl etwas jünger als Papst Benedikt, und war ein ernsthafter Gegenkandidat zu Papst Benedikt. Vielleicht
wird Sodano noch einmal Ratzinger-Nachfolger als Papst. Wir bräuchten einen Kirchenfürsten wie Sodano,
der nicht vor den Medien kriecht, und offensiv werden kann. Von Papst Benedikt wären Klarstellungen gegen
die Hetzcampagnen zu erwarten.
#12 Trillian 12:31:17 | Sonntag, 12. Dezember 2010
So ganz kann ich das nicht nachvollziehn. Man hat hier den Eindruck, als wären sämtliche alten Kardinäle
versammelt um ihren Hass auf den Rest der Menschheit auszuschütten!
Offline Elite Es gebe im Umfeld des Papstes niemanden, der die moderne Kommunikations- und Medientechnologie
verstehe. Diese offline-Eliten sind bald Geschichte.
@matt3 Smartphones haben den Vorteil bspw unter dem Android OS, dass man sich hunderte Apps runterladen
kann. Da wird das Smartphone zum kleinen PC für die Tasche. Eben so eine kleinere Variante des Netbooks.
Hab ich am Motorrad auch, so ein Teil. Ein Video zB. kann heutzutage binnen 10 Minuten um die Welt gehen.
Das zeigen neueste Studien zum U1 Sexskandal.
#7 visitator 00:47:55 | Sonntag, 12. Dezember 2010
ist ja SEN – SA – TIONELL Die Dokumente beschreiben den Vatikan als „italienisch geprägt, kryptisch und
antiquiert“. Man fasst es nicht! Der Vatikan soll italienisch geprägt sein? Hätte ich ja nie und nimmer
gedacht. So ein paar Schlaufüchse, diese US-Diplomaten, daß sie das herausdestilliert haben!! Danke
auch an Kreuznet, daß sie diese bahnbrechenden Dinge ans Licht bringen. Julian Assange ist ein Nichts
dagegen!
wieso sollten sich großteils ältere Herrschaften… für den Hype einer jungen Technologie interessieren?
So essentiell ist das Internet auch wieder nicht. Man muss auch nicht jeder Neuigkeit hinterherhecheln.
Dass man insb. mit Smartphones nichts anfangen kann, verstehe ich voll und ganz. Die fummeligen Dinger
sind doch Spielereien für Jugendliche.
@Nixnutz Die Bischöfe der Piusbruderschaft (also auch Bischof Williamson) sind nicht wegen ihrer politischen
Ansichten exkommuniziert worden und genauso wenig konnte die Aufhebung der Exkommunikation von politischen
Ansichten abhängig gemacht werden (wenn’s nach hirnverbrannten politischen Ansichten ginge, müssten
ja ganz andere Leute exkommuniziert werden). Wenn von irgendjemanden im Vatikan wirklich dieser Unsinn
eingeräumt worden ist, dann halt mal wieder nur, um sich der Meinungsdiktatur zu beugen. Noch was anderes:
Die Verfasser dieser Depeschen kritisieren den Vatikan als antiquiert, technophob usw. Nun, da kommt mir
in den Sinn, dass diese Deppen vielleicht selber nicht ganz auf der Höhe der Zeit sind; sonst würden
doch ihre übrigens völlig uninteressanten, nichtssagenden und teilweise peinlich-dümmlichen Berichte
jetzt nicht im Internet veröffentlicht werden. Na ja, Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall. An Stelle
der amerikanischen Regierung würde ich mir mal ernsthaft überlegen, ob man wirklich so viele Diplomaten
braucht, um über Gerüchte, Banalitäten und Getratsche unterrichtet zu sein
Ist das eine Neuigkeit? Hat man im Vatikan nicht schon im Frühjahr 2009 eingeräumt, daß Williamsons
Exkommunikation vielleicht nicht aufgehoben worden wäre, wenn man sich ein bißchen im Internet umgesehen
hätte?
#1 Melchisedek 23:30:58 | Samstag, 11. Dezember 2010
Das System hier arbeitet wirklich minutengenau Innerhalb 24 Stunden darf ich 3 Beiträge schreiben, aber
nach der minutengenauen Warterei bis ich wieder freigeschalten wurde, hab’ ich jetzt keine Lust mehr