Interreligiöser Dialog
Woher stammen die verschiedenen Religionen?
In der Generalaudienz vom 9. September 1998 sprach der im April verstorbene Papst Johannes Paul II. über den Ursprung der Religionen und das interreligiöse Gebet in Assisi. Von Johannes Paul II.
(kreuz.net) „Wir müssen uns vor allem vergegenwärtigen, daß alles Suchen des menschlichen Geistes in Richtung auf die Wahrheit und das Gute – und letzten Endes auf Gott hin – vom Heiligen Geist angeregt ist.

Genau aus dieser uranfänglichen Öffnung des Menschen auf Gott hin entstehen die verschiedenen Religionen.

Nicht selten finden wir an deren Beginn Gründer, die mit Hilfe des Geistes Gottes eine tiefere religiöse Erfahrung gemacht haben.

Diese Erfahrung wurde an andere weitergegeben und hat so in den Lehren, Riten und Vorschriften der einzelnen Religionen Formen angenommen.

Bei allen echten religiösen Erfahrungen ist das Gebet die charakteristischste Erscheinung.

Aufgrund der konstitutiven Öffnung des menschlichen Geistes für den Einfluß Gottes, der ihn anregt, über sich selbst hinauszugehen, dürfen wir glauben, daß ‘jedes echte Gebet vom Heiligen Geist angeregt ist, der auf geheimnisvolle Weise im Herzen jedes Menschen anwesend ist’ (Ansprache an die Römische Kurie am 22.12.1986; Osservatore Romano deutsch, Nr. 11 vom 16.1.1987).

Eine vielsagende Bekundung dieser Wahrheit haben wir am 27. Oktober 1986 – dem Weltgebetstag für den Frieden – in Assisi und bei ähnlichen Gelegenheiten von großer geistlicher Intensität erlebt.“

Generalaudienz vom 9.9.1998; Osservatore Romano deutsch, Nr. 38 vom 18.9.1998)
      
29 Lesermeinungen
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#29   Athanasius   23:42:17 | Freitag, 27. Mai 2005
Ja, gerne, Herr Doktor, per eMail.
Hoffentlich wird unser Hl. Vater recht bald ausführlich erläutern, warum die Tiara (Papstkrone) seit 1929 schon obsolet war und ihren Dienst, ein Jahrtausend zu überspannen, in dem sich die Kirche gegen jedwedes „Reich“ wehren musste, wohl erfüllt haben dürfte.
Es sollte besser erläutern was er damit meint zu sagen, mit seiner Nicht-Krönung. Die Tiara ist zwar nicht immer im Gebrauch gewesen, aber auch der hässliche Hirtenstab von Paul VI. hat kein Zweck mehr. Weshalb hat er diesen wohl behalten?
Seit 1929 ist die Tiara gerade wieder wichtig um seine Dreifache Symbolik ( Herrscher, Doktor, Hirte) zum Ausdruck zu Bringen.
Vielleicht war es die Furcht vor die Modernisten? Vor die Welt? Das Annehmen der Tiara wäre erst recht Zeichen, dass er sich als Diener der Kirche ALLER ZEiten und aller Päpste sieht und nicht als irgendeiner Zeitgeistbischof oder Nachfolger nur von Paul VI., JP I und JP II. Benedikt XV hat sie getragen!
Hoffen wir lieber, dass der hl. Vater Zeichen setzen wird, dass er sich doch in der Tradition sieht und vor allem der Liturgie unserer Vorfahren wohlgesonnen ist.
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#28   Dr. Otterbeck   11:07:26 | Freitag, 27. Mai 2005
Pardon, Athanasius,
für die Verwechslung; wenn Sie aber auch kein Theologe sind, dann streiten wir uns doch besser per E-Mail. Sie werden mich sicherlich schon „gefunden“ haben…
Hoffentlich wird unser Hl. Vater recht bald ausführlich erläutern, warum die Tiara (Papstkrone) seit 1929 schon obsolet war und ihren Dienst, ein Jahrtausend zu überspannen, in dem sich die Kirche gegen jedwedes „Reich“ wehren musste, wohl erfüllt haben dürfte.
Mit freundlichen Grüßen ins schöne Holland!
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#27   Athanasius   01:24:10 | Freitag, 27. Mai 2005
Huh
„Athanasius“ (P. Lang) es tat
Herr Doktor!
Darf ich Ihnen bitte fragen woher Sie empfunden haben, ich sei Pater Lang?
Ich kenne keinen Pater Lang, und es gibt auch keinen Pater Lang in den Niederlanden, meinem Heimatland.
Ich bin ein neunzehnjähriger Student, danke schön.
Trotzdem schön, wenn man mich für einen Priester hält. Ich habe nie gedacht, man würde mich für so gutinformiert halten.
Zum Topic:
Man darf nicht am Glauben zweifeln. Das ist wie gesagt Sünde wider den Hl. Geist. Das heisst aber nicht, man müsse kritiklos bestimmte Einfüllungen dieses Glaubens folgen.
Aber „Zweifel“ ist doch gerade das Gegenübergesetzte von „Glauben“. Glauben heisst bewusst nicht zu erklärenden und verstehenden Lehren/Ideen/Geschichten zustimmen, während Zweifel gerade eine Nicht-Zustimmung ist.
Ihre philosophischen Auseinandersetzungen gehen eher über „Fanatiker“, Herr Doktor Otterbecker, und nicht über Fundamentalisten. In unserer Zeit verwirrt man diese Begriffe immer wieder. Katholiken sind Fundamentalisten, weil sie ein Fundament als Wahrheit annehmen. Fanatiker sind es hoffentlich nur wenige, denn ich denke nicht Katholiken haben sich auf ein wörtliches Ziel festgesetzt (z.B. ‘Djihad’). Gar im Gegenteil. Katholiken müssen immer mit mehreren Begriffen zugleich beschäftigt sein, und diese verweisen zu einem Ziel: Gott. Aber Der ist wörtlich nicht zu fassen.
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#26   GerdEric   23:19:40 | Donnerstag, 26. Mai 2005
Lieber Paul Mayer
1. Die Verzweiflung am Heil
2. Die vermessentliche Heilsgewissheit
3. Widerstand gegen die erkannte Wahrheit
4. Neid auf die Gnadengaben anderer
5. Verstocktheit in der Sünde
6. Unbußfertigkeit in der Stunde des Todes
1. Ist es kein Zweifel am Heil, wenn Katholiken täglich für ihr Heil beten?
2. ist es kein Vermessen, zu behaupten,
die eigenen Lehre sei die einzig wahre Lehre?
3. Widerstand gegen vermessene Erkenntins?
4. Neid auf eine Gnade, die missbraucht wird?
5. Verstocktheit, die eigenen Sünde zu bekennen?
6. nur weil man nicht die vermessenen Vorgaben anderer anerkennt?
Es ist dem Menschen gesagt,
was gut ist!
das kann kein Katechismus erklären,
das sagt die Bibel.
Denn,
warum sollte Jesus die Menschen vom Gesetz befreit haben,
wenn sich „die Kirche“ erdreist,
neue Gesetze statt derer zu „erkennen“?
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#25   Yersinia   23:07:57 | Donnerstag, 26. Mai 2005
@Paul: was schreibst denn du für einen Unsinn
über den Islam?
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#24   Paul Mayer   22:49:11 | Donnerstag, 26. Mai 2005
Sünde wider den Hl. Geist
Offenbar weiß kaum noch ein Katholik, was das eigentlich ist. Ich zitiere den Katechismus der katholischen Lehre des hl. P. Pius X. (Übersetzung ins Deutsche 1974, Petrus-Verlag, Kirchen/Sieg): Die 6 Sünden gegen den Hl. Geist sind folgende (Nr. 41 dieses Katechismus:
1. Die Verzweiflung am Heil
2. Die vermessentliche Heilsgewissheit
3. Widerstand gegen die erkannte Wahrheit
4. Neid auf die Gnadengaben anderer
5. Verstocktheit in der Sünde
6. Unbußfertigkeit in der Stunde des Todes
Weil es so schön war, hier noch ein anderes Zitat aus diesem Katechismus (Nr. 29), ein Gebet nach der Hl. Kommunion vom Hl. Ignatius von Loyola:
Seele Christi, heilige mich!
Leib Christi, erlöse mich!
Blut Christi, tränke mich!
Wasser der Seite Christi, wasche mich!
Leiden Christi stärke mich!
O gütiger Jesus, erhöre mich!
Verbirg in Deine Wunden mich!
Von Dir laß nimmer scheiden mich!
Vor dem bösen Feind beschütze mich!
In der Todesstunde rufe mich!
Und heiße zu Dir kommen mich!
Mit Deinen Heiligen zu loben Dich.
In Deinem Reiche ewiglich! Amen.
Dr. Otterbeck: Bitte keinen Klarnamen nennen, wenn es der Betreffende nicht wünscht bzw. gestattet hat!
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#23   Dr. Otterbeck   22:26:34 | Donnerstag, 26. Mai 2005
Zweifel?
Vielen Dank, dass hier einmal ein Kurzkommentar von mir als Anregung aufgegriffen wurde –- und nicht nur angegriffen, wie „Athanasius“ (P. Lang) es tat.
Die sehr kurzen Statements bleiben freilich immer zweifelhaft. Definitionssache? Derjenige (Voll-) Fundamentalist, der keine Zweifel mehr kennt, weil er sich in eine fixe Begrifflichkeit eingeschweißt hat, lebt tatsächlich, ipso facto, mit dem Risiko, sich wider den Hl. Geist zu versündigen. Denn „Sünde wider den Hl. Geist“: dazu zählt doch sicherlich das hermetische Sichabschließen im Selbstgemachten. Und da berühren sich augenscheinlich Modernismus und Traditionalismus; wobei: „Modernismus“, wie vor 1914 erlebt, ist, in dem optimistisch-humanistischen Gewand der „Selbstherrlichkeit“, fast ausgestorben, unhaltbar.
Pius X. war ein großer „Hörer des Wortes“; er hätte nach 1918 sicher andere Initiativen ergriffen als vor 1914, denn unsere Welt ist nicht mehr die des hochmütigen 19 Jhd.
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#22   Paul Mayer   22:07:46 | Donnerstag, 26. Mai 2005
@ konrad: Der Vergleich zwischen Islam und katholischer Tradition
war also keine Ehrabschneidung? Als was soll es dann aufzufassen sein? Als kluger Vergleich? Als Kompliment? Im Islam (von den Daemonen gegründet) gibt es kein Lehramt, weswegen jeder selbsternannte Mufti den Hl. Krieg ausrufen kann.
Im übrigen ist die Äusserung von Dr. Otterbeck nicht so eindeutig „konradisch“, wie Sie tun. Denn „im Zweifel Rom“ kann sich nur auf das insb. im Lehramt sich manfestierende ewige Rom des Hl. Petrus und Paulus beziehen, nicht jedes Geräusch, welches ein Papst von sich gibt, zieht schon Gehorsamsfolgen nach sich oder sonstiges. Außerdem: Hat jemand von den p.t. Diskutanten „Zweifel“ im Sinne Dr. Otterbecks geäußert?
Oder ist jemand nicht mit Rom?
Bei uns steht – zum Unterschied von mindestens 99% der nominellen Katholiken – ein Bild Papst Benedikts XVI. am Hausaltar (schon allein deswegen so wenige, weil kaum jemand einen Hausaltar – früher häufig als Herrgottswinkel hat), dennoch werde ich keine Kritik scheuen, wo er nicht sein Pflichten erfüllt oder erfüllen wird.
In der Hauptsache steht dort aber eine Herz-Jesu-Statue und eine Marienikone. Derartiges werden Sie bei Moslems nicht finden. An Fronleichnamsprozessionen nehmen die auch selten teil… Gelegentlich steht auch Erzbischof Lefebvres Bild dort. Sowie bedeutendere Tagesheilige, wenn wir gerade ein Bild von Ihnen haben.
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#21   GerdEric   21:48:13 | Donnerstag, 26. Mai 2005
Sicher wirkt der Heilige Geist
auch im Islam und sicher von Anbeginn der Schöpfung.
Denn der Heilige Geist schwebte über den Wassern…
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#20   Konrad   21:15:42 | Donnerstag, 26. Mai 2005
ehrabschneidend
war nicht meine Zustimmung zu Dr. Otterbeck, sondern Marcels Behauptung meiner Ahnungslosigkeit, was katholische Tradition angeht. Da kenne ich mich leider recht gut aus und bedaure die tragische Fehlentscheidung desjenigen, dessen Namen Sie sich anmaßen. Er war wenigstens ein irregeleiteter Heiliger, vor dessen Gewissensentscheidung ich Respekt habe und der im Licht der Ewigkeit auch seine eigenen Wege nun anders wahrnimmt.
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#19   Marcel   19:27:09 | Donnerstag, 26. Mai 2005
Von der Wonne, ein Fundamentalist zu sein
Der fundamentalistische Anti-VII-Traditionalismus ist nichts anderes als eine Art Islam in katholischem Gewand. Oder eine „Sünde gegen den Hl. Geist“, der durch VII und JPII zu Kirche und Welt sprach und spricht.
Konrad, was Sie sagen, ist zwar ehrabschneidend und versucht gemein, aber vor allem zeigt es, daß Sie a) keine Ahnung von katholischer Tradition haben; daß Sie b) überhaupt nicht wissen, was der Islam ist (wie die meisten nachsynodalen Katholiken); und daß Sie c) das nichtdogmatische „Konzil“ V.II nicht einmal auszugsweise kennen (es ist eine in vieler Hinsicht mit der überlieferten katholischen Lehre unvereinbare Synode).
Kurzum: es wäre keine Schande, zu schweigen, wenn man nichts weiß. Doch die Nach“konzils“kirche ist zu einem vom Fundament abgetrennten Ort des Plapperns, des Lärms und des grellen Effektlichtes geworden, was sollte also wundern, wenn dieses Motto gebrochen wird?
Seit ich Jesus Christus in der katholischen Kirche durch die kanonisch errichtete ehrwürdige Priesterbruderschaft St. Pius X. des heiligmäßigen Gründers Erzbischof Lefebvre erkenne, bin ich gern ein Fundamentalist, weil mein einziges Fundament Christus und Seine Kirche ist. Das Gegenteil von Fundament ist Flugsand. Ein „Mittelding“ (den angeblich goldenen „liberalen“ Weg) gibt es bei dieser Seelenheilsfrage nicht: entweder ganz Christus (und sein ganzes Evangelium – ohne ein Wörtchen wegzulassen) oder gar nichts!
Aut deus aut nihil.
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#18   Konrad   14:56:10 | Donnerstag, 26. Mai 2005
@Dr. Otterbeck
Sie treffen den Punkt! Der fundamentalistische Anti-VII-Traditionalismus ist nichts anderes als eine Art Islam in katholischem Gewand. Oder eine „Sünde gegen den Hl. Geist“, der durch VII und JPII zu Kirche und Welt sprach und spricht.
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#17   Dr. Otterbeck   07:49:46 | Donnerstag, 26. Mai 2005
Hallo, P. Lang,
jetzt geben Sie mir Gelegenheit, hier noch einmal zu verdeutlichen, worin das Charisma des Petrusamtes besteht. Denken Sie bitte mit mir darüber nach:
Warum war die altehrwürdige, „traditionalistische“ Kirche des Orients dem Islam so wehrlos ausgeliefert?
Sie hatte sich dem Byzantinismus unterworfen und keine eigene Identität als Rechtsgemeinschaft entwickelt, die fähig gewesen wäre, dem politischen Programm der Muslime etwas entgegenzusetzen.
So ist es das Petrusamt, das jenes kleine Fenster zur Transzendenz offenhält, indem es den Herren dieser Welt per Rechtsanspruch (!) abspricht, das letzte Wort zu haben. Die Kirche muss also auch verfasste Rechtsgemeinschaft sein, im Zweifel ist eher Rom zu folgen als dem eigenen Verständnis von Tradition. Sonst wird aus der Tradition ein ‘Islam’ lateinischen Kultes.
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#16   Athanasius   22:34:29 | Mittwoch, 25. Mai 2005
Nein
Der hl. Geist wirkt NICHT im Islam und uebrigen Ketzereien und Irrtuemern!
Kann der heilige Geist sich selbst gegensprechen? Nein! Also ist der Islam nicht vom heiligen Geist. Klar.
Die Wahrheit darin ist logisch. Der Satan vermischt immer Wahrheit mit Unwahrheit und Lüge.
Und die wahren Teil des Korans sind übernahmen aus der Bibel.
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#15   Konrad   21:12:03 | Mittwoch, 25. Mai 2005
Trinität
Immanente Trinität ist ewig, ökonomische Trinität ist zeitlich-geschichtlich. z. B. das Leben Jesu bis zur Auferstehung. Studieren Sie doch bei J. Ratzinger „Einführung in das Christentum“ (München 2000) ein wenig diese Fragen
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#14   GerdEric   13:30:01 | Mittwoch, 25. Mai 2005
ät Konrad
Lesen Sie lieber die Hl. Schrift: „noch war der Geist nicht gegeben, weil ER noch nicht verherrlicht war“ (Joh). Der Geist über dem Chaos der Wasser ist noch nicht der trinitarische Hl. Geist des Herrn, der erst nach Kreuz und Auferstehung für uns (Maria war die einzige Ausnahme) zuhanden ist – jetzt allerdings wirkt er überall, „wo er will“, auch bei Moslems und Hindus, wenn auch dort nur „anonym“, nicht in der personalen Konkretion wie bei den Aposteln und ihren Nachfolgern. Auch im Koran stehen inspirierte Stellen wahrer Gottesverehrung, die für ein Christusbekenntnis offen sind.
Ups,
und ich dachte,
Alles (Trinität),
doch sicherlich nach katholischer/christlicher Lehre,
Jesus und auch der Heilige Geist waren von Anbeginn…
Also ist die Trinität erst mit Jesu „vom Himmel“ gefallen?
Hat GOTT sich denn gedrittelt?
mfg
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#13   Konrad   13:04:13 | Mittwoch, 25. Mai 2005
GerdEric
was nennen Sie mich „lieber“. Hören Sie auf damit, das ist alberner 68er Stil. Lesen Sie lieber die Hl. Schrift: „noch war der Geist nicht gegeben, weil ER noch nicht verherrlicht war“ (Joh). Der Geist über dem Chaos der Wasser ist noch nicht der trinitarische Hl. Geist des Herrn, der erst nach Kreuz und Auferstehung für uns (Maria war die einzige Ausnahme) zuhanden ist – jetzt allerdings wirkt er überall, „wo er will“, auch bei Moslems und Hindus, wenn auch dort nur „anonym“, nicht in der personalen Konkretion wie bei den Aposteln und ihren Nachfolgern. Auch im Koran stehen inspirierte Stellen wahrer Gottesverehrung, die für ein Christusbekenntnis offen sind.
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#12   GerdEric   08:27:29 | Mittwoch, 25. Mai 2005
Lieber Konrad
und was weist dann im AT noch auf Gott Heilger Geist hin,
wenn du den heilihen Geist,
der bei der Schöpfung über den Wassern schwebt als „Geist“ abtust?
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#11   Konrad   08:23:58 | Mittwoch, 25. Mai 2005
@GerdEric
die personale Konkretisierung
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#10   GerdEric   22:07:11 | Dienstag, 24. Mai 2005
Lieber Konrad
was unterscheidet denn den (Heiligen) Geist,
der über den Wassern schwebt,
vom Heiligen Geist des Vaters und des Sohnes,
der an Pfingsten der Kirche und insbesondere dem Petrus (und seinen Nachfolgern!) geschenkt wird?
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#9   Stimme aus dem Tradiland   17:40:23 | Dienstag, 24. Mai 2005
Irrtum und Wahrheit als Einheit?
@ Wolfgang E.: Die Aussage von Glaubenswahrheiten rechtfertigt die Aussage von Irrtümern nicht. Sonst wäre jeder Irrlehrer, Häretiker und Lügner gerechtfertigt, bloß weil er zusätzlich zu Falschem noch Wahres ausspricht.
Wenn der Papst betont, dass Christus der einzige Mittler und Erlöser sei so widerspricht er damit nichteinmal seinen vorherigen Aussagen, weil ein Religionsgründer, der den Anstoß für sein irriges und in Wahrheit gotteslästerliches Tun durch den Hl. Geist bekommen hätte, ja auch durch Christus selbst gerechtfertigt wäre.
Ich bezweifle daher, ob Johannes Paul II. den Begriff „Mission“an der von Ihnen genannten Stelle in seiner traditionellen Bedeutung verwendet, die Menschen zu Christus zu bekehren. Eher ist anzunehmen, dass die Abgesandten der Kirche die Angehörigen fremder Religionen in ihrem falschen Tun bestärken sollen, diese damit „tiefer in die Geheimnisse ihrer Religion“ eindringen können (Zitat nach dem neuen Präfekten der Glaubenskongregation, Erzbischof Levada) und jene auf diese Weise – da schon durch den Hl. Geist gewürdigt und gottgefällig – näher zu Christus kommen können.
Die Moslems darin zu bestärken, „bessere“ Moslems zu werden, wäre also ein gottgefälliges Werk und in diesem Sinne „Mission“. Im übrigen ist es alte modernistische Strategie, Wahrheit und Irrtum auf die gleiche Ebene zu stellen, um letzterem die gleiche Ehre und Anerkennung zu erweisen. So auch schon durch V2.
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#8   wolfgang e.   17:20:40 | Dienstag, 24. Mai 2005
Zusammenhanglos
Der zitierte Text der Genaralaudienz vom 9.9.1998 ist etwas aus dem Zusammenhang herausgerissen und dadurch sehr Missverständlich. Glücklicherweise sind sämtliche Ansprachen, Audienzen, Enzykliken,… von Papst Johannes Paul II (und auch von anderen Päpsten) auf www.vatican.va zu finden (unter der Rubrik „der Heilige Vater“).
In der deutschen Version findet sich oft nur der Text, den der Papst tatsächlich auf Deutsch gesagt at, also am besten immer auch bei anderen Sprachen (Englisch, Französisch, Italienisch, Portugisisch, Spanisch) nachschauen.
Link: www.vatican.va/…es/1998/index_ge.htm
Am Schluss der Ansprache betont der Papst sehr wohl, das Christus der einzige Mittler und Erlöser ist, und Mission daher unumgänglich.
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#7   Konrad   16:21:46 | Dienstag, 24. Mai 2005
subtilis?
also bitte unterscheidet doch die Geister! Den Geist, der über den Wassern schwebt (aus dem AT), vom Heiligen Geist des Vaters und des Sohnes, der an Pfingsten der Kirche und insbesondere dem Petrus (und seinen Nachfolgern!) geschenkt wird. Den Geist „von unten“ und den „von oben“. Wenn wir diese Differenzierung nicht vornehmen ist die mißverständliche Aussage des verstorbenen Papstes natürlich irreführend und könnte seiner Seligsprechung Probleme bereiten. Aber genau besehen (und den Gesamtzusammenhang seiner Verkündigung berücksichtigend) denkt er eben im Sinne der „analogia entis“ (versteht mich „ontos“ noch?) voll katholisch und verteufelt die Religionen nicht wie der Protestant Karl Barth in seiner Einseitigkeit. Denkt bitte gross über unseren katholischen Glauben und auch über JPII!
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#6   Stimme aus dem Tradiland   14:43:51 | Dienstag, 24. Mai 2005
@ DoctorSubtilis
ad 1) Zitat Johannes Paul II.
Genau aus dieser uranfänglichen Öffnung des Menschen auf Gott hin entstehen die verschiedenen Religionen.
Nicht selten finden wir an deren Beginn Gründer, die mit Hilfe des Geistes Gottes eine tiefere religiöse Erfahrung gemacht haben.
Doch, steckt nämlich der Hl. Geist in der „tieferen religiösen Erfahrung“ ihrer Gründer, dann sind die von ihnen gegründeten Religionen ebenfalls von Gott und somit gleichwertig.
ad 2.1) Jedes menschliche Streben nach Wahrem und Gutem zielt letztlich auf Gott und ist durch Gott ermöglicht.
Ja, aber die fremden Religionen zielen genau nicht darauf ab. Die Ablehnung Christi als Sohn Gottes, Erlöser usw. zielt niemals auf Gott und ist weder wahr noch gut (auch kein Streben danach).
ad 2.2 Nein, „religiöse Erfahrung“ ist nicht mit Streben nach Wahrheit gleichzusetzen, anderenfalls wäre das Wirken der Daemonen göttlich!
ad 2.3 Nein, die fremden Religionen streben nicht auf die Wahrheit hin, sondern von ihr weg!
ad 2.4 Die allzu massive Vermischung von Natur und Gnade kommt zusätzlich hinzu.
Es gibt kein „vorbereitendes Handeln“ des Hl. Geistes in den fremden Religionen. Ein solches gibt es – falls man davon sprechen will, in der Schaffung der Seele jedes Menschen.
Der Mißbrauch von Schriften des Augustinus kann diesem nicht unterschoben werden.
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#5   DoctorSubtilis   14:05:10 | Dienstag, 24. Mai 2005
Bitte erst richtig den Text lesen…
…und dann über ihn urteilen!
(1) JP II spricht überhaupt nicht davon daß alle Religionen gleichwertig sind und das Christentum auf einer Stufe mit ihnen steht.
(2) Seine prinzipiell positive Einschätzung der nichtchristlichen Religionen geht vielmehr aus folgender Argumentation hervor:
[1] Jedes menschliche Streben nach Wahrem und Gutem zielt letztlich auf Gott und ist durch Gott ermöglicht.
[2] Religiöse Erfahrungen von Personen, wie sie am Anfang der Religionen stehen und in ihnen später institutionalisiert worden sind, sind Ausdruck des Strebens nach Wahrheit.
[3] Insofern, nämlich als auf die Wahrheit hinstrebend (!), sind die Erfahrungen und die auf ihnen begründeten Religionen vom Heiligen Geist erfüllt.
(3) Das Christentum kann weiterhin als DIE Wahrheit unterschieden werden, zu der die anderen unbewußt hinstreben.
(4) Das Problem dieser Aussagen liegt also nicht in einem Indifferentismus, sondern eher in einer allzu massiven Vermischung von Natur und Gnade. Ein vorbereitendes Wirken des HG wird nicht klar von seinem rechtfertigenden Wirken unterschieden. Wahrscheinlich rührt das aus dem bekannten Augustinismus des verstorbenen Papstes.
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#4   Athanasius   13:54:24 | Dienstag, 24. Mai 2005
In der Tat: Unsinn
Hiermit wird also das Gebet der Buddhisten und der Hindus dass diese an ihren Götzen opfern gutgehiessen.
Eine schlimme Sache und im Widerspruch zur Tradition.
Der Heilige Geist wohnt erst in einem Menschen, wenn er Christus angenommen hat, nicht schon von der Geburt an. Dann gäbe es auch keinen Erlösungsbedarf, wenn der Mensch schon von Geburt an mit Gott vereinigt ist.
Eindeutig wird diese Aussage häretisch wenn buchstäblich interpretiert.
Die Argumentation der Sedisvakantisten wird sich wieder hiervon bedienen können.
Es steht hier zumindes grosses Irrtum.
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#3   Peccator   11:46:59 | Dienstag, 24. Mai 2005
Diese Aussage Johannes Pauls II
ist nicht nur kritikwürdig, sie ist ganz eindeutig häretisch. Man lese nur den Syllabus. Dies allein sollte Grund genug sein, den Seligsprechnungsprozess unverzüglich einzustellen.
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#2   Romulus   11:23:36 | Dienstag, 24. Mai 2005
Katholisch???
Diese Begründung mag philosophisch ganz nett sein, biblisch und der katholischen Tardition entsprechend ist sie definitiv nicht. Bedenken Sie:
1) AT: Die Götter der Ägypter sind nichtig!
2) Das Evangelium fordert Entscheidung für Jesus.
3) Wäre es so dann wären alle Blutopfer der Märtyrer umsonst gewesen. Hätten doch die Römer ihre Götter weiterverehren können. Oder später die Germanen oder die Inkas, ist doch eh alles dasselbe.
Folge: Abschaffung jeglicher Missionstätigkeit. Aber sofort! Dallidalli!
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#1   Konrad   10:42:36 | Dienstag, 24. Mai 2005
Religionen
Genau hier, wenn es so gesagt wurde, wird man aus neutestamentlich-biblischer Sicht an der Aussage Johannes Pauls II. Kritik üben dürfen. Vgl. Klaus Berger, Jesus, München 2004.
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