Korea
Jetzt bricht die kirchliche Disziplin sogar in Korea zusammen
Das wäre noch vor wenigen Jahren völlig undenkbar gewesen: Eine Gruppe von Priestern hat den Rücktritt des Erzbischofs von Seoul gefordert.
Nicholas Kardinal Cheong Jin-Suk von Seoul
Nicholas Kardinal Cheong Jin-Suk von Seoul
(kreuz.net) Etwa zwanzig Geistliche haben den Rücktritt des Erzbischofs von Seoul in Südkorea, Nicholas Kardinal Cheong Jin-Suk (79), gefordert.

Das berichteten verschiedene Medien.

Der Grund: Kardinal Cheong hat sich am 11. Dezember zugunsten des „Vierflüsse-Sanierungsprojekt“ ausgesprochen.

Das Projekt will die Wasserversorgung des Landes verbessern, Maßnahmen zur Überschwemmungsbekämpfung ergreifen, die Wasserqualität verbessern und neue Lebensräume für die Bevölkerung schaffen.

Es kostet etwa 13 Milliarden Euro.

Kritiker erklären, daß dadurch die Trinkwasserversorgung und das ökologische Gleichgewicht in Südkorea gefährdet würden.

Dem Kardinal wird vorgeworfen, der Koreanischen Bischofskonferenz und zahlreichen Priestern widersprochen zu haben, die sich seit Monaten gegen das Projekt stemmen.

Es ist das erste Mal in der koreanischen Kirchengeschichte, daß Priester einen Bischof zum Rücktritt aufgefordert haben.

Die Rebellen-Priester hielten am 13. Dezember in einem Zentrum der Franziskaner in Seoul eine Pressekonferenz ab.

Dabei wies Hw. Ham Sei-ung – ein Priester der Erzdiözese Seoul – darauf hin, daß der Kardinal schon seit vier Jahren das bischöfliche Rücktrittsalter überschritten hat.

Durch seine Erklärung habe er bewiesen, daß er nicht mehr zur kirchlichen Gemeinschaft gehöre – behauptete der Priester.

Kardinal Cheon wurde im Jahr 1998 zum Erzbischof von Seoul ernannt.

Nach Angaben der altliberalen Webseite ‘asianews.it’ hat seine Ernennung eine „starke Welle des Konservativismus“ ausgelöst.

Direkt nach seiner Ernennung verbot er zum Beispiel die Gebetstreffen der „Vereinigung für Gerechtigkeit“ in der Kathedrale von Seoul.

Diese Veranstaltungen wurden zur politischen Agitation mißbraucht.

Seit dem Jahr 2007 schickte er den Vertreter dieser Organisation, Hw. Jeon Jong-hoon, in drei aufeinanderfolgende Sabbatjahre.

Der Priester hatte einem Rechtsanwalt geholfen Schwarzgelder des Konzerns Samsung aufzudecken.

Hw. Matthias Hur Young-yup – ein Sprecher der Erzdiözese – hat inzwischen erklärt, daß sich der Kardinal nicht „offen“ zu dem Projekt bekannt und sich auch nicht auf die Seite der Regierung geschlagen habe.
      
11 Lesermeinungen
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#13   Tchibo   18:37:55 | Donnerstag, 16. Dezember 2010
ruhrgebieter: Als wenn Rahner und Vorgrimler sich
:-! mit Speichelleckern umgeben hätten.
Da lachen doch die Hennen beim
Kühe melken…! :-! :-! :-!
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#12   r.ruhrgebietler   18:35:19 | Donnerstag, 16. Dezember 2010
gottlos (aka gotthard)
Meinungsfreiheit?? das ist ihnen doch ein fremdwort! sie sind und bleiben ein konziliban, fern von Jesus Christus und auf ewig gültigen trid. Liturgie!
Sie sind und bleiben ein speichellecker rahners, vorgrimler, ratzinger…
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#10   Gotthard   01:02:19 | Donnerstag, 16. Dezember 2010
Rädelsführer
An den Priestern, die einen Aufstand gegen den Diözesanbischof angezettelt haben, sollte durch den Kardinal-Erzbischof ein Exempel statuiert werden, insbesonders an den Rädelsführern.
diese Priester haben ausschließlich ihr verbrieftes Recht auf Meinungsfreiheit in Anspruch genommen.
Es bricht also keinerlei Disziplin zusammen.
Im Pius-Verein ist natürlich Kadergehorsam verlangt…
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#9   Kamazz †   00:10:23 | Donnerstag, 16. Dezember 2010
Rudolfus: is ja gudd, nicht aufregen,
wird alles widder gudd, auch wenn er
nicht im Katechismus steht…! :-)
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#8   Rudolfus   00:06:06 | Donnerstag, 16. Dezember 2010
Ein Kardinal darf wie jeder Geistliche seine politische Meinung äußern, aber bindet in seiner
Meinungsäußerung logischerweise keinen seiner Untergebenen oder der Katholiken seiner Diözese, die gleichfalls politische Meinungsfreiheit, innerhalb der Vorgaben des kirchlichen Lehramtes, haben.
Noch dümmer wird es, wenn einem Diözesanbischof vorgeworfen wird, gegen eine Erklärung der Nationalen Bischofskonferenz zu widersprechen.
Die Leitung einer Diözese obliegt der relativen Alleinverantwortung des Bischofs (relativ zum Papst), und keinem Nationalepiskopatskollektivgremium unter Vorsitz des gewählten Nationalepiskopatskollektivgremiumsvorsitzenden.
Das Nationale Bischofskonferenzkollegium ist ein Beratungs- und Unterstützungsorgan für die Diözesanbischöfe, kann aber keinerlei Weisung für die einzelnen Diözesanbischöfe abgeben.
Ein Bischof darf sich frei äußern und ist an dieses Nationalgremium nicht gebunden, ein Römischer Kardinal schon gar nicht.
An den Priestern, die einen Aufstand gegen den Diözesanbischof angezettelt haben, sollte durch den Kardinal-Erzbischof ein Exempel statuiert werden,
insbesonders an den Rädelsführern.
Natürlich ist es klar, daß Satans Strategie der Aufhetzung auch vor der asiatischen Kirche nicht haltmacht.
Die ostasiatische Kirche gilt, wegen der asiatischen Tugenden, als vorbildhaft diszipliniert.
Die Ostasiaten wäre eine echte Immigrationsbereicherung, nicht eine Belastung wie die von den Freimaurern so privilegierten Türken, die in unser Land kommen wie die Hunnen.
Beten wir auch für einen schnellen Tod des nordkoreanischen Diktators.
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#7   Tchibo   22:07:11 | Mittwoch, 15. Dezember 2010
adlimina: Vielleicht Nonnenjagdobjekt-Bischof
wäre doch auch ein herrlicher Titel für Herrn
Mixa…Nachdem die Klosterfrauen keine
Herberge für den Monsignore haben wollten… :-D
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#6   Gotthard   21:51:31 | Mittwoch, 15. Dezember 2010
Rebellen-Priester
Der Priester hatte einem Rechtsanwalt geholfen Schwarzgelder des Konzerns Samsung aufzudecken.
furchtbarer Rebellenpriester … drei Sabbatjahre sind noch viel zu wenig …
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#4   Ernst von Zwiefalten   20:11:11 | Mittwoch, 15. Dezember 2010
Nicht einmal Bischoff Sproll
kann als Märtyrerbischoff bezeichnet werden.
Er der eindeutig, viel eindeutiger als Williamson, unter den Nazis viel gelitten hat www.bischof-sproll.de/…bewertung/index.html
Vielleicht erreicht die Fürbitte dieses Bekennerbischofs, dass sich k-net bekehrt.
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#3   Cybuzar   19:47:33 | Mittwoch, 15. Dezember 2010
Nicht zu vergessen der „Märtyrerbischof“,
auch wenn man damit den so Titulierten verbal töten und seinen Antisemitismus zur Religion erheben muss, damit’s wenigstens formell passt …
und nein, damit ist hier nicht Luigi Padovese gemeint. o^/ Auf ihn könnte der Begriff tatsächlich zutreffen.
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#2   Lisibald Poier †   18:53:45 | Mittwoch, 15. Dezember 2010
Rebellen-Priester
Tolle Wortschöpfung. Tabellen-Priester. :-P
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#1   adlimina   18:49:09 | Mittwoch, 15. Dezember 2010
„Papstaudienz“
Wir dürfen mächtig gespannt sein, welche Titulatur Bischof Mixa nach seinem heute zu verzeichnenden Zusammentreffen mit dem Heiligen Vater zu gewärtigen hat. Kommt der Fluchtbischof wieder, oder wird es eine köstliche Neuschöpfung geben, harmlos vielleicht als Pensionsbischof, schärfer möglicherweise tourender Urlaubsbischof, oder …? Heldenbischof ist jedenfalls bereits vergeben. Alles selbstverständlich Ausdruck weihnachtlicher Feststimmung und christlicher Nächstenliebe!
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