18:26:20 | Mittwoch, 15. Dezember 2010
Das wäre noch vor wenigen Jahren völlig undenkbar gewesen: Eine Gruppe von Priestern hat den Rücktritt des Erzbischofs von Seoul gefordert.

Nicholas Kardinal Cheong Jin-Suk von Seoul
(kreuz.net) Etwa zwanzig Geistliche haben den Rücktritt des Erzbischofs von Seoul in Südkorea, Nicholas
Kardinal Cheong Jin-Suk (79), gefordert.
Das berichteten verschiedene Medien.
Der Grund: Kardinal Cheong
hat sich am 11. Dezember zugunsten des „Vierflüsse-Sanierungsprojekt“ ausgesprochen.
Das Projekt will
die Wasserversorgung des Landes verbessern, Maßnahmen zur Überschwemmungsbekämpfung ergreifen, die
Wasserqualität verbessern und neue Lebensräume für die Bevölkerung schaffen.
Es kostet etwa 13 Milliarden
Euro.
Kritiker erklären, daß dadurch die Trinkwasserversorgung und das ökologische Gleichgewicht in
Südkorea gefährdet würden.
Dem Kardinal wird vorgeworfen, der Koreanischen Bischofskonferenz und zahlreichen
Priestern widersprochen zu haben, die sich seit Monaten gegen das Projekt stemmen.
Es ist das erste Mal
in der koreanischen Kirchengeschichte, daß Priester einen Bischof zum Rücktritt aufgefordert haben.
Die Rebellen-Priester hielten am 13. Dezember in einem Zentrum der Franziskaner in Seoul eine Pressekonferenz
ab.
Dabei wies Hw. Ham Sei-ung – ein Priester der Erzdiözese Seoul – darauf hin, daß der Kardinal schon
seit vier Jahren das bischöfliche Rücktrittsalter überschritten hat.
Durch seine Erklärung habe er
bewiesen, daß er nicht mehr zur kirchlichen Gemeinschaft gehöre – behauptete der Priester.
Kardinal
Cheon wurde im Jahr 1998 zum Erzbischof von Seoul ernannt.
Nach Angaben der altliberalen Webseite ‘asianews.it’
hat seine Ernennung eine „starke Welle des Konservativismus“ ausgelöst.
Direkt nach seiner Ernennung
verbot er zum Beispiel die Gebetstreffen der „Vereinigung für Gerechtigkeit“ in der Kathedrale von Seoul.
Diese Veranstaltungen wurden zur politischen Agitation mißbraucht.
Seit dem Jahr 2007 schickte er den
Vertreter dieser Organisation, Hw. Jeon Jong-hoon, in drei aufeinanderfolgende Sabbatjahre.
Der Priester
hatte einem Rechtsanwalt geholfen Schwarzgelder des Konzerns Samsung aufzudecken.
Hw. Matthias Hur Young-yup –
ein Sprecher der Erzdiözese – hat inzwischen erklärt, daß sich der Kardinal nicht „offen“ zu dem Projekt
bekannt und sich auch nicht auf die Seite der Regierung geschlagen habe.
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#13
Tchibo 18:37:55 | Donnerstag, 16. Dezember 2010
#12
r.ruhrgebietler 18:35:19 | Donnerstag, 16. Dezember 2010
#10
Gotthard 01:02:19 | Donnerstag, 16. Dezember 2010
#9
Kamazz † 00:10:23 | Donnerstag, 16. Dezember 2010
#8
Rudolfus 00:06:06 | Donnerstag, 16. Dezember 2010
#7
Tchibo 22:07:11 | Mittwoch, 15. Dezember 2010
#6
Gotthard 21:51:31 | Mittwoch, 15. Dezember 2010
#4
Ernst von Zwiefalten 20:11:11 | Mittwoch, 15. Dezember 2010
#3
Cybuzar 19:47:33 | Mittwoch, 15. Dezember 2010
#2
Lisibald Poier † 18:53:45 | Mittwoch, 15. Dezember 2010
#1
adlimina 18:49:09 | Mittwoch, 15. Dezember 2010