Der ehemalige Generalvikar von Mons. Klaus Küng, Elmar Fischer, ist der neue Bischof des Bistums Feldkirch. Noch vor der offiziellen Bestätigung hat er es selber bekannt gegeben.
(kreuz.net, Feldkirch) Elmar Fischer ist der neue Bischof von Feldkirch. Der St. Pöltner Diözesanbischof,
Mons. Klaus Küng, stellt seinen Nachfolger für das Bistum Feldkirch heute um 12.30 Uhr der Öffentlichkeit
vor. Zuvor wird die Bestellung noch vom Ministerrat in Wien abgesegnet. Dieser hat theoretisch Einspruchsrecht.
Dieses wird allerdings in der Praxis nie genutzt.
Mons. Elmar Fischer ist der erste Hirte im deutschsprachigen
Raum, der von Papst Benedikt XVI. ernannt wurde.
Laut dem Österreichischen Rundfunk wurde bereits am
Vormittag ein Email an die Pfarreien der Diözese geschickt. Es war vom neuen Bischof Fischer unterzeichnet.
Er wolle schon vor der offiziellen Kundgebung seine Mitarbeiter informieren, heißt es in dem Schreiben.
Elmar Fischer erblickte am 6. Oktober 1936 in Feldkirch das Licht der Welt. Er studierte an der von den
Jesuiten geführten Universität in Innsbruck Theologie. Im Juni 1961 wurde er 24jährig zum Priester
geweiht.
Nach vier Kaplansjahren begann er als Pfarrprovisor in Sibratsgfäll im Bregenzerwald. Sibratsgfäll
liegt rund 30 Kilometer westlich von Bregenz. In dieser Zeit schrieb er sein Doktorat über die Seelsorge
im Generalvikariat Feldkirch.
Elmar Fischer ist nicht nur Priester, sondern auch Ehe- und Familientherapeut.
Bischof Küng sah in ihm einen „treuen Weggefährten der ersten Stunde“. Mons. Fischer stand seinem Vorgänger
15 Jahre lang als Generalvikar zur Seite.
Mit dem Wechsel Mons. Küngs von Vorarlberg nach St. Pölten
war Fischer „Ständiger Vertreter des Apostolischen Administrators“ der Diözese Feldkirch. Apostolischer
Administrator blieb Bischof Küng.
Als ausschlaggebender Faktor für die Ernennung Mons. Fischers gilt
seine große Erfahrung, die er in der Zusammenarbeit mit Bischof Klaus Küng sammeln konnte. Außerdem
wird sein Alter als maßgeblich genannt. Mons. Fischer wird am 6. Oktober 69 Jahre alt. Bereits in sechs
Jahren muß er dem Heiligen Vater seinen Rücktritt anbieten.
Als Bischof Fischer im vergangenen Dezember
auf die Möglichkeit der Nachfolge Mons. Küngs angesprochen wurde, zeigte er sich wenig begeistert: „Wer
die Aufgaben eines Bischofs kennt, wird sich da sehr zurückhalten“, erklärte er. Nachdem er allerdings
Priester und Generalvikar sei, müsse er letztlich auch für das Amt des Bischofs bereit sein.
In der
elektronischen Nachricht, die heute vormittag an die Feldkircher Pfarreien gegangen ist, erklärte er
in diesem Sinn: „Mir ist eine große Aufgabe übertragen worden.“
Email-Adressen der Empfänger
5 Lesermeinungen
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@Yersinia Pastoralpsychologie Hallo Yersinia, von Pastoralpsychologie, wie ich sie kennengelernt habe,
kann ich nur abraten, was nicht ausschließt, dass man als Seelsorger gewisse Grundkenntnisse in Psychologie
haben sollte. Aber: Priester sind Seelsorger und keine Psychologen. Sollten wirklich psychisch kranke
Menschen vor einem stehen, dann gehören diese zum Psychiater und nicht zum Psychologen. Warum? Psychater
haben eine MEDIZINISCHE Ausbildung, meist sind es auch Neurologen, Psychologen dagegen haben keine MEDIZINISCHE
Ausbildung. Die dürfen noch nicht mal ne Packung Kopfschmerztabletten verschreiben. Vielen psychischen
Erkrankungen ist meistens mit Medikamenten, die neuronal im Gehirn wirken, ganz gut beizukommen, da nützt
es gar nichts wenn sie nur über Ihre Depression beim Psychologen quatschen, sondern die muss neurologisch
behandelt werden.
Psychotherapie + Seelsorge Die empir. Psychologie (Psychol. als Teildisz. der Philos. gibt es sehr viel
länger) ist ein naturwissensch. Zugang zum Empir. Fassbaren der Psyche. Was „Psyche“ ist, urteilen die
Subdisz. der empir. Psychol. verschieden, ausgehend von ihren Ansätzen (Triebe, Verhalten, Emotionen).
Letzlich können sie aber die Seele als geistiges Formprinzip des Leibes nicht erklären, sondern nur
empir. Feststellbares erkennen, analysieren – und ihrem Eigenbereich auch behandeln. Es ist gut, wenn
ein Seelsorger ein psycholog. Grundwissen hat (findet sich auch bei Thomas, den Wüstenvätern, …),
vielleicht auch eine Psychoth.-Ausbildung – er soll aber beide Bereiche Seelsorge – Psychoth. aber nicht
mischen, sondern sauber trennen. Der Seelsorger hilft den Gläubigen auf ihrem Glaubensweg mit Gott, bei
der Bekämpfung von Schuld und Sünde – hilft vor allem der unsterbl. Seele durch Gebet, Zuspruch, Beratung,
Sakramente. Gerade in der Seelsorge kommen oft Leute mit psych. Problemen, die muss er erkennen und die
Leute dann entsprechend weitervermitteln. Umgekehrt soll die Psychiatr. auch daran denken, dass bei psych.
Erkrank. möglicherweise auch dämon. Erstursachen oder Einflüsse geben könnte, wenn keine Psychotherapie
oder kein Medikament mehr hilft und die Leute zum Priester schicken. Der Psychoth. kümmert sich um die
(meist empir. od. tiefenpsych.) fassbaren krankhaften Anteile eines Teilbereiches der Seele, kann in vielen
Fällen helfen, seel. Leiden zu heilen oder zu lindern. Frau Mayer
@Romulus: du scheinst von Pastoralpsychologie noch nicht viel verstanden zu haben? was machst du, wenn
Menschen in extremen Krisen zu dir kommen? Beten ist eine wichtige öglichkeit, aber psychosozial kompetent
sollte jemand, der in der Pastoral arbeitet, schon sein.
Passt scho… Viele Priester sehen sich aber als Therapeuten und benehmen sich auch so! Wir hatten sogar
einen Pastoralpsychologen. Wenn’s zu dem ging, wurde mir immer schlecht.
Seelsorge und Psychotherapie widersprechen sich Zitat aus „Der Standard“ vom 24. Mai 2005: Von 1979 bis
ebenfalls 1990 leitete Fischer das von ihm mitbegründeten Ehe- und Familienzentrum der Diözese Feldkirch.
Neben seiner Ausbildung als Ehe- und Familienberater hat sich Fischer auch die Qualifikation als Psychotherapeut
erworben. Dass Bischof Elmar Fischer Interesse an Familienfragen hat, ist erfreulich. Problematisch ist
aber seine Zusatzausbildung als Psychotherapeut. Denn der naturwissenschaftlich verwendete Begriff Psyche
ist nicht identisch mit dem theologischen Begriff Seele. Die Psychotherapie blendet das Wirken der göttlichen
Gnade insb. in den Sakramenten völlig aus und vertraut ausschließlich auf (zeitgeistige) Selbsterlösungsstrategien
(Konfrontation etc.) bzw. medizinische Heilung. Der Katholik vertraut auf die Hinwegnahme der Schuld durch
das Bußsakrament und die Hinwegnahme von Strafen (oder der Strafe) durch den Ablaß. Von einer grundsätzlichen
Wiederherstellung der Defekte in der menschlichen Natur in diesem Leben geht sie nicht aus (auch wenn
es im Einzelfall zu einer Linderung oder Wegnahme des Leidens kommen mag). Denn das Leiden hat nach christlicher
Auffassung den Zweck der Hinwendung zu Gott sowie auch den Nutzen für Lebende und die armen Seelen, besonders
auch durch das Aufopfern des eigenen Leidens an den Willen Christi. Christus sagt uns, dass niemand zwei
Herren dienen kann. Ein Priester kann also nicht zugleich Psychotherapeut sein.