15:04:00 | Sonntag, 19. Dezember 2010
Der Verstorbene trat in seinem Leben als einer der profilierten Konservativen Österreichs oft an die Öffentlichkeit – und gewöhnlich nicht zur Freude der altliberalen Amtsbischöfe.

Professor Robert Prantner auf der Webseite ‘couleurstudent.at’ mit dem früheren österreichischen Bundeskanzler Julius Raab († 1964)
(kreuz.net) Am 10. Dezember starb der verdiente österreichischer Theologe, Gesellschaftsethiker und Publizist
Robert Prantner. Er wurde 79 Jahre alt.
Prantner studierte nach der Matura im Jahr 1949 Philosophie,
Theologie und Staatswissenschaften.
Er promovierte mit einer Arbeit über Völkerrecht und internationale
Beziehungen zum Doktor in Politikwissenschaften. Später erwarb er sich den Doktor der Theologie.
Der
Verstorbene war Ehrendoktor der Sozialwissenschaften.
Ab dem Jahr 1955 war persönlicher wissenschaftlicher
Mitarbeiter des damaligen Bundeskanzlers der Republik Österreich, Julius Raab († 1964).
Nach dessen
Rückzug aus der Politik leitete Prantner von 1961 bis 1964 dessen Büro.
Von 1974 bis 1982 war er Dozent
für Ethik und Gesellschaftslehre an der Philosophisch-theologischen Ordenshochschule der Augustiner-Chorherren
in Stift Klosterneuburg.
Im Jahr 1982 wurde er auf die Professur für Ethik und Gesellschaftslehre an
die neokonservative Philosophisch-theologische Hochschule der Zisterzienser im Stift Heiligenkreuz berufen.
Er wurde im Jahr 1998 emeritiert.
Der Verstorbene war außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter
Minister des Souveränen Malteserordens.
Prantner war eng mit der jährlich in der oberösterreichischen
Marktgemeinde Aigen stattfindenden ‘Theologischen Sommerakademie’ verbunden.
Im Jahr 2002 wurde er mit
dem Österreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse ausgezeichnet.
Prantner trat
in seinem Leben als einer der profilierten Konservativen Österreichs oft in die Öffentlichkeit.
Er
veröffentlichte zahlreiche Werke. Im Jahr 2004 erschienen seine Lebenserinnerungen unter dem Titel
„Zwischen
Ballhausplatz und Vatikan“.
Die Seelenmesse findet am 21. Dezember um 11.00 Uhr in der Pfarrkirche der
4000-Seelen-Marktgemeinde Hinterbrühl – 17 Kilometer südwestlich von Wien – statt.
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#28
franziskus 07:01:43 | Donnerstag, 23. Dezember 2010
#24
krauterer 19:33:13 | Montag, 20. Dezember 2010
#17
Guntram 09:49:57 | Montag, 20. Dezember 2010
#10
SignumSalutis † 21:17:35 | Sonntag, 19. Dezember 2010
#9
Mr. Nerd † 20:50:45 | Sonntag, 19. Dezember 2010
#8
DerRabe 20:47:47 | Sonntag, 19. Dezember 2010
#5
Rudolfus 17:12:47 | Sonntag, 19. Dezember 2010
#4
Alois Bischof 16:24:16 | Sonntag, 19. Dezember 2010
#3
wiener 15:29:25 | Sonntag, 19. Dezember 2010
#2
ottaviani 15:17:25 | Sonntag, 19. Dezember 2010
#1
Tyler_Durden 15:06:51 | Sonntag, 19. Dezember 2010