Kinderschlachtung
Geld regiert auch die katholische Medienwelt
Oder: nach welchen Kriterien berichten katholische Nachrichtendienste über katholische Großereignisse? Ein Kommentar.
(kreuz.net) In weniger als zwei Wochen wird in Linz die größte Lebenskundgebung in der Geschichte Österreichs stattfinden. Linz ist die Hauptstadt von Oberösterreich.

Alle und alles, was in Oberösterreich an Katholischem kreucht und fleucht, hilft mit.

Charismatiker, Konservative, Neokonservative, Ökumenische, Traditionelle, Konventionelle, Individuelle. Selbst ein tapferer Kardinal der Römischen Kirche wird in Linz auf der Straße stehen.

Die abscheuliche Kinderabtreibung – wie sie das Zweite Vatikanum nennt – ist ein Übel, das man mitsamt der Wurzel ausreißen und auf dem Scheiterhaufen der Geschichte verbrennen muß.

Darüber sind sich im Linzer Raum – und weit darüber hinaus – alle einig, die sich katholisch nennen.

Alle?

Fast alle.

Abseits scheint der in Linz angesiedelte Onlinedienst ‘kath.net’ zu stehen.

Wer sich über den österreichischen Informationsdienst ‘kath.net’ auf dem Laufenden hält, weiß von der größten österreichischen Demonstration gegen die Kinderabtreibung kein Sterbenswörtchen.

Denn ‘kath.net’ berichtet nicht darüber.

Man sei nicht grundsätzlich dagegen, etwas über den Großanlaß für das Leben vor der eigenen Haustüre zu schreiben, ließ die Redaktion verlauten.

Wo liegt dann das Problem?

Beim Geld.

Der Online-Dienst will nur informieren, wenn die Veranstalter der Großkundgebung – die damit kein Geld verdienen, sondern ausgeben – auf ‘kath.net’ eine Werbeschaltung setzten.

Kostenpunkt: 200 Euro monatlich.

Danach sei kath.net bereit, einen Begleitbericht zu veröffentlichen.

Solange aber das Geld nicht in der Kasse klingt, wird es auf ‘kath.net’ keine Großdemonstration für das Leben geben.

Punkt aus.
      
20 Lesermeinungen
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#22   covadonga   14:52:27 | Donnerstag, 21. Juli 2005
Katholischer Kimble?
Tja, Roland Biermeier ist halt ein bisschen der Kim Schmitz der katholischen Szene.
Nachdem er sich eine zeitlang rechtskonservativ produziert hat (anti-Aichern, pro-Pro-Vita Sensationsberichterstattung), sieht er jetzt offensichtlich wieder bessere Verdienstmöglichkeiten in der (kirchen)politischen Mitte (vgl.: Schwarz-Jubel, banale ÖVP-„Interviews“).
Man sollte es als Katholik mit Rolandchen so halten wie die Häcker mit Kim: Einfach ignorieren, denn er hat eh rein gar nichts drauf. Irgenwann erlöst uns dann ohnehin die Steuerfahnung von der Gegenwart der beiden geistesverwandten „Gentlemen“.
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#21   palantir   16:57:06 | Dienstag, 31. Mai 2005
Tradiland, …
… Dir kann geholfen werden.
Daß die Bischofskonferenz kath.net kein Geld mehr zukommen läßt, heißt nicht, daß Eminenz Schönborn nicht aus einem Wiener Fonds was springen läßt. Schließlich muß man sich mit allen gutstellen, oder? …
Ums kurz zu machen und Deine Frage zu beantworten:
‘Gandalf’ = ehemaliger Chef von JfdL; von dort im Unfrieden geschieden (Rauswurf) => seither Kleinkrieg; hautpsächlich durch Verschweigen auf kath.net und „informelle Einflußnahme“. Jetzt hat die JfdL wohl über das ihr zumindest nahestehende Weblog kreuz.net zurückgeschlagen.
Übrigens, auf kath.net findet sich inzwischen (fünf Tage nach der Enthüllung hier) eine kurze Meldung www.kath.net/detail.php?id=10600. Natürlich ohne die JfdL (die, wie ich aus dem kreuz.net Artikel herauslese, mit der Demo die Arbeit und die Kosten hat) oder irgendwen sonst namentlich zu nennen …
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#20   Stimme aus dem Tradiland   12:04:17 | Dienstag, 31. Mai 2005
kath.net hat die Unterstützung der Österr. Bischofskonferenz verloren,
also auch von Cardinal Schönborn. Gründe dafür waren die Berichterstattung über das in Mariazell aus Anlaß der Wallfahrt der Völker, welches gotteslästerliche Musical trotz Protesten und trotz der dadurch bedingten Absage von Papst Johannes Paul II. aufgeführt wurden. Zweitens ein Kommentar von Don Reto Nay, der die Bischöfe etwas respektlos aber durchaus richtig als „Kartoffelsäcke“ bezeichnet hat (wo man sie hinstellt, bleiben sie unbeweglich stehen).
In der konkreten Sache ist es merkwürdig, wenn der „große Administrator Gandalf“ von kath.net so tut, also ob sie von der Lebensschutzveranstaltung am 4. Juni 2005 nichts wüßten oder eine eigene Aufforderung zur Publikation benötigen würden. Derartiges benötigen die bei ihren anderen Artikel ja auch nicht.
Zu bemängeln ist auch der Umgang mit andersdenkenden Mitdiskutanten. Nötig ist die Zensur m.A. nach nur bei persönlichen Angriffen auf andere Mitdiskutanten (zu denen auch die Aufdeckung von Klaridentitäten gehört). Ärgerlich ist auch, dass kath.net den Zugang zu den meisten Berichten nur mehr für angemeldete User offenhält. Ich habe die Konsequenz insoferne gezogen, als ich das kath.net -Forum auch lesen meide (schreibend habe ich mich dort nie beteiligt).
Man muß aber kath.net auch einige Berichte zu gute halten, hier insbesondere die zahlreichen Berichte über die liturgischen Mißstände in der Diözese Linz, die wohl einen Beitrag zum nunmehr erfolgten Rücktritt Bischof Aicherns darstellten.
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#19   Laurentius2   10:05:53 | Montag, 30. Mai 2005
@Adeodatus
Lieber Adeodatus,
ich bin mir des achten Gebotes wohl bewußt. Es ist kein Gerücht.
Ihr Laurentius
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#16   Adeodatus   15:05:20 | Sonntag, 29. Mai 2005
Vorsichtig mit Gerüchten!
Verehrter Laurentius!
Ich bin erstens nur Mitleser von Kath.net wie ich es auch bei Kreuz.net bin.
Zweitens wäre ich vorsichtig mit Gerüchten, was die Finanzierung von Kath.net durch Kardinal Schönborn betrifft; denn das müßte zuerst einmal belegt werden!
Ein Gerücht ist sehr schnell in die Welt gesetzt, doch wer kommt dann für die Folgen auf, wenn es sich nicht bewahrheitet?
Und was Exz. Krenn betrifft, so bin ich der Meinung, dass da wohl mit zweierlei Maß gemessen wurde, selbst von den hochwürdigen Bischöfen der österreichischen Bischofskonferenz. Nach wie vor gilt meine Sympathie Exz. Krenn und er ist immer in meine Gebete eingeschlossen. Für die Vorkommnisse in seinem Seminar kann ich ihn nicht allein verantwortlich machen.
Aber das hat mit Kath.net wohl kaum etwas zu tun!
GS Adeodatus
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#15   Equality Jack   15:01:13 | Sonntag, 29. Mai 2005
Warum …
… sollte irgendwer einem privaten Verein Gefolgschaft schulden und ihn nicht kritisieren dürfen? kreuz.net hat da einen längst überfälligen investigativ-journalistischen Coup gelandet.
Oder darf man „Wir sind Kirche“, Pater Udos „Kirchenzeitung“, die KJ etcetc. nun auch nicht mehr kritisieren, nur weil das „katholische Vereine“ sind?
Bei kath.net sind im Kern nur 2 Leute tätig, die eine Art privaten Katholizismus pflegen, der sich interessanterweise dogmatischst auf das Lehramt beruft und „Abweichler“ bloßstellt (egal ob Liberale oder Pius-Leute, alle anderen Richtungen werden mit persönlich eingefärbtem Hass verfolgt). Teilweise aber dann Ausflüge neben das bestätigten Fundament der katholischen Lehre macht (z.B. Medjugorje). Ausserdem können die betreffenden Geschwister mit kaum einer anderen Gruppe. Konflikte wie der hier geschilderte mit den jugendlichen Lebensschützern stehen bei ihnen an der Tagesordnung.
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#14   Laurentius2   09:20:11 | Sonntag, 29. Mai 2005
@Adeodatus
Lieber Adeodatus,
ich würde Ihnen von ganzem Herzen gerne zustimmen, aber wenn es stimmt, daß
1. Kardinal Schönborn kath.net finanziert
2. Schönborn scharf gegen Krenn & andere Rom- und Lehramtstreue ist,
dann darf man
3. kritisch gegenüber kath.net sein, oder ist das schon Spalterei ?
Einen gesegneten Sonntag wünscht Ihnen
Laurentius
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#13   Adeodatus   18:54:16 | Samstag, 28. Mai 2005
„Ihr Kindlein, liebet einander!“ Joh.Ev.
Beim Lesen Eurer Nachricht steigt in mir der undefinierbare Verdacht auf, dass da jemand ein starkes Interesse daran hat, verschiedene katholische Initiativen gegeneinander auszuspielen.
Ein anderer User schrieb vorhin vom „Diabolos“, dem „Durcheinanderqwirbler“.
Schon den alten Römern galt der Grundsatz: getrennt marschieren, vereint schlagen!
Haben wir Katholiken nicht jeden erdenklichen Grund, Meinungsverschiedenheiten intern auszutragen? Was soll es einbringen, wenn wir aufeinander einschlagen? Wir schaden nur unserer allen gemeinsamen Sache: Dass das Reich Christi ausgebreitet werde!
Ich wage es kaum niederzuschreiben: Sollte da jemand, der einmal bei kath.net nicht so recht zu Wort kam, einen kleinen Rachefeldzug gestartet haben?
Wir alle haben unsere Macken und Stärken. Es konnte doch sein, dass durch persönliche Aussprachen Mißverständnisse geklärt werden. Und vor allem sollten wir nicht immer gleich negative Beweggründe einander unterschieben wollen.
Seid nur so gut! Vertragt Euch wieder und lasst Kindereien den kleinen Kindern!
Adeodatus
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#12   Salome   13:29:18 | Samstag, 28. Mai 2005
??
Das erklärt aber nicht gerade viel, sondern wirft nur noch mehr Fragen auf, die ich natürlich gerne von Kreuz.net erfahren würde…
Wer ist denn die Garagenband und woher stammen denn die Infos?
S
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#11   Equality Jack   05:28:34 | Samstag, 28. Mai 2005
Tja …
… was soll man dazu gross sagen?
Ausser, dass es wahr ist.
Und dass es eben wichtiger ist, täglich für die Garagenband der eigenen Freundin zu trommeln als für eine Pro-Life-Demo … das ganze nennt sich dann „katholische Nachrichtenagentur“.
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#10   Salome   11:35:57 | Freitag, 27. Mai 2005
Erklärung von Kreuz.net
@Paul Mayer
Diese Erklärung wäre wirklich angebracht.
S.
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#9   Paul Mayer   22:55:36 | Donnerstag, 26. Mai 2005
@ Yersinia
Ich weiß es auch nicht. Vielleicht sollte jemand von kreuz.net noch etwas dazu sagen. Das richtige Link
zur Stellungnahme des „großen Administrators“ Gandalf 66.246.34.238/wbboard/thread.php?threadid=3490
Vielleicht hätte kreuz.net vorher noch bei kath.net rückfragen sollen?
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#8   Laurentius2   17:07:30 | Donnerstag, 26. Mai 2005
Wird auch „iuventutem“ von kath.net verschwiegen ?
Diese Frage stelle ich mir gerade, wenn ich dort vergebens nach den großartigen Plänen dieser traditionell katholischen Jugendgruppe suche, die gerne auf dem kommenden WJT für die alte Messe werben möchte und dabei immerhin offiziell von drei Kardinälen und noch mehr Bischöfen unterstützt wird …
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#7   Yersinia   16:25:42 | Donnerstag, 26. Mai 2005
ich bin verwirrt!
was stimmt jetzt!
66.246.34.238/wbboard/thread.php?threadid=3490
genz nebenbei: „diabolos“ heißt „Durcheinanderwerfer“ – solche Streitigkeiten sorgen für Verwirrnis!
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#6   Athanasius   18:54:35 | Mittwoch, 25. Mai 2005
„Kath“.net
In der Tat Geld.
Die Kath.net-ler verdienen weit mehr mit ihren Medjugorje-Reisen und 1000 EUR Pilgerfahrten.
Eine Schande. Glücklicherweise gibt’s kreuz.net.
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#5   Romulus   15:42:50 | Mittwoch, 25. Mai 2005
Berichterstattung bei kath.net
Ich klick sie immer öfters weg. Nicht immer aber immer öfter. Wer steht eigentlich hinter kath.net? Laien, ne Diözese, Neokonservative, Kleriker… Unter der Technik fungiert im Impressum ein Kaplan. Seit wann haben katholische Kleriker in Österreich Zeit sich um die WebTECHNIK zu kümmern. Das kann doch jeder Laie.
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#4   GerdEric   14:40:26 | Mittwoch, 25. Mai 2005
Wie soll ich das verstehen?
Die abscheuliche Kinderabtreibung – wie sie das Zweite Vatikanum nennt – ist ein Übel, das man mitsamt der Wurzel ausreißen und auf dem Scheiterhaufen der Geschichte verbrennen muß .
und wie werden es spätere Generationen verstehen?
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#3   Laurentius2   14:33:23 | Mittwoch, 25. Mai 2005
Danke, kreuz.net !
…, daß IHR auch noch daseid !!
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#2   Stimme aus dem Tradiland   14:11:07 | Mittwoch, 25. Mai 2005
Das Witzige daran ist,
das „Jugend für das Leben“ unlängst verdächtigt wurde, sich an der – berechtigten – Kampagne gegen den zurückgetretenen Bischof Aichern beteiligt zu haben, weil es in der Anfangsphase von kath.net personelle Verflechtungen und räumliche Nähe der beiden Vereine gab…
Natürlich wäre es ein Skandal, wenn kath.net aus finanziellen und nicht aus inhaltlichen Motiven einen Bericht über die Großveranstaltung ablehnen würde. Dieser ist nämlich für Katholiken durchaus von Interesse!
Im übrigen ist kath.net zu Gute zu halten, dass sie zu Ehren der Gottesmutter (Kritik an der Aufführung des Musicals „Ave Eva“ in Mariazell bei der „Wallfahrt der Völker“ im Rahmen des Mitteleuropäischen Katholikentages) und wegen der bischöflichen Kartoffelsäcke (Kommentar von Don Reto Nay auf kath.net) um Subventionen der Österr. Bischofskonferenz umgefallen sind!
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#1   Marcel   13:45:38 | Mittwoch, 25. Mai 2005
So kennt man das …
… schon von der Medjugorje-Geschäftemacherei. Drei Viertel der dortigen falschen Seher besitzen eigene Hotels, usw.
Das „färbt“ eben ein wenig ab auch auf das österreichische Internet-Sprachrohr der Medjugorje-Charismatisten.
Das eigentlich tragische Element ist, daß Rom – nicht nur – Medjugorje gewähren läßt, und somit die vielen gutgläubigen Laien, die sich dorthin oder in Medjugorje-Gebetskreise in guter Absicht verirren, den Verführern ausliefert.
Wie ich bestens weiß…
Gut, daß ich heute bei der FSSPX bin. Die nehmen ihr katholisches Hirtenamt noch wahr und führen uns Schafe mit sicherer Hand.
P.S. Ach, jetzt habe ich schon wieder FSSPX gesagt… :-)
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