Ehrfurchtsvoll und kernig
Die von Erzbischof Marcel Lefèbvre gegründete Priesterbruderschaft St. Pius X. hat sich über die Wahl des neuen Papstes gefreut und ihm gratuliert. Jetzt wenden sich die Priesterbrüder mit einem kernigen und versöhnlichen Anliegen an den Heiligen Vater.
(kreuz.net) „Etwas mehr als 17.000 Besuche haben wir im Monat April auf unserer Homepage verzeichnet“,
erklärt der verantwortliche Webmaster auf Anfrage: „Das ist ein untrügliches Zeichen, daß sich viele
Gläubige aus dem Heimatland von Benedikt XVI. die heilige Messe aller Zeiten zurückwünschen!“Was ist der Grund für das Interesse an der Homepage? Seit der Wahl des neuen Papstes hat die Priesterbruderschaft des Heiligen Pius X. eine Petition gestartet. Benedikt XVI. möge den Priestern weltweit erlauben, die alte Lateinische Messe zu lesen.
„Die meisten Besucher unserer Homepage“ – so der Webmaster – „stehen nicht in direktem Kontakt mit der Priesterbruderschaft. Dennoch sind viele für unser Anliegen aufgeschlossen – selbst viele Besucher, welche die Lateinische Messe gar nicht kennen.“
Vor allem für Nichtkatholiken sei es immer wieder ein Rätsel, wie eine Messe, für die Bach, Beethoven und Mozart und viele andere komponiert haben, plötzlich verboten sein sollte.
„Das ist kein Anliegen einer partikulären Gruppe, sondern der ganzen Kirche.“ Es gehe darum, möglichst viele Gläubige und Nicht-Katholiken zu motivieren, den Papst in diesem Anliegen zu bitten:
„In England setzten sich Leute wie Agatha Christie, Wladimir Aschkenazy und Yehudi Menuhin für die Beibehaltung der Alten Messe ein.“
Offensichtlich hätten sogar Protestanten und Juden gemerkt, daß die Alte Messe nicht den Liturgieprofessoren, sondern allen Gläubigen, ja der ganzen Menschheit gehört und auch ein Teil des Kulturgutes dieses Planeten ist.

Das wäre ein klares Zeichen für den Glauben und die Tradition der Kirche: „Der Papst könnte während des eucharistischen Jahres sogar selber einen Gottesdienst in der altehrwürdigen überlieferten Form der Kirche feiern“ – so wie er das als junger Priester und später als Kardinal oft getan hat: „Eine solche Botschaft würde nicht übersehen und nicht überhört werden.“
Es ist kein Geheimnis, daß immer mehr Priester zum überlieferten Ritus der Messe zurückkehren. Alleine in den USA waren es im vergangenen Jahr siebzehn Priester.
„Viele sind von der Neuen Messe enttäuscht. Es ist eine Tatsache, daß die Einführung des Neuen Ritus die heilige Liturgie fast weltweit der Willkür des einzelnen Zelebranten preisgegeben hat“ – schrieb ein katholischer Priester, der die Homepage besucht hat.
Dadurch habe sich vor allem unter Priestern, aber auch unter den Gläubigen eine erschütternde Respektlosigkeit vor der heiligen Eucharistie breitgemacht:
„Wenn die Messe wieder anerkannt ist, wird die Zahl der Priester, die den katholischen Ritus aller Zeiten lesen werden, stark ansteigen.“
Der Webmaster der Priesterbruderschaft ist zuversichtlich, daß seine kleine Unterschriftenaktion im großen Rom nicht ungehört verhallt: „Wer Papst Benedikt kennt, weiß, daß er gegen liturgisch Selbergestricktes ist, auch gegen unwürdige Meßzelebrationen.“
Bei der Messe zur Amtseinführung sei sogar öffentlich auf die Bedingungen für den Empfang der heiligen Kommunion hingewiesen worden. Das sei ein Zeichen, das in Rom seit Jahrzehnten nicht mehr gesetzt worden sei.
„Der Augenblick zur Freigabe der alten Messe ist so günstig wie noch nie“, so der Webmaster der Homepage, der selber geweihter Priester ist und ausschließlich im überlieferten Ritus zelebriert.
Darum wünscht er sich, daß viele seine Homepage besuchen und in Rom ehrfurchtsvoll und kernig um eine generelle Zelebrationserlaubnis für den Alten Ritus anfragen.
Weiterlesen:
Sonntag, 29. Mai 2005 23:27
GerdEric: (noch ein Versuch)
Lieber Athanasius,
entschuldige meinen kläglichen Verschreiber, –
der hat einige Rekorde erreicht…
und Danke für Deine Antwort
)
entschuldige meinen kläglichen Verschreiber, –
der hat einige Rekorde erreicht…
und Danke für Deine Antwort
Freitag, 27. Mai 2005 23:33
Athanasius: Hallo
glaubst Du wirklich,
dass der Katholizismus im Frankreich vor derern Revolution,
etwas mit Katholizismus gemein hatte?
Es war Gallikanismus und vor allem sehr jansenistisch. Deshalb bin ich kein Fan von der Einfüllung der Lehre im Louis XIV Frankreich und danach. Sicherlich nicht.
Aber die Bourbon-Herrschaft war tausendmal besser als viele Nachrevolutionäre Herrschaften.
Und „etwas“ hatte es schon mit dem Katholischen Glauben gemein. Nur ist der Glaube von Ludwig XIV und XV. zu viel als Machtsmittel und zu wenig als verpflichtende Missionsaufgabe betrachtet worden.
Ein perfekter Staat war es also auch nicht. In 1689 wurde vom König die Weihe ans Allerheiligste Herz Jesu verweigert und verworfen. In 1789 zerbrach das Reich dann.
Doch haben viele hier revolutionär diktierte Geschichte bekommen, fürchte ich. Deutschland nach dem Kriege ist nicht bekannt für sein objektives Geschichtsunterricht (Links-Liberal). Ebensowenig wie von 1870 bis 1945.
Die Bourbons, mit Ausnahme van Ludwig XIV., aber sicherlich inklusive Ludwig XVI. waren bessere Herrscher als was man bisher gesehen hat nach der Revolution.
Die Piusbruderschaft sieht das auch ein und sind in Frankreich sehr royalistisch.
dass der Katholizismus im Frankreich vor derern Revolution,
etwas mit Katholizismus gemein hatte?
Es war Gallikanismus und vor allem sehr jansenistisch. Deshalb bin ich kein Fan von der Einfüllung der Lehre im Louis XIV Frankreich und danach. Sicherlich nicht.
Aber die Bourbon-Herrschaft war tausendmal besser als viele Nachrevolutionäre Herrschaften.
Und „etwas“ hatte es schon mit dem Katholischen Glauben gemein. Nur ist der Glaube von Ludwig XIV und XV. zu viel als Machtsmittel und zu wenig als verpflichtende Missionsaufgabe betrachtet worden.
Ein perfekter Staat war es also auch nicht. In 1689 wurde vom König die Weihe ans Allerheiligste Herz Jesu verweigert und verworfen. In 1789 zerbrach das Reich dann.
Doch haben viele hier revolutionär diktierte Geschichte bekommen, fürchte ich. Deutschland nach dem Kriege ist nicht bekannt für sein objektives Geschichtsunterricht (Links-Liberal). Ebensowenig wie von 1870 bis 1945.
Die Bourbons, mit Ausnahme van Ludwig XIV., aber sicherlich inklusive Ludwig XVI. waren bessere Herrscher als was man bisher gesehen hat nach der Revolution.
Die Piusbruderschaft sieht das auch ein und sind in Frankreich sehr royalistisch.
Freitag, 27. Mai 2005 08:29
Pelagius: Lehre der Päpste
Dankenswerterweise wurde hier auf einige Dokumente von Piuspäpsten hingewiesen. Zur Horizonterweiterung sei hier auf der berühmte „Dictatus Papae“ Gregors VII. angeführt. Diesem dürften allerdings schon einige spätere Päpste vor Vatikanum II. zuwidergedacht und -gehandelt haben, oder?
Freitag, 27. Mai 2005 00:39
GerdEric: Lieber Ansthasius
glaubst Du wirklich,
dass der Katholizismus im Frankreich vor derern Revolution,
etwas mit Katholizismus gemein hatte?
dass der Katholizismus im Frankreich vor derern Revolution,
etwas mit Katholizismus gemein hatte?
Freitag, 27. Mai 2005 00:03
Athanasius: @Methusalix
in Frankreich, einem laizistischem Staat würde ich gerne leben, die haben uns nämlich die Freiheit erkämpft,
die Ihnen und mir heute erlaubt dies in Freiheit zu schreiben
Darf ich daran erinnern, daß dieser laizistische Staat die uns „Freiheit“ gebracht hat alle Eigentümer der Kirche enteignet hat und sich einen erheblichen Teil der Ernennungen von kirchlichen Funktionären zueignet hat.
Wenn das „Freiheit“ ist, bin ich ein Uhu.
Es ist auch Unsinn, dass man alles einfach tolerieren muss und in Freiheit schreiben lassen.
Das hat der „neutrale“ Französische Staat immer gewissen und begriffen, in dem sie Kreuze und Religion aus dem Strassenbild verboten hat.
Würden Sie mich in Freiheit schreiben lassen, wenn ich an einer Hetze gegen Juden mitschreiben würde? Nein! Und zu Recht würden Sie mich dann limitieren. Ganz klar. Damit es kein Missverständnis gibt, dáß es Grenzen gibt.
Religions- und Schreibfreiheit als RECHT jedes Menschen hat es nie gegeben, denn man kann kein Recht haben auf Unwahrheit. Oder glauben Sie etwa der Katholizismus ist nicht dié Wahrheit mehr?
Ach es ist wahrscheinlich doch hoffnungslos mit Ihnen zu diskutieren, weil Sie schon so bevorurteilt über konservative Katholiken sind.
Ihre Beispiele völkischer Schandböckerei deren Opfer während der Franz. Rev. Kleriker waren und in Österreich in den 1930er eben nicht-Katholiken (heute wahrscheinlich Kons.-Roem.-Kath.), zeugen mindestens von Karikaturaler Vorstellung ihrerseits.
Darf ich daran erinnern, daß dieser laizistische Staat die uns „Freiheit“ gebracht hat alle Eigentümer der Kirche enteignet hat und sich einen erheblichen Teil der Ernennungen von kirchlichen Funktionären zueignet hat.
Wenn das „Freiheit“ ist, bin ich ein Uhu.
Es ist auch Unsinn, dass man alles einfach tolerieren muss und in Freiheit schreiben lassen.
Das hat der „neutrale“ Französische Staat immer gewissen und begriffen, in dem sie Kreuze und Religion aus dem Strassenbild verboten hat.
Würden Sie mich in Freiheit schreiben lassen, wenn ich an einer Hetze gegen Juden mitschreiben würde? Nein! Und zu Recht würden Sie mich dann limitieren. Ganz klar. Damit es kein Missverständnis gibt, dáß es Grenzen gibt.
Religions- und Schreibfreiheit als RECHT jedes Menschen hat es nie gegeben, denn man kann kein Recht haben auf Unwahrheit. Oder glauben Sie etwa der Katholizismus ist nicht dié Wahrheit mehr?
Ach es ist wahrscheinlich doch hoffnungslos mit Ihnen zu diskutieren, weil Sie schon so bevorurteilt über konservative Katholiken sind.
Ihre Beispiele völkischer Schandböckerei deren Opfer während der Franz. Rev. Kleriker waren und in Österreich in den 1930er eben nicht-Katholiken (heute wahrscheinlich Kons.-Roem.-Kath.), zeugen mindestens von Karikaturaler Vorstellung ihrerseits.
Donnerstag, 26. Mai 2005 22:44
GerdEric: Lieber Paul Mayer
nur weil ein Staat (warum auch immer) Abtreibung oder Euthanasie verbietet,
macht noch keinen christlichen Staat aus ihm…
und ich kenne nicht einen!
Du?
macht noch keinen christlichen Staat aus ihm…
und ich kenne nicht einen!
Du?
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