14:11:55 | Montag, 3. Januar 2011
In Deutschland ist die NS-Ideologie inzwischen so dämonisiert, daß man sich ihrer wieder ganz offen bedienen kann. Von Hans-Josef Tuschmann.

Nationalsozialistische Bezeichnung von Kranken als Ballastexistenzen
(kreuz.net) Der letzte Parteitag der angeblich ‘Christlich-Demokratische Union’ hat knapp abgelehnt, daß
in Deutschland bei der Laborherstellung von Menschen Jagd auf Behinderte gemacht werden darf.
Doch schon
jetzt ist klar, daß sich die CDU am Ende zu einem „Kompromiß“ durchringen wird.
Man wird die ungezügelte
Behindertenjagd offiziell „nur in engen Grenzen“ erlauben.
Bereits jetzt hat die CDU-Familienministerin
Kristina Schröder (33) vorgeschlagen, bei „schweren erblichen Vorbelastungen der Eltern“ eine Selektionsdiagnostik
durchzuführen.
Hier haben die Nationalsozialisten viel Vorarbeit geleistet: Bei der Umsetzung dieses
Vorschlages müssen die deutschen Gesundheitsbehörden nur die alten Erbgesundheitsgutachten aus der Zeit
vor 1945 aus ihren Archiven hervorkramen und aktualisieren.
Die BRD muß erbkranken
Nachwuchs verhindernIch kann der Familienministerin zum Beispiel das wieder aktuelle „Gesetz zur Verhinderung
erbkranken Nachwuchses“ vom 14. Juli 1933 empfehlen.
Im Anschluß daran erstellten die NS-Ämter für
Gesundheitspolitik und Erbpflege umfangreiche erbbiologische Personenkataster.
Bis zum Jahr 1939 hatte
allein das Erbpflegeamt im Bezirk Wiesbaden-Nassau 75.000 Karteikarten von Anstaltsinsassen und deren
Familieangehörigen gesammelt sowie 9.000 Sippenprüfungen auf Erbbelastungen durchgeführt.
In jeder
„Irrenanstalt“ war mindestens ein Arzt beauftragt, die Erbschäden der Insassen, ihrer Familienangehörigen
und gegebenenfalls der gesamten Sippe auf Personenkarteien aufzunehmen.
Diese Bestandsaufnahme diente
unter anderem dazu, „erblichen belastete“ Schwangere auszusondern und ihre Kinder abzutreiben.
Aufgrund
ihrer Nachforschungen ließen die NS-Ärzte – die ihrer Zeit weit voraus waren – mehr als 7.000 ungeborene
Kinder abschlachten.
Der Apfel und der StammDen Traum vom verhinderten erbkranken Nachwuchs träumt
in Deutschland passenderweise auch der Enkel eines NS-Bonzen – der Strafverteidiger und Schriftsteller
Ferdinand von Schirach (46).
Er tarnt seinen Neo-Nazi-Vorstoß zugunsten der Jagd auf behinderte Kleinkinder
mit Feminismus-Parolen.
Einen entsprechenden Artikel durfte er im deutschen Straßenmagazin ‘Spiegel’
publizieren.
Dessen Gründer Rudolf Augstein († 2002) lernte sein finsteres Journalisten-Handwerk im
Jahr 1942 bei der Goebbelspresse und kämpfte anschließend als Leutnant der Wehrmacht für den NS-Endsieg.
Zur gleichen Zeit war Ferdinand von Schirachs Großvater, Baldur von Schirach († 1974), als Wiener Gauleiter
damit beschäftigt, die 60.000 Juden der Stadt in die östlichen Ghettos zu deportieren.
Vorher hatte
Großvater von Schirach als Reichsjugendführer die erbgesunde deutsche Jugend dem Führer zugeführt.
Noch ein Schuß KirchenhaßDer Enkel des NS-Jugendverführers bemüht sich ebenfalls um die Reinheit
der Erbmasse.
Vom Hauptquartier des ‘Spiegels’ aus schießt er gegen die zögerliche Haltung der deutschen
Familienministerin Kristina Schröder in der Frage der Präimplantationsdiagnostik.
Erwartungsgemäß
polemisiert von Schirach auch gegen „einige deutsche Bischöfe“. Er entlarvt sie als Hintermänner des
Widerstands gegen die Reinerhaltung der deutschen Rasse.
Dabei marschiert er in den Fußstapfen seines
Großvaters, der zusammen mit Alfred Rosenberg († 1946), Martin Bormann († 1945) und Heinrich Himmler
(† 1945) zu den treibenden Kräften des NS-Kirchenhasses gehörte.
Behinderte treiben wir abIn zackigem
Tonfall fordert von Schirach junior die Endlösung für behinderte Labormenschen, bevor diese in eine
Frau eingepflanzt werden.
Die bisherige restriktive Handhabung oder das Verbot dieser menschenverachtenden
Verfahren beschimpft er als „Zynismus“.
Von Schirachs Diffamierung der bestehenden Gesetze zum Schutz
des Lebens steht in der Tradition des heute hochaktuellen NS-Films
„Ich klage an“.
Selbstverständlich
ist für den Neo-Nazi von Schirach die Abtreibung behinderter Kinder gerechtfertigt – genauso wie für
seinen NS-Großvater.
In seinem Übereifer für die Frühselektion verplappert sich der Eugenik-Fanatiker
allerdings, wenn er vom „psychischen Elend einer Abtreibung“ spricht.
Die Linken benützen den NS-Jargon
In ähnliche Widersprüche verstrickt sich die Schriftstellerin Eva Menasse (40). Auch sie hat über
den ‘Spiegel’ ein Pamphlet für die Endlösung an behinderten Menschen verbreitet.
Die feministische
Kampfzicke fordert die frühzeitige Schlachtung erbkranker Kinder kategorisch.
Auch sie erwähnt die
„gräßlichen Vorgänge“ bei Spätabtreibungen von behinderten Kindern einschließlich des lebenslänglichen
Post Abortion Syndroms.
Frau Menasse dämonisiert die Spätabtreibung, um die frühzeitige Behindertenjagd
zu propagieren.
Auf den Vorwurf neo-nazistischer Argumentation reagiert sie gereizt und stellt ihre Kritiker
als Blöker von „Hitler, Hitler“ hin.
Gleichzeitig redet sie offen im biologistischen NS-Jargon:
Die
Natur sortiert die mißglückte, kranke Leibesfrucht doch auch frühzeitig aus: Warum sollten die Menschen
„den kranken Zellhaufen nicht aussondern“ dürfen?
Diese menschenverachtende Rede bestätigt die Warnung
des Philosophen Robert Spaemann. Er stellte fest, daß die gesellschaftliche Hinwendung zum größtmöglichen
Wohlbefinden eine Abkehr vom Lebensschutz beinhaltet.
Mit dem Verbot der Frühselektion – so Frau Menasse –
stelle man den „Schutz eines Zellhaufens über die körperliche und seelische Gesundheit von lebenden
und fühlenden Menschen“.
Hochanständige Neo-NazisDie Nazis sprachen von höherwertigen und minderwertigen
Menschen.
Die Neo-Nazis gehen noch einen Schritt weiter. Sie erklären den Menschen in seinem ersten
Wachstumsstadium zur „Biomasse eines Zellhaufens“.
Ihre Behauptung, daß aus einem ungeordneten Zellhaufen
ein wohlgeordneter Mensch würde, ist ebenso töricht wie die Evolutionsideologie, nach der sich aus dem
Tohuwabohu der Ursuppe angeblich zufällig der komplexe Kosmos entwickelt habe.
Zum Schluß verbindet
Frau Menasse ihre Verdammung der katholischen und natürlichen Moral mit einem Lob auf den Judenstaat.
Dort hätte man kein Problem damit, ungeborene Juden in den ersten Lebenswochen zu selektieren und abzutreiben.
Sie vergaß zu erwähnen, daß der Judenstaat auch keine Hemmungen besitzt, die palästinensischen Untermenschen
wie Kaninchen abzuknallen und ins Jenseits zu bombardieren.
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