Eine Diözese in Kalifornien hat den Bau einer Kathedrale begonnen, die ihresgleichen nicht kennt. Sie wird aus viel Stahl, Beton und Glas bestehen. Auch über schlechte Geschmäcker läßt sich bekanntlich streiten.
(kreuz.net, Oakland) Am vergangenen Samstag erfolgte der erste Spatenstich für die neue Kathedrale von
Oakland. Oakland befindet sich im US-Bundesstaat Kalifornien im Westen der USA. Der Bischof von Oakland,
Mons. Allen Henry Vigneron (56), leitete die Zeremonie gemeinsam mit seinem Vorgänger, Bischof John Stephen
Cummins. Das Bistum Oakland umfaßt mehr als 500.000 Katholiken und 89 Pfarreien. Mons. Vigneron ist ein
ehemaliger Mitarbeiter der Römischen Kurie.
Die Glas- und Stahlbaukonstruktion wird ‘Christus dem Licht’
geweiht sein. 2008 soll die neue Kathedrale zum Lob Gottes – und dem Ruhm des Architekten – fertiggestellt
sein. Die Kirche ist auf 1500 Sitzplätze angelegt. Diese sind rund um den Altar angeordnet.
Der Kostenvoranschlag
für das Gotteshaus beläuft sich auf umgerechnet 104 Millionen Euro. Davon soll die Diözese bereits
80 Millionen Euro in der Tasche haben. Sie wurden durch private Gönner gestiftet.
Die alte Kathedrale,
die dem heiligen Franz von Sales geweiht war, wurde im Jahr 1989 durch ein Erdbeben stark beschädigt.
Vier Jahre später wurde sie abgerissen.
„Wir erleben einen sehr bedeutsamen Moment für die Geschichte
unserer Diözese“, meinte Bischof Vigneron anläßlich der Grundsteinlegung: „Die Kathedrale wird gänzlich
Licht und Erleuchtung.“
Der neu ernannte Dompfarrer erklärte, daß es eine multikulturelle Kathedrale
werde. Die Kathedrale sei pazifisch, nicht europäisch orientiert. Der US-Bundesstaat Kalifornien befindet
sich an der Pazifikküste.
Die einzigartige Architektur der Kathedrale werde zweifellos Besucher und
Touristen aus allen Konfessionen und Religionen anziehen.
Der Architekt der Kathedrale behauptete, daß
er sich am Zweiten Vatikanum orientiert habe. Ihm habe er die Idee von „Christus dem Licht für alle Völker“ –
auf Lateinisch: Christus lumen Gentium – entlehnt.
Außerdem wollte der Architekt in seiner Konstruktion
auch den Symbolismus von Broten, Fischen und Fischern verwirklichen.
Überlappende geometrische Muster
werden im Innern der zukünftigen Kathedrale darum ein Gewölbe bilden, das – mit viel Phantasie – an
den umgekehrten Rumpf eines Segelschiffes erinnert. Dieser Effekt wird durch ein Gestell aus gekrümmten
Holzplatten erzeugt, die durch Stahlbalken verbunden sind.
Die Außenseite der Kirche besteht aus sich
überlappenden undurchsichtigen Glasplatten. Diese Struktur inspiriert sich an Fischschuppen. Je höher
die Platten reichen, umso klareres Glas wird verwendet. Das Dach selber wird aus transparent-durchscheinendem
Glas hergestellt werden.
Das Glas wird natürlich allen praktischen Anforderungen genügen. Es wird das
Sonnenlicht in spezieller Weise filtern und zugleich erlauben, daß das Licht im Inneren der Kirche nach
außen dringen kann. Das Glas ist auch entspiegelt, damit die Besucher nicht geblendet werden.
Was das
Glas gegen religiöse – oder architektonische – Verblendung beitragen kann, ließ der Architekt offen.
Im Vorfeld fand sich unter den eingereichten Projekten unter anderem auch der folgende Vorschlag eines
anderen Architekten.
Er wurde vom zuständigen Gremium zugunsten der Glaskonstruktion abgelehnt.
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3 Lesermeinungen
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@über Geschmack lässt sich nicht streiten… Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten,
und die Kirche sieht tatsächlich auf wie ein Bürogebäude von Gery im Düsseldorfer Hafen, echt gewöhnungsbedürftig.
Aber immer noch besser als die häßlichen Betonklötze, die bei uns im Land überall herumstehen und
wirken, als ob die Maurer vor Fertigstellung abgehauen wären. Die hat ja auch mal einer hier verbrochen
und eine Diözese genehmigt! Da gefällt mir das kalifornische Modell wirklich besser als all die Pfarrkirchen,
denen ich bislang zugehörte.
Wahrheit ist Schönheit Wahrheit ist Schönheit, sagte der heilige Augustinus. Wer also das Häßliche
liebt, haßt die Wahrheit. Aber diese Kathedrale, die nichts mehr als einem Konferenzgebäude ähnelt,
wird auch so bald sie entstanden ist wieder leer sein und überflüssig. Aber alle ultramodernistische
Diözesen in Kalifornien, die zudem von Homosexualismus und Pedophilieskandalen schlimm „betroffen“ sind,
scheinen noch viel zu viel Geld zu haben, dass man diesem Projekt 131.000.000 $ (100.000.000 EUR) übergeben
kann. Es scheint die modernistische Strategie zu sein, dass man, wenn man die Gläubigen schon verspielt
und verloren hat, zumindest ein letztes Denkmal ihrer Ideologie zu errichten. Und damit die Diözese für
die Auffolger im Bischofsamt gebankrottet zu haben. Es lebe das neue Pfingsten von Vatikanum II. Bedenken
Sie bitte auch wer diese Bischöfe ernennt hat. Nee, es ist nicht Gay Pride oder Wir Sind Kirche…