16:25:16 | Donnerstag, 13. Januar 2011
Der hungerstreikende Gebärmutter-Schleimhaut-Aktivist Josef Preßlmayer hat die Angewohnheit, wichtige Gespräche zu protokollieren. Von Dr. Josef Preßlmayer.

Der Lebensrechtler Dr. Josef Preßlmayer
(kreuz.net) Für Michael Fleischhacker – dem Chefredakteur der Wiener Tageszeitung ‘Presse’ – war es eine
bittere Stunde in seinem sinnlosen Leben als Karriere-Wettschwimmer auf dem Zeitgeist-Strom.
Ich rede
von dem Augenblick, als er die Adresse der Papst-Petition
‘kath-prolife.at’ in seinem Homo- und Abtreibungsblatt
veröffentlichen mußte.
Fleischhacker glaubte, mit dem
halbverhungerten, offenbar etwas beknackten Lebensrechtler
Josef Preßlmayer ein leichtes Spiel zu haben.
Preßlmayer gab Fleischhackers Auflage-schwindsüchtigem
Blatt nach 67 Tagen Hungerstreik ein Interview.
Der Chefredakteur hat das Blatt nach der Entledigung
des brillanten
Andreas Unterberger zu einer Schwester des von ihm zuvor beglückten ‘Standard’ und damit
zu einer weiteren prinzipien- und seelenlosen Text-Mumie ausgehöhlt.
Neues Kalifat in SichtFür das
Interview wurde die türkischstämmige Nachwuchs-Journalistin Duygu Özkan abkommandiert.
Sie scharrt
schon in den Startlöchern, um nach der ethnischen Abtreibungs-Säuberung österreichischer Gebärmütter
das schon von dem türkischen Großwesir Kara Mustafa Pascha († 1683) ersehnte Kalifat journalistisch
zu veredeln.
Zitate machen IdiotenEs versteht sich von selber, daß das Preßlmayer-Interview nur einen
Zweck hatte – diesen rückständigen Schwangerschaftsgewebe-Narren zu verhöhnen und ihn als Neo-Nazi
hinzustellen.
Also versuchte man, das Interview auf ein paar Aussagen zusammenzuschneiden, die zu diesem
vorgefertigten Bild paßten.
Doch das wollte nicht richtig gelingen. Darum erfand man ein paar kompromittierende
Zitate.
Als „Lebensschutzaktivist“ – man legte ihm diese anheimelnde, an die bolschewistische Revolution
erinnernde Selbstbezeichnung als Zitat in den Mund – vertrete Preßmayer die Auffassung: „Abtreibungen
sind ein »Baby-Holocaust«“.
Fleischhacker und Frau Özkan waren sich einig, mit dieser Gleichsetzung
den tiefsten Abscheu aller Holocaust-zentrierten Gutmenschen erregt zu haben.
Diese Gutmenschen selektieren
ungeborene Kinder eigenhändig nach Nützlichkeitskriterien, wie das an der Auschwitz-Rampe geschah.
Die ausgesonderten Kinder werden zuerst zerhackt und dann verbrannt.
Ähnlichkeiten und Parallelen zwischen
NS- und Baby-Holocaust habe ich schon vor Jahren in Tabellen-Form systematisch aufgelistet.
Dann drohte
ein Verfahren des ‘Presserates’Fleischhacker lehnte eine von mir verlangte Gegendarstellung ab.
Darum
vernaderte der lästige „Aktivist“ Preßlmayer den verdienten Kultur-Mumifizierer und wandte sich an den
‘Österreichischen Presserat’.
Dieser wacht über einen sogenannten Ehrenkodex, zu dem sich auch die
‘Presse’ verpflichtet hat.
Einer der grundlegenden Punkte besteht dort darin, daß unter Anführungszeichen
gestellte Zitate vom Zitierten auch so ausgesprochen werden mußten.
Sinnentsprechende Wiedergaben dürfen
nicht als Zitat verwendet werden.
Auch muß vor dem Abdruck beleidigender Äußerungen rückgefragt werden.
Der journalistische Dichter war plattEs gab noch ein Problem für die ‘Presse’: Der hungerstreikende
Gebärmutter-Schleimhaut-Aktivist hat die üble Angewohnheit, Gespräche dieser Art zu protokollieren.
Dabei kam ihm die Blutfülle im Gehirn – die in den Eingeweiden unterbeschäftigt war – zustatten.
Die
Beweislage war somit drückend. Die ‘Presse’ konnte ihr nichts entgegenstellen.
Von Tonband-Mitschnitten
hält man dort wenig – um so mehr von der Dichtkunst.
Darum mußte ein zähneknirschender Fleischhacker
wenigstens einen Leserbrief als Gegendarstellung abdrucken, um einem Verfahren zu entkommen.
Als Mittler
für diese Konsens-Lösung machte sich der rührige Presserat-Ombudsmann, Gutmenschen-Multifunktionär
und Bademeister in den Seichtwassern des katholischen Zeitgeist-Rinnsals,
Hubert Feichtlbauer, verdient.
„Infame Behauptung“ entspricht den TatsachenAuf diese Weise konnten die unrichtigen Zitate und auch
beleidigende Äußerungen von Vertreterinnen der Pro-Choice-Vereinigung ‘Aktion Leben Österreich’ nach
einigen milderen Aufguß-Versionen von Bademeister Feichtlbauer richtiggestellt werden.
Helene Götschka –
die Sprecherin von ‘Aktion Leben’ – hatte meine Darstellungen über die Beratungs-Praxis ihres Vereins
als
„infame Behauptung“ bezeichnet.
Ich hatte festgestellt, daß die ‘Aktion Leben’ unaufgefordert zur
Abtreibung mittels
Abtreibungspille, zur Abtreibung in der
Gynmed-Klinik in Salzburg oder der
Fleischmarkt-Klinik
in Wien geraten hatte.
Diese Fakten sind – dem Himmel und ‘gloria.tv’ sei Dank – für jedermann in diesem
„Je katholischer, desto besser“-Videoforum nachprüfbar.
Die Kirche kann nicht länger mitmachenDie
Unvereinbarkeit der kirchlichen Lehre mit der todesoffenen Beratung der ‘Aktion Leben’ ist eingehend auf
der Papst-Petition-Webseite ‘kath-prolife.at’ dokumentiert.
All das konnte im Leserbrief mit dem Titel
„Diese Zitate sind unrichtig!“ vermittelt werden.
Man kann sich lebhaft vorstellen, daß Chefredakteur
Fleischhacker die Werbung für die Papst-Petition „Katholiken Pro Life statt Pro Choice“ angesichts des
drohenden Verfahrens des Presserates zähneknirschend zugestehen mußte.
Wird sich nun auch die ‘Aktion
Leben’ für den Ausdruck „infame Behauptung“ ihrer Sprecherin Helene Götschka oder für den Ausdruck
„beispiellos hinterhältige Verleumdungen“ ihrer Generalsekretärin Martina Kronthaler entschuldigen?
Wohl nicht.
Aber sie wird angesichts der vorliegenden Beweise zur Erkenntnis gelangen müssen, daß
sie die Kirche nicht länger als Spielwiese für ihre Pro-choice und Fristenlösungs-Ideologie betrachten
kann.
Rückzug als erster SchrittEinen ersten Schritt der unvermeidlichen Trennung der ‘Aktion Leben’
von der Kirche hat der Pro-Choice-Verein bereits selber gesetzt.
Er hat den Runden Tisch der Erzdiözese
Wien zum Lebensschutz angeblich „freiwillig“ verlassen.
Weitere Schritte müssen folgen, zum Beispiel
die Einstellung der – so die ‘Aktion Leben Tirol’ – „großzügigen“ finanziellen Unterstützung durch
die Diözese Innsbruck.
Die Aussage von Frau Götschka, es handle sich um „maximal zwei Prozent des gesamten
Budgets“ ist irreführend.
Denn sie trifft vielleicht auf den Dachverband, aber nicht auf die Länder-Organisationen
der ‘Aktion Leben’ zu.
Ebenfalls müssen die gratis benützten diözesanen Gebäude und die Schriftenstände
in den Kirchen verlassen werden.
Letztere dienen als Werbefeld für die Selektions-Ideologie der ‘Aktion
Leben’ und deren Spenden-Aquisition.
Schweigen ist keine Option mehrWie steht es angesichts dieser
Beweise mit der Aussage von Bischof Klaus Küng von Sankt Pölten, der die ‘Aktion Leben’ gegenüber der
‘Presse’ in Schutz nahm und erklärte, daß Preßlmayer über die ‘Aktion Leben’
„die falschen Schlüsse“
ziehe?
Alle sechzehn Teilnehmer an der Herbstsession der österreichischen Bischofs-Konferenz haben mein
Dokumentations-Buch „Der Abfall der katholischen Kirche Österreichs von der Lehre der Kirche zum Lebensschutz“
erhalten.
Kein Bischof kann sagen, er habe von nichts gewußt.
Wer weiter schweigt und die ‘Aktion Leben’
unterstützt, macht sich an der täglichen Kreuzigung Jesu in den ungeborenen Kindern mitschuldig.
Der
Autor ist Gesundheitspsychologe und Kurator des 1. Europäischen Lebensschutz-Museums.
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