Kirche in Not
270 Seminaristen hocken in Zelten
Es ist wie damals in Nachkriegsdeutschland: „Die übrig gebliebenen, völlig verarmten Menschen der Stadt, hausen in diesem einzigen Bunker. Tausende hocken hier beisammen. Es herrscht ein verpesteter Gestank.“
Priesterseminar in Haiti
Priesterseminar in Haiti
© Pressebild Kirche in Not
(kreuz.net) Die Kirche in Haiti befindet sich nach dem verheerenden Erdbeben vom Januar 2010 immer noch im Ausnahmezustand.

Das berichtet der Lateinamerika-Referent des internationalen katholischen Hilfswerks ‘Kirche in Not’, Rafael D’Aqui.

Nach dem Ausbruch der Cholera und der Eskalation der Gewalt nach den letzten Wahlen ist die Zukunft weiterhin ungewiß.

Priesterseminar unter Palmen

„Im nationalen Priesterseminar in Lillavois lernen zurzeit 270 Seminaristen in Zelten unter Palmen Theologie und Philosophie.“

Das Erdbeben hat das Priesterseminar von Port-au-Prince zerstört. Viele Seminaristen wurden damals unter den Trümmern begraben.

„Wir haben geholfen, Land für ein neues Priesterseminar zu kaufen“ – erzählt D’Aqui.

Der Nuntius hofft, den Grundstein im Januar legen zu können.

Bis der Bau fertig ist, bleiben die Seminaristen in den Zelten.

Ein Auto soll angeschafft werden, um die Versorgung mit Nahrungsmitteln zu erleichtern und um die angehenden Priester zu den Menschen zu bringen.

Arme Schwestern helfen den Armen

Die Kleinen Schwestern von der heiligen Thérèse arbeiten in dem kleine Vorort Rivière Froid – unweit der Hauptstadt Port au Prince.

Sie kümmern sich um die in großer Armut lebenden Bewohner der unzugänglichen Berge Haitis.

Durch das Erdbeben haben die Ordensfrauen fast alle ihre Häuser verloren. 150 ihrer Schüler und vier Schwestern kamen beim Einsturz der Gebäude ums Leben.

Seitdem leben die fünfzig überlebenden Schwestern zusammengepfercht in einem vom Erdbeben schwer beschädigten Haus.

Einige von ihnen sind alt und gebrechlich.

Wie im zerbombten Deutschland

Der Bericht ihres Länderreferenten habe sie „an die Lage im Nachkriegsdeutschland“ erinnert – erklärte die Geschäftsführerin von ‘Kirche in Not’, Karin Maria Fenbert.

Damals schrieb Pater Werenfried van Straaten – der Gründer des Hilfswerks – über eine zerbombte Stadt:

„Es ist fast nichts mehr davon übrig, nur ein riesenhafter Bunker, wie sie die Deutschen überall gebaut haben, um die Bevölkerung vor den Bomben zu schützen.

Die übrig gebliebenen, völlig verarmten Menschen der Stadt, hausen in diesem einzigen Bunker. Tausende hocken hier beisammen. Es herrscht ein verpesteter Gestank.“

Dann fährt der Pater weiter: „Wieder wird es Weihnachten, und Christus verlangt danach, von den Seinen aufgenommen zu werden.

Unsichtbar wandert er auf unseren Straßen.

Seid dann nicht wie die Raubtierherde von Bethlehem, wie die gleichgültigen Wirtsleute, wie die wohlhabenden Bürger in den Kammern ihrer provinziellen Selbstzufriedenheit.

Öffnet eure Türen und eure Herzen einer jeden Not, welche die Not Christi ist.“
      
7 Lesermeinungen
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#8   Peru   13:46:29 | Freitag, 14. Januar 2011
Vostra Santità
Wie gut, Euch hier anzutreffen.
Ich wünsche Euch ein gesegnetes Neues Jahr und ziehe Euren Segen auf meine Seele herab!
Viele Grüße von Peru
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#7   Pontifex   13:34:18 | Freitag, 14. Januar 2011
Cari fratelli e sorelle!
So wie der gute Hirte bei seinen Schafen wacht, so sollen die Priester und Seminaristen in der Not bei den ihnen anvertrauten Seelen sein. Das heißt, dass sie die Not teilen, in dem sie beispielsweise in Zelten wohnen.
All die großherzigen Spender, von denen sicher viele hier im Forum schreiben, rufen Wir erneut zu aktiver Hilfe auf!
Nun empfangt Unseren apostrophischen Segen!
+++
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#5   visitator   23:39:10 | Donnerstag, 13. Januar 2011
Lahme Katholen
Exakt ein volles Jahr hat es gedauert bis der Papst sich überhaupt dazu bequemte den Haitianer einen neuen Bischof zu schicken, nachdem Erzbischof Joseph Serge Miot von Port-au-Prince starb.
Neuer Erzbischof von Port-au-Prince ist Guire Pulard, bislang Bischof von Les Cayes. Gleichzeitig ernannte der Papst Glandas Marie Erick Touissant zum Weihbischof für Port-au-Prince.
(Radio Vatikan 12.01.11)
Während der Vatikan davon SPRICHT zu missionieren – angeblich sind ja 80 % der Haitianer ohnehin Katholiken (aber gelichzeitig auch Voodoo-Anhänger) – haben die Evangelikalen schon seit einem Jahr Fakten geschaffen.
Generalstabsmäßig ist Haiti von evangelikalen Erweckungspredigern überzogen worden, die schon allein deshalb sehr viel Anklang finden, weil sie Unmengen von Nahrungsmitteln, Zelten und Medikamente heranschaffen.
Das konnte man gerade gestern sehr schön in der SZ nachlesen:
www.sueddeutsche.de/…orn-gottes-1.1045369
Die Katholiken haben das alles einfach verschlafen und sich ein Jahr nicht gerührt.
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#4   Goldengel   12:48:33 | Donnerstag, 13. Januar 2011
Not – die Türe zu Christus !
Öffnet eure Türen und eure Herzen einer jeden Not, welche die Not Christi ist.“
So kann man nur hoffen, dass aus diese Seminaristen wahre Priester werden und dass dieser Verzicht denen Christus näher bringt, weil man nämlich so plötzlich weiß, WAS wirklich wichtig ist.
Christus: Eher kommt ein Kamel durch ein Nadelöhr, als ein Reicher ins Himmelreich.
Es besteht also Hoffnung für diese jungen Männer.
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#3   Kapituliernix von Koppelschloß   12:43:28 | Donnerstag, 13. Januar 2011
Wo ist das Problem, praktisch besteht doch kaum ein Unterschied zu dem ehemaligen Sklavenlager, den…
auf dessen aktuelles soziales Multikultiniveau bewegen wir uns mit Lichtgeschwindigkeit zu. Und die scheinheilige Obrigkeit schaut feixend zu. Cholera ante Portas und und und.
Was der Deutsche Christ inzwischen dringenst braucht, ist der Volksrevolver, der auch in die Damenhandtasche passet; denn nur der Einzelne trägt noch das christliche Rechtsempfinden aus der homogenen deutschen Volksgemeinschaft in sich. Gut, es handelt sich hier bei den nachfolgend genannten Tätern sicher um Edelweißpiraten, die bereits vor 1944 alles klauten, was ihnen in die Hand fiel. Nachdem sie einen harmlosen Nazi erschossen, kam es zu einer Säuberung und anschließenden öffentlichen Massenhinrichtung durch Erhängen. Davon gibt es noch wunderbare Bilder. Also bitte bitte nicht aufregen und die Klaumänner bloß nicht stören, es sind nämlich alles ehrenwerte politisch Verfolgte. Und BAB wird ihnen sicherlich sofort ein super Ehrenlied dedizieren. Was sagt Domradio wohl dazu?
Köln –
Es ist nicht zu fassen: Feuerwehr, AWB und Hunderte ehrenamtliche Helfer der DLRG halfen tagelang, Köln vor den Fluten zu retten.
„In Rodenkirchen haben wir vier Täter auf frischer Tat ertappt. Es gab ein Handgemenge, doch leider konnten die Diebe entkommen“, sagt Joannis Dimas (38), Geschäftsführer vom „Cölner Sicherheitsdienst Direkt“ (CSD).
Er geht davon aus, dass es sich um Ganoven handelt, die bei Schrotthändlern den schnellen Euro mit Teilen der Hochwasserwand machen wollen. Bisher fehlt allerdings jede Spur.
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#2   jolie   11:49:35 | Donnerstag, 13. Januar 2011
es heißt: „irgendein“ und nicht „irgentein“
und es heißt „bitterste“ und nicht „bitteserste“
im übrigen ist es eine wohltat, anständig angezogene seminaristen zu sehen.
gott schütze ihre berufung!
denkt
der
freche
jolie
O:)
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#1   ErnstSchneider   11:30:23 | Donnerstag, 13. Januar 2011
Das ist doch wohl nicht wahr
Das Land ist fast komplett zerstört die Menschen leiden bitteserste Not und ihr jammer hier rum weil es dort kein Priesterseminar mehr gibt.
Die Menschen dort gehen vor und nicht irgentein Priesterseminar.
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