(kreuz.net) Das Pastoralkonzil gelangt aufgrund einer Elemente-Ekklesiologie zu einer Hoch- schätzung
der anderen christlichen Gemeinschaften.
Doch eine solche Hochschätzung gab es in der frühen Kirche
nicht – ganz im Gegenteil.
Eine wichtige Unterscheidung
Diese lehnte diese Gemeinschaften mit scharfen
Worten ab. Dabei unterscheidet sie zwischen Besitz und Eigentum.
Alles was die anderen christlichen Gemeinschaften
an Gütern besitzen ist nicht ihr Eigentum, sondern es ist Eigentum der Katholischen Kirche.
Weil diese
Güter nicht ihr Eigentum sind, sind sie auch nicht Grund für eine Hochschätzung der anderen christlichen
Gemeinschaften.
Das Viele nützt wenig
Demgegenüber wertet das Pastoralkonzil den Besitz dieser Güter
so, als seien sie das Eigentum der getrennten Brüder. Dadurch gelangt es zu einer Hochschätzung derselben.
Das ist die Grundlage seines Koexistenz-Ökumenismus.
Das Pastoralkonzil ist in seiner Elemente-Ekklesiologie
befangen. Darum vermag es die Entwertung nicht zu erkennen, die eine wahre Glaubensaussage erfährt, wenn
sie mit falschen Glaubenslehren verbunden ist.
Aber der Heilige Augustinus hatte diese Erkenntnis, sagt
er doch über die Häretiker in einer Auslegung zu Psalm 54:
„In vielem sind sie mit mir, in wenigem
sind sie nicht mit mir. Aber wegen dieses Wenigen, in dem sie nicht mit mir einig gehen, nützt ihnen
das Viele nichts, worin sie mit mir sind.“
Die Wendung „aber wegen dieses Wenigen, in dem sie nicht mit
mir einig gehen, nützt ihnen das Viele nichts, worin sie mit mir sind“, bringt die Entwertung des für
sich betrachtet Richtigen durch die Kopplung an das Falsche zum Ausdruck.
Durch diese Anbindung an das
Falsche ist das für sich betrachtet Richtige ein Gefangener des Irrtums, wie Pius-Bischof Tissier de
Mallerais einmal zutreffend bemerkte.
Das Band der Liebe ist durchschnitten
Der Heilige Augustinus ist –
wie diese Zitate zeigen – der Überzeugung, daß alles was die von der Katholischen Kirche getrennten
Gemeinschaften besitzen, ihren Anhängern keinen Nutzen bringt, weil sie es in der Trennung empfangen,
die das Band der Liebe durchschneidet.
Wer aber die Liebe nicht hat, der hat – nach den Worten des Heiligen
Paulus – nichts.
Im gleichen Sinne schreibt der Heilige Augustinus:
„Doch weil ihnen das nichts nutzt,
solange sie Schismatiker beziehungsweise Häretiker sind, […] ermahnen wir sie, zum heilbringenden Frieden
und zur heilbringenden Liebe zu kommen, nicht nur damit sie etwas besitzen, was sie nicht hatten, sondern
damit, was sie hatten, ihnen auch zu nutzen beginnt.“
Mit diesen Worten appelliert Augustinus an die
getrennten Brüder, ins Vaterhaus zurückzukehren und vertritt damit die Rückkehr-Ökumene.
Damit ist
offensichtlich, daß auf die frühkirchliche Communio-Ekklesiologie die Rückkehr-Ökumene geschlüsselt
ist.
Dagegen entspricht der Communio-Ekklesiologie des Pastoralkonzils eine Koexistenz-Ökumene, die
bisher nie existiert hat.
Der Autor ist Oberstudienrat für Mathematik, Physik und Philosophie. Er hat
an der Universität München bei Reinhard Lauth promoviert.
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Der Eindruck, dessen man sich kaum erwehren kann: 1) Nicht wenigen vermittelt das heutige Rom den Eindruck,
als würde es sich mit einer bloßen Koexistenz- statt Rückkehr-Ökumene auch begnügen. 2) Nicht wenigen
vermittelt Rom heute den Eindruck, als sei (nach dem von Ratzinger hochverehrten JPII) nunmehr B16 der
lebende Beweis für seine Selbstrelativierung ( in bezug auf die Protestanten und sogar Juden und Muslime) –
auch wenn letzterer permanent den Relativismus als die große Gefahr unserer Zeit anprangert. 3) Nicht
wenige schütteln den Kopf , wenn Papst und Bischöfe auf Augenhöhe mit Protestanten verhandeln, Erwartungen
hegend, von ihnen liturgisch, musikalisch usw. bereichert zu werden – als ob es sich bei denen nicht eher
um Hedonisten als um getrennte Brüder in Christo handelte, insofern da a) Homos gesegnet oder gar getraut
werden, Homos mit ihren Partnern in Pfarrhäusern leben, es ( so in Schweden) Bischöfinnen mit lesbischer
Partnerin und Kind gibt. b) Geschiedene (oder gar Mehrfach-Geschiedene) in der Regel wieder getraut werden.
c) nicht nur Verhütung kein Thema mehr ist, sondern oft auch die Pille danach, PID, die Abtreibung in
immer mehr Fällen usw. usf.
Widersprüche Im Denken des heutigen Papstes lassen sich eine Reihe von Widersprüchen nachweisen. Vgl.
dazu Steffen Köhler „Joseph Ratzinger-Papst Benedikt XVI. – Die neue Tradition. Dabei handelt es sich
nicht nur um Widersprüche zwischen zeitlich weit auseinander liegenden Äußerungen. Falls der Papst
um diese Widersprüche weiß, dann scheinen sie ihn wenig zu kümmern, denn sie werden offenbar auch in
seine Gesammelten Schriften aufgenommen, die Zug um Zug erscheinen. Vielleicht kann man generell sagen,
dass bei Ratzinger die spekulative Kraft die kritische Kraft deutlich übersteigt.
Rückkehr (21:05) Rückkehr, Sie werden langweilig. Es geht um eine stichhaltige Interpretation der Texte.
Für Ratzinger geht es gewiß nicht um eine Ko-existenz Ökumene, wie Sie unterstellen, sondern um die
Einheit der christlichen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften in der Wahrheit des katholischen Glaubens,
und in der Verschiedenheit der jeweiligen kirchlichen Traditionen – wie die katholische Kirche seit ihren
Anfängen aufweist – so die bereits zitierten „Dominus Jesus“ und „Unitatis Redintegratio“. Die Ratzinger
Texte, die Sie zitieren, sind im Lichte von „Dominus Jesus“ zu lesen, der von Ratzinger ebenfalls signiert
ist. Ratzinger widerspricht sich nicht! Was die Parakonziliaren wollen, ist wohl eine andere Sache. Sie
können sich jedoch weder auf das Konzil noch auf Ratzinger berufen. Und ihr Verlangen ist wohl, als nicht
mit dem katholischen Glauben vereinbar, abzulehnen. Ich wiederhole mich ungern.
Sycamore: Sie sollten sachlich bleiben Ich habe in meinen vorangegangenen Leser-Beiträgen weder Ihnen
noch dem Konzil etwas unterstellt. Es ging um Aussagen von Benedikt XVI. zur Ökumene, die mit der diesbezüglichen
traditionellen Lehre der Kirche nicht zu vereinbaren sind. Statt der traditionellen Rückkehr-Ökumene
wird hier einer Koexistenz-Ökumene das Wort geredet. Dass man zwischen moralischer und dogmatischer Ebene
unterscheiden muss, bedarf doch gar nicht Erwähnung. Aber darum geht es hier nicht. Dass man die Konzilstexte
und die entsprechenden nachkonziliaren Dokumente sine ira et studio angehen soll, ist natürlich richtig,
und es ist ein Erfordernis wissenschaftlicher Arbeit. Aber ebenso ist es ein Erfordernis, sie ohne Illusionen
und vorgefasste Meinungen angehen.
Ach, Rückkehr (15:31) … Sie leiden zu viel, Rückkehr … und unnötigerweise! Sie müssen wohl zwischen
moralischer und dogmatischer Ebene unterscheiden, und anerkennen, daß das, was der ersten Ebene gehört,
nicht notwendigerweise auch der zweiten gehört. Dies hieße „kategoriale Hygiene“ pflegen. Der ökumenische
Dialog findet vornehmlich auf der Ebene der Dogmatik statt und setzt bestimmte moralische Tugenden einfach
voraus, um erfolgreich durchgeführt zu werden. Ich habe den Begriff „versöhnte Verschiedenheit“ in Einführungsstrichen
verwendet und „in der Wahrheit des katholischen Glaubens“ hinzugefügt – ein Hinweis auf „Unitatis Redintegratio“
und auf „Dominus Jesus“. Die Bedeutung dieses Ausdrucks, die Sie in Ihrer Lesermeinung ausführlich erklären
und zu recht verwerfen, dürfen Sie jedoch weder mir noch dem Konzil unterjubeln, höchstens der „parakonziliaren
Ideologie“, die von Rom verworfen wird, wie Sie wissen. Ich empfehle Ihnen eine Lektüre der Konzils-
und konzilnahen Texte „sine ira et studio“ und ohne böswillige Unterstellungen.
Die Texte sind nicht einwandfrei, sondern revolutionär „An die Stelle der Idee der Konversion, die für
den einzelnen, den sein Gewissen so weist, durchaus ihren Sinn behält, wird grundsätzlich die Idee der
Einheit der Kirchen treten, die Kirchen bleiben und doch eine Kirche werden.“ Das „Modell“ einer Einheit
in versöhnter Verschiedenheit“ stammt von Rahner/Fries. Gemeint ist, dass alle christl. Konfessionen
sich gegenseitig als verschiedene Ausprägungen des christlichen Glaubens anerkennen sollen. Das ist keine
Einheit in der Wahrheit des katholischen Glaubens, vielmehr wird den Lehren, die der Lehre der katholischen
Kirche widersprechen, ein Existenzrecht zuerkannt, was auch in den Ausführungen von Ratzingers geschieht,
denen das Zitat entnommen ist. Es geht also keineswegs um eine Einheit von wünschenswerter Vielgestaltigkeit
im Rahmen der Rechtgläubigkeit. Dasselbe gilt für das zweite Zitat: „Das eigentliche Ziel aller ökumenischen
Bemühungen muß natürlich bleiben, den Plural der voneinander getrennten Konfessionskirchen in den Plural
von Ortskirchen umzuwandeln, die in ihrer Vielgestalt real eine Kirche sind.“ Was ist das wohl für eine
Einheit, in der die der katholischen Lehre widersprechenden Konfessionen [!] in einer „Kirche“ vereint
werden. Jedenfalls keine Einheit in der Wahrheit, denn diese ist widerspruchsfrei. Konversion beruht auf
einem Gesinnungswandel mit dem Ergebnis, dass der Betreffende seine irrtumsbehaftete Gemeinschaft verlässt
und in die katholische Kirche eintritt.
Rückkehr (05:24): Die zwei Texte? Sie sind doch einwadfrei! „Das eigentliche Zeil aller ökumenischen
Bemühungen muß natürlich bleiben, den Plural der voneinander getrennten Konfessionskirchen in den Plural
der Ortskirchen umzuwandeln, die in ihrer Vielgestalt real eine Kirche sind.“ In anderen Worten, „versöhnte
Verschiedenheit“ in der Wahrheit des katholischen Glaubens, so wie die katholische Kirche selbst in ihrer
Vielgestalt von Riten und kirchlichen Traditionen seit ihren Anfängen bis heute sich beschreiben läßt.
Es wundert mich, daß Sie an diesen Gedanken Anstoß nehmen. Völlig richitg ist auch die Präzisierung
Ratzingers, daß der Begriff „Konversion“ eine vornehmlich moralische, nicht eine dogmatische Bedeutung
hat. Mit dem Begriff „Konversion“ kann man den innerlichen Reifungs- und Entscheidungsprozess des Willens
eines Menschen beschreiben, der dazu notwendig ist, um der Glaubenswahrheit zustimmen und sie annehmen
zu können. Der Glaubensakt selbst, die feste Zustimmung eines Menschen der geoffenbarten Wahrheit, die
ihm die Kirche in ihrer Verkündigung eröffnet, setzt also die Konversion voraus, kann selbst jedoch
nicht, im richtigen Wortgebrauch, als „Konversion“ bezeichnet werden. Wie Sie selbst übrigens in Ihrer
Bemerkung über die Notwendigkeit der „Konversion zur Kirche“ – um deren Verkündigung und Heilsmittel
annehmen zu können – implizieren. Die „normale“ Interpretation der von Ihnen vorgelegten Texten bietet
also m.E. nichts Skandalöses sondern eigentlich nur „Selbstverständliches“ für einen Katholiken an.
Sycamore Der heutige Papst hat auch an anderen Stellen seine Vorstellung vom Ziel der Ökumene zum Ausdruck
gebracht. „An die Stelle der Idee der Konversion, die für den einzelnen, den sein Gewissen so weist,
durchaus ihren Sinn behält [als wäre die Konversion zur katholischen Kirche keine objektive Notwendigkeit],
wird grundsätzlich die Idee der Einheit der Kirchen treten, die Kirchen bleiben und doch eine Kirche
werden.“ J. Ratzinger: „Das Konzil auf dem Weg. Rückblick auf die zweite Sitzungsperiode“, Köln 1964,
S. 65f. Er hat dieses Fernziel, auch als er der oberste Glaubenshüter war formuliert, nämlich in seinem
Aufsatz „Luther und die Einheit der Kirche“, aus dem Jahre 1983, wobei er einschlussweise die protestantischen
Gemeinschaften als „Konfessionskirchen“ bezeichnet. Als Papst hat er sich erneut hinter dieses Ziel gestellt,
indem er das folgende Zitat unverändert abdrucken ließ: „Das eigentliche Ziel aller ökumenischen Bemühungen
muß natürlich bleiben, den Plural der voneinander getrennten Konfessionskirchen in den Plural von Ortskirchen
umzuwandeln, die in ihrer Vielgestalt real eine Kirche sind.“ J. Ratzinger: „Luther und die Einheit der
Kirchen“, J. Ratzinger: „Gesammelte Schriften“, Band 8/2, Freiburg 2010, S. 954.
Jörg Guttemberg (23:14) Ja, Sie berühren eben den zweiten Punkt, den ich früher aus Platzmangel nicht
ansprechen konnte: „Die Kirche ist der mystische Leib Christi.“ Ist der mystische Leib Christi mit dem
sichtbaren Gefüge der katholischen Kirche co-extensiv? Indem ein Mensch durch die Taufe dem Leib Christi
eingegliedert ist, und es sind millionen solcher Menschen , die zwar erlöst, jedoch nicht dem sichtbaren
Gefüge der katholische Kirche angehören, muß die Antwort wohl negativ ausfallen, ohne das bereits Gesagte
über die katholische Kirche in irgendeiner Weise zu relativieren. So „Dominus Jesus“: „Die untrennbare
Beziehung zwischen Kirche und Reich bekräftigen, heißt aber nicht vergessen, daß das Reich Gottes –
auch wenn es in seiner geschichtlichen Phase betrachtet wird – nicht mit der Kirche in ihrer sichtbaren
und gesellschaftlichen Wirklichkeit identisch ist. Es its nämlich nicht richtig, wenn man das Werk Christi
und des Geistes ‘auf ihre [der Kirche] sichtbaren Grenzen einengt’“ (19). In Pius XII. Enzyklika „De mystico
Jesu Christi corpore“, ist von denen die Rede ist, welche „ad aspectabilen non pertinent Catholicae Ecclesiae
compagem“. Die jedoch „etiamsi inscio quodam desiderio ac voto ad mysticum Redemptoris Corpus ordinentur“
(101). Die Unterscheidung ist also nicht neu. Es geht darum, Kirche als „Heilsmysterium“ bzw. die untrennbare
Beziehung zwischen Reich Gottes, Reich Christi und Kirche im Lichte der einzigen Heilsmittlerschaft Jesu
Christi richtig zu sehen.
Ghislieri, Sycamore GH: Sie sehen die Angelegenheit zu oberflächlich. Es geht nicht um ein Angebot von
oben herab, sondern um die Frage, was zur Wiedererlangung der vollen Kirchengemeinschaft notwendig ist.
SY: Ihren Ausführungen stimme ich zu. Zur „heiligen katholischen Kirche“: Der Apostelschüler Ignatius
von Antiochien sagt: Wo Christus ist, ist die katholische Kirche“. Damit ist christlich und katholisch
gleichbedeutend. Selbst Luther hat sich noch als katholisch und uns römische Katholiken als Papisten
bezeichnet. Erst seit der Aufklärung hat der Begriff „katholisch“ , und das auch nur im Westen, seine
konfessonelle Bedeutung. Alle Ostkirchen führen in ihrem vollen Titel noch heute das Adjektiv „katholisch“.
So geht die Ökumene heute von der einen, aber gespaltenen Kirche aus.
Rückkehr (20:32): Sie lesen vielleicht zu viel im Ratzinger-Zitat Im Ratzinger-Zitat handelt es sich
m.E. eher um Moral und Spiritualität als um Dogma, wenn von „Reinigung“ und „Bereicherung“ die Rede ist.
Was Reinigung angeht, so mit größter Aktualität das Konzil in „Unitatis Redintegratio“: „Obgleich nämlich
die katholische Kirche mit dem ganzen Reichtum der von Gott geoffenbarten Wahrheit und der Gnadenmittl
beschenkt ist, ist es doch Tatsache, daß ihre Glieder nicht mit der entsprechenden Glut daraus leben,
so daß das Antlitz der Kirche den von uns getrennten Brüdern und der ganzen Welt nicht recht aufleuchtet
und das Wachstum des Reiches Gottes verzögert …„(4). Von „Bereicherung“ ist auch in „Dominus Jesus“
die Rede: „Der Dialog, der zum Evangelisierungsauftrag der Kirche gehört, führt zu einer Haltung des
Verständnisses und zu einer Beziehung der gegenseitingen Kenntnis und der Vechselseitigen Bereicherung,
und zwar IM GEHORSAM GEGENÜBER DER WAHRHEIT [m.B.] und mit Respekt vor der Freiheit“ (2). Ratzinger muß
das vorschweben, was jetzt mit den übetrittswilligen Anglikanern geschieht: sie bringen den Reichtum
ihrer biblischen, liturgischen, sprachlichen, musikalischen … Tradition mit in die Kirche, die dadurch
eine Bereicherung erfährt. Für das Konzil steht wie immer fest: „Die heilige katholische Kirche ist
der mystische Leib Christi und besteht aus den Gläubigen, die durch denselben Glauben, dieselben Sakramente
und dieselbe oberhirtliche Führung im Heiligen Geist organisch geeint sind“ (Orientalium Ecclesiarum,
2)
Rudolfus: Jurisdiktion Das von Ihnen zitierte Jurisdikionsverständnis ist aber nicht durchsetzbar, weil
die Ostkirchen sich auf die Tradition von vor 1000 berufen und spätere Dogmen -unabhängig von möglicher
inhaltlicher Anerkennung (wie z. B. 15. August)- nicht als Dogmen anerkennen! In den gesamten Dogmen über
die Jurisdiktionsgewalt des Papstes sehen diese Kirchen eine rein lateinische Angelegenheit. Das ist ja
gerade das Problem!
@Jörg G., Köln: Du bist leider im Irrtum gegen das katholische Dogma Der Römische Papst hat die Universaljurisdiktion
über jedes einzelne Mitglied und jeden einzelnen Teil der Kirche, über jeden einzelnen Patriarchen und
Bischof, ohne Ausnahme. Wenn du das leugnest, verwirfst du ein definiertes Dogma der Kirche (sel. Pius
IX./Vaticanum I) und stehst unter dem Anathem, also als formeller Apostat und Nichtkatholik. Jeder Bischof
ist Untertane des Papstes, alle ohne Unterschied. Sonderrechte wären ein Privileg des Papstes und könnten
jederzeit widerrufen werden (z. B. beim Erzbischof v. Salzburg u. Primas v. Deutschland, der selbst Bischöfe
umliegender Diözesen einsetzen durfte, und den der Papst begrüßte mit den Worten: „Wie Wir dürft Ihr
Bischöfe einsetzen.“). vgl. auch das definierte Dogma im Apostolischen Schreiben UNAM SANCTAM (Bonifaz
VIII.): Es ist heilsnotwendig, daß jede Kreatur dem Römischen Papst untertan ist!
Ghislieri: Ihre Stellungnahme Liturgische Farben habn absolut nichts mit Folklore zu tun, obwohl es hier
in den einzelnen Traditionen Unterschiede gibt. So benutzt die byzantinische Tradition an Pfingsten z.
B. grün, genauso die römische vor dem Tridentinum. Schließlich sagt die liturgische Farbe Wesentliches
über das Festverständnis aus und ist damit keine oberflächliche Sache.
Ghislieri: Ihre Stellungnahme Was versstehen Sie in diesem Zusammenhang unter Folklore? Das Glaiubensbrekenntnis
ist – abgesehen vom filioque – in allen christlichen Kirchen gleich! Damit besteht eine breite gemeinsame
Grundlage. Es geht also, wie schon festgestellt, um das Kirchenverständnis bei den reformatorischen Kirchen
und das Petrusamt im Verhältnis zu den anderen Traditionskirchen! Hinsichtlich des filioque wurde auf
dem Konzil von Ferrara-Florenz die gemeinsame Formel „ex patre per filium“ gefunden, die von der bulgarischen
Kirche in der Kathechese noch heute benutzt wird.
@Jörg Guttenberger, Köln Es geht vielmehr um die Frage, was zur Wiederaufnahme der vollen Kirchengemeinschaft
notwendig ist ohne dabei Grundlegendes der eigenen Tradition aufzugeben. Die Antwort ist ganz einfach:
Was den Glauben betrifft kann nichts in Frage gestellt bleiben. Zugeständnisse sind, am besten befristet,
mit ner richtig langen Frist, möglich, was die Folklore betrifft. Da kann man ein wenig großzügig sein,
aber nicht zu sehr, weil das dann verhindert, dass etwas Gemeinsames entsteht.
@solagratia: Du bist von Christus eingeladen, zu Seiner Kirche unter Petrus zurückzukehren, deinen selbsternannten
Kirchengründer Dr. Luther mit seiner der Kirche gestohlenen und nach Gutdünken gekürzten Bibel kannst
du gerne bei Seite lassen. Richtiger Christ bist du in der Kirche Christi und St. Petri, nicht bei Luther
oder wie die Bibeldiebe alle heißen.
Sykamore: Ökumene, nicht Ökumenismus Es ist richtig, daß Voraussetzung guter Gespräche gegenseitige
Ernstnahme ist. Hier wird aber gefordert, daß die anderen Kirchen bedingungslos und reuig zu Rom zurückkehren,
und diese Forderung ist schlichtweg nicht durchsetzbar. Es geht vielmehr um die Frage, was zur Wiederaufnahme
der vollen Kirchengemeinschaft notwendig ist ohne dabei Grundlegendes der eigenen Tradition aufzugeben.
Hier gibt es selbstverständlich gerade mit den reformatorischen Kirchen wegen deren von den Traditionskirchen
abweichendem Kirchenverständnis (apostolische Sukzession) Probleme, die für uns Heutige so gut wie unüberwindbar
erscheinen. Mit den anderen Tradiktionkirchen geht es im Wesentlichen um ein gemeinsames Verständnis
des Petrusamtes. Hier ist klar, daß Rom gegenüber den anderen Patriachaten nicht dieselbe Jurisdiktionsgewalt
hat, wie gegenüber den Bischöfen der eigenen lateinischen Teilkirche, weil sich die Ostkirchen zu Recht
auf die Tradition vor 1000 berufen. Hier ist wieder zwischen Reichskirche und den Kirchen außerhalb des
Römischen Reiches zu unterscheiden, die Rom nie unterstanden haben.
#44 solagratia † 21:50:21 | Sonntag, 16. Januar 2011
Da kann man mal sehen, wie DUMM das Pastoralkonzil ist. Dabei kann doch jeder durchschnittlich intelligente
und glaubende Christ erkennen, dass das Katholibangeschwurbel mit Christentum ungefähr so viel zu tun
hat wie die Kuh mit dem Eierlegen. Einfach Christ werden, das hilft. Geht in jedem lutherischen Pfarramt!
Sycamore:Es gibt in den Texten des Konzils vieles Richtige, aber es gibt auch die Querschläger, die zu
einem Relativismus innerhalb des Christentums geführt haben. Da wird das „est“ verleugnet und durch „subsistit
in“ ersetzt und da wird den anderen christlichen Gemeinschaften eine Heilsmittlerschaft zuerkannt. Prof.
Ratzinger sprach mit Recht von der Zweigesichtigkeit der Texte. Eine Folge dieser Zeigesichtigkeit ist
die Bereicherungsideologie, die das Zitat von 16:19 beinhaltet: Indem Kard. Ratzinger eine derartige Hilfsbedürftigkeit
der katholischen Kirche behauptet, sät er tiefen Zweifel an der Lehre der Kirche Gottes, ja deren Lehrverkündigung
wird geradezu unter Generalverdacht gestellt. Da fragt man sich doch: Was lehrt die katholische Kirche
in defekter Weise, weshalb sie der Reinigung bedürftig sein soll? Und was fehlt der katholischen Lehrverkündigung,
dass sie von den anderen christlichen Gemeinschaften bereichert werden kann und soll? Kardinal Ratzinger
untergräbt mit diesen Behauptungen das Vertrauen in die katholische Lehrverkündigung! Braucht man sich
da zu wundern, dass in nachkonziliarer Zeit der Glaube unzähliger Katholiken erschüttert wurde und sie
sich infolgedessen von der Kirche abgewandt haben? Zugleich fördert der ehemalige Präfekt der Kongregation
für die Glaubenslehre mit diesen Äußerungen den Relativismus im Rahmen des Christentums, obwohl er
doch insbesondere in seiner Funktion als Präfekt der Glaubenskongregation die Aufgabe hatte, diesem glaubenszerstörenden
Relativismus entgegenzutreten.
Vineta/Rückkehr Die Botschaft des Konzils ist gespalten. Einerseits liest man in Konzilsdokumenten Sätze
wie diese : „Darum will die Synode in Nachfolge des Trienter und des Ersten Vatikanischen Konzils die
echte Lehre über die göttliche Offenbarung … vorlegen…“ (Dogmatische Konstitution ‘Dei Verbum’,
Vorwort); „Treu der Überlieferung erklärt das heilige Konzil…“ (Konstitution über die Heilige Liturgie
„Sacrosanctum Concilium“); In Bezug auf die Juden erklärt „Nostra Aetate“: „Gewiß ist die Kirche das
neue Volk Gottes … „ (4). Das Konzil spricht vom „gemeinsamen geistigen Erbe“, was niemand bezweifelt,
und davon, daß „die Ereignisse des Leidens Christi“ „weder allen damals lebenden Juden ohne Unterschied
noch den heutigen Juden zu Last“ gelegt werden kann. Zweifelsohne keine revolutionäre Feststellung. Von
einem „zweiten Heilsweg“ der Juden ist in den Konzilsdokumenten nicht nur nichts zu lesen, sondern, angesichts
deren Betonung der alleinigen Heilsmittlerschaft Jesu Christi, ist ein solcher Begriff im Sinne des Konzils
auszuschließen. In „Ad Gentes“, wie in „Lumen Gentium“ wird die Kirche als „das allumfassende Sakrament
des Heils“ (1) bezeichnet. In „Unitatis Redintegratio“ betont das Konzil:„Denn nur durch die katholische
Kirche Christi, die das allgemeine Hilfsmittel des Heiles ist, kann man Zutritt zu der ganzen Fülle der
Heilsmittel haben“ (3). Und „… die katholische Kirche [ist] mit dem ganzen Reichtum der von Gott geoffenbarten
Wahrheit und der Gnadenmitteln beschenkt“ (4).
Vineta: Rom muss zu seiner Tradition zurückkehren Eine Rückkehr der Dissidenten zur katholischen Kirche
kann nur gefordert werden, wenn zuvor Rom zu seiner Tradition zurückkehrt. Wie weit das vom Pastoralkonzil
geprägte Rom davon entfernt ist, lässt u.a. die folgende Äußerung von Kardinal Ratzinger erkennen:
„Vielleicht sind wir alle noch nicht reif für die Einheit und brauchen einen Stachel im Fleisch, der
der andere in seiner Andersheit ist, um uns aus unserem mittelmäßigen und verkürzten Christentum aufzuwecken…
Und es gibt eine Pflicht, sich vom anderen reinigen [!] und bereichern [!] zu lassen… All diese Haltungen
müssen sich stets mit dem festen Willen verbinden, für den Augenblick der Einheit zu reifen. Das Modell
der versöhnten Verschiedenheit muß man also in diesem dynamischen und prozeßhaften Sinn auslegen…
Wir anerkennen den christlichen Bruder und die Schwesterkirche [!], wir lieben die Gemeinschaft des anderen,
und wir begreifen uns gemeinsam in einem Prozeß der göttlichen Erziehung, in der der Herr die verschiedenen
Gemeinschaften, eine für die andere benutzt, um uns der endgültigen Einheit fähig und würdig zu machen.“
J. Ratzinger: „Das Papsttum und die Ökumene“, ein Gespräch zwischen Kardinal Ratzinger und der römischen
Gemeinde der Waldenser am 29.1.1993. Erschienen in: „30 Tage in Kirche und Welt“, Februar 1993, S. 66.
will i am son, das ungeborene leben steht so nah vor der geburt und ist leben!!! daher setzen wir uns
für die geborenen wie ungeborenen ein. alle haben ein recht auf leben! wer aber leben an die selektionsrampe
des zeitgeistes stellt, macht sich schnell zum gottlosen mörder. merken sie nicht ihre eigenen verblendung
und lieblosigkeit, wenn sie die schwächste und schutzbedürftigste form menschlichen lebens unter bestimmten
umständen zur vernichtung frei geben?!
Die unübersehbare, aber von niemand eingestandene Ratlosigkeit! 1) Bei Dr.W.Schüler wie auch bei den
Postern Rückkehr-Ökumene, Sycamore, Jubärens klingt der vorkonziliare Standpunkt Roms an – wobei aber
leider die äußerst relevante Frage unbeantwortet bleibt: Warum sollten Protestanten denn NOCH nach Rom
zurückkehren? JETZT nach der Selbstrelativierung Roms auf dem Pastoralkonzil, die ja sogar den Respekt
vor dem Islam betont und den Juden einen Sonderheilsweg zuerkennt – und der dann auch – auf daß dies
auch ja jedem Katholiken wie Protestanten auffalle – die Reduzierung des Latein auf ein Minimum folgte.
2) Ganz im Sinne der Selbstrelativierung Roms schwärmt Poster Junker Jörg hier für gelebte Ökumene,
für ein Reden mit Protestanten auf Augenhöhe und Gemeinschaft mit ihnen – wobei er jedoch völlig außer
acht läßt, daß ihm da mehr Heidentum und Atheismus gegenübersteht als Christentum, insofern z.B. a)
Homos gesegnet oder gar getraut werden, Homos mit ihren Partnern in Pfarrhäusern leben, es ( so in Schweden)
Bischöfinnen mit lesbischer Partnerin und Kind gibt. b) Geschiedene (oder gar Mehrfach-Geschiedene) in
der Regel wieder getraut werden. c) nicht nur Verhütung kein Thema mehr ist, sondern oft auch die Pille
danach, PID, die Abtreibung in immer mehr Fällen usw. usf. Getrennte Brüder und Schwestern in Christo
???
immer mehr argumente… …für den tod, immer weniger für das leben. und alles geschieht im deckmantel
einer völlig gottlosen und pervertierten humanität, liberalität und toleranz. das land ist voll von
todesurteilen gegen unschuldige kinder denen man aus diesen und jenen begründungen das recht zu leben
abspricht. selber will man leben aber andere sollen unter diesen und jenen umständen am besten nicht
leben. was für aalglatte verbrecher haben das recht pervertiert!! und sie behaupten stets im namen der
menschlichkeit aufzutreten und lullen so das gewissen des einzelnen menschen und der ganzen menschheit
ein.
Werdendes Leben????? man spricht heute vom „werdenden leben“ und gleichzeitig vom ungeborenen leben. leben
entwickelt sich vom augenblick der empfängnis an bis zum tode! ein ungeborenes kind in der 12. lebenswoche
als „werdendes leben“ zu bezeichnen ist irreführend, vor allem wenn es um die abtzreibung geht, die sogenannte
schwangerschaftsunterbrechung. eine schwangerschaft kann man bei einer abtreibung nur beenden, nicht aber
unterbrechen. auch kann ein ungeborenes kind niemals ein „zellklumpen“ sein. mörderische lieblosigkeit
formuliert das leben in den tod hinein.
Jörg Guttenberg (00:37): zuerst die Pferde und dann der Karren – nicht umgekehrt… Man würde denken,
beim Ökumenismus ging es vornehmlich um die Klärung theologischer Differenzen zwischen der Katholischen
Kirche und den verschiedenen Gruppierungen, die sich auf Christus berufen und nach Einheit streben. Hier
handelt sich also um theologische Gespräche, deren Bedingung der Möglichkeit eben die Sehnsucht nach
Rückkehr zum Hause des Vaters ist. Es ist nicht die Katholische Kirche, die nach ekklesiologischer Wahrheit
ringt – die sie bereits besitzt – sondern die Gesprächspartner. Es geht auch nicht darum, eine neue Kirche
zu bauen, um die apostolische Kirche zu ersetzen, die Christus selbst auf Petrus und den Elf gegründet
hat. Am Ende der Gespräche, nach der erzielten theologischen Einheit, wird nach den praktischen Details
einer Vereinigung gehen, und hier erst wird verhandelt. Daß sich die Verhandlungspartner einander ernst
nehmen sollen, ist eine derartige Selbstverständlichkeit, also ein derartige Banalität, daß ihre Erwähnung
völlig überflüssig ist.
Ist Josef Berens zur Einsicht gekommen? „Dein Text sagt so viel über Dich persönlich aus, daß es sich
erübrigt dazu Stellung zu nehmen. Josef Berens Herr Berens, es wäre wirklich ein erster Schritt zur
Besserung und Sie hätten den Beifall aller mündigen Leser, wenn Sie die Texte anderer Leser für sich
sprechen ließen und nicht mit ihren unsäglichen Kommentaren und Senfbeiträgen überziehen würden.
Weiter so auf diesem Weg, Herr Berens!
ausgerechnet Augustinus ist ein schlechter Ratgeber in der Ekklessiologie. Gegen ihn spricht z.B. – das
berüchtigte „cogite eos“ mit dem er Gewalt gegen (potentielle) Ketzer rechtfertigte – seine Rolle bei
der Einführung des filioque, bei der er auf häretische Vorlagen hereingefallen ist (mit seiner Formulierung
des vinculum amoris) mit der er – zugegeben ungewollt und unbewußt- den Bruch mit Byzanz ganz wesentlich
vorbereitet hat.
Ökumene – Wertschätzung Das Gebot der Nächstenliebe als auch die Pragmatik verlangen, mitdem jeweiligen
Gesprächspartner auf Augehhöhe zu verhandeln, soll es überhaupt zu ernsthaften Verhandlungen kommen.
Nur ein Gesprächpartner, der sich ernst genommen weiß, verhandelt auch ernsthaft. Hier sind offenbar
einigen Leuten, die seitens Rom eine Verhandlung von oben herab erwarten, sämtliche Sicherungen durchgeknallt.
Seit Anfang Oktober 09 ist in Deutschland „EllaOne“, die „Pille für noch länger danach“ zugelassen.
Sie verhindert „bis zu 5 Tagen danach“ die Einnistung des gezeugten Embryos in die Gebärmutter und ist
damit ein Frühabtreibungsmittel. Noch ist diese „Pille danach“ verschreibungspflichtig. Aber schon fordert
das „Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte“, die „Pille danach“ frei zugänglich zu machen.
Mehr über Frühabtreibung und Abtreibungsmethoden in der Broschüre „Schenk mir das Leben – Was geschieht
bei einer Abtreibung?“ (gegen 2 € von der KURIER-Redaktion) und ausführlicher in dem Büchlein von
Dr. Gabriele Marx, „Die Pille – vom Aufgang bis zum Untergang“, Sarto-Verlag, 2008. www.christliche-mitte.de/
#26 Miterlöserin 23:12:55 | Samstag, 15. Januar 2011
anerkennung der taufe bei konversion ist es eigentlich richtig, dass die taufe anerkannt wird, wenn jmd
zum katholizismus konvertiert? oder hat man vor dem ii. vatikanum die konvertiten auch neu getauft?
Belege, keine Beschimpfungen – bitteschön Wenn ich Ihnen zu nahe getreten bin, Unbestechlicher, Entschuldigung
dafür. Nachfolgend meine Ausführungen: Der neutestamentliche Kanon ist als Ergebnis eines langfristigen
und durchdachten Entwicklungsprozesses in der frühen Kirche anzusehen – offizieller Schlusspunkt 367,
als der Bischof Athanasius von Alexandrien in einem Osterfestbrief die 27 Schriften als erster als allein
verbindlich herausstellte. Bei diesem Prozess der Kanonisierung wurden viele umlaufenden Schriften zu
Jesus Christus sowie theologische Interpretationen seines Lebens und Sterbens von den Bischöfen der Kirche
als fehlerhaft oder häretisch festgestellt und ausgeschlossen. An diesem Prinzip, dass die Bibel ein
Buch der Kirche ist und die Grundzüge der Auslegung vom Lehramt der Kirche überwacht und festgelegt
werden, hat die Kirche immer festgehalten. Aussagen dazu aus dem Katechismus der Katholischen Kirche:
84 Das in der Heiligen Überlieferung und in der Heiligen Schrift enthaltene ,,heilige Erbe“ [Vgl. Tim
6,20; 2Timl’12-14.] des Glaubens [depositum fidei] ist von den Aposteln der Kirche als ganzer anvertraut
worden. 85 ,,Die Aufgabe aber, das geschriebene oder überlieferte Wort Gottes authentisch auszulegen,
ist allein dem lebendigen Lehramt der Kirche“ – das heißt den Bischöfen in Gemeinschaft mit dem Nachfolger
Petri, dem Bischof von Rom – ,,anvertraut, dessen Vollmacht im Namen Jesu Christi ausgeübt wird“ (DV
10).
Jubärens „„Die Bibel (NT) z. B. ist im Schoß der Kirche formuliert und kanonisiert und nur die Kirche
kann über die Auslegung entscheiden und wachen. Die Bibel ist allein das Buch der Kirche.““ Hallo Jubärens.
Ihre versuchten Herabsetzungen und Ihre Probeme mit der Rechtschreibung lasse ich mal weg. Wollen Sie
ernsthaft behaupten dass die Auslegung der Bibel (NT) auf die sog. Kirche (vermutlich RKK) beschränkt
ist? Und dass G_tt damit irgendetwas zu tun haben könnte? Bitte irgendwelche Belege, keine Beschimpfungen
bitte. Unbestechlicher Unbestechlicher
unbestechlicher zeigt wieder seine außergewöhnliche Dämlichkeit beim Verständnis von Texten zu Theologie
und Kirche.: Interessante Auslegung von Besitzverhältnissen „„Alles was die anderen christlichen Gemeinschaften
an Gütern besitzen ist nicht ihr Eigentum, sondern es ist Eigentum der Katholischen Kirche.““ Er scheint
an materielle Güter wie Kirchengebäude und Besitztum anderer Kirchen zu denken. Das müsste dann auch
für die Kultstätten der Piusse gelten. Eigentum verpflichtet sagt man. Weiß die RKK um diese Einschätzung?
Alles was die anderen christlichen Gemeinschaften an diesen kirchlichen ‘Substanzen’ besitzen ist nicht
als ihr authentisches Lehrgut, sondern die getrennten Gemeinschafte haben sich diese kirchlichen Grundelemente
wie Sakramente, Hl. Schrift, Ämter unrechtmäßig angeeignet. Deshalb können die Protestanten z. B.
auch nicht richtig und gottgefällig mit der Hl. Schrift umgehen: Die Bibel (NT) z. B. ist im Schoß der
Kirche formuliert und kanonisiert und nur die Kirche kann über die Auslegung entscheiden und wachen.
Die Bibel ist allein das Buch der Kirche. Luther und die Protestanden meinen, die Bibel sei das freischwebende
Wort Gottes, dass jeder nach seiner (angeblich Hl.-Geist-) Eingebung auslegen könne, wie er glaubt. Das
ist absolut häretisch und führt zum Schisma und Glaubensabfall – auch wenn einzelne Protestanten die
Bibel gelegentlich richtig lesen und auslegen. Insofern nützt den protestantischen Gemeinschaft der „Besitz“
der vielen Schriftworte gar nichts.
Keine materiellen Güter Es geht hier nicht um materielle Güter, sondern um die geistigen Güter. Der
hl. Augustinus erläutert es an der Taufe: Die Taufe ist Eigentum der katholischen Kirche, denn Christus
hat Seiner Kirche die geistigen Güter, die Sakramente und die Hl. Schrift anvertraut. Die Taufe, die
in häretischen Gemeinschaften gespendet wird, kann gültig sein, aber sie ist nicht das Eigentum dieser
Gemeinschaft und schon deshalb stellt sie keine Gemeinsamkeit der katholischen Kirche mit dieser Gemeinschaft
dar. Und alle für sich betrachtet wahren Glaubensaussagen, die in einer anderen christlichen Glaubensgemeinschaft
vorkommen, sind dort an die Irrtümer derselben gebunden. Für sich betrachtet, werden diese Glaubensaussagen
nicht entwertet, aber eingebunden in den Irrtum sind sie entwertet, denn sie stehen in einem ambivalenten
Verhältnis zur Wahrheit. Für das Glaubensganze der anderen Gemeinschaft wird nämlich zu Unrecht Wahrheit
beansprucht, und von dieser unrechtmäßigen Wahrheitsbeanspruchung ist jeder Aspekt dieses Glaubensganzen
betroffen, mag er auch für sich betrachtet einen wahren Sachverhalt zum Ausdruck bringen.
Junker (15:59): „auf Augenhöhe“, jawohl, wie in der alten DDR … „Warum soll jemand zurückkehren, wenn
er in einer anderen Kirche beheimatet ist?“ Weil die katholische Kirche „das Haus des Vaters“ ist, wohin
der Sohn aus der Fremde zurückkehrt. Warum ist die katholische Kirche „das Haus des Vaters“? Weil die
Katholische Kirche die Fülle dessen hat, womit Jesus Christus seine Kirche ausgestattet hat – und nur
sie. Soll man die Eigenschaften erwähnen, die Jesus Kirche ausmachen? Nun, das Petrusamt, die apostolische
Sukzession, das geweihte Priestertum, die Eucharistie. Dies nach der 2000-jährigen apostolischen Überlieferung.
Wenn der in der Fremde irrende Sohn sich bei den Schweinen, dessen Futter er nach dem NT isst, „heimisch
fühlt“ und keine Sehnsucht nach dem Hause seines Vaters empfindet, ist das sein Problem, würde man heute
sagen. So einfach und brutal ist die Lage! Es gibt keine „Verhandlungen auf Augenhöhe“ zwischen dem Vater
und seinem verlorenen Sohn, um die Modalitäten der Rückkehr zu vereinbaren. Der Sohn empfindet Reue
und Sehnsucht, und kehrt einfach zurück! Der Vater drückt ihn an seiner Brust. Keine Verträge und Protokolle
werden von den beiden unterschrieben.
Kammerjäger Dann ist ja alles okay. Also kein Eigentum an irgendwelchen Voodou-Tempel wie bei den Piussen.
Da haben wir ja noch Glück gehabt. Wer sind übrigens diese anderen christlichen Gemeinden „die aber
zur katholischen Kirche gehören?“ Also weitere Profiteure der RKK-Kirchensteuer in Dtl. Unbestechlicher
#13 kammerjäger 19:12:11 | Samstag, 15. Januar 2011
@unbestechlicher Warum sollte diesen irrigen Aussagen zufolge die römisch-katholische Kirche an den Oakelstätten
und Besitzungen der Lefebvristen-Sekte Antzeil nehmen dürfen? Es geht um die Besitzvehältnisse christlicher
Gemeinden, die aber zur kath. Kirche gehören. Das ist doch bei den Lefebvristen und den ihnen nahe stehenden
Sedisvakanten nicht der Fall!
Interessante Auslegung von Besitzverhältnissen „„Alles was die anderen christlichen Gemeinschaften an
Gütern besitzen ist nicht ihr Eigentum, sondern es ist Eigentum der Katholischen Kirche.““ Da hat der
Autor eine außergewöhnliche Auffassung. Er scheint an materielle Güter wie Kirchengebäude und Besitztum
anderer Kirchen zu denken. Das müsste dann auch für die Kultstätten der Piusse gelten. Eigentum verpflichtet
sagt man. Weiß die RKK um diese Einschätzung? Unbestechlicher
lesen diese zeilen… …auch geistliche? warum werden niemals in der kirche fürbitten für ungeborene
gesprochen? mit jeder abtreibung wird auch jesus abgetrieben! erinnert alle geistlichen daran für das
ungeborene leben einzutreten. leider haben wir mehr zeitgeistliche als geistliche.
#9 Reconquista † 16:29:21 | Samstag, 15. Januar 2011
DIESE WAHRHEITEN KANN DER „MOZART DER THEOLOGIE“ weder begreifen (zu dumm oder zu verwirrt) noch anehmen
(zuviel innere instinktive Neigung zur Lüge). Für einen Typen, der in den Kategorien von 1789 denkt,
nicht nachvollziehbar…
#8 Junker Jörg 15:59:59 | Samstag, 15. Januar 2011
Dialog auf Augenhöhe Warum soll jemand zurückkehren, wenn er in einer anderen Kirche beheimatet ist.
Ich denke; wir sollten Grenzen überwinden und wie in Taize die Gemeinsamkeiten leben.
#6 Junker Jörg 15:27:51 | Samstag, 15. Januar 2011
Christus ja, Wir Menschen niemals! Bloßer Glaube kann Berge versetzen… Glaube kann blind machen …
Glaube kann aber auch andere Menschen diskriminieren oder sogar vernichten. Nicht allein der Glaube, erst
das Eingestehen der eigenen Schuld und des persönlichen Versagens bringt doch erst die gewünschte Verheißung.
wenn irgend ein Katholik diesen Artikel nicht ertragen kann, dann hat er keine Ahnung, was der katholische
Glaube überhaupt ist. Dann hat so ein Scheinkatholik seit seines Lebens einen Wein getrunken, den er
nicht vertragen hat und den er spätestens in seiner Todesstunde erbrechen wird.
Keine gemeinsame Basis zwischen Kirche und „kirchlichen Gemeinschaften“ Ich halte diese Unterscheidung
der kirchlich-geistlichen Güter nach „Eigentum“ und ‘unrechtmäßigem Besitz’ für ein wesentliches Prinzip
der Ekklesiologie – Die Bibel (NT) z. B. ist im Schoß der Kirche formuliert und kanonisiert und nur die
Kirche kann über die Auslegung entscheiden und wachen. Die Bibel ist allein das Buch der Kirche. Luther
und die Protestanden meinen, die Bibel sei das freischwebende Wort Gottes, dass jeder nach seiner (angeblich
Hl.-Geist-) Eingebung auslegen könne, wie er glaubt. Das ist absolut häretisch und führt zum Schisma
und Glaubensabfall – auch wenn einzelne Protestanten die Bibel gelegentlich richtig lesen und auslegen.
Insofern nützt den protestantischen Gemeinschaft der „Besitz“ der vielen Schriftworte gar nichts, weil
sie in dem „Wenigen (Substantiellen) nicht mit der Kirche einig sind“ Die Behauptung ist also theologisch
und ekklesiologisch falsch, dass die Gemeinsamkeiten in Bibel, Taufe, Vater unser etc. zwischen den „Kirchen“
die Basis des Ökumenismus wären