Protestantismus
Die Volkskirche löst sich in einen zivilreligiösen Paganismus auf
Ein evangelischer Pfarrer hat scharf nachgedacht: Wären die deutschen Protestanten ehrlich zu sich selbst, müßten sie das Reformationsjubiläum kirchenintern abblasen.
Statue von Martin Luther
Statue von Martin Luther
© Robert Scarth, CC
(kreuz.net) „Wo über die eigene Vergangenheit ausgiebig jubiliert wird, ist man in der Gegenwart mit den eigenen Aktivitäten dank Überalterung und Mitgliederschwund gewöhnlich am Ende.“

Das erklärte Pfarrer Jochen Teuffel am 15. Dezember in der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’.

Teuffel ist evangelischer Gemeindeprediger in der 13.000-Seelen-Stadt Vöhringen – achtzehn Kilometer südlich von Ulm.

Für ihn kommt am 31. Oktober 2017 in Wittenberg eine Farce zur Aufführung:

„In einer Stadt, in der Kirche im Verschwinden begriffen ist – kaum mehr als ein Prozent der dortigen Bevölkerung nimmt noch sonntags am Gottesdienst teil –, soll in aller Öffentlichkeit einer identitätsstiftenden Kirchenreform gedacht werden.“

Im Mittelalter waren die Menschen fromm

Teuffel erklärt, daß der bürgerliche Protestantismus bei den Reformations-Feierlichkeiten der „Emanzipation aus kirchlicher Bevormundung“ gedenkt.

Denn: „Wird Reformation als Freiheitsereignis verstanden, fühlt sich das spätmoderne Bürgertum trotz aller Kirchendistanz angesprochen.“

Der Pfarrer gesteht ein, daß die Reformation die Kirche – er redet vom „mittelalterlichen Corpus Christianum“ – gespalten hat.

Die sakrale Einheit von Kirche und Gesellschaft habe sich angeblich einer „fragwürdigen kollektiven Christianisierungspraxis“ verdankt:

Im frühen Mittelalter seien Menschen in Gefolgschaft ihrer Stammesfürsten angeblich „in passiver Weise »bekehrt«“ worden.

Warum erwähnt Teuffel nicht, daß das in der Reformation viel eindeutiger so war?

Teuffel weiter: Die reformatorische Botschaft von der Rechtfertigung allein aus Glauben habe angeblich „menschlichen Ordnungen“ in der Kirche ihre „vermeintliche“ Heilsnotwendigkeit genommen.

Zum Eigensinn pervertierte Freiheit

Immerhin warnt Teuffel: Die Luther’sche „Freiheit eines Christenmenschen“ sei von der bürgerlichen Freiheit oder von einer religiösen Freisinnigkeit zu unterscheiden.

Denn: „Luther zufolge ist dem durch und durch sündigen Menschen die wirkliche Freiheit nicht angeboren.“

Der Christ habe auch kein eigenes Recht darauf, vor dem dreieinigen Gott frei zu sein:

„Wer aus eigenen Stücken sich selbst für frei erklärt, wird in Wirklichkeit vom Teufel geritten.“

Teuffel zitiert den Heiligen Paulus: „Alles ist euer, ihr aber gehört Christus.“

Doch der bürgerliche Protestantismus suspendiere sich von der kirchlichen Gemeinschaft und beruft sich dazu auf Luther als vermeintlichen Ahnherrn religiöser Selbstbestimmung.

An die Stelle des „zugesprochenen Glaubens“ trete ein subjektives Glaubensbewußtsein, das keine fremde Autorität anerkennt.

Dann würden Protestanten frei gemacht, sich einer „asozialen Religiosität“ zu verschreiben:

„Wer sich als religiöser Autist den Kirchgang erspart, scheint die protestantische Freiheit in besonderer Weise zu realisieren.“

Doch bei der Kirchensteuer ist es mit der protestantischen Freiheit vorbei:

„Trotz aller religiösen Unverbindlichkeit muß auch der Protestant seiner »Kirche der Freiheit« (Wolfgang Huber) finanziellen Tribut zollen.“

Selbstinszenierung religiöser Freisinnigkeit

Nach Teuffel steht der bürgerliche Protestantismus für eine „neuplatonisch geprägte Weltanschauung mit Dienstleistungsservice für besondere Anlässe“.

Darum kommt Teuffel zum Schluß:

„Wäre man in der ‘Evangelischen Kirche in Deutschland’ ehrlich zu sich selbst, müßte das Reformationsjubiläum kirchenintern abgeblasen werden.“

Nur so bliebe eine peinliche Selbstinszenierung religiöser Freisinnigkeit in klerikalem Gewande erspart.

Ein religiöses Leben gibt es heute erst nach der Kirchensteuer

Die Absage der Feierlichkeiten wäre für ihn nicht das Aus für das Reformationsjubiläum im Jahr 2017:

„Schließlich gibt es ja landeskirchliche Gemeinden, Freikirchen und pietistische Gemeinschaften, die dem Erbe der Reformation sehr wohl treu geblieben sind.“

Sogar die Katholische Kirche könne dem Anliegen der Reformation einiges abgewinnen;

„Deren liturgische Erneuerung hat sich im letzten Jahrhundert auf die Christusgemeinschaft hin ausgerichtet“ – glaubt er.

Die Kirche stehe in ihrer „lehramtlichen Christuszentrierung“ der Reformation näher als ein freisinniger Protestantismus.

Für den Pfarrer ist eine umfassende Kirchenreform hin zur Gemeinschaftskirche ohne Kirchensteuern nötig:

„Andernfalls wird die vermeintliche Volkskirche in einem zivilreligiösen Paganismus aufgehen.“

Dann werde man auch in Kirchen einen Heidenspaß haben: „Aber der läßt das eigene Leben am Ende ins Leere laufen.“
      
28 Lesermeinungen
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#31   vitrivius2010   23:46:11 | Dienstag, 18. Januar 2011
Junker Jörg oder der Faschist heisst Luther…
ich persönlich halte luther für einen faschisten…warum waren nur die meisten nazis lutheraner???
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#30   LASKO !   12:51:37 | Dienstag, 18. Januar 2011
FAUST GOTTES !
GRÜSSTER TROTTEL IRRLEHRER IDIOT SCHWACHKOPF
WER M. LUTHER !!! :-!
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#29   Capistrano   23:41:08 | Montag, 17. Januar 2011
@ Don Bosco – Nun, wie dem auch sei…
…ohne katholische Traditionalisten auch keine „alte“ Messe innerhalb der katholischen Kirche.
Die paar alten Priester außerhalb von FSSPX, FSSP usw., die noch richtig zelebrieren können, kann man ja wohl an einer Hand abzählen.
Die jungen und „jüngeren“ Priester der Amtskirche lernen die Messe über die Vermittlung durch die Traditionalisten.
Das Motu Proprio wurde in’s Leere laufen, wenn niemand zelebrieren könnte, egal, was man vielleicht damit bezweckt hat. Der Mensch denkt, Gott lenkt.
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#28   DonBosco   21:45:48 | Montag, 17. Januar 2011
@karljosef
„Die alte Messe ist auch sehr ökumenisch, allerdings in Richtung Orthodoxie.“
Wenn das mal nicht der eigentliche Grund oder zumindest ein wichtiger Hintergedanke für summorum pontificum war. Hab ihr schon mal daran gedacht, dass die katholischen Traditionalisten (zahlenmässig gering im Vergleich zur Orthodoxie) diesen Schachzug von Benedikt XVI schlicht fehlinterpretiert haben könnten?!?
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#26   Walther von Stolzing   21:11:27 | Montag, 17. Januar 2011
@Flambeau
Danke für die Passage aus Lumen Gentium.
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#24   Leo Miles   20:25:23 | Montag, 17. Januar 2011
Ich denke
Die Absage der Feierlichkeiten wäre für ihn nicht das Aus für das Reformationsjubiläum im Jahr 2017
auch, daß möglicherweise noch ganze andere Ereignisse in der Zwischenzeit dafür sorgen werden, daß es nicht zu solcher einem „Jubiläum“ kommt.
„Deren liturgische Erneuerung hat sich im letzten Jahrhundert auf die Christusgemeinschaft hin ausgerichtet“
Warum wollen sie Christus immer mit Luzifer gleichsetzen?
„Andernfalls wird die vermeintliche Volkskirche in einem zivilreligiösen Paganismus aufgehen.“
Nein, nicht „andernfalls“, sondern das ist der ganz normale Weg der „Reformation“.
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#23   Met   17:18:58 | Montag, 17. Januar 2011
Der Herr w2ird die Seinen erkennen,
egal von welcher Herde sie kommen.
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#22   Fundi   17:15:24 | Montag, 17. Januar 2011
karl josef
Na ja – so ist es mehr oder weniger, ob man das dann Modell nennt oder nicht…
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#21   karljosef   16:59:03 | Montag, 17. Januar 2011
Hat denn die EKD ein Modell?
Die erkennen doch alles an. Dafür brauche ich doch kein Modell.
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#20   Fundi   16:37:53 | Montag, 17. Januar 2011
Ökumene
Vielleicht sollte die RKK erst einmal ihre eigene Einheit wenigstens minimal verbessern ehe sie Forderungen an andre stellt. Das Ökumene-Modell der EKD ist ja sowieso auf Anerkennung von Vielfalt aus.
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#19   karljosef   16:23:09 | Montag, 17. Januar 2011
Ökumenische Turnübungen
Warum kommt man bei der Ökumene nicht mehr weiter? Weil die deutschen Katholiken bocken? Nein sonder weil man als Ökumene-Katholik nicht mehr weiß in welche Richtung man turnen soll. Lutheraner ? Calvinisten? In den USA gibt es 12000 Kirchen. Die alte Messe ist auch sehr ökumenisch, allerdings in Richtung Orthodoxie. Sie führt aber von den Protestanten weg. Was nun? Ist es das Ende des Ökumenefanatismus?
Ich glaube nicht daß Lehmann & Co Luther soll toll finden.
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#18   Fundi   16:12:48 | Montag, 17. Januar 2011
Wahre Einheit
Die Einheit der Katholiken ist- siehe täglich Kreuznet recht stark eine nur äußere (scheinbare), die Einheit der Evangelischen, die am obersten evgl. Prinzip Allein die Schrift festhalten, ist in den wesentlichsten Fragen eher größer. Abspaltungen unter euch müssen sein, sagt Gottes Wort, damit die Wahrhaftigen offenbar werden.
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#17   DonBosco   15:04:51 | Montag, 17. Januar 2011
Selbst wenn sie selbst das Reformationsjubiläum
kirchenintern abgeblasen wird (was ich nicht glaube), ich bin mir sicher dass Benedikt XVI (oder sein Nachfolger) auf alle Fälle eine richtige Laudatio auf Luther anlässlich dieses Jubiläums halten werden. Das ist leider überhaupt nicht abwägig, wenn man bedenkt wie positiv sich die Päpste (JPII und B16) bei den Besuchen der lutherischen Gemeinden (z. B. in Rom) über Luther geäußert haben.
Evtl. wird der „großartige Theologe“ 2017 auch gleich in den Rang eines Kirchenlehrers erhoben. Alles der lieben „Einheit“ willens.
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#16   monens   14:37:13 | Montag, 17. Januar 2011
Was zu erwarten war !
Das protestantische „Loblied“ auf die teils in den Sand gesetzte hl. Liturige der Kirche; wie könnte es auch anders sein, dass es Protestanten „gefällt“, wenn auf erzwungenen „Altartischen“ ein unverbindliches „Mahlhalten“ mit auf Ungehorsam basierenden „stehenden Handkommunion“ abgehalten wird; aber es kommt noch besser; offenbar wird hinter den vaticanischen „Berater“kulissen an einer noch nie dagewesenen Verscherbelung des wahren Glaubens gedacht; durch die „in Vorbereitung“ gegebene sog. „gemeinsame Feier des Reformationsjubiläums“ ????
www.razyboard.com/…07887-5995810-0.html
ist es angesichts derartiger Unfassbarkeiten erstaunlich, dass von protestant. Seite vorgedacht wird, dass die Kirche durch den „Protestantismus gesunden“ würde; durch denselben, der in 800 (!) Teilgruppierungen in ihre Einzelteile zerfallen ist ?!; schon alleine diese Tatsache brandmarkt das Menschenwerk Protestantismus!; weiter ist einmal mehr die Leier des angebl. „finsteren Mittelalters“ zu hören, was wiederum auf dürftige kirchengeschichtliche Kenntnisse hindeutet; das Mittelalter war alles andere als „düster“
www.razyboard.com/…14325-5874576-0.html
selbst der protestantische „Dauerbrenner“vorwurf des angebl. „Ablassmissbrauches“ ist ein Stuhl mit drei Beinen
www.razyboard.com/…14325-5892409-0.html
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#15   karljosef   14:01:02 | Montag, 17. Januar 2011
Das Drama des Protestantismus
ist die Atomisierung also die immer weitere Zersplitterung.
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#14   Domenico Tuttisanti   13:12:10 | Montag, 17. Januar 2011
Wo „lutherisch“ draufsteht, ist schon längst kein Luther mehr drin!
Eine Alternative – neben der von Fundi genannten – sind die „Altlutheraner“.
Ihr Internetauftritt: >>> SELK www.selk.de/ <<< (SELBSTÄNDIGE EVANGELISCH-LUTHERISCHE KIRCHE)
Gottesdienstorte und Gemeinden in alphabet. Reihenfolge:
>>> h i e r www.selk-deutschland.de/index.php?option=com_con… <<<
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#13   Flambeau   13:04:13 | Montag, 17. Januar 2011
Nichts zu danken, Sefirot, und hier gleich ein kleiner „Nachschlag“:
16. Diejenigen endlich, die das Evangelium noch nicht empfangen haben, sind auf das Gottesvolk auf verschiedene Weise hingeordnet32. In erster Linie jenes Volk, dem der Bund und die Verheißungen gegeben worden sind und aus dem Christus dem Fleische nach geboren ist (vgl. Röm 9,4-5), dieses seiner Erwählung nach um der Väter willen so teure Volk: die Gaben und Berufung Gottes nämlich sind ohne Reue (vgl. Röm 11,28-29). Der Heilswille umfaßt aber auch die, welche den Schöpfer anerkennen, unter ihnen besonders die Muslim, die sich zum Glauben Abrahams bekennen und mit uns den einen Gott anbeten, den barmherzigen, der die Menschen am Jüngsten Tag richten wird. Aber auch den anderen, die in Schatten und Bildern den unbekannten Gott suchen, auch solchen ist Gott nicht ferne, da er allen Leben und Atem und alles gibt (vgl. Apg 17,25-28) und als Erlöser will, daß alle Menschen gerettet werden (vgl. 1 Tim 2,4). Wer nämlich das Evangelium Christi und seine Kirche ohne Schuld nicht kennt, Gott aber aus ehrlichem Herzen sucht, seinen im Anruf des Gewissens erkannten Willen unter dem Einfluß der Gnade in der Tat zu erfüllen trachtet, kann das ewige Heil erlangen33. Die göttliche Vorsehung verweigert auch denen das zum Heil Notwendige nicht, die ohne Schuld noch nicht zur ausdrücklichen Anerkennung Gottes gekommen sind, jedoch, nicht ohne die göttliche Gnade, ein rechtes Leben zu führen sich bemühen. Was sich nämlich an Gutem und Wahrem bei ihnen findet, wird von der Kirche als Vor…“
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#12   Sefirot   13:01:53 | Montag, 17. Januar 2011
Warum eigentlich nicht flächendeckend
Seminare anbieten, bei denen die wichtigen
Konuzilstexte gelesen und diskutiert werden…
Lumen gentium zum Beispiel, die Konstitution
über die Heilige Liturgie, zur Religionsfreiheit…
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#11   diakonus   12:55:50 | Montag, 17. Januar 2011
@und Owi lacht: Natürlich wird Gott seine Gnade nicht verschließen!
Auch die vorkonziliare Theologie hatte ein mehr als ungutes Gefühl, bei der Vorstellung sog. „gerechte Heiden“ in der Hölle schmoren zu lassen. Gerade darum wurde ja die Vorstellung einer „„Vorhölle“ entwickelt, die vielmehr ein „Vorhimmel“ ist.
Seit dem 2. Vatikanischen Konzil tun sich nicht nur einzelne Vordenker, sondern die gesamte Kirche (außerhalb der Piusbruderschaft) mit Fragen wie dieser leichter: Wir wissen nicht, wo überall Gottes Liebe wirkt, wieweit die Gebiete seiner geistlichen wahren Kirche reichen.
Sicher in den Urwald.
(Vielleicht sogar in die Abgründe unserer eigenen Herzen…)
Konzilstexte sind nicht unbedingt einfach zu lesen, trotzdem ist es sinnvoll. Lumen Gentium finden Sie beispielsweisehier www.vatican.va/…umen-gentium_ge.html.
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#10   Sefirot   12:52:58 | Montag, 17. Januar 2011
Danke, Flambeau
für die Passage aus Lumen gentium… :(3 :(3 :(3
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#9   Flambeau   12:45:48 | Montag, 17. Januar 2011
@ von Stolzing: Hier, bitteschön, wie bestellt,
einmal „Lumen gentium“:
„15. Mit jenen, die durch die Taufe der Ehre des Christennamens teilhaft sind, den vollen Glauben aber nicht bekennen oder die Einheit der Gemeinschaft unter dem Nachfolger Petri nicht wahren, weiß sich die Kirche aus mehrfachem Grunde verbunden28. Viele nämlich halten die Schrift als Glaubens- und Lebensnorm in Ehren, zeigen einen aufrichtigen religiösen Eifer, glauben in Liebe an Gott, den allmächtigen Vater, und an Christus, den Sohn Gottes und Erlöser29, empfangen das Zeichen der Taufe, wodurch sie mit Christus verbunden werden; ja sie anerkennen und empfangen auch andere Sakramente in ihren eigenen Kirchen oder kirchlichen Gemeinschaften. Mehrere unter ihnen besitzen auch einen Episkopat, feiern die heilige Eucharistie und pflegen die Verehrung der jungfräulichen Gottesmutter30. Dazu kommt die Gemeinschaft im Gebet und in anderen geistlichen Gütern; ja sogar eine wahre Verbindung im Heiligen Geiste, der in Gaben und Gnaden auch in ihnen mit seiner heiligenden Kraft wirksam ist und manche von ihnen bis zur Vergießung des Blutes gestärkt hat. So erweckt der Geist in allen Jüngern Christi Sehnsucht und Tat, daß alle in der von Christus angeordneten Weise in der einen Herde unter dem einen Hirten in Frieden geeint werden mögen31. Um dies zu erlangen, betet, hofft und wirkt die Mutter Kirche unaufhörlich, ermahnt sie ihre Söhne zur Läuterung und Erneuerung, damit das Zeichen Christi auf dem Antlitz der Kirche klarer erstrahle.“
Forts. folgt…
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#8   Walther von Stolzing   12:42:11 | Montag, 17. Januar 2011
@und Owi lacht
Das Zweite Vatikanische Konzil hat in Lumen Gentium zu Ihrer Frage etwas geschrieben. Den genauen Wortlaut hab ich gerade nicht hier, aber extra ecclesiam nulla salus gilt wohl nicht für diejenigen, die ohne ihr eigenes Verschulden nichts von der Kirche Jesu Christi gehört haben. Vielleicht kann das mal jemand präzisieren oder Sie schauen selber mal nach.
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#7   Alois Bischof   12:37:37 | Montag, 17. Januar 2011
Welche Zivilreligion ist denn Heidentum?
Der Holocaust?
Die Zahl der sechs Millionen ist – laut revisionistischer Historiker samt der kreuz.net-Redaktion – zur Zivilreligion der meisten westlichen Staaten einschl. Israels geworden.
Allerdings ist diese symbolische Zahl stark von der Kabbalistik und Rabbinern geprägt worden, und steht für ein durchgeführtes Opfer.
Heidnisch ist die Kabbala doch nicht direkt, sondern Teil der jüdischen rabbinischen Glaubensgemeinschaft.
Nur die Zivilreligion um Homosexualität, sexuelle Betätigung usw. könnte Ausdruck pantheistischer, also heidnischer, Leibes- und Weltvergötzung sein.
Was meint die Redaktion hier also?
Beides gibt es in der evangelisch-lutherischen Gemeinschaft seit 1945 bzw. 1968. Von Niemöller bis hin zur Käßmann. Auch vermischt. Neben Homo-‘Ehen’ unterstützt Käßmann auch die Ehescheidung (typisch heidnisch und typisch jüdisch bzw. muselmanische Härte) aber auch den sozialistischen Pazifismus.
Die Redaktion befürwortet jedoch hier auch einen Isolationismus durch einen deutschen Sonderweg. Oder?
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#6   Fundi   12:32:09 | Montag, 17. Januar 2011
Einfach übertreten
Der Pastor und seine Gleichgesinnten können durch einen Übertritt zur eindeutig konservativen, noch kleinen Evangelisch-Lutherischen Freikirche (ELFK) die Probleme lösen.
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#5   Sefirot   12:31:43 | Montag, 17. Januar 2011
und Owie lacht: Müssen
Sie auch nicht. G*tt denkt nicht so engherzige
wie hasszerfressene Katholibans… :(3
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#3   Sefirot   12:28:39 | Montag, 17. Januar 2011
Der Plunder ist wo Heulen und Zähneknirschen ist…
Sogar die Katholische Kirche könne dem Anliegen der Reformation einiges abgewinnen;
„Deren liturgische Erneuerung hat sich im letzten Jahrhundert auf die Christusgemeinschaft hin ausgerichtet“ – glaubt er.
Das ist ja wohl nachweislich so. Dank der Liturgiereform
wurde die Anwesenheit der Gemeinde als notwendig anerkannt.
Vorher war Volk nur geduldet, der Messe beizuwohnen und individuelle Freizeitgestatung während der Messe zu treiben: Rosenkranz beten, Messandachten herunter beten, Kreuzworträtsel hinterm Pfeiler lösen und Preise für den nächsten Schweinemarkt aushandeln, während am umnebelten Altar die Priesterschaft mit dem Rücken gegen das Volk hantierte um die Rubriken einzuhalten und gleichzeitig die Beichtstühle klappten, weil manche aus dem Volk sich erst kurz vor der Kommunion zum Beichtstuhl bewegten, um die Sünden vergeben zu bekommen…
Da war die Liturgiereform ein unermesslich großer Segen… mit dem der ganze Plunder und Wildwuchs, die unerklärlichen Verlogenheiten dahin kamen wo Heulen und Zähneknirschen ist… Damit die Messe in ihrer Bedeutung wieder erkennbar werden konnte.
Darin steckt ein wohlfeiles Element der Reformation und Luther hätte bestimmt seine große Freude, das Abendmahl nachdem regulären Ritus der heiligen Kirche zu feiern …
Wetten, dass es unter den Umständen keine Reformation gegeben hätte… ? :-)
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#2   Walther von Stolzing   12:27:21 | Montag, 17. Januar 2011
‘kirchenitern’
Natürlich wird die Prot-Revolte erst gar nicht kirchenintern gefeiert (wobei es durchaus vorstellbar ist, daß man in der deutschen Abbruchkiche vor Freude hyperventilieren wird). Und daß man in den protestantischen Gemeinschaften sich eh selber feiert, ist nichts neues.
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#1   Reconquista †   12:02:16 | Montag, 17. Januar 2011
Der Mann trägt seinen Namen zu Recht
und ist der übliche wirre und ungebildete Protestantenschwätzer, der die übliche Geschichts- und Glaubensverfälschung betreibt…
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