Es ist ein Teufelskreis: Die neugläubige Eucharistiefeier braucht keine schöne Musik und fördert darum keine Musiker. Doch ohne herausragende Künstler gibt es keine Auferstehung der Kirchenmusik.
(kreuz.net, Rom) Die Kirchenmusik befindet sich in einer Krise. Das erklärte der Ehren-Kardinal Domenico
Bartolucci (93) im Interview mit der römischen Nachrichtenseite ‘Zenit’.
Der heutige Kardinal und Komponist
wurde im Jahr 1997 von Papst Johannes Paul II. († 2005) nach vierzig Jahren als Dirigent der Cappella
Sistina verjagt.
Benedikt XIV. hat ihn im Jahr 2006 wieder rehabilitiert.
Seine Ernennung zum Kardinal
betrachtet der Greis als Zeichen der Liebe von Benedikt XVI. für die Kirchenmusik.
Im Interview erklärte
Kardinal Bartolucci, daß die Musik früher als Seele der Liturgie betrachtet wurde.
Heute gebe es zwar
noch talentierte Jugendliche, aber die musikalische Ausbildung sei schlecht.
Johannes Paul II. hat ihn
hinterrücks defenestriert
Der Kardinal berichtet über seinen persönlichen Weg zur Musik.
Sein Vater
war ein begeisterter Sänger im Kirchenchor.
Im Priesterseminar sei die Musik sehr wichtig gewesen. Doch
seine Vorgesetzten hielten ihn von der Musik fern. Sie hätten aus der Sorge heraus gehandelt, daß er
sonst das Studium der alten Sprachen vernachlässigen würde.
Zunächst dirigierte der spätere Kardinal
die verschiedene Chöre in den römischen Basiliken.
Im Jahr 1956 ernannte ihn Pius XII. († 1958) auf
Lebenszeit zum Direktor des Chors der Sixtinischen Kapelle.
Papst Pius XII. habe die Sakralmusik geliebt
und sich gelegentlich beim Geigenspielen erholt – berichtet Kardinal Bartolucci.
Der Rauswurf unter Johannes
Paul II. war nicht ehrenvoll: „Ich fand es heraus, als mein Nachfolger ernannt wurde.“
Heute leben Kirchenmusiker
von der Hoffnung
Der Kardinal lobt die Leistungen des Chors der Sixtinischen Kapelle bis zum Zweiten
Vatikanum.
Doch danach änderten sich die Dinge: „Nach der Liturgiereform wurde unser Beitrag für die
päpstlichen Liturgien zurückgefahren.“
Deshalb begann der Chor für Konzertauftritte durch die ganze
Welt zu reisen.
Zur Frage, ob die Kirchenmusik wieder zu ihrer früheren Größe finden könne, sagte
Kardinal Bartolucci, daß das Zeit brauche:
„Die Meister früherer Zeiten gibt es nicht mehr, weil die
Notwendigkeit ihrer Existenz nicht mehr gesehen wird. Wir leben in der Hoffnung.“
Benedikt XVI. liebe
den Gregorianischen Choral sehr und wolle die lateinische Sprache fördern.
Der Papst wisse, daß das
Repertoire der Vergangenheit ohne Latein dazu bestimmt sei, archiviert zu werden.
Kardinal Bartolucci
fordert die Rückkehr zu einer Liturgie, für die Musik Raum schafft. Ferner verlangt der Kirchenfürst
eine Rückkehr zu einer wirklich heiligen Kunst.
Als seine Lieblingsmusiker bezeichnet Kardinal Bartolucci
den Meister der Polyphonie, den italienischen Komponisten Giovanni Pierluigi da Palestrina († 1594), und
den deutsche Komponisten Johann Sebastian Bach († 1750).
Email-Adressen der Empfänger
63 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Die Kreationisten war’s … sepp haT gesagT, wir müssen alles anzünden! www.ampster.net/tracks/2314
Musikalische Interpretation (aus Wien) von Paul T Mögliche Antwort auf … Gott ist die Liebe
Ein wirklich schönes Video zum Thema nur wenige Videos (hier ein alter Cartoon) bringen die Fragen so
exzellent auf den Punktwww.youtube.com/watch?v=9UyJ42v-N-I Man braucht nicht einmal English zu können.
Der Gang zum Ölberg Nach dem Lobgesang gingen sie zum Ölberg hinaus. Da sagte Jesus zu ihnen: Ihr alle
werdet in dieser Nacht an mir Anstoß nehmen und zu Fall kommen; denn in der Schrift steht: Ich werde
den Hirten erschlagen, dann werden sich die Schafe der Herde zerstreuen. Aber nach meiner Auferstehung
werde ich euch nach Galiläa vorausgehen. Petrus erwiderte ihm: Und wenn alle an dir Anstoß nehmen –
ich niemals! Jesus entgegnete ihm: Amen, ich sage dir: In dieser Nacht, noch ehe der Hahn kräht, wirst
du mich dreimal verleugnen. Da sagte Petrus zu ihm: Und wenn ich mit dir sterben müsste – ich werde dich
nie verleugnen. Das Gleiche sagten auch alle anderen Jünger. [Mt 26,30-35 www.uibk.ac.at/…raum/bibel/mt26.html]
Musik und Gnostik Es gibt hierzu natürlich auch den Aspekt von Ireneus von Leon – bzw. dem „Tanzlied
Christi“ – Gnostik: www.youtube.com/watch?v=LdJrWiMrokw Ich muß lautstark meine Irrtümer eingestehen,
denn gesungen wurde bereits von Mose (Exodus) – In der Suchabfrage erscheinen eine Reihe von Inhalten
wo zur höheren Ehre Gottes gesungen wurde spiderpig.uibk.ac.at/search?q=site:www.uibk.ac.at/…eet=default_frontend.
Das wusste ich nicht und ich habe mich getäuscht. Muß also revidieren. Allerdings hebelt das nicht die
gnostische Darstellung aus. Wieso wurde ein Tanzlied Gottes erfunden? Ein Lied auf die Schöpfung? Ein
Sonnengesang vielleicht?
@Goldengel Wissen Sie WO solche Zustände herrschen – bei den Patchworkfamlien, welche meinen, dass ja
alles „in Butter wäre“ – alle, alle, sind ja so glücklich, weil sich alle getrennt haben und die Kinder –
ja, die sind erst glücklich, wenn diese von einem Elternteil zum anderen watscheln dürfen jedes Wochenende…Ja,
das mag wohl das „perfekte Familienleben“ sein ? Da muss ich widersprechen.Bei uns in der Nachbarschaft
musste die Polizei anrücken und zwar mehrfach um eine Mutter und ihre Kinder vor dem Ehemann zu beschützen
weil er im besoffenen Kopf die Bude kurz und klein schlug. Auch seine Frau und seine Kinder haben was
abbekommen. Und die waren auch Katholisch und Katholisch verheiratet. Also keine Patchworkfamilie.
Sehnsucht ist so recht die Sache des Geistes. Wenn dem Engel die Schönheit eines Gutes gezeigt wird,
so strebt er eifrigst, dieselbe zu offenbaren und dann so schnell als möglich zum Genusse derselben zurückzukehren,
um so den Kreislauf abzuschließen. (Der Cusaner)
On the Rocks Der fromme Familienvater, der gar nicht wahr haben will , wie schlecht das Familienleben
in Wahrheit ist Ah, wie einfach Sie es sich doch machen – und Sie meinen, dass es in sämtlichen katholischen
Familien, welche die Hl.Messe besuchen oder zu Weihnachten Lieder singen, so ein Zustand herrscht? Wissen
Sie WO solche Zustände herrschen – bei den Patchworkfamlien, welche meinen, dass ja alles „in Butter
wäre“ – alle, alle, sind ja so glücklich, weil sich alle getrennt haben und die Kinder – ja, die sind
erst glücklich, wenn diese von einem Elternteil zum anderen watscheln dürfen jedes Wochenende…Ja,
das mag wohl das „perfekte Familienleben“ sein ? Liegt nicht eher dort die Scheinheiligkeit, dass man
es sich ja so „toll gerichtet hätte“ und alle, alle wären ja so „zufrieden“ ?
#55 On the Rocks 14:31:01 | Samstag, 22. Januar 2011
Marsilius Ficinus: Liturgie-Verehrung birgt Gefahren: Haben oder Sein? Die Form, die Verpackungs-Hülle
des Seins, darf man nicht mit dem Sein verwechseln. Die Gefahr ist ebenso groß, wie viele Menschen meinen,
durch die äußere Form wie Singen von Weihnachtsliedern, Messebesuchen und gemeinsame Bibelstudien ein
intaktes Famlienleben (sich und anderen) demonstrieren zu können. Da wo die Verpackung, die Form, die
Liturgie zum Selbstzweck wird, und den Inhalt vertreibt, wie bei den frommen, liturgisch erstklassig ausgebildeten,
gekleideten und praktiziereden Gläubigen, die Jesus ans Kreuz ausliefern wollten, ist die Aufrechterhaltung
einer angeblich SCHEINENDEN FORM, die man eher als SCHEINHEILIGE FORM bezeichnen könnte, kontraproduktiv.
Sie verzerrt den Blick auf den wahren Inhalt nämlich. Der fromme Familienvater, der gar nicht wahr haben
will , wie schlecht das Familienleben in Wahrheit ist, und wie sehr es auf einem scheinheiligen inhaltsleeren
Äußerlichkeits-Verpackungs-Ritus beruht, bedarf einer deutlichen Intervention seiner Ehefrau, der Kinder
oder z.B. eines wohl meinenden Freundes oder Paartherapeuten, um durch die grundsätzlich durchaus richtigen
FORMEN (wie Messebesuch, gemeinsames Singen) zu durchblicken, wie wenig er dem wahren Inhalt Beachtung
schenket, und was ihn alles daran hinderte. Wer daran glaubt, (wie hier neben Rudolfus viele) daß der
Himmel aus ewiger Schadenfreude über Höllenstrafen von Nächsten besteht, betet eindeutig (hassend)
die Form an und den missachtet den Inhalt und Sinn des Ganzen: Jesus Christus, die LIEBE.
Besinnung über die Endlichkeit unseres Daseins Über Tautologien zu sinieren, über die Endlichkeit des
Begriffes Dasein (Endlichkeit=>Dasein), darüber haben sich die Griechen durch die Entitaslehre (ich bin
die Seiensheit) beschwichtigt, sie würden metaphysisch von einem Dasein ausgehend, die Wirklichkeit betrachten.
Die Endursache wirkt nicht nach ihrem wirklichen, sondern nach ihrem erkannten Wesen. In der Endlichkeit
erkennen die Leute ihr Dasein. Jenes Dasein, welches sich Mose als Gott zu erkennen gab (ich bin der ich
bin da). Nun sollen wir die Endlichkeit Gottes betrachten??? Sein Dasein? Seinen Termini sollten wir umfassend
erkennen? Die Erkenntnis – eines beliebigen Ortes, wie die Erkenntnis eines Seins, welches die Ort umfasst,
wie das Dasein. Nun hören wir die Musik, welche ein Gleichnis jenes Daseins ist, aber ein Abbild ist;
das Abbild etwas Seienden, was nicht das Dasein umfasst; also Musik. Musik als eine Subklasse von etwas
Seienden, wie dem Dasein selbst. Dasein als Endlichkeit, als streng begrenztes Element der Griechen. Darin
liegt die Philosophie, an der Begrenzung von Ort und Zeit. Der Metaschluß erfolgt durch die Begrenzung.
Musik löst diese Begrenzung auf, sprengt jene Fesseln des Daseins durch eine rauschhafte Gebärde; ein
Trugschluß der Kunst, welche das Leben nachahmt. Hieraus ergibt sich, der „Sinneswandel www.youtube.com/watch?v=nlf57SuNO5I“.
Initiiert durch eine unbegrenzte Erscheinung, welche Ort und Zeit einnimmt, wie die Musik.
Defendor die Priesterbruderschaft ist die einzige noch ernstzunehmende truppe, die die Glaubenslehre Jesu
Christi noch so halbwegs bewahrt – vor allem die Messe aller Zeiten! das passt natürlich den wenigsten.
auch wenn sie die Wahrheit schreiben, werte Seele, die Sperr-Redakteure von +.net schlagen unkontrolliert
zu! Werte Seele, für Ihre Mission den Segen Jesu Christi!
Thomasius: Einbildung statt Ausbildung wahrscheinlich entnehmen Sie Ihre Kenntnis dem Spiegel. Seinerzeit
bezeichnete Dr. Fred Luchsinger, der Korrespondent der NZZ in Bonn, den Spiegel als ein für Dr. Lieschen
Müller geschaffenes Blatt. Nichts gegen Kritik an der Piusbruderschaft, doch mit sachbezogenen Argumenten
und nicht mit dummen Behauptung à la Dr. Lieschen Müller an denen Ihre Halbbildung deutlich in Erscheinung
tritt.
Mitten drin statt nur dabei: kann man einen Protestanten schätzen selbstverständlich und bestimmt mehr
als Scheinkatholiken à la Roncalli, Montini, Woytila. Als der Frevler Woytila den Frevler Roncalli selig
sprach habe ich mir gedacht, hätte man seinen Namensvetter, den liberalen Protestanten und Agnostiker
Johannes Brahms selig gesprochen, hätte ich mich weitaus weniger daran gestossen, denn die Musik des
Letzteren ist eine Besinnung über die Endlichkeit unseres Daseins, die an Schönheit kaum zu übertreffen
ist. Dagegen war der Frevler Roncalli einzig dazu fähig, die Grundlagen des katholischen Glaubens anzutasten.
Ein Deutsches Requiem in Sankt Paul ausser den Mauern wäre bestimmt weniger schlimm gewesen als der gemeinsame
Auftritt des Frevlers Montini mit dem Erzbischof von Canterbury, einem Freimaurer und Laien.
Weitere interessante Aussagen des Kardinals in einem Interview…Mitteilungsblatt Pius-Brudersch. Dezember
2010 – Wurde die Reform nicht von Leuten vollzogen, die wussten, was sie taten, und die gut ausgebildet
waren in der Lehre der Römischen Kirche? Entschuldigung, aber die Reform wurde von gefühllosen Leuten
durchgeführt, gefühllos, ich wiederhole: gefühl los! Ich habe sie kennen gelernt. Und was die Ausbildung
betrifft: Kardinal Ferdinando Antonelli selber hat einmal zugegeben, ich erinnere mich gut: „Wie kommt
es, dass wir Liturgiker formen, die nichts von Theologie verstehen?“ Wie konnte es also zu dieser Spaltung
in der Liturgie kommen? Es war eine Mode. Alle sprachen darüber, alle „erneuerten“, jeder wollte im Gefolge
der Gefühlsduselei und der Gier nach Veränderung ein kleiner Papst sein (tutti pontificavano). Und die
Stimmen, die die zweitausendjährige kirchliche Tradition verteidigten, die wurden geschickt stumm gemacht.
Man erfand eine Art von „Volksliturgie“… Als ich diese Lieder hörte, dachte ich an meinen Priesterseminarprofessor,
der sagte: „Liturgie ist etwas, das der Klerus dem Volk gibt.“ Sie steigt von Gott herab und nicht vom
Boden auf. Ich muss zugeben, dass die verpestete Luft etwas dünner geworden ist. Die jüngeren Priestergenerationen
sind, so scheint es, besser als die älteren. Sie haben nicht die ideologische Wut des bilderstürmerischen
Modernismus in sich aufgenommen, sie haben viele gute Gefühle, aber es ermangelt ihnen an der Ausbildung. dominus-iesus.de/…loria-Polo-Ortiz.htm
@On the Rocks Form und Inhalt gehören zusammen, nicht nur im Kult. Dass Jesus die Form egal war und er
nur auf den Inhalt Wert gelegt hat, scheint mir eine These zu sein, die man aus den erhaltenen Quellen
nicht belegen kann. Man sollte zB. nicht vergessen, dass Jesus Gottesdienst und sogar das Phänomen einer
Sakralsprache vertraut war. Zu seiner Zeit war wie heute in weiten Teilen des Judentums auch noch Hebräisch
die Sprache des Gottesdienstes. Man hat lediglich für die biblischen Texte neben dem hebräischen Original
auch aramäische Paraphrasen vorgetragen, die sogenannten Targumim. Was für die Katholiken bis in die
60er Jahre hinein das Lateinische war, war für die jüdische Religion zur Zeit Jesu das Hebräische.
Was Jesus tatsächlich kritisiert, ist das Auseinanderklaffen von Verhalten und Frömmigkeit, was er am
Beispiel der Pharisäer verdeutlicht. Daraus kann man aber nicht schließen, dass Jesus jeder Art von
Kult kritisch gegenüberstand und sie abgelehnt hat. In der Tat ist auch Liturgie kulturbedingt. Zur römisch-katholischen
Kultur gehört nun einmal auch die lateinische Musica sacra, die allein quantitativ die volkssprachliche
um ein Hundertfaches überragen dürfte. Und bei aller Bedingtheit gibt es natürlich Musik, die dem Heiligen
entspricht und auch solche, die rein der weltlichen Sphäre zugehört. Dieses einfache Grundprinzip wird
heute leider sehr viel stärker mißachtet als in früheren Zeiten.
Gotthard – wann sind sie im ruhestand und hier weg? ich fasse das mal zusammen „Ein 80-jähriger wurde
in den wohlverdienten Ruhestand entlassen“ wieso erst jetzt?? seine Verdienste um die Kirche wurden mit
der Erhebung in den Kardinalsrang anerkannt. Er ist übrigens kein „Ehrenkardinal“ – den kennt unsere
Kirche nicht! wie haben sie entschieden, dass sich dieser mensch verdient gemacht hat? es sieht doch eher
aus, als wenn er instrumentalisiert wurde für die konzilsglaubensgemeinschaft?! oder??
Singen in aramäisch dann geht dennoch keinerlei Harmonie aus einem Gleichmaß hervor, wenn man das hohe
Lied der Liebe von Paulus betrachtet. Der Sinngehalt geht auf den Lobpreis Gottes hinaus und darin liegt
keinerlei Gesang oder Ähnliches zugrunde. Es ist die Kontemplation des Wortes, das besinnliche Betrachten,
begreifens und verstehens von ganzer Seele. Musik ist ein Erlöser? Dionysos, aber der Gespaltene ist
nicht der Gekreuzigte!
#45 On the Rocks 01:21:07 | Samstag, 22. Januar 2011
Marsilius Ficinus: Sie haben Recht! Allerdings ist es das Vorrecht Gottes, nicht nur die Welt der Katholiken
gut und schön erschaffen zu haben, und die Welt der Nicht-Katholiken schlecht und hässlich, sondern
auch Nicht-Katholiken gute und schöne Talente mitzugeben. Mir persönlich liegt die für mich teilweise
arhythmische und amelodiöse Musik von Moslems (z.B in der Türkei oder in Ägypten) überhaupt nicht;
auch die Sprache nervt mich ein wenig. Das bedeutet aber nicht, dass der hebräisch/aramäisch sprechende
Jesus nur auf deutsche Musik oder lateinische Liturgie konnte oder kann. Anderen Kulturen und anderen
Zeiten sind andere Rhythmen, Töne, Bilder, Begriffe zueigen, die nicht schlechter sein müssen und über
die man sich nciht erheben sollte. Jesus praktizierte weder Muindkommunion noch lateinischen Ritus. Die
Form war Jesus immer weniger wichtig, als der Inhalt. Er agierte nahezu formlos aber dafür völlig inhaltsvoll.
Auch das verlangt Gott von uns heute. Sich nicht überheben, weil man in die Oper oder ins Theater geht,
sich von herrlichen Stücken anrühren lässt, weint und hinterher beruflich-geschäftlich das gleiche
Schwein wie bisher bleibt. Bei der Kunst vielleicht noch verzeihlich. Aber die ganzheitliche Kirchenzeremonie
mit zeitlich-kulturell-relativer Liturgie-Form und ganzheitlichem Inhalt mit zu erleben bzw. über sich
ergehen zu lassen und katholopathisch weiter zu ag(it)ieren ohne sich ergreifen und verwandeln zu lassen
von Gott zum Guten hin, ist nicht nur das Privileg von Nichtchristen wie Moslems sondern auch von Katholiken.
Leider. Gute Nacht!
@On The Rocks Da haben Sie ja recht! Die Erkenntnis des Heiligen muss den Menschen auch zum rechten Verhalten
seinen Mitmenschen gegenüber führen. Dass es hier auf Kreuz-net so oft schrecklich daneben geht, wird
niemand bestreiten. Allerdings ist Kreuz-net keineswegs repräsentativ für die kath. Kirche und auch
keineswegs für alle diejenigen, die sich dem außerordentlichen Usus und der musica sacra verbunden fühlen.
Wenn man die lateinische Sprache und Kirchenmusik liebt, muss einen das nicht automatisch zu einem guten
Menschen machen, es kann aber sehr wohl. Denn wenn man sich darauf wirklich einlässt, verwandelt es den
Menschen in seinem Inneren. Davon bin ich fest überzeugt. Allerdings muss man sich auch ergreifen lassen,
von der unsagbaren Schönheit Gottes, wie sie sich in den großen abendländischen und östlichen Liturgien
zeigt. Das ist ein Aspekt, der zum Wesen christlicher Liturgie einfach dazu gehört. Von daher ist die
herrliche Musik kein Zierat, sondern Verkündigung Gottes. Und umso schmerzhafter ist es, wenn man den
offenkundigen Niedergang der Musica sacra an so manchen Orten betrachtet. Das tut mir sehr weh! Verwechseln
Sie bitte nicht den Umgangston und die oft sehr engen Ansichten auf Kreuz-net mit der jahrhundertelangen
Tradition katholischen Kultus und katholischer Kultur. Wahrhaftigkeit und edle Würde gehören zusammen.
Nicht nur in der Liturgie, sondern auch im Leben. Darum müssen wir und alle immer wieder neu bemühen.
Dies ist ein ständiger Prozess.
Musik „ O diese Griechen! sie verstanden sich darauf, zu leben! Dazu tut not, tapfer bei der Oberfläche,
der Falte, der Haut stehnzubleiben, den Schein anzubeten, an Formen, an Töne, an Worte, an den ganzen
Olymp des Scheins zu glauben! Diese Griechen waren oberflächlich – aus Tiefe… „ Zitat – Nietzsche contra
Wagner www.zeno.org/…contra+Wagner/Epilog
zum Urgrund alles Seins erheben Das eben ist ein Ungrund des Seins. Also keine Lehre. Ungrund deshalb,
weil es bei den Griechen schlichtweg um die Entitas ging. Insofern haben sie etwas mit den Ägyptern gemein.
An Formen, Faben, den ganzen olympischen Schein anzubeten… (Nietzsche)
#40 On the Rocks 00:27:55 | Samstag, 22. Januar 2011
Marsilius: Unbestritten hast Du Recht! ABER: Wer TROTZ DIESER MUSIK katholopathische HETZTIRADEN absondern
kann, muss eine Persönlichkeitsspaltung haben, die ihn als frömmelndes Kleinkind vor Gott im Staub kriechen
lässt und ihn glauben lässt, er dürfe andere Gläubige oder Ungläubige als Nächste anspucken, bei
Gott anschwärzen, sie erniedrigen, sie verurteilen, sie mit Gewaltausdrücken diffamieren, sie verfluchen
und dem letzten Gericht als Höllenkandidaten empfehlen anstatt sie zu segnen, für sie bei Gott zu beten,
sich auch für sie aufzuopfern. So jemand hat die Bibel nicht, Gott/Jesus nicht und die Musik nicht verstanden;
so jemand missbraucht die Bibel, Gott/Jesus und die Musik.
Lateinische Kirchenmusik Für alle Freude gepflegter und würdiger lateinischer Kirchenmusik mal ein paar
Beispiele: Vittoria, Regina caeli www.youtube.com/watch?v=qFgqsaMjy5k Vittoria, O quam gloriosum www.youtube.com/watch?v=0viwYYrIkjo&…
Palestrina, Tu es Petrus www.youtube.com/watch?v=ikTZWZRTlpE Bach, Gloria aus der h-moll Messe www.youtube.com/watch?v=cGRbOjqOSYs
Gregorianischer Choral: Gaudeamus omnes www.youtube.com/watch?v=NKS1Gh-fDbE Wer den Wert und die hohe
Würde dieser Musik in Frage stellt, hat schlicht und ergreifend keine Ahnung von Kirchenmusik. Es ist
Musik, die dem Menschen den Himmel eröffnen möchte, ihn von aller Erdenschwere befreien und sein Herz
zum Urgrund alles Seins erheben. Das heißt nicht, dass es nicht auch würdige Kirchenmusik in deutscher
Sprache gibt. Aber für die katholische Kirche ist die lateinische Kirchenmusik nun einmal von sehr großer
Bedeutung, Erbe und Auftrag zugleich.
@vineta dassß B16 2006 den obenerwähnten Kirchenmusiker rehabilierte und sogar zum Kardinal erhob, nachdem
ihn JPII 1997 gefeuert hatte. was heißt denn rehabilierte? Ein 80-jähriger wurde in den wohlverdienten
Ruhestand entlassen … was sollen diese Krokodilstränen …? seine Verdienste um die Kirche wurden mit
der Erhebung in den Kardinalsrang anerkannt. Er ist übrigens kein „Ehrenkardinal“ – den kennt unsere
Kirche nicht!
Melancholie Der Schüler des Plato, Aristoteles schrieb, dass alle geistreichen Leute Melancholiker seien
und die Karajan-Aufnahme von Also sprach Zarathustra spricht Bände der Melancholie. Somit ein tragisches
Moment, wie das der Griechen überhaupt. Was bleibt der Tragik außer der Komik? Das Gelächter des Sokrates
klingt heute noch nach Urschrei. Er war also keineswegs das Ende der Tragödie, sondern ihre Reimagination.
#34 kurt friedgen 22:57:54 | Freitag, 21. Januar 2011
@Antonio Michele Ghislieri Es war vom Cembalo die Rede, darauf war Karajan ein Meister! Seine Bach- und
Händel (Concerti grossi)-Aufnahmen geben davon beredtes Zeugnis. Ein guter Dirigent muss nicht zwangsläufig
auch ein guter Klavierspieler sein! In der Hinsicht war Bernstein seinem Konkurrenten Karajan voraus.
@Przybislav Iamesseblo Als Pianist war Karajan ziemlich schleicht. Es ist Elisabeth Schwarzkopf, die das
in einem Interview mal sehr eindrücklich und lustig geschildert hat.
Antonio Michele Gislieri: Karajan als Interpret der Meisterwerke sakraler Tonkunst war Karajan unübertroffen.
Das deutsche Requiem von Brahms, Beethovens Missa solemnis, Bruckners Tedeum, Mozarts c-moll Messe geben
davon Zeugnis. Ausserdem war ein hervorragender Begleiter am Cembalo. Ich habe es mehrmals erlebt.
@Vineta Selig sind die, an denen es viel zu korrigieren gibt! Man sagt, ein Künstler ist sich selbst
sein bester Kritiker. Das stimmt und ich durfte viele kennenlernen. oder anders formuliert: Jeder lehrt,
was er am Nötigsten hat!
Wenn demnächst B16 JPII seligspricht, dann darf sich jeder Katholik besonders darüber freuen, 1) daß
B16 2006 den obenerwähnten Kirchenmusiker rehabilierte und sogar zum Kardinal erhob, nachdem ihn JPII
1997 gefeuert hatte. 2) daß B16 Latein und die alte Messe ( ein bißchen zumindest) wieder zu Ehren kommen
ließ, nachdem JPII davon absolut nichts wissen wollte. 3) daß B16 die Bischöfe der Piusbruderschaft
wieder anerkannte, nachdem JPII sie gerne als exkommuniziert behandelte 4) usw. Merke: Selig sind die,
an denen es viel zu korrigieren gibt!
Eine Malerin sagte einmal Kunst ist Sehnsucht zu Gott. Nun, dann geben wir eine Leidenschaft zu, welche
ungesühnt bleibt. Ein SingSang kann das nicht wieder gut machen, was ihr aber denkt. Ein Opfer bestand
in der Bibel niemals aus Liedern. Nur im Mittelalter erkennen wir einen lyrischen Umbruch, angefacht durch
den Universalinstreit. Kunst ist immer eine Begleiterscheinung der Kultur. Das ist es, was ich meine.
Kunst als Werkzeug, oder als Werk? Als Zeugnis für eine Kultur? Können Kunstwerke Zeugnisse geben. Das
ist doch die entscheidende Frage. Kann mir ein Kunstwerk den Tod Jesu näher bringen und hier müssen
wir unterscheiden zwischen dem Korpus der Kunst und dem nonlinearen Korpus; dem Ungeschaffenen, also der
Musik wenn man so will. Man denkst, das Universum sei ein einziger harmonischer Gedanke Gottes und von
jener Metaphysik ausgehend wird dann der Ethos der Griechen zwischen Schwarz und Weiß sichtbar: Chaos
und Cosmos. Diese zwei. Das Ungeordnete in der Musik und das Geordnete in der visuellen, ja, naiven apollinschen
Fasson. Dabei haben wir das Hauptmerkmal der Griechen übernommen und somit auch den ganzen Rattenschwanz
der abendländischen Mystik, die natürlich nicht bei den Vorsokratikern anfängt, aber sicherlich einen
entscheidenden Wendepunkt durch Pythagoras erfahren hatte, als dieser Zarathustra begegnet war und von
seiner Weisheit, seiner asiatisch geprägten Weisheit erfahren hat. Als Wertschöpfer ist er auch noch
von der Kirche als unbestreitbar, wenn es um den Lehrsatz geht,Illumina
#28 kurt friedgen 21:33:30 | Freitag, 21. Januar 2011
@Gotthard Ich bin mit Ihnen einig, was die musikalischen Darbietungen der Capella sistina betrifft. Die
sind wirklich mehr als gewöhnungsbedürftig. Aber hier ging es ja nicht um das Wie, sondern um das Was.
Auch der jetzige Papst kann keinen neuen Chor hervorzaubern, aber kann Einfluss nehmen auf das was geboten
wird, und das tut er! Mehr steht nicht in seiner Macht.
@Blechtonne Karajan konnte nicht so gut Klavierspielen wie Bernstein, nicht so gut komponieren. Als Dirigent
ist er ihm aber mindestens ebenbürtig. Die beiden hatten halt ein anderes Schönheitsideal, das ist alles.
Man mag das eine mögen oder das andere, auf ihre Art gut waren sie beide.
Herausragende Künstler gibt es massenhaft- auch in der Kirchenmusik: Ligetti, Penderecki, Pärt als Komponisten.
Als Dirigenten geistlicher Musik fallen mir spontan ein: Rilling, Hengelbrock, Suzuki de.wikipedia.org/…Suzuki_%28Musiker%29
-allesamt um Klassen besser als Karajan. Nein, die Capella Sistina hat sich jahrhundertelang auf ihren –
nicht mehr vorhandenen- Lorbeeren ausgeruht. Harnoncourt, den ich oben vergessen habe, ist wohl zu alt,
um den Laden auszumisten, aber er wäre sehr geeignet gewesen. Im Übrigen: Es ist etwas dran an dem schönen
Bonmot: „Nicht alle Musiker glauben an Gott- aber alle glauben an Bach“ Und Bach (gemeint ist Johann
Sebastian ) war Lutheraner!!! Also immer ganz ruhig auf dem Teppich bleiben
#23 kurt friedgen 21:15:09 | Freitag, 21. Januar 2011
@Blechtonne Sie scheinen ja wirklich Ahnung von klassischer Musik zu haben! – Karajan mag eitel und selbstgefällig
gewesen sein, – aber ihn mit Bernstein zu vergleichen ist für diesen eine Ehre und für Karajan (fast)
eine Beleidigung! Ich bin übrigens keine taube preußische Nuss, sondern waschechter Rheinländer! @ Gotthard:
Seit wann ist der Papst persönlich für die musikalische Gestaltung der Messen zuständig? Zuständig
nicht, aber schauen Sie sich mal eine Messe unter Benedikt XVI. an und vergleichen dann mit denen seines
Vorgängers! Schlagartig nach dem Wechsel auf dem Stuhl Petri wechselte auch die musikalische Qualität.
Das hat bestimmt nicht am Chorleiter der Cappella Sixtina gelegen, denn der blieb noch Jahre der gleiche.
Und ein Pfarrer überlässt (oft leider!) das eben nicht seinem Kirchenmusiker; das hat man nach dem Konzil
erlebt, als fünfhundert Jahre lateinischer Musiktradition auf dem Müllhaufen der Geschichte landete!
Es waren nicht die Musiker, die die altehrwürdigen Gesänge durch drittklassiges Geplärre und deutsch
gehaspelten „Choral“ ersetzten!
Lk 19,37 Als er an die Stelle kam, wo der Weg vom Ölberg hinabführt, begannen alle Jünger freudig und
mit lauter Stimme Gott zu loben wegen all der Wundertaten, die sie erlebt hatten. Darum geht es. Das Lob
Gottes und was wurde daraus gemacht? Das Gotteslob. Die Begleiterscheinung der Amtskirche, mit Primatur.
Allerdings auch sinnvoll, doch was hat die Notenlehre bzw. Harmonielehre mit der Lehre Christi gemein?
Das nennt man eine Synergie. Wie der Wind, welcher das Schiff Petri antreibt. Was, wenn die Musik ausbleibt?
Franz von Assisi anderes Beispiel. Der Sonnengesang. Er hat es verstanden, auf kindliche Weise dem Verständnis
seinem Gefühl nach näher zu treten und er war sehr streng.
@friedgen Herbert von Karajan (1908-1989) wurde 1956 auf Lebenszeit zum musikalischen Leiter der Berliner
Philharmoniker. dann haben die Berliner auch Unsinn und Unfug verzapft! Seit wann ist der Papst persönlich
für die musikalische Gestaltung der Messen zuständig? Ich denke, auch ein Pfarrer überläßt das seinem
Kirchenmusiker – dafür wird der bezahlt!
#19 Blechtonne † 20:57:30 | Freitag, 21. Januar 2011
Karajan war aber auch ein aufgeblasener Gockel. Musikalisch konnte er Leonard Bernstein nie das Wasser
reichen. Aber für die tauben Nüsse in Preußen hats halt gelangt.
@Marsilius Ficinus Wenn in der Bibel von einem Lied die Rede ist, dann ist es meistens eigentlich unmöglich,
dieses in eine Passform für unsere Ohren zu bringen. Es ist, was es ist… Man kann nichts hinzufügen.
#17 kurt friedgen 20:54:42 | Freitag, 21. Januar 2011
@Gotthard: Lebenszeit? Herbert von Karajan (1908-1989) wurde 1956 auf Lebenszeit zum musikalischen Leiter
der Berliner Philharmoniker. Weder das Orchester (trotz späterer Streiterein, wo es aber vornehmlich
ums Geld ging) noch die musikalische Welt haben das zu bereuen gehabt. Und noch ein Wort zu Papst Pius
XII.: Auch wenn er selber nicht gut singen konnte, so war er doch ein Freund guter, qualitätvoller Kirchenmusik.
Hingegen hatte Joh.Paul II. von Musik soviel Ahnung wie eine Kuh vom Boogie-Woogie-Tanzen. Seine „Messen“
waren liturgisch ein Greuel und musikalisch ein Schmarren!
@Thomasius Die Schönheit der Musica sacra öffnet dem Menschen das Herz und lässt ihn schon im Hier
und Jetzt ein wenig von der transzendenten, unsagbaren Schönheit und Erhabenheit Gottes erahnen. Man
sollte den Gläubigen die lateinischen Texte zusammen mit einer deutschen Übersetzung an die Hand gehen,
dann können sie diese auch inhaltlich mitvollziehen. Der Aspekt der Lehre, den Sie ansprechen, ist wichtig,
aber es erschöpft sich nicht alles darin. Natürlich hat die Liturgie auch einen „lehrhaften“ Teil, eben
in den Lesungen der Heiligen Texte und der Predigt. Die Lesungs- und Evangeliumstexte werden heute selbst
im außerordentlichen Usus meist auch in der Volkssprache vorgetragen, was sicherlich richtig ist. Und
eine lateinische Predigt ist wenn überhaupt eine sehr große Ausnahme, etwa bei Latinistikkongressen
Im Ernst: Die Lehre ist wichtig, aber die Liturgie erschöpft sich bei weitem nicht darin. Der Aspekt
des Lobpreises und der Verherrlichung der göttlichen Majestät ist dort genauso wichtig. Und hier gilt:
Sowohl Latein als auch die Volkssprache können Verwendung finden.
Musik als Ausdurck von Leidenschaft „Sie riefen: Gesegnet sei der König, der kommt im Namen des Herrn.
Im Himmel Friede und Herrlichkeit in der Höhe! Da riefen ihm einige Pharisäer aus der Menge zu: Meister,
bring deine Jünger zum Schweigen! Er erwiderte: Ich sage euch: Wenn sie schweigen, werden die Steine
schreien.“ -Lk 19,38-40 www.uibk.ac.at/…raum/bibel/lk19.html. Von Musik als Ausdrucksform des Lobpreises
steht da nichts. Das wurde hinzuerfunden, als Freizeitbeschäftigung, neben dem Gebet, welches allein
der inneren Einkehr im Herrn dient. Dienen kann, denn Musik ist begrenzt und das ist das Wort Gott nicht.
Es setzt der Erkenntnis keine Grenzen, wie das die Musik suggestiert, durch eine Anzahl an Obertönen,
denn einzig darum geht es in älteren kirchlichen Einrichtungen. Die Obertöne der Orgel, als sinnlichste
Stimmuli des Höres. aber im Psalm Davids steht: Das Gehör hast Du mir eingepflanzt. Wir hören und wir
preisen, aber Musik ist etwas allzu natürliches, auch wenn es zu den höchsten Geistigen Gütern zählt,
wie mit zum Welt“kultur“ Erbe. Will man sagen, dass es so etwas wie eine „Christliche Kultur“ gäbe? Man
hat eine Weltkirche, aber keine Weltkulturkirche. Darüber sollten wir uns wie ich finde schon Gedanken
machen, wenn es um künstliche Einflüsse in die Liturgieform geht.
Marsilius Ficinus Ob man damals lateinisch oder nur lalala sang, für den Laien, der damals – wie heute
auch – die Sprache ohnehin nicht verstand, war das völlig gleich. Man sagte ihm, der Priester sei gottähnlich
und die Oblate sei Gott. Das glaubte er auch. Doch von der Lehre des Herrn Jesus Christus erfuhr er dadurch
auch nichts.
@Theologus Lassen wir einmal die in der Tat nicht notwendigen Dopplungen außen vor. Die Kirchenmusik
lässt sich doch in beiden Usus hervorragend anbringen. Denn hinsichtlich des Ordinariums und des Propriums
hat sich doch gar nichts geändert. Beide Usus kennen Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus und Agnus Dei. In
beiden Usus kann man also sowohl Palestrina- wie auch Langlaismessen singen, um einfach zwei Beispiele
herauszugreifen. In beiden Usus gibt es auch Introitus, Offertoriumsgesang und Communio. Lediglich der
Gesang nach der Lesung unterscheidet sich in den Usus. Und in beiden Usus kann auch die Orgel vor der
Messe, zum Offertorium, zur Kommunionausteilung und zum Auszug erklingen. Auch die solistische Orgelmusik
kann also im gleichen Maße in beiden Usus Verwendung finden. Es gibt in also genug Gestaltungsmöglichkeiten.
Man muss nur Willens sein, die Möglichkeiten in die Tat umzusetzen. Egal, in welchem Usus des einen römischen
Ritus.
Blödsinniger Artikel strotzt vor Unkenntnis! Die Kirchenmusik lässt sich in der erneuerten Liturgie
viel besser anbringen als in der außerordentlichen Form. Betrachten wir eine tridentinische Messe: Alle
Gebete, sowohl Proprium als auch Ordinarium werden redupliziert vorgetragen, einmal von Chor/Schola zum
anderen vom Zelebranten leise geraunt. Da letzterer dank der lateinischen Schnell-Mümmelei, z. B. beim
Gloria oder Credo, früher fertig ist als Schola/Chor, darf er samt Assistenz zu den Sedilien gehen und
sich hinsetzen. In der erneuerten Liturgie hingegen singt oder betet der Priester zusammen mit der Gemeinde
oder Schola/Chor. Das nenne ich positive Weiterentwicklung der Liturgie. Scheußlich für deutsche Kirchenmusiker-Ohren
ist der Gesang der Männer und Knaben im Petersdom. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen,
dass Joseph Ratzinger Gefallen an der Art des Gesangs in Rom findet. Besonders sein Bruder Georg ist ein
höchst kompetenter Kirchenmusiker mit einem erlesenen Gespür für Polyphonie. Völlig daneben war auch
füher der Brauch, das Sanctus vor den Einsetzungsworten, das Benedictus danach zu singen, während der
Priester ungerührt „sein eigenes Süppchen“ sotto voce vor sich hin flüsterte. Hier war eine Korrektur
in der Liturgie überfällig, und die Konzilsväter haben dies erkannt.
@Nerd Nein, die Musica sacra ist kein Beiwerk, sondern sie hat ganz entschieden Anteil an der Verkündigung.
Dies gilt genauso für die Orgelmusik. Es darf auch stille Andachten geben, aber die katholische Kirche
hat die Kirchenmusik immer sehr gepflegt. Der erschreckende Niedergang in den den letzten Jahren ist keine
Entscheidung des Konzils oder der Kirche, sondern die Verweltlichung hat sich ganz allmählich in den
heiligen Raum eingeschlichen. Aufschlussreich ist folgende Passage der Liturgiekonstitution: 112. Die
überlieferte Musik der Gesamtkirche stellt einen Reichtum von unschätzbarem Wert dar, ausgezeichnet
unter allen übrigen künstlerischen Ausdrucksformen vor allem deshalb, weil sie als der mit dem Wort
verbundene gottesdienstliche Gesang einen notwendigen und integrierenden Bestandteil der feierlichen Liturgie
ausmacht. In der Tat haben sowohl die Heilige Schrift wie die heiligen Väter den gottesdienstlichen Gesängen
hohes Lob gespendet; desgleichen die römischen Päpste, die in der neueren Zeit im Gefolge des heiligen
Pius X. die dienende Aufgabe der Kirchenmusik im Gottesdienst mit größerer Eindringlichkeit herausgestellt
haben. So wird denn die Kirchenmusik um so heiliger sein, je enger sie mit der liturgischen Handlung verbunden
ist, sei es, daß sie das Gebet inniger zum Ausdruck bringt oder die Einmütigkeit fördert, sei es, daß
sie die heiligen Riten mit größerer Feierlichkeit umgibt.
Liturgie ist keine Disco! Und Kirche ist keine politisches Kalkül, mit dem man rechnen kann. Man kann
einzig und allein auf den Segen und die Vollmacht vertrauen. Nicht durch Musik lassen sich böse Geister
vertreiben, sondern durch Gebet und Fasten. Das schließt auch sämtliche geistige Genüße mit ein. Also
im Klartext, keine Musik, sondern stille Andacht. Woran können wir und erbauen? Betrachten wir alleine
Jesus, in der Gegenwart des Allerheiligsten Altarsakramentes. In der stillen Andacht erfahren wir Gott
in der Kirche, doch besonders dann, wenn der Priester den Segen dafür erteilt. Musik ist nur das Beiwerk,
wie man so schön sagt. Es geht schließlich um die Message, das Wort, das lebendige Wort und ich kann
mit einer toten Sprache kein lebendiges Wort wiedergehen. Es wird künstlich wiederbelebt. Singen aus
dem Moment heraus, wenn wie Antipacelli meint, die Steine schreien müssten. Gott ist gnädig! Darum lässt
er es zu, aber den Prunk braucht ein Gott nicht. Er ist größer als Menschenwerke es beschreiben könnten.
Seine Werke zeugen. Nicht die des Menschen. Es sei denn, es waren Heilige.
Was hat die tote Sprache Latein mit Musik zu tun? Kurz gesagt: Sehr viel! Es existiert eine unüberschaubare
Fülle an liturgischen Kompositionen in Latein: Messordinarien, Motetten, Vertonungen von Psalmen, Hymnen
etc. Hier sind große Namen wie Palestrina, Vittoria, Mozart, Haydn etc. etc. zu nennen. Nicht vergessen
sollte man auch den gregorianischen Choral als dem der „römischen Liturgie eigenen Gesang“, wie es das
2. Vatikanum gesagt hat. Nur jemand, der von Kirchenmusik und katholischer Kultur überhaupt keine Ahnung
hat, kann die enge Verbindung von katholischer Kirchenmusik und lateinischer Sprache leugnen. Es gibt
natürlich auch große Werke der Kirchenmusik in den modernen Volkssprachen. Hier sei an den protestantisch-deutschen
Raum erinnert, aber auch an den anglikanischen Bereich. Auch hier ist gültiges geschaffen worden, das
der großen kath. Kirchenmusik in Nichts nach steht. Aber selbst im protestantischen Bereich gibt es lateinischsprachige
Kompositionen, etwa bei Buxtehude oder auch Bach. Eine Feindschaft gegenüber dem Lateinischen, wie es
heute manche sich progressiv dünkende Katholiken praktizieren, ist in dem Maße im protestantischen Raum
noch im 18. Jh. so nicht ausgeprägt. Die katholische Liturgie bedarf sowohl der lateinischen wie auch
der volkssprachlichen Vertonungen. Auch die Volkssprache darf ja in der Liturgie verwendet werden. Entscheidend
ist die Güte und Würde einer Komposition. Alles Banale und Minderwertige ist allerdings von der Liturgie
strikt fernzuhalten. Liturgie ist keine Disco!
Gotthard: ist nicht der Schöpfer in Seinen Werken auf ewig ausgerichtet? auf die ewige Anbetung und Verherrlichung
Seiner selbst im Himmel? Es fäll uns schwer anzunehmen, dass Sie nicht für die ewige Glorifizierung
Gottes sind!
@gotthard „Sind das Auszeichnungen, oder soll auf diesem Posten gearbeitet werden?“ Das hätten Sie mal
Ihren „seligen“ Herrn Wojtyla fragen können, der hat auf seinem Posten nämlich kaum etwas positives
„gearbeitet“: Wie sagte schön ein ostdeutscher Heimatvertriebener Priester: „Sie haben betrogen, sie
haben gelogen, sie haben gestohlen – sie kamen aus POLEN!“
Kirche und Musik ist eigentlich ein Widerspruch. Da es aber schön ist, hat man sich an das Schöne gewöhnt.
Es gab schöne Bilder, schöne Altäre, schöne Tabernakel, alles war schön, doch niemals war es angemessen.
Findet ihr Musik, Gott angemessen? Ich finde nicht, sie ist etwas natürliches, so wie die Vögel natürlich
ihren Ausdruck im Zwischern kennen, oder der Bär oder sonst ein Brunftverhalten, welches zur Revierabzeichnung
sinnvoll erscheint. Durch Krach hatte man früher geglaubt, die bösen Geister vertreiben zu können.
Hat Mose musiziert? Oder hat Jesus musiziert? Elia? oder sonst ein Prophet? Nur König David war ein Musiker,
aber das Hohelied von Salomo klingt fast wie ein Lied, ein Poem. Allerdings sind das Fragen nach dem Ausdruck.
Beide Kunstformen, sowohl die bildnerische als auch die rauschhafte, geben ein Areal frei, eine Bühne.
Im Theater der Deus ex machina, der den Knotenpunkt der Handlung des Stückes auflöst. Zum Einen die
Musik als der leidenschaftliche Ausdruck einer Sehnsucht, die doch nur auf das Irdische begrenzt erscheint,
durch Rock und sonstige Elemente aus Gospel und Klassik. Die Klassik ist der Feind des Menschen. Es ist
asiatische Volklore und auch wenn es noch so schmeichelnd um die Ohren klingen mag. Die Klassik ist die
Musikform, die dem Dionysischen, dem Griff nach dem Wein am Nächsten kommt, wie das bei Wagner zum Ausdruck
kommt, aber auch andere Formen der Klassik spiegeln einen bestimmten surrealen Raum wieder, wie den der
satyrhaften Neigung, die Musikgötze…
Lebenszeit? Im Jahr 1956 ernannte ihn Pius XII. († 1958) auf Lebenszeit zum Direktor des Chors der Sixtinischen
Kapelle. sind das Auszeichnungen oder soll auf diesem Posten gearbeitet werden? Wie kann man nur einen
Arbeitsposten auf Lebenszeit vergeben. Papst Johannes Paul II. hat schon richtig gehandelt, als er den
Direktor mit 80 Jahren in den Ruhestand versetzte.