Der Mitverfasser des „Grünen Katechismus“ ist verstorben
Professor Alois Heller verstarb am letzten Sonntag. Der Priester war Mitverfasser des „Grünen Katechismus“, der bis in die Sechziger Jahre in allen Bistümern Deutschlands verwendet wurde.
(kreuz.net, Eichstätt) Professor Dr. Alois Heller ist am Sonntag im Alter von 91 Jahren in Eichstätt
verstorben. Das berichtet die Homepage der Diözese Eichstätt.
Professor Heller war bis 1979 Ordinarius
für Religionspädagogik und Katechetik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.
Alois
Heller wurde am 18. September 1913 in Kraftsbuch geboren. Der Ort gehört heute zur Stadt Greding rund
30 km Kilometer nordöstlich von Eichstätt.
Eichstätt befindet sich in Oberbayern.
Am 27. Oktober
1940 wurde Heller in Rom zum Priester geweiht.
Anschließend beendete er seine römischen Studien an
der Jesuitenuniversität Gregoriana mit dem Lizentiat in Philosophie und dem Doktorat in Theologie.
Ab
Juni 1942 wirkte der Verstorbene neun Jahre in der Pfarrseelsorge. Er war zunächst in St. Anton in Ingolstadt
und am dem 1. Dezember 1946 in Wendelstein.
Wendelstein befindet sich in der Nähe von Nürnberg.
Fast
dreißig Jahre, von 1951 bis 1979, wirkte Heller als Professor für Religionspädagogik und Katechetik
an der damaligen philosophisch-theologischen Hochschule in Eichstätt, der jetzigen Katholischen Universität.
Darüber hinaus lehrte Heller viele Jahre lang Pädagogik und Liturgik.
Bekannt wurde der Verstorbene
über die Grenzen der Diözese Eichstätt hinaus durch die Mitarbeit am „Katechismus für die Bistümer
Deutschlands“. Er wird gemeinhin der „Grüne Katechismus“ genannt und trägt in vielerlei Hinsicht Hellers
Handschrift.
Der Katechismus wurde 1955 publiziert.
Professor Heller arbeitete auch maßgeblich am ersten
einheitlichen Religionsbuch für die Berufsschulen in Bayern mit. Das Ergebnis war ein dreibändiges Werk
mit dem Titel „Junger Mensch, wohin?“. Es wurde im Jahre 1964 publiziert.
Als Anerkennung für seine
Verdienste um den Religionsunterricht wurde Professor Heller 1965 zum Bischöflichen Geistlichen Rat ernannt.
Von seiner Heimatstadt Greding erhielt er anläßlich seines goldenen Priesterjubiläums 1990 die goldene
Stadtmedaille.
Die Beerdigung fand am Freitag, 27. Mai 2005 statt. Der Verstorbene ruht auf dem Friedhof
in Kraftsbuch.
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2 Lesermeinungen
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Von der Oberpfalz ist keine Rede Lieber Anonymus, kann es sein, dass Du hier die Oberpfalz mit Oberbayern
verwechselt hast? In dem Artikel findet sich der Hinweis, dass sich Eichstätt in Oberbayern befindet.
Warum schreibst Du dann, dass Eichstätt niemals zur Oberpfalz gehörte? Richtig ist in der Tat, dass
Eichstätt kulturell und politisch niemals zu Oberbayern gehörte. Allerdings umfasst die Diözese Eichstätt
im Osten auch einen kleinen Teil der Oberpfalz.
Eichstätt Eichstätt gehörte niemals zur Oberpfalz. Seit der „Gebietsreform“ im Jahre 1972 durch den
„Freistatt Bayern“ wird Eichstätt im Regierungsbezirk Oberbayern politisch verwaltet.Kulturell gehört
Eichstätt zu Franken. Die anfängliche Entwicklung begann mit der Errichtung eines Kloster (740) durch
Bonifatius den „Apostel der Deutschen“.