Orden
Gerechtigkeit für Abt Joachim Angerer
Es stimmt, er war altliberal. Aber das ist nur eine Seite der Medaille. Von Jürg-Werner Oberlasser.
Prämonstratenserstift Geras
Prämonstratenserstift Geras
© Hannes Sallmutter, Fotoreport.at, CC
(kreuz.net) Das Portal ‘kreuz.net’ hat sich im vergangenen November etwas hart über den altliberalen Abt Joachim Angerer (76) geäußert.

Der Prälat führte von Januar 1986 bis zu seiner De-facto-Absetzung im Februar 2004 das niederösterreichische Prämonstratenser-Kloster Geras.

Das Stift befindet sich in der Diözese Sankt Pölten.

Ich weiß aus eigner Erfahrung, daß Abt Angerer nicht nur altliberal war. Er war auch liberal.

So hat er ohne Wenn und Aber lateinische Messen, lateinische Gebete und viele andere althergebrachte Übungen, welche die damals vielen jungen Mitglieder wollten, zugelassen.

Ich bin sehr davon überzeugt und kann mich an eine diesbezügliche Aussage von ihm erinnern, daß er die Alte Messe in seinem Kloster und in den inkorporierten Pfarreien ohne weiteres zugelassen hätte.

Ja, er ist altliberal, manchmal auf eine seltsame Weise. Aber er ist auch ein guter Mensch, der seinen Mitbrüdern in dieser konservativen Hinsicht keine Schranken gesetzt hat und zwar aus Überzeugung.

Die ihn stürzten, sind nach seinem Rücktritt entweder selber sofort ausgetreten – und das gibt zu denken – oder wollten selber gerne Abt werden.

Um den Abt zu stürzen, verwendeten sie den Hebel des Geldes.

Die seltsame Ministrantenarbeit des jetzt wegen Mißbrauchs verurteilten ehemaligen Paters hat Abt Angerer oft kritisiert.

Aber er blieb gegen die anderen Mitbrüder machtlos.

Man mußte diesen zweifelhaften Pater im inzwischen aufgehobenen Priorat in Fritzlar halten. Denn es waren in dem Priorat – warum wohl? – schon zu viele wieder gegangen.

Über den damaligen Bischof Krenn von Sankt Pölten, der versuchte, ihn hereinzulegen, kann man ehrlicherweise in mancher Hinsicht auch nur den Kopf schütteln.

Daß Mons. Krenn zum Beispiel wirklich konservativ gewesen wäre, könnte im Ernst auch niemand behaupten.
      
18 Lesermeinungen
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#18   hieronymus333   14:16:21 | Freitag, 28. Januar 2011
Daß Mons. Krenn zum Beispiel wirklich konservativ gewesen wäre, könnte im Ernst auch niemand behaup…
Es geht nicht darum, dass er konservativ war oder nicht, sondern einfach darum, dass er denken konnte, was man vom übrigen Weltepiskopat mit Sicherheit nicht sagen kann und das war sein Verhängnis!
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#17   Abu   10:33:46 | Donnerstag, 27. Januar 2011
@Rudolfus: Es geht nicht um Häresien und nicht um Liberalismus oder Modernismus!
Ich bin gegen jede Häresie und gegen den Modernismus und Liberalismus.
Ich bin aber der Auffassung, daß die Defintion der Häresie dem Lehramt zusteht und niemand sonst.
Weiters bin ich der Auffassung, daß weder der Liberalismus/Modernismus als Ideologie noch als Praxis deckungsgleich mit dem des 19. Jahrhunderts ist, und daß u.a. deshalb auch anders damit zu verfahren ist.
Wer sich als „Lehramt des Lehramtes“ begreift, das sind
a) die Majorität der deutschen Theologieprofessoren
b) die Majorität der Mainstream-Journalisten
c) die Majorität der kirchlichen Verbandsfunktionäre
d) sämtliche Sedisvakanisten, Pius X-Anhänger usw
Romanitá, Weltkirche, Geschichtsbewußtsein, Gelassenheit, Heiterkeit und Barmherzigkeit stehen
der VERBISSENHEIT und VERBOHRTHEIT,
dem SAUERTÖPFISCHEN und MORALISIERENDEN
sowohl der linksliberalen Meinungsführerschaft in Kirchenfragen (a-c) als auch ihrer erbittertsten Feinde, die sich aber zugleich als verbitterte Gegner Roms zeigen (d), entgegen.
Beide Antipoden Roms sind letztlich Protestanten.
Das Gegeifer der einen, wenn vermeintliche Frauen- oder Schwulenrechte verletzt werden, ist nicht besser als das Gegeifer der anderen, wenn einer sich versündigt oder verirrt.
Aber ebenso wie es keine Kirche ohne Wahrheit gibt, gibt es keine Kirche ohne Liebe. Ebenso wie es keine Kirche nur für die Gegenwart gibt, gibt es keine Kirche nur wie in der Vergangenheit.
Aber es gibt unerträgliche Anmaßung, maßlose Hybris.
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#16   wickerl   21:07:11 | Mittwoch, 26. Januar 2011
wirr und wahrscheinlich auch irr
ziemlich wirr, viele Andeutungen und fast keine Information, erinnert an das Buch „ Der Wahrheit die Ehre“…
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#15   Rudolfus   14:14:51 | Mittwoch, 26. Januar 2011
@Abu: Häresie und Liberalismus sind keine „Romanität“, sondern das, was du als „germanischen
Volkscharakter“ bezeichnest – du bist also genau im Irrtum, wahrscheinlich, weil du ein Kryptomodernistenprotestant bist.
Gehe mit offenen Augen durch die Welt: Dann wirst du sehen, daß das Heimatland des Kryptomodernismusprotestantismus Deutschland und Frankreich sind. Aus diesen Ländern stammende Häresien als „römische Gelassenheit“ zu bezeichnen, das ist deinem „Scharfsinn“ vorbehalten. Der echte katholische Glaube ist römisch – du hast etwas nicht verstanden. Oder sind die großen katholischen Päpste „deutsche Protestanten“, wie du verdreht genug unterstellst – der hl. Pius V., der sel. Pius IX., Leo XIII., der hl. Pius X., Benedikt XV., Pius XI., Pius XII. – nur, um einmal die Kette großer katholischer Päpste aufzuzählen – alles „deutsche Kryptoprotestanten“? Die Wahrheit sieht anders aus. Der erste echte Modernistenpapst Paul VI. war der Traumpapst der modernistischen Deutschen, Niederländer und Franzosen. Johannes Paul I. nicht. Der wurde auch aus dem Weg geräumt. Dann kam der Pole Johannes Paul II., ein treuer Nachfolger des Modernisten Paul VI. Und jetzt haben wir einen modernistischen Deutschen selbst als Papst, also aus einem der Heimatländer von Reformation und 19.-Jahrhundert-Modernismus – alles keine sehr römischen Päpste. Um römisch zu sein, muß man natürlich nicht als ziviler Bürger Roms geboren sein. Aber das echte katholische Rom wurde jahrhundertelang durch echte Italiener repräsentiert. Und an denen halten echte Katholiken fest: Das ist das katholische Rom…
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#14   Abu   13:47:38 | Mittwoch, 26. Januar 2011
Viele Tradis sind in Wahrheit Protestanten
Leo Miles, Rudolfus, Josef_G machen auf Superkatholen und sind tief im Innern drin Protestanten!
Leo Miles nimmt die Bibel wörtlich, und zwar alltagssprachlich wortwörtlich.
Rudolfus schätzt die Puritaner, Christus kenne die Seinen!
Josef_G tritt in die Fußstapfen Luthers: Der Papst als Antichrist!
Woher kommt’s?
1. Durch die Trennung von Rom. Das selbstverständlich Weltkirchliche, das auch eine gewisse Vielfalt kennt, das Geschichte atmet, fehlt.
2. Durch das Deutschtum: Die Romanitá, das Gelassene, Leichte und Lebensfrohe weicht der Buchstabentreue, der Enge, der Zwanghaftigkeit.
3. Durch das Beharren auf dem Rebellentum, der Absonderung, dem Nischendasein, der Konservierung, dem Besonderen, dem heiligen Rest.
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#13   Flambeau   13:35:14 | Mittwoch, 26. Januar 2011
So,so,
„Mittlerweile ist die Gruppe zu einer siebzehnköpfigen, kernkatholischen Meute herangewachsen.“
Nicht einfach nur katholisch, nein, KERNkatholisch!
Und der Begriff Meute, der erinnert mich zu sehr an bissige Hunde, obwohl, wenn’s drauf ankommt (siehe Kreuz.net), können wir katholische Christen ja auch bellen, aber fragt nicht nach Sonnenschein… ^-^
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#12   Johannes Damaszenus   13:25:39 | Mittwoch, 26. Januar 2011
@Rudolphus:
Das ist dünnes Eis. Erstens waren es vor allem die Päpste der Renaissance, nicht des Barock. Aber das sei geschenkt. Und ja: an Michelangelos Jüngstem Gericht wurden ein paar Stoffteile aufgemalt. Aber gehen Sie einfach in einige Barockkirchen, egal wo: Es ist viel Haut übrig geblieben. Allzu eifrig waren die Übermalungen nicht.
Ist alle Leiblichkeit Pornographie? Wo fängt das an? Ist eine Maria lactans Pornographie? Sind die Visionen des hl. Bernhard von Clairvaux, bei denen die stillende Muttergottes ihn mit ihrer Milch nährt, Pornographie? Gerade bei einem strengen Zisterzienserabt?
Neuerdings ist bei Steiner und Schnell ein opulentes Buch erschienen:
Gabriel Hammer: Bernhard von Clairvaux in der Buchmalerei. Man findet da u. a. eine erstaunliche Fülle an Maria lactans Darstellungen in klösterlicher Buchmalerei. Pornographie? Dann müssten viele Zisterzienser in der Hölle schmoren, denn die Maria lactans versus St. Bernrad ist ein ausgesprochen häufiges Bildthema in Zisterzienserkirchen.
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#11   Walther von Stolzing   13:15:42 | Mittwoch, 26. Januar 2011
@Gotthard
Sie meinen, er hat dem Apostel Paulus bei des ewig gültigen trid. Messe ministriert – und nicht in der gefakten Version von 1962.
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#10   White Woman   13:07:13 | Mittwoch, 26. Januar 2011
Gotthard
ah ja, na das hab ich mir allerdings schon gedacht. Ich habe ja schon einiges vom Ruhri gelesen. Ich wundere mich aber jedesmal über seine Postings.
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#9   Gotthard   12:59:29 | Mittwoch, 26. Januar 2011
@white woman
da kennst du aber den ruhrgebietler schlecht… der hat dem Apostel Paulus schon bei der Messe aller Zeiten in Korinth ministriert…
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#8   Rudolfus   12:56:17 | Mittwoch, 26. Januar 2011
@Johannes Damaszenus: Das ist immer ein Argument von modernistischen Katholiken, um Pornografie
zu rechtfertigen, wohl auch Grund des diabolischen Schweigens der Kirchenhierarchie über die völlige Pornografisierung der Filme und des Fernsehens, an dem die Kirchenhierarchie zumindest beim Staatsfernsehen beteiligt ist.
Die Lehre der Kirche ist dagegen, daß jede Sünde gegen die hl. Reinheit – in Gedanken, Worten, Werken – eine Todsünde ist und zur ewigen Verdammnis führt.
Filme, die Schauspieler zwingen, sich ausgezogen filmen zu lassen, oder sogar Sex zu simulieren, sind eine schwere Sünde und verdammen alle Beteiligten zur ewigen Hölle.
Das gilt auch für die malende Kunst.
Keine schwere Sünde – Pornografie – ist irgendwie zu rechtfertigen. Nacktmodelle sind in jeder Weise auszuschließen.
Auch die zeichnerische Darstellung darf nirgendwo Pornografie sein.
Barockpäpste, die hier ein schlechtes Beispiel gaben, sind keine Ausrede.
Barockpäpste waren auch Konkubinisten.
Nachfolgende Päpste ließen Kunstdarstellungen der Barockpäpste zurecht übermalen.
Vielleicht wird das antichristliche Beispiel der Barockpäpste bis heute in den katholischen Ländern nach. Diese sind weltweit am leichtesten zugänglich für die vollständige Pornografisierung der Gesellschaft, zur Propagierung des schrankenlosen Nudismus im Fernsehen, und des weiteren zur Sexsimulation im Fernsehen.
Auffällig ist das völlige „Umfallen“ der katholischen Völker und deren Kirchenhierarchen.
Die Protestanten sind bedeutend sittenstrenger, dies wirkt in den heutigen USA noch nach!
Christus kennt die Seinen überall!
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#7   White Woman   12:43:12 | Mittwoch, 26. Januar 2011
r.ruhrgebietler
mal eine Frage, die Tridentinische Messe wurde doch erst ab 1570 zelebriert. Wie können sie dann sagen das diese Messe die Messe ALLER Zeiten ist?
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#6   r.ruhrgebietler   12:36:59 | Mittwoch, 26. Januar 2011
ein Barockprälat
der ausschliesslich die Messe aller Zeiten zelebrierte?
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#5   Johannes Damaszenus   12:30:36 | Mittwoch, 26. Januar 2011
Abt Joachim
Ich kannte Abt Joachim durch 4-5 Begegnungen im Stift Geras. Ich hatte und habe immer eine hohe Meinung von ihm. Er war ein Barockprälat – und insofern ein bißchen aus der Zeit gefallen. Das erklärt vielleicht Manches. Und gerade das fand ich an ihm sympathisch.
Ja, es stimmt, es gab Aktmalkurse im Stift, das im Übrigen sehr viele Kurse anbot. Doch angesichts der vielen halbnackten Körper im Freskenschmuck jeder Barockkirche, so auch in Geras, kann man nun wirklich nicht sagen, daß Nacktheit in der Kunst per se unkatholisch wäre.
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#4   Met   12:26:51 | Mittwoch, 26. Januar 2011
Die Oberbefürworter dieses Abtes
sollten sich überlegen ob sie Gott im moralischen und gesetzlichen Sinne gerecht werden. Die Oberablehner dieses Abtes sollten sich überlegen ob sie Gott in der Bergpredigt die er menschgeworden hielt Gerecht werden.
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#3   Rudolfus   11:59:09 | Mittwoch, 26. Januar 2011
Vergelt’s Gott für die umfangreiche Darstellung der Persönlichkeit des ehemaligen Abtes, der also
ein toleranter Liberaler ist. „Seltsame Ministrantenarbeit eines später verurteilten Sexverbrechers an Kindern“: Die Kirchenhierarchie ist nicht grundlos eine Hierarchie, in der Einzelpersonen die vollen Kompetenzen und die volle Verantwortung haben, und diese Entscheidung nicht in Gremien auf unbestimme Zeit vertagen können. Das ist die Krankheit der durch die V2-Päpste iniziierten Veränderungen: Wo „alle“ oder „viele“ verantwortlich sind, ist letztlich „niemand“ verantwortlich. Einer hat die Verantwortung, und dieser Eine hat die Verantwortung wahrzunehmen. Das ist in einem Stift der Abt.
„Seltsame Arbeit mit Kindern“: Ein verurteilter österreichischer Exstiftspater im profil sagte aus, er wäre unschuldig, und würde nur verurteilt, weil unsere Gesellschaft keinen „neutralen Zugang zur Nacktheit und zum Leib“ habe. Das sind in der Tat Worte einer sehr liberalen Theologie, die wir bereits in den Anfang der 1970er völlig grundlos umgeschriebenen deutschen Schulreligionsbüchern lesen können. Jene wurden in dem mir vorliegenden 1970er-Religionsbuch (Ö) verurteilt, die nicht „edel“ vom Nudismus denken würden. Diese seit spätestens Anfang der 1970er unter der Kirche verbreitete gottwidrige Ideologie wird bis heute praktiziert: „Körperübungen“ stehen auf dem Programm. Auf diese „Körperübungen“ bezieht sich auch der verurteilte pädofile Exstiftspater. Der Pornostaatsfunk zeigte auch in seinem Religionsmagazin, daß Abt Angerer in seinem Stift Malkurse mit nackten Frauen iniziierte!
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#2   Mag. catholicus   11:42:35 | Mittwoch, 26. Januar 2011
Völker, hört die Signale!
Ganz neue Töne auf kreuz.net. Sehr interessant. Kommt demnächst noch ein Loblied auf Propst Fürnsinn?
Man darf gespannt sein!
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#1   On the Rocks   11:36:44 | Mittwoch, 26. Januar 2011
Und… WO????
bleibt O:O die Gerechtigkeit :)3 o^/
für keuz.net??? :)% :(3 O:) :-!
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