Am heutigen Samstag traf sich eine Delegation der Pfarrei Röschenz mit dem Bischof von Basel. Die Röschenzer wollten den Bischof überzeugen, die Entlassung ihres Pfarradministrators zurückzunehmen. Doch der Bischof blieb standfest.
(kreuz.net, Röschenz) Die heutige Begegnung zwischen Bischof Kurt Koch und einer Delegation der Pfarrei
St. Anna in Röschenz führte zu keinem Ergebnis. Die Vertreter der Pfarrei zeigten sich störrisch.
Die Unterredung fand im Bischöflichen Ordinariat in Solothurn statt. Sie dauerte gut zweieinhalb Stunden.
Solothurn ist der Sitz des Bischofs von Basel und liegt in der Nordschweiz.
Das Bistum Basel erklärte
in einer Stellungnahme, daß es während des Treffens nicht möglich gewesen sei, der Pfarrei den Kern
des Problems begreiflich zu machen.
Die Vertreter der Pfarrei Röschenz hätten nicht verstehen wollen,
daß katholische Seelsorger nur im Auftrag des Bischofs wirken können.
Der Konflikt zwischen der Pfarrei
Röschenz und dem Bistum Basel entzündete sich am Verhalten des dortigen Pfarradministrators Franz Sabo
(52).
Sabo profiliert sich seit längerem mit groben öffentlichen Beschimpfungen des Diözesanbischofs.
Der Bischof entzog dem Pfarradministrator per September die Missio canonica.
Doch die Pfarrei, die Sabo
als Pfarradministrator bezahlt, weigert sich, den Priester zu entlassen. Man wolle den Geistlichen behalten –
wenn nötig auch gegen den Willen des Bischofs.
Die Missio canonica ist die vom Diözesanbischof ausgesprochene
kirchliche Sendung. Ohne sie kann kein Priester in einer Diözese eine offizielle Funktion ausüben.
Zusätzlich benützten die kirchenfeindlichen Schweizer Medien die Auseinandersetzung, um eine Schlammschlacht
gegen Bischof Koch zu lancieren.
Beim heutigen Treffen mit Mons. Koch erhielten die Delegierten der Pfarrei
Röschenz die Gelegenheit, dem Bischof und den Vertretern der Bistumsleitung ihre Anliegen vorzutragen.
Die Röschenzer versuchten, die Hetztiraden von Pfarrer Sabo und seine kirchenfeindlichen Aussagen unter
den Tisch zu kehren. Man solle noch einmal bei Null anfangen.
Im Klartext: Bischof Koch möge klein beigeben
und seine Entscheidungen zurücknehmen.
Das lehnte der Bischof von Basel kategorisch ab.
Pfarradministrator
Sabo müßte die Versprechen seiner Priesterweihe öffentlich erneuern. Dann könnte die Grundlage für
eine Beauftragung wieder hergestellt werden.
Erst kürzlich hatte er vor den Medien erklärt, daß er
mit einem Freund und einer Freundin zusammenwohne und seine Sexualität auslebe.
Der Bischof – immerhin
ein ehemaliger Theologieprofessor – versuchte der Pfarrei die katholische Sicht der Dinge darzulegen.
Er stelle fest, daß in der zumeist öffentlich geführten Diskussion der letzten Wochen verschiedene
Ebenen und Themen miteinander vermischt worden seien.
Mons. Koch bemühte sich der Delegation zu erklären,
daß die kirchliche Sendung eine unabdingbare Voraussetzung für eine Tätigkeit in der Kirche ist: „Sie
begründet ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis zwischen Seelsorgenden und Bischof.“
Doch die Pfarrdelegation
blieb verstockt.
In der Zwischenzeit erholt sich Pfarradministrator Franz Sabo von seinen Tiraden.
Er
ist im Urlaub.
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3 Lesermeinungen
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Für Bischof Kurt Koch Beten wir für diesen Bischof, damit er standhaft und treu zu unserer Kirche stehen
kann. In der deutschsprachigen Schweiz ist er leider der Einzige, der solchen Mut bewiesen hat.
Röschenz zeigt uns mustergültig Nachteile und Widersprüchlichkeiten unseres landeskirchlichen Systems,
wenn der „aufmüpfige Pfarrer und „Gremienkatholiken“ sich vom römisch-katholischen Kirchenverständnis
derart weit entfernt haben!
Die Kirche hat schon schlimmeres überstanden! So wie die Röschenzer sich das vorstellen, geht’s nun
wirklich nicht. Sehen diese Leute eigentlich nicht ein, dass Bischof Koch sich an Rom halten muss und
nicht einfach von sich aus entscheiden kann. Ich rechne es ihm hoch an, dass er mit Sabo soviel Geduld
hat. Ich hätte diesen Bischofshasser schon lange dahin geschickt, wo der Pfeffer wächst. Auf solche
„Priester“ ist die RKK nicht angewiesen. Aber deswegen geht die Kirche noch lange nicht unter. Sie hat
schon schlimmeres überstanden als einen Sabo und Konsorten.