Kirchenverkauf
Hauptsache „niederschwellig“
Im Erzbistum Paderborn weiß man nicht mehr, wie eine Kirche aussieht. Doch immerhin fällt es inzwischen auch den Altliberalen auf, daß die vom Pastoralkonzil verordnete Gemeinschaftsideologie auf den Geist geht.
Das Erzbistum Paderborn sucht "Ideen für ein 'Kirchen-Update'"
Das Erzbistum Paderborn sucht „Ideen für ein ‘Kirchen-Update’“
(kreuz.net) Im konzilsverwirrten Erzbistum Paderborn rätselt man gerade über die Frage, wie eine katholische Kirche aussieht.

Das berichtete die erzdiözesane Webseite Anfang Dezember.

Im Jahr 2012 will man nämlich die 1966 eingeweihte Kirche des Jugendhauses im ehemaligen Kloster Hardehausen auf den neuesten Stand bringen.

Das Kloster befindet sich etwa fünfzehn Kilometer westlich der Kernstadt Warburg im Kreis Höxter.

Anfang Dezember wurde ein Symposium veranstaltet. Es sollte die Frage beantworten, wie ein Kirchenraum aussieht, „den Jugendliche ansprechend finden“.

Daran nahmen Theologen, Architekten, Mitarbeiter der Jugendpastoral sowie Studenten der Theologie, Religionspädagogik und Architektur teil.

Wer verordnet die jugendliche Lebenswirklichkeit?

Ein Symposiums-Teilnehmer war Hans Hobelsberger. Er ist Pastoraltheologe an der ‘Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen’ in Paderborn.

Hobelsberger meinte, daß „jugendliche Lebenswirklichkeit“ von den meisten Kirchenräumen zu wenig eingefangen würde.

Viele Kirchenräume seien in der Folge des Zweiten Vatikanums vom „Communio-Modell“ geprägt.

Junge Menschen würden Gemeinschaft jedoch „anders“ erfahren.

Für sie stünden punktuelle Gemeinschaftsbildungen im Vordergrund, die von ihnen „sehr intensiv“ erfahren würden.

Ein für junge Menschen ansprechender Raum müsse demnach „unterschiedliche Positionen im Raum“ ermöglichen und für die Bedürfnisse verschiedener Gruppen umgruppierbar sein.

Unerläßlich sei eine Ausstattung mit Licht und Technik wie etwa eine Videowand.

Der Kirchenraum dürfe keine „Gemeinschaftsideologie“ verordnen, sondern müsse selbst gewählte Nähe und Distanz ermöglichen.

Für alle und für keinen

Dann trat Emanuela Freiin von Branca auf den Plan. Sie ist Diözesanbaumeisterin im Erzbistum Paderborn.

Die Freiin kam zur Erkenntnis, daß das von Hobelsberger eingebrachte Bild der „Annäherung an den Kirchenraum“ äußerst bedenkenswert sei.

Überlegungen zur Umgestaltung der Kirche müßten demnach schon bei der Frage beginnen, wie der Eingangsbereich der Kirche gestaltet werde.

Jetzt schlug die Stunde von Johannes Schilling, Dozent für Architektur an der Fachhochschule Münster.

Er problematisierte die Tatsache, daß es verschiedene Vorstellungen davon gebe, was die Sakralität eines Raumes ausmache.

Bei der Umgestaltung der Kirche solle darauf geachtet werden, daß die Architektur die „Gegebenheiten vor Ort“ – und nicht etwa die Vorgaben der Liturgie – berücksichtige.

Der Diözesanjugendpfarrer und Rektor des Jugendhauses, Hw. Stephan Schröder, gab zu bedenken, daß „christlich sozialisierte, konfessionslose, nicht gläubige und auch muslimische Jugendliche“ nach Hardehausen kommen.

Entsprechen müßten sich die Jugendlichen „niederschwellig“ der Kirche annähern können.

Das Wort „niederschwellig“ bezeichnet in der Pastoral einen unverbindlichen, lauen, grauen und inhaltsleeren Ansatz, der gewöhnlich weder religiös interessierte noch religiös desinteressierte Menschen anspricht.

Als nächster Schritt soll ein mehrtägiger Workshop folgen, bei dem konkrete Ideen für die Gestaltung der Kirche entwickelt werden.
      
45 Lesermeinungen
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#45   Lisibald Poier †   18:31:33 | Dienstag, 1. Februar 2011
Als Erster.
Adam wurde angeblich über 1000 Jahre alt und Methusalem wurde 969 Jahre. Das Alter der Menschen nahm immer mehr ab, bis zum Mittelalter, oder? Ging es danach nicht wieder bergauf, oder ist es nur für unsere Zeit so, daß wir gerade mal 10% unseres Potentials nutzen können, als Menschen? Nicht nur des Gehirns, was manchmal fälschlicherweise vermutet wird, sondern des gesammten Ballastes überhaupt.
Jesus war der Erste, aber er war noch kein Mensch, aber für ihn wurde alles erschaffen. Alle Menschen wurden für Gott zu Menschen. Als Abbild, obwohl er noch nicht in der Welt erschienen war!
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#44   monens   13:08:07 | Dienstag, 1. Februar 2011
Der Mensch feiert sich selbst !
Ebenso wie der „Volksaltar“ ist auch die sog. „stehende Handkommunion“ ein Produkt des unverhohlenen Ungehorsams nach dem Vaticanum II., welches wiederum selbst durch vage Formulierungen einiger Dekrete den modernistischen Eigeninterpreationen die Türe geöffnet hat; nicht eine Silbe aber steht in den Dekreten von einer hl. Liturgie „versus populum“ an einem „Mahltisch“ und ebenso keine bezüglich der „stehenden Handkommunion“; beides sind modernistisch aufgezwungene „Neuerungen“; nach dem Vaticanum II. wollten gewisse Kreise weismachen, in der hl. Messe würde sich alles um den „Menschendienst“ drehen; das Hofieren des unverbindlichen „Mahlhaltens“ gehört mit dazu; doch niemals ist die hl. Messe ein banales „Mahl“, auch nicht ein Opfer und Mahl, sondern ALLEINE ein OPFER
www.razyboard.com/…07690-6027212-0.html
Im Folge des aufgezwungenen „Menschendienstes“ wurden denn auch die Kirche leergeräumt und verunstaltet; heute gleichen röm. katholische Kirche oft mehr protestantischen Gebetshäusern denn einem Haus mit der GEGENWART der Wahrheit Jesus Christus; ein „Wettbewerb“ im Verschandeln von Kircheninnern hat begonnen, so strahlt oft das seelische Glaubenstorso auch nach aussen seine Trostlosigkeit
www.razyboard.com/…07667-6026415-0.html
Alleine die Wiederanknüpfung an die hl. Tradition wird die Kirche gesunden lassen
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#43   Lisibald Poier †   11:10:09 | Dienstag, 1. Februar 2011
@Domenico Tuttisanti
Das Himmelreich ist da, während es kommt.
Null Bewegung, denn es heisst, ein Schritt auf Gott zu, tausend Schritte Gottes zu einem selber.
Gruss
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#42   Domenico Tuttisanti   11:07:27 | Dienstag, 1. Februar 2011
Lisibald
Ihre Ausführungen sind mir etwas zu assoziativ. Hier ein bißchen antike Philosophie, da ein bißchen Goethe und zum Schluß eine Prise Esoterik …
Es war dennoch nett, mit Ihnen geplaudert zu haben! :-)
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#41   Lorenz   11:05:34 | Dienstag, 1. Februar 2011
Ist Gott „überall“?
Davon ist auszugehen, aber die Intensität seiner Gegenwart schwankt und dürfte auf einem Altar höher sein, als auf einem Bierfest.
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#40   Lisibald Poier †   11:00:49 | Dienstag, 1. Februar 2011
Lieber Domenico Tuttisanti
> auf den hin man sich zubewegen kann.
Bewegung findet nicht statt. Niemand hat von Bewegung gesprochen. Unbeweglich, eingefaltet… diese Worte hören wir im Faust (Doch eingefaltet sitzt die Unbewegliche;) – Die Frage nach dem unbewegten Beweger (Aristoteles) und ich bin ein Freund der Mehrweglogik, nicht mehr der dualen Logismen. Dh. „der Weg ist das Ziel“ ist ein Scherz. Das Ziel ist der Vater.
> Auch wenn Gott der Gott aller Zeiten ist, inszeniert die Liturgie ein vorher-nachher.
Wg. der Agappe. Das ist ein Pendant zu Plato; platonischer Austausch. ;-)
> In seiner Privatkapelle, in der er täglich die Frühmesse feiert, gibt es daher keinen Volksaltar.
Gibt es in in kaum einer Privatkapelle. Der hl. Pater Pio musste die Messe oft alleine feiern, aber … er feierte sie auch zum Volk.
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#39   Domenico Tuttisanti   10:40:52 | Dienstag, 1. Februar 2011
Lisibald
Sie drücken vieles aus, was theologisch richtig ist, bleiben aber die Reflexion darüber schuldig, inwieweit die in Frage stehenden Formen (Zelebration versus populum o d e r versus apsidem) ein Mehr oder Weniger an liturgischer Sinnfälligkeit repräsentieren. Denn darauf kommt es an! Auch wenn Gott überall ist, lebt die Liturgie davon, daß sie ihm (freilich symbolisch) einen „Ort“ gibt, auf den hin man sich zubewegen kann. Auch wenn Gott der Gott aller Zeiten ist, inszeniert die Liturgie ein vorher-nachher. usw.
Der Papst hat in vielen seiner Schriften klar zum Ausdruck gebracht, dass er die Entwicklung zum Volksaltar liturgisch für eine Fehlentwicklung hält. In seiner Privatkapelle, in der er täglich die Frühmesse feiert, gibt es daher keinen Volksaltar. Leider besitzt der Papst nicht die Kraft und Durchsetzungsfreude, seinen theologischen Einsichten – gegen die vorherrschenden postkonzliaren Strömungen in der Kirche – Taten folgen zu lassen. Er setzt auf eine langsame (dafür aber gründlichere) Besinnung darauf, was Liturgie im Leben der Kirche eigentlich ist.
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#38   Lisibald Poier †   10:18:18 | Dienstag, 1. Februar 2011
@Domenico Tuttisanti
die falsche Saturiertheit der Mahlversammlung.
Die Gemeinschaft ist der Einzelne IN Christus, nicht der Priester. Durch die Wandlung, die hl. Kommunion wird Jesus selbst zur Mitte, wird gegenwärtig in Fleisch und Blut. Diese werden aufgenommen, so wie Gott eine Wohnung geschenkt ist, indem wir ihn darin empfangen, in Verherrlichung der Passion, des Leides und Sterbens Jesu. Jedoch ist es auch so, daß die Mahlversammlung am dritten Tag nach dem Sterben Jesu, seine Auferstehung zelebriert. Diese ist noch nicht geschehen; liegt dem Glauben gemäß vor uns. Allerdings ist das Reich Gottes schon gekommen, in unserer Mitte.
Es geht also primär darum, Treue zu erweisen. Durch – sowohl als auch – erkennen wir, dass beides richtig ist, wie durch ein salomonisches Urteil gerecht, ein weises Urteil, welches den Sinneskräften nicht genügt. Allenfalls geht es darum, die Treue zum Papstamt zu verdeutlichen, denn die Welt wurde auch nicht an einem Tag gebildet. Sieben Tage, wobei Jesus am Fünften starb und am Siebenten, also ersten Tag der Woche von den Toten auferstanden ist. Als Erster.
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#37   Goldengel   09:33:07 | Dienstag, 1. Februar 2011
GoethesGeliebte
War und ist es nicht vielmehr so, daß sich der moderne Mensch immer mehr von Kirche abwendet, da von dort keine ihm gemässen Antworten auf seine Fragen kommen und er sich vermehrt die Frage stellt, warum es dieser Kirche überhaupt bedarf, denn Jesus braucht keine Vermittler.
Jesus braucht sehr wohl Vermittler – seine Apostel waren seine Vermittler nach seinem Tod.
Die Geistlichen der RKK sind somit ebenfalls die Vermittler des Glaubens.
Jene Leute, welche sich an den Antworten stoßen, stoßen sich wohl eher an der katholischen Morallehre – denen passen einfach die Antworten nicht, weil diese sich nicht nach der christlichen Lehre in deren Leben halten. Denn Scheidungen, Konkubinat, Abtreibung ist natürlich nicht jene Lebensform, welche uns durch Jesus vermittelt wurde.
Wer sich also an seinen Vermittlern stößt, der stößt sich auch an Christus – denn die Geistlichen sind nun mal die Vermittler der Lehre, die von Christus ausging !
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#36   Domenico Tuttisanti   08:59:30 | Dienstag, 1. Februar 2011
Lisibald
Das Heiligtum, also der Heilige Gott ist mitten unter uns und nicht vor uns oder seitlich, noch hinter uns beim Ausgang
Das stimmt in der Theorie, aber noch lange nicht in der (liturgischen) Praxis. Diese trägt der menschlichen Intentionalität Rechnung und der Tatsache, daß die Kirche als wanderndes Gottesvolk (Priester und Gläubige) noch unterwegs ist, d.h. ein Ziel vor sich hat! Dieser Tatsache wird die Zelebration in gemeinsamer Ausrichtung von Priester und Volk gerecht, nicht aber die falsche Saturiertheit der Mahlversammlung.
Kardinal Ratzinger hat deshalb beim Volksaltar von der „Problematik einer Lösung“ gesprochen, „in der die Öffnung der Liturgie nach vorn und nach oben kaum in Erscheinung tritt“ (in seinem Vorw. zu: Lang, Uwe M.: Conversi ad Dominum. 3.Aufl. Freib. 2005, S. 10).
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#35   Mister 11   03:02:20 | Dienstag, 1. Februar 2011
Den Altgläubigen gehört die Zukunft; sie sollte man nach der Ausgestaltung
von Kirchen fragen, die die Zeiten überdauern! :)3
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#34   Reconquista †   21:05:43 | Montag, 31. Januar 2011
DAS FÄLLT DEN KONZILSSEKTLERN NICHT SCHWER:
„Um die Welt ohne Mysterium zu sehen, muß man sie nur mit den Augen eines Schweins betrachten“
Nicolas Gomez-Davila
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#33   Paul M.   20:29:31 | Montag, 31. Januar 2011
Niederschwellig?
Da hat das Kotzmännchen wieder viel zu tun! :-!
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#32   Nerd †   19:28:59 | Montag, 31. Januar 2011
Da rief das ganze Volk:
Sein Blut komme über uns und unsere Kinder!
Mt 27,25
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#31   Lisibald Poier †   19:27:13 | Montag, 31. Januar 2011
Der hl. Krahl
… wir suchen, wir wollen das Blut Christi und jeder wie er kann.
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#30   Nerd †   19:20:57 | Montag, 31. Januar 2011
So denn Jesus die ganze Gotteserkenntnis
beinhaltet, frage ich mich, wieso die Gläubigen nur die halbe Wahrheit erfahren? Also, den halben Baum des Lebens, leute
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#29   Lisibald Poier †   19:07:45 | Montag, 31. Januar 2011
@Domenico Tuttisanti
Danke, ich habe den Text gelesen. Was ich jedoch meinte:
„… ich bin Gott, nicht ein Mensch, / der Heilige in deiner Mitte.“ [Hos 11,9 www.uibk.ac.at/…aum/bibel/hos11.html]
Folgendessen erklärt sich der Dienst im Altar, welcher zum Volk hin erscheint und verdeutlicht wird. Die Haltung von der Innerlichkeit des Priesters zum „minderen“ Heiligtum, verdeutlicht die Wandlung heiligmäßig, so diese zum Volk hin zelebriert wird. Selbiges geht in selbigem Terminus aus dem erwähnten Schreiben hervor. Das Heiligtum, also der Heilige Gott ist mitten unter uns und nicht vor uns oder seitlich, noch hinter uns beim Ausgang. Auch ist er nicht „über“ uns, oder unter uns, sondern uns in allem gleich; außer der Sünde. Dieses Zeugnis des Glaubens ist notwendig, um das Opfer „in Christus“ empfangen zu können. In ihm (beichte) und mit ihm (wort des engels) – daraus folgt die Gnade, durch die Barmherzigkeit Gottes, indem er sich als „der Heilige in unserer Mitte“ (KEIN MENSCH!!!) vergegenwärtigt. Das ist Kommunion, die kommt, während sie da ist. Das Himmelreich, das kommt, während es da ist. Wir empfangen das Heiligste, was die Welt besitzt, das Kostbarste wird aber vorenthalten; das Blut Christi! Es ist deshalb auch wichtig, wg. der Entschlafenen in Christus. Man kann die hl. Kommunion (Brot und Wein) auch aufopfern. Das ist ein Teil christlich gelebter Nächstenliebe, wie sie Therese Neumann in hohem Maß zelebriert hat, indem sie Leiden annahm, damit Seelen zur ewigen Anschauung Gottes zugelassen werden, die noch zu leiden hätten.
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#28   Vogel   19:00:26 | Montag, 31. Januar 2011
Anbieten – Supermarkt
Die Kirche ist kein Supermarkt, aber der Papst sagt selbst, daß die Bischöfe unbedingt über die Katechese nachdenken müssen, da muß unbedingt etwas passieren!!!!
Es muß ernsthaft darüber nachgedacht werden, warum nichts hängenbleibt, obwohl Schüler jahrelang Religionsunterricht haben…
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#27   Febron †   18:35:04 | Montag, 31. Januar 2011
Ja: die Jugendlichen stürmen sogar unsere geleerten
Kirchen, wenn überall wieder die lateinische Sprache eingeführt, der Priester zum Altar hin zelebriert, die Ohrenbeichte statt die Busse wieder pflichtig gemacht und vor allem die Anweisung des hochseligen Paters Hardy Schilgen SJ in Bezug Geschlechtlichkeit den jungen Leuten bekannt gemacht wird!
Wahrscheinlich sind ob dessen auch in Schierling-Zaitzkofen die Bänke voller Jugendlicher. Sicher war einer der Foristen schon odrt und kann das bestätigen.
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#26   Siegfried   18:09:59 | Montag, 31. Januar 2011
der Bau für die Jugend hat zu dienen!
Als Mann der 65 Jahre alt ist, habe ich die Erinnerung an meine Kinder- und Jugendzeit. Die Kirchen und Kapellen strahlten Heiligkeit aus.
Mein Gefühl war, ich wütrde die Pforten des Hmmel betreten, wenn ich eine katholische Kirche oder auch Kapelle betreten konnte.
Seit nun 40 Jahren wirde den jüngeren Menschen dieses Gefühl gestohlen, durch die Entehrung der Kirchen.
Hat der Priester das Stufengebet beendet und die 3 Stufen den Altar hinauf gegangen, empfand ich diese erhabene Handlung, wie das Hintreten vor den göttlichen Tron. Mit Beginn der Liturgischen Handlung entfaltete sich für mich die ganze Heiligkeit unseres Glaubens und unserer Kirche vor meinen Augen.
Meine protrestantischen Schlufreunde taten mir leid, da sie von diesem göttlichen Geschenk nichts annehmen konnten und durften. Noch heute danke ich Gott, daß ich das Geschenk hatte und eine Heilige Katholische Kirche erleben durfte.
Die Modernisten sind dem Kirchengesetz entsprechend verboten und exkommuniziert. Durch das bischöfliche Fehlverhalten und deren Unglauben, wird der Jugend und bereits den Kindern jedes Gefühl für Heiligkeit geraubt. Der Unglaube wird, dann den Eltern ungejubelt. Der Unglaube und Ungehorsam der Bischöfe ist das innerkirchliche Grundübel. Mit der gleichen Hartnäckigkeit wie M. Luther zerstören sie, was durch Luther noch am Leben gelassen wurde.
Der deutsche Episkopat muß wissen, vor Gott müssen sie für die Glaubenszerstörung die Verantwortung tragen. Für euch kann nur gebetet werden! o^…
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#25   GoethesGeliebte   16:57:29 | Montag, 31. Januar 2011
Domenico
Auch hierin bewahrheitet sich, was ich schon schrieb: in dem Maße, wie die Kirche sich dem Volke zuwandte, wandte dieses sich ab!
War und ist es nicht vielmehr so, daß sich der moderne Mensch immer mehr von Kirche abwendet, da von dort keine ihm gemässen Antworten auf seine Fragen kommen und er sich vermehrt die Frage stellt, warum es dieser Kirche überhaupt bedarf, denn Jesus braucht keine Vermittler.
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#24   monens   16:39:28 | Montag, 31. Januar 2011
Gemäss „Vorbild“ ?
Soll die geplante „Umgestaltung“ etwa das folgende „Kunstwerk“ als Vorbild nehmen ?
www.piusbruderschaft.de/…otesk-bild-der-woche
weiteres Bildmaterial dazu und anderen „Umgestaltungen“ hier
www.razyboard.com/…07667-6026415-0.html
immer dieselben völlig unhaltbaren „Argumente“ werden dann hervorgekramt, wenn es um die Verunstaltung von geweihten röm. kath. Kirchen geht; so wie im obigen Bild gezeigt, so sieht weitverbreitet die „neue Theologie“ aus; ein „durchlöchertes Drahtgestell“; dass dann diese Trostlosigkeit auch am Innern der Kirche erkennbar sein müsse, versteht sich „modernistisch“ von selbst; hier einige weitere Versuche der Verunstaltungen als Entsprechung von „Bedürfnissen“ irgendwelcher Gruppierungen; warum denn überhaupt noch ein Kirchenbau; der Raubbau an der sakralen Identität der Kirche lässt sich heute auch ohne Weiteres „im Freien“ präsentieren; „lockere Unterhaltung“ für jedermann / jedefrau bei „Bier und Zigaretten“; eine „Westernmesse“ gefällig ?
www.razyboard.com/…07921-5933219-0.html
oder wie wäre es in einer Kirche mit einem „ungezwungenen“ Beisammensein im freigeistlich gesinnten „brüderlichen“ Rahmen bei einer sog. „Liturgie“ mit „Picknickfeeling“ ? Alles schon dagewesen wie hier
www.razyboard.com/…08950-6029352-0.html
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#23   Domenico Tuttisanti   16:33:25 | Montag, 31. Januar 2011
Lisibald
Hierbei ist aber Jesus der Hohepriester
So ist es! Und deswegen verweist auch die Eucharistie auf Golgotha und den Dienst im Jerusalemer Tempel, den der einzige Hohepriester Jesus Christus, durch sein eigenes endgültiges Opfer abgelöst hat.
Die neueren Liturgiker hatten jedoch ausschliesslich die jüdische Passahliturgie vor Augen, als sie die Hl.Messe als Mahlfeier organisierten. Zu diesem falschen Archäologismus führte der heutige Papst aus:
„Denn der Herr hat das Neue des christlichen Kultes zwar im Rahmen eines jüdischen (Pascha-)Mahles gestiftet, aber nur dies Neue und nicht das Mahl als solches zur Wiederholung aufgetragen. Das Neue hat sich daher sehr bald aus dem alten Kontext gelöst und seine ihm gemäße, eigene Gestalt gefunden, die zunächst schon dadurch vorgegeben war, daß Eucharistie auf das Kreuz zurückverweist und damit auf die Umwandlung des Tempelopfers in den logosgemäßen Gottesdienst.“
(Quelle …hallonachbar.gasteiger.at/…BRATIONSRICHTUNG.pdf)
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#22   Lisibald Poier †   16:21:50 | Montag, 31. Januar 2011
@Domenico Tuttisanti
Die gesamte Liturgieentwicklung nach dem II. Vatikanum spiegelt eine theologische Wende wieder, durch die der Mensch in den Mittelpunkt gerückt wurde und Gott darüber mehr und mehr aus dem Blickfeld geriet.
Ein ähnliches Phänomen erkennen wir in der Marienverehrung. Die Grenzen verschwimmen und von der Botschaft des Evangeliums höre ich bspw. aus Medjugorje wenig. In Fatima erschienen über dem Altar die Worte – Gnade und Erbarmen – und auch dieser Denkansatz, eröffnet die Tragweite der Umwandlung seit dieser Zeit. Nicht umsonst wurde Fatima anerkannt. Es gibt ua. den Kurs vor, so wie auch auf das Braune Skapulier hingewiesen wurde, wovon der hl. Stuhl viel zu wenig in Umlauf bringt. Es kümmert ihn einfach nicht. Leider und stattdessen gibt es – Wunderbare Medaillien – bis zum Abwinken. Aber auch Benediktus Medaillien.
Im eucharistischen Gebet vereint sich der Priester mit Christus, der vor Gott, seinen Vater, tritt und ihm sich selbst darbringt.
Schön formuliert! Es geht um die Eigenschaft des Hohepriesters, der wie bei den Juden das Opfer vollzieht. Hierbei ist aber Jesus der Hohepriester, welcher sich selber opfert, also tut dies auch der Priester im Andenken. Zwar unblutig, aber dafür voll und ganz. Dh. das Opfer erfolgt für die Gemeinde, damit auch sie im Herrn seien.
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#21   Mag. catholicus   16:14:52 | Montag, 31. Januar 2011
Gottseidank ist bald Schluß mit lustig und die Konzilskirche kann einpacken!
Stell Dir vor es ist N :-! M und keiner geht hin! :-D
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#20   Domenico Tuttisanti   16:10:47 | Montag, 31. Januar 2011
Lisibald
Die gesamte Liturgieentwicklung nach dem II. Vatikanum spiegelt eine theologische Wende wieder, durch die der Mensch in den Mittelpunkt gerückt wurde und Gott darüber mehr und mehr aus dem Blickfeld geriet.
Mit „Gottesdienst“ ist tatsächlich nicht zuerst der Dienst Gottes am Menschen gemeint, sondern ganz das Umgekehrte! Im eucharistischen Gebet vereint sich der Priester mit Christus, der vor Gott, seinen Vater, tritt und ihm sich selbst darbringt.
Hebr. 10, 5-7:
Darum sagte Christus, als er in die Welt kam, zu Gott: »Opfer und Gaben hast du nicht verlangt; aber du hast mir einen Leib gegeben. Über Brandopfer und Sühneopfer freust du dich nicht. Da habe ich gesagt: ‘Hier bin ich, Gott! Ich will tun, was du von mir verlangst, wie es in den Heiligen Schriften über mich vorausgesagt ist!‘«
Das Opfer, das Christus bringt, ist er selbst und sein Sohgnesgehorsam! Der menschliche Priester ist dazu berufen, dieses Opfer am Altar wieder gegenwärtig und wirkmächtig zu machen – vor dem Antlitz Gottes!
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#19   Lisibald Poier †   15:59:05 | Montag, 31. Januar 2011
@Domenico Tuttisanti
Es spielt keine Rolle, ob ein Volksaltar verwendet wird und das ev. ein Klapptisch wäre. Es geht in erster Linie um Menschen, nicht um Steine, die verbohrt erscheinen. (Im Jetzt bleiben)
Ich glaube kaum, dass die Rückkehr zu einer nahezu 1900jährigen Tradition, nämlich beim Beten eine gemeinsame Gebetsrichtung einzunehmen, etwas mit einer Don-Quijoterie zu tun hätte.
Eigentlich zählt aus mystischer Sicht nur eines. Sich mit dem Priester in dessen Worte zu vertiefen und anzubeten. Von wo aus man das macht, ist gleich. Das kann auch vom hintersten Platz der Kirche aus geschehen. Es geht schließlich um die Würde des Allerheiligsten. Wenn ein Priester die Worte runterratscht, hat er mit mir ein Problem. Wenn ich ihm nicht folgen kann, in der Anbetung und das geschieht durch den Geist der Wandlung. Solche Priester haben am Tisch des Herrn nichts mehr verloren. Es gibt eine Zuwendung zum Volk, also hat der Priester diese auch zu erfüllen, wie ich Dir veranschaulicht habe.
Gott ist der Heilige in unserer Mitte; kein Mensch (aber in unserer Mitte).
Wenn der Priester sich nicht zur Mitte wendet, dann betet er ergo nicht Gott an. Also wäre diese Sichtweise keinen Anstoß wert.
Das vis-à-vis beim Beten stellt eine psychologische Barriere dar, denn beim Beten suche ich das Antlitz Gottes!
Auch das Öffnen der Hände beim Vater unser, was ich für wichtig halte. Bei einem Ave Maria – gekreuzte Hände.
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#18   Domenico Tuttisanti   15:48:53 | Montag, 31. Januar 2011
Lisibald
Don Quichotte Weg
Ich glaube kaum, dass die Rückkehr zu einer nahezu 1900jährigen Tradition, nämlich beim Beten eine gemeinsame Gebetsrichtung einzunehmen, etwas mit einer Don-Quijoterie zu tun hätte. Die Kirche würde lediglich zu der Praxis zurückfinden, die sie nahezu zwei Jahrtausende geübt hat und die auch in den orthodoxen und protstantischen Gemeinschaften üblich ist und ebenso in der Moschee und in der Synagoge. Das vis-à-vis beim Beten stellt eine psychologische Barriere dar, denn beim Beten suche ich das Antlitz Gottes!
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#17   Lisibald Poier †   15:42:46 | Montag, 31. Januar 2011
@Domenico Tuttisanti
Ist aber ein Don Quichotte Weg. Kampf gegen Stein. Allerdings ein guter Hinweis, danke.
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#16   Domenico Tuttisanti   15:39:43 | Montag, 31. Januar 2011
Lisibald
Dann müssten die Altäre aus den Kirchen wieder hinaus, weil dann eigentlich der Tabernakel ausreicht.
Wenn Sie die Volksaltäre meinen, dann gebe ich Ihnen Recht! Das betone ich ja schon seit Jahren!
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#15   Guiseppe   15:35:30 | Montag, 31. Januar 2011
kreuz.net modernistisch?
„… daß die vom Pastoralkonzil verordnete Gemeinschaftsideologie“
Seit wann übernimmt kreuz.net Positionen von Modernisten ein?
Wo verordnete das Pastoralkonzil eine Gemeinschaftsideologie (wie wir sie heute leider fast überall in Deutschland haben)? Bitte Belege?
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#14   Goldengel   15:34:42 | Montag, 31. Januar 2011
GoethesGeliebte
ch denke eher, das Angebot passt nicht zur Nachfrage, weniger im Sinne von Weltlichkeit, mehr im Sinne von der Angenommenheit des Einzelnen.
Die RKK ist kein Supermarkt !
Die RKK muss gar nichts anbieten, außer ihre Lehre und natürlich die Erlösung durch Jesus Christus.
Die RKK nimmt jeden einzelnen an – doch die Sünder nehmen die RKK nicht mehr an.
Stattdessen erleben die Menschen eine Kirche, die vorrangig an Machterhaltung und gesellschaftlicher Restauration interessiert ist.
Die RKK will doch keine Macht heute.
Die RKK hat viele Sozialprojekte und ist ein Geber, kein Nehmer. Doch der Sünde wird die RKK das Handerl nicht halten – damit können Sie nicht rechnen.
Die „gesellschaftliche Restauration“ in den moralischen Verfall und Ausbeutung der Frau als Pillenhure und somit zur sexuellen Verfügbarkeit für jeden Kerl, haben schon andere übernommen.
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#13   Jubärens   15:34:18 | Montag, 31. Januar 2011
Diese Jugendkirchenideologen führen sich und die Kirche ad absurdum
Hans Hobelsberger, der bundesweite Chefideologe für Jugendkirchen, meinte, daß „jugendliche Lebenswirklichkeit“ punktuelle Gemeinschaftsbildungen bevorzugen, die von ihnen „sehr intensiv“ erfahren würden.
Ein für junge Menschen ansprechender Raum müsse demnach „unterschiedliche Positionen im Raum“ ermöglichen und für die Bedürfnisse verschiedener Gruppen umgruppierbar sein.
Unerläßlich sei eine Ausstattung mit Licht und Technik wie etwa eine Videowand.
Mit andern Worten: die moderne Jugendkirche muss ein Workshop-Raum sein mit variablen Raumpositionen und vielseitiger Kommunikationstechnik.
Der Diözesanjugendpfarrer und Rektor des Jugendhauses, Hw. Stephan Schröder, gab aber zu bedenken, daß „christlich sozialisierte, konfessionslose, nicht gläubige und auch muslimische Jugendliche“ nach Hardehausen kommen.“
Deshalb muss jede der differenzierten Raumposititonen noch einmal nach den verschiedenen Jugendmilieus differenziert werden:
Also eine Meditationsecke muss für die christlich sozialisierten Jugendlichen völlig anders gestaltet werden als für die Konfessionslosen, wieder anders für die Nicht-Gläubigen und die Muslime brauchen natürlich arabische Wandzeichen für eine angemessene Sufismus-Versenkung.
Diese Jugendmilieu-Differenzierung gilt natürlich für alle differenzierten Raumpositionen – eine nicht-beneidenswerte Aufgabe für eine Jugendkirchen-Innenarchitektin sowie sakralen Workshop-Raumausstatter. :-]
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#12   Lisibald Poier †   15:34:10 | Montag, 31. Januar 2011
@Domenico Tuttisanti
in dem Maße, wie die Kirche sich dem Volke zuwandte, wandte dieses sich ab!
Dann müssten die Altäre aus den Kirchen wieder hinaus, weil dann eigentlich der Tabernakel ausreicht.
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#11   Domenico Tuttisanti   15:31:52 | Montag, 31. Januar 2011
Stern
Seit dem Buchdruck erhöht sich der Zugang zur Information!
Gleichzeitig konnte durch die Maschinen/ Industrialisierung endlich große Bevölkerungsteile weitreichende Bildung erwerben.
Der Buchdruck existierte in den 50er und 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts schon seit mehreren hundert Jahren und dennoch waren die Kirchen voll, wie die unten von mir verlinkte Graphik/Statistik belegt! Ich habe auch nicht den Eindruck, dass die Bildung seitdem zunimmt. Viel mehr spricht dafür, dass sie seitdem kontinuierlich abnimmt. (Bildung darf man übrigens keineswegs mit Information verwechseln. Das ist ein heute weit verbreiteter Irrtum!)
GoethesGeliebte hat völlig Recht, dass die meisten Menschen erkannt haben, dass die Kirche nicht die moralische Instanz darstellt die sie vorgibt.
Hier liegt der Irrtum schon in der Präsupposition, daß die Hauptaufgabe der Kirche sei, als „moralische Instanz“ zu fungieren oder „Vorbild zu sein“ – wie GoethesG. schreibt.
Interessant bleibt dennoch, daß die Kirche in dem Maße aufgehört hat „moralische Instanz“ und „Vorbild“ zu sein, wie sie ihre Hauptaufgabe – fälschlicherweise! – darin gesehen und gesucht hat, moralische Instanz und Vorbils sein zu wollen!
Auch hierin bewahrheitet sich, was ich schon schrieb: in dem Maße, wie die Kirche sich dem Volke zuwandte, wandte dieses sich ab!
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#10   GoethesGeliebte   15:27:34 | Montag, 31. Januar 2011
Domenico
Nein, die Menschen suchen in der Kirche etwas, das sie „in der Welt“ nicht finden können.
D’accord, aber ob das mit dem Erklärungsmodell „zu grosser Weltlichkeit“ verstanden werden kann, wag ich zu bezweifeln.
Ich denke eher, das Angebot passt nicht zur Nachfrage, weniger im Sinne von Weltlichkeit, mehr im Sinne von der Angenommenheit des Einzelnen. Stattdessen erleben die Menschen eine Kirche, die vorrangig an Machterhaltung und gesellschaftlicher Restauration interessiert ist.
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#9   Goldengel   15:23:20 | Montag, 31. Januar 2011
GoethesGeliebte
Kirche insgesamt wird von vielen nicht mehr als Vorbild und moralische Instanz akzeptiert.
WARUM sollten auch Patchworkleute, Ehebrecher, Konkubinatshurer u.a. sich der Moral der RKK anschließen, wenn diese doch das ganze Gegenteil machen?
Was die Aufklärung nicht schaffte, schafft die Kirche selber durch offenkundige Heuchelei, Vertuschung und Lüge.
Wer heuchelt, wer lügt?
Einzelne Priester, welche der Welt dienen, statt der RKK die lügen, nicht die ganze RKK oder gar ihre Lehre!
Aufklärung?
Es gibt keine Aufklärung oder ist vielleicht der Wegfall der Moral mit Aufklärung gleichzusetzen? Die Scheidungskultur, die sexuelle Verrohung der Gesellschaft und viele andere Sünden.
In diesen Sünden lügt sich das Volk selbst zu Grunde und wird am Ende das ernten, was es gesät hat: ein Leben ohne Sinn, ein Leben im Egotrip, ein Leben, welches deren Kindern nichts gebracht hat, außer das Verteilen von Wertlosigkeiten, das Versinken im Schlamm der Unzucht!
Damit kommt man heutzutage in Westeuropa nicht mehr durch.
Mit so einer Scheidungskultur und der Förderung von Unzucht wird Westeuropa wirklich nicht mehr durchkommen. Es wird in sich selbst zerfallen – denn wo keine Familie ist, dort sind auch keine Staaten mehr.
Aber das ist nicht die Schuld der RKK – das ist die Schuld der „alles für mich-Kultur“ – ein Leitbild in den Egotrip, der den Nachkommen nichts bringen wird und diese in eine emotionale Schlammschlacht führen wird, wo „jeder gegen jeden“ arbeiten wird.
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#8   Stern77   15:18:41 | Montag, 31. Januar 2011
Domenico
Sie treffen doch den falschen Schluss:
Frage: Glauben Sie wirklich, die Kirche hätte heute mehr Kirchgänger wenn sie so konservativ wie vor 50 Jahre geblieben wäre?
Sie verkennen die Macht der Information!
Seit dem Buchdruck erhöht sich der Zugang zur Information!
Gleichzeitig konnte durch die Maschinen/ Industrialisierung endlich große Bevölkerungsteile weitreichende Bildung erwerben. (Es mussten nicht mehr 95% Bevölkerung auf dem Land arbeiten um 100% zu ernähren)
Und die Mischung Bildung und Zugang zur Information bekämpft auf Dauer jede dogmatische Ideologie.
GoethesGeliebte hat völlig Recht, dass die meisten Menschen erkannt haben, dass die Kirche nicht die moralische Instanz darstellt die sie vorgibt.
Den gleichen Prozess sehen sie im Iran (leider wurde dort der jüngste Aufstand niedergeknüppelt) und in Tunesien und in Ägypten.
Das ist die Realität! Und nicht die Frage wie die Handkommunion empfangen wird, oder wo ein Mahltisch steht!
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#7   Domenico Tuttisanti   15:15:23 | Montag, 31. Januar 2011
GoethesG. erliegt einem Fehlschluß:
daß das Verhalten der Menschen unabhängig vom Verhalten der Kirche sein dürfte.
Nein, die Menschen suchen in der Kirche etwas, das sie „in der Welt“ nicht finden können. Die Kirche hat den Fehler gemacht, weltlicher werden zu wollen. Dabei hätte alles daran gelegen, dass sie geistlicher wird. (Und insoweit gebe ich Ihnen Recht mit den genannten Verfallserscheinungen!)
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#6   IZAAC   15:12:48 | Montag, 31. Januar 2011
GOTTESHAUS oder Jugendclub?
Das VII Konzil bringt nur seine Früchte zu Tage!
Nicht mehr, nicht weniger.
All das spiegelt nur das Konzil wieder!
Wer die Dokumente des Konzils nicht gelesen hat, braucht sie auch nicht zu lesen – es wird ihm tagtäglich vorgelebt – von Hoher Hirarchie und den Kleingläubigen…
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#5   kristall   15:11:40 | Montag, 31. Januar 2011
Domenico Tuttisanti !
der stern !!!! ist weiter nichts als ein katholikenhetzer!!!! in heuchlerischer glaubens-darstellender vorgehensweise ! >:) :-[ ^-^
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#4   GoethesGeliebte   15:09:24 | Montag, 31. Januar 2011
Was den Schluss nahelegt,
daß das Verhalten der Menschen unabhängig vom Verhalten der Kirche sein dürfte.
Kirche insgesamt wird von vielen nicht mehr als Vorbild und moralische Instanz akzeptiert.
Was die Aufklärung nicht schaffte, schafft die Kirche selber durch offenkundige Heuchelei, Vertuschung und Lüge. Damit kommt man heutzutage in Westeuropa nicht mehr durch.
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#3   Domenico Tuttisanti   15:01:26 | Montag, 31. Januar 2011
Stern
Ablasshandel, Alleinvertretungsanspruch, Inquisition, Schriften- und Bücherverbote
All dies sind keine Phänomene, die als ernsthafte „Schwellen“ in Betracht kommen, sondern sie entspringen z.T. der gesunden Lehre (z.B. der Alleinvertretungsanspruch) oder sie spiegeln eine Form der Entartung wieder. So sollten und sollen die Ablässe die Frömmigkeit ermuntern und fördern. Der Handel mit Ablässen war problematisch (und die Verwechslung des Ablasses mit der sakramentalen Sündenvergebung) usw.
Was wir in den letzten vierzig Jahren beobachten ist etwas ganz anderes:
je mehr sich die Kirche dem Volke andienen wollte, umso mehr hat sich das Volk abgewandt!
Siehe: hier www.dbk.de/…mer/kath-gott-08.pdf
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#2   Stern77   14:51:00 | Montag, 31. Januar 2011
Domenico
Seit die Kirche die Schwellen herabsenkt, will sie erst recht keiner mehr überschreiten!
nunja,
als die Kirche die Schwellen im Mittelalter angehoben hatte.
(Ablasshandel, Alleinvertretungsanspruch, Inquisition, Schriften- und Bücherverbote…)
hat sich immerhin fast halb Europa mit der Reformation eine eigene Kirche gebaut.
Das scheint also auch nicht der richtige Weg gewesen zu sein!
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#1   Domenico Tuttisanti   14:31:47 | Montag, 31. Januar 2011
Merkwürdig: Seit die Kirche die Schwellen
Seit die Kirche die Schwellen herabsenkt, will sie erst recht keiner mehr überschreiten!
:-S
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