Afrika
Ägypten: Die Dinge müssen sich ändern, damit alles beim alten bleibt
Die US-Regierung bezahlt seit langem arabische Marionettenregime, damit diese die US-israelischen Interessen vertreten und nicht jene der arabischen Menschen. Von Paul Craig Roberts.
Proteste in Ägypten
Proteste in Ägypten
© Nasser Nouri, CC
(kreuz.net/ ‘antikrieg.com’) Die Scheinheiligkeit der US-Regierung läßt sich wieder einmal nicht überbieten.

Sie ist in Irak und Afghanistan einmarschiert, hat große Teile dieser Länder – auch ganze Dörfer und Städte – in Schutt und Asche gelegt und unzählige Zivilisten massakriert, um dort „die Demokratie zu bringen“.

Doch nachdem die Ägypter tagelang auf den Straßen „Mubarak muß gehen“ gefordert haben, steht die US-Regierung noch immer an der Seite seiner Herrschermarionette.

Sie meint sogar, daß Mubarak, der drei Jahrzehnte lang einen Polizeistaat betrieben hat, die geeignete Person sei, um die Demokratie in Ägypten einzuführen.

Am 30. Januar erklärte die US-Außenministerin Hillary Clinton, daß das „Amerika der Freiheit und Demokratie“ die Entfernung des ägyptischen Diktators weder anstrebt noch unterstützt.

Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu sagte den USA und Europa, daß Kritik an Mubarak eingeschränkt werden müsse, „um die Stabilität in der Region aufrechtzuhalten.“

Unter „Stabilität“ versteht Netanyahu die uneingeschränkte Möglichkeit Israels, die Palästinenser weiterhin zu unterdrücken und ihr Land zu stehlen.

Demonstration in Ägypten

Ein gutbezahlter Vollstrecker der US-israelischen Interessen

Drei Jahrzehnte lang war Mubarak der gut bezahlte Vollstrecker für die USA und Israel. Er schottete Gaza von der Außenwelt ab und verhinderte Hilfslieferungen über die ägyptische Grenze.

Mubarak und seine Familie sind dank dem US-Steuerzahler Multimilliardäre geworden.

Weder Republikaner noch Demokraten wollen ihre gewichtige Investition in Mubarak verlieren.

Die Regierung der USA korrumpiert seit langem arabische Regierungen und bezahlt von ihr eingesetzte Herrscher, damit diese die US-israelischen Interessen vertreten und nicht jene der arabischen Menschen.

Die Araber sind mit der US-finanzierten Unterdrückung viele Jahre lang irgendwie zurechtgekommen.

Doch jetzt zeigen sie Zeichen der Rebellion.

Die USA sind das Problem

Der mörderische von den USA unterstützte Diktator in Tunis wurde vom Volk gestürzt.

Die Rebellion hat sich auf Ägypten ausgeweitet.

Es gibt Straßenproteste gegen die von den USA unterstützten Herrscher in Jemen und Jordanien.

Die Aufstände haben vielleicht Erfolg und können die Herrschermarionetten vertreiben.

Aber wird dabei am Ende mehr herauskommen als der Austausch der alten US-Herrschermarionette mit einer neuen?

Mubarak wird wohl gehen.

Aber wer immer seine Stelle einnimmt, wird sich wahrscheinlich in demselben US-Zaumzeug wiederfinden.

Es kann gar nichts nachkommen

Es ist typisch für Diktatoren, alternative Führungskräfte zu eliminieren.

Potentielle Führer werden entweder ermordet, ins Exil geschickt oder eingesperrt.

Darüber hinaus läßt alles, was keine vollwertige Revolution ist – wie zum Beispiel die iranische – eine Bürokratie übrig, die es gewohnt ist, die Alltags-Geschäfte zu führen.

Außerdem haben sich Ägypten und das Militär des Landes an die US-Unterstützung gewöhnt und werden wünschen, daß das Geld weiterhin fließt.

Dieser Geldfluß stellt den Kauf der Ersatzregierung sicher.

Da der US-Dollar die Weltreservewährung ist, hat die Regierung der USA die Möglichkeit, andere Länder finanziell zu isolieren, wie zum Beispiel den Iran.

Eines von zwei Dingen müßte passieren

Um dem Griff Amerikas zu entkommen, müßte eines von zwei Dingen passieren.

Die Revolution müßte die arabische Welt ausfegen und zu einer wirtschaftlichen Einheit führen, die eine eigenständige Wirtschaftsentwicklung fördern könnte – oder der US-Dollar müßte als Weltwährung versagen.

Die Uneinigkeit der Araber war lange der Hebel, mit dem die Staaten des Westens den Mittleren Osten dominiert haben.

Ohne diese Uneinigkeit hätten Israel und die USA nicht mit den Palästinensern in der Weise umspringen können, wie sie es Jahrzehntelang getan haben.

Ohne diese Uneinigkeit hätten die USA nicht in den Irak einmarschieren können.

Es ist unwahrscheinlich, daß die Araber auf einmal untereinander einig werden.

Schwachstelle Dollar

Der Zusammenbruch des Dollars liegt schon eher im Bereich des Möglichen.

Denn die Politik der US-Regierung, das Budget- und das Handelsdefizit zu maximieren sowie die Politik der Notenbank, das Budgetdefizit und die betrügerischen Papierwerte der großen Banken zu Geld zu machen, führt den Dollar in den Untergang.

Während die Zufuhr von Dollars zunimmt, nimmt der Wert ab.

Vielleicht ist der Tag nicht mehr weit, an dem die Herrscher aufhören, ihre eigenen Völker für US-Geld zu verkaufen.
      
21 Lesermeinungen
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#24   wbieber   11:21:27 | Donnerstag, 10. März 2011
Gesucht: Diener des Rechts
Mubarak ist gefallen, doch eine Demokratie ist Ägypten dadurch noch lange nicht geworden. Wichtige Reformen müssen jetzt angegangen werden. 30 Jahre Autokratie haben das Prinzip der Rechtsstaatlichkeit nachhaltig untergraben. bit.ly/fNRDpR
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#23   Grüne Gurke   09:06:47 | Sonntag, 6. Februar 2011
Geht nicht um Freiheit
Geht doch nur um Macht in diesem Schachspiel t.co/UhntRb1…
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#22   Mary Cruz   17:13:22 | Freitag, 4. Februar 2011
Die Freiheit zurückerobern
Die rebellierenden Menschen in den nordafrikanischen Staaten machen es den Europäern vor: Ihr Selbstbewußtsein ist erwacht – was nach der langen Zeit der Unterdrückung durch die totalitären, vom Westen bezahlten Regime auch Zeit wurde.
Die selbstbewußten Europäer werden fast unbemerkt in fast allen Bereichen beschnitten.
Eine internationale Neue Weltordnung, die sich auf humanitäre Menschenrechte beruft, statt auf absolute moralische Regeln nach den Geboten Gottes, kann nur zu einem Scheinfrieden führen.
Was diese Weltordnung erreichen will, ist ein politischer, wirtschaftlicher und religiöser „Friede“ durch ein neues Weltwirtschaftssystem, immer mehr vereinheitlichte Zahlungsarten und durch den Dialog und der Zusammenarbeit aller religiösen Repräsentanten.
Das hat jedoch den Verlust der Freiheit der einzelnen Völker zur Folge, weil sie ihre Unabhängigkeit an immer höhere politische Systeme abgeben müssen.
Das bedeutet ebenso den Verlust der Freiheit des einzelnen Menschen, der im Fall einer Ablehnung dieses Systems immer weniger Ausweich- und Fluchtmöglichkeiten findet – beispielsweise in neutrale Staaten.
Es bedeutet auch den offiziellen Verlust der Wahrheit des christlichen Glaubens, die laut „konziliarem Prozess“ in einen „universalen ethischen Konsens“ der Ideologien und Religionen integriert werden soll.
de.wikipedia.org/…/Konziliarer_Prozess
In Wahrheit wurde nichts von den „Grundüberzeugungen“ dieser ökumenischen Vollversammlung in die Realität umgesetzt.
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#21   Vineta   21:54:36 | Donnerstag, 3. Februar 2011
Was auch immer noch in Nahost passiert –
keineswegs gefallen würde uns:
1) Wenn die Öllieferungen unbezahlbar würden oder ganz ausblieben
2) Wenn sich weitere arbeitslose Millionen arabischer Moslems auf den Weg nach Europa machten
3) Wenn die wenigen Christen dort noch mehr unterdrückt oder verfolgt würden
4) Wenn die arbischen Staaten sich zu einem mächtigen islamischen Gottesstaat vereinigten, der Europa das Fürchten lehrte.
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#20   Nerd †   20:59:45 | Donnerstag, 3. Februar 2011
ich hab aus versehen, nicht hingesehen.
Nach Adam Riese sehe ich David, als Sohn.
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#19   gesunder   20:56:22 | Donnerstag, 3. Februar 2011
Zumindest behaupten das wohl auch die beiden wieder geschiedenen Bratäpfel.
Siehst Du Dich als Santo Padre oder als Es pandrillo?
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#18   Nerd †   20:51:49 | Donnerstag, 3. Februar 2011
@gesunder
Woher kommt der Titel „Santo Padre“? Ist das nicht der Titel eines jeden Geistlichen in Christo?
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#17   gesunder   20:46:25 | Donnerstag, 3. Februar 2011
Wer ist mit „Ratzingersekte“ gemeint? Die FSSPX? Das ist aber doch keine Sekte. Und der Heilige
Vater gehört ihr nicht an, auch wenn er großherzig die exkommunikation aufgehoben hat.
Den Namen des Heiligen Vaters sollte man zumindest aus gesunder Ehrfurcht und gesundem Respekt nicht mit dem Begriff „Sekte“ kombinieren.
Das ist etwas zu prollig.
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#16   Mary Cruz   17:35:31 | Donnerstag, 3. Februar 2011
Die Aggressivität der Mubarak-Anhänger…
gegen die unbewaffneten und friedlich demonstrierenden Mubarak-Gegner wurde nicht von der Armee eingedämmt.
Die Straßenschlachten zwischen den Gegnern und den Anhängern des Diktators haben zu mehreren Toten und vielen Verletzten bei der Opposition geführt.
Es sind schreckliche Bilder die die Medien vermitteln, als wären die apokalyptischen Reiter über Kairo hereingebrochen!
Gott segne und behüte die Mubarak-Gegner, damit die Gewalt gegen sie nicht noch mehr eskaliert.
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#15   wickerl   15:30:49 | Donnerstag, 3. Februar 2011
zutreffend
Der Titel ist ganz und gar zutreffend
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#14   Reconquista †   15:02:03 | Donnerstag, 3. Februar 2011
Ratzingersekte als Teild des Weltverbrechertums
Es ist auch kein Zufall, daß in den halbsozialistischen Wohlfahrtsstaaten Europas die Kirchen leer geworden sind, sowie persönliches Mitleid und private Karitas dem „sozial“-kleptokratischen Umverteilungsbefehl des Staates gewichen sind. Und es ist ebenfalls kein Zufall, daß im relativ freiheitlichsten Land der Erde, den USA, das Christentum lebendiger geblieben ist als auf seinem angestammten Kontinent.
Kollektive (oder „soziale“ oder sozialistische) Verantwortung und kollektives Mitleid kann es nicht geben. So wie der auf diesen Lügenbegriffen und auf dieser Scheinmoral basierende Sozial- und Wohlfahrtsstaat aufsteigt, so geht logischerweise die Geltung der echten, an die Einzelperson gerichteten Verhaltensimperative des christlichen Dekalogs nieder.
Leider ist dieser Zusammenhang den modernen Politpfaffen unbekannt oder fremd geworden. Theologie versteht sich heute weitgehend als Götzendienst am Sozialstaat und als Zuhälterlehre für die große Hure Wohlfahrtsdemokratie. Das kommt freilich der sozialpathologischen Befindlichkeit des kirchlichen Rumpfklientels entgegen. Centesimus annus bildet hiervon eine leider nur sehr flügellahme Ausnahme. Viele „sozialmarktwirtschaftlich“ orientierte Christen feiern die Enzyklika von Papst Johannes Paul II als „Durchbruch“ der katholischen Kirche zu den sozioökonomischen Ordnungsstrukturen einer freien Gesellschaft. Dabei wird gerade die päpstliche Betonung der „sozialen Zähmung“ und „solidarischen Gestaltung“ des Marktes vehement beg…
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#13   Lycobates   15:01:37 | Donnerstag, 3. Februar 2011
Demokratiespielchen beim Pulverfaß @Alois Bischof
… Aber warum sollen diese destabilisierende Aufstände „gut“ sein?
Volle Zustimmung!
Ich kenne die Lage im Orient relativ gut aus eigener Anschauung. Das autoritäre Baath-System in Syrien (und in besseren Zeiten im Irak) ist nicht ideal; aber wenn die Alternative bedeutet: Stabilität mit eingeschränkter Freiheit, oder Freiheit mit Chaos, dann verlangt das Gemeinwohl, daß die Freiheit zunächst eingeschränkt wird. Vor allem in Ländern, wie dem Irak oder Syrien, wo sehr differenzierte Bevölkerungsgruppen zusammenleben.
Gerade eine katholische Nachrichtenseite soll sich des Schicksals der koptischen Christen … annehmen. Das Schicksal der Christen in Ägypten wurde unter Mubarak … garantiert. (Wenn auch nicht so gut wie in der Arabischen Republik Syrien.)
und früher im Irak, und (jetzt noch) in Jordanien.
Das Schicksal der orientalischen Christen (wenn sie auch z.T. häretischen und schismatischen Gemeinschaften angehören) sollte uns alle angehen.
Als lebendige Zeugen des christlichen und vorislamischen Altertums sind sie nicht nur den Moslemextremisten verhaßt, sondern auch den fundamentalistischen Protestanten und ihren extrem-zionistischen Freunden, die die Politik der USA bestimmen. Auch den Modernisten, für deren Ökumene-Treiben sie ein Hindernis sind.
Das läßt leider wenig Hoffnung (menschlich gesehen).
Mubarak ist ein Offizier. Ein Mann der Ehre.
Und seit Jahrzehnten in stabiler Einehe verheiratet, ohne Skandale, mit zwei Söhnen.
Das darf auch positiv betont werden.
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#11   Reconquista †   14:39:04 | Donnerstag, 3. Februar 2011
GROSSHÄRETIKER RATZINGER FORDERT WELTREGIERUNG !
ef-magazin.de/…atholiken-gruen-sein
So heißt es in der 2009 veröffentlichten Enzyklika „Caritas in veritate“ von Papst Benedikt XVI.: „Für die Gläubigen ist die Welt nicht das Produkt des Zufalls noch der Notwendigkeit, sondern eines Planes Gottes. Von daher kommt die Pflicht der Gläubigen, ihre Bemühungen mit allen Menschen guten Willens – Angehörige anderer Religionen oder Nichtgläubige – zu vereinen, damit unsere Welt wirklich dem göttlichen Plan entspricht: als eine Familie unter dem Blick des Schöpfers zu leben.“ Klingt da nicht die Idee der Gleichheit aller Religionen an? Spielt der Vatikan damit nicht jenen in die Hände, die das Christentum in einer weltlichen Einheitsreligion ertränken wollen? Leistet Benedikt XVI. hier nicht dem Vordingen christlich getarnter anti-christlicher Ideen in die Christenheit Vorschub?
Zumindest scheint die grüne Ökumene bereits entscheidend dazu beigetragen zu haben, dass inzwischen auch die römisch-katholische Kirche die ihr eigene Gelassenheit gegenüber dem von Gott bestimmten Lauf der Welt verloren und die damit einhergehende Ablehnung zentralistischer Weltlenkungspläne („global governance“) samt der damit verbundenen Vorbehalte gegenüber der UNO aufgegeben hat. Deutlich wird das in der bereits zitierten Enzyklika von 2009. Dort fordert der Vatikan: „Um die Weltwirtschaft zu steuern, die von der Krise betroffenen Wirtschaften zu sanieren, einer Verschlimmerung der Krise und sich daraus er
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#10   kristall   14:34:22 | Donnerstag, 3. Februar 2011
interessanter !!!
bericht !!! :)3 ^-^
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#9   bassman75 †   14:23:04 | Donnerstag, 3. Februar 2011
und wie immer
fragt sich der (un)geneigte Leser: Was zum Geier ist an diesem Artikel katholisch???
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#8   matt3   14:05:23 | Donnerstag, 3. Februar 2011
die militante Aussenpolitik der USA…
ist verworren, heuchlerisch und äußerst kostspielig. Man hat sich verstrickt in Dinge, die einen nichts angehen, so wie schon früher des öfteren. Bei den Amis ist alles Inszenierung und sie erwarten von der Welt, dass sie mitmacht als Tummelplatz vermeintlicher Heldenspiele. Bald wird sie dieses reale Hollywood in den finanziellen Ruin treiben. In den Großstädten des kapitalistischen Systems tummeln sich immer mehr Arme und Obdachlose. Obama hat daran nichts ändern können. Er hat keinen Kurswechsel gebracht. Wie sein Vorgänger setzt er auf Verschwendungspolitik anstatt sich um die realen Nöte der Menschen in seinem Land zu kümmern.
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#7   Weißer Ritter   13:29:06 | Donnerstag, 3. Februar 2011
So sieht es aus!
Ja, liebe Redaktion, so sieht der von euch beschriebene „Kampf für Demokratie“ aus:
„Eine Gruppe von Randalierern überfiel in der Nacht zwei SOS-Kinderdörfer in Ägypten. Mehrere junge Männer sollen in die Dörfer in Kairo und Alexandria eingedrungen sein und versucht haben Essen oder Medikamente zu stehlen.“
Toll, nicht?
Ich finde es eher zum :-!
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#6   Lisibald Poier †   13:26:00 | Donnerstag, 3. Februar 2011
Jonny Walking
like an Egyptian
www.youtube.com/watch?v=BWP-AsG5DRk
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#3   Alois Bischof   11:34:20 | Donnerstag, 3. Februar 2011
Warum brechen antikrieg und kreuz.net
immer wieder eine Lanze für die Propaganda der (gewaltbereiten!) Islamisten in den jeweiligen Ländern?
Wenn man die Baath-Diktatur in Syrien unterstützt, kann ich dies nachvollziehen. Auch wenn man die USA und Israel kritisiert.
Aber warum sollen diese destabilisierende Aufstände „gut“ sein?
Die Mubarak-Regierung hat 30 Jahre Ägypten stabilisiert und kontrolliert. Zum Segen für die Tourismus-Industrie, für den kalten Frieden in Nahost, für die Zivilbevölkerung.
Mit Islamisten und anderen Regierungen wäre man aufs Niveau von Staaten wie Jemen und Sudan runtergestürzt.
Gerade eine katholische Nachrichtenseite soll sich des Schicksals der koptischen Christen (also der einheimischen, christlichen Bevölkerung Ägyptens, nur mehr 15 % der aktuellen Bevölkerung durch Auswanderung und Islamisierungsdruck) annehmen. Das Schicksal der Christen in Ägypten wurde unter Mubarak zwar nicht immer verbessert (und deren Armut durch muslimische Diskriminierung von kufr), aber ihre Sicherheit wurde in breiten Teilen des Landes dennoch garantiert. (Wenn auch nicht so gut wie in der Arabischen Republik Syrien.)
Die Lage in Tunis ist eine andere. Mubarak hat sich nicht selbst mit einer Großfamilie auf Kosten des Staates finanziell bereichert wie der tunisische Staatsführer Ben-Ali.
Mubarak ist ein Offizier. Ein Mann der Ehre. Auch wenn er als Greis jetzt verhasst ist in Teilen der verärmten sowie der islamistisch-beherrschten Bevölkerung.
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#2   Melchisedek   11:15:42 | Donnerstag, 3. Februar 2011
Der Artikel ist billig geschrieben, polemisch und in der Sache eindimensional
1. Jedes Land vertritt Interessen: Würde Israel oder USA dort keine Interessen vertreten, würden es zunehmend die Saudis oder Iraner tun.
Wir sind im übrigen auch aus Öllieferungen aus den arabischen Staaten angewiesen. Wer also gegen Einfluss ist, soll bitte seinen Öl- und Benzinverbrauch überdenken.
2. Zahlreiche arabische Staaten verdienen sich mit den Öleinnahmen ‘‘dumm und debbich’’: Die Saudis zB. nehmen jährlich soviel Geld ein wie die Höhe des Bundeshaushaltes. Sie finanzieren damit nicht etwa in Bildung, oder fördern den armen arabischen Nachbarn wie Ägypten, die kein Öl haben, sondern leben wie alle US- Marionetten in Saus und Braus und finanzieren die weltweite Islamisierung und den Bau von Tausenden Moscheen.
3. Die Palästinenser sind den islamischen Staatsführern genauso Spielball wie den USA oder Israel: Es gab nie ein freies Palästina. Diese Menschen gehörten erst zum osmanischen Reich und standen dann nach brit. Kolonie unter jordanischer Verwaltung. Dort und auch im Libanon sind die vielen Palästinensischen Flüchtlinge aber unbeliebt und man würde sie am liebsten zurückschicken.
4. Diese Staaten haben eine rasant wachsende Bevölkerung, was man sich im Altenheim BRD nicht vorstellen kann: Syrien hatte vor 100 Jahren keine 2 Mio. Einwohner und nun sind es 20 Mio. Auch in anderen Staaten hat sich die Bevölkerung verfünffacht. Es gab aber- anders als im Deutschen Kaiserreich- kaum wirtschaftliches Vorankommen.
5. Atombome Iran…
6. Gegensatz Sunniten- Schiite…
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#1   Weißer Ritter   10:49:36 | Donnerstag, 3. Februar 2011
Ägypten
Zitat:
„(…) Interessen vertreten und nicht jene der arabischen Menschen.“
Was sind denn die Interessen der arabischen Menschen?
Scharia, Gottesstaat und Ausrottung der einheimischen Christen?
Die westlichen „Vordenker“ kriegen es nicht in den Kopf, daß eine Demokratie nach westlichem Vorbild dort nicht gewollt ist.
Und welchen Sinn hätte es, wenn sich sämtlich Regierungen dort zu einem erneuten Krieg gegen Israel zusammenschließen? Wer will denn so etwas?
(Und wenn wir auf unser 5-Parteien-Ein-Parteien-System schauen, dann wir wissen wir, daß es hier auch nicht so toll um die Demokratie bestellt ist. Aber das ist ein anderes Thema.)
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