Die Priester in Großbritannien werden immer weniger. Dieser Situation versucht der Primas von England, Cormac Cardinal Murphy-O’Connor, zu begegnen. Dabei baut er vor allem auf die Jugend, die Laien und die Bierdeckel.
(kreuz.net, London) Der Erzbischof von Westminster/London, Cormac Cardinal Murphy-O’Connor, sieht massive
Probleme am Horizont.
In großer Sorge kündigt er deswegen in einem Hirtenbrief Reformen an.
Angesichts
der sinkenden Priesterzahlen sollen die britischen Laien zukünftig eine wichtigere Rolle spielen, erklärt
der Kardinal. Viele Pfarreien würden in Zukunft ohne Priester auskommen müssen.
Darum will der Kardinal
leerstehende Pfarrhäuser mit Laien besetzen. Diese sollen auch die Wochentagsgottesdienste leiten, schreibt
Kardinal Murphy O’Connor weiter.
Die Zahl der Priester in der Erzdiözese Westminster/London ist in den
letzten 15 Jahren von 850 auf 600 gefallen.
Im Jahr 2015 wird es im Erzbistum nur mehr rund 470 Priester
geben.
Trotz sinkender Zahlen kann sich die Kirche in Großbritannien immer noch glücklich schätzen.
In Großbritannien kommen auf einen Priester 850 Gläubige.
Vergleichsweise hat ein brasilianischer Priester
etwa 20.000 Schäfchen zu betreuen.
Ob es angesichts dieser Situation nicht besser wäre, wenn es in
der katholischen Kirche verheiratete Priester gäbe, wird der Kardinal von einem britischen Journalisten
gefragt.
Das sei ein Entscheid, den die katholische Kirche als ganze treffen müsse, antwortet der Kardinal.
Kardinal Murphy O’Connor hat auch flankierende Maßnahmen beschlossen.
Jugendgerecht soll in der nächsten
Zeit auf Bierdeckeln und mit Plakaten in der Londoner U-Bahn für das Priesteramt geworben werden.
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7 Lesermeinungen
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#6 Josef Gadient 15:59:17 | Dienstag, 3. Januar 2006
Zölibat Das Sakrament der Ehe und das Sakrament der Priesterweihe sind getrennte Sakramente. Die Ehe
ist der Bund unter Menschen, die Priesterweihe ist der Bund zwischen Mensch und GOTT. Heiratet ein Priester,
dann begeht er eine schwerere Sünde, als Eheleute die sich scheiden lassen und wieder heiraten; der Priester
sagt sich nämlich von GOTT los! Bricht also ein Priester die heilige Vermählung mit GOTT und nähert
sich dem Altare, dann ist das eine Todsünde!
ja In Nigeria hatte Una Voce vor einigen Jahren die Initiative verwirklicht um eine tridentinische hl.
Messe wieder leben zu lassen dort. Der Respons war fenomenal. Zum ersten hl. Messopfer kamen 20.000 Personen,
meist von weitem. Für viele Afrikaner ist der Trommel etwas von der Volkskultur, nicht für die hl. Messe.
Juden singen auch keine Klezmer in der Synagoge, und Buddhisten noch viel weniger Thaische Karaoke. Die
Inkulturation hat viele Afrikaner anscheinend enttäuscht. Sie wollen den echten Glauben. Unverfälscht.
In West-Afrika wurde es ihnen vom „rechtsextremen“ Erzbischof van Dakar gebracht… Msgr. L…
„Die Krise … … der Kirche ist eine Krise der Bischöfe,“ sagt der Priester und Theologieprofessor
Georg May. Wir bräuchten drei neue Dybas, um diese Krise in Deutschland zu beenden und keine leutseligen …
(mein Respekt vor dem Amt verbietet die zutreffende Bezeichnung), die auf Kirchentagen zu ausgewiesenen
Häretikern „Lieber Hans“ sagen und dabei betonen, daß sie mit diesen Glaubenszerstörern und Leugnern
der Gottheit Christi (Prof. Hans Küng) „mehr Gemeinsames als Trennendes“ besitzen [Quelle: DLF]. Wenn
es so ist, was verbindet einen normalen (gemessen an den überzeitlichen Kriterien) Katholiken dann noch
mit Lehmann ? Soll man für diese Kirche missionieren ?
Priester/Gläubige Ist es wirklich beruhigend zu wissen, dass in Brasilien 20.000 Gläubige auf eine Priester
kommen? Das würde bedeuten, dass das Bundesland Baden-Württemberg mit maximal 200 Seelsorgern auskommen
müsste. Wenn wir dagegen nicht schnell vorgehen ists mit der Kirche aus und vorbei und wir verkommen
zu einer obskuren Sekte, wie z. B. die Zeugen Jehovas oder die Jünger Baghwans. In meiner Gemeinde mit
drei katholischen Kirchen ist uns gerade der letzte reguläre Pfarrer verlorengegangen. Er konnte den
Zölibat nicht mehr tragen und bat um Laisierung. und da soll ich jetzt Gelobt sei Jesus Christus drunterschreiben?
Ja! Jetzt erst recht: GELOBT SEI JESUS CHRISTUS!
Werbung zum Priestertum auf Bierdeckeln? Oh Mann, ich glaub ich krieg ne Krise. Werbung zum Priestertum
auf Bierdeckeln? Nee, also das ist doch kein Job. Ohne Berufung nutzen auch keine noch so genialen Stellenausschreibungen.
Durch Bierdeckelwerbung erhält man bestenfalls geweihte Pseudopriester.
Die Kirche fußt auf dem Priesteramt Ohne Priester keine Kirche. Die Konzilskirche zerfällt. Unwillens,
die „Reform“ da anzupacken, wo die Wurzel des Übels liegt: am nichtdogmatischen Vatikanum-II, das die
Schleußen öffnete für das ungehinderte Eindringen der modernistischen Flut in die Kirche. Wieder wird
Symptombehandlung betrieben. Werbung in der Welt mit weltlichen Mitteln: Propagandaplakate. Unfaßbar.
Welcher junge Mann nimmt das schwere Priesteramt auf sich, wenn just die Kirche ihm sagt, daß er sich
nicht wesentlich von Laien und lutherischen Gottedienstvorstehern unterscheidet? Wenn er sich ein Weib
nehmen und die Last der Welt ins Pfarrhaus holen soll wie der Laie? Wenn bald das Priester“amt“ auf Zeit
kommen soll (nach dem Willen der westlichen kirchenzerstörenden Bischöfe und „Konzils“theologen) und
es überhaupt auf Dauer dem Gottesdienstvorsitzenden weichen soll? Usw. Offen“sichtlich“ sind zu viele
Kirchenführer mit der biblischen Blindheit geschlagen. Eine Folge des Unglaubens. Mann tritt die Realpräsenz
des Heilands in Seinem hl. Meßopfer mit Füßen, oder schafft das Meßopfer ganz ab, widersetzt sich
der Botschaft und Forderung der allerseligsten Muttergottes von Fatima, kämpft gegen das gebotene Dogma
„Maria, Mittlerin aller Gnaden“, usw. Das Priesteramt muß gestärkt werden, nicht geschwächt. Von „oben“
in der Hierarchie: vom Bischofsamt aus, vom Bischof der Bischöfe. Von „unten“ durch das ausdauerende
Gebet der Laien voller Glaube, Hoffnung und Liebe für Priesterberufungen. Siehe FSSPX.