Deutschland
Bischöfe, die sich den Medien beugen, nennt man Opportunisten
Ein deutscher Journalist fordert von den Oberhirten, vom Heil der Seele zu predigen – statt sich hinter Dialoggesumse und Soziologendeutsch zu verschanzen, das ohnehin keiner mehr spricht.
© Catholic Church (England and Wales), CC
(kreuz.net) Die Forderungen der Pamphletisten greifen den Kern des katholischen Selbstverständnisses an.

Das erklärte der katholische Feigenblatt-Journalist bei deutschen Straßenmagazin ‘Spiegel’, Matthias Matussek, am Samstag vor der Zeitung ‘Tagespost’.

Der ‘Spiegel’ wurde im Januar 1947 von einem Praktikanten einer NS-Zeitung und späteren Leutnant der deutschen Wehrmacht gegründet.

Nicht im geringsten

Der Zölibat ist für Matussek ein Lebensbekenntnis und ein Hauptunterscheidungsmerkmal zum protestantischen Prediger.

Bei den Protestanten seien die Forderungen der Pamphletisten erfüllt:

„Stehen sie damit heute besser da als die Katholiken? Nicht im geringsten.“

Aus der Verbissenheit des Kampfes lernt Matussek, daß es bei den Pamphlet-Forderungen nicht nur um Formalien geht.

Hier würden katholische Kernbestände aufgegeben: „Ich halte das für ein gezieltes Abrißunternehmen.“

Den Ernst verloren

Dem Rückgang von Priestern und Seminaristen hält Matussek den „noch viel dramatischeren Rückgang“ der Meßbesucher entgegen.

Der Kirchgang werde „offensichtlich uninteressant“: „Ich glaube, der Ernst ist verlorengegangen.“

Bei den Protestanten gehe der Gottesdienstbesuch noch dramatischer zurück.

Verheiratete Prediger würden das Problem des Glaubensverlustes nicht lösen:

„Wer an dieser Schraube dreht, ignoriert die Realität.“

Die Kirche muß für etwas stehen

Der Journalist rät der Kirche, nicht dem Zeitgeist nachzurennen:

„Sie sollte sich auf den Kern des Glaubens besinnen, viel offensiver und selbstbewußter klarmachen, wofür sie steht.“

Die Kirche müsse vom Heil des Menschen reden, statt „Thesenpapiere in einem Soziologendeutsch zu verfassen, das ohnehin keiner mehr spricht“.

Die Selbstverwandlung während der Messe, sei „viel ungeheuerlicher und überzeugender, als irgendwelche Schaubilder an die Wand zu werfen.“

Katholisch – statt ängstlich angepaßt

Die Chance der Kirche liegt für Matussek darin, „katholisch zu sein und nicht modern, angepaßt, protestantisch ängstlich“.

Die Kirche solle den Leuten auf die Füße treten und klarmachen: „Das ist nicht zum Null-Tarif zu haben. Man muß sich anstrengen.“

Matussek glaubt, die Leute wären dazu bereit:

„Wir leben in einer Zeit, die so profanisiert, so gewöhnlich und trivialisiert ist, daß das Heilige als aufregend empfunden wird – wenn man es ernst meint und wirklich dazu steht.“

Wie peinlich

Für Matussek leben die Pamphletisten „von dem Aufregungskatholizismus, von der Empörungssucht, von dem, was wir aus den 1970er kennen: von der Pose der Rebellen und den antirömischen Aufständen“.

Letztere seien furchtbar billig zu haben:

„Da nickt jeder mit dem Kopf – alte Hüte und professorale Hybris, wie peinlich.“

Bischöfe müssen Position beziehen

Den Bischöfen rät der Journalist, „klar Position zu beziehen“:

„Wenn sie anfangen, sich aus Angst vor der öffentlichen Meinung zu beugen und zu reformieren, sind sie Opportunisten.“

Das würden die Medien-Bosse erst recht nicht respektieren.

Sie würden angeblich jenen achten, „der gerade steht und für seine Überzeugungen eintritt“.

Als Beispiel nennt Matussek den Fuldaer Erzbischof Johannes Dyba († 2000). Er sei wegen seiner Kompromißlosigkeit gerne in Talkshows eingeladen worden:

„Aus medialer Sicht ist ein solches Verhalten viel klüger als irgendwelches Dialoggesumse.“
      
16 Lesermeinungen
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#19   Didaskala   18:08:07 | Samstag, 19. Februar 2011
Der Herr Geheimrat Jung-Stilling
charakterisiert dies sehr treffend:
Hier ab Seite 9 www.uni-siegen.de/…hes_wirken_heute.pdf
Das ist aus Jenseitssicht wirklich gut beobachtet
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#18   Evelynn van der Meer   12:13:59 | Dienstag, 15. Februar 2011
Aber: Immer-noch-Besserwisser sind kreuz.net-Leser und
kreuz.net-Leserinnen-Weiber :-D
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#17   KonradGeorg   11:39:20 | Dienstag, 15. Februar 2011
Info für @monens
Ich habe 1962 das Gymnasium mit einem soliden Stock an Glaubenswissen verlassen. 1972 (!) beklagt Prof. Leo Scheffczyk das mangelhafte Wissen der Studenten. Und Prof. Georg May zitiert in einem Buch 1978 aus einem Buch von 1976:
„Die Lage in der Jugend ist beängstigend. [ ] An diesem Zustand haben die Glaubensverkündigung an die Jugend, der Religionsunterricht und die katholische Jugendarbeit ein gerütteltes Maß an Schuld. Das ist von maßgebenden Bischöfen selbst zugegeben worden. Die Kardinäle Höffner von Köln und König von Wien haben in ähnlichen Wendungen erklärt, daß es heute für Eltern eine Glaubens- und Gewissenspflicht sein kann, ihre Kinder aus dem Religionsunterricht herauszunehmen.“
@ Evelynn van der Meer, Sie irren sich
Der Spiegel ist ein ideologisch eingeschränktes, aber aggressives Kampfblatt, das großen Einfluß bei der Indoktrinierung von Hunderttausenden hat.
Meine Charakterisierung in einem Schlagwort, das nicht die geringste Aussicht auf Karriere hat:
„Stern“-Leser glauben alles, „Spiegel“-Leser wissen alles besser.
Gott sei Dank gibt es dort Matthias Matussek und bei der Süddeutschen Alexander Kissler.
Ist das auch für Sie ein kleiner Trost?
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#16   Paul M.   04:55:13 | Dienstag, 15. Februar 2011
Hinhören, innehalten, freuen, genießen…!
www.gloria.tv/?media=5394 :)3 :(3
Vielen, lieben Dank an LiederFreund (GLORIA TV)!
Solche schönen Beiträge wärmen unser Herz in dieser kalten Gegenwart, in der selbst manche Theologen und Priester dem Zeitgeist erlegen sind!
Die HEILIGEN sind immer unsere strahlenden Vorbilder!
Verdächtig sind mir die Gemeinden, welche allergisch auf Andachtsbilder an den Schriftenständen ihrer Kirchen reagieren.
Wovor fürchten sie sich eigentlich?
Nochmals Danke für diesen Beitrag! :(3
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#15   Vineta   03:16:34 | Dienstag, 15. Februar 2011
Evelynns Gedankengespinst!
Über den im Artikel eingestreuten Hinweis darauf, daß der Spiegel vom Praktikanten bei einer NS-Zeitung und Wehrmachts-Leutnant gegründet wurde, habe ich gähnend, gelangweilt und kopfschüttelnd schnell hinweggelesen.
Grund:Als ob man in der Hitlerzeit auch bei einer nichtbraunen Zeitung hätte praktizieren und sich der Einberufung zur Wehrmacht hätte entziehen können!
Und ausgerechnet auf diese Abwegigkeit stürzen Sie sich, als ob es nichts Wichtigeres gäbe – und spinnen sie weiter zu einem Wolkenkuckucksheim, uninteressant, solange Sie Ihr Anliegen ( so Sie überhaupt eins haben) nicht deutlich genug formulieren.
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#14   Evelynn van der Meer   02:29:00 | Dienstag, 15. Februar 2011
Vineta: Den Spiegel braucht man nicht ernst nehmen!
Der wurde doch von diesem ehemaligen Nazi-Praktikanten gegründet…
Wenn Du sowas liest, musst Du beichten.
Bischof Williamson liebt den Spiegel noch viel weniger, als den Fernseher!
Das ist doch alles Masche der Kirchenhasser, die den Hoax benützen, um mit einem doppelten Rittberger, zwei Salto und vier Haken den Papst zu entmachten und Williamson lächerlich zu machen. Erkennt denn keiner diese billige Masche dieses Systemmediums?
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#13   Vineta   01:43:00 | Dienstag, 15. Februar 2011
Soso, soweit ist es also nun schon gekommen,
daß es AUSGERECHNET der SPIEGEL übernehmen muß,
den deutschen Bischöfen ENDLICH mal einen Spiegel vorzuhalten,
auf daß sie darin ablesen können:
ihre Angst vor zu wenig Angepaßtsein an den Zeitgeist der modernen Gesellschaft, ihre Scheu vor dem Ernstnehmen des Evangeliums !
Und das in einem Ausmaß, daß sie nur noch SPRACHLOS grinsen…
in Anbetracht dessen, daß schon über 200 ihrer ( angeblich katholischen) Theologen bzw. Theolunken die Axt an das Sakrament Ehe gelegt haben…
von der Hostie für wiederverheiratete Geschiedene bis zu gültigen Homo-Ehen ungeniert faselnd.
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#12   Nerd †   14:00:23 | Montag, 14. Februar 2011
WAHRE Hirten
Dir fehlt etwas, nämlich die Einsichten der hl. Katharina von Siena, die betont hatte, wie schlecht sich Priester für die Seelsorge eignen. Weiters betonte sie auch, dass die Sünden der Priester dem Dienst am Altar keinen Abbruch tun. So ist das nunmal (mit Kirchenlehren).
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#11   monens   13:56:56 | Montag, 14. Februar 2011
Die Kirche benötigt keine „Meiner“ und „Denker“ !
Die Kirche benötigt dringlicher denn je unerschütterliche Hirten als Bekenner des wahren Glaubens; Bekenner der unfehlbaren Glaubens- und Sittenlehre der Kirche; Bekenner der Wahrheit Jesus Christus und Seines geheimnisvollen Leibes der Kirche; wohin manche autoritätsmässig „zahnlosen“ Bischöfe die Glaubenslehre geführt haben, sieht man an der L-EE-re in der Katechese, fussend auf einer ausser Rand und Band geratetenen „professoralen“ Mauerkratzer/innenfraktion ; deren „Aufbruchfrüchte“ gleichen einer öden Wüste; eine Schülerin über den sog. „Religionsunterricht“
„Meiner Meinung nach ist es eine Schande, so ein Spektakel überhaupt noch Religionsunterricht zu nennen, noch dazu römisch-katholisch!! Wir haben ein Buch, in dem wir von der Kirche WENIG BIS FAST NICHTS lernen. Die meiste Zeit lernt man entweder über andere Religionen oder über Ökumene, aber dabei kommt der katholische Glaube gar nicht vor! „
So wie der sog. „Religionsunterricht“ nicht zuletzt aufgrund „Denker“ und „Meiner“ zu einer seelengefährdenden Farce verkommen ist
www.razyboard.com/…07667-5939825-0.html
so sind es dieselben Urheber, die den modernistisch hausgemachten „Priestermangel“ strategisch einsetzen wollen
www.razyboard.com/…07887-6025208-0.html
Die Kirche benötigt alleine WAHRE Hirten
www.razyboard.com/…07887-5896399-0.html
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#10   White Woman   12:52:43 | Montag, 14. Februar 2011
ErnstSchneider
;-) ;-) ;-) ;-) :&) :(3
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#9   ErnstSchneider   11:59:10 | Montag, 14. Februar 2011
@White Woman
Guten Morgen.
Stimmt.Dann wirds aber wenigstens nicht langweilig hier. ;-) ^-^
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#8   Sefirot   11:52:58 | Montag, 14. Februar 2011
Was ist ein Feigenblatt-Journalist?
…kann er sich keine ordentlichen Slips oder
Boxer-Shorts zulegen, um seinem Beruf
ordentlich gekleidet nachzugehen…?
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#6   White Woman   11:29:15 | Montag, 14. Februar 2011
ErnstSchneider
Guten Morgen, na schon wieder fleißig am hakeln? Die Verrückten hier sterben glaube ich nie aus. ;-) ;-) :-$ :-$
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#5   ErnstSchneider   10:51:21 | Montag, 14. Februar 2011
@ruhrifan
Ich existiere aber trotzdem.Und das auch weiterhin.Aber mach ruhig weiter so.Wirds wenigstens nicht langweilig hier.
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#3   Fundi   10:13:54 | Montag, 14. Februar 2011
Gottesdienstbesuch -Irrt Herr Matussek?
Der Gottesdienstbesuch liegt bei der EKD seit je deutlich niedriger als bei der RKK. Der Rückgang dürfte prozentual wie absolut bei der EKD in den letzten Jahrzehnten wohl nicht höher als bei der RKK gewesen sein. Hinzu kommt, daß regelmäßig wohl die Mehrheit der Besucher evgl. Gottesdienste nicht die EKD-Gemeindegottesdienste besucht. Viele freie Gemeinden (etwa die Evangelisch-Lutherische Freikirche) haben prozentuale Besucherzahlen, von der die RKK nur träumen kann- und das ganz ohne Bedingungszölibat und ganz ohne „tridentinische Feierlichkeit“ … Und weltweit gilt das teils auch für absolute Zahlen, wohl etwa in Brasilien.
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#2   ErnstSchneider   10:10:04 | Montag, 14. Februar 2011
@ruhrifan
Sag mal ist dir dein Heiligenschein etwas zu eng geworden.
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