Aus Angst vor der Welt möchten die Pamphletisten die Kirche dem Urteil der Menschen unterwerfen: „Nur wenn Selbst- und Fremdbild der Kirche nicht auseinanderklaffen, wird sie glaubwürdig sein“.
Webseite der Pamphletisten
(kreuz.net, Wien) Die altliberalen Pamphletisten kümmern sich um die Erneuerung „kirchlicher Strukturen“,
obwohl der Glaube erodiert.
Das konstatierte Michael Prüller – stellvertretender Chefredakteur der kirchenfeindlichen
Wiener Tageszeitung ‘Die Presse’ – in einem gestrigen Kommentar.
Strukturen statt Glaube
Prüller gesteht
ein, daß der kirchliche Massenabfall mit Sicherheit nicht am Zölibat liegt: Denn der Abfall ist bei
den Protestanten viel ausgeprägter als bei den Katholiken.
Außerdem erwähnt er die Zahlenverhältnisse:
Im Jahr 1950 kamen in Österreich auf einen Priester 464 praktizierende Katholiken – im Jahr 2009 waren
es noch 180.
Diese Faktenlage spricht für Prüller dafür, Pfarreien zusammenzulegen.
Er kritisiert,
daß sich die Pamphletisten dagegen wehren.
Für den Journalisten wirft das die Frage auf, „wer hier
eher der Versteinerung kirchlicher Strukturen das Wort redet“.
Nur ein Gläubiger kann die Kirche verstehen
Prüller wendet sich besonders dem folgenden Satz aus dem Pamphlet zu: „Nur wenn Selbst- und Fremdbild
der Kirche nicht auseinanderklaffen, wird sie glaubwürdig sein“.
Sogar er weiß, daß sich die Kirche –
mit dem Heiligen Paulus – als „mystischer Leib Christi“ versteht.
Er konstatiert, daß diese Vorstellung
mit dem Fremdbild nie identisch sein kann. Denn: „Wer die Kirche so sieht, ist ihr nicht mehr fremd“.
So vermutet er, daß die Kirche für die Pamphletisten „ganz und nur das werden soll, wofür sie auch
von den meisten Außenstehenden geschätzt wird: ein sozialer Verein“.
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36 Lesermeinungen
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#39 Goldengel 14:09:29 | Dienstag, 15. Februar 2011
Jesus vergibt den reuigen Sünder, nicht jenen, die flott weitersündigen. Jene Taufscheinkatholiken,
welche flott weitersündigen, sind die Pharisäer – denn diese halten sich nicht an das Gebot Jesu, das
er der Ehebrecherin gab: Ich vergebe dir, aber nun sündige NICHT mehr! Das wird von den Pharisäern nur
allzu gerne vergessen.
Diese Leute sind DOCH katholisch sie machen eben nicht alles perfekt und sind kleine Sünder. Wißt ihr,
wieviele HEILIGE es gibt, die eigentlich auch Sünder waren? Ihr kennt Euch besser in der Bibel aus als
ich. Moses hat jemand erschlagen, Petrus hat JESUS verraten, Judas auch, Saulus/Paulus, Maria Magdalene
war erst eine Dirne. Da gibts sicher noch sehr viele Beispiele. Wir sollten nicht strenger über Menschen
urteilen, als JESUS selbst.
#36 Goldengel 11:40:20 | Dienstag, 15. Februar 2011
bejorommer Wer denkt selbst, wer informiert sich selbst? Jene Leute, die Sie meinen sind Zölibatbrecher,
Kebsen, Geschiedene, Patchworkhurer – die können nicht denken, außer an SICH selbst. Diese Leute sind
NICHT katholisch. Unsinnig ist es ein Leben im Konkubinat zu führen oder Ehebruch zu begehen, Kinder
abzutreiben – das alles ist nicht das Evangelium. Die Wahrheit ist nicht der Wille des gottlosen Scheidungs-
und Abtreibungsvolkes – dort ist keine Wahrheit, sondern die Lüge der Welt! Sie stellen den Willen von
Sündern als Wahrheit dar. Christus ist die Wahrheit und der will keine Abtreibung, keine Hurerei und
keinen Ehebruch – DAS ist die WAHRHEIT! o^/
nicht besser und nicht schlechter Zölibat ja oder nein, ist das für JESUS wirklich so wichtig? JESUS
war ein revolutionärer Mensch und hat die Kirche seiner Zeit ganz schön auf den Kopf gestellt. Dies
ist seine ART. Wäre JESUS heute zufriedener mit den Menschen? Bevorzugt JESUS die Bischöfe, die den
ZÖLIBAT abschaffen wollen oder umgekehrt? Mag JESUS J. Dyba lieber als H. Küng oder umgekehrt? JESUS
hat sie alle beide gleich gern und ich schließe mich ihm an.
#33 Goldengel 11:16:52 | Dienstag, 15. Februar 2011
bejorommer Sie und Ihresgleichen sind keine Martyrer, nur weil Sie den Zölibat abschaffen wollen und
die RKK ändern wollen. Sie brauchen sich also nicht so aufzuführen, als wäre Sie Jesusnah – Sie, der
meint, dass eine Mutter schon das Recht haben soll, ihr Kind abzutreiben, wenn Sie es möchte und dass
dies ja deren eigene Entscheidung sein soll, ob das Kind leben soll oder nicht. Oder glauben Sie etwa,
dass Jesus zur Abtreibung ja sagen würde? Ist zu meinen, dass eine Abtreibung vorgenommen werden kann
nun eine Form des Evangeliums nach Jesus Christus? Christus spricht: Mein Reich ist nicht von dieser Welt!
Deshalb werden hier Kinder abgetrieben, weil eben diese Welt nicht sein Reich ist und Sie geben hier gerne
der WELT die Hand, nicht Christus !
bejorommer Ungereimheiten, die nichts mit Jesus und dem Evangelium zu tun haben Meinen Sie im Ernst, daß
IHR Leben sich unproblematisch mit den rigorosen moralischen Forderungen des Mannes aus Nazareth zusammenreimt?
Haben Sie IHREN Lebenswandel schon an den Forderungen der Bergpredigt ausgerichtet? Nochmals: wie viele
Hände haben SIE sich abgehackt, damit SIE keine Hand für die Sünde haben? Wie viele Augen haben SIE
sich ausgerissen, damit SIE niemals jemanden auch nur lüstern anschauen? Haben SIE wirklich niemals einen
der Kleinen zum Unglauben verführt etc. Während Sie mit dem Finger auf andere zeigen, sind drei Finger
auf SIE gerichtet… Schade, daß Sie beim Selberdenken noch nicht bei sich selber angekommen sind, bejorommer!
bejorommer: Hast Du denn auch schon einmal darüber nachgedacht, ob man sich im Vatikan nicht unendlich
weit von diesem Jesus und seinem Evangelium entfernt haben könnte Offensichtlich haben S I E noch nicht
darüber nachgedacht, wie weit S I E sich vom Jesus des Neuen Testamentes entfernt haben. Dieser Jesus
ist ein moralischer Rigorist reinsten Wassers. Er fordert im Ernst: ‘Wenn nicht eure Gerechtigkeit die
der Schriftgelehrten und Pharisäer weit übertrifft, so werdet ihr keinesfalls in das Reich der Himmel
hineinkommen’ Und, bejorommer, wieviele Augen haben Sie sich schon ausgerissen, bevor SIE eine Frau auch
nur im geringsten lüstern angeblickt hätten, um auf jeden Fall in den Himmel zu kommen? Sie quatschen
hier doch unentwegt von angeblich „normaler Sexualität“ usw. – davon ist bei Jesus nichts zu hören und
zu sehen. Stattdessen fordert Jesus eine Vollkommenheit, dessen Maßstab niemand anderer ist, als Gott
selbst: „Seid vollkommen. wie Euer Vater im Himmel vollkommen ist!“ Hat das für SIE Konsequenzen? Wieviele
Hände haben Sie sich denn schon abgehackt, um nur keine Sünde zu begehen und den – von JESUS – angedrohten
Höllenqualen zu entkommen? Wer aber einen dieser Kleinen, die an mich glauben, zum Abfall verführt,
für den wäre es besser, dass ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er ersäuft würde im Meer,
wo es am tiefsten ist. Passen Sie auf, daß Sie sich nicht auf dem Meeresgrund wiederfinden, bejorommer!
#28 Goldengel 10:38:27 | Dienstag, 15. Februar 2011
bejorommer Es wäre es doch so einfach, wieder glaubhafter und interessant zu werden Wieso sollte die
Abschaffung des Zölibats oder das Frauenpriestertum eine Glaubhaftigkeit hervorbringen? Wenn ich mir
die evangelische Kirche ansehe, welche Frauen als Priester haben, sehe ich deshalb keine Verbesserung.
Auch sehe ich keine Verbesserung darin, die Kirche zu verweltlichen – denn dann ist es ja keine Kirche
Christi mehr, da diese nur mehr der Welt dient. Sie meinen, dass ja der Mensch immer seinen Willen durchsetzen
soll, doch Christus spricht: Herr, nicht mein Wille geschehe, sondern deiner. Außerdem haben Sie nicht
begriffen, dass Geistliche Verzichtende sein sollen und so Jesus nachfolgen sollen. Es gibt viele gute
Priester der RKK, die auch Verzicht üben und in armen Ländern ihren Dienst tun und auch viele Ordensleute –
diese Leute wissen, WEN sie zu dienen haben – den Seelen Gottes, nicht unbedingt sich selbst durch die
Schätze dieser Welt. Dem Evangelium sind jene Geistlichen nahe, welche eben nicht nach ihren eigenen
Wünschen handeln, sondern nach dem Geist Christi, der für uns lebte und der sagte: Mein Reich ist nicht
von dieser Welt. Das Memorandum, das Sie hier ansprechen ist voll von weltlichen Wünschen – von Wünschen
weit weg vom Weg Christi, der eben nicht den Weg der Welt ging, sondern einen ganz anderen Weg – jenen
Weg von seinen egoistischen Wünschen eben loslassen zu können
#27 bejorommer 10:25:41 | Dienstag, 15. Februar 2011
Domenico – eigenes Denken ist gefragt Hast Du denn auch schon einmal darüber nachgedacht, ob man sich
im Vatikan nicht unendlich weit von diesem Jesus und seinem Evangelium entfernt haben könnte und die
Schreiber des Memorandums Jesus und dem Evangelium doch serh viel näher sein könnten und dürften? Josef
Berens (als einfacher, selbst denkender Katholik
#26 wolfgang e. 10:25:11 | Dienstag, 15. Februar 2011
lieber bejorommer: Wer ist glaubhafter: 1. Jemand, der in Schwierigkeiten seine Überzeugungen über Bord
wirft, um den Schwierigkeiten auszuweichen? oder: 2. Jemand, der in Schwierigkeiten treu zu seinen Überzeugungen
steht, auch wenn dadurch die Schwierigkeiten vielleicht größer werden? Ich kann in der Petition bei
bestem Willen keine „echte Rückbesinnung auf Jesus und das Evangelium“ finden. Was, bitteschön, hätte
Frauenpriesterum und Homoehe mit dem Evangelium zu tun? Kannst Du mir dazu irgendeine Evangelienstelle
nennen? Ach ja, und eine „Verabschiedung von übertriebener, unsinniger Prinzipienreiterei“ täte vielen
gut, ich denke dabei auch an einige pragmatisierte Professoren…
bejorommer will angeblich „echte Rückbesinnung auf Jesus“ Welchen Jesus hätten’s denn gern, Josef Berens?
Auch den Jesus, der gesagt hat. „Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert“ …Auch
den Jesus, der vor allem als Exorzist aufgetreten ist und auf Schritt und tritt vor den Flammen der Hölle
warnt? …Auch den Jesus, der in seiner moralischen Rigorosität über alles hinaus geht, was selbst die
Frömmsten bisher gefordert hatten? Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen. Ich
aber sage euch: Schon wer eine Frau mit begehrlichen Blicken ansieht, der hat im Herzen mit ihr die Ehe
gebrochen. Wenn dich also dein rechtes Auge verführt, dann reiß es heraus und wirf es weg! Besser, du
verlierst eins deiner Glieder, als dass du heil und unversehrt in die Hölle geworfen wirst. Und wenn
dich deine rechte Hand verführt, Böses zu tun, so hack sie ab und wirf sie weg! Es ist besser, ein Krüppel
zu sein, als mit Haut und Haaren in die Hölle geworfen zu werden. Matthäus 5, 28-30 Haben Sie schon
angefangen mit der „Rückbesinnung“ auf d i e s e n Jesus, oder hatten Sie den immer schon verdrängt
durch die beliebte Lenor-Version eines Flanell-Jesus zum Ankuscheln? Pech für
#24 bejorommer 10:09:05 | Dienstag, 15. Februar 2011
Dabei wäre es doch so einfach Es wäre es doch so einfach, wieder glaubhafter und interessant zu werden.
Eine Verabschiedung von übertriebener, unsinniger Prinzipienreiterei und eine echte Rückbesinnung auf
Jesus und das Evangelium, wovon man sich doch, in Selbstherrlichkeit und Rechthaberei unendlich weit entfernt
hat, würde da sicher Wunder wirken. Ohne wirkliche und erkennbare Reaktion wird die kaht. Kirche immer
kleiner und unbedeutender werden und in absehbarer Zeit zur Sekte innerhalb der christlichen Kirchen verkommen.
So sind die Austritte auch nicht das größte Problem für unsere kath. Kirche sondern viel mehr die Tatsache,
daß immer mehr selbst denkende Christen und Katholiken zwischen Evangelium und erfundenem Unsinn zu trennen
versuchen und sogar verständlicherweise immer mehr eigenverantwortlich nach dem rechten Weg und der Wahrheit
suchen. So werden Volksbegehren, Memorandums und Petitionen bei verantwortungsbewußten Christen und Katholiken
weiter zunehmen, aber auch die Zahl der Christen, die vielleicht berechtigt erkennt, daß unsere derzeitige
kath. Kirchenführung, sich weit von Jeus und dem Evangelium entfernt hat und so nicht unbedingt Verwaltungsbüro
des Himmels sein kann. Hier die Petionsliste dazu: kirche2011.de/?page_id=7 Josef Berens (als einfacher,
selbst denkender Katholik
Kleine Hilfe zum Durchblick: Kardinal Kasper wies die Forderung der mehr als 200 Theolunken nach der Homo-Ehe
weder schroff im Ton noch sanft dagegen argumentierend zurück – und sprach NUR davon, daß jene nichtkatholischen
Kirchen, bei denen die Homo-Ehe längst auf der Tagesordung stünde , sich Probleme in bezug auf das Kopfschütteln
vieler Anhänger eingehandelt hätten. Michael Praller von der Wiener Tageszeitung DIE PRESSE schlägt
einen noch VIEL größeren Bogen um dieses heikle Thema und schwadroniert nur von weniger Relevantem und
mit der noch deutlicher erkennbaren Absicht, sich möglichst wenig konkret zu äußern.
#21 wolfgang e. 23:15:33 | Montag, 14. Februar 2011
@ fundi: Radikal Also, im Vergleich zur Mainstream-EKD ist bibeltreue sicherlich radikal… (Wenn man
will, könnte man auch sagen: konsequent). Übrigens: konservatives Schriftverständnis ist eigentlich
nicht das wortwörtlich fundamentalistische der konservativen Protestanten(„wenn in Gen.1 steht, Gott
hat die Welt in 6 Tagen erschaffen, dann ist das so“), sondern die Auslegung durch die entsprechende Autorität,
wie sie in der katholischen und in den orthodoxen Kirchen gepflegt wird, und schon in der Bibel beschrieben
wird („die 6 Tage könnten auch eine wesentlich längere Zeit bedeuten, wie schon Augustinus im 4.Jh.
festgestellt hat“). Die protestanten haben eben die auslegende Autorität (= das Lehramt) radikal abgelehnt,
daher bleibt nurmehr entweder: Belibigkeit der Auslegung, oder: völliges Wortwörtlich-nehmen der Bibel.
Beides geht am Sinn der Bibel vorbei, und beides können wir bei den verschiedenen evangelischen oder
evangelikalen Gruppierungen beobachten. Die EKD tendiert sehr stark zur 1. Lösung, die jungen und konsequenteren
Evangelikalen (ja, ich gebe zu, mit vielen Nouancen) eher der 2. Lösung. Ja, und Wachstum erreicht man
eher mit der 2. Lösung, da Konsequenz (auch die falsche) eben attraktiver ist als Beliebigkeit. Das kann
man auch bei katholischen Orden beobachten: Zulauf haben gerade die Ordensgemeinschaften mit strenger
Observanz.
Dass sich die Kirche der Welt angleichen möge war schon immer der sehnlichste Wunsch ihrer Feinde. Bislang
kam dieser Wunsch immer von weltlichen Statthaltern die Verfolgung androhten, heute erschallt die Forderung
von Irreführern die nach aussen das Kreuz tragen aber das Pentagramm in der Seele haben wenn sie nicht
gehirngewaschene Naivlinge sind. Wesen und Aufgabe der Kirche ist es Sprachrohr Gottes in der Welt zu
sein was allmeist bedeutet einen Diametralen Gegenpart zur je aktuellen zeitgeistigen Tendenz/Gesellschaft
einzunehmen. Vor allem in heutiger Gesellschaft ist eine Fundamentalopposition der Kirche unabdingbar
will man dem Willen Gottes gerecht werden. Alleine schon die Forderung dass sich die Kirche anpasst offenbart
den Eklatanten Irrglauben dass die kirche nur ein weltlich Menschenwerk sei. Wer aber glaubt die Kirche
sei Menschenwerk hat überhaupt kein Recht in ihrem Nemen zu sprechen, Forderungen zu stellen oder Ratschläge
zu erteilen. Die Klientel die sich im Pamphlet anschickt „eklatante Kirchenprobleme zu lösen“ ist selbst
die Hauptursache dieser Probleme. Wären sie wirklich Problemlösungsorientiert würden sie sich selbst
entsogen
Wieso sollte man „aussortieren“… @ Rudolfus? Weil dir die Realität nicht passt, nämlich dass insgesamt
Tausende das Memorandum unterstützen und gerademal ein paar hundert die Gegenposition. Hier zeigt sich
wie verschwindend gering die Anzahl der Traditionalisten ist, obwohl selbige immer das Gegenteil behaupten.
Bei allen Unterzeichnern sollten aussortiert werden: Die Dogmaleugner – also unermeßlich viele. Die Feinde
des kanonisierten Meßritus – also fast alle. Die Unkeuschen, die Ehe- und Zölibatsbrecher, die Kinder-
und Jugendschänder – also wer? Bleiben nicht viele übrig. Alle sollten entlassen werden.
Wolfgang e. -was ist „radikal? „Radikal“ ist eine Definitionsfrage wie auch, ob medrum. typisch für Evangelikale
ist-für konservative Evangelikale (1 der 3 großen Gruppen der Evangelikalen) ganz sicher nicht: Medrum
ist ein konservatives Medium, das fast ohne Einschränkung alles „Konservative“ und im weitesten Sinne
des Wortes „Christliche“ lobt- ganz im Gegensatz zum viel engeren typischen konservativen Evangelikalen.
In der Schweiz regiert seit 1848 die Radikal-Demokra-tische Partei…die (DIE) traditionelle Partei des
liberalen Bürgertums… Und „absoluter Gehorsam“ bei Evangelikalen? Evangelikale haben praktisch alle-
Ausnahme: einige Pfingstler in Lateinamerika – genau (mindestens) die demokratischeren Strukturen, die
Katholisch-Konservative vehement ablehnen und Linkskatholiken eher fordern… Und wenn Bibeltreue (konservatives
Schriftverständnis), die etwa auch Bonhoeffer forderte, und schlichte Gottesdienste für sie „radikal“
sind…
#13 wolfgang e. 13:53:18 | Montag, 14. Februar 2011
Ich habe die stark expandierenden Evangelikalen… …, z.B. in Lateinamerika kennengelernt: Die sind
durchaus radikal: 1. Sehr einfache Lehrgebäude (z.B. fundamentalistische Bibelauslegung ohne wenn und
aber, alles ist wörtlich zu nehmen) 2. absoluter Gehorsam 3. radikale Lebensänderung (striktes Alkohol
und Nikotinverbot, etc.) 4. Die Gottesdienstgestaltung hat mit „tridentinissch“ tatsächlich nichts zu
tun. Auch hier zeigt sich eher eine radikale Schlichtheit… Genau diese Gruppierungen expandieren dort.
Ich will nicht sagen, dass ich diese Gruppierungen super finde, aber ohne ihre Radikalität würden die
nicht so expandieren. Auch bei uns wachsen eher die „radikaleren“ Freikirchler (die sind allerding hierzulande
auch intelektuell anspruchsvoller, und in moralischen Fragen der Katholischen Kirche oft viel ähnlicher
als der EKD; interessanterweise verteidigt z.B. die evangelikale Nachrichtenseite „Medrum“ die katholische
Kirche gegenüber dem Theologen-Memorandum).
Wolfgang. e- sehe ich ETWAS anders Die Evangelikalen und Pfingstler sind vielseitig – „radikal“ würde
ich allenfalls minimalste Gruppen nennen. Aber auch in Deutschland und Österreich wachsen sie teils deutlich.
Die deutsche EKD (und Österreichs Evgl. Kirche A.B.) dulden Evangelikale, etwa Gemeinden der Evangelischen
Gesellschaft für Deutschland oder der Lutherische Gebetsgemeinschaft. Bedingungszölibat kennen Evangelikale
nicht, Hierarchie auch kaum, strikt ritualisierte,tridentinische Gottesdienste auch nicht – zumindest
insofern wären sie sozusagen „niederschwellig“…
Das Pamphlet geht „zurück an den Absender“; Petition „proecclesia“ aktuel 3044 Unterschrifen ! Das Pamphlet
der berufswegen Mauerkratzer/innen am Wesen und der Struktur der Kirche; auch „Theologen“ genannt, stösst
bei treugläubigen röm. Katholiken mehr als sauer auf; die Unterschriftenflut für die Petition „proecclesia“ www.razyboard.com/…07667-6033234-0.html ist ein längst überfälliges Bemerkbarmachen jener, die (
zu ) lange unter dem Modernistendiktat geschwiegen haben; die Zeit der glaubens- und kirchenzersetzenden
„Neuerung“ läuft ab; diese hat ein Glaubenstorso hinterlassen; die hierfür Hauptverantworlichen sind
nebst vielen autoritsätsmässig „zahlosen“ Bischöfen die Damen und Herren auf den theologischen Lehrstühlen;
wenn ein sog. „röm. kath.“ Theologe, Herr Striet, ungehindert deratige Häresien verbreiten kann: „in
unserer Welt keine abschließende Möglichkeit, etwas allzu wahr zu behaupten, und erst recht nicht im
Bereich der Gottesfrage“ dann genügt ein Vergleich zum „Credo“ der Freimaurerei; diese Seelenverderberei
leugnet vehemet die Wahrheit Jesus Christus; „es gebe keine absolute Wahrheit“; die sog. „Weltreligion“
hat heute besonders innerkirchlich willfährige Lakaien www.razyboard.com/…07914-5919824-0.html Das
hw Priesteramt steht dazu „im Wege“ www.razyboard.com/…07691-5966140-0.html
#10 wolfgang e. 13:08:25 | Montag, 14. Februar 2011
@ Fundi Weltweit betrachtet sieht vieles anders aus, auch das ist eines der Probleme des Memorandums.
Die Theologen hatte die katholische Kirche in Deutschland vor Augen (in einer gewissen Scheuklappenmentalität,
als ob nur die Deutschen wichtig wären.) Es ist daher legitim, wenn Michael Prüller dem ebenfalls die
Situation der Evangelischen Kirche in Deutschland gegenüberstellt. Weltweit gesehen kann man folgendes
feststellen: 1. die Zahl der katholischen Priester steigt. 2. Die Katholische Kirche wächst (nicht nur
die Zahl der Taufscheinchristen). 3. Einige evangelikale Gruppierungen, v. a. freikirchlicher Ausrichtung
zeigen ein deutliches Wachstum. Kennzeichen dieser Gruppierungen ist eine enorme Radikalität (die evangelische
Kirche in Deutschland würde es sich daher verbitten, mit diesen Gruppierungen auch nur irgendwie in Verbindung
gebracht zu werden…). Bei aller Problematik kann man am Wachstum dieser Gruppierungen erkennen: Zu Wachstum
gelangt man nicht, durch niederschwelligere Angebote, sondern durch höherschwelligere Forderungen. Interessant,
nicht?
Grunddissens Lorenz hat Recht: Es gibt einen innerkirchlichen Grundkonflikt. Priester, Ordensleute, Religionslehrer,
Theologiestudenten und andere im kirchlichen Dienst unterschreiben auf beiden Listen in großer Zahl.
Diesen Dissens gibt es auch innerhalb der DBK, daher das dröhnende Schweigen der allermeisten Bischöfe
(Algermissen ist unbedacht vorgeprescht, Genn musste wegen Münster, sonst herrscht Stille). Allerdings
ist der größere Teil der Katholiken auf der Seite des Memorandums (was für sich genommen noch nichts
heißt), bei den Bischöfen ist es der kleinere Teil. Daher werden sie sich auch im März auf keine gemeinsame
Linie einigen können. Es wird bei der Stagnation bleiben. Die Folgen sind im Memorandum zutreffend beschrieben.
Anonyme Unterschriften gibt es in beiden Lagern, und gefakte auch. Das besagt gar nichts. Wenn man gerne
über Zahlen spricht, darf man nicht übersehen, dass es außer www.kirche2011.de noch andere Petitionen
im Internet gibt, die das Memorandum unterstützen.
Prüllers pauschales Protestantenbild Tatsächlich wachsen die Evangelischen weltweit deutlich schneller
als die RKK, vom Wachstum an Engagierten (statt Karteileichen) ganz zu schweigen…
Die Bischöfe schweigen zu lange… Es ist lustig wer da alles unterschreibt. So manche Berufsgruppe fällt
einem ziemlich häufig auf…Bischöfe nun wisst Ihr, wer aus euren Reihen gegen Euch ist. Was gedenkt
Ihr denn zu tun? Aussitzen und warten bis diese Meute alle Leute von der Kirche abgebracht haben? …proecclesia.wordpress.com/unterzeichner/
Nun ist manchmal der Leib spindeldürr und schlank und dann hat er überbordende barocke Formen und andere
krebserregende Fettpolster und Auswucherungen, durch welche die Flexibilität des Leibes ganz massiv behindert
wird…
Kreuz.net sollte die Entwicklung der Unterschriftenlisten weiter dokumentieren Dass die sogenannten Theolunken
in Führung liegen, stört dabei nicht. Die Sache verdient auch so der Aufmerksamkeit, weil der Unterzeichnerwettbewerb
den innerkirchlichen Grundkonflikt schön vor Augen stellt, so dass auch bald kein Bischof mehr darüber
hinwegpredigen kann. Ich wage auch folgende Prognose: Die Zahl der anonymen Unterstützer (nicht im Internet
namentlich einsehbar) dürfte bei der Petition „Pro Ecclesia“ viel höher liegen, weil hier die weniger
massentaugliche Position vertreten wird. Es bedarf größerer Courage diese Petition öffentlich zu unterstützen.
mit diesem Widerstand haben Die Verfasser sicher nicht gerechnet Das zeigt einmal mehr, was passiert,
Wenn man sich nur noch im Altliberalen millieu herumtreibt. Möge jetzt noch die DBK aufwachen und der
Tag ist gerettet. Denkt Der Freche Jolie