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Mit Spannung erwartet + Neuer Paß für alten Patriarchen + 1000 Kinder – 1000 Kreuze + Freundlich + Korrektur

Vatikan. Gestern Montag äußerte sich Benedikt XVI. erstmals zum italienischen Bioethik-Referendum vom 11. und 12. Juni. Der Papst versicherte den Bischöfen des Landes seine Unterstützung. Die italienischen Bischöfe riefen die Bevölkerung zum Boykott der Abstimmung auf. Das Referendum braucht eine Stimmbeteiligung von 50%, um bindend zu sein. Italien besitzt eines der besten Bioethik-Gesetze der EU. Es schützt das Leben und die Würde des Menschen relativ gut. Der Heilige Vater erklärte vor der Italienischen Bischofskonferenz: „Euer Einsatz ist ein Zeichen für die Sorgen, die Ihr Hirten Euch um das menschliche Wesen macht. Dieses darf nie auf ein Mittel reduziert werden, sondern ist immer der Zweck.“
Neuer Paß für alten Patriarchen
Heiliges Land. Die griechisch-orthodoxen Bischöfe im Heiligen Land haben gestern den Metropoliten von Petra in Jordanien, Erzbischof Kornelios Rodoussakis (69), einstimmig zum Verweser ihres Jerusalemer Patriarchates gewählt. Der Metropolit stammt aus Kreta. Er studierte in Chalki bei Istanbul Theologie. Dort war der gegenwärtige Patriarch von Konstantinopel, Bartholomäus I., sein Studienkollege und Freund. Bartholomäus I. – das Ehrenoberhaupt der Orthodoxen – würde seinen Mitbruder Kornelios gerne als neuen Patriarchen von Jerusalem sehen. Der Vorgänger, Irenaios I., wurde letzte Woche wegen dubioser Finanzgeschäfte abgesetzt. Die griechische Regierung hat ihm bereits einen neuen Paß mit der Berufsbezeichnung „ehemaliger Patriarch“ ausgestellt.
1000 Kinder – 1000 Kreuze
Deutschland. 1000 Kinder fallen in Deutschland an jedem Werktag des Jahres der Abtreibung zum Opfer. Seit dem Jahr 2000 protestiert die deutsche Lebensrechtsorganisation „Durchblick“ dagegen mit einer „1000 Kreuze Aktion“. Am 4. Juni werden auf einem Feld in Künzelsau in Nordwürttemberg 1000 weiße Kreuze als Mahnmal aufgestellt. Vor der Eröffnung des Mahnmals findet beim Rathaus von Künzelsau eine Kundgebung statt. Als Sprecher ist Richter Rainer Beckmann aus Würzburg geladen. Er ist Mitglied in der Enquetekommission des Bundestages „Ethik und Recht in der modernen Medizin“.
Freundlich
Deutschland. Der Präsident des Evangelischen Kirchentages, Eckhard Nagel, meinte am Samstag abend beim Evangelischen Kirchentag in Hannover, daß es eine „freundliche Geste“ wäre, wenn Protestanten zur Kommunion in einer katholischen Messe zugelassen würden. Nagel sagte das im Hinblick auf den zweiten Ökumenischen Kirchentag, der 2010 in München stattfinden wird. Während des Kirchentagesbedauerten der Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland, Wolfgang Huber, und Karl Kardinal Lehmann, daß zwei Jahre nach dem ersten Ökumenischen Kirchentag in Berlin noch keine Interkommunion möglich sei. Dabei zeigte Kardinal Lehmann ein „gewisses Verständnis“, wenn Eheleute verschiedener Konfessionen die Interkommunion praktizieren würden.
Korrektur
USA. Die Nachrichtenagentur ‘Associated Press’ entschuldigte sich am vergangenen Freitag für einen Fehler, der ihr am Donnerstag unterlaufen war. In der Mitteilung heißt es: „Die ‘Associated Press’ berichtete irrtümlich, daß die Katholiken glauben, daß die Eucharistie den Leib und das Blut Christi symbolisiert. Statt dessen glauben die Katholiken, daß die Eucharistie der Leib und das Blut Christi ist.“
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Dienstag, 31. Mai 2005 10:05
Niclaas: Kommuniongemeinschaft als freundliche Geste
Statt das eigene Profil zu schärfen und die darin enthaltenen Unstimmigkeiten auszuhalten, greift der
protestantische Selbstverdruß nach dem Kostbarsten, was die röm.-kath. Kirche in ihrer Tradition bewahrt
hat: die hl. Eucharistie.
Es ist verblüffend festzustellen, zu welcher Gestalt sich die Ökumene im zunehmenden Bewußtseins des Skandalons gewandelt hat: hier betteln mittlerweile die Protestanten um ihre Anerkennung seitens der Katholischen Kirche, da sie aus sich selbst keine Identität stiften können.
Es ist verblüffend festzustellen, zu welcher Gestalt sich die Ökumene im zunehmenden Bewußtseins des Skandalons gewandelt hat: hier betteln mittlerweile die Protestanten um ihre Anerkennung seitens der Katholischen Kirche, da sie aus sich selbst keine Identität stiften können.
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