Kommentar
Es gibt so viele Heute, wie es Leute gibt
Fragt den Pfarrer von Ottobrunn: Nach dem „modernen Weltverständnis“ kann man Depressionen neu beim Masseur behandeln lassen und den Schulabschluß beim Hausarzt nachholen. Ein Kommentar.
Der Dialog muß sich auf den konzentrieren, der gestern, heute und morgen der gleiche ist.
Der Dialog muß sich auf den konzentrieren, der gestern, heute und morgen der gleiche ist.
© Bild: Lawrence OP, CC
(kreuz.net) Die Kirche befinde sich „zunehmend spürbar in einem grundlegenden theologischen Paradigmenwechsel“.

Das schrieb der altliberale Pfarrer Christoph Nobs (47) aus der 20.000-Seelen-Gemeinde Ottobrunn im Landkreis München am Dienstag in einem Leserbrief für die Tageszeitung ‘Münchner Merkur’.

Der Geistliche liefert auch eine psychologische Diagnose: „Das weiß die Kirchenleitung und davor hat sie zutiefst Angst“ – die Armen.

Ein ganz mutiger Moderner

Selber huldigt der mutige Modegeistliche der von den Mächtigen propagierten „aufgeklärten Moderne“.

In deren Folge finde gerade in breiten Bevölkerungskreisen ein „kompletter theologischer Umbau, Teil-Abriß und Neubau“ statt – umschreibt Hw. Nobs den Glaubens- und Sittenverfall in Dekadenz-Deutschland.

Das bereitet ihm keine Sorgen, eher die luftzuführenden Organe der Konservativen: Ihnen stocke der Atem.

Hw. Nobs klagt über die kümmerlichen konservativen Kreaturen.

Sie lebten „teilweise immer noch mit nicht mehr haltbaren Glaubens- und Kirchenverständnissen, mit mythologischen Welt- und Gottesbildern, mit Liedern und liturgischen Modulen, die vernunftbegabten Zeitgenossen nicht mehr vermittelbar sind.“

Den Ausdruck „liturgische Module“ hat sich Hw. Nobs aus der altliberalen Besenkammer ausgelehnt.

Dort liegen jene Utensilien herum, mit denen die altliberalen Kirchenfunktionäre die „vernunftbegabten Zeitgenossen“ seit dem Konzil im Namen der Zeit aus der Kirche fegen.

Ein Stockwerk zuviel

Hw. Nobs sieht die Probleme nicht bei der altliberalen Bankrottwirtschaft, sondern – im dämonisierten Mittelalter.

Es werde bei den bösen Konservativen so getan, empört er sich, „als ob immer noch das mittelalterliche Drei-Stock-Werk-Weltbild gelte, eine Aufspaltung der Welt und des Menschen in natürlich und übernatürlich, in Körper und Seele.“

Rückfrage: Von welchen drei Stockwerken war da im Mittelalter die Rede?

Und was bedeutet es, daß die „Aufspaltung“ des Menschen in Körper und Seele abgeschafft ist? Vielleicht, daß man Depressionen neu beim Masseur behandeln und den Schulabschluß beim Hausarzt nachholen kann?

Der mutige Fortschritts-Pfarrer gibt den verängstigten und konservativen Bischöfen einen Ratschlag – und redet dabei im Namen der Menschheit:

„Die Kirchenleitung täte gut daran zu respektieren, daß Menschen sich heute nicht mehr mit dem Katechismus zufrieden geben, sondern einen freiheitlich- erfahrungsbezogenen Glauben auf den Grundlagen des heutigen modernen Weltverständnisses leben wollen.“

Jemand müßte Hw. Nobs darauf hinweisen, daß es angesichts der Zersplitterung des postmodernen Pluralismus nicht unproblematisch ist, von einem „heutigen modernen Weltverständnis“ zu sprechen.

Morgen ist heute gestern

Hw. Nobs teilt mit, daß die modernen Weltversteher und freiheitlichen Erfahrungsgläubigen gerade dabei sind „neue Gottes- und Kirchenbilder“ zu entdecken.

Diese würden die Theologie vor grundlegend „neue Herausforderungen stellen, die bisher noch nicht beantwortet werden (durften).“

Deutlicher wird er nicht.

Aber man darf hoffen, daß er nicht auch von den Geschlechtsorganen redet, die doch erst im kinderlosen Deutschland der Gegenwart entdeckt wurden.

Hw. Nobs empfiehlt der „Kirchenleitung“, sich auf einen „längst überfälligen freiheitlichen und offenen theologischen Dialog“ einzulassen.

Dabei sollte die „Kirchenleitung“ auch die altliberalen Denkschablonen hinter sich lassen.

Das Ziel dieses Dialoges besteht darin, „»im Heute Gottes« anzukommen mit den heutigen Menschen und der heutigen Welt“ – zieht der Heute-Geistliche den Leuten die Häute über die Ohren.

Das Problem: Es gibt so viele Heute wie es Leute gibt.

Der gewünschte Dialog wird sich auf Gott konzentrieren müssen – der gestern, heute und morgen der gleiche ist.

Ein Salto mortale in die 60er Jahre

Dann kommt ein herber Rückschlag.

Hw. Nobs zieht das Konzilsdokument ‘Gaudium et Spes’ aus dem Zylinder.

Es handelt von der Kirche der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts und ist stark vom damaligen Kalten Krieg geprägt.

Dieses veraltete und von der Wirklichkeit eingeholte Dokument bezeichnet der Heute-Geistliche treuherzig als „theologischen Quantensprung nach vorn“.

Erst jetzt versteht man, was er mit seinem „Heute“ meint – die dekadenten 60er Jahre des letzten Jahrhunderts.

Doch diese Zeiten sind zum Glück vorbei, auch wenn es die Randalierer von damals vielleicht nicht gemerkt haben.

Kein Wunder, daß diese heute-anbetende 68er-Meute heulend ihre Häute davonschwimmen sieht.

Zu Recht spricht Hw. Nobs sich und seinen Heute-Leuten das Urteil:

„Heute gewinnt man gelegentlich den Eindruck, als konzentriere man sich auf einen Salto mortale rückwärts.“
      
22 Lesermeinungen
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#23   LASKO !   11:01:20 | Montag, 21. Februar 2011
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#22   defendor   09:39:35 | Samstag, 19. Februar 2011
Der Versuch der Aushöhlung der Heiligen Mutter Kirche…
…läuft vornehmlich über die Abneigung gegenüber der heiligen Tradition…
Wölfe im Schafspelz arbeiten verbissen am Versuch der „Entheiligung“ der Heiligen Mutter Kirche …
der mystische Leib unseres HERRN und GOTTES JESUS CHRISTUS
soll als banale „Weltorganisation“ wahrgenommen werden
und
nicht mehr als
ERLÖSER-KIRCHE !
Geworben wird mit einem
„braven Christentum“
ohne
jegliches Sündenbewusstsein mehr und mit einem angebl. „Paradies auf Erden“…
der „Menschen-Dienst“, der auch die hl. Liturgie mit modernistischem Scherbenhaufen durchsetzt hat, verdrängt den GOTTES-DIENST !
Uebriggeblieben ist vielerorts ein
l e e r e r
Glaube, dessen Kennzeichen es ist, dass sich das Leben vieler „Gläubigen“
nicht mehr
von demjenigen der Welt-Menschen unterscheidet.
Erschreckend wahrnehmbar auch an der oft
völligen Ehrfurchts-Losigkeit
gegenüber der
GEGENWART unseres HERRN und GOTTES JESUS CHRISTUS im allerheiligsten Altar-Sakrament und im Tabernakel…
wenn es soweit ist, dass sich „Gläubige“ in ihrem Lebenswandel kaum mehr von den Welt-Menschen unterscheiden…
dann ist sie angebrochen…
die
– freilich nur kurze –
Schein-Herrschaft des Vaters der Lüge, Satan, auch innerhalb der Kirche !
Daher unterstützen auch Sie die gewaltigen Zuspruch erfahrende
PETITION „PROECCLESIA“
…proecclesia.wordpress.com/
Die Heilige Mutter Kirche ist kein „Eigentum“
der „Aufbruch-Bewegten“ !
dominus-iesus.de/…loria-Polo-Ortiz.htm
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#21   DerRabe   09:14:06 | Samstag, 19. Februar 2011
es ist unglaublich…
…was dieser theologische dussel da von sich gibt! wenn er die von gott selbst vermittelte wahrheit von paradies und hölle für unwahr hält, wenn er meint die wunder jesu’, die tiefere frömmigkeit, das mythologische usw. seien einem vernunftbegabten menschen nicht mehr vermittelbar, dann erklärt er damit gott und die wirklich gläubigen zu trottel. er trennt den glauben auf bis auf das rohe fleisch und skelettiert ihn schlußendlich.
und solche üblen menschen beherrschen den geist christi?
es ist allerhöchste zeit mit diesen typen aufzuräumen!
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#20   juemuc   07:47:50 | Samstag, 19. Februar 2011
@ ReformderZukunft…
a) Sicher kann man bei pro ecclesia mehrfach unterschreiben, man braucht nur genügend e-mail-Adressen
und b)
Anders als bei den Linken „Freiheit Memorandum“ da es viele gibt die so unterschreiben „Anonym, Freiburg“
Ist das völliger Unsinn, denn bei dieser Petition wird ebenso die e-mail-Adresse überprüft. Es unterschreibt keiner „Anonym, Freiburg“, sondern die Programmierung der Seite fügt das so in die Liste ein, wenn man bei Unterschreibung anklickt, dass der Name Online nicht angezeigt werden soll.
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#19   l'alleanzadifensivaperlaverità   19:51:38 | Freitag, 18. Februar 2011
Grau wie ein Wolf im Schafspelz – oder rot wie ein Drache?
:-! >:) :-[ :'(
Ist dieser Priester ein eingeschleuster Freimaurer oder ein eingeschleuster Kommunist?
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#18   ReformderZukunft   17:24:23 | Freitag, 18. Februar 2011
@kammerjäger
Innerhalb einer Woche sind es nun fast 5000 Unterzeichner und Mehrfachunterzeichner fallen raus, da dies geprüft wird. Anders als bei den Linken „Freiheit Memorandum“ da es viele gibt die so unterschreiben „Anonym, Freiburg“
Solche Ex-Priester wie Nobs die nur noch ihre Sekte um sich scharren sind schon lange weg von der echten Kirche!
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#17   Paul M.   17:14:15 | Freitag, 18. Februar 2011
kammerjäger: Was gibt es da zu lachen?
Ja, was, Insektenvernichter? :-S
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#16   kammerjäger   17:01:27 | Freitag, 18. Februar 2011
Zur Petition pro ecclesia
WOW!
Da bin ich schwer beeindruckt!
Bis zum Ende des Jahres werden das 5000 Unterzeichner aus dem deutschsprachigen Raum (Mehrfachzeichner miteingerechnet ;-) )
:-D :-D
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#14   Paul M.   15:27:00 | Freitag, 18. Februar 2011
….petition-pro-ecclesia.de/
:(3 Petition Pro Ecclesia! :(3
Nicht nachlassen! :-|
Weitermachen und wahrer katholischer Bekenner sein! o^/
Einfach online unterzeichnen: :)3
….petition-pro-ecclesia.de/?page_id=206 :(3
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#13   juemuc   14:35:14 | Freitag, 18. Februar 2011
@Sefirot
„Homophob“ wäre ja ein kompliment aus kreuz.net-Sicht.
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#12   monens   14:17:33 | Freitag, 18. Februar 2011
Hw Nobs; „Braver Schüler“ von Hw Rahner und Vorgrimler ?
Man lese deren „Meinung“ in „Kleines Konzilskompendium“ in der Einleitung zur „Konstitution über die heilige Liturgie“
„Widerstände erheben sich aus sogenannten akademischen Kreisen, deren Anghörige ihre Unfähigkeit zur Kommunikation, ihren Bildungsdünkel und ihr steriles Verhältnis zur Geschichte hinter dem Anspruch besonderer Kirchlichkeit zu tarnen suchen, indem sie ihre Ressentiments als Massstab des Katholischen ausgeben.
Dem Konzil war es leichter, als dies den einzelnen Bischofskonferenzen und Bischöfen geworden wäre, diese wortstarken und teilweise einflussreichen, aber in der Humanität gescheiterten tragikkomischen Randfiguren der Kirche völlig ausser acht zu lassen…
(…)“
erstaunliche „Uebereinstimmungen“, nicht wahr ?; man wird den Eindruck nicht los, dass die „Neuerer“sprache nicht mehr von der Kirche als Mutter der Lebendigen spricht
www.razyboard.com/…07888-5929066-0.html
sondern von einer nach aussen noch „Kirche“ bezeichnenden, aber innen „hohlen“ Allerweltsinstitution fernab dem Wesen und der Struktur der Kirche; eine bessere „Wohlfahrtsorganisation“ in „ganz humaner“ freigeistlich gesinnter Aufmachung und fast „beschämt“ entschuldigend auf ihre HEILIGKEIT und UEBERNATÜRLICHKEIT nur noch marginal hinweisend; eine latente „Angst“ vor der Tradition lähmt hw Priester in ihrem segensreichen Wirken;
www.razyboard.com/…07690-5862114-0.html
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#11   polenpaule   13:30:06 | Freitag, 18. Februar 2011
Klare Räubersynodendarstellung
Die Ausführungen sind ebenso klar wie unklar, wie alles, was die Konzilsversammlung an theologisch-liturgischem Unfug und Unglauben produziert hat. So kann sich jeder nach seinem Gusto wie in einem Supermarkt bedienen: Darf es noch etwas Frisches und Inspiratives sein? Dann nehme man noch eine Faschings-„Eucharistie“ oder ein Fladenbrot mit Grillzange und begehe eine Prozession um das „goldene Kalb“ der konziliaren Narreteien und rufe: „Münchner Weißwurscht á la Marx gewürzt mit etwas R. kommt immer gut an!“ Die Leute konsumieren wie verrückt! Das ist die Inspiration der Räubersynode und noch eine Prise Zen – Meditation á la Assisi! Wunderbar, alles ist konziliare Weißwurscht!
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#10   Jubärens   12:10:04 | Freitag, 18. Februar 2011
Geschredderter Gedankenmüll, verpackt in der gelben Sack des Modernismus:
Es werde von den Konservativen so getan, „als ob immer noch das mittelalterliche Drei-Stock-Werk-Weltbild gelte, eine Aufspaltung der Welt und des Menschen in natürlich und übernatürlich, in Körper und Seele.“
Von drei nimm zwei und dialogisiere zu einem:
Die angeblich drei Mittelalterstockwerke verwandeln sich in eine dialektische Zweiteilung von Natur und Übernatur, die nunmehr in einem Dialogprozess im modernen Humanum aufgehoben werden muss.
Der kantianisch aufgeklärte und dann verhegelte Rahner lässt wiedermal grüßen.
Der freudianisch Siegmund Freud aber protestiert energisch gegen Pfr. sNobs:
Mein modernes Menschenbild ist nicht nur zweigespalten, sondern sogar dreistöckig – wie im Mittelalter:
Der Mensch steht aus seinem Basis- oder Triebe-ES, im oberen Stockwerk des psychischen Apparates herrscht das ÜBER-ICH und in der Paterre des Menschseins sollte das ICH gewissermaßen das Zentral- oder Entscheidungsbüro des Menschen eingerichtet sein.
Modernes Menschsein besteht in einem erfahrungsbezogenen (= Realitäts- statt Lustprinzip) Dialog mit sich elber:
Das ICH-Zentrum moderiert den Dialogprozess zwischen dem konservativen ÜBER ICH und dem vorwärtstreibenden Trieb-ES zu einem freiheitlich-erfahrungsbezogenen Kompromissleben
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#9   Sefirot   12:03:00 | Freitag, 18. Februar 2011
Warum muss der Merkur auf ein Prädikat verzichten…
Das schrieb der altliberale Pfarrer Christoph Nobs (47) aus der 20.000-Seelen-Gemeinde Ottobrunn im Landkreis München am Dienstag in einem Leserbrief für die Tageszeitung ‘Münchner Merkur’.
Warum bekommt der Münchner Merkur kein Prädikat
wie kirchenfeindlich, homophob, antikatholisch, sauertöpfisch (wie Gabriele Kuby… :-D !), islamophil oder papsttreu angeheftet, wie das zum Beispiel kreuz.net gern bei der Frankfurter Rundschau, dem Spiegel oder der Süddeutschen Zeitung tut…?
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#8   Domenico Tuttisanti   11:25:15 | Freitag, 18. Februar 2011
einstein
Heute stehen wir noch vor einem Abgrund, aber schon Morgen sind wir wieder einen Schritt weiter.
Ja, wenn wir den Progressisten dieser Welt folgen und ihrer Maxime: Vorwärts immer, rückwärts nimmer! ;-)
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#7   einstein   11:22:29 | Freitag, 18. Februar 2011
@Domenico Tuttisanti
Heute stehen wir noch vor einem Abgrund, aber schon Morgen sind wir wieder einen Schritt weiter. ;-)
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#6   Domenico Tuttisanti   11:01:58 | Freitag, 18. Februar 2011
Salto mortale
„Heute gewinnt man gelegentlich den Eindruck, als konzentriere man sich auf einen Salto mortale rückwärts.“
Wenn man sich geradewegs auf einen Abgrund hinbewegt, dann ist nicht der Rückwärtssprung tödlich, sondern jeder weitere Schritt nach vorne! Am Abgrund ist immer der Vorwärtssprung das „Salto mortale“!
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#5   Walther von Stolzing   10:57:24 | Freitag, 18. Februar 2011
Die letzten liberalen Zuckungen der Nachkonzilsära
Nix Neues, was Hochwürden da von sich gibt. Verträumte Konzilsromantik für ewig-gestrige Aufbruchschwärmer, die eh schon längst den Glauben verloren haben.
Die katholische Avantgarde sieht anders aus. :-)
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#4   Goldengel   10:54:56 | Freitag, 18. Februar 2011
S.G. einstein
Jesus lebte und starb GEGEN die ZEIT, denn er ist mit Gott zusammen die EWIGKEIT.
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#3   einstein   10:53:34 | Freitag, 18. Februar 2011
@Goldengel
Du wirst es kaum glauben, aber Christus war in seiner Zeit auch nicht modern. Seiner Zeit vorauseilen war früher nicht modern und ist es auch heute nicht.
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#2   Domenico Tuttisanti   10:44:42 | Freitag, 18. Februar 2011
Fides ex auditu
… respektieren, daß Menschen sich heute nicht mehr mit dem Katechismus zufrieden geben, sondern einen freiheitlich- erfahrungsbezogenen Glauben auf den Grundlagen des heutigen modernen Weltverständnisses leben wollen…
Es wäre schon sehr viel, wenn die Menschen „ihren“ Katechismus überhaupt erst einmal kennen würden. Jahrzehnte einer glaubensfeindlichen „Religionspädagogik“ haben das jedoch verhindert!
Was ein freiheitlich-erfahrungsbezogener Glaube sein soll, erschließt sich überhaupt nicht! Es bleibt bei der „fides ex auditu“. Der Glaube ist die Antwort auf einen Ruf / eine Botschaft. Und diese steht gerade NICHT in einer prästabilisierten harmonie mit „der Welt“ (weder der von gestern, noch der von heute oder morgen).
„Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott stammt, damit wir das erkennen, was uns von Gott geschenkt worden ist.“ (1. Kor. 2, 12)
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#1   Goldengel   10:37:37 | Freitag, 18. Februar 2011
Schade – Christus ist nicht „modern“!
Man muss Christus schon verzeihen, dass er ziemlich unmodern im Sinne des heutigen Zeitgeistes „GEKREUZIGT“ wurde – ob das noch glaubwürdig ist heute – so eine antike Kreuzigung?
Den Modernen fällt jedoch sicher eine andere Möglichkeit ein Christus zu „kreuzigen“ – und das tun sie heute wohl auf ihre Weise.
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