Requiem
In Neuseeland gestorben
1996 macht er sich mit einer Geschiedenen auf und davon. Nichts Ungewöhnliches – würde man meinen – wäre er nicht ein amtierender Diözesanbischof gewesen.
(kreuz.net, Edinburgh) Ex-Bischof Roddy Wright, der Hirte der seine Schäfchen schockte, ist tot. Er starb am 24. Mai in Neuseeland im 65. Lebensjahr.

Wright war bis 1996 der Bischof von Argyll und den Inseln. Die Diözese befindet sich im Nordwesten Schottlands.

Vor neun Jahren sucht er mit Frau Kathleen MacPhee das Weite. Frau MacPhee ist eine geschiedene Mutter von drei Kindern.

Zwei Jahre später wurde Wright laisiert und heiratete Frau MacPhee in einer standesamtlichen Zeremonie irgendwo in der Karibik.

Vier Jahre später emigrierte das Paar nach Neuseeland.

Der ehemalige Diözesanbischof traf seine zukünftige Frau das erste Mal in den 70er Jahren. Die zwei nahmen zusammen an einer Pilgerreise nach Lourdes teil. Wright war damals Pfarrer in Fort William. Fort William liegt im Nordwesten Schottlands. Es ist die größte Stadt im Westen des Schottischen Hochlands.

Die zwei trafen sich erneut, als Wright von Papst Johannes Paul II. 1991 zum Diözesanbischof ernannt wurde. Frau MacPhee arbeitete damals in der Residenz des Bischofs als Hausbeamtin.

Die Affäre entwickelte sich, als Frau MacPhee, eine ehemalige Lehrerin, an einem Hirntumor litt. Wright besuchte sie damals im Spital. 1996 nahmen die zwei schließlich Reißaus.

In dieser Zeit wurde bekannt, daß der Bischof schon im Jahre 1981 ein Verhältnis mit einer anderen Frau unterhalten hatte. Daraus entsprang ein Sohn Kevin, der heute Mitte zwanzig ist.

Nach seinem Abschied aus dem Klerikerstand schrieb Wright eine Autobiographie mit dem Titel „Tönerne Füße“. Dort erzählt er von seiner Kindheit in Glasgow und seinem Leben als junger Priester im Schottischen Hochland. Er schreibt darin auch über das dunkle Geheimnis seines Lebens: „Ich hatte einen Sohn. Er wurde 1981 in Südengland geboren. Für mein Verhalten ihm gegenüber muß ich mich schämen.“

Im Januar des letzten Jahres wurde bekannt, daß der damals 64jährige Ex-Bischof wegen eines gefährlichen Lebertumors operiert werden mußte. Seine Schwester war bereits im Jahre 1996 an einer ähnlichen Erkrankung gestorben.

Bischof Ian Murray, der Nachfolger von Wright, drückte sein tiefes Bedauern über den Tod von Roddy Wright aus: „Er wird bei den Priestern und beim Volk dieser Diözese wegen seines freundlichen Wesens, das er während seiner Zeit hier verbreitete, in bester Erinnerung bleiben.“
      
1 Lesermeinung
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#1   Athanasius   09:14:58 | Donnerstag, 2. Juni 2005
Für jeden der glaubt der Vatikan und der Papst wüssten von nichts.
Die zwei trafen sich erneut, als Wright von Papst Johannes Paul II. 1991 zum Diözesanbischof ernannt wurde.
Zweimal lesen. Dann noch einmal. Und noch einmal laut lesen. Wer ernennt die Bischöfe?
Der Papst.
Wer ist also verantwörtlich für die Bischöfe? Der Papst.
Wer hat Kardinal Kasper und Lehmann ernannt? Papst Johannes-Paul II.
Wer hat das Evangelium als nicht historisch abgeschrieben? Kasper.
Wer preist Häretiker? Lehmann. (Und der ehemalige Papst selbst auch in seinen Lobreden auf Häreticus Martin Luther.)
Wer hat eine Bischofskonferenz die an Abtreibung mitarbeitet und diese gutheisst, toleriert und nicht abgesetzt und somit Latae Sententiae Exkommunizierte als Prälaten im Sattel gehalten? Papst Johannes-Paul II., Pro-Life.
Wer hat einen Bischof exkommuniziert weil er ein Pastoralkonzil nicht ohne weiteres annehmen wollte und Traditionsverpflichtete Bischöfe weihte? Johannes-Paul II. in casu Erzbischof Marcel Lefebvre.
Das eben zum „Konservatismus“.
Orémus pro Pontifice nostro Benedicto.
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