Schweizer Katholiken protestieren gegen einen bevorstehenden Homo-Gottesdienst in Luzern. Einer der Beschwerdeführer wandte sich an die betroffene katholische Pfarrei – und bekam von einem reformierten Pfarrer eine überzeugte Stellungnahme zugunsten der Sünde Sodoms.
(kreuz.net, Luzern) Mitte Juni werden sich militante Homosexuelle aus der Schweiz in Luzern treffen. Die
Veranstaltung nennt sich auf Deutsch „Lustig Stolz“ und dient unter anderem dazu, öffentliche Werbung
für die Homo-Ideologie zu machen.
Luzern ist die größte Stadt der Zentralschweiz. Kirchlich gehört
sie zum Bistum Basel.
Der Aufmarsch beweist auf tragische Weise, wie tief die Homo-Ideologie bereits
in die Kirche Gottes eingedrungen ist. So findet sich unter den offiziellen Sponsoren des Homo-Treffens
auch die Caritas der Stadt Luzern.
Die Caritas ist ein internationales katholisches Hilfswerk mit Sitz
in Rom.
Im Zuge der Veranstaltung werden die Homos ihren Stolz zudem hochoffiziell in der katholischen
Franziskanerkirche zum Ausdruck bringen.
Die Franziskanerkirche ist eine große Pfarrkirche in der Luzerner
Innenstadt.
Die kirchlichen Verantwortlichen – allen voran der Bischof von Basel – hüllen sich in Schweigen
und Untätigkeit.
Darum wandte sich ein besorgter Katholik direkt an die Franziskanerpfarrei. Dieses
Mal bekam er wenigstens eine Antwort. Sie stammte von Pfarrer Lukas Baumann, der nicht zur Franziskanerkirche
in Luzern gehört, sondern reformierter Pfarrer in Hitzkirch ist. Er gehört offensichtlich zu den Organisatoren
des Homo-Gottesdienstes.
Hitzkirch befindet sich rund 20 km nördlich von Luzern.
Die Antwort von Pfarrer
Baumann war freundlich. So freundlich wie falsch. Und die Antwort war sogar sehr freundlich.
„Sie haben
mir geschrieben“ – beginnt der Pfarrer sein Schreiben – „und von Ihren Sorgen erzählt, die Ihnen der
geplante Gottesdienst an der Pride 05 macht“.
„Pride 05“ ist der englische Name für das bevorstehende
Homo-Schauspiel.
Der Pfarrer beruhigt.
Es gehe bei der Veranstaltung nicht darum, „die Homosexualität
zu unterstützen“.
Sprach’s und tut im weiteren Verlauf des Briefes genau das – und zwar rückhaltlos.
Der Homo-Aufmarsch sei eine Veranstaltung, an der Menschen „ihre Freude“ darüber zeigen, daß Sie „wahrhaftig
und aufrichtig“ leben können.
Hier verschweigt der Geistliche, daß die öffentliche und unbereute Zurschaustellung
der Todsünde die höchste Form der Lüge und Unaufrichtigkeit ist.
Schlimmer noch.
Wer das Laster zur
Tugend erklärt, beraubt sich der letzten Chance zur Umkehr, weil er deren Notwendigkeit leugnet.
Die
homosexuelle Versuchung wird für ihn zu einem ausweglosen Kerker, aus dem er sich nicht mehr befreien
kann.
Doch Pfarrer Baumann sieht das anders.
Für ihn sind die militanten Homo-Ideologen halbe Märtyrer.
Viele von ihnen hätten mit sich gerungen oder im Versteckten gelebt – klagt der Pfarrer: Sie hätten
sich abgelehnt oder seien von anderen abgelehnt worden.
Doch freut euch, es kommt die Frohbotschaft:
„Jetzt aber haben sie zu Ihrem Wesen gefunden.“
Bitte was?
Die homosexuelle Unzucht als Wesen des Menschen?
Das sind anthropologische Erkenntnisse, die nicht nur der Bibel oder dem Altertum, sondern sogar der Neuzeit
und der Moderne unbekannt sind.
Denken wir diesen pfarrherrlichen Gedanken zuende.
Bekanntlich bleibt
sein Wesen dem erlösten Menschen im Himmel auf ewig erhalten. Theologisch würde das bedeuten, daß es
selbst im Himmel noch Homo-Treffs und „lustig stolze“ Umzüge geben müßte.
Ob der heilige Petrus darauf
vorbereitet ist?
Wenn nicht, wird das pfarrherrlich beklagte Homo-Versteckspiel im himmlischen Elysium
nahtlos weitergehen.
Der für die militanten Homos anberaumte Gottesdienst diene – so Pfarrer Baumann
weiter – dazu, sich vor Gott zu versammeln und für ihren „Weg zur Wahrhaftigkeit“ zu danken.
„Weg zur
Wahrhaftigkeit“ – das ist in der Tat keine einfache Unterstützung der Homosexualität, die Pfarrer Baumann
zu Beginn des Briefes von sich weist, sondern eine evangelische Heiligsprechung der Sünde Sodoms.
Oder
in den Worten von Pfarrer Baumann:
„Wahres Leben, ohne etwas verstecken zu müssen, was zu seinem Wesen
gehört und der Liebe zum anderen Menschen dient, ist das Ziel Gottes.“
Endlich kann man dem Pfarrer
zustimmen. Schade nur, daß die ausgelebte Homo-Unzucht nicht zu den Formen des „wahren Lebens“ gehört.
Irgendwie scheint Pfarrer Baumann das selber zu merken. Denn plötzlich macht er einen überraschenden
Schwenk:
Es sei eigentlich störend – meint er – wenn immer das Sexuelle betont werde, wenn Menschen
beschrieben würden, die „gleichgeschlechtlich lieben“.
Daß er nur einen Satz zuvor das Wesen des Menschen
über das Sexuelle definiert, hat er – Gott sei Dank – schon vergessen.
Es gehe – schreibt er jetzt –
bei den Lustig-Stolzen nicht um das Sexuelle, sondern „doch wohl eher um Liebe“.
Der Nachteil der Aussage:
Wenn man heute von „Liebe“ spricht, meint jeder etwas anderes. Aber bei einem Pfarrer kann man zu Recht
davon ausgehen, daß eine solche Zweideutigkeit nicht vorhanden ist.
Er wird sich nicht mit einem billigen
Abklatsch zufrieden geben, sondern die höchste Form der Liebe, die Liebe als theologische Tugend, meinen.
Wir gehen davon aus, daß das bei Pfarrer Baumann auch der Fall ist. Damit kommt seine moraltheologische
Irrfahrt zum Schluß an ein unerwartetes Happy End:
„So frage ich mich denn, wer etwas gegen die Andacht
von Menschen haben kann, denen es ein Bedürfnis ist, sich den Segen Gottes geben zu lassen im Bewußtsein,
daß Sie wie alle Menschen immer auch in Sünde leben und gerade in Bezug auf das Ausleben von Lust sich
einiges von ihrem Schöpfer sagen lassen können.“
Die Antwort lautet: Natürlich niemand.
Der beste
Ort, wo eine solche „Andacht“ geschieht, ist freilich die Beichte und die Reue. Letztere ist das Gegenteil
des Stolzes, unter dessen Banner die von Pfarrer Baumann verteidigte Homo-Veranstaltung steht.
Die Kirche
hat den homosexuell Gefallenen Besseres anzubieten als Einbildung und Hochmut.
Denn Gott will nicht,
daß der Sünder in seinem Stolz zugrundegeht, sondern daß er sich bekehrt und lebt.
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18 Lesermeinungen
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@Aliatus … die Sünde hasst, den Sünder liebt… führt das nicht nach vierzehn Tagen zur Schizophrenie,
zur Bewusstseinsspaltung? Ich halte das für eine Euphemismus der einfachen Misanthropie. „Weil sie niemanden
lieben, gleauben sie, sie lieben Gott!“ Ich empfehle uns alle in die Barmherzigkeit Jesu Christi!
Kultur der sauberen Waffen Ich bin sehr glücklich, daß der liebe Gott Ratzinger gewünscht hat. Der
Geist der Unterscheidung, vor allem das dem Gegenstand unseres Glaubens angemessene Niveau könnte in
der deutschen Zone unter Wiederaufnahme des Erreichten (R. Schneider, Le Fort, Stein etc.) wiederbelebt
werden. Die größte Gefahr für die einfachen Leute: Keine klugen Weisungen und vielfach kein sakramentaler
Beistand. Der gläubige Regulärkatholik beichtet meist unter rettender Furcht. Bei nicht gewandelter
Hostie –- reicht’s dann aber nicht. D a s sind die Gefahren: Die tausendfachen Sakrilegien. Die den Heiland
schindenden Häresien. Die Geist- und Kindstötungen. Die Sünden wider die Keuschheit. Homosexuelle sind
erkrankte Menschen. ER hat gesagt, er sei für die Kranken gekommen. Wir brauchen Apostel, die zu den
„Schwulen“ gehen. Die Hauptgefahr: Den Sünder gleich wie die Sünde zu hassen. Wer sich nun fragt, ob
ich homosexuell bin? Ich nehme an, daß ich es nicht bin. Diese Frage, ob einer arbophil, der Neigung
nach Säufer oder Lutheraner ist –- völlig nebensächlich. Solange einer katholisch lebt, sich möglichst
unverschämt am Gnadenschatz der Sakramente, bußfertig bereichert (hehe), die Sünde haßt, den Sünder
liebt, wird es auch keine komplizierte Entscheidungsnot geben, wie dem In sich Unguten zu begegnen ist.
Zeugnis und Liebe! Aliatus
@ methusalix & @sttn methusalix: Ist eigentlich allen hier klar, dass wir die meiste Zeit, die meiste
Energie mit dem Thema Sexualität und was damit zusammenhängt verplempern? … Ich werde nicht müde
werden es zu wiederholen: Gott schaut in die HERZEN der Menschen! Sicher schaut GOTT in die Herzen, und
weiss um die Heuchler, aber sttn: Die Kirche ist für den Menschen da und in erster Linie ist egal was
diese Menschen verbrochen haben. Jesus selber hat ohne Probleme vor Steuereintreiber, Behinderte, Aussätzige
und Prostituierte gelehrt, und wozu sich Jesus nicht zu schade war sollten wir uns auch nicht zu schade
sein. der Mensch ist für GOTT da, IHN zu loben, IHM zu dienen. Kirche ist ein Gebäude, bestenfalls eine
gute Institution, von dort sollte GOTTes Wort verkündet werden, dh, dass GOTT jedem Menschen die Hand
reicht, doch die Hand muss man ergreifen (und wer glaubt, er sei der Hand sicher, der betrügt sich selbst).
Aber eine Predigt, GOTTes Wort verkünden, ist etwas anderes als ein GOTTesdienst.
#15 methusalix † 01:15:59 | Mittwoch, 1. Juni 2005
katholisches Lieblingsthema …und schon sind wir wieder bei unserem katholischen Lieblingsthema: dem
Unterleib der Menschen und dem, was ihnen der liebe Gott im Schritt mitgegeben hat. Ist eigentlich allen
hier klar, dass wir die meiste Zeit, die meiste Energie mit dem Thema Sexualität und was damit zusammenhängt
verplempern? Zu wichtigen sozialen Themen, die allen Menschen im deutschsprachigen Raum auf den Nägeln
brennen, habe ich hier noch kaum Beiträge gefunden. Da könnte man doch eine missionarische Tätigkeit
beginnen und aufbauen so wie des 13. Leo „Rerum Novarum“. Ich werde nicht müde werden es zu wiederholen:
Gott schaut in die HERZEN der Menschen! Gelobt sei Jesus Christus!
sich zu schade sein… Man könnte ja bei jedem Gottesdienst an den Eingang einen Lügendetektor anbringen
und alle Menschen die den Gottesdienst besuchen wollen zum Sexualleben befragen. Dann könnte man versuchen
zu jedem Fehlerverhalten die entsprechende Bibelstelle in der Gemeinde zu diskutieren. Gut, auch wenn
ich manch einem Selbstgerechten so was mal wünschen würde, macht das doch keinen Sinn. Die Kirche ist
für den Menschen da und in erster Linie ist egal was diese Menschen verbrochen haben. Jesus selber hat
ohne Probleme vor Steuereintreiber, Behinderte, Aussätzige und Prostituierte gelehrt, und wozu sich Jesus
nicht zu schade war sollten wir uns auch nicht zu schade sein. Viele Grüße Stefan P.S.: Menschen sündigen
und wer meint er sei ohne Sünde oder er meitn er sei besser als andere der darf dann als erstes auf den
Lügendetektor.
Tja, das geht nun etwas weit von der Homosexualität weg, aber, was sind die biblischen Belege gegen Verhütung?
was sind die biblischen Belege gegen „Selbstbefleckung“? Wäre es dann tatsächlich der katholischen Kirche
noch möglich, eine Messe durchzuführen? oder will jemand ernsthaft behauopten, dass Priester sich nie
selbstbeflecken? Sicher ist Homosexualität ein Problem der abrahamitischen Religionen, aber das ist nicht
das Hauptproblem des Glaubens, und solange man sich einen Sündenbock sucht, so wird man einen finden,
und denen es an rechtem Glauben fehlt, die selbst wissen, dass ihre Treue gegen G’TT mangelt, finden Ersatzbefriedigung
an der Hatz gegen Homosexuaelle. Allerdings ist das Problem nicht damit behoben, dass man Homosexualität
zur Normalität in Umfeld dieser Religionen erhebt. Doch, wie anfangs gefragt, was sind die biblischen
Belege? mfg GerdEric
„Humanae Vitae“ Nicht „Humae Vitae“ war gemeint… Da hat vielleicht ein Daemon-Prozeß im Rechner hat
die Zwischenablage verstümmelt? (Nicht ganz ernst.) Zitiert habe ich aus der bekannten und besten Enzyklika
Papst Pauls VI. vom 25. Juli 1968, die es auf dem Vatican-Server www.vatican.va/…clicals/index_ge.htm
in mehreren Sprachen gibt, unverständlicherweise aber nicht in deutsch… Oh, nun bekommt die Jungfrau
Maria wieder ihre Krone. Allen Gutwilligen noch eine gesegnete Zeit wünsche ich.
@PhilippNeri „Diese Erwägungen können indes nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Erhebung von wie
auch immer gearteter sündiger Triebe zum Gegenstand einer Andachtsübung ein schweres Sakrileg darstellt!“
Mir erscheint der Ansatz an dieser Stelle wieder über die sexuelle Komponente zu gehen, was zwar der
Begriff „homosexuell“ nahe legt, was jedoch m.E. unzutreffend unterstellt, dass diese Menschen sich ausschließlich
über ihre Sexualität definieren. Dies wird der Problematik allerdings nicht annähernd gerecht. Vielmehr
haben wir es hier mit Menschen zu tun, die alle erdenklichen menschlichen Bedürfnisse haben und damit
auch das Bedürfnis nach Liebe. Das diese spezifische Bedürfnisbefriedigung nach Liebe durch einen Menschen
des gleichen Geschlechts erfolgt, ist m.E. nicht verwerflich. Ob dabei eine sexuelle Komponente hinzukommt,
ist nicht zwingend. Ansonsten würde ja die von der Kirche geforderte Enthaltsamkeit dazu führen, dass
diese Menschen gleichermaßen auf die Liebe eines anderen gleichgeschlechtlichen Menschen verzichten müssten.
Hierzu findet sich jedoch weder in der Bibel und der theologischen Literatur ein Hinweis. Insofern wird
nicht der fälschlich unterstellte „sündige Triebe zum Gegenstand einer Andachtsübung“ sonder die Liebe
eines Menschen zu einem anderen Menschen. Dagegen kann aus kirchlicher Sicht nichts einzuwenden sein.
@benjamin Grundsätzlich muß ich Benjamin in seiner Argumentation recht geben. Zwischen den kirchlich
nicht gebilligten Formen der Unzucht besteht allenfalls ein gradueller, nicht jedoch ein qualitativer
Unterschied. Die Sünde der Selbstbefleckung ist somit ebenso Sünde gegen das 6. Gebot, wie außerehelicher
oder durch verbotene Verhütungsmittel ehelich-steriler Geschlechtsverkehr oder eben Unzucht mit dem eigenen
Geschlecht. Hinsichtlich der Erlaubnis von bestimmten natürlichen Verhütungsmitteln sei auf die einschlägigen
apostolischen Verlautbarungen, vor allem des Pastor Angelicus verwiesen, den wir (in diesem Forum) wohl
kaum rechtmäßig kritisieren können! Diese Erwägungen können indes nicht darüber hinwegtäuschen,
daß die Erhebung von wie auch immer gearteter sündiger Triebe zum Gegenstnad einer Andachtsübung ein
schweres Sakrileg darstellt! Hier soll eben nicht dem homosexuellen Menschen geholfen werden, sondern
hier wird die (ausgelebte) Homosexualität fälschlicherweise zur betrachtenswerten Tugend erhoben, obwohl
sie in Wirklichkeit bestenfalls – je nach der Lebenssituation des Betroffenen – eine läßliche Sünde
ist. Und auch hier gilt, was der (im übrigen bisweilen etwas unglückliche) neue Katechismus sagen will:
„Den Sünder müssen wir lieben, aber die Sünde müssen wir hassen.“
@benjamin Grundsätzlich muß ich Benjamin in seiner Argumentation recht geben. Zwischen den kirchlich
nicht gebilligten Formen der Unzucht besteht allenfalls ein gradueller, nicht jedoch ein qualitativer
Unterschied. Die Sünde der Selbstbefleckung ist somit ebenso Sünde gegen das 6. Gebot, wie außerehelicher
oder durch verbotene Verhütungsmittel ehelich-steriler Geschlechtsverkehr oder eben Unzucht mit dem eigenen
Geschlecht. Hinsichtlich der Erlaubnis von bestimmten natürlichen Verhütungsmitteln sei auf die einschlägigen
apostolischen Verlautbarungen, vor allem des Pastor Angelicus verwiesen, den wir (in diesem Forum) wohl
kaum rechtmäßig kritisieren können! Diese Erwägungen können indes nicht darüber hinwegtäuschen,
daß die Erhebung von wie auch immer gearteter sündiger Triebe zum Gegenstnad einer Andachtsübung ein
schweres Sakrileg darstellt! Hier soll eben nicht dem homosexuellen Menschen geholfen werden, sondern
hier wird die (ausgelebte) Homosexualität fälschlicherweise zur betrachtenswerten Tugend erhoben, obwohl
sie in Wirklichkeit bestenfalls – je nach der Lebenssituation des Betroffenen – eine läßliche Sünde
ist. Und auch hier gilt, was der (im übrigen bisweilen etwas unglückliche) neue Katechismus sagen will:
„Den Sünder müssen wir lieben, aber die Sünde müssen wir hassen.“
Enzyklika „Humae Vitae“ beantwortet Benedikts Frage {…} Ernste Folgen der Methoden einer künstlichen
Geburtenregelung 17. Verständige Menschen können sich noch besser von der Wahrheit der kirchlichen Lehre
überzeugen, wenn sie ihr Augenmerk auf die Folgen der Methoden der künstlichen Geburtenregelung richten.
Man sollte vor allem bedenken, wie bei solcher Handlungsweise sich ein breiter und leichter Weg einerseits
zur ehelichen Untreue, anderseits zur allgemeinen Aufweichung der sittlichen Zucht auftun könnte. {…}
Auch muß man wohl befürchten: Männer, die sich an empfängnisverhütende Mittel gewöhnt haben, könnten
die Ehrfurcht vor der Frau verlieren, und, ohne auf ihr körperliches Wohl und seelisches Gleichgewicht
Rücksicht zu nehmen, sie zum bloßen Werkzeug ihrer Triebbefriedigung erniedrigen und nicht mehr als
Partnerin ansehen, der man Achtung und Liebe schuldet. Schließlich ist sehr zu bedenken, welch gefährliche
Macht man auf diese Weise jenen staatlichen Behörden in die Hand gäbe, die sich über sittliche Grundsätze
hinwegsetzen. {…} Auf diese Weise könnte es geschehen, daß man {…} es dem Ermessen staatlicher Behörden
zugestände, sich in die ganz persönliche und intime Aufgabe der Eheleute einzumischen. Will man nicht
den Dienst an der Weitergabe des Lebens menschlicher Willkür überlassen, dann muß man für die Verfügungsmacht
des Menschen über den eigenen Körper und seine natürlichen Funktionen unüberschreitbare Grenzen anerkennen,
die von niemand {…} verletzt werden dürfen. {…}
Aha @Benjamin Zitat:„Erst sexuelle Handlungen, die nicht auf die Weitergabe von Leben gerichtet sind,
sind sündig. Dies gilt jedoch in gleicher Weise für homosexuelle Handlungen wie für heterosexuelle
Handlungen, bei denen die Weitergabe von Leben durch Verhütungsmittel verhindert wird!“ Darf ich daran
erinnern, dass der von Traditionalisten als Säulenheiliger vorangetragene Papst Pius XII. die Verhütung
nach der Knaus Ogino Methode erlaubt hat? Diese Entscheidung ist der Grund dafür, dass in den späteren
Jahren von anderen Bischöfen überhaupt erst über die Zulassung anderer Verhütungmittel nachgedacht
wurde. Die Empfängnisverhütung an sich ist aber daher nach der Lehre der Kirche keinesfalls verboten!
Unerlaubt sind lediglich chemische und dingliche Verhütungsmittel wie Pille und Kondom. Vor dem Hintergrund
der päpstlichen Entscheidung ist es jedoch legitim zu fragen, wo da der tatsächlich Unterschied besteht.
Bischof Kurt Koch Was hier in Luzern geschieht, ist ganz sicher nicht die Schuld von Bischof Kurt Koch.
Die Pfarrherren setzen sich sowieso über die bischöflichen Verbote hinweg und machen, was sie wollen.
Zum Beispiel hat Bischof Kurt Koch die Mitwirkung von Pastoralassistenten/Innen im eucharistischen Hochgebet
ganz klar untersagt, aber es wird in der Franziskanerkirche trotzdem praktiziert (habe ich selber erlebt).
Bischof Kurt Koch ist im Moment der beste Bischof in der Schweiz, der die Missstände anprangert. Deshalb
wird er pausenlos von den Medien und gewissen „Katholiken“ fertiggemacht. Es wäre gut, wenn die anderen
Bischöfe ebenfalls ein bisschen klarer wären und sich mit Bischof Kurt Koch solidarisieren würden.
Was würde man nur ohne Feindbilder machen… Ich bin mir sicher das die Welt für viele bedeutend ärmer
wäre wenn es nicht diese Feindbilder gäbe. Für viele jedoch ist die Welt reicher weil man die Feindbilder
abgelegt hat und feststell das die, die man bislang als Feind betrachtet hat nun plörtzlich gute Freunde
sind. Ich finde den Gottesdienst eine sehr gute Sache. Wir Katholiken müssen unsere Kirchen für jeden
offen haben, für jeden der das Wort des lebendigen Gottes hören möchte. Das sind wir schon Petrus und
Paulus schuldig, denn die haben ja auch nicht lange ausgegrenzt, sondern vor allen Menschen gepredigt.
@Benjamin Stimmt!
Sünde was Sünde ist! Entsprechend dem katholische Katechismus von 1992“sind wir Katholiken aufgerufen:
„Jenen (homosexuelle) Menschen, die diese Veranlagung nicht selbst gewählt haben, mit Achtung, Mitleid
und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgendeiner Weise ungerecht zurückzusetzen“. Diese christliche
Grundregel scheint dem Autor in seinen Ausführungen völlig fremd sein. Die katholische Kirche differenziert
zu Recht zwischen der Liebe und Zuneigung zweier Menschen gleichen Geschlechts und sexuellen Handlungen.
Insofern ist auch diese tief empfundene Liebe zwischen gleichgeschlechtlichen Menschen keine verwerfliche
Sünde, sonder ein Geschenk Gottes. Erst sexuelle Handlungen, die nicht auf die Weitergabe von Leben gerichtet
sind, sind sündig. Dies gilt jedoch in gleicher Weise für homosexuelle Handlungen wie für heterosexuelle
Handlungen, bei denen die Weitergabe von Leben durch Verhütungsmittel verhindert wird!
Bitte mehr Trennung von Text und Kommentar! Wie wäre es eigentlich, wenn man auch bei kreuz.net Dokumente
zuerst einmal im vollen Wortlaut bzw. wenigstens in den wichtigsten zusammenhängenden Abschnitten wiedergibt
und sie dann anschließend kommentiert? Die Trennung von Text und Kommentar gehört zu den Proseminarwahrheiten
jeder seriösen Berichterstattung. Dagegen ist das hier immer wieder anzutreffende Mischmasch aus Zitatsplittern
in einem massiv bewertenden Referat das Kennzeichen von Demagogie und suggestiver Rhetorik. Gerade wenn
man sich auf der Seite der besseren Argumente weiß, sollte man solche Methoden eigentlich nicht nötig
haben.
Bischof von Basel handelt! Die Aussage „Die kirchlichen Verantwortlichen – allen voran der Bischof von
Basel – hüllen sich in Schweigen und Untätigkeit.“ entspricht mit Sicherheit nicht der Wahrheit. Gerade
Bischof Koch ist es, der seit Jahren innerhalb einer zunehmend hedonistischen Gesellschaft mutig das Banner
der katholischen Lehre hochhält (siehe auch den Fall des Pfarradministrators Sabo). Da könnten sich
andere Schweizer Bischöfe ein schönes Stück davon abschneiden!