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Mittwoch, 1. Juni 2005 23:19
Homo-ökumenisch unterwandert
Schweizer Katholiken protestieren gegen einen bevorstehenden Homo-Gottesdienst in Luzern. Einer der Beschwerdeführer wandte sich an die betroffene katholische Pfarrei – und bekam von einem reformierten Pfarrer eine überzeugte Stellungnahme zugunsten der Sünde Sodoms.
Die Franziskanerkirche in Luzern
Die Franziskanerkirche in Luzern
(kreuz.net, Luzern) Mitte Juni werden sich militante Homosexuelle aus der Schweiz in Luzern treffen. Die Veranstaltung nennt sich auf Deutsch „Lustig Stolz“ und dient unter anderem dazu, öffentliche Werbung für die Homo-Ideologie zu machen.

Luzern ist die größte Stadt der Zentralschweiz. Kirchlich gehört sie zum Bistum Basel.

Der Aufmarsch beweist auf tragische Weise, wie tief die Homo-Ideologie bereits in die Kirche Gottes eingedrungen ist. So findet sich unter den offiziellen Sponsoren des Homo-Treffens auch die Caritas der Stadt Luzern.

Die Caritas ist ein internationales katholisches Hilfswerk mit Sitz in Rom.

Im Zuge der Veranstaltung werden die Homos ihren Stolz zudem hochoffiziell in der katholischen Franziskanerkirche zum Ausdruck bringen.

Die Franziskanerkirche ist eine große Pfarrkirche in der Luzerner Innenstadt.

Die kirchlichen Verantwortlichen – allen voran der Bischof von Basel – hüllen sich in Schweigen und Untätigkeit.

Darum wandte sich ein besorgter Katholik direkt an die Franziskanerpfarrei. Dieses Mal bekam er wenigstens eine Antwort. Sie stammte von Pfarrer Lukas Baumann, der nicht zur Franziskanerkirche in Luzern gehört, sondern reformierter Pfarrer in Hitzkirch ist. Er gehört offensichtlich zu den Organisatoren des Homo-Gottesdienstes.

Hitzkirch befindet sich rund 20 km nördlich von Luzern.

Die Antwort von Pfarrer Baumann war freundlich. So freundlich wie falsch. Und die Antwort war sogar sehr freundlich.

„Sie haben mir geschrieben“ – beginnt der Pfarrer sein Schreiben – „und von Ihren Sorgen erzählt, die Ihnen der geplante Gottesdienst an der Pride 05 macht“.

„Pride 05“ ist der englische Name für das bevorstehende Homo-Schauspiel.

Der Pfarrer beruhigt.

Es gehe bei der Veranstaltung nicht darum, „die Homosexualität zu unterstützen“.

Sprach’s und tut im weiteren Verlauf des Briefes genau das – und zwar rückhaltlos.

Der Homo-Aufmarsch sei eine Veranstaltung, an der Menschen „ihre Freude“ darüber zeigen, daß Sie „wahrhaftig und aufrichtig“ leben können.

Hier verschweigt der Geistliche, daß die öffentliche und unbereute Zurschaustellung der Todsünde die höchste Form der Lüge und Unaufrichtigkeit ist.

Schlimmer noch.

Wer das Laster zur Tugend erklärt, beraubt sich der letzten Chance zur Umkehr, weil er deren Notwendigkeit leugnet.

Die homosexuelle Versuchung wird für ihn zu einem ausweglosen Kerker, aus dem er sich nicht mehr befreien kann.

Doch Pfarrer Baumann sieht das anders.

Für ihn sind die militanten Homo-Ideologen halbe Märtyrer. Viele von ihnen hätten mit sich gerungen oder im Versteckten gelebt – klagt der Pfarrer: Sie hätten sich abgelehnt oder seien von anderen abgelehnt worden.

Doch freut euch, es kommt die Frohbotschaft: „Jetzt aber haben sie zu Ihrem Wesen gefunden.“

Bitte was?

Die homosexuelle Unzucht als Wesen des Menschen? Das sind anthropologische Erkenntnisse, die nicht nur der Bibel oder dem Altertum, sondern sogar der Neuzeit und der Moderne unbekannt sind.

Denken wir diesen pfarrherrlichen Gedanken zuende.

Bekanntlich bleibt sein Wesen dem erlösten Menschen im Himmel auf ewig erhalten. Theologisch würde das bedeuten, daß es selbst im Himmel noch Homo-Treffs und „lustig stolze“ Umzüge geben müßte.

Ob der heilige Petrus darauf vorbereitet ist?

Wenn nicht, wird das pfarrherrlich beklagte Homo-Versteckspiel im himmlischen Elysium nahtlos weitergehen.

Der für die militanten Homos anberaumte Gottesdienst diene – so Pfarrer Baumann weiter – dazu, sich vor Gott zu versammeln und für ihren „Weg zur Wahrhaftigkeit“ zu danken.

„Weg zur Wahrhaftigkeit“ – das ist in der Tat keine einfache Unterstützung der Homosexualität, die Pfarrer Baumann zu Beginn des Briefes von sich weist, sondern eine evangelische Heiligsprechung der Sünde Sodoms.

Oder in den Worten von Pfarrer Baumann:

„Wahres Leben, ohne etwas verstecken zu müssen, was zu seinem Wesen gehört und der Liebe zum anderen Menschen dient, ist das Ziel Gottes.“

Endlich kann man dem Pfarrer zustimmen. Schade nur, daß die ausgelebte Homo-Unzucht nicht zu den Formen des „wahren Lebens“ gehört.

Irgendwie scheint Pfarrer Baumann das selber zu merken. Denn plötzlich macht er einen überraschenden Schwenk:

Es sei eigentlich störend – meint er – wenn immer das Sexuelle betont werde, wenn Menschen beschrieben würden, die „gleichgeschlechtlich lieben“.

Daß er nur einen Satz zuvor das Wesen des Menschen über das Sexuelle definiert, hat er – Gott sei Dank – schon vergessen.

Es gehe – schreibt er jetzt – bei den Lustig-Stolzen nicht um das Sexuelle, sondern „doch wohl eher um Liebe“.

Der Nachteil der Aussage: Wenn man heute von „Liebe“ spricht, meint jeder etwas anderes. Aber bei einem Pfarrer kann man zu Recht davon ausgehen, daß eine solche Zweideutigkeit nicht vorhanden ist.

Er wird sich nicht mit einem billigen Abklatsch zufrieden geben, sondern die höchste Form der Liebe, die Liebe als theologische Tugend, meinen.

Wir gehen davon aus, daß das bei Pfarrer Baumann auch der Fall ist. Damit kommt seine moraltheologische Irrfahrt zum Schluß an ein unerwartetes Happy End:

„So frage ich mich denn, wer etwas gegen die Andacht von Menschen haben kann, denen es ein Bedürfnis ist, sich den Segen Gottes geben zu lassen im Bewußtsein, daß Sie wie alle Menschen immer auch in Sünde leben und gerade in Bezug auf das Ausleben von Lust sich einiges von ihrem Schöpfer sagen lassen können.“

Die Antwort lautet: Natürlich niemand.

Der beste Ort, wo eine solche „Andacht“ geschieht, ist freilich die Beichte und die Reue. Letztere ist das Gegenteil des Stolzes, unter dessen Banner die von Pfarrer Baumann verteidigte Homo-Veranstaltung steht.

Die Kirche hat den homosexuell Gefallenen Besseres anzubieten als Einbildung und Hochmut.

Denn Gott will nicht, daß der Sünder in seinem Stolz zugrundegeht, sondern daß er sich bekehrt und lebt.
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Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 18 Lesermeinungen:
Montag, 6. Juni 2005 01:39
methusalix †: @Aliatus
… die Sünde hasst, den Sünder liebt… führt das nicht nach vierzehn Tagen zur Schizophrenie, zur Bewusstseinsspaltung? Ich halte das für eine Euphemismus der einfachen Misanthropie. „Weil sie niemanden lieben, gleauben sie, sie lieben Gott!“
Ich empfehle uns alle in die Barmherzigkeit Jesu Christi!
Samstag, 4. Juni 2005 07:31
Aliatus: Kultur der sauberen Waffen
Ich bin sehr glücklich, daß der liebe Gott Ratzinger gewünscht hat. Der Geist der Unterscheidung, vor allem das dem Gegenstand unseres Glaubens angemessene Niveau könnte in der deutschen Zone unter Wiederaufnahme des Erreichten (R. Schneider, Le Fort, Stein etc.) wiederbelebt werden.

Die größte Gefahr für die einfachen Leute: Keine klugen Weisungen und vielfach kein sakramentaler Beistand. Der gläubige Regulärkatholik beichtet meist unter rettender Furcht. Bei nicht gewandelter Hostie –- reicht’s dann aber nicht.

D a s sind die Gefahren: Die tausendfachen Sakrilegien. Die den Heiland schindenden Häresien. Die Geist- und Kindstötungen. Die Sünden wider die Keuschheit.

Homosexuelle sind erkrankte Menschen.
ER hat gesagt, er sei für die Kranken gekommen.

Wir brauchen Apostel, die zu den „Schwulen“ gehen.

Die Hauptgefahr: Den Sünder gleich wie die Sünde zu hassen.

Wer sich nun fragt, ob ich homosexuell bin?

Ich nehme an, daß ich es nicht bin.
Diese Frage, ob einer arbophil, der Neigung nach Säufer oder Lutheraner ist –- völlig nebensächlich.
Solange einer katholisch lebt, sich möglichst unverschämt am Gnadenschatz der Sakramente, bußfertig bereichert (hehe), die Sünde haßt, den Sünder liebt, wird es auch keine komplizierte Entscheidungsnot geben, wie dem In sich Unguten zu begegnen ist.

Zeugnis und Liebe!

Aliatus
Mittwoch, 1. Juni 2005 08:05
GerdEric: @ methusalix & @sttn
methusalix: Ist eigentlich allen hier klar, dass wir die meiste Zeit, die meiste Energie mit dem Thema Sexualität und was damit zusammenhängt verplempern?



Ich werde nicht müde werden es zu wiederholen: Gott schaut in die HERZEN der Menschen!


Sicher schaut GOTT in die Herzen,
und weiss um die Heuchler,
aber


sttn: Die Kirche ist für den Menschen da und in erster Linie ist egal was diese Menschen verbrochen haben. Jesus selber hat ohne Probleme vor Steuereintreiber, Behinderte, Aussätzige und Prostituierte gelehrt, und wozu sich Jesus nicht zu schade war sollten wir uns auch nicht zu schade sein.

der Mensch ist für GOTT da,
IHN zu loben,
IHM zu dienen.


Kirche ist ein Gebäude,
bestenfalls eine gute Institution,
von dort sollte GOTTes Wort verkündet werden,
dh, dass GOTT jedem Menschen die Hand reicht,
doch die Hand muss man ergreifen
(und wer glaubt,
er sei der Hand sicher,
der betrügt sich selbst).

Aber eine Predigt,
GOTTes Wort verkünden,
ist etwas anderes als ein GOTTesdienst.
Mittwoch, 1. Juni 2005 01:15
methusalix †: katholisches Lieblingsthema
…und schon sind wir wieder bei unserem katholischen Lieblingsthema: dem Unterleib der Menschen und dem, was ihnen der liebe Gott im Schritt mitgegeben hat.

Ist eigentlich allen hier klar, dass wir die meiste Zeit, die meiste Energie mit dem Thema Sexualität und was damit zusammenhängt verplempern?

Zu wichtigen sozialen Themen, die allen Menschen im deutschsprachigen Raum auf den Nägeln brennen, habe ich hier noch kaum Beiträge gefunden. Da könnte man doch eine missionarische
Tätigkeit beginnen und aufbauen so wie des 13. Leo „Rerum Novarum“.

Ich werde nicht müde werden es zu wiederholen: Gott schaut in die HERZEN der Menschen!

Gelobt sei Jesus Christus!
Dienstag, 31. Mai 2005 22:25
sttn: sich zu schade sein…
Man könnte ja bei jedem Gottesdienst an den Eingang einen Lügendetektor anbringen und alle Menschen die den Gottesdienst besuchen wollen zum Sexualleben befragen. Dann könnte man versuchen zu jedem Fehlerverhalten die entsprechende Bibelstelle in der Gemeinde zu diskutieren. Gut, auch wenn ich manch einem Selbstgerechten so was mal wünschen würde, macht das doch keinen Sinn.

Die Kirche ist für den Menschen da und in erster Linie ist egal was diese Menschen verbrochen haben. Jesus selber hat ohne Probleme vor Steuereintreiber, Behinderte, Aussätzige und Prostituierte gelehrt, und wozu sich Jesus nicht zu schade war sollten wir uns auch nicht zu schade sein.

Viele Grüße

Stefan

P.S.: Menschen sündigen und wer meint er sei ohne Sünde oder er meitn er sei besser als andere der darf dann als erstes auf den Lügendetektor.
Dienstag, 31. Mai 2005 20:44
GerdEric: Tja,
das geht nun etwas weit von der Homosexualität weg,
aber,
was sind die biblischen Belege gegen Verhütung?
was sind die biblischen Belege gegen „Selbstbefleckung“?
Wäre es dann tatsächlich der katholischen Kirche noch möglich,
eine Messe durchzuführen?
oder will jemand ernsthaft behauopten,
dass Priester sich nie selbstbeflecken?

Sicher ist Homosexualität ein Problem der abrahamitischen Religionen,
aber das ist nicht das Hauptproblem des Glaubens,
und solange man sich einen Sündenbock sucht,
so wird man einen finden,
und denen es an rechtem Glauben fehlt,
die selbst wissen,
dass ihre Treue gegen G’TT mangelt,
finden Ersatzbefriedigung an der Hatz gegen Homosexuaelle.
Allerdings ist das Problem nicht damit behoben,
dass man Homosexualität zur Normalität in Umfeld dieser Religionen erhebt.

Doch,
wie anfangs gefragt,
was sind die biblischen Belege?

mfg
GerdEric
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