Legionäre Christi
Die Erneuerung der Legion geht nur schleppend vorwärts
Pater Marcial Maciel ist gänzlich diskreditiert und kann kein Bezugspunkt für die Zukunft der Legionäre Christi sein. Von Hw. Richard Gill.
Pressebild der Legionäre Christi zum Tod von Pater Macial Maciel
Pressebild der Legionäre Christi zum Tod von Pater Macial Maciel
(kreuz.net) Im vergangenen Juli wurde Kardinal Velasio De Paolis zum Delegaten des Heiligen Vaters für die Legion Christi ernannt.

Bis dahin hat er den Reformprozeß, der sich noch im Anfangsstadium befindet, nur langsam in Bewegung gebracht.

Am 3. Januar skizzierte er während eines Vortrages vor den Legionären in Rom einen Revisionsprozeß für die Konstitutionen der Legion.

Er wird von einer Kommission durchgeführt, die aus seinen Assistenten und einigen Priestern der Legion besteht.

Kardinal De Paolis erklärte, daß diese Arbeit im Zeitraum von drei Jahren durchgeführt wird.

Im Jahr 2011 soll die „Identität und Spiritualität“ der Legion, im Jahr 2012 die Ausbildung und im Jahr 2013 die Leitung und Verwaltung der Legion behandelt werden.

Vermutlich werden danach die neuen Konstitutionen von einem eigens dafür zusammengerufenen Generalkapitel verfaßt und approbiert und schließlich vom Heiligen Stuhl genehmigt.

Es scheint, daß sich dieser Prozeß mindest bis zum Jahr 2014 oder 2015 erstrecken wird.

Noch mehr Kommissionen

Am ersten Februar gab die Legion die Einrichtung einer fünfköpfigen Kontakt-Kommission bekannt.

Diese hat die Aufgabe, die Klagen der Opfer von Pater Maciel anzuhören und dem Kardinal De Paolis Empfehlungen zu unterbreiten.

Schon bald wird eine weitere Kommission ernannt, welche die Finanzen der Legion studieren soll.

Ein viertes Arbeitsfeld betrifft die apostolische Visitation der Männer und Frauen, die als Geweihte in der Bewegung ‘Regnum Christi’ leben.

Dieser wird gegenwärtig von dem spanischen Bischof Ricardo Blázquez durchgeführt.

Enormer Paradigmenwechsel

Kardinal De Paolis hat betont, daß jeder Legionär an dem Revisionsprozeß für die Konstitutionen beteiligt wird und daß das in einem Geist des Dialoges und des mitbrüderlichen Respekts geschieht.

Es ist schwer den enormen Paradigmenwechsel zu überschätzen, den diese Vorgabe für die Legionäre bedeutet – angesichts der Tatsache, daß Pater Maciels Konstitutionen als Ausdruck eines detaillierten Willens Gottes verstanden wurde.

Kardinal De Paolis hat diese Vorstellung umgestürzt und bittet die Legionäre, die Verantwortung für die Umwandlung der Legion unter seiner Führung zu übernehmen.

Angesichts der Tatsache, daß Pater Maciel in den Augen von Kardinal De Paolis gänzlich diskreditiert ist und keinesfalls ein Bezugspunkt für die Zukunft sein kann, liegt die Form, welche die Legionäre zukünftig annehmen werden in der Vorstellung des einzelnen.

Eine vollständige Änderung der inneren Kultur

Das Vorgehen des Kardinals bezeugt, daß der Vatikan eine große konzeptuelle Anstrengung unternimmt.

Ein Versuch der Oberen der Legion im letzten Jahr, eine überarbeitete Version der Konstitutionen zur Approbation vorzulegen, wurde sofort zurückgewiesen.

Es ist klar, daß ein längerer Zeitraum notwendig ist, um die Reformen zu vollenden, weil der Kardinal nicht einfach an juristischen Fachfragen arbeitet, um die Legion besser dem Kirchenrecht anzupassen, sondern an einer vollständigen Änderung ihrer inneren Kultur.

In einer Organisation, die siebzig Jahre alt ist und aus Tausenden von Mitgliedern besteht, verlangt eine solche Zielsetzung Zeit, Nachdenken und Angewöhnung.

Der Verfasser ist ein ehemaliger Pater der Legion Christi und Leiter der Laienbewegung ‘Regnum Christi’ in New York. Inzwischen ist New Yorker Diözesanpriester. Sein Beitrag erschien ursprünglich auf der Webseite des italienischen Vatikanisten Sandro Magister.
Der Artikel ist Teil der folgenden Reihe:
1. Kann die Legion Christi zusammengeflickt werden 2. Pleitegeier über der Legion Christi
3. Die Erneuerung der Legion geht nur schleppend vorwärts
4. Besitzt die Legion Christi überhaupt ein Ordens-Charisma? 5. Der Vatikan wird Antworten geben müssen 6. Die Verantwortlichen müssen benannt werden 7. Die Legion Christi braucht eine neue Führung 8. Alte Gewohnheiten sterben schwer 9. Die schwierige Frage der Mentalität
      
16 Lesermeinungen
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#18   Rudolfus   21:25:48 | Donnerstag, 24. Februar 2011
@Evelynn: P. Maciel ist ein Sonderfall und sollte keineswegs mit den Ergebnissen der liberalen
Ideologie der freien Sexualität zusammengewürfelt werden, die für den kranken Novus-Ordo-Klerus verantwortlich ist mit seinen vielen Verfehlungen gegenüber Kinder.
Wir brauchen kein altliberales Geschwafel, das haben wir schon über 50 Jahre gehört und ist überhaupt erst Schuld am Niedergang des Klerus.
Der Klerus muß einfach wieder katholisch werden, so wie die vorbildhafte Priesterbruderschaft St. Pius X., die unter Mariens Schutz steht,
dann kannst du dir dein glaubensloses ständiges Geschwafel wirklich sparen.
Tu lieber Buße für das, was du bereits der Kirche angetan hast, und schweige, mit allen Irrlehrern.
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#17   Evelynn van der Meer   21:06:31 | Donnerstag, 24. Februar 2011
Der ganze Missbrauchs-Skandal birgt eine Riesen-Chance in sich
Aber leider sieht es so aus, dass man es nicht kapiert, wie man diese Chance nutzen könnte, oder es nicht kapieren will.
Es gehören dazu:
Klare Schuldeingeständnisse ohne Fingerzeig auf andere Schlimmere,
mehr Transparenz = schonungslose Aufarbeitung von Altfällen,
angemessene, individuelle Opferentschädigungen,
ständige Aktualisierung von Kontrollmechanismen (z.B. Vetrauenspersonen in Gemeinden)
Dialog mit allen katholischen Strömungen (z.B. Zölibatskritiker + Zölibatsforderer, altgläubige Petitionsunterzeichner + als „Theolunken“ titulierte Petitionsunterzeichner, Altgläubige und Mitglieder von Wir sind Kirche.
Goldengel: Einfach nur absurd.
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#16   Goldengel   18:33:27 | Dienstag, 22. Februar 2011
Evelynn van der Meer
Finden Sie nicht, dass Sie auch mit Ihrem Sarkasmus die wirklichen Opfer sexuellen Mißbrauchs verhöhnen?
Nehmen Sie nun diese Opfer zum Anlaß gegen die RKK zu wettern, ist dies doch unfair dem Leid der Opfer gegenüber und auch sehr taktlos.
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#15   Rudolfus   18:28:49 | Dienstag, 22. Februar 2011
Beten wir zum Ewigen Gott, dem Vater, dem Sohn, dem Heiligen Geist, durch unseren Heiland Jesus
Christus, in Einheit mit unserer himmlischen Mutter Maria, der Statthalter Christi, Papst Benedikt XVI., möge die vom besessenen Scheinheiligen und Sexverbrecher Macial Maciel gegründete Scheinheiligenkongregation ganz zerschlagen und auflösen, damit nicht weiter gottgeweihte Seelen und Priesterseelen der Gründung des besessenen Gottesfeindes dienen, und die Kirche zuschanden machen.
Beten wir zur höchsten Himmelsimperatorin, der unbefleckten Jungfrau und Gottesmutter Maria, um Austreibung der Legionen Satans und um völlige Zerschlagung der P.-Maciel-Legionäre, des Satan geweihten Werkes des Besessenen:
Salve, Regina, madre di misericordia, vita, dolcezza e speranza nostra, salve.
A te ricorriamo, esuli figli di Eva: a te sospiriamo, gementi e piangenti in questa valle di lacrime. Orsù dunque, avvocata nostra, rivolgi a noi gli occhi tuoi misericordiosi. E mostraci dopo questo esilio, Gesù, il frutto benedetto del tuo seno. O clemente, o pia, o dolce Vergine Maria.
O Archangelo san Michele, difendici nella lotta!
Sancti angeli, custodes nostri, difendite nos in proelio, ut non pereamus in tremendo judicio!
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#13   Vineta   21:22:37 | Montag, 21. Februar 2011
Selbst, wenn die Aufräumarbeit mit riesigem Aufwand gelänge…
so bliebe dieser Orden dennoch ein Kuriosum in der Kirchengeschichte, denn
1) er wäre für immer eine beliebte Zielscheibe für Spötter, die sagen: „Sieh da, ein Legionär! Vom Gründer dieses Ordens ( und seinem engsten Mitarbeiterkreis) kann sich so mancher Mafiaboß noch eine Scheibe abschneiden.“
2) junge Männer, die mit dem Gedanken spielen, sich einem Orden anzuschließen, interessieren sich zunächst vor allem für dessen Gründungsgeschichte und den heiligmäßigen, seligen oder heiligen Ordensgründer und wollen davon begeistert sein.
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#12   Rudolfus   21:11:27 | Montag, 21. Februar 2011
@No Comment: Alle Orden müssen vom Papst approbiert werden – der Gründer ist und bleibt P. Maciel,
und dessen Gründung hat keine Existenzberechtigung in der Kirche. Bei „Legionären“ eines Besessenen denken wir Christen an „die Legion der Dämonen“, die Christus im Neuen Testament austrieb. Wer mit Dämonen zu tun hat, weiß, welcher Autorität es bedarf, eine „Legion von Dämonen“ auszutreiben. Die Mitglieder der Legion des P. Maciel sind P. Maciel und der Kirche fast alle aus lauteren Motiven gefolgt: Der Gründer ist und bleibt der Besessene. Die päpstliche Approbation ändert nichts daran. Dieser Orden darf nicht mehr bestehen bleiben. Er muß ausgetilgt werden. Er ist eine Schande für alle heiligen Ordensgründer.
San Michele arcangelo, difendici nella lotta …
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#11   No Comment   20:56:59 | Montag, 21. Februar 2011
Konsequenz: eigentlicher LC-Gründer ist JP2
Rudolfus, im Ernst:
Johannes Paul II. hat die Kongregation approbiert. Er sollte fortan als ihr Gründer gelten; und die Legionaries sollten seine Schriften lesaen anstatt die von M.M.
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#10   Rudolfus   19:39:59 | Montag, 21. Februar 2011
Der Gründer dieses Orden ist ein Besessener, der systematisch furchtbarste Verbrechen an Kindern
beging, und sich vom Novus-Ordo-Papst Johannes Paul II. als scheinheilige Ordensgründergröße feiern ließ: Der Orden darf keinen Bestand in der Kirche haben. Er wird zerschlagen werden müssen. Auf weitere Sicht wird dieser Orden auch keine Neueintritte mehr verzeichnen. Wenn ja, dann müßten diese Neueintritte wieder von Luzifer kommen, um wieder eine satanische Aktion mit diesem durch P. Maciel Luzifer geweihten Orden durchzuführen. Ein kirchen- und christustreuer Papst wird die Aufgabe haben, diesen Orden mit Stumpf und Stil aus der Kirche auszureißen, so wie man einen seelenenergiesaugenden Dämon aus der Seele durch göttliche Kraft ausreißt. Vereinzelt haben bereits ehemalige Legionäre Christi um Übertritt unter andere Obere, besonders an Diözesanbischöfe, angesucht. Das ist der einzige Weg, den ein kirchenliebendes Mitglied dieses von einem Besessenen gegründeten Orden noch gehen kann, solange der Papst noch so halbherzig weiterregiert, und den Irrtum, wie gewohnt, inmitten der Kirche gedeihen läßt, so wie ein schlechter Arzt einfach ein Krebsgeschwür weiterwachsen läßt. Dieser schlechte unfähige Arzt sind die Novus-Ordo-Päpste seit Paul VI., dessen Pontifikat Johannes Paul II. 1:1 weitergeführt hat. Benedikt XVI. hat zwar, beseelt von einer unbestimmten Liebe zur katholischen Tradition, bestimmte Änderungen vorgenommen, so duldet er zwar inzwischen wieder die kanonisierte Römische Messe, die die Besessenen Paul VI. und Johannes Paul II. ausrotten wollten, aber der Krebs!
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#9   kammerjäger   19:33:08 | Montag, 21. Februar 2011
@kristall
Stimmt! :-D
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#8   kristall   19:12:28 | Montag, 21. Februar 2011
lausiges
gedicht ! :-[ :-! ^-^
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#6   kammerjäger   19:06:01 | Montag, 21. Februar 2011
@LOGDBC
Dieser Orden hat nahezu die doppelte Priesteranzahl wie die Piusbrüder! Die Zahl ihrer Seminaristen übersteigt das 6,5fache der Pius-Sekte! :-D :-D :-D
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#5   LOGDBC   18:56:47 | Montag, 21. Februar 2011
Konrad
[…]bei Orden um Aufnahme bitten
Solch Aussage halte ich nicht für durchdacht.
Bei diesem Orden handelt es sich um ein Riesenorganisationsgefüge mit großem Potential. Ihr Charisma bleibt auch weiterhin eine große Bereicherung für die Kirche. 1.500 Seminaristen, 800 Priester, 70.000 Mitglieder im Regnum Christi, zahlreiche Universitäten, Schulen, Mediendienste.
Ohne Frage: der Skandal um Pater Maciel ist ein unvorstellbare Katastrophe. Und es wird sich vieles ändern müssen, besonders in Strukturen und Ausrichtung. Effizenz durch agressives Marketing darf bei der Verkündigung der Reich-Gottes-Botschaft kein Maßstab sein.
Auf unvoreingenommene Leute haben die Priester/Seminaristen des Ordens eine überaus positive Wirkung, durch die schon viele zur Kirche (zurück-)gefunden haben und finden werden. Die Legionäre sind der zu Guttenberg in der Ordenslandschaft. Dies ist durchaus ambivalent zu verstehen. Der Schein korreliert nicht immer mit dem Sein. Trotzdem verfügt man über klar überdurchschnittliche Kompetenz. Vergleiche bitte einen Legionär mit einem Durchschnitts-Regens, der einen wohl eher an eine „Klarsichtfolien-Betriebsnudel“ (Matussek) erinnert.
Genauso wie ein Rücktritt Guttenbergs angemessen sein könnte, könnte man mit guten Gründen dafür plädieren, den Orden aufzulösen. Allerdings hätte niemand etwas davon; man zerstört dadurch großes Potential nur um der abstrakten Theorie willen!
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#4   Konrad   17:48:57 | Montag, 21. Februar 2011
SH Papst Johannes Paul II.
– demnächst Seliger! – ist selbst ein Opfer dieses satanischen Verbrechers. Leider fehlt im Vatikan noch immer die Entschlossenheit, diesen „Orden“ aufzulösen.
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#3   polenpaule   17:37:44 | Montag, 21. Februar 2011
Woytila hat diesen
„Priester“ und Sexualakrobaten doch mit aller Intensität gefördert. Das ist wohl der Grund, weshalb ihn die Konzilsgemeinschaft als „Seligen“ für ihre Gemeinschaft propagiert. Jede Gemeinschaft bekommt eben das, was ihr „gemein“ ist. So bekommt der neue „Selige“ gleich den richtigen Beigeschmack, der ihm auch zusteht!
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#2   Domenico Tuttisanti   15:33:29 | Montag, 21. Februar 2011
Nicht das Kind mit dem Bade ausschütten!
Ich schätze, dass die Mehrheit der jüngeren Priester niemals mit dem Ordensgründer zu tun hatte und von dessen Fehlverhalten persönlich nicht betroffen ist. Es gilt nun, die „ideologischen“, strukturellen und personellen Gründe für die Nibelungentreue zu Pater Maciel zu analysieren und die notwendigen Konsequenzen zu ziehen. Das Ordensideal muß deswegen noch lange nicht vollständig diskreditiert sein, wie hier manche unterstellen.
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#1   Konrad   14:50:14 | Montag, 21. Februar 2011
Die Legionäre Christi
sollten sich alle Bischöfe suchen oder bei Orden um Aufnahme bitten!
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