„Der dauernd bemühte Priestermangel ist nicht die wirkliche Ursache für den Pastoralen Prozeß im Bistum Fulda.“ Die wahren Hintergründe habe der Bischof kürzlich selber angesprochen.
(kreuz.net, Fulda) „Nun ist die Katze aus dem Sack“ – schreibt Gertrud Dörner aus Gescher zum ‘Pastoralen
Prozeß’ im Bistum Fulda. Gescher liegt in Nordrhein-Westfalen.
Die Hintergründe des „Pastoralen Prozesses“
seien vom Diözesanbischof, Mons. Heinz-Josef Algermissen, selber dargelegt worden.
Der Bischof sprach
bereits vor zweieinhalb Wochen beim offiziellen Beginn der diözesanen „Gemeindeberatung“ im Bonifatiushaus
in Fulda.
Die Gemeindeberatung unterstützt die geplante Zusammenlegung der Pfarreien der Diözese. Sie
soll – nach den Worten des Bischofs – auch „schmerzhafte und blockierende Widerstände“ auflösen und
eine „geistliche Wende im Bistum“ vorantreiben.
„Warum sollen die Pastoralverbünde im Bistum Fulda auf
Biegen und Brechen durchgesetzt werden?“ – fragt sich Frau Dörner in einer Stellungnahme:
„Der dauernd
bemühte Priestermangel kann es nicht sein. Der existiert dort auf Jahre hinaus nicht.“
Des Pudels Kern
sei vielmehr ein angeblicher „Reformstau“, den ihm sein Vorgänger – wie Bischof Algermissen selber sagte –
hinterlassen habe.
Das Bistum Fulda wurde bis zu seinem überraschenden Tod im Jahre 2000 von Erzbischof
Johannes Dyba geleitet. Der Erzbischof galt als einer der konservativsten und zugleich medienwirksamsten
Bischöfe in Deutschland.
Wer von „Wende“ und „Neuorientierung“ spreche, müsse den Ausgangs- und Endpunkt
dieser Bewegung darlegen. Auch der Sinn und Zweck des geplanten Umbaus müsse bekanntgegeben werden, erklärt
Frau Dörner weiter: „Dies alles bleibt die Bistumsleitung den Gläubigen schuldig.“
Erzbischof Dyba
habe eine klar kirchen- und papsttreue Richtung vertreten: „Was gibt es für einen katholischen Bischof
daran zu ändern?“ – fragt sich Frau Dörner.
Auch die Spiritualität eines Katholiken bedürfe keiner
„Neuorientierung“, sondern einer Vertiefung im Sinne der Spiritualität der Kirche, die auf den Sakramenten
und der katholischen Lehre gründet.
Dagegen scheine der „Pastorale Prozeß“ in der Diözese Fulda genau
in die Gegenrichtung zu marschieren. Er öffne den „Agenten des Wandels“ Tür und Tor.
Priester und Gläubige,
die dagegen aufstehen, würden als „schmerzhafte und blockierende Widerstände“ deklassiert, die es „aufzulösen
gilt.
„Es ist mir leid um das Bistum Fulda“ – meint Frau Dörner abschließend.
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11 Lesermeinungen
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@Konrad Lehmann contra Dyba Sehr geehrter Konrad, bitte erläutern Sie mir doch die praktischen Gründe
dafür, warum Devotionalien und sogar kleine Postkarten bis vor einiger Zeit restlos (!) weggeräumt wurden,
warum beispielsweise kaum etwas im oder am Dom über die vielen kämpferischen Reden und Interviews des
von uns beiden hochgeschätzten und bitter vermißten Erzbischofs zu bekommen ist. Kann es sein, daß
man der Versuchung erliegt, die Dinge zu harmonisch zu sehen, um seine Ruhe zu haben und nicht wie Erzbischof
Dyba der Lehmann-Kirche (die ich persönlich nicht für katholisch halte) contra geben zu müssen ? Gibt
es wirklich eine katholische Wahrheit irgendwo zwischen Lehmann (zb pro Verfassung: zu Frankreich :„Katastrophe“)
und Schick (Dybas geistiger Nachfolger und „Schüler“,) der sich klar gegen die Verfassung auch im Sinne
des Papstes aussprach? Bitte antworten zwecks Erkenntniserweiterung (ehrlich gemeint! – keine Ironie…).
Herzlich Laurentius
Der Gegen-Syllabus seit dem V.II Und wo die Kirche spricht, welche Konzilien welchen Verbindlichkeitsgrad
haben … erklären die Konzile. Die FSSPX folgt der dogmatischen Lehre, im Gegensatz zur Mehrheit der
nachkonziliaren Hirten und fast aller Theologen (vgl. Rahner zum Thema Dogma; ab dem V.II). Lesen Sie,
was Bischöfe Kamphaus, Kasper, Lehmann, uvm. unwidersprochen an Häresien verbreiten. Das Vatikanum-II
ist nichtdogmatisch. Dies stellten Papst und Konzilsväter klar fest. Das V.II bietet – fehlgeleitete –
Ratschläge an. es sei denn, die Bruderschaft hätte zunächst festgestellt, dieses Gebot stimme mit „der
Tradition“ überein. Im Sinne des großen Kirchenlehrers Athanasius. Es verstehen nicht sehr viele Katholiken
und auch nur unter Beachtung der großen Notsituation, in der die Konzilskirche ist. Genauer: nicht „die
Kirche“, sondern die große Mehrheit der Kirchenmänner. Die mit dem V.II eröffnete neue Religion, der
„Gegen-Syllabus“, ist unvereinbar mit der überlieferten Lehre. Lesen Sie, was die Päpste vor dem V.II
über anderthalb Jahrhunderte lang zur modernistischen Revolution (=Liberalismus) schrieben: in der Bulle
Aucotrem fidei, in den Enzykliken Quanta cura, Immortale Dei, Divini Redemptoris, Humani generis, im Syllabus,
in der apostolischen Konstituion Lamentabiliti (Pius X), uam. Es ist also „die Tradition“, der sich alles
unterzuordnen hat Der hl. Überlieferung, natürlich. Kein Papst und kein Engel kann ein neues Evangelium
verkünden.
„Die Tradition“ Man verzeihe, es ist nicht unmittelbar zum Thema! Aber es betrifft den letzten Beitrag
des hochverehrten Marcel… Erzbischof Marcel Lefebvre und sein Werk stellen als Nachfolger des hl. Athanasius
„nur“ das Echo, den Widerschein, das Sprachrohr der Kirche, ihrer (echten, dogmatischen) Konzile und der
Lehre der Päpste dar. Das ist das „Geheimnis“ des Patentrezeptes. Und wo die Kirche spricht, welche Konzilien
welchen Verbindlichkeitsgrad haben, worin die Lehre der Kirche besteht, kurz was „die Tradition“ ist:
das alles erklärt authentischerweise die Priesterbruderschaft St. Pius X. In der gegenwärtigen Kirche
gibt es keine Autorität, die ihr im Bereich des Lebens und der Lehre gebieten könnte, es sei denn, die
Bruderschaft hätte zunächst festgestellt, dieses Gebot stimme mit „der Tradition“ überein. Im Falle
einer Unterwerfung unter das „moderne Rom“ wäre dann auch im Einzelfall der Vorschriften zu überprüfen,
ob sie im Einklang mit „der Tradition“ stehen. Es ist also „die Tradition“, der sich alles unterzuordnen
hat, und über die Erkenntnis „der Tradition“ verfügt die Priesterbruderschaft St. Pius X. Ist es nicht
so?
@Laurentius2 das mit dem Wegräumen der Blumen hat praktische Gründe, bitte also fair bleiben. Ich habe
noch immer am Grab des mutigen Erzbischofs, den seine Mitbrüder unter die Erde gebracht haben, Blumen
gesehen. Aber gekämpft muss weiter werden, denn als Benedikt XVI. ist Joseph Ratzinger weniger in der
Lage als vorher, sich um spezifisch deutsche Probleme zu kümmern.
Zurück zum Thema Frau Dörner und ihr Mann sind u.a. Leiter des Ik Münster und Organisatoren der romtreuen
Osterakademien in Kevelaer. Zu Fulda: in der Tat Bischof Algermissenm läßt endlich die Katze aus dem
Sack. Er modelt die Diözese in einem Anti-Dyba-Kurs um. In seinem Dom ist es nicht möglich, Blumen,
Kerzen oder Bilder an das Grab des großen Kämpfers für die römisch-katholische Sache abzulegen. Sie
werden kurz darauf abgeräumt. Das ist die Faktenlage.
… eigentlich schon verwunderlich, erst nach der obrigkeit rufen … und darauf sagen, es sind ja nicht
die bischöfe gemeint, die sind zu wenig kirchentreu … es sind schon sehr unverschämte wortmeldungen!
Der Kelch des Lebens Mit einem Hinweis auf die FSSPX scheint man tatsächlich bei jedem Thema und in jedem
Zusammenhang richtig zu liegen. Es gibt also doch ein Patentrezept, ein Allheilmittel… Es kommt wieder
einmal auf den Zusammenhang an, den so viele wie Sie übersehen. Die von Gott gegründete katholische
Kirche als einzige Arche des Heils hat das Patentrezept, das Allheilmittel, sie ist Hüterin des hl. Kelchs –
dem Meßopfer. (Vergessen Sie Indiana Jones.) Das ist so seit 2000 Jahren, auch wenn die Mehrheit der
konzilskirchlichen Bischöfe das heute nicht mehr glaubt und ihren armen Schafen alle möglichen Irrungen
und sogar irrige Religionen anbietet bzw. diese ihnen aufdrängt. Nun hängt, wie schon ein weiser Denker
anmerkte, vom unbedingten Festhalten an der authentischen katholischen Tradition das Überleben ebendieser
Kirche ab. Diese Tradition mit aller Konsequenz weltweit wird nur noch von einer einzigen Gemeinschaft,
der FSSPX, und den mit ihr assoziierten Institutionen, theoretisch verteidigt und praktisch gelebt. Dies
heißt nicht, daß sich nicht noch viele Katholiken als „Einzelkämpfer“ um die Bewahrung des überlieferten
Glaubensgutes redlich und oft mit bewundernswertem Einsatz bemühen, bis hinein in der Kurie. Erzbischof
Marcel Lefebvre und sein Werk stellen als Nachfolger des hl. Athanasius „nur“ das Echo, den Widerschein,
das Sprachrohr der Kirche, ihrer (echten, dogmatischen) Konzile und der Lehre der Päpste dar. Das ist
das „Geheimnis“ des Patentrezeptes.
@ Maximilian Als gebildeter Mensch solltest Du eigentlich den Unterschied zwischen einer privaten Lesermeinung
und einer Pressemeldung kennen. Ich habe immer noch nicht verstanden, was der Hinweis, dass Gescher in
Nordrhein-Westalen liegt, mit dem Thema „Pastoraler Prozess im Bistum Fulda“ zu tun hat. Und wer, bitte,
ist Frau Dörner? Selbstverständlich ist es Frau Dörner unbenommen, ihre Meinung zu diesem Thema kundzutun.
Aber wenn man dann schon einen Presseartikel von ihr publiziert, der eben keine private Meinungsäußerung
darstellt und auch nicht als Kommentar gekennzeichnet ist, sollte man zumindest darauf hinweisen, wer
Frau Dörner ist.
@ Marcel Mit einem Hinweis auf die FSSPX scheint man tatsächlich bei jedem Thema und in jedem Zusammenhang
richtig zu liegen. Es gibt also doch ein Patentrezept, ein Allheilmittel: Ite omnes ad Marcellum…!
Ist ja toll … … dass Gescher in Nordrhein-Westfalen liegt. Aber was hat das mit dem „Pastoralen Prozess“
in der Diözese Fulda zu tun? Und wer bitte ist Frau Dörner, dass sie sich zu einer „Stellungnahme“ anschickt“?
In wessen Auftrag handelt sie? Welcher Organisation steht sie vor? Oder schreibt sie lediglich als Privatperson?
Mit Verlaub: Eine solche „Stellungnahme“ von einer Frau XY ohne weiteren Bezug wirkt von der Form her
irgendwie seltsam, auch wenn sie inhaltlich natürlich meine vollste Zustimmung findet.
Wo ist denn die nächste Kirche der Priesterbruderschaft…? … dort würde Frau Dörner das finden,
wonach sie sich – zu Recht – so sehnt: eine klar kirchen- und papstamtstreue Richtung, ganze katholische
Priester und Bischöfe, und vor allem die heilige Messe aller Zeiten. (Tatsächlich kenne ich wenige in
der Kirche, die ähnlich fest zum – bei Bedarf – unfehlbaren Papstamt stehen als Erzbischof Lefebvre und
seine Mitstreiter. Ironie der Schicksals.) Frau Dörner könnte in der FSSPX ihre in der Diözese wegen
dem neuen Wolf im Schafspelz behinderte und vergällte „Spiritualität“ – heißt ganz altmodisch (wie
sie richtig schrieb): Vertiefung im Sinne der Spiritualität der Kirche, die auf den Sakramenten und der
katholischen Lehre gründet – festigen und somit stärker sich und die Weltkirche heiligen, als unter
den widrigen diözesanen Umständen möglich (man spricht ja aus Erfahrung). … eben so, wie es die meisten
mir bekannten Anhänger der FSSPX machen: einfach katholisch sein dürfen, unter der Führung der guten
Hirten, die treu zur Kirche und ihrer ganzen Lehre stehen, und sie nicht verraten, wie in der Konzilskirche
üblich. … eben so, wie es überall in der Weltkirche sein müßte, aber momentan leider nur in Glaubensoasen
ist. … bis sich Rom und davon ausgehend hierarchisch alle Diözesen wieder bekehrt haben werden. Darum
beten wir sehr.