Orthodoxie
„Wir sind komische Käuze, die selten verstanden werden“
Der in der Schweiz lebende deutsche Eremit Gabriel Bunge hat seinen Abfall zu den russischen Schismatikern gerechtfertigt.
Der katholische Apostat Gabriel Bunge auf der Webseite 'journeytoorthodoxy.com'
Der katholische Apostat Gabriel Bunge auf der Webseite ‘journeytoorthodoxy.com’
(kreuz.net) Der katholische Apostat Gabriel Bunge hat seinen Abfall zu den russischen Schismatikern gerechtfertigt.

Bunge lebt seit Jahren als Eremit im Schweizer Kanton Tessin.

In einem Interview mit der Webseite ‘journeytoorthodoxy.com’ erzählte er am 26. Januar aus seinem Leben.

Vom Mönch zum Einsiedler

Wie jeder Jugendliche habe auch er seinen Weg im Leben gesucht:

„Ich begann an der Universität in Bonn Philosophie und vergleichende Theologie zu studieren.“

Kurz zuvor hatte er zwei Monate auf der Ägäis-Insel Lesbos verbracht: „Dort sah ich zum ersten Mal einen wirklichen orthodoxen Mönch und Ältesten.“

Bunge blieb mit ihm ein Leben lang in Kontakt.

Er trat in Deutschland in ein Benediktinerkloster ein: „Die Struktur dieses Ordens ist der Struktur der frühen christlichen Kirche ähnlich.“

Doch schon bald stellte Bunge mit seinem geistlichen Vater fest, daß er mit seiner Liebe für das östliche Mönchtum und die Liebe für das östliche Christentum bei den Benediktinern nicht am richtigen Ort war.

„Darum beschloß der Abt – ein älterer und erfahrener Herr, den ich immer noch in Ehren halte – mich, nicht ohne Bedauern, in ein kleines Kloster nach Belgien zu versetzen“:

„Ich verbrachte dort achtzehn Jahre und machte viele Erfahrungen.“

Von dort zog er mit dem Segen der Oberen in seine gegenwärtige Schweizer Einsiedelei.

Bunge erklärt, daß der Sinn dieser Ortswechsel darin bestand, im echten monastischen Leben, „wie es im frühen Christentum existierte“, Fortschritte zu machen.

Er fügt hinzu: „Der jüngste Schritt auf diesem Weg war meine Bekehrung zur Orthodoxie.“

Interesse an der Orthodoxie ist „kulturell“

Der Einsiedler wird mit dem Einwand konfrontiert, daß die meisten Katholiken, die sich zur Orthodoxie hingezogen fühlen, die Kirche nicht verlassen.

Er antworte, daß dieses Interesse häufig „eher kulturell“ sei und im echten Leben dieser Menschen nicht viel verändern würde:

„Jene bemitleidenswerten Menschen wie ich, die ein geistliches Interesse an der Orthodoxie haben, bleiben eine Minderheit.“

„Wir sind komische Käuze, die selten verstanden werden.“

Keine Hoffnung auf Versöhnung

In seiner Jugend habe er noch ehrlich gehofft, daß eine „Einheit der westlichen und östlichen Christenheit“ möglich wäre.

Doch nachdem er einige Dinge tiefer verstanden habe, hätte er nicht länger an eine „Versöhnung der beiden Kirchen bezüglich der Gottesdienste und einer institutionellen Einheit“ glauben können.

Darum habe er diese Einheit selbständig und individuell suchen müssen – „indem ich sie in einer einzigen getrennten Seele wiederherstellte, in meiner.“

Eine Kette von Brüchen

Schon während seiner Zeit in Griechenland habe er festgestellt, daß sich der Westen vom Osten getrennt habe – nicht umgekehrt.

Die „westliche Christenheit“ ging nach Bunges Ansicht aus einer Kette von Brüchen mit dem Osten hervor:

„Diese Brüche war die Gregorianische Reform, auf welche die Trennung der Kirchen im 11. Jahrhundert folgte, dann die Reformation im 15. Jahrhundert und schließlich das Zweite Vatikanische Konzil des 20. Jahrhunderts.“

Parallelen zwischen der Reformation und dem letzten Konzil

In einer Situation radikaler, revolutionärer Ereignisse gibt es nach Bunge immer Leute, die das Leben in ein „vorher“ und „nachher“ scheiden:

„In der Reformation begann man jene, welche die Reformation akzeptierten als die Gesunden und die Anhänger des Papstes als die Kranken zu bezeichnen.“

Bunge stellt fest, daß sich die Geschichte wiederholt und in der Folge des Zweiten Vatikanums in der Kirche etwas Ähnliches geschah:

„Es gibt Leute, die dessen Entscheidungen nicht akzeptieren und Leute, die es als eine Art Neubeginn verstehen“.

Die Tradition garantiert den Kontakt mit Christus

Bunge wird auch nach seiner Meinung über die moderne altliberale Ausrichtung unter Katholiken befragt.

Es gebe verschiedene Arten von Katholiken – erklärt er: „Unter ihnen gibt es solche, die verweltlichter und liberaler sein möchten“.

Für Bunge bedeutet das nicht, daß sie „Kriminelle“ sind: „Das ist einfach ihr Blickpunkt im Leben.“

Es gebe andere, die sich ganz der Tradition widmen: „Ich würde sie nicht Traditionalisten nennen, weil die Tradition als solche für sie nicht so wichtig ist.“

Die Tradition sei keine alte Folklore, die man künstlich ernähren und am Leben erhalten müsse:

„Nein, Tradition ist für sie das, was in jeder Zeitepoche den persönlichen Kontakt mit Christus sicherstellt.“

„Sie waren immer mit uns“

Als er beschlossen habe, russisch-orthodox zu werden, hätten ihm bekannte Bischöfe von Sankt Petersburg gesagt:

„Wir sind alles andere als überrascht. Sie waren immer mit uns.“

Bunge richtete seine Anfrage eines Eintritts bei den russischen Orthodoxen an den liberalen Metropoliten Hilarion – dem Leiter des kirchlichen Außendepartements in Moskau – den er seit 1994 kennt.

Bunge hält Hilarion für eine der kompetentesten und gelehrtesten Personen, die er je getroffen hat.
      
57 Lesermeinungen
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#57   Ernst von Zwiefalten   15:26:18 | Dienstag, 8. März 2011
@rudolphus
Es tut mir leid- ich kann Sie nicht verstehen.
Wie bitte, definieren Sie Unfehlbarkeit und warum kann ich Jesus von Nazareth nur in der römisch-katholischen Kirche erkennen?
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#56   Rudolfus   22:47:34 | Sonntag, 6. März 2011
@Ernst von Zwiefalten: Die Vernunft des Menschen ist dazu geschaffen, die göttliche Wahrheit
zu erkennen, die Gott in Jesus von Nazareth, dem verheißenen Christus des Alten Bundes, geoffenbart hat.
Die Lehre der römisch-katholischen Kirche ist unfehlbar.
Hl. Thomas von Aquin
Der Erzbischof von Paris hat mehrere theologische Aussagen des hl. Thomas von Aquin verurteilt. Das ist richtig. Das ist allerdings Theologiegeschichte. Mittlerweile ist der hl. Thomas der bevorzugte Kirchenlehrer des Papsttums. Der hl. Thomas ist trotzdem nicht unfehlbar, er hat auch viele Irrtümer gelehrt, etwa Beseelungslehre, die Leugnung der Unbefleckten Empfängnis Mariens (= die Erbsündefreiheit Mariens). Der hl. Thomas von Aquin ist nicht das Lehramt der Kirche. Dieses wird vom Papst getragen, dem Gott in endgültigen Entscheidungen hinsichtlich der Darlegung der Lehre Christi die Irrtumslosigkeit verliehen hat.
Nicht alle erlangen die Gnade des Glaubens.
Sie werden Sie zweifellos erlangen, wenn Sie diese erlangen wollen und Gott und Gottes Mutter darum bitten.
Der Glaube ist notwendig um das ewige Seelenheil zu erlangen und nicht ewig verlorenzugehen.
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#55   Ernst von Zwiefalten   14:52:12 | Sonntag, 6. März 2011
@rudolphus
Ihre Ausführungen überzeugen meine natürliche Vernunft nicht und gegenüber dem Konzept der Übernatur bin ich skeptisch (immerhin hat der EB von Paris im 13. Jhd. unter anderem Thomas 1277 als Ketzer verurteilt). Woher soll ich also wissen, dass Ihre Ausführungen wahr sind?
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#54   Rudolfus   14:08:20 | Sonntag, 6. März 2011
@WhiteWoman: Niemand wird durch Christus außerhalb Seiner Kirche gerettet.
Jeder, der sich im Himmel wiederfinden wird, wird sich dort finden, weil er den Weg durch die Kirche genommen hat – sichtbar oder unsichtbar. Die scheinbare Kirchenzugehörigkeit reicht natürlich nicht, die echte Zugehörigkeit zur Kirche Christi schon. Diese Kirche ist die Kirche des unfehlbar die Lehre Christi bewahrenden heiligen Petrus und dessen Nachfolger, die die Lehre, die von Christus selbst eingesetzten Sakramente und die sonstigen Gnadenmittel durch die Himmelschlüssel verwalten, die Christus Seinem irdischen Nachfolger als Gemeindeleiter übertrug. Dieser verwaltet die Gnadenreichtümer der Kirche. Diese Kirche ist der EINZIGE Weg zum Christus im Himmel. Dieser ist die der künftige ewige Friedensherrscher des Universums nach der materiellen Auferstehung aller Toten und der Neuschaffung der Welt. Die Kirche ist Sein Reich auf Erden.
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#53   White Woman   13:57:13 | Sonntag, 6. März 2011
Rudolfus
meinen evangelischen Geschwister und ich sind durch die Gnade Christus gerettet. Dafür brauch ich keine katholischen Dogmen, dafür aber die 10 Gebote.
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#52   Rudolfus   13:43:58 | Sonntag, 6. März 2011
@WhiteWoman: Wenn Sie in den Himmel kommen wollen, schon.
Niemand wird ohne Christus und dessen Kirche des hl. Petrus gerettet werden, zu deren Lehre man sich in einer Blankounterschrift bekennen muß. Niemand kommt in den Himmel ohne dem Bekenntnis zu Christus. Dieser nimmt uns in Sein Reich durch Seine Kirche auf.
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#51   White Woman   13:38:15 | Sonntag, 6. März 2011
Rudolfus
Jeder hat die Dogmen der Kirche anzunehmen und zu glauben.
Ah so, muß ich das als evangelische Christin eigentlich auch?
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#50   Rudolfus   13:27:20 | Sonntag, 6. März 2011
@WhiteWoman: Nach Lehre der Kirche ist jeder Apostat, der ein definiertes Dogma leugnet und damit
von der Kirche abgefallen ist, selbstverständlich auch der apostatische Bischof in Byzanz und dessen byzantinistische Sekte.
Leser ‘Guttenberger’ sieht sich als Anhänger der Byzantinistensekte, ist also gleichfalls Apostat, und jedenfalls kein gläubiges Mitglied der Römisch-Katholischen Kirche.
Niemand kann außerhalb der Römisch-Katholischen Kirche gerettet werden, erst recht kein Apostat – auch Sie nicht.
Jeder hat die Dogmen der Kirche anzunehmen und zu glauben.
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#49   White Woman   10:04:21 | Sonntag, 6. März 2011
Ernst von Zwiefalten
Rudolfus müßen sie auch nicht verstehen, der ist soooooooo irre, da fehlen einem öfter mal die Worte. :'( :-[ :-( :-S Für den sind sehr viele Leute Häretiker, selbst solche die die Dogmen nicht verstehen und die sich von ihm eine verständliche Erklärung derselben gewünscht haben.
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#48   Ernst von Zwiefalten   09:23:08 | Sonntag, 6. März 2011
@rudolphus
jetzt verstehe ich gar nichts mehr: wenn die historischen Fakten stimmen, die Guttenberger anführt, wieso soll er dann Häretiker sein?
Für mich hört sich das an, als sei jeder ein Häretiker, der bestimmte historische Fakten nicht leugnet.
Im Übrigen: der Patriarch von Konstantinopel ist nicht Oberhaupt, sondern hat nur einen Ehrenprimat.
Oberhäupter der orthodoxen Kirchen sind die jeweiligen Patriarchen, die das gleiche Jurisdiktionsrecht für ihre Kirche haben, wie der Patriarch von Konstantinopel für die Seine.
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#47   Rudolfus   23:17:27 | Freitag, 4. März 2011
@Byzantinist Guttenberger: Sie stehen leider nicht im katholischen Glauben der Hl. Römischen Kirche
auch wenn ihre historischen Fakten stimmen mögen.
Byzanz ist von der Römisch-Katholischen Kirche abgefallen, immer wieder auch zurückgekehrt, aber letztlich bis zum heutigen Tag von der Kirche abgefallen und deshalb selbstverständlich eine Sekte. Sie selbst sind als Deutscher und Kölner anscheinend Anhänger der Sekte von Byzanz, wie ja auch einige andere Poster hier (z. B. ‘polenpaule’, der genauso ausfällig wird wie Sie, wenn er als Sektierer, was er natürlich ist, bezeichhnet wird, auch ‘Gregor Nazianus’ ist ein Byzanzsektierer); natürlich möchten Sie sich dann selbst nicht als Sektierer bezeichnen und beflegeln die rechtgläubigen Mitglieder der Römisch-Katholischen Kirche.
Ihre Ausfälle gegenüber den römischen Katholiken bestätigt nur, daß Sie, der Sie, abstrus genug, den Bischof in Byzanz als „Oberhaupt der Kirche“ verehren, keinerlei Argument haben, dem Römischen Bischof sein Amt als Oberhauot der Kirche abzusprechen und alleine Sie der Sektierer sind, auch wenn Sie das nicht hören wollen.
Wann sich übrige Christen der Byzanzsekte angeschlossen haben, ist hier nicht von Belang und von untergeordneter Bedeutung. Die Byzanzsekte wurde mit der Apostasie Byzanz’ gegründet: Hier liegt das Gründungsdatum dieser Sekte.
Sie stehen jedenfalls klar außerhalb der Kirche Christi und befinden sich nicht auf dem Weg in den Himmel. Dieser Weg ist alleine die Kirche Christi, deren Oberhaupt der Nachfolger Jesu Christi und des hl. Petrus ist: der die Unfehlbarkeit der Kirche garantiert
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#46   Jörg Guttenberger, Köln   01:11:25 | Freitag, 4. März 2011
Rudolfus Byzabtiner
„Byzanzsektierer“ ist natürlich DienstmädchenGeschwätz!
1054 bedeutet, wie schon mehrfach betont, ausschließlich eine Trennung zwischen Rom und Byzanz, nicht jedoch mit den anderen östlichen Patriarchaten!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Auf dem Konzil von Lyon/Lugdunum wurde am 6. Juli 1274 die Einheit zwischen Rom und Byzanz vollzogen!
Am 22. Februar 1281 wurde der Franzose Martin IV Papst, ein blindes Werkzeug des mächtigen sizilianischen Königs Karl von Anjou, auf dessen Druck Martin IV die Union mit Byzanz kündigte.
Die Union von Ferrara-Florenz 1438/1439 hatte, wie bereits erwähnt, nur kurzen Bestand. Trotzdem feierten am 29. April 1453 Römer und Byzantiner in der Hagia Sophia den letzten gemeinsamen Gottesdienst, am 30. Mai 1453wurde Byzanz von den Türken erobert.
1724 oder 1725 haben sich Rom und Antiochien endgültig getrennt, damit war die Spaltung zwischen Römern und Byzantinern abgeschlossen.
Eine begrenzte Kirchengemeinschaft hat es auf dem Balkan weiterhin gegeben, als von rom ernannte Bischöfe wegen dr Entfernung zu Rom sich ihre Bischofsweihe nach Vorlage ihrer Ernennungsurkunde vom othodon „Kollegen „ spenden ließen. Diese Praxis wurde auf Betreiben des damaligen Primas von Ungarn unter dem Einfluß der Aufklärung beendet.
1461 wurde das Kaiserreich Trapezunt als letztes griechisches Territorium von den Fürken erobert.
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#45   Ernst von Zwiefalten   23:42:00 | Donnerstag, 3. März 2011
@rudolpus
Die Liste der Fehler Roms gegenüber den Ostkirchen ist lang. Eine kleine Auswahl:
– Duldung der Plünderung von Byzanz durch Venedig.
– Unerlaubte Widerholung der Diakonen-, Priester- und Bischofsweihe für rumänisch-unierte Orthodoxe durche Kardinal Kollonetz
– Ermordung des Bischofs der indischen Christen, um die Weihelinie des Apostels Thomas auszulöschen und die Oberherrschaft über die indischen Christen zu erlangen.
Das sind gravierende Fehler, für die sich Rom noch entschuldigt hat.
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#44   Leo Miles   19:29:51 | Mittwoch, 2. März 2011
@Ernst
Das filioque versteht im Grunde jeder Christ, denn natürlich geht der Heilige Geist vom Vater UND vom Sohne aus. Der Heilige Geist ist das Band der Liebe zwischen Vater und Sohn. Er geht von beiden Personen aus, denn die Liebe zwischen beiden ist keine Einbahnstraße.
Die Byzantiner wollten einfach gegen Rom opponieren und hangelten sich an diesem Fall auf, obwohl es theologisch gar kein Problem darstellt. Die „Orthodoxen“ sind sozusagen „halbe Protestanten“.
Jesus ist EIN Herr, Er hat EINE Kirche und diese EINE Kirche hat EIN Oberhaupt. Im Grunde ist es nicht schwer, das zu verstehen. Es ist einfach logisch. Doch die meisten WOLLEN es nicht so haben und konstruieren sich „theologische“ Schachzüge und Verwinkelungen. Alles nur lächerlicher Stolz und Eigenliebe.
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#43   Rudolfus   15:53:32 | Mittwoch, 2. März 2011
@Ernst v. Zwiefalten: Der Papst ist der oberste Herr der Kirche. Das ist unfehlbares Dogma der
Kirche. Nicht Rom hat einen Fehler begangen, sondern eindeutig Byzanz, das sich Rom und damit der Kirche nicht unterwirft, weil es Irrlehren einer falschen Nebenordnung huldigt.
Die päpstliche Universaljurisdiktion und Unfehlbarkeit sind ein Dogma der Kirche, keine „einfache Organistionsfrage“, es ist ein unfehlbares Dogma.
Byzanz und seine Sekte haben den Fehler bei sich zu suchen, warum sie sich immer wieder, einschließlich bis heute, von der Römischen Kirche losgesagt haben. Alleine die volle Anerkennung der römisch-katholischen Lehre – alle Dogmen der Kirche, einschließlich der päpstlichen Universaljurisdiktion und Unfehlbarkeit – kann Byzanz wieder zur Union mit Rom, und damit zur Kirche führen. Byzantinische Teilgemeinden finden sich bis heute auch innerhalb der Kirche.
Ohne Anerkennung der Dogmen der Kirche keine Aufnahme in die Kirche Christi. Eines dieser Dogmen ist Gott sei Dank der päpstliche Universalprimat.
Solange die Sektierer dieses Dogma nicht anerkennen, werden sie nicht zur Kirche zurückkehren können.
Rußland wird allerdings wieder zur Kirche zurückkehen. Die allerseligste Jungfrau von Fatima hat dies vorhergesagt, nämlich die volle Bekehrung Rußlands.
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#42   Ernst von Zwiefalten   15:40:05 | Mittwoch, 2. März 2011
@Guttenberger & miles Zwischenbemerkung
seien wir doch ehrlich: die dogmatischen Fragen hinter dem filioque versteht doch nur noch der auf diese Fragen spezialisierte Theologe.
M.W. verwenden auch die unierten Byzantiner das Credo ohne filioque.
Das Problem – das sollte man klar festhalten- ist und bleibt der Universalprimat, die Universaljurisdiktion und die Unfehlbarkeit des Papstes. Mit anderen Worten: eine Frage der Organisationsstruktur.
Hinzu kommt das schlichtweg schusselige und ungeschickte Verhalten verschiedener Bischöfe gegen die Ostkirchen.
Eine offene Entschuldigung aus Rom: „Hier haben wir Mist gebaut“ würde das Verhältnis entkrampfen.
In dogmatischen Fragen könnte man sich schnell einigen – die Fragen der Organisationsstruktur sind emotional hoch belastet.
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#41   Rudolfus   15:27:51 | Mittwoch, 2. März 2011
@Guttenberger: Ihre Erklärungen über die Rückkehr der Byzanzsektierer hat zwar mit dem momentan
angesprochenen Thema Universaljurisdiktion und Unfehlbarkeit des Papstes nichts zu tun, worin Sie mir sicherlich keine falsche Erklärung vorwerfen können – die Päpste spätestens seit Bonifaz VIII. haben diese Frage als Dogma geklärt –, helfen aber zumindest im Verständnis in einer anderen Frage weiter, wann die Byzanzsekte gänzlich abgefallen ist. Ich selbst habe immer geschrieben, daß es eine zwischenzeitliche Versöhnung seit dem Abfall des Jahres 1054 gegeben hat, durch ein Unionskonzil.
Zu Ihren Behauptungen:
„französische Machtinteresse“ werden kein Grund sein, den ein Papst anführen kann, um eine Teilkirche aus der Kirche auszuschließen. Eine genauere formelle Erklärung wäre wünschenswert.
Sie erwähnen leider nicht, wann sämtliche Byzanzsektierer endgültig aus der Kirche gefallen sind, ob das am 30. Mai 1454 war.
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#40   Jörg Guttenberger, Köln   01:01:56 | Mittwoch, 2. März 2011
Rudolfus: Ihre Sachkenntnis
ist geradezu dürftig!
Die Kircheneinheit zwischen Rom und Byzanz wurde im Konzol von Lugdunum/Lyon wieder besiegelt dann vom französichstämmigen Papst Martin wieder gekündigt, und zwar wegen der französischen Machtinteressen in Unteritalien und Sizilien, und auf dem Konzil von Ferrara-Florenz 1438 /1439 wieder hergstellt. Wegen des filioque wurde die formulierung „ex patre per filium“ festgesetzt, die aber von Byzanz nicht praktiziert wurde weil am 30.Mai 1454 erobert. Rom ist dann auch wieder zur alten Formulierung zurückgekehrt, nur Bulgarien benutzt die Formulierung von 1439 noch in seiner Kathechese, nicht jedoch in der Liturgie.
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#39   Rudolfus   22:39:08 | Dienstag, 1. März 2011
@Ernst v. Zwiefalten: Die Kirche ist die einzige des Herrn, jene unter der Führung des Nachfolgers
Petri. Die Lehre über das Papstamt ist ein definiertes Dogma (Apostolisches Schreiben ‘Unam Sanctam’, Dogma des Papstkonzils Vaticanum I). In unfehlbar verkündeten Glaubenslehren kann die Kirche niemals in den Irrtum fallen. Das Reich des Papstes ist zwar in dieser Welt, aber nicht von dieser Welt. Die weltliche Staatsmacht des Papstes ist 1870 unter dem sel. Papst Pius IX. fast völlig verlorengegangen, sofort am Tag nach der Verkündung des Dogmas über die Hoheit und Unfehlbarkeit des Papstes, als echtes Aufbegehren „des Fürsten der Welt“, des Teufels, gegen den Papst. Auch S. H. Bonifaz VIII. hatte Jahrhunderte zuvor den französischen König mit seinem Apostolischen Schreiben ‘Unam sanctam’ in Rage gebracht, sodaß dieser den Papstpalast stürmte. Der französische Königshof verlangte von Bonifaz’ VIII. Nachfolger sogar die Vernichtung dieses Dokumentes aus den Kirchendokumenten, was Bonifaz’ Nachfolger im Papstpalast auch tat bzw. versuchte (das Dokument kann nicht widerrufen werden)!
Die Welt des Teufels begehrt gegen die echte Hoheit des Papstes auf, selbst die katholischen Monarchen, besonders aber nach den unfehlbaren Glaubenssätzen Bonifaz’ VIII. und des sel. Pius IX.
Lediglich jene, die ganz zur Kirche gehören, anerkennen die Autorität des Papstes. Die Welt, die „dem Fürsten dieser Welt“, Satan, gehorcht, anerkennt weder Gott, noch die Autorität des Papstes. Diese Welt kann dann auch nicht gerettet werden. Nur jene, die Christus, und dessen Statthalter anerkennen.
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#38   Ernst von Zwiefalten   22:17:28 | Dienstag, 1. März 2011
@rudolphus et leo miles
Vielen Dank erst einmal für Ihre Antworten.
Ich werde Ihnen später antworten, heute ist es mir zu viel.
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#37   Leo Miles   21:58:05 | Dienstag, 1. März 2011
@Ernst von Zwiefalten
der Apostel Paulus hat gelehrt, dass ganz Israel gerettet wird
1. Israel heißt Volk Gottes. Es ist die Kirche Gottes. Die Talmudisten sind aber Kinder des Satans.
2. Es werden alle gerettet, die gerettet werden wollen. Wer Knecht des Satans sein will, wird es auch sein.
Gott hat sein Volk Israel nicht verworfen und das würde Gottes Treue widersprechen
Richtig. Gott ist allen treu, die Ihm treu sind. Gott verwirft niemanden. Die Menschen verwerfen sich selber. Wer wie die Talmudisten unbedingt ein Knecht Satans sein WILL, den läßt Gott es auch sein. Denn Gott ist treu zum Grundsatz des freien Willens. Gott ist Seinem Volke immer treu. Aber viele sind aus Seinem Volke selber ausgetreten. So auch die Talmudisten.
Übrigens sagte Jesus zu den widerspenstigen Juden: „Das Himmelreich wird von euch genommen und einem anderen Volk gegeben werden.“
Der Papst beansprucht Statthalter Christi zu sein
Eben weil Jesus zum ersten Papst gesagt hat: „Dir übergebe ich die Schlüssel zum Himmelreich … Auf dir will ich meine Kirche bauen“.
Es ist eben ungünstig ein Knecht der Synagoge zu sein…
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#36   Rudolfus   21:50:06 | Dienstag, 1. März 2011
@Ernst v. Zwiefalten: Israel kann nach apostolischer, also neutestamentlicher Lehre nur gerettet
werden, wenn es Jesus von Nazareth als den Christus anerkennt und damit der Kirche Christi beitritt. Diese wurde inmitten Israels gegründet und ruht auf dem Fundament Israels. Die weitere Mission der Kirche bezieht sich auf die übrigen Völker, für die Christus in gleicher Weise gekommen ist. Das Ursprungsvolk des universalen Rettungswerkes war zwar Israel, die Kirche ist allerdings für alle Völker gegründet, so wie Christus nicht nur für Israel der Retter ist, sondern für alle Völker. Für Israel gelten innerhalb der Kirche dieselben Bedingungen wie für die heidnischen Völker. Für die Kirche ist es nicht mehr bedeutend „ob Jude oder Heide, alle sind eins in Christus“. Das ist die Lehre des Neuen Testamentes, besonders dargelegt durch den hl. Paulus. Die Sonderrolle Israels ist mit dem Kommen Christi beendet. Von anderen Völkern unterscheidet es sich lediglich durch die erste Offenbarung des wahren Gottes. Diesem Gott können die Angehörigen des früheren Gottesvolkes nur mehr innerhalb der Kirche Christi nachfolgen, der sie beitreten müssen, wenn sie das Heil erlangen wollen.
Das Papsttum: Christus hat Seine einzige Kirche auf Petrus, dem Felsen, gegründet, dem er die Himmelsschlüssel gab. Er ist der Nachfolger Christi als Leiter dieser einen Gemeinde, mit den Vollmachten Christi. Er steht an der Stelle Christi und besitzt die Universalleitungsvollmacht wie Christus, dem die Erde untertan ist. Es gibt nur diese Kirche, die lehrmäßig nach dem Wort Christi nicht irrt, unfehlbar.
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#35   Ernst von Zwiefalten   21:21:12 | Dienstag, 1. März 2011
@rudolphus
schade, dass Sie nur auf meine Nebenbemerkung eingehen und die Kernpunkte ausblenden.
Noch einmal: der Apostel Paulus hat gelehrt, dass ganz Israel gerettet wird, der Evangelist Matthäus vertritt Mt 27, 25 evtl. eine ganz ähnliche Lehre (weil hier auch das schützende Blut des Passah gemeint sein könnte, darüber kann man aber diskutieren).
Gott hat sein Volk Israel nicht verworfen und das würde Gottes Treue widersprechen.
Der Papst beansprucht Statthalter Christi zu sein. Meines Erachtens ist er maximal Geschäftsführer oder Prokurist. Dummerweise habe ich noch nie seine Vollmacht oder Prokura zu sehen bekommen. (Entschuldigen Sie die flapsige Formulierung, aber ich arbeite mit Berufsschülern)
Wo also ist seine Prokura? Wie wollen Sie belegen, dass das Papstamt nicht eine teuflische Versuchung ist, und versucht, sich an die Stelle Gottes zu setzen. (Vgl. z.B. Mt 4)?
In Erwartung Ihrer Antwort
EvZ
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#34   Rudolfus   21:01:05 | Dienstag, 1. März 2011
@Ernst v. Zwiefalten: Alle Kreatur ist Gott unterworfen, natürlich auch die Kreaturen der Hölle.
Die Kreaturen der Hölle begehen zwar gegen Gott auf, weil Gott diesen diese Freiheit läßt. Nachdem Gott allmächtig ist, kann Gott diese Kreaturen natürlich in einem Augenblick niederzwingen und für immer in die Hölle sperren. Er könnte sie auch jederzeit vernichten. Leider läßt Gott die Kreaturen der Hölle derzeit frei herumlaufen, die in der Welt mit den ihnen konspirierenden Menschen die Verbrechen verüben. Sie können auch zeitweise Besitz über Menschen auf der Erde ergreifen. Gott läßt derzeit die Guten und die Bösen walten, und greift nicht immer ein. Jesus befreite die dämonisch Besessenen von deren Dämonenbesessenheit, weil Ihm als Gott die Dämonen gehorchen müssen. Auch die Apostel treiben im Namen Christi die Dämonen aus. Das ist ein Auftrag der Kirche, in Christi Namen die Menschen von den Dämonen zu befreien. Nach der Zeit der Prüfung, mit dem Weltgerichtstag, wird das freie Wirken der Dämonen, das Gott zuläßt, endgültig durch Gottes Befehl niedergeschlagen werden, alle Dämonen und die Menschen, die sie gewinnen konnten, für die ewigen Zeiten in die Hölle gesperrt werden. Auch sie sind dem allmächtigen Gott untertan und müssen Seinen Befehlen gehorchen. Wir sehen es in den Teufelsaustreibungen Christi. Die Dämonen können ohne Zulassung nicht frei wirken.
Juden und Heiden können natürlich gerettet werden. Sie müssen nur der Kirche beitreten. Das war immer die Lehre der Apostel.
Das Haupt der Kirche ist Petrus und dessen Nachfolger als Statthalter Christi auf Erden.
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#33   Ernst von Zwiefalten   20:40:45 | Dienstag, 1. März 2011
@rudolphus
Es ist ein steiler Anspruch, wenn alle Kreatur dem Papst unterworfen sein soll- ist der Papst nicht auch eine Kreatur?
In meinen Augen ergibt sich hier ein unlösbarer Widerspruch.
Alle Kreatur soll Christus unterworfen sein – ja, da stimme ich Ihnen zu (Anm. Wenn man das ernst nimmt, müssen sich sogar die Verdammten in der Hölle und der Teufel selbst Christus unterwerfen und dann kommt man zu einer Lehre, die der Allversöhnung sehr nahe kommt, aber mit ihr nicht verwechselt werden darf)
Nach biblischem Zeugnis beansprucht der Teufel diese Stelle z.B. Mt. 4. Logisch muss ich dann folgern Papst= Teufel. Oder was ist Ihr Gegenargument?
Keine Juden können gerettet werden: merkwürdig, dass der Apostel Johannes und der hl. Paulus das anders sehen.
Ich freue mich auf Ihre Antwort.
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#32   Rudolfus   23:47:12 | Montag, 28. Februar 2011
@clarissa colonia: Was wollen Sie uns eigentlich sagen?
‘Unam sanctam’ verkündet ein definiertes Dogma.
Sie wissen ja nicht einmal was die Katholische Kirche ist – wie wollen Sie uns da belehren, was Dogmen sind?
Es täte Ihnen gut, einen Glaubenskurs bei der PB St. Pius X. zu besuchen, anstatt hier soviel Unsinn ins Forum zu stellen, und dann auch noch zu tun, als wüßten Sie, was ein Dogma ist. Meinen Sie, alle Leser sind hier Dummköpfe?
Der französische König hatte mit dem Schreiben keine Freude – das interessiert doch die Kirche nicht. Der Papst besitzt die Unfehlbarkeit, nicht irgendein König.
Der Papst hat das Schreiben erlassen. Es ist vielleicht sogar das erste definierte Dogma, das ein Papst ohne Konzil verkündete.
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#31   clarissa colonia   23:38:39 | Montag, 28. Februar 2011
Nun, mein werter Rudollfuß,
sans immer noch unbewaffnet auf Watschn aus?
„Unam sanctam“ habe ein Dogma verkündet? Sie sind ein unverbesserlicher Infant! Schon damals beeindruckte dieses päpstliche Sendchreiben niemanden: Der französische König, gegen den dieses Schreiben erlassen worden war, erklärte den Papst unwidersprochen zum Häretiker und Sodomiten und kurze Zeit danach sperrten französische Soldaten den Papst bei Wasser und Brot ins Verlies, so daß er kurz darauf unbereut und unversehen mit den Heilsmitteln der Kirche starb.
Vielleicht lassen Sie sich von Ihren Piusbrüdern doch mal vorlesen, was ein Dogma ausmacht – sofern die entsprechenden Bücher dort nicht im „Giftschrank“ stehen, um eigenes Denken zu unterbinden …
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#30   Rudolfus   23:24:28 | Montag, 28. Februar 2011
@Ernst v. Zwiefalten: Es ist Lehre der Römisch-Katholischen Kirche.
Die Römisch-Katholische Kirche lehrt, daß alleine sie die Kirche Christi ist.
Diese ist charakterisiert, daß sie den Papst zum Oberhaupt hat, der in einer feierlichen Dogmaverkündung niemals in den Irrtum fallen kann.
Wer nicht innerhalb dieser Kirche steht, und dem Papst untertan ist, gehört nicht zur Kirche Christi. Das Papstkonzil von Florenz definiert unfehlbar, niemand, der nicht zur Kirche gehört – keine Juden, keine Heiden –, könne gerettet werden.
Papst Bonifaz VIII. definiert in seinem Apostolischen Schreiben Unam sanctam als Dogma, daß es zum Seelenheil unbedingt notwendig ist, daß alle Kreatur dem Papst untertan ist.
Das I. Vatikanische Papstkonzil definiert unfehlbar, daß der Papst die Universaljurisdiktion über die Kirche besitzt. Eine Lehre, die der Papst endgültig definiert, ist unfehlbar.
Die PB St. Pius X. anerkennt diese Lehre, sie widersetzt sich nur dem Papst aus diversen Gründen: Die disziplinare Duldung der Irrlehrer, die die Dogmen der Kirche verfälschen und leugnen, die Verfolgung des überlieferten katholischen Gottesdienstes. Die PB widersetzt sich den Päpsten seit der Pastoralkonferenz Vaticanum II, die kein Dogma verkündete, sondern pastorale Erklärungen abgab, mit der die PB nicht übereinstimmt. Das II. Vaticanum hat jedenfalls niemanden ausgeschlossen. Die PB St. Pius X. bewahrt den überlieferten Ritus, den der Papst durch neue Riten ersetzte. Sie leugnet aber nicht den Glauben der Kirche und hätte sich jemals abgespalten.
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#29   clarissa colonia   23:12:06 | Montag, 28. Februar 2011
Danke, mein werter Ernst,
für die Steilvorlage – und Ihnen einen herzlichen Gruß; befinden Sie sich (nominibus variis) wohl?
Wenn ich darf, würde ich Ihre Frage gerne ergänzen:
Haben sich nicht die Piusbrüder durch einen schismatischen Akt am 30. Juni 1988 von der katholischen Kirche getrennt?
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#28   Ernst von Zwiefalten   23:07:37 | Montag, 28. Februar 2011
@rudolphus
Haben Sie irgendwelche Beweise für Ihre Behauptung? Sie stellen recht steile Thesen auf, die in Ihren eigenen Kreisen Anklang finden mögen – ausserhalb sind sie kaum vermittelbar.
Und für mein Verständnis (weil ich Ihre Position wirklich nicht nachvollziehen kann) sind dann die Piusbrüder nicht auch Sektierer?
Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.
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#27   Rudolfus   01:35:56 | Sonntag, 27. Februar 2011
@Ernst v. Zwiefalten: Die Kirche Christi ist die Kirche des Petrusnachfolgers, des Bischofs von
Rom.
Die Römisch-Katholische Kirche wird in einem feierlich verkündeten Glaubenssatz nie in den Irrtum fallen, weil sie die Kirche Christi ist, die unfehlbar die Lehre Christi bewahrt.
Weil dies alleine die Zustimmung des Petrusnachfolgers, des irdischen Kirchenoberhauptes garantiert, ist der Petrusnachfolger in solchen entscheidenden Fragen unfehlbar.
Wer das nicht anerkennt, leugnet ein Dogma der Kirche und ist nicht mehr Mitglied der Kirche.
Die Kirche ist unfehlbar lehrend, im hl. Petrusnachfolger.
Wer von ihm abfällt, fällt von der Kirche ab.
Das ist im Fall der Byzantinistensekte eingetreten, auch bei Luther, Heinrich VIII.
Sie alle haben sich vom Rom getrennt.
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#26   Ernst von Zwiefalten   01:25:36 | Sonntag, 27. Februar 2011
@rudolphus und polenpaule
Ich will einmal versuchen, zwischen den Positionen zu vermitteln.
Den Papst als vicarius dei zu bezeichnen, mag angehen, wenn man (mit dem antiken römischen Verwaltungsrecht) den Papst auf die Aufgaben eines Geschäftsführers i. S. d. deutschen HGB beschränkt.
Man kann m.E. auch von orthodoxer Seite zugeben, dass im Übergang von der Spätantike zum Mittelalter eine praktische Notwendigkeit für eine solche Instanz bestand. Im Osten war die politische Lage völlig anders- die Regierung war intakt, kirchlicherseits bestand keine Notwendigkeit, einen Ansprechpartner für wechselnde, barbarische (d.h. nichtrömische) Herrscher aufzubauen.
Den Ehrenprimat, wie er im Konzil von Chalzedon festgelegt wurde, bestreitet in der Ostkirche niemand- aber die Universaljurisdiktion, die dem gleichen Konzil widerspricht.
Faktisch widerspricht auch die Einfügung des filioque ins Credo dieser Universaljurisdiktion. Das filioque wurde auf karolingischen Druck ins Glaubensbekenntnis aufgenommen. Meine Frage: wie kann eine Institution, die so leicht auf politischen Druck hin von einem in einem allgemeinen Konzil festgelegten Text abweicht, die Universaljurisdiktion beanspruchen?
Ist die Institution des Papstamtes nicht einfach zu schwach, um politischem Druck zu widerstehen?
Wer diese Frage bejaht, muss auch bei der Frage der Unfehlbarkeit es cathedra zum Gleichen ERgebnis kommen.
Wird der Papst als Geisel genommen oder erpresst, könnte er Irrlehren verkündigen.
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#25   polenpaule   17:55:29 | Samstag, 26. Februar 2011
Sie können sich auf den
Kopf stellen. Die orthodoxe = rechtgläubige Kirche ist die Kirche Christi. Die neue konziliare Kirche und da sitzen Sie doch fest, bindet Sie in einen Pseudogehorsam gegen Ihren „Papst“, dessen Handlungen – am Rande der Apostasie liegend – reißt jeden aus der Tradition – wie Sie sagen – mit in den Abgrund, denn Sie haben sich in der vorkonziliaren Kirche, die z. B. das Glaubensbekenntnis gefälscht hat
– Einfügung filioque – in das geheiligte von einem gültigen Konzil der Gesamtkirche festgelegt, in die Kirchenspaltung gegeben, aber ich sehe es ist müßig, sich auf Diskussionen mit Ihnen einzulassen, da Sie nicht das hinreichende Wissen haben, um die Problematik zu erkennen, sondern sich an Irrtümer klammern und diese nicht erkennen können, weil sie keine Distanz zur Sache selbst entwickeln können. Möge der Herr Sie erleuchten und segnen.
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#24   Rudolfus   16:25:36 | Samstag, 26. Februar 2011
@polenpaule: Sie können sich gerne im römisch-katholischen Kirchenrecht informieren, wie dort der
„Abfall“ von der Kirche definiert ist. Jeder, der die Römisch-Katholische Kirche ausdrücklich verläßt – die Eine Heilige Katholische Kirche, die von der Hauptkirche von Rom geführt wird –, oder jeder, der ein definiertes Dogma leugnet, ist davon betroffen.
Der letzte Bischof von Byzanz hat irgendwann die Römisch-Katholische Kirche verlassen – das werden Sie ja nicht bestreiten. Alle Exmitglieder der Kirche sind damit nach Lehre und Recht der Kirche Apostaten, selbstverständlich auch der Bischof von Byzanz (und sein jeweiliger Nachfolger, die alle außerhalb der Kirche stehen).
Die sog. „Orthodoxe Kirche“ rekrutiert sich aus Exmitgliedern der Römisch-Katholischen Kirche, also ist diese „Kirche“ eine Sekte von Apostaten von der einzigen orthodoxen Römisch-Katholischen Kirche.
(Niemals wird ein Christ der Tradition „Byzanz“ als Haupt der Kirche akzeptieren. Die Byzantinisten werden zum Kirchenhaupt zurückkehren müssen.)
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#23   polenpaule   16:02:17 | Samstag, 26. Februar 2011
Sie widersprechen sich selbst,
wenn Sie „Haupt- und Nebenkirche“ feststellen. Auch die römische Kirche – schauen Sie sowohl in das alte als auch das neue Kirchenrecht – und Sie stellen fest, wie dort Apostasie definiert ist.
Im übrigen mögen Sie die Orthodoxe Kirche gern als „Sekte“ definieren, ohne – auch dieses Problem hatten wir schon – zu wissen, was eine Sekte ist.
Im übrigen ist die Orthodoxe Kirche von „nichts“ abegefallen, sie hatte keine neuen Dogmen z. B. „Himmelfahrt Mariens“ oder Lehrgewalt „ex cathedra“ oder „Jurisdiktionsprimat definiert, dieses sind freie Erfindungen der bis Vaticanum II (Teilsynode) schismatischen Kirche und nun mehr durch die Aufgabe des Glaubens an den einen Gott (1. Gebot) z.B. „Assisi“ der Huldigung der offenen Häresie, aber noch nicht Apostasie, denn dann wäre der Abfall vom Christentum gegeben, obwohl gerade bei vielen Vertretern der konziliaren Gemeinschaft es so aussieht, als ob diese ein Neuheidentum vertreten, das in einem „Menschheitskult“ oder „Humanismus“ zu kulminieren scheint.
Im übrigen, lieber Vorschreiber, Sie sollten sich über die Bewahrung der ursprünglichen Lehre Christi in der Orthoxie sachkundig machen, dann erkennen Sie, dass Sie eben nicht in der Kirche Christi sind, der Ratzinger als Häretiker auch niemals auf Erden „vorstehen“ könnte, denn er exkommuniziert sich von der vorkonziliaren Kirche durch seine eigenen Handlungen selbst.
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#22   Rudolfus   14:50:43 | Samstag, 26. Februar 2011
@polenpaule: Nach Definition der Römisch-Katholischen Kirche, der Kirche Christi, ist Apostat je-
der, der von der Kirche Christi abfällt. Der Bischof von Byzanz ist mit seinen Anhängern 1054 von der Kirche Christi formell abgefallen, also ein apostatisches Exmitglied.
Die durch den Päpstlichen Legaten verhängte Exkommunikation war selbst nicht mehr gültig, weil der Papst, St. Leo IX., zu diesem Zeitpunkt bereits verstorben war, und damit das Mandat des Päpstlichen Legaten erloschen, auch wenn dies damals in Byzanz noch niemand wußte, aber der Bischof von Byzanz hat selbst durch eine „Exkommunikation des Papstes“ seinen Abfall von der Römischen Hauptkirche erklärt.
Das Jahr 1054 markiert allerdings nicht den endgültigen Abfall von Byzanz. Kurz vor der Türkeninvasion kehrte Byzanz in einem Päpstlichen Unionskonzil wieder zur Einheit mit Rom zurück, wie ich vorhin einmal anmerkte. Lt. dem Zuschreiber ‘Jörg Guttenberger’ soll es sich dabei um das Päpstliche Konzil von Lyon gehandelt haben. Das könnte zutreffen. Der später wieder eingetretene Abfall von Byzanz, der bis heute anhält, vollzog sich also in einem späteren Jahr, irgendwann nach dem Päpstlichen Unionskonzil, in dem Byzanz wieder Teil der Römisch-Katholischen Kirche geworden war.
Es wäre notwendig, das Jahr des zweiten, bis heute andauernden Abfalls herauszusuchen, um festzustellen in welchem Jahr die heute existierende Byzantinersekte gegründet wurde.
‘Jörg Guttenberger’ wird mit seinem Einwand schon recht haben, daß sich nicht alle heutigen Byzanzsektierer sofort Byzanz’ Sektengründung angeschlossen haben.
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#21   polenpaule   13:01:06 | Samstag, 26. Februar 2011
Vorschreiber!
Wissen Sie, was ein Apostat ist? Nein, schauen Sie nach: Das ist jemand, der vom Christentum abgefallen ist. Sie sollten sich doch einmal ein wenig genauer kundig machen, bevor Sie solche Termini verwenden. Das Eingehen auf Ihre Ausführungen erübrigt sich, da es Ihnen zwar an Glauben nicht mangelt, aber die Sachkenntnisse, ich bedauere, haben Sie leider nicht.
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#20   Rudolfus   10:56:16 | Samstag, 26. Februar 2011
@polenpaule: Das Oberhaupt der Kirche des Himmels ist Christus, das irdische Kirchenoberhaupt ist
St. Petrus und dessen Nachfolger. Der Bischof von Byzanz und die byzantinistischen Apostaten haben das bis 1054 auch rechtlich anerkannt, daß Roms Bischof das Oberhaupt ist, wenn sie auch irrigen Vorstellungen huldigten, die letztlich zur Apostasie führten – vor allem bedingt durch Hochmut der Kaiserstadt Byzanz. Eine Gemeinschaft, die von ihrem Oberhaupt abfällt, steht ohne Oberhaupt da und ist somit ohne rechtliche Grundlage.
Die Erscheinung der Jungfrau von Fatima ist im rechten römisch-katholischen Glauben, das steht außer Frage. Eine angekündigte Bekehrung bedeutet somit eine Bekehrung zur alleinseligmachenden Kirche, die die Römisch-Katholische Kirche des hl. Petrus ist; diese ist die einzige Kirche Christi.
Rußland hätte sich längst zur Römisch-Katholischen Kirche bekehrt, hätten der Papst und der Weltepiskopat die von Maria geforderte Weihe Rußlands nach den geforderten Bedingungen erfüllt.
Nachdem der Papst dies nicht bedingungsgemäß getan hat, ist die Bekehrung Rußlands zur Kirche noch keineswegs eingetreten.
Diese wird aber eintreten, weil es in Fatima wörtlich heißt: Rußland wird sich bekehren und der Welt eine Zeit des Friedens geschenkt werden.
Die Bekehrung aus Sicht Christi kann nur die Bekehrung zu Christus und Seiner Kirche bedeuten: Nachdem Rußlands Staatsbyzantinismus nicht zur Kirche gehört, ist auch noch keine echte Bekehrung Rußlands eingetreten, sondern erst ein Sieg über den Kommunismus. Das ist ein Fortschritt, aber die Bekehrung ist es nicht.
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#19   defendor   09:59:07 | Samstag, 26. Februar 2011
Geradezu eine kostbare Rarität sind heute …
…die unerschütterlichen Bekenner der alleinseligmachenden einen heiligen katholischen und apostolischen Kirche…
hw Pfarrer Milch im Jahre 1979:
Wir sind als katholische Christen davon überzeugt bis in die Tiefe unseres Daseins, daß es das höchste Glück auf Erden ist, bewußt und frei ja sagen zu können zur Fülle der gottmenschlichen Inhalte und Angebote.
Und wir wissen, daß diese Fülle nur gegeben ist, verkündet und verwirklicht wird in der einen, heiligen, katholischen und apostolischen römischen Kirche.
Wir wissen, daß durch diese eine und einzige wahre Kirche alle Menschen selig werden, die guten Willens sind, auch wenn sie nicht das Glück haben, schon zur Erdenzeit dieser Kirche ansichtig zu werden.
In diesem Sinne ist die katholische Kirche die alleinseligmachende.
Zur Ehre Gottes, der mit Seinem Blute uns Zutritt zu dieser Fülle erwirkt, zum höchsten Erdenglück der Menschen und zur größeren Leichtigkeit, für das ewige Heil den guten Willen zu entfalten, bin ich aus Liebe gedrängt und verpflichtet, möglichst allen Menschen das katholische Glück zu eröffnen. So will es Gott.
–-
Heute stattdessen die Dauerberieselung mit „Oekumenismus“, „Dialog“ etc…
Hw Milch:
„Es gibt nur eine gültige Einheit für uns Christen, das ist die Wahrheit selbst.
Der Aufruf „seid eins!“ ist nicht Gottes Aufruf, wenn und sofern er die Wahrheit gegenüber einer gemachten Einheit zurücksetzt.“
–-
dominus-iesus.de/…loria-Polo-Ortiz.htm
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#18   polenpaule   08:54:35 | Samstag, 26. Februar 2011
Oberhaupt der Kirche Christi
ist nach einmütiger Lehre Jesus Christus. Die römischen Patriarchen haben für sich eine Lehre der Stellvertretung hier auf Erden entwickelt, aber keineswegs, dass sich anmaßten Oberhaupt der Kirche Christi zu sein.
Der Prozess der Trennung dauerte selbverständlich wesentlich länger – 1054 ist der äußere Anlass gewesen – der römische Legat Card. Cajetan hatte die Aufgabe, die bestehenden Differenzen zu glätten. Da er jedoch provozierend auftratt und zwischenzeitlich auch der römische Patriarach verstorben war – es gab kein Internet oder Telefon! – exkommunizierte er den Patriarchen von Konstaniopel, der am folgende Tag die Bannurkunde verbrannte und den Legaten nebst Begleitung, die „aus einer Gegend der Finisternis“ gekommen waren, exkummunizierte.
Das ist Kirchengeschichte, jederzeit verifizierbar. Nun faseln Sie bitte nicht vom „dritten Geheimnis“ von Fatima, dass Russland sich bekehren werde. Das ist bereits in Erfüllung gegangen, denn der gottlose und menschenverachtende Kommunismus ist besiegt und der Glaube der Kirche Christi erfährt in den ehemaligen vom kommnistischen Joch geplagten Gebieten eine Wiederauferstehung, so dass dieses im krassen Gegensatz zum Untergang der konziliaren Gemeinschaft steht, der hier ja häufig genug festgestellt wird!
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#17   Jörg Guttenberger, Köln   02:52:29 | Samstag, 26. Februar 2011
Rudolfus: Kirchenspaltung
Ihre Ausführungen stimmen insoweit nicht, als 1054 ausschließlich eine kurze Trennung zwischen Rom und Konstantinopel bis zum Konzil von Lugdunum/Lyon, nicht jedoch zwischen Rom und den anderen östlichen Patriarchaten bedeutet. Die Trennung war ein langer Prozeß, der im Wesentlichen mit der endgültigen Trennung zwischen Rom und Antiochien in 1724 oder 1725 abgescnlossen wurde!
Zum Konzil von Trient sind sämtliche griechischen Bischöfe eingeladen worden, wobei die im türkischen Machtbereich Lebenden nicht gekommen sind, um den Modus Vivendi mit der dortigen Regierung nicht zu gefährden.
Noch einmal: man kann das Jahr 1054 nicht für die Trennung von Rom und der gesamten Orthodoxie verantwortlich machen.
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#16   Rudolfus   21:01:56 | Freitag, 25. Februar 2011
@polenpaule: Christus hat Seine Kirche ALLEINE auf St. Petrus errichtet – St. Petrus ist das
Kirchenoberhaupt, der Bischof von Rom, und dessen Nachfolger. Die abgefallenen Byzantinisten haben sehr wohl immer den Bischof von Rom als Oberhaupt der Kirche abgesehen, 1054 ist der hochmütige Bischof von Byzanz und die Byzantinistensekte abgefallen. Die übrigen Apostel leben als Kollektiv im Apostelgremium weiter und sind für die Frage des Kirchenoberhauptes völlig irrelevant.
Die Kirche Christi ist und bleibt die Kirche des Felsens, auf dem Christus die Kirche baute. Wer sich vom Felsen, Petrus, trennt, geht in die Apostasie. Konzilien sind nur gültig unter der Anerkennung des Kirchenoberhauptes. Alleine die Kirche unter Petrus ist befugt diese Konzilien abzuhalten.
Sie wissen sehr genau, daß Byzanz nie Kirchenhaupt war, und das auch nie sein wird.
Rußland wird sich einst wieder zur Kirche bekehren.
Wir wissen es aus der Marienerscheinung von Fatima.
Bis dahin sind die scheinorthodoxen Apostaten außerhalb der Kirche (wenn auch nicht außerhalb der apostolischen Sukzesion) – solange sie nicht demütig werden und das von Christus eingesetzte Universale Oberhaupt, den Nachfolger und Statthalter Christi, anerkennen.
Niemand außer den Byzantinisten würde jemals den Bischof von Byzanz als Kirchenoberhaupt ansehen – ein lächerlicher Gedanke, entsprungen aus dem teuflischen Hochmut eines größenwahnsinnigen Kaiserstadtbischofs.
Auch Rußland wird sich zur Kirche bekehren. Es ist uns in Fatima sicher verheißen. Es wird noch einige Zeit dauern. Bis dahin sind sie außerhalb der Kirche.
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#15   polenpaule   20:27:45 | Freitag, 25. Februar 2011
Sie irren,
es gibt kein universales Oberhaupt, das eine Jurisdiktion über alle Patriarchate inne hat. Für den Westen ist das schwierig zu begreifen, denn er hat nur die Apostel Petrus und Paulus, auf die die apostloische Sukkzession zurückzufürhen ist. Dagegen können alle Patriarachte des Orientes ihre Sukzession auf einen der anderen zwölf Apostel zurückführen. Das ist für den Occident schwierig zu begreifen, aber es ist kirchenhistorisches Fakt, das jederzeit verifiziert werden kann.
Der Orient hat dem römischen Patriachen – unbestritten bis heute einen Ehrenvorrang eingeräumt – daraus haben aber die Patriarchen Roms ein jurisdiktionelles Vorrecht ableiten wollen, was die Mehrheit der Patriachen abgelehnt haben. Sie haben sich sogar soweit verstiegen auf der Partikularsynode I. dem römischen Patriarachen eine Unfehlbarkeit in Fragen des Glaubens und der Moral zuzubilligen, wenn er ex cathedra spricht, dieses ist kirchenhistorisch niemals belegt, geschweige denn irgendwo de facto oder de jure zu rechtfertigen.
Daraus folgt das Desater in dem sich das Patriarchat Roms befindet; man glaubt, das ohne den Patriachen der Glaube nicht dogmatisch einwandfei wäre, dabei übersieht man, dass die Patriarchen Roms explizit seit dem sogenannten Vaticanum II der Häresie verfallen scheinen oder sie zumindest begünstigen – so S. E. Erzbischof Leféfebvre. Das einzige Argument, das man zur Verteidigung der Irrlehren des Vaticanums I. und II. anführt ist der Gehorsam, der jedoch immer auf die …
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#14   Rudolfus   19:16:43 | Freitag, 25. Februar 2011
@Chrysanthus: Theologen, die soetwas behaupten, verfälschen die katholische Lehre und sind Häreti-
ker, das ist ganz klar, genau, wie ja auch die Modernisten den Glauben verfälschen oder sogar Dogmen leugnen. Wer formell ein Dogma leugnet – wie etwa Prof. Ludwig-Maria Müller in einem lehramtlichen Werk das Dogma von der Jungfräulichkeit Mariens – ist automatisch exkommunizierter Apostat und leugnet die gesamte römisch-katholische Lehre – und kann damit, als Apostat, auch kein Amt der Kirche gültig innehaben (selbst, wenn er als Papst betrachtet werden würde). Einem Hierarchen, dem eine definierte Dogmaleugnung vielleicht nicht einwandfrei nachgewiesen werden kann, der aber die Lehre der Kirche trotzdem verfälscht und, wie insbesonders seit dem 19. Jahrhundert üblich, modernistischer Irrlehrer ist, muß trotzdem widersprochen werden bzw. sogar widerstanden werden, selbst wenn er der Papst wäre (vgl. Cum ex apostolatus, Apostolisches Schreiben von Papst Paul IV., 1559). Dieser Fall ist nach der Pastoralhomilienkonferenz Vaticanum II und der Abschaffung des Antimodernisteneides durch Paul VI. und dessen modernistischen Irrlehren huldigender Hierarchie ganz eindeutig eingetreten, daneben in der schismatischen Verwerfung der Apostolischen Konstitution ‘Quo primum’, die unter Androhung des Zornes Gottes nie mehr aufgehoben werden durfte: Einem solchen Papst und dessen ihm höriger Hierarchie muß widersprochen und widerstanden werden, wenn man als Sohn oder Tochter der Kirche der Kirche die Treue halten will. Das hat EB Lefebvre recht erkannt und deshalb die Bruderschaft gegründet…
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#13   Chrysanthus   17:39:29 | Freitag, 25. Februar 2011
Tja, Rudolfus,
und was, wenn unsere eigene Hierarchie „die fünf gerade sein lässt“ und die katholischen Dogmen nicht mehr für glaubenswesentlich hält und zu theologischen Sätzen westlicher Lokalsynoden (damit sind dann die ökumenischen Konzilien nach dem östlichen Schisma gemeint) herabmindert?
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#12   Rudolfus   17:32:39 | Freitag, 25. Februar 2011
Die Hauptdifferenz ist, daß aus dem einfachen Schisma 1054, die Verweigerung des Gehorsams unter
dem Papst, damals St. Leo IX., der allerdings kurz vor dem Schisma im fernen Rom bereits tot war, ohne daß man in Byzanz das bereits wußte,
eine formelle Häresie geworden ist.
Die Byzantinisten anerkennen kein einziges der unfehlbar verkündeten päpstlichen Glaubensdogmen, die nach 1054 verkündet wurden. Wer allerdings auch nur ein einziges definiertes Dogma leugnet, leugnet alle Dogmen und den gesamten Glauben.
Die Byzanzhäretiker leugnen sämtliche definierte Dogmen, die nach 1054 vom Papst verkündet wurden: Inhaltlich glauben sie manches zwar, anderes leugnen sie aber ausdrücklich inhaltlich.
In den Jahren seit dem Schisma sind sie also klar zu formellen Häretikern geworden, Apostaten also auch im Inhaltlichen.
Sie sind abgestorbene Äste der Kirche Christi, der sie einstmals angehörten.
Kann man den frühen Untergang des Byzantinischen Reiches als Strafe auffassen? Kurz vor dem Untergang kehrte Byzanz zu einer kurzen Union mit Rom zurück, um militärische Hilfe zu erhalten, die türkische Invasion vor Augen. Doch die Lateiner sandten zu wenig Truppen, weil sie in ihren Monarchien zu uneinig waren: Byzanz’ Kaiserreich wurde von den Türken eingenommen. Seitdem war von der Römischen Union nichts mehr zu hören. In apostolischer Sukzesion stehen sie zwar, sie sind aber eindeutig formelle Häretiker und leugnen die authentische römisch-katholische Lehre, die der Römische Papst in definierten Dogmen unfehlbar lehrt.
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#11   monens   17:15:02 | Freitag, 25. Februar 2011
Trotz überwiegender Gemeinsamkeiten, bleiben markante Differenzen !
Dass es nicht immer ratsam ist, sich unbedacht und undifferenziert mit dem östlichen Mönchtum anzufreunden, zeigt der traurige Fall des im Artikel genannten ehemaligen Bendiktermönches; im Soge eines übereilig und nicht differenziert genug vorangetriebenen „Oekumenismus“ wird nicht nur der Protestantismus übermässig hofiert; auch die Bemühungen, um eine Einigung mit der Ostkirche erwecken oft den Eindruck, es bestünden sozusagen kaum mehr Differenzen; doch die theologischen Differenzen sind noch lange nicht ausgeräumt, nebst der Divergenz bez. dem „filioque“ bestehen noch weitere nicht minder gewichtige Unstimmigkeiten; hier ein kurzer Ueberblick
www.razyboard.com/…07667-5840157-0.html
einmal mehr ist darauf hinzuweisen, dass das Geschenk des wahren Glaubens eine unermessliche Gnade ist, die ein Mensch nicht im Ueberschwang eines subjektiven Gefühles verscherzen sollte; das Schisma zwischen der lateinischen und der Ost-Kirche findet seinen Niederschlag auch in den Konzilien; das „filioque“ ( der Heilige Geist aus dem Vater UND dem Sohne ) wurde denn auch auf dem 4. Laterankonzil 1215 ( also nach dem Schisma ) dogmatisch festgelegt
www.razyboard.com/…14325-5851720-0.html
Ueber das Mysterium der Glaubenswahrheiten
www.razyboard.com/…07688-5822745-0.html
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#10   Rudolfus   17:14:34 | Freitag, 25. Februar 2011
In Fatima hat Maria versprochen, Rußland würde sich nach der gottlosen Irrlehre bekehren, wenn der
Heilige Vater, gemeinsam und gleichzeitig mit dem Weltepiskopat, Rußland dem Unbefleckten Herzen Mariens weihen würde, „Rußland“ müsse namentlich genannt sein.
Leider führte Pius XII. 1942 nur eine allgemeine Weltweihe an das Unbefleckte Herz Mariens durch, und das ohne Weltepiskopat. Vielleicht war Pius XII. über die genauen Bedingungen zu wenig informiert. In späteren Zeiten wurden die Päpste, besonders der oberflächliche Fatima-Verehrer Johannes Paul II., dringend gebeten, die Weihe den Bedingungen entsprechend zu vollziehen, in namentlicher Nennung Rußlands, gleichzeitig mit dem Weltepiskopat. Doch auch Johannes Paul II. führte nur eine allgemeine Weltweihe durch, und fügte an, „besonders jene Nationen, die dieser am meisten bedürfen“.
Auch damit war die Bedingung nicht erfüllt.
Wäre sie erfüllt worden, wäre die Bekehrung Rußlands zur Römisch-Katholischen Kirche eingetreten.
Wenn wir sehen, wie friedlich 1991 die KP in der Sowjetunion abgetreten ist und sich die Sowjetunion zugunsten freier Staaten aufgelöst hat, können wir uns vorstellen, daß, hätte ein Papst die Bedingung erfüllt, sich die russischen Sektierer, tatsächlich zur Römisch-Katholischen Kirche bekehrt hätten. Den byzantinischen Ritus hätten sie natürlich, wie auch andere romunierte Byzanzchristen, als römisch-katholische Teilkirche beibehalten: Dies wäre eine enorme Kraftressource für die Kirche Christi gewesen, unsere Römisch-Katholische Kirche, die dann Millionen byzantinische Neumitglieder gehabt hätte!
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#9   Chrysanthus   16:50:19 | Freitag, 25. Februar 2011
Zur ukrainisch-unierten Kirche.
Kardinal Husar verbreitet Häresien in seinem Buch über ein postkonfessionelles Christentum. Diejenigen, die ihm nicht mehr folgen wollen, sind exkommuniziert. Ihr Verbrechen ist das gleiche wie das von Erzbischof Lefebvre – sie wollen katholisch sein, wie man immer katholisch war bis 1962.
Dramatischer Appell von Erzbischof Eliya an den Heiligen Vater Benedikt XVI., auf die Beatifikation von Papst Johannes Paul II. sowie das Jubiläumstreffen im Oktober in Assisi zu verzichten und stattdessen öffentlich Sühne zu leisten für die vergangenen Vergehen:
Beatification and Assisi gloria.tv/?media=126630
Die Sprache ist tschechisch, konsekutiv gedolmetscht ins Englische.
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#8   Rudolfus   16:37:07 | Freitag, 25. Februar 2011
@polenpaule: Warum sollte die Römische Kirche des Papstes nach dem Abfall des Papstuntertanen von
Byzanz und der Byzantinisten „vom Glauben der Väter abgefallen“ sein? Die Kirche Christi wird niemals vom Irrtum überwältigt werden. Deren Universales Oberhaupt ist der Nachfolger des Petrus, der Römische Bischof und Papst. Abgefallen, das ist der hochmütige Bischof von Byzanz, der die Unterordnung unter das Oberhaupt der Kirche verweigert, und die ihm folgenden Byzanzhäretiker. Sehr wohl sind einige des Byzantinischen Ritus wieder zum Bischof von Rom zurückgekehrt, der das alleinige Universale Kirchenoberhaupt ist und die rechte Glaubenslehre bewahrt, durch die ihm zukommende Lehrunfehlbarkeit.
Gebet um die Rückkehr der byzantinistischen Apostaten zur Einen, Heiligen, Römischen, Katholischen und Apostolischen Kirche:
Benedici, o Signore, il nostro Santo Padre, il Papa;
assistilo nel suo ufficio di pastore universale;
sii la sua luce, la sua forza e la sua consolazione.
E a noi concedi di ascoltare, con docilità di cuore, la sua voce come ascoltiamo la tua.
Hl. Papst Leo IX., letzter Papst vor dem großen Abfall des Bischofs von Byzanz, bitte um die Rückkehr der byzantinistischen Apostaten zur Heiligen Römischen Kirche, deren Universalregierung dem Römischen Papst anvertraut ist. Amen.
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#7   kristall   16:30:51 | Freitag, 25. Februar 2011
DIE HIERARCHIE !
BESTEHT AUS MENSCHEN ! ^-^
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#6   Chrysanthus   16:27:25 | Freitag, 25. Februar 2011
kristall,
die Menschen sind wie sie sind, hier wie im Osten.
Das Problem ist die HIERARCHIE!
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#5   kristall   16:25:47 | Freitag, 25. Februar 2011
das problem !!!!
ist nicht die römisch-katholische kirche !!! sie umfasst die wahre lehre !!! das problem sind die menschen !!!! ^-^
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#4   polenpaule   16:20:53 | Freitag, 25. Februar 2011
Apostasie = Abfall vom Christentum
Manchmal muss man sich wundern, was so durch die Federn fliesst. Der ehrwürdige Glaubensbruder hat lediglich erkannt, dass die römische Kirche seit dem Schisma von 1054 Byzanz/Rom vom Glauben der Väter abgefallen ist. Für ihn dürfte jedoch die letztlich entgültige Erkenntnis nach der Räubersynode – auch genannt Vaticanum II der römischen „Kirche“ – gekommen sein, dass diese ehemals nur schismatische Abspaltung von der Kirche Christi inzwischen häretisch geworden ist, da die aus ihr hervorgegangene Abspaltung – der Protestanismus = Häresie – seit der Räubersynode integriert wird, d. h. die Theologie als solche wird egalisiert bzw. verwoben, insofern ist die Bezeichnung „schismatisch“ kanonisch und theologisch geschweige denn „theolokunisch“ nicht zu halten.
Die Redaktion möge sich bessern!
Rüge: Seien Sie philologisch und theologisch etwas sorgfältiger in Ihrer Wortwohl, liebe Brüder in Christo!
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#3   Chrysanthus   16:20:50 | Freitag, 25. Februar 2011
Die römisch-katholische Kirche
war vielleicht noch nie so schwer als wahre Kirche Christi zu erkennen wie heute.
Man lese zum Beispiel mal diese kurze Heiligenvita des hl. Georg:
Heilige Krieger und Ritter: Der heilige Märtyrer Georg rittertum.wordpress.com/…ilige-georg-martyrer/
Als ich das las, wurde mir –-erneut-- klar, dass die katholische Kirche der letzten Jahrzehnten in einem furchtbaren Bruch mit ihrer Tradition lebt.
Hört das Wort des hl. Georg vor dem Kaiser Diokletian: „… deine Götzen sind keine Götter. Es gibt nur Einen wahren Gott, und dieser ist Jesus Christus …“ und vergleicht das mit der Interfaith-Theologie der Assisi-Gebetstreffen 1986 und 2002 !
Das ist ein Schlag ins Gesicht der Märtyrer, die für Jesus Christus ihr Leben gegeben haben.
Die Katholiken von heute kennen diese Märtyrerberichte gar nicht mehr. Und wenn, dann mit so vielen kritischen Wenns und Abers, dass sie sich nicht mehr daran erbauen können.
In der Orthodoxie sind diese Heiligen noch lebendig.
Hinzu kommt die Spiritualität und asketische Theologie der Kirchenväter.
Bei uns gibt es das alles auch noch, aber nur ganz am Rande. In der Orthodoxie steht es im Zentrum.
Ich billige den Schritt des Einsiedlers nicht, aber ich kann ihn nur zu gut verstehen.
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#2   kristall   16:09:45 | Freitag, 25. Februar 2011
es wird oft so dargestellt !
als sei die orthodoxe kirche die bessere !
gegenüber der römisch-katholischen !
dazu möchte ich den PFARRER VON ARS !!! nennen !
EIN VORBILDLICHER PRIESTER !!!
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#1   Goldengel   15:55:00 | Freitag, 25. Februar 2011
das Leben in einem Orden
hat sicher gerade für sehr tiefgläubige Geistliche seinen Reiz.
Dieser Reiz liegt einerseits in der Gemeinschaft mit anderen Gleichgesinnten und jedoch dem gleichzeitigen Rückzug in sich selbst und einer spirituellen Hinwendung zu Gottvater.
Die meisten VII. Priester umgibt eher eine geistige Laxheit, geprägt durch die Oberflächlichkeit der Laien und auch des eigenen Stolzes eben „Priester“ zu sein – diese Gleichmütigkeit und Alltagsatmosphäre zieht nur allzu schnell in die Seele des Priesters ein und somit wirkt oft seine Predigt langweilig und abgeschmackt und eine gewisse Sinnlosigkeit für sein Amt stellt sich ein, auch den Drang den Zölibat zu brechen.
So mancher VII. Priester sollte mal ein orthodoxes Kloster aufsuchen und dann merkt er sehr schnell, dass deren Glauben eine eigene Tiefe enthält, eben jene Tiefe einer russischen Seele.
Um die orthodoxe Kirche zu verstehen, muss man auch die Mentalität Russlands begreifen, welche eine eigentümliche Atmosphäre der Schwermütigkeit in sich trägt – sicher nicht jedermanns Sache, doch für die Erfahrung eines Priesters in seinem Amt sicher gut.
Vielleicht kommt jener ja dann geistig gestärkt zurück und hält auch mal eine Predigt, welche den teilweise oberflächlichen Glauben des Laien zu Christus wieder ganz erwecken kann.
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